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Finanzen

22.07.2015 - 22:13 Uhr
Finanzen |#1421
03.08.2016 - 20:40 Uhr
Zitat von Spielm4cher
Interessante Sache und in diesem Fall das erste Mal, dass ich Herrn Klatt in Sachen Transparenz negativ vermerken muss. Im Rahmen der Möglichkeiten hat er die Situation sicherlich so wenig nebulös wie nur möglich erklärt, mir stellt sich aber doch die Frage, wieso man den Etat gleich um 2,5Mio erhöht. Der aktuelle Kader füllt ja wohl noch nicht mal die bereits nachjustierten 8,5Mio aus. Wandern die neu frei gewordenen 2,5Mio in 3-4 Neuzugänge? Hat man da dementsprechende Fische an der Angel? Ist das Geld zweckgebunden und muss in den Profikader gehen? Macht mir zu so einem späten Zeitpunkt ehrlich gesagt nicht so viel Sinn.


Ich könnte mir auch vorstellen, dass der aktuelle Kader einfach immer noch teurer ist als geplant. Bislang hat man kaum "Masse" abgeben können. Die Zugänge werden sicher auch gute Gehälter bekommen. Und dann hat man sicher noch den einen oder anderen an der Angel. Sprich: Die 11 Mio für den Etat sind der Betrag, den der Kader kostet, wenn alle in dieser Form an Bord sind. Und wenn ich Neuzugänge fest einplane, die anderen Spieler noch nicht losbekommen habe, muss ich das zumindest im Etat berücksichtigen. Für den Fall nämlich, dass alle noch zu verpflichtenden kommen und das alle, die man abgeben will, nicht abgegeben werden können. Klappt letzteres nicht, reizt man den Etat einfach nicht aus. Aber zu sauberer Finanzplanung gehört auch, für den Fall eines Falles gewappnet zu sein
Finanzen |#1422
03.08.2016 - 20:53 Uhr
Zitat von HorstEckel
Was mir gerade noch in den Sinn kam: Die vorhandenen Schulden setzten sich ja sehr vielschichtig zusammen. Unter anderem mussten wir ja noch "Besserungsscheine" zurückzahlen und man war bestrebt, diese schnellstmöglich auszulösen. Kann es also vielleicht sein, dass man das Darlehen als eine Art "Umschuldung" nutzt, um teure Kredite Platt zu machen?

Allerdings würde das der Aussage Klatts gegenüberstehen, dass man jetzt eine bessere Verhandlungsposition hätte. Das Geld wäre direkt wieder verbraucht, dafür wären eben noch teurere Schulden Weg?!


Das ist ein Punkt, an den ich auch schon gedacht hatte. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, wird dieses Jahr oder nächstes ein Besserungsschein (den exakten Betrag weiß ich nicht mehr, ich meine zw. 500k-1000k) abgelöst. Dieser Besserungsschein ist wohl auch mit 8% p.a. verzinst, würde also "kostenneutral" abgelöst werden.

Die restlichen Millionen könnten dann als Liquiditätsreserve (zur Vermeidung von Kontokorrentkrediten bis die gesamte Bödvarsson-Ablöse eingegangen ist) dienen.

•     •     •

Ave Bundesliga, die Todgeweihten grüßen dich!
Finanzen |#1423
03.08.2016 - 21:03 Uhr
Zitat von Cosmokramer74
Zitat von Spielm4cher

Interessante Sache und in diesem Fall das erste Mal, dass ich Herrn Klatt in Sachen Transparenz negativ vermerken muss. Im Rahmen der Möglichkeiten hat er die Situation sicherlich so wenig nebulös wie nur möglich erklärt, mir stellt sich aber doch die Frage, wieso man den Etat gleich um 2,5Mio erhöht. Der aktuelle Kader füllt ja wohl noch nicht mal die bereits nachjustierten 8,5Mio aus. Wandern die neu frei gewordenen 2,5Mio in 3-4 Neuzugänge? Hat man da dementsprechende Fische an der Angel? Ist das Geld zweckgebunden und muss in den Profikader gehen? Macht mir zu so einem späten Zeitpunkt ehrlich gesagt nicht so viel Sinn.


Ich könnte mir auch vorstellen, dass der aktuelle Kader einfach immer noch teurer ist als geplant. Bislang hat man kaum "Masse" abgeben können. Die Zugänge werden sicher auch gute Gehälter bekommen. Und dann hat man sicher noch den einen oder anderen an der Angel. Sprich: Die 11 Mio für den Etat sind der Betrag, den der Kader kostet, wenn alle in dieser Form an Bord sind. Und wenn ich Neuzugänge fest einplane, die anderen Spieler noch nicht losbekommen habe, muss ich das zumindest im Etat berücksichtigen. Für den Fall nämlich, dass alle noch zu verpflichtenden kommen und das alle, die man abgeben will, nicht abgegeben werden können. Klappt letzteres nicht, reizt man den Etat einfach nicht aus. Aber zu sauberer Finanzplanung gehört auch, für den Fall eines Falles gewappnet zu sein


zu einer sauberen oder der vielzitierten 'konservativen' Finanzplanung gehört auch die Einbeziehung aller möglichen negativen Eventualitäten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese ausgewiesenen Fachleute so dermaßen daneben liegen konnten. Eher wählt man den Weg die unbequemen Wahrheiten stückweise der Anhängerschaft mitzuteilen.
Finanzen |#1424
03.08.2016 - 22:42 Uhr
Auch ich weiß nicht so recht, was ich von diesen 3 Mio € neuen Fremdkapitals halten soll.

Einerseits ist es offensichtlich ein Warnsignal in Richtung Liquidität und (fehlendem) Eigenkapital, andererseits verschafft es offensichtlich dringend benötigte Liquidität und Handlungsspielraum.
Fremdkapital brauche ich immer, wenn ich weniger Eigenkapital habe als ich brauche...

Eine andere Zahl aus der Pressekonferenz fand ich aber auch interessant:

Klatt berichtet, das man für das kommende Jahr mit einem Gesamtumsatz von 35 Mio € plant, gegenüber 38 Mio € im abgelaufenen. Als Kaderetat sind mit 11 Mio € derzeit etwas mehr geplant als in der letzten Saison.
Daraus lese ich, dass man im Verein außerhalb des Lizenzspielerbereiches bereits 3 Mio € Einsparung geplant hat. Eine Verschiebung des Etats von der Verwaltung etc. zum sportlichen Bereich. Der Wasserkopf scheint demnach bereits abzuschwellen. Hoffen wir, dass auch dieser Weg weiter beschritten wird.

Gruß aus der Pfalz
Finanzen |#1425
04.08.2016 - 07:29 Uhr
Zitat von Lullaby

Das ist mir schon klar. Ich wollte nur verdeutlichen, dass hier ein im Vergleich zur öffentlichen Hand um ein Vielfaches höheres Ausfallrisiko besteht. Ich halte den Zinssatz auch für marktgerecht. Ich verstehe nur nicht, wieso das Darlehen und damit die Zinszahlung überhaupt notwendig ist.

Beste Grüße
Lullaby

Dann mal Danke für die Erläuterung. Ich bin aus beruflichen Gründen (nennt es "Betriebsblindheit") solche hohe Zinssätze nicht gewohnt. Dann ist der Zinssatz also mehr oder weniger marktüblich für ein "high risk" Investment... Bitter, dass der FCK als solches zählt.

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Durlacher, achso
Finanzen |#1426
04.08.2016 - 07:55 Uhr
Einen Teil der Einnahmen will der FCK nutzen, um einige Raten der zu acht Prozent Zinsen gestundeten Stadion-Altpacht vorzeitig zurückzuzahlen. Der feste Zinsanteil des Drei-Millionen-Kredits liege unter den acht Prozent für die Stadionpacht, sagte Klatt.
Interessant, also doch eine Art Umschuldung. Man nimmt Geld auf um einen höher verzinsten Kredit abzubauen. Das macht Sinn. Schade, dass dies gestern noch nicht so klar kommuniziert wurde. Anscheinend ein kleines Exklusiv-Partner Goodie.

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Ein Pessimist wird immer irgendwann mal Recht haben, aber bis dahin hatte er wenig Freude.
Finanzen |#1427
04.08.2016 - 07:58 Uhr
Zitat von FCKMitglied_16927
Einen Teil der Einnahmen will der FCK nutzen, um einige Raten der zu acht Prozent Zinsen gestundeten Stadion-Altpacht vorzeitig zurückzuzahlen. Der feste Zinsanteil des Drei-Millionen-Kredits liege unter den acht Prozent für die Stadionpacht, sagte Klatt.
Interessant, also doch eine Art Umschuldung. Man nimmt Geld auf um einen höher verzinsten Kredit abzubauen. Das macht Sinn. Schade, dass dies gestern noch nicht so klar kommuniziert wurde. Anscheinend ein kleines Exklusiv-Partner Goodie.


Gesundschrumpfen ist angesagt beim FCK.
Finanzen |#1428
04.08.2016 - 08:10 Uhr
Zitat von OlafMarschall

Zitat von FCKMitglied_16927

Einen Teil der Einnahmen will der FCK nutzen, um einige Raten der zu acht Prozent Zinsen gestundeten Stadion-Altpacht vorzeitig zurückzuzahlen. Der feste Zinsanteil des Drei-Millionen-Kredits liege unter den acht Prozent für die Stadionpacht, sagte Klatt.
Interessant, also doch eine Art Umschuldung. Man nimmt Geld auf um einen höher verzinsten Kredit abzubauen. Das macht Sinn. Schade, dass dies gestern noch nicht so klar kommuniziert wurde. Anscheinend ein kleines Exklusiv-Partner Goodie.

Gesundschrumpfen ist angesagt beim FCK.
Wobei dies wirklich eine Umschuldung ist. Ist auch eine gute Sache, da man die Verbindlichkeiten eben nicht um die kompletten 3 Mio € erhöht.

Und das wir uns Gesundschrumpfen müssen in der Infrastruktur ist verständlich. Laut dem RP Artikel wurden auch Mitarbeiter entlassen, was für einzelnen sicherlich ein Schicksalsschlag ist. Aber in unserer finanziellen Situation unumgänglich.

Langsam macht der 3 Mio Kredit / Darlehen immer mehr Sinn. Ich verstehe auch langsam was er meint bezüglich Handlungsspielraum / Spielraum bei Vertragsverhandlungen. Irgendwo stand das der Vertrag von Legardere Ende 2017 ausläuft. Wenn die wissen das uns das Wasser bis zum Hals steht, werden die uns einen viel schlechteren Vertrag anbieten, beispielsweise bei Garantiesummen, Signing fee, etc zahlen, als wenn wir einfach "nein" sagen können zu den schlechten Konditionen. Von daher könnte der Kredit uns am Ende mehr bringen als Kosten. Die Umschuldung ist schon mal ein Anfang.

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Ein Pessimist wird immer irgendwann mal Recht haben, aber bis dahin hatte er wenig Freude.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von FCKMitglied_16927 am 04.08.2016 um 08:11 Uhr bearbeitet
Finanzen |#1429
04.08.2016 - 08:48 Uhr
Habe mir gestern Abend die PK nochmal in Ruhe angesehen und eigentlich beantwortet Klatt doch alle Fragen. Von fehlender Transparenz kann ich beim besten Willen nichts erkennen. Das er hier nicht Infostand für jede Frage jedes einzelnen Fan ist und alle Zahlen in der Öffentlichkeit offen legt ist doch Selbstverständlich und seriös.
Ob ich Klatt's Aussagen jetzt glaube oder nicht bleibt jedem selbst überlassen, aber Sie dürften wahrscheinlich näher an der Wahrheit liegen als die div. Spekulationen und Erklärungsversuche der User hier.
Fakt ist und das wusste man vorher, dass bei einem dermaßen heruntergeschraubten Etat kaum Spielraum sein dürfte. Und wenn das meine Verhandlungspartner wissen, dann habe ich sicher nicht die beste Verhandlungsoption. Von daher ist die Aussage schon nachzuvollziehen. Das eine klammer Verein mit keinem oder negativem EK kaum Handlungsalternativen besitzt ist auch klar.
Ebenso sollte klar sein, dass Restrukturierung immer erst einmal Geld kostet, bevor es die Einsparungen bringt. Auch deshalb hat man sich zur Überbrückung das Geld beschafft.
Weiter denke ich auch, dass das Geschäft mit Bödi zu diesem Zeitpunkt auch noch lange nicht eingetütet war.
Das hier jetzt kein Überschuß oder Kontostände genannt werden ist selbstredend, da man ja auch noch auf dem Transfermarkt aktiv sein will und jetzt sicher nicht einen Aufschlag riskieren will.
Aber überrascht sollte nach der letzten PK keiner sein, als klar wurde wie wenig Kohle der Verein zur Verfügung hat.
Ob die Lösung jetzt wirtschaftlich clever war, können wir nicht beurteilen, da wir keine Details kennen. Wenn ich aber bei Bödi vielleicht dadurch eine Mio. mehr ab Ablöse erzielen konnte, habe ich das Darlehen schon mal für vier Jahre bezahlt.

Für mich steht irgendwo auch zwischen den Zeilen, dass die Führung gemerkt hat, dass es nur mit Abspecken nicht gehen wird, speziell bei den Ansprüchen an den FCK. Sportlich muss man zumindest die Chance auf eine Art Lauerstellung haben. Fussball ist halt doch anders. Ohne sportlichen Erfolg gibt es auch keinen soliden wirtschaftlichen Aufstieg, wenn man sich nicht von einem Investor abhängig machen will.
Finanzen |#1430
04.08.2016 - 09:19 Uhr
Wir sind halt gebrannte Kinder. Schulden machen kommt daher gerade nicht so gut bei uns an. In der Tat entscheidet sich die Sinnhaftigkeit einer Kreditaufnahme aber daran, was mit dem Geld gemacht wird. Wenn jetzt - allerdings nicht auf der PK, sondern im Nachhinein - von einer Umschuldung der gestundeten Stadionpacht gesprochen wird, wird auch die in der PK genannte Hausnummer "unter 8%" verständlicher; man spart damit also schon mal Geld. Und auch die Erklärung, dass man die eigene Verhandlungsposition durch das Anlegen - und Symbolisieren! - von Reserven stärken wolle, scheint mir mehr als eine Ausrede zu sein. Da man die Entscheidung unabhängig vom Bödi-Transfer getroffen hat, konnte man dort vielleicht schon etwas rausschlagen; außerdem ist man ja auch noch in Verhandlungen mit einigen Startelfkandidaten, was die Erklärung weiter plausibilisiert. Und zum dritten ist eine Investition in die Restrukturierung auch mehr als sinnvoll, was ja mit dem Hinweis auf das Organigramm der Geschäftsstelle angedeutet wurde; auch das wird sich mehr als rechnen.

Nach einer Nacht drüber schlafen und den zusätzlichen Erklärungen (die rühren wohl aus den angebotenen Einzelgesprächen nach der PK her) kriege ich jetzt also langsam ein Bild von der Sache. Es ist wohl im Medienzeitalter ein Ausdruck von Professionalität, aber mir wären manchmal konkretere und nüchternere Auskünfte lieber, als diese ständig wiederholten blumigen Metaphern vom "Schiff, das Wasser unter den Bug kriegen muss". Ich bin kein Fachmann, aber auch kein Kleinkind.

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502 Bad Gateway
nginx

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 04.08.2016 um 09:20 Uhr bearbeitet
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