Finanzen
22.07.2015 - 22:13 Uhr
WARUM WIR UNS TROTZDEM KAUM SPIELER KAUFEN KÖNNEN
So. Zeit für einen Zwischenbericht. Ich habe mich noch mal intensiv mit der aktuellen Finanzlage beschäftigt, mir ein paar Zahlen angeschaut und ein wenig telefoniert. Und muss mich zu meiner Schande selbst an einer Stelle korrigieren. Ich habe immer gesagt und hier auch geschrieben, dass das ÜBERNOMMENE operative Defizit bei 5-6 Millionen Euro lag. Tatsächlich lag es bei fast 8 Millionen Euro und wurde unterdessen auf die vorgenannte Summe reduziert.
Schaut man sich die Zahlen vom letzten Jahr an, kann man das auch sofort nachvollziehen:
http://fck.de/fileadmin/001___PORTAL__/001_downloads/Der_FCK/JHV_2016_Bilanz_GuV.pdf
Denn in 15/16 haben wir das Geschäftsjahr trotz zweiter Runde im DFB Pokal (eine mehr als dieses Jahr) und Transfererlösen von 5.797.000 € mit einem Defizit von 2.638.000 € abgeschlossen (siehe PDF). Und das trotz der erheblichen Reduzierung des Lizenzspieleretats um fast 1,8 Millionen Euro.
Dazu gibt es eine Feinheit bei der Bilanzierung, die wir bislang kaum oder nur wenig berücksichtigt haben, die aber zum Verständnis des ganzen Vorgangs wesentlich ist. Unser Geschäftsjahr läuft zum 30.06. aus. Die DFL Auflagen beziehen sich jedoch immer aufs Kalenderjahr, womit die Verringerung des sog. negativen EK nicht zum 30.06. sondern zum 31.12. realisiert sein muss. Es werden also immer ZWEI Bilanzen erstellt. Eine zum Geschäftsjahr und eine zum Kalenderjahr. Und auf die zweite beziehen sich die Auflagen des Ligaverbandes.
Nimmt man nun also ein aktuelles operatives Defizit von 6 Millionen (ohne Sondereffekte wie Ablösen, DFB Pokal, etc.) an, dann dürfte klar sein, warum wir uns trotz Pollersbeck keinen Klos so ohne weiteres leisten können, selbst wenn wir den vielleicht gern haben wollten.
Denn dann heißt das, dass wir trotz gestiegener Fernsehgelder
Fernsehgelder 16/17
von 9.018 TDE
siehe hierzu => http://www.fernsehgelder.de/2016-17/ranking/
Fernsehgelder 17/18
auf 11.106 TDE
siehe hierzu => http://www.fernsehgelder.de/2017-18/ranking/
bei GLEICHEN KOSTEN immer noch ein operatives Defizit mit in die neue Saison nehmen, welches bei rund 3,9 Millionen liegen dürfte.
Der FCK hat einen Verlust für dieses Geschäftsjahr, mithin zum 30.06., von rund 2,5 Millionen Euro angekündigt (ohne Pollersbeck).
siehe hierzu => https://www.der-betze-brennt.de/news/9266-fck-rechnet-mit-saison-minus-von-2-5-millionen.php
Mal abgesehen davon, dass nicht klar ist, wie bzw. in welchem Geschäftsjahr man Pollersbeck verbucht, bilanzrechtlich ist aufgrund des Stichtages beides möglich, lizenzrechtlich ist ohnehin der 31.12. entscheidend, können wir hier auf Basis der kolportierten Ablöse von 3.500.000,- € für Julian Pollersbeck abzgl. des prognostizierten Verlustes rund 1.000.000,- € vom Defizit des nächsten Jahres abziehen. Mithin die oben angeführten 3,9 Millionen Euro um eine weitere Million reduzieren.
Das bedeutet aber immer noch, dass auf Basis einer (recht) konservativen Planung ein operatives Defizit von 2,9 Millionen in der nächsten Saison entsteht. Dieses muss nicht automatisch durch Transfererlöse ausgeglichen werden - aber andere nicht planbare Einnahmen müssen her. Dazu können evtl. Nachschläge für Pollersbeck zählen, eventuelle Erfolge im DFB Pokal oder mehr Zuschauer.
Allerdings ist letzteres eher unwahrscheinlich, da mit dem
- VfB Stuttgart
- Hannover 96
- Karlsruher SC
- 1860 München
vier Vereine mit hohem Zuschaueraufkommen weggebrochen sind.
Jetzt sollte eigentlich klar sein wie die Lage ist. Und dabei ist es aufgrund der Zweibilanzregel unerheblich, siehe oben, ob man Pollersbeck nun ins aktuelle Jahr packt und statt des Defizits einen Gewinn erzielt oder ob man ihn im nächsten Jahr verbucht. Da geht es dann um bilanztechnische und steuerliche Fragen - die ich selbst aufgrund fehlenden Fachwissens nicht erläutern könnte, die aber an der Gesamtlage nichts wesentlich ändern.
Die Zielstellung des FCK zur Absicherung der nächsten Saison kann also nur lauten, möglichst jetzt schon ein paar Großverdiener bei denen das Preis-/Leistungsverhältnis nicht stimmt (z.B. Zoua oder Ziegler) von der Gehaltsliste zu bekommen und vielleicht noch ein paar Taler Ablöse einzustreichen. Das erklärt dann auch das ausweichen auf Leihspieler obwohl man sich bemüht die Quote hier nicht zu überhöhen.
Ich hoffe damit die meisten Unklarheiten beseitigt zu haben.
Gruß Berti
So. Zeit für einen Zwischenbericht. Ich habe mich noch mal intensiv mit der aktuellen Finanzlage beschäftigt, mir ein paar Zahlen angeschaut und ein wenig telefoniert. Und muss mich zu meiner Schande selbst an einer Stelle korrigieren. Ich habe immer gesagt und hier auch geschrieben, dass das ÜBERNOMMENE operative Defizit bei 5-6 Millionen Euro lag. Tatsächlich lag es bei fast 8 Millionen Euro und wurde unterdessen auf die vorgenannte Summe reduziert.
Schaut man sich die Zahlen vom letzten Jahr an, kann man das auch sofort nachvollziehen:
http://fck.de/fileadmin/001___PORTAL__/001_downloads/Der_FCK/JHV_2016_Bilanz_GuV.pdf
Denn in 15/16 haben wir das Geschäftsjahr trotz zweiter Runde im DFB Pokal (eine mehr als dieses Jahr) und Transfererlösen von 5.797.000 € mit einem Defizit von 2.638.000 € abgeschlossen (siehe PDF). Und das trotz der erheblichen Reduzierung des Lizenzspieleretats um fast 1,8 Millionen Euro.
Dazu gibt es eine Feinheit bei der Bilanzierung, die wir bislang kaum oder nur wenig berücksichtigt haben, die aber zum Verständnis des ganzen Vorgangs wesentlich ist. Unser Geschäftsjahr läuft zum 30.06. aus. Die DFL Auflagen beziehen sich jedoch immer aufs Kalenderjahr, womit die Verringerung des sog. negativen EK nicht zum 30.06. sondern zum 31.12. realisiert sein muss. Es werden also immer ZWEI Bilanzen erstellt. Eine zum Geschäftsjahr und eine zum Kalenderjahr. Und auf die zweite beziehen sich die Auflagen des Ligaverbandes.
Nimmt man nun also ein aktuelles operatives Defizit von 6 Millionen (ohne Sondereffekte wie Ablösen, DFB Pokal, etc.) an, dann dürfte klar sein, warum wir uns trotz Pollersbeck keinen Klos so ohne weiteres leisten können, selbst wenn wir den vielleicht gern haben wollten.
Denn dann heißt das, dass wir trotz gestiegener Fernsehgelder
Fernsehgelder 16/17
von 9.018 TDE
siehe hierzu => http://www.fernsehgelder.de/2016-17/ranking/
Fernsehgelder 17/18
auf 11.106 TDE
siehe hierzu => http://www.fernsehgelder.de/2017-18/ranking/
bei GLEICHEN KOSTEN immer noch ein operatives Defizit mit in die neue Saison nehmen, welches bei rund 3,9 Millionen liegen dürfte.
Der FCK hat einen Verlust für dieses Geschäftsjahr, mithin zum 30.06., von rund 2,5 Millionen Euro angekündigt (ohne Pollersbeck).
siehe hierzu => https://www.der-betze-brennt.de/news/9266-fck-rechnet-mit-saison-minus-von-2-5-millionen.php
Mal abgesehen davon, dass nicht klar ist, wie bzw. in welchem Geschäftsjahr man Pollersbeck verbucht, bilanzrechtlich ist aufgrund des Stichtages beides möglich, lizenzrechtlich ist ohnehin der 31.12. entscheidend, können wir hier auf Basis der kolportierten Ablöse von 3.500.000,- € für Julian Pollersbeck abzgl. des prognostizierten Verlustes rund 1.000.000,- € vom Defizit des nächsten Jahres abziehen. Mithin die oben angeführten 3,9 Millionen Euro um eine weitere Million reduzieren.
Das bedeutet aber immer noch, dass auf Basis einer (recht) konservativen Planung ein operatives Defizit von 2,9 Millionen in der nächsten Saison entsteht. Dieses muss nicht automatisch durch Transfererlöse ausgeglichen werden - aber andere nicht planbare Einnahmen müssen her. Dazu können evtl. Nachschläge für Pollersbeck zählen, eventuelle Erfolge im DFB Pokal oder mehr Zuschauer.
Allerdings ist letzteres eher unwahrscheinlich, da mit dem
- VfB Stuttgart
- Hannover 96
- Karlsruher SC
- 1860 München
vier Vereine mit hohem Zuschaueraufkommen weggebrochen sind.
Jetzt sollte eigentlich klar sein wie die Lage ist. Und dabei ist es aufgrund der Zweibilanzregel unerheblich, siehe oben, ob man Pollersbeck nun ins aktuelle Jahr packt und statt des Defizits einen Gewinn erzielt oder ob man ihn im nächsten Jahr verbucht. Da geht es dann um bilanztechnische und steuerliche Fragen - die ich selbst aufgrund fehlenden Fachwissens nicht erläutern könnte, die aber an der Gesamtlage nichts wesentlich ändern.
Die Zielstellung des FCK zur Absicherung der nächsten Saison kann also nur lauten, möglichst jetzt schon ein paar Großverdiener bei denen das Preis-/Leistungsverhältnis nicht stimmt (z.B. Zoua oder Ziegler) von der Gehaltsliste zu bekommen und vielleicht noch ein paar Taler Ablöse einzustreichen. Das erklärt dann auch das ausweichen auf Leihspieler obwohl man sich bemüht die Quote hier nicht zu überhöhen.
Ich hoffe damit die meisten Unklarheiten beseitigt zu haben.
Gruß Berti
Berti, deine Mühe in allen Ehren, aber wenn man Klos jetzt für 750k kauft, steht der im Winter mit 750k in den Büchern. Bilanziell ändert sich da garnichts. Damit ist es ausschließlich eine Frage der Liquidität, und die dürfte spätestens seit dem Pollersbeck-Transfer kein Problem mehr darstellen.
Beste Grüße
Lullaby
Beste Grüße
Lullaby
Zitat von Lullaby
Berti, deine Mühe in allen Ehren, aber wenn man Klos jetzt für 750k kauft, steht der im Winter mit 750k in den Büchern. Bilanziell ändert sich da garnichts. Damit ist es ausschließlich eine Frage der Liquidität, und die dürfte spätestens seit dem Pollersbeck-Transfer kein Problem mehr darstellen.
Beste Grüße
Lullaby
Berti, deine Mühe in allen Ehren, aber wenn man Klos jetzt für 750k kauft, steht der im Winter mit 750k in den Büchern. Bilanziell ändert sich da garnichts. Damit ist es ausschließlich eine Frage der Liquidität, und die dürfte spätestens seit dem Pollersbeck-Transfer kein Problem mehr darstellen.
Beste Grüße
Lullaby
Danke für dein Kompliment. Ich weiß, dass Du in Fragen des Bilanzrechtes wesentlich beschlagener bist als ich und insofern bedanke auch ich mich für jede weitere Erläuterung.
Tatsächlich kommt es jenseits der Theorie manchmal aber weniger darauf an, wie man Geld verbucht sondern ob man es überhaupt hat. Und zwar nicht nur im Augenblick des Bilanzstichtages. Es ist klar, dass das schwer nachvollziehbar ist, wenn man die Möglichkeit der Pleite von vornherein ausschließt. Aber die besteht. Immer noch. Auch wenn sie unwahrscheinlicher geworden ist.
Klatt liefert übrigens im Gegensatz zu seinem Vorgänger eine hervorragende Liquiditätsplanung. Die Lage dürfte ich aber oben einigermaßen treffend erfasst haben. Wir starten also in jedem Fall mit einem operativen Defizit (ohne Sondereffekte) ins nächste Jahr. Egal wo wir Pollersbeck, bzw. seine Ablöse verbuchen. Geld was wir jetzt ausgeben muss also ZUSÄTZLICH im nächsten Jahr erwirtschaftet werden, obwohl es bereits jetzt ohne Sondereffekte nicht reicht.
Deshalb wird ohne zusätzliche Abgänge auch ein (virtueller Transfer) eines Klos nicht oder nur schwerlich zu machen sein. Klar jetzt?
Gruß Berti
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bertikoks am 28.06.2017 um 20:35 Uhr bearbeitet
Bezüglich der Bilanz sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Klatt nach einschlägigen Informationen durch Restrukturierungen die Ausgabenseite im Verwaltungsbereich um 2 Millionen senken konnte. Es war auch letzten Sommer auf einer PK zu hören, dass ein ernst zu nehmender Teil davon erst 17/18 wirksam wird, da hier negative Einmaleffekte für Vertragsauflösungen etc. zu Buche schlagen.
Darüber hinaus jemand, nach meiner Erinnerung Riesenkampff bei SWR 3, gesagt, dass die Einnahmen aus Sponsoring gestiegen sind. Da kommt noch der Hauptsponsor oben drauf, den Gries, auch das wurde vermeldet, an der Angel, aber noch nicht an Land hat.
Ich verbleibe insofern bei meiner Ansicht, dass die 11 Millionen Etat, die Mitte Juni genannt wurden, ohne noch nicht erzielte Sondererlöse wie den Pollersbeck-Verkauf kalkuliert wurden. Da wird mich vermutlich auch nur ein Offizieller des FCK von abbringen.
Beste Grüße
Lullaby
Darüber hinaus jemand, nach meiner Erinnerung Riesenkampff bei SWR 3, gesagt, dass die Einnahmen aus Sponsoring gestiegen sind. Da kommt noch der Hauptsponsor oben drauf, den Gries, auch das wurde vermeldet, an der Angel, aber noch nicht an Land hat.
Ich verbleibe insofern bei meiner Ansicht, dass die 11 Millionen Etat, die Mitte Juni genannt wurden, ohne noch nicht erzielte Sondererlöse wie den Pollersbeck-Verkauf kalkuliert wurden. Da wird mich vermutlich auch nur ein Offizieller des FCK von abbringen.
Beste Grüße
Lullaby
Zitat von Lullaby
Da wird mich vermutlich auch nur ein Offizieller des FCK von abbringen.
Da wird mich vermutlich auch nur ein Offizieller des FCK von abbringen.
Da spricht ja nichts dagegen. Schnapp dir einfach auf der JHV ein Mikrofon und frag nach. Du hast als Mitglied ja ein Recht auf eine Antwort. Du kannst dir ja auch erstmal den Bericht des AR Chefs im Mitgliederbereich des FCK Ticketshops herunterladen.
Du bist doch Mitglied im FCK, oder?
Gruß Berti
Nö. Aber auch sonst wäre mir der Weg zu JHV inzwischen zu weit, und ich möchte meine Frau auch nicht mit dem Kleinen allein lassen. Ich merke ja gerade selbst, wieviel Arbeit der macht. Entsprechend viel Respekt habe ich aber vor denjenigen, die die Mühe auf sich nehmen.
Beste Grüße
Lullaby
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Lullaby am 28.06.2017 um 20:37 Uhr bearbeitet
Na dann sage ich doch erstmal Glückwunsch zum Nachwuchs!
Gruß Berti
Gruß Berti
@Lullaby:
Auch wenn ich dich nicht von deiner Überzeugung werde abbringen können, die Zahlen, die Berti präsentiert hat (wenn auch teilweise nicht in allen Details passend) sprechen eine deutliche Sprache. Auch meine Überlegungen weiter oben haben ja gezeigt, dass für ein solches Budget - unter Maßgabe der Reduzierung des negativen EK bzw. Nichterhöhung desselben - einfach kein Raum wäre. Das Budget auf Vorjahresniveau hat sicher gewisse Transfererlöse als Vorbedingung gesetzt, alles andere wäre eine dicke Überraschung.
Auch wenn ich dich nicht von deiner Überzeugung werde abbringen können, die Zahlen, die Berti präsentiert hat (wenn auch teilweise nicht in allen Details passend) sprechen eine deutliche Sprache. Auch meine Überlegungen weiter oben haben ja gezeigt, dass für ein solches Budget - unter Maßgabe der Reduzierung des negativen EK bzw. Nichterhöhung desselben - einfach kein Raum wäre. Das Budget auf Vorjahresniveau hat sicher gewisse Transfererlöse als Vorbedingung gesetzt, alles andere wäre eine dicke Überraschung.
Zitat von Lullaby
Bezüglich der Bilanz sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Klatt nach einschlägigen Informationen durch Restrukturierungen die Ausgabenseite im Verwaltungsbereich um 2 Millionen senken konnte. Es war auch letzten Sommer auf einer PK zu hören, dass ein ernst zu nehmender Teil davon erst 17/18 wirksam wird, da hier negative Einmaleffekte für Vertragsauflösungen etc. zu Buche schlagen.
Darüber hinaus jemand, nach meiner Erinnerung Riesenkampff bei SWR 3, gesagt, dass die Einnahmen aus Sponsoring gestiegen sind. Da kommt noch der Hauptsponsor oben drauf, den Gries, auch das wurde vermeldet, an der Angel, aber noch nicht an Land hat.
Ich verbleibe insofern bei meiner Ansicht, dass die 11 Millionen Etat, die Mitte Juni genannt wurden, ohne noch nicht erzielte Sondererlöse wie den Pollersbeck-Verkauf kalkuliert wurden. Da wird mich vermutlich auch nur ein Offizieller des FCK von abbringen.
Beste Grüße
Lullaby
Bezüglich der Bilanz sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Klatt nach einschlägigen Informationen durch Restrukturierungen die Ausgabenseite im Verwaltungsbereich um 2 Millionen senken konnte. Es war auch letzten Sommer auf einer PK zu hören, dass ein ernst zu nehmender Teil davon erst 17/18 wirksam wird, da hier negative Einmaleffekte für Vertragsauflösungen etc. zu Buche schlagen.
Darüber hinaus jemand, nach meiner Erinnerung Riesenkampff bei SWR 3, gesagt, dass die Einnahmen aus Sponsoring gestiegen sind. Da kommt noch der Hauptsponsor oben drauf, den Gries, auch das wurde vermeldet, an der Angel, aber noch nicht an Land hat.
Ich verbleibe insofern bei meiner Ansicht, dass die 11 Millionen Etat, die Mitte Juni genannt wurden, ohne noch nicht erzielte Sondererlöse wie den Pollersbeck-Verkauf kalkuliert wurden. Da wird mich vermutlich auch nur ein Offizieller des FCK von abbringen.
Beste Grüße
Lullaby
Meines Wissens können die 10,5 bzw. 11 Mio. nur durch den Pollersbeckverkauf oder sonstige zusätzlichen Mittel realisiert werden. Ich bin aber auch kein Offizieller des FCK
Deckt sich aber auch mit der Aussage von Stöver, dass diese Saison alles noch einmal viel schwieriger würde. edit: Dass man trotz leicht gestiegener Einnahmen ohne "Sondereffekte" nur einen so niedrigen, im Grunde nicht konkurrenzfähigen Etat auf die Beine stellen kann liegt hoffentlich an einer sehr konservativen Planung von Klatt, die u.a. auch die Bildung von Rücklagen zur Rückzahlung der Betze-Anleihe sowie des Kredits letzte Saison beinhaltet und möglicherweise auch einen weiteren Rückgang der Zuschauereinnahmen und vielleicht sogar der TV-Gelder einpreist.
Und zum Sponsor: Meiner Erinnerung nach hat Gries bei Interviews im Rahmen des ersten Testspiels gesagt, dass es für einen Verein wie den FCK inzwischen schwierig ist, einen Hauptsponsor zu finden und das er zuversichtlich ist, dass es bis zum ersten Spiel klappt. Für mich heißt das übersetzt, dass man nicht ansatzweise jemanden an der Angel hat. Selbst die übliche Floskel "Wir sind in guten Gesprächen" ist meiner Erinnerung nach nicht gefallen.
Ich denke man tut sich so schwer, weil man versucht, jeden weiteren Preisverfall beim Hauptsponsoring zu verhindern. Trotzdem wird es jedes Jahr weniger und ich halte es auch nicht für realistisch, dass es gelingt, in der zweiten Liga dann nochmal höhere Erlöse zu erzielen. Da der mögliche Investoreneinstieg zur kommenden Saison ja eine Mischung aus größeren und kleinen Investoren, Fans und Sponsoring werden soll, besteht natürlich die Hoffnung, dass sich das Thema Hauptsponsoring nächste Saison mit dem Investoreneinstieg verknüpfen lässt. Dann wäre ein Hauptsponsor mit erneutem Ein-Jahresvertrag zur kommenden Saison vielleicht sogar Mal hilfreich.
Nebenbei: Düsseldorf hat gerade mit Orthomol einen neuen Hauptsponsor gefunden, die Rede ist von rund 1 Mio. pro Jahr und damit wohl einiges weniger als man von Otelo bekommen hat (habe irgendwo 1,6 Mio. gelesen). In der Größenordnung liegen wir wohl inzwischen nicht mal mehr ansatzweise und wenn ein Sponsor erst im August einsteigt, spart er sich wohl auch noch einen Monat. Dass es dieses Jahr keine Garantiesumme von Lagardere mehr gibt, stand kürzlich in der Rheinpfalz.
Hertha hat jetzt eine 1-Euro-Ladenkette auf dem Ärmel, die Bild schreibt von 10 Mio. für 4 Jahre!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von sow42195 am 29.06.2017 um 10:12 Uhr bearbeitet
@sow42195
Das erscheint mir jetzt wieder etwas zu negativ gewichtet. Die Aussage, 11,5 Mio. EURO seien nicht konkurrenzfähig ist blanker Hohn, wenn man den Vergleich mit anderen Vereinen zieht (der zugegeben nicht einfach ist, weil die Frage ist, was im Etat steckt). Mit 11,5 Mio. EURO Lizenzspieleretat werden wir definitiv über dem Schnitt liegen in der 2. Liga.
Braunschweig ist mit einem Etat von ca. 12 Mio. EURO Dritter der Liga geworden. Das ist jetzt wie viele Wochen her? Extrembeispiel wäre Dresden, letzte Saison 7,99 Mio. EURO Etat, Tabellenplatz war nochmal? Ach ja, Fünf.
Das erscheint mir jetzt wieder etwas zu negativ gewichtet. Die Aussage, 11,5 Mio. EURO seien nicht konkurrenzfähig ist blanker Hohn, wenn man den Vergleich mit anderen Vereinen zieht (der zugegeben nicht einfach ist, weil die Frage ist, was im Etat steckt). Mit 11,5 Mio. EURO Lizenzspieleretat werden wir definitiv über dem Schnitt liegen in der 2. Liga.
Braunschweig ist mit einem Etat von ca. 12 Mio. EURO Dritter der Liga geworden. Das ist jetzt wie viele Wochen her? Extrembeispiel wäre Dresden, letzte Saison 7,99 Mio. EURO Etat, Tabellenplatz war nochmal? Ach ja, Fünf.
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