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Ex-Lautrer

31.07.2015 - 09:17 Uhr
Ex-Lautrer |#5061
20.05.2020 - 09:53 Uhr
Zitat von jaybee
Zitat von FCKMitglied_16927

Zitat von jaybee

Nachdem das Gerücht schon seit einigen Tagen kursiert, ist es nun offiziell, Jeff Strasser wird zur neuen Saison Trainer von Swift Hesperingen.

https://www.wort.lu/de/sport/offiziell-strasser-wird-hesperinger-trainer-5ec3c9f3da2cc1784e35e18f

Jeff sollte eigentlich mehr schaffen als Erste Liga in Luxemburg. Jetzt ist er bei Beccas neuem Spielzeug...


Ob er mehr schafft, ist schwer zu beurteilen, die kurze Zeit beim FCK ist da wohl nicht aussagekräftig genug. Die Frage ist auch, ob er überhaupt Angebote aus dem Ausland hatte, ich denke eher, dass es eine Entscheidung zwischen einer Verlängerung bei Fola Esch und der neuen Herausforderung in Hesperingen war. Ich glaube nur, das mit ihm und Becca wird auf Dauer nicht gutgehen...


In der kurzen Zeit in der er bei uns war, hat er die Mannschaft körperlich fit gemacht, was keinem Trainer,
der danach kam, gelungen ist. Frontzeck hat noch ein paar Spiele davon profitiert, aber dann wurde wieder
geschlampt und zur Zeit befinden wir uns wieder auf unterem Drittliganiveau.

Ich bedauere sehr, dass man, Bader, dann auf Frontzeck gesetzt hat und Jeff hat fallen lassen. Einer der
vielen Fehler, die gemacht wurden, aber unser Verein quillt ja über von Fußballfachexperten.
Ex-Lautrer |#5062
20.05.2020 - 10:13 Uhr
Zitat von pulder
Zitat von jaybee

Zitat von FCKMitglied_16927

Zitat von jaybee

Nachdem das Gerücht schon seit einigen Tagen kursiert, ist es nun offiziell, Jeff Strasser wird zur neuen Saison Trainer von Swift Hesperingen.

https://www.wort.lu/de/sport/offiziell-strasser-wird-hesperinger-trainer-5ec3c9f3da2cc1784e35e18f

Jeff sollte eigentlich mehr schaffen als Erste Liga in Luxemburg. Jetzt ist er bei Beccas neuem Spielzeug...


Ob er mehr schafft, ist schwer zu beurteilen, die kurze Zeit beim FCK ist da wohl nicht aussagekräftig genug. Die Frage ist auch, ob er überhaupt Angebote aus dem Ausland hatte, ich denke eher, dass es eine Entscheidung zwischen einer Verlängerung bei Fola Esch und der neuen Herausforderung in Hesperingen war. Ich glaube nur, das mit ihm und Becca wird auf Dauer nicht gutgehen...


In der kurzen Zeit in der er bei uns war, hat er die Mannschaft körperlich fit gemacht, was keinem Trainer,
der danach kam, gelungen ist. Frontzeck hat noch ein paar Spiele davon profitiert, aber dann wurde wieder
geschlampt und zur Zeit befinden wir uns wieder auf unterem Drittliganiveau.

Ich bedauere sehr, dass man, Bader, dann auf Frontzeck gesetzt hat und Jeff hat fallen lassen. Einer der
vielen Fehler, die gemacht wurden, aber unser Verein quillt ja über von Fußballfachexperten.


Das mit der körperlichen Fitness stimmt, reicht aber alleine schlussendlich nicht aus um erfolgreich zu sein. Ich wollte keineswegs an seinen Fähigkeiten zweifeln, ich denke nur um dies richtig beurteilen zu können, müsste er über einen längeren Zeitraum bei einem Verein auf diesem Niveau arbeiten.
Ex-Lautrer |#5063
20.05.2020 - 10:31 Uhr
Zitat von jaybee
Zitat von pulder

Zitat von jaybee

Zitat von FCKMitglied_16927

Zitat von jaybee

Nachdem das Gerücht schon seit einigen Tagen kursiert, ist es nun offiziell, Jeff Strasser wird zur neuen Saison Trainer von Swift Hesperingen.

https://www.wort.lu/de/sport/offiziell-strasser-wird-hesperinger-trainer-5ec3c9f3da2cc1784e35e18f

Jeff sollte eigentlich mehr schaffen als Erste Liga in Luxemburg. Jetzt ist er bei Beccas neuem Spielzeug...


Ob er mehr schafft, ist schwer zu beurteilen, die kurze Zeit beim FCK ist da wohl nicht aussagekräftig genug. Die Frage ist auch, ob er überhaupt Angebote aus dem Ausland hatte, ich denke eher, dass es eine Entscheidung zwischen einer Verlängerung bei Fola Esch und der neuen Herausforderung in Hesperingen war. Ich glaube nur, das mit ihm und Becca wird auf Dauer nicht gutgehen...


In der kurzen Zeit in der er bei uns war, hat er die Mannschaft körperlich fit gemacht, was keinem Trainer,
der danach kam, gelungen ist. Frontzeck hat noch ein paar Spiele davon profitiert, aber dann wurde wieder
geschlampt und zur Zeit befinden wir uns wieder auf unterem Drittliganiveau.

Ich bedauere sehr, dass man, Bader, dann auf Frontzeck gesetzt hat und Jeff hat fallen lassen. Einer der
vielen Fehler, die gemacht wurden, aber unser Verein quillt ja über von Fußballfachexperten.


Das mit der körperlichen Fitness stimmt, reicht aber alleine schlussendlich nicht aus um erfolgreich zu sein. Ich wollte keineswegs an seinen Fähigkeiten zweifeln, ich denke nur um dies richtig beurteilen zu können, müsste er über einen längeren Zeitraum bei einem Verein auf diesem Niveau arbeiten.


Der längere Beobachtungszeitraum ist natürlich ein Totschlagargument, das immer gut passt.

Bei Jeff hat man gesehen, dass er aus einer gefestigten Abwehr heraus spielen lassen wollte, was nach
ihm dann negiert wurde. Ich hatte den Eindruck, dass er Struktur in die Laufwege bringt; leider konnte
er die gute körperliche Fitness dann nicht in Punkte umsetzen.

Das Argument Niveau kann man beruhigt vernachlässigen, denn mit unserem " Niveau " hätten wir
selbst in Luxemburg Probleme.
Ex-Lautrer |#5064
20.05.2020 - 11:12 Uhr
Zitat von pulder

Das Argument Niveau kann man beruhigt vernachlässigen, denn mit unserem " Niveau " hätten wir
selbst in Luxemburg Probleme.


Hier in Luxemburg gibt es schon einen relativ grossen Qualitätsunterschied zwischen den Vereinen mit Geldgeber dahinter und dem Rest. Ausserdem darf man nicht vergessen, dass viele Spieler einem geregelten Berufsleben nachgehen und den Fussball nur nebenher betreiben. Aber so planlos wie der FCK manchmal aufgetreten ist, könnte es tatsächlich auch hier schwer werden.
Ex-Lautrer |#5065
23.05.2020 - 18:52 Uhr
Batista Meier heute auf der Bank der Bayern, vielleicht gibt es ja noch ein paar Euro für seinen ersten Profieinsatz.
Ex-Lautrer |#5066
26.05.2020 - 08:27 Uhr
@weissherbstschorle

Kuntz hat - und das hat er im Nachhinein sogar zugegeben - auf den AR "eingewirkt" an Grünewalt festzuhalten. Andernfalls wäre er gegangen.
Dummerweise hat der FCK aber nicht Stefan Kuntz gehört und es war trotz seiner Verdienste nicht innerhalb seiner Kompetenzen, so aufzutreten.
Jetzt wirst du sagen, doch, das war es, weil Kuntz sich diese Stellung erarbeitet hatte.

Wenn dem so ist, lässt sich dieses Alleinentscheidertum aber nur rechtfertigen, solange es funktioniert. Das heißt für einen Fußballverein: so lange der sportliche Erfolg da ist.
Und das wiederum heißt, dass man nicht konstant unterhalb der Platzierung abschneidet, die der der Etat im Ligavergleich ausweist.

Grünewalt war zudem nicht nur "relativ unerfahren", sondern eine katastrophale Fehlbesetzung, die sich nur gehalten hat, weil sie Kuntz hörig war.
Ein Finanzvorstand muss dem Sportvorstand sagen können, dass die Mittel nicht da sind, um den Kader im Winter noch mal total umzukrempeln.

Von der sagenumwobenen Anleihe sprechen wir am besten gar nicht.

Wenn es dir besser gefällt und wichtig ist, sprechen wir von mir aus vom "Wieder"aufstieg. Ich habe selbst Kuntz für die Zeitspanne, in die der Aufstieg fiel, als große Vereinsikone bezeichnet und ich bin durchaus im Stande, zwischen seiner Anfangszeit und der Zeit danach zu differenzieren.

Und ja, Kuntz war so lange ein herausragender Sportvorstand, so lange er sich nicht noch hauptamtlich um die Vereinsführung als solche gekümmert hat. Damit hat er sich ganz einfach überhoben, weil er meinte, alles selbst machen zu müssen. Was eine fatale Fehleinschätzung war.
Wahlweise hätte er sich auch auf den Posten des Sportvorstands konzentrieren können. Dann hätten wir keinen Sportdirektor, aber einen zweiten starken Mann im Vorstand für repräsentative Aufgaben gebraucht. Einen wie Markus Merk etwa.

Dazu kam ein derart schwacher AR (ich sag es explizit: nicht Kuntz' Schuld!), so dass Kuntz mit der Zeit zum Einzelkämpfer war, der in jeder angebotenen Unterstützung einen potentiellen Verrat sah.

Bezüglich des Glamourfaktors: Absolut einverstanden. Wenn man nicht (was nur ab und zu passiert) Spieler findet, die von FFM aus pendeln, ist das ein Nachteil. Andererseits ist es die Aufgabe eines sportlichen Leiters, die Spieler zu finden, die darauf keinen so großen Wert legen.
Etwas, das der FCK über Jahrzehnte immer wieder geschafft hat. KL war nämlich noch nie sonderlich attraktiver als heute.

PS: "O-Ton Berti"? Ist das hier jetzt eine Glaubensfrage?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FckTribun am 26.05.2020 um 08:33 Uhr bearbeitet
Ex-Lautrer |#5067
26.05.2020 - 09:25 Uhr
Zitat von Fck_Fan

Den einzigen Fehler den ich bei Kuntz sehe. War wie er zugelassen hat, das Ohlinger ging. Und er Grünwald installiert hat. Denn Ohlinger hatte die Finanzen immer sehr gut im Auge. Aber ich vermute Ohlinger hat kuntz nicht genügend Spielraum für Verpflichtungen gegeben.


Dazu gab und gibt es viele Vermutungen, speziell die Geschichte als Kuntz Grünewalt zu Verhandlungen mit der DVAG mitnahm, die dann weniger erfolgreich verliefen und in Bexbach das Faß zum Überlaufen brachten.

Was die Finanzen abgeht, wird es wohl nicht mehr mögliche sein, das alles auseinander zu wursteln und zum Vergleich gegenüber zu stellen. Kann sein, dass Ohlinger Kuntz viele Transfers verbaut hätte und wir jetzt finanziell gesund graue Maus 2.Liga wären, in Betracht des damaligen Anspruchsdenken allerdings völlig unvorstellbar.

Kuntz ging auch deshalb von Anfang an all-in, was auch gleich funktionierte. Der Shechter Deal bzw.. das damit verbundene Hickhack waren der Wendepunkt. Dennoch würde ich behaupten, dass er mit seinen Spielertransfers insgesamt einen Überschuss erzielte, dies hauptsächlich aus der Not heraus geschah und daher sportlich kein klares Konzept möglich war.

Ihm aber zu unterstellen, er hätte sich ins gemachte Nest gesetzt und mit seiner Zockerei die nicht vorhandenen Millionen verprasst, was hier immer wieder in den Raum gestellt wird, ist ziemlich an den Haaren herbeigezogen.
Ex-Lautrer |#5068
26.05.2020 - 10:09 Uhr
Zitat von FckTribun
@weissherbstschorle

Kuntz hat - und das hat er im Nachhinein sogar zugegeben - auf den AR "eingewirkt" an Grünewalt festzuhalten. Andernfalls wäre er gegangen.
Dummerweise hat der FCK aber nicht Stefan Kuntz gehört und es war trotz seiner Verdienste nicht innerhalb seiner Kompetenzen, so aufzutreten.
Jetzt wirst du sagen, doch, das war es, weil Kuntz sich diese Stellung erarbeitet hatte.

Wenn dem so ist, lässt sich dieses Alleinentscheidertum aber nur rechtfertigen, solange es funktioniert. Das heißt für einen Fußballverein: so lange der sportliche Erfolg da ist.
Und das wiederum heißt, dass man nicht konstant unterhalb der Platzierung abschneidet, die der der Etat im Ligavergleich ausweist.

Grünewalt war zudem nicht nur "relativ unerfahren", sondern eine katastrophale Fehlbesetzung, die sich nur gehalten hat, weil sie Kuntz hörig war.
Ein Finanzvorstand muss dem Sportvorstand sagen können, dass die Mittel nicht da sind, um den Kader im Winter noch mal total umzukrempeln.

Von der sagenumwobenen Anleihe sprechen wir am besten gar nicht.

Wenn es dir besser gefällt und wichtig ist, sprechen wir von mir aus vom "Wieder"aufstieg. Ich habe selbst Kuntz für die Zeitspanne, in die der Aufstieg fiel, als große Vereinsikone bezeichnet und ich bin durchaus im Stande, zwischen seiner Anfangszeit und der Zeit danach zu differenzieren.

Und ja, Kuntz war so lange ein herausragender Sportvorstand, so lange er sich nicht noch hauptamtlich um die Vereinsführung als solche gekümmert hat. Damit hat er sich ganz einfach überhoben, weil er meinte, alles selbst machen zu müssen. Was eine fatale Fehleinschätzung war.
Wahlweise hätte er sich auch auf den Posten des Sportvorstands konzentrieren können. Dann hätten wir keinen Sportdirektor, aber einen zweiten starken Mann im Vorstand für repräsentative Aufgaben gebraucht. Einen wie Markus Merk etwa.

Dazu kam ein derart schwacher AR (ich sag es explizit: nicht Kuntz' Schuld!), so dass Kuntz mit der Zeit zum Einzelkämpfer war, der in jeder angebotenen Unterstützung einen potentiellen Verrat sah.

Bezüglich des Glamourfaktors: Absolut einverstanden. Wenn man nicht (was nur ab und zu passiert) Spieler findet, die von FFM aus pendeln, ist das ein Nachteil. Andererseits ist es die Aufgabe eines sportlichen Leiters, die Spieler zu finden, die darauf keinen so großen Wert legen.
Etwas, das der FCK über Jahrzehnte immer wieder geschafft hat. KL war nämlich noch nie sonderlich attraktiver als heute.

PS: "O-Ton Berti"? Ist das hier jetzt eine Glaubensfrage?


Es war ein Fehler, dass man Kuntz auf die Art abgesägt hat. Das wissen heute viele Anhänger und inzwischen wissen auch viele, dass das, was auf der JHV 2015 passiert ist, eine gezielte und geplante Aktion war, deren Erfolg im Anschluss in größerer Runde gefeiert wurde, von allseits bekannten Leuten.

Das war in den vielen Jahren auch ganz sicher nicht die einzige Aktion dieser Art und das Kuntz am Ende überall Verrat sah, lag vor allem daran, weil überall Verrat war und an jeder Ecke ein Heckenschütze lauerte. Natürlich hat Kuntz auch Angriffsfläche geboten aber wer macht das auf diesem Posten nicht, dafür muss man sich nur die Halbwertszeit der Vereinsführungen vor und nach ihm betrachten.

Trotz ständiger Angriffe hat Kuntz in seiner Zeit alles dafür getan, die Anhängerschaft so gut wie möglich zusammenzuhalten. Auf Mittel wie Unterlassungsverfügungen hat er immer verzichtet, höchstens mal angedroht, dabei hätte er dazu weiß Gott allen Grund gehabt. Wenn man sich die zahlreichen, knallharten Verleumdungen vor Augen führt, die gegen ihn gelaufen sind und sich auch im Nachhinein, trotz Grotepasses lachhafter Untersuchung, kein einziger Vorwurf gegen ihn als evident erwiesen hat.

Die Art wie Kuntz den FCK geführt hat, hat vielen nicht geschmeckt aber es ist halt die einzige Art, wie man den FCK überhaupt halbwegs vernünftig führen kann, ohne sofort aufgerieben zu werden. Was machen denn heute Merk und Keßler? Der Aufsichtsrat, das zentrale Kontrollgremium, steht wie ein Mann. Es war mehr oder weniger die Bedingung von Team Merk, dass das komplette Team den AR/Beirat besetzt. Alle wichtigen Positionen sind mit Leuten besetzt, die hinter Team Merk stehen oder Team Merk sind. Das ist kein Vorwurf. Nur so kann man den FCK führen. Würde heute an irgendeiner wichtigen Stelle innerhalb des Vereins eine Gegenfraktion sitzen oder ein anderer starker Mann, dann wäre das Chaos sofort perfekt und es gäbe dieselben Zustände wie im letzten Jahr. De facto wurde der Sonnenkönig abgesetzt, um ihn durch einen Augustus zu ersetzen.
Ex-Lautrer |#5069
26.05.2020 - 10:25 Uhr
Zitat von FckTribun
@weissherbstschorle

Kuntz hat - und das hat er im Nachhinein sogar zugegeben - auf den AR "eingewirkt" an Grünewalt festzuhalten. Andernfalls wäre er gegangen.
Dummerweise hat der FCK aber nicht Stefan Kuntz gehört und es war trotz seiner Verdienste nicht innerhalb seiner Kompetenzen, so aufzutreten.
Jetzt wirst du sagen, doch, das war es, weil Kuntz sich diese Stellung erarbeitet hatte.

Wenn dem so ist, lässt sich dieses Alleinentscheidertum aber nur rechtfertigen, solange es funktioniert. Das heißt für einen Fußballverein: so lange der sportliche Erfolg da ist.
Und das wiederum heißt, dass man nicht konstant unterhalb der Platzierung abschneidet, die der der Etat im Ligavergleich ausweist.

Grünewalt war zudem nicht nur "relativ unerfahren", sondern eine katastrophale Fehlbesetzung, die sich nur gehalten hat, weil sie Kuntz hörig war.
Ein Finanzvorstand muss dem Sportvorstand sagen können, dass die Mittel nicht da sind, um den Kader im Winter noch mal total umzukrempeln.

Von der sagenumwobenen Anleihe sprechen wir am besten gar nicht.

Wenn es dir besser gefällt und wichtig ist, sprechen wir von mir aus vom "Wieder"aufstieg. Ich habe selbst Kuntz für die Zeitspanne, in die der Aufstieg fiel, als große Vereinsikone bezeichnet und ich bin durchaus im Stande, zwischen seiner Anfangszeit und der Zeit danach zu differenzieren.

Und ja, Kuntz war so lange ein herausragender Sportvorstand, so lange er sich nicht noch hauptamtlich um die Vereinsführung als solche gekümmert hat. Damit hat er sich ganz einfach überhoben, weil er meinte, alles selbst machen zu müssen. Was eine fatale Fehleinschätzung war.
Wahlweise hätte er sich auch auf den Posten des Sportvorstands konzentrieren können. Dann hätten wir keinen Sportdirektor, aber einen zweiten starken Mann im Vorstand für repräsentative Aufgaben gebraucht. Einen wie Markus Merk etwa.

Dazu kam ein derart schwacher AR (ich sag es explizit: nicht Kuntz' Schuld!), so dass Kuntz mit der Zeit zum Einzelkämpfer war, der in jeder angebotenen Unterstützung einen potentiellen Verrat sah.

Bezüglich des Glamourfaktors: Absolut einverstanden. Wenn man nicht (was nur ab und zu passiert) Spieler findet, die von FFM aus pendeln, ist das ein Nachteil. Andererseits ist es die Aufgabe eines sportlichen Leiters, die Spieler zu finden, die darauf keinen so großen Wert legen.
Etwas, das der FCK über Jahrzehnte immer wieder geschafft hat. KL war nämlich noch nie sonderlich attraktiver als heute.

PS: "O-Ton Berti"? Ist das hier jetzt eine Glaubensfrage?


Ob Grünewalt so eine "Katastrophe" war, sei dahingestellt. Dass er Kuntz hörig war, ist auch wieder diese abwertende Berti Bexbach Lingo. Warum Du das immer wieder nachbetest, keine Ahung. Grünewalt war Kuntz unterstellt, was auch auf Ohlinger zutraf, der dann aber ging und ersetzt wurde. Merk mit Kuntz ist eine absolut unrealistische Idee und wäre auch nicht gegangen. Du kannst zwei Alphatiere nicht nebeneinander gleichberechtigt aufstellen, ohne dass es Knatsch gibt. Selbst in München gab und gibt es trotz Rummenigge und co. immer nur Uli Hoeness den Sonnengott. Einer muss immer zurückstecken, dann funktioniert es gerade bei sportlichem Erfolg. Daraus Hörigkeit abzuleiten, ist einfach nur peinliche Oppositions Rhethorik. Und by the way, wie flache Hierarchien in Lautern funktionieren, hat man ja eindrucksvoll bei Klatt, Bader und Banf gesehen.

Noch zum Pendeln aus FFM. Marco Kurz fuhr auch ständig zu seiner Familie nach München. Das geht mal 1-2 Jahre, aber dann wird es problematisch. Das war sicher auch ein Grund, warum es 2011/12 bergab ging. Da hätte Kuntz früher handeln müssen. FFM ist zwar machbar, aber trotzdem Stress und Grund für Grüppchenbildung. Das war auch ein Fehler, das nicht zu berücksichtigen. Nur kommen dann halt viele Spieler erst gar nicht oder sind nach 1-2 Jahren wieder weg.

Und die Zeiten haben sich geändert, in den 80ern waren die meisten Spieler noch aus der Region oder zumindest aus Deutschland und bodenständig. Dann wurde es internationaler und wir immer mehr die Provinz. Sforza wollte lieber nach München, Balakov ging nach Stuttgart statt zu uns, für Arilson war es wohl ein durchgehender Alptraum. Old school Rehagel war es noch wichtig, gestandene Spieler zu verpflichten, daher lief es auch nicht mit Ballack. Habe mich mal mit Ballacks Ex aus Dresden unterhalten, für ihn war Lautern immer nur Sprungbrett und Durchgangsstation und auf ständiges Rumziehen hatte sie keinen Bock. Oder warum kam Miro Klose nie zurück und macht jetzt auf schick in München? Gerade bei den ganz jungen Spielern, will und wollte doch auch fast jeder immer weg. Ob Koch, Orban oder Trapp, die gingen nicht nur wegen fehlender, sportlicher Perspektive. Dank Social Media ist die Selbstvermarktung heute viel wichtiger als noch vor 25 Jahren, womit wir wieder beim Thema Kommerzialisierung sind. Da ist die Lautrer Kulisse eben nicht so eindrucksvoll, zumal sich auch weniger bis gar keine Models und Sternchen auf dem "Meat Market" tummeln.
Ex-Lautrer |#5070
26.05.2020 - 10:30 Uhr
@Miltiades

Kuntz hat vor allem keine Kritik geduldet und auf solche immer gleich reagiert: Es ginge doch nicht besser und die Fans würden zu viel erwarten.

Nun: Mit den Kadern der Jahre 2012-2015 habe ich durchaus den Aufstieg erwartet. Und das war auch definitiv nicht zu viel verlangt.

Mit dem verschenkten Aufstieg 2015 hatte Kuntz fertig. Man schaue sich nur an, wie er sich in diversen Auftritten und Interviews präsentiert hat.
Den Schluss "Weil die Nachfolger katastrophal gearbeitet haben, hätte man an Kuntz festhalten müssen" teile ich nicht.

@weissherbstschorle

Berti-Bexbach-Lingo? Was soll denn das? Ich bezeichne dich doch auch nicht als "Kuntz-Jünger", was hier mal en vogue war.
Ist Berti hier das personifizierte Böse für manche?


Den Misserfolg 2011/12 (auch) auf Kurz' Pendeln zurückzuführen, ist auch etwas abenteuerlich. Das hat nämlich wunderbar funktioniert, bis Kuntz eine intakte Kaderstruktur im Winter zerschossen, den Egomanen Wagner und den Wüstenlegionär Yahia geholt, die Führungsspieler Amedick und Nemec vertickt und damit den Grundstein für die unsäglichen Transferorgien gelegt hat, die bis Sommer 2014 stattfanden.

Die Lage der Stadt KL verkommt dann irgendwann auch mal zur Ausrede. Mönchengladbach ist ebenfalls keine Metropole. Dort funktioniert es aber einwandfrei, im oberen Drittel der Bundesliga mitzuspielen.
Oder Freiburg. Landschaftlich toll gelegen, aber das war's dann auch.

Wenn ein Spieler Glamour will, ist er in 90 Minuten in Frankfurt oder Stuttgart, in 40 in Mannheim.
Wie gesagt gibt es aber auch Spieler, denen das gar nicht so viel bedeutet: Einen Markus Karl haben wir aus Berlin geholt, der wurde hier heimisch. Zimmer, Heintz oder Sippel wären ohne Not nie gegangen.

Wenn man halbwegs erfolgreich spielt, bekommt man zeitweise große Talente, die man dann gewinnbringend ziehen lässt. Dazu den beschriebenen Lokalkolorit und ein paar erfahrene Stützen: Das ist in der Provinz durchaus darstellbar.
Wenn man gut arbeitet.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FckTribun am 26.05.2020 um 10:53 Uhr bearbeitet
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