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Ehemalige Herthaner

19.05.2011 - 19:37 Uhr
Ehemalige Herthaner |#1051
04.03.2012 - 21:11 Uhr
Vielen Dank für eure Antworten bis hierhin. Einzig die Sturheit könnte wohl zum Problem werden in Anbetracht unseres cholerischen "Machers" Hoeneß, der die Strippen im Hintergrund zieht. Aber ein Trainer, der ein festes Konzept hat, der von den Spielern klar sagt, was sie zu tun haben - das ist viel mehr, als wir im Moment haben. Gerade wenn man sieht, wie wir uns ratlos um den 16er die Bälle zuschieben, weil niemand weiß, wie sich die Mitspieler bewegen, schockiert einen als Anhänger des FCBs. Überragende Individualisten, aber ohne jegliches Konzept in der Offensive und oft vogelwild in der Defensive. Ein derartig starker Kader könnte mit dem richtigen Trainer Großes erreichen.
Ehemalige Herthaner |#1052
04.03.2012 - 21:15 Uhr
Favre wird zwar momentan zu Recht gelobt, seine Schwächen werden aber übersehen: Er ist sehr rechthaberisch bis zum Starrsinn. Mit Leuten, die eine andere Meinung vertreten, kann er überhaupt nicht zusammenarbeiten. Das erschwert den Umgang mit arrivierten Spielern, Sportchefs und Präsidenten.

Er hatte an allen seinen vorherigen Stationen seine Probleme: Bei Servette hatte er ein tollen Kader, wurde Cupsieger und warf Hertha BSC aus dem Cupsieger-Wettbewerb. Aber in der Meisterschaft brachte er es nicht über den 5. Platz hinaus. Er musste gehen, auch weil er sich mit Führungsspielern wie Fournier überwarf. Beim FCZ war er zu Beginn mehrmals von der Entlassung bedroht und konnte nur bleiben, weil der damalige Präsident Hotz der ständigen Trainerwechsel überdrüssig war.

Favres grosse Stärke ist die Ausbildung. Spieler, die auf ihn hören und seine Ideen exakt umsetzen, sind ihm am liebsten. Wenn Spieler mit einer gewissen Erfahrung nicht ganz nach seiner Pfeife tanzen, gibts früher oder später Knatsch, so war es mit Adrian Ilie, ex Valencia, der sich beim FCZ überhaupt nicht entfalten konnte, so war es in Berlin mit Pantelic, der zugegebenermassen nicht pflegeleicht ist, aber Goalgetterqualitäten hatte. Solche Spieler und auch Vereinsoffizielle gibts fast überall – gerade bei Bayern München in grosser Zahl (die deutschen Nationalspieler, Ribery, Robben, Rafinha, Luiz Gustavo und auf Ebene der Funktionäre und Vereinsführung Hoeneß, Rummenige, Beckenbauer etc.).

Der Wechsel nach München wäre ein Riesenfehler, ich bin 100% überzeugt, dass er dort scheitern würde. Bei Gladbach ist er am richtigen Platz, dort er hatte eine verzweifelte Mannschaft mit überwiegend jungen Spielern übernommen und seine Vorstellungen verwirklichen können, und man lässt ihn in Ruhe arbeiten.

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Hertha BSC 2017/2018
Jarstein
Weiser - Stark - Rekik - Plattenhardt
Skjelbred - 'Darida
Lazaro --------------------- Kalou
Ibisevic - Selke

Kraft, Klinsmann, Langkamp, Pekarik,Torunarigha, Baak, Lustenberger, Mittelstädt, Kade, Maier, Stocker, Dardai, Leckie, Haraguchi, Esswein, Schieber
Ehemalige Herthaner |#1053
04.03.2012 - 21:25 Uhr
Zitat von Herthaner26:
...


Das, was du berichtest, erinnert tatsächlich ein wenig an van Gaal. Wenn er es aber schafft, nicht GANZ so arrogant und unnachgiebig zu sein, funktioniert es vielleicht auch in München. Zumal er in Rummenigge einen großen Befürworter in höchster Ebene hat. Dass der ein oder andere Spieler auf der Strecke bleibt, kann der FCB denke ich verkraften - selbst wenn es am Ende Robben, Gomez oder wen auch immer trifft... Aber vielen Dank auch für diesen Post. Gerade vor dem Hintergrund der van Gaal Zeit dürfte man da in München sehr vorsichtig mit "sturen" Trainern sein.
Ehemalige Herthaner |#1054
04.03.2012 - 23:30 Uhr
Zitat von eispay:
Zitat von Herthaner26:
...


Das, was du berichtest, erinnert tatsächlich ein wenig an van Gaal. Wenn er es aber schafft, nicht GANZ so arrogant und unnachgiebig zu sein, funktioniert es vielleicht auch in München. Zumal er in Rummenigge einen großen Befürworter in höchster Ebene hat. Dass der ein oder andere Spieler auf der Strecke bleibt, kann der FCB denke ich verkraften - selbst wenn es am Ende Robben, Gomez oder wen auch immer trifft... Aber vielen Dank auch für diesen Post. Gerade vor dem Hintergrund der van Gaal Zeit dürfte man da in München sehr vorsichtig mit "sturen" Trainern sein.


Du solltest immer daran denken, dass Meinungen hier subjektiv sind (sprich es gibt auch in diesem Forum anti-Favre Leute) und diese Meinungen eben auch aus einer Zeit stammen, die längst der Vergangenheit angehört. Favre wird sich sicherlich weiterentwickelt haben. Daher sehe ich keinen Sinn, sich hier nach dem Charakter Favre zu erkundigen. Ich würde da eher auf die Gladbacher Sicht der Dinge vertrauen.
Sollte Hoeness voll hinter dem Trainer stehen, dann ist Favre der richtige Mann für euch.

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Ehemalige Herthaner |#1055
04.03.2012 - 23:48 Uhr
Favre ist meiner Meinung nach der fachlich mit Abstand beste Trainer der Bundesliga, was er aus den Teams macht ist schon bemerkenswert.
Er holt aus jedem Spieler das maximale raus, vorraussetzung ist das der Spieler sich komplett Favres System unterordnet.
Passiert dies nicht ist der Spieler ganz schnell weg. favre ist bei uns nicht aufgrund der mangelnden Rückendeckung oder der nicht erkenbaren Entwicklung gescheitert, er hatte einfach nicht ausreichendes Spielermaterial und eine Darmoperation die er vielzulange vor sich her geschoben hat um sich auf Hertha zu konzentrieren, dies klappte allerdings nicht was man an den 6 Pleiten vor seiner Entlassung gesehen hat.
Große Probleme mit den Führungsebenen habe ich nicht gesehen, allerdings ist weitesgehend bekannt das er wohl ein kleiner Sturkopf ist.
Ehemalige Herthaner |#1056
04.03.2012 - 23:57 Uhr
War man hier im Forum denn damals einhelliger Meinung, dass die Niederlagen nicht taktischen Mängeln/ fehlender Chemie zwischen Trainer und Mannschaft geschuldet war, sondern nur an den von dir genannten Gründen (Krankheit, schlechter Kader)?
Ehemalige Herthaner |#1057
05.03.2012 - 00:12 Uhr
Zitat von eispay:
War man hier im Forum denn damals einhelliger Meinung, dass die Niederlagen nicht taktischen Mängeln/ fehlender Chemie zwischen Trainer und Mannschaft geschuldet war, sondern nur an den von dir genannten Gründen (Krankheit, schlechter Kader)?


Ne, im Forum hier ist man eigentlich einheitlich der Meinung, dass es neben den wegfallen wichtiger Spieler, auch zwischen dem Team und dem Trainer nicht mehr gepasst hat. Der Hauptgrund war damals ein gewisser Arne Friedrich, der nicht akzeptieren konnte, dass er in den letzten beiden Spielen der Vorsaison, wo es um die Meisterschaft/ um die Champions League Quali ging, nur auf der Bank saß.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Marcelo65 am 05.03.2012 um 00:13 Uhr bearbeitet
Ehemalige Herthaner |#1058
05.03.2012 - 00:22 Uhr
Zitat von Marcelo65:


Ne, im Forum hier ist man eigentlich einheitlich der Meinung, dass es neben den wegfallen wichtiger Spieler, auch zwischen dem Team und dem Trainer nicht mehr gepasst hat. Der Hauptgrund war damals ein gewisser Arne Friedrich, der nicht akzeptieren konnte, dass er in den letzten beiden Spielen der Vorsaison, wo es um die Meisterschaft/ um die Champions League Quali ging, nur auf der Bank saß.


Also ein Pendant zu unserem van Bommel, dem unter Klinsmann ein Verlust von Kapitänsbinde und Stammplatz drohte und der daraufhin fleißig am Trainerstuhl sägte? Interessant.

Hat man denn die Spiele verdient/ deutlich verloren?
Ehemalige Herthaner |#1059
05.03.2012 - 00:37 Uhr
Zitat von eispay:
Zitat von Marcelo65:


Ne, im Forum hier ist man eigentlich einheitlich der Meinung, dass es neben den wegfallen wichtiger Spieler, auch zwischen dem Team und dem Trainer nicht mehr gepasst hat. Der Hauptgrund war damals ein gewisser Arne Friedrich, der nicht akzeptieren konnte, dass er in den letzten beiden Spielen der Vorsaison, wo es um die Meisterschaft/ um die Champions League Quali ging, nur auf der Bank saß.


Also ein Pendant zu unserem van Bommel, dem unter Klinsmann ein Verlust von Kapitänsbinde und Stammplatz drohte und der daraufhin fleißig am Trainerstuhl sägte? Interessant.

Hat man denn die Spiele verdient/ deutlich verloren?


Vor allem die letzten drei Spiele unter Favre waren doch recht grottig.

1:1 zu Hause in der Europa League gegen Ventspils, 4:0 zu Hause gegen Freiburg verloren und dann die 5:1 Niederlage in Hoffenheim.

Neben dem Konflikt mit Friedrich, war (ist jetzt meine Einschätzung) damals das Spiel gegen Mainz der Hauptgrund für das Scheitern. Dort hat man bis zur 75 Minute 1:0 geführt und hat am Ende etwas unglücklich noch mit 2:1 verloren. Nach diesen Spiel hat es Favre nicht mehr geschafft, die Spieler zu motivieren. Die wahrscheinliche Hetzkampagne von unserem damaligen Kapitän hat dann das übrige dazu beigetragen.

Vor den drei katastrophalen Spielen, waren es doch immer knappe Niederlagen, auch wenn diese spielerisch da schon eher schwach waren. Meiner Meinung nach aber auch verständlich, weil Favre ein ganz neues System entwickeln musste in dieser Saison. Das geht halt nicht von heue auf morgen. Bin mir aber sicher, wenn wir das Spiel damals gegen Mainz nicht verloren hätten, wäre Favre jetzt noch Trainer von Hertha.
Ehemalige Herthaner |#1060
05.03.2012 - 00:46 Uhr
Zitat von Marcelo65:

...

Vor den drei katastrophalen Spielen, waren es doch immer knappe Niederlagen, auch wenn diese spielerisch da schon eher schwach waren. Meiner Meinung nach aber auch verständlich, weil Favre ein ganz neues System entwickeln musste in dieser Saison. Das geht halt nicht von heue auf morgen. Bin mir aber sicher, wenn wir das Spiel damals gegen Mainz nicht verloren hätten, wäre Favre jetzt noch Trainer von Hertha.


Wie hat Favre denn auf den Wegfall der Spieler systemtechnisch reagiert? Völlige Aufgabe des alten Spielsystems und Spielstils? Neue Organisation der Defensive? Bzw. was hat er versucht?
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