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Finanzen

02.12.2019 - 16:18 Uhr
Finanzen |#1061
05.03.2020 - 11:31 Uhr
Ich habe euch den Beitrag mal rausgesucht.

Zitat von Ke07111978

Zitat von Doppelsechs

Wenn der Vereinswert tatsächlich auf 45 Millionen taxiert ist, können ja max für 22,5 Millionen Anteile herausgegeben werden. Wenn jetzt schon 11 Millionen auf 2 Investorengruppen aufgeteilt werden, gibt es keinen ``Ankerinvestor´´ mehr....
Das wird hier immer wieder gesagt, ist aber schlicht und ergreifend falsch. Der Verein verkauft nämlich keine Aktien sondern die GmbH & Co KG a.A. führt eine Kapitalerhöhung durch. Kurzes Beispiel:

Investiert jemand 45 Mio. in Form einer Kapitalerhöhung bekommt er 45+45=90 45/90=50% der Anteile. Investiert er 100 Mio. bekommt er 45+100=145 100/145=69% der Anteile. Das Geld erhält die GmbH & Co KG a.A. nicht der e.V. also die Gesellschaft nicht der Verkäufer.

Geht man davon aus, dass mit dem Geld vernünftige Dinge gemacht werden (z.B. Schulden abgebaut, das NLZ verbessert, das Stadion zurückgekauft...) dann erhöht sich der Vereins-Wert entsprechend. Will also ein weiter Investor EUR 45 Mio. investieren bekommt er dann nächstes Jahr 90+45=135 45/135=33% der Anteile. Investor 1 hält dann 37,5% der Anteile und Investor 2 33% der Anteile an einem FCK der nach den beiden Kapitalerhöhungen EUR 135 Mio wert ist.

Das kann beliebig so weitergehen. Der 50+1 Regelung ist durch die besimmende Managementgesellschaft genüge getragen, selbst wenn der e.V. nur noch 10% der Anteile hält, wie z.B. beim BVB.



Also ich verstehe das so:

Schritt 1: Gruppe 1 wird auf Grund von 45 Mio (Vereinswert) eine Kapitalerhöhung durchführen.

Folge:
Durch die 4 Mio entsteht ein Wert von 45+4=49 --> 4/49 = 8% der Anteile für Gruppe 1

Schritt 2: Dann kommt die 2. Gruppe und gibt weitere 7k Eigenkapital als Kapitalerhöhung.

Folge:
Gruppe 2: 49+7=56 --> 7/56 = 13 % der Anteile
Gruppe 1: 4/56 = 7% der Anteile (statt davor 8%)

Schritt 3: Ein Dritter führt weitere 30 Mio zu

Folge:
Investor 3: 56+30=86 --> 30/86 = 35% Anteile
Gruppe 2: 7/86 = 8 % Anteile (statt 13%)
Gruppe 1: 4/86 = 5% Anteile (statt 7%)


Oder?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von CrackPitt am 05.03.2020 um 11:31 Uhr bearbeitet
Finanzen |#1062
05.03.2020 - 12:09 Uhr
Diesen Satz hier verstehe ich allerdings noch nicht ganz: "Will also ein weiter Investor EUR 45 Mio. investieren bekommt er dann nächstes Jahr 90+45=135 45/135=33% der Anteile. Investor 1 hält dann 37,5% der Anteile und Investor 2 33% der Anteile an einem FCK der nach den beiden Kapitalerhöhungen EUR 135 Mio wert ist."

Beide Investoren haben doch 45 Millionen eingezahlt. Warum hält Investor 1 nach der 2. Kapitalerhöhung 37,5% und Investor 2 nur 33%? Ich hätte jetzt erwartet, dass beide 33% halten.

Gruß
Chio

•     •     •

osirisy: "Dummschwätzer..."
Finanzen |#1063
05.03.2020 - 12:34 Uhr
Also ich hab da jetzt auch nur Halbwissen aber ich würde es praktischerweise mal zur Veranschaulichung mit der Börse vergleichen.

Sagen wir du kaufst Aktien von VW am 01.03.2020 für 33 Millionen Euro. Du bekommst für die 33 Millionen Euro passenderweise 330.000 Aktien was einem Aktienwert von 100,00 € entspricht. Investor 2 kauft am Folgetag auch Aktien für 33 Millionen € allerdings bekommt er nur 300.000 Aktien da der Wert der einzelnen Aktie auf 110,00 € gestiegen ist. Beide haben also 33 Millionen investiert. Allerdings sind deine 330.000 Aktien aufgrund der Steigerung der Einzelaktienwertes auf 110,00 € plötzlich 36.300.000,00 € Wert da du für das selbe Geld mehr Anteile erworben hattest.

Adaptiert auf den FCK bedeutet dies, dass bei gleichem Preis natürlich ganz andere Prozentanteile mit dem selben Geld erworben werden können weil sich die Vergleichsgröße natürlich durch EK-Erhöhungen, Anschaffungen Aufstieg etc. immer verändern kann.

Grüße
Finanzen |#1064
05.03.2020 - 13:07 Uhr
Wenn dem so ist, sind aber die Beispiele con @CrackPitt falsch, oder?

Gruß
Chio

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osirisy: "Dummschwätzer..."
Finanzen |#1065
05.03.2020 - 13:32 Uhr
Das ist alles ein bisschen komplizierter und hängt von vielen Verhandlungspunkten ab.
Grundsätzlich ist die Frage, steigen Investor 1 und 2 zeitgleich ein, oder mit gewissem Abstand.

Ausgangslage: Das Grundkapital liegt bei 2.524.000 Euro, ist in nennwertlose Aktien a 1 Euro eingeteilt und wird zu 99% vom FCK e.V. gehalten.

Fall 1: Investor 1 (I1) und Investor 2 (I2) wollen beide zeitgleich einsteigen und akzeptieren den Unternehmenswert von 45 Mio. Euro.
I1 ist bereit 4,5 Mio. für 10% zu geben, I2 sogar 11,25 Mio. für 25%.
Heißt das alte Grundkapital von 2.524.000 darf nur noch 65% vom neuen ausmachen - 2.524.000/65*100 = 3.883.076 Euro.
Es wird also eine Kapitalerhöhung durchgeführt auf 3.883.076 Euro. Der Rest des Geldes wird in die Kapitalrücklage eingestellt.
Lautern+Altinvestoren halten nach der Erhöhung 65%, I1 10% und I2 25%.

Fall 2: I1 möchte wie im ersten Beispiel jetzt im März einsteigen und akzeptiert den Unternehmenswert.
Da nur er einsteigt, wird die Kapitalerhöhung so durchgeführt, dass das alte Grundkapital 90% vom neuen beträgt - 2.524.000/90*100 = 2.804.444.

I2 kommt nun im Mai und ist bereit sein Investment zu tätigen.
Doch jetzt ist die Frage nach dem Unternehmenswert neu zu stellen, denn es können sich in den zwei Monaten wichtige Veränderungen ergeben haben.
Zum Beispiel hat man durch den Einstieg von I1 seine wirtschaftliche Lage nachhaltig verbessert oder man ist sensationell noch aufgestiegen. Das stärkt den FCK in seiner Verhandlungsposition.
Umgekehrt kann der Fall eintreten, dass die Lizenz in Gefahr ist und I2 quasi als letzter Strohhalm gilt, wodurch dieser die Vorgaben nach seinen Vorstellungen diktieren kann.

Nehmen wir mal an I2 und der FCK schaffen es sich auf ein Unternehmenswert von 50 Mio. zu einigen, dann ist die Frage, möchte I2 weiterhin 25% und ist bereit dafür 12,5 Mio., statt 11,25 Mio. zu zahlen, oder belässt er es bei seiner ursprünglichen Investitionssumme und gibt sich mit weniger Prozenten zufrieden.
Ich nehme jetzt mal in meinem Beispiel an, er beharrt auf die 25%.
Und wieder muss das Grundkapital neu berechnet werden. Nach dem Einstieg von I1 lag es bei 2.804.444, dies darf jetzt nur noch 75% ausmachen - 2.804.444/75*100 = 3.739.258 Euro.
FCK+Altinvestoren halten nach der zweiten Kapitalerhöhung weiter die ursprünglichen 2.524.000 Euro vom Grundkapital, macht 67,5%.
I1 hält nur noch 7,5%, kann sich aber am wachsenden Unternehmenswert erfreuen, der seine Aktien attraktiver und damit teurer für potenzielle Käufer macht.
Und I2 bekommt seine 25% und zahlt 12,5 Mio. Euro.

Insgesamt sind dann in zwei Schritten 17 Mio. für 32,5% der Anteile eingesammelt worden.

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Personal Stats

Besuchte Pflichtspiele von Hertha BSC: 375
Meiste Einsätze: 1. Lustenberger (207), 2. Pekarik (139), 3. Kraft (138)
Meiste Tore: 1. Ramos (42), 2. Ibisevic (32), 3. Kalou (29)
Meiste Vorlagen: 1. Ramos (26), 2. Ronny (23), 3. Plattenhardt (22)
Höchster Sieg: 8:1 gegen Nistru Otaci am 17.07.2008 - 1. Qualifikationsrunde zum Uefa-Cup 08/09 Hinspiel
Höchste Niederlage: 0:6 gegen Bayern München am 17.03.2012 - 26. Spieltag der Bundesliga-Saison 11/12

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Dicksen_Paule am 05.03.2020 um 13:37 Uhr bearbeitet
Finanzen |#1066
05.03.2020 - 16:00 Uhr
Zitat von chioro
Diesen Satz hier verstehe ich allerdings noch nicht ganz: "Will also ein weiter Investor EUR 45 Mio. investieren bekommt er dann nächstes Jahr 90+45=135 45/135=33% der Anteile. Investor 1 hält dann 37,5% der Anteile und Investor 2 33% der Anteile an einem FCK der nach den beiden Kapitalerhöhungen EUR 135 Mio wert ist."

Beide Investoren haben doch 45 Millionen eingezahlt. Warum hält Investor 1 nach der 2. Kapitalerhöhung 37,5% und Investor 2 nur 33%? Ich hätte jetzt erwartet, dass beide 33% halten.

Gruß
Chio


Ich habe über die 37,5% wohl auch hinweg gesehen und bin von 33% für beide ausgegangen, da sie ja auch das selbe investiert haben.

Ansonsten: vielen Dank an @Dicksen_Paule für die Ausführung.
Finanzen |#1067
06.03.2020 - 14:49 Uhr
@Newtrial

Zu Deinem Beitrag 1060 und zur "Faktenbasis" ( Rechenbasis ) ein paar allgemeine Anmerkungen.

In der Tat wird auf den vorherigen Seiten wild spekuliert und Fakten und Begriffe durcheinandergebracht.
Ich verstehe aber alle, die aus dem betriebswirtschaftlichen Bereich kommen, sehr gut, dass sie sich
zurückhalten und die Klappe halten.

Da ich Dich als besonnenen User schätze, der seine Meinungen und Überlegungen ehrlich teilt, vielleicht
ein paar Einschätzungen meinerseits.

Die übliche Verfahrensweise wäre, den Vereinswert durch ein unabhängiges Wirtschaftsgutachten zu
ermitteln. Warum hat man das bisher nicht gemacht ?

Eine diesbezügliche Wertermittlung basiert auf der Ertragswertmethode oder der Bestandswertmethode.
Da es sich zum jetzigen Zeitpunkt um einen Verein ohne nennenswerten Grundbesitz ( nur Fröhnerhof )
handelt, wäre derzeit die Ertragswertmethode zu unterstellen.

Der FCK hat seit Jahren keinen Ertrag ( Gewinnausweis ) und ist überschuldet. Nach der Ertragswertmethode
ist der Wert buchhalterisch also 0, bzw. negativ ( Verlustausweis ). Auch nach der Bestandswertmethode ist der Vereinswert ohne Stadion und Gelände 0, bzw. negativ. Dies ist eine Zeitpunktbetrachtung.

Der Wert des Vereins besteht aus den derivativen Werten, weichen Werten, wie Zuschauerpotential,
Tradition, Mitgliederzahl, Marketingpotential, Marke, in Geld umsetzbare Spielerverträge, und, und, und,
die nicht bilanziell erfasst sind und sich ständig ändern, stark bestimmt durch Ligazugehörigkeit und
Erfolg der Mannschaft. Über diese Faktoren, bzw. Bewertung und Ansatz lässt sich hervorragend
streiten und diskutieren. Im Sinne der Investition ist nur entscheidend, wie der Investor diese einschätzt.

Ein Investor, der zum FCK keinen persönlichen Bezug hat, wie z.B. Becca, negiert den derivativen Wert
oder schätzt ihn niedrig ein. Nur ein Investor oder eine Investorengruppe, die dem FCK helfen will, lässt
sich aus emotionalen Gründen überhaupt auf Gespräche und Investitionen ein. Dabei ist der Wert zwischen
den Parteien frei festlegbar, verhandelbar. Andere, nur sachlich ausgerichtete Investorengruppen,
dürfen angesichts der aktuellen Lage garnicht einsteigen, denn es droht der Totalverlust.

Deshalb sind alle Spekulationen, Vermutungen, Wünsche; Pacht oder keine Pacht, neue Spieler, Vertrags-
verlängerungen, Abzugebende Spieler, Stadionfrage zur Zeit absolut substanzlos.

Um eine erste Basis zu haben, muss die Lizenz her und dazu müssen wenigestens die 11 Mios. auf den
Tisch. Auch dann hat man keinen Vereinsmehrwert über 0, sondern nur eine Grundbasis für 1 Jahr.

Jetzt halte ich aber wieder die Klappe und vertraue Merk & Co.; die Aufgabe ist schwer genug und bis
jetzt bin ich mit den Zügen zufrieden. Es hat zwar ein bisschen geholpert ( Stadionmiete ), weil Weichel
das Spiel nicht verstanden hat, oder die Politik die Schmerzgrenze der FCK Fans hinsichtlich Wahlverhalten testen wollte, oder Beides, aber wir leben noch.
Finanzen |#1068
07.03.2020 - 11:32 Uhr
Laut Wort nehmen wir nun doch die Bürgschaft in Anspruch.

Quelle: Wort
Der 1. FC Kaiserslautern kämpft um die Lizenz für die kommende Drittliga-Saison. Nun hat der Verein die von Flavio Becca zur Verfügung gestellte Bürgschaft gezogen.
Finanzen |#1069
07.03.2020 - 11:54 Uhr
Zitat von Klingenstaedter
Laut Wort nehmen wir nun doch die Bürgschaft in Anspruch.

Quelle: Wort
Der 1. FC Kaiserslautern kämpft um die Lizenz für die kommende Drittliga-Saison. Nun hat der Verein die von Flavio Becca zur Verfügung gestellte Bürgschaft gezogen.


Ich dachte das Becca die Bürgschaft letztes Jahr für die aktuelle Spielzeit gegeben hat, oder bringe ich da was durcheinander ?

•     •     •

Samo ti...u mome srcu si... (Nur Du... bist in meinem Herz)
Jedna jedina, nepobediva, ( einzig einzige, unbesiegbare)
moja ljubavi... (meine Liebe)
Na-na-na... Na-na-na-na-na-na-na... Na-na-na-na-na...
Na-na-na-na-na...
Zvezdo Crvena ! ( Stern Roter)
Finanzen |#1070
07.03.2020 - 13:08 Uhr
Zitat von zvezdacrvena

Zitat von Klingenstaedter

Laut Wort nehmen wir nun doch die Bürgschaft in Anspruch.

Quelle: Wort
Der 1. FC Kaiserslautern kämpft um die Lizenz für die kommende Drittliga-Saison. Nun hat der Verein die von Flavio Becca zur Verfügung gestellte Bürgschaft gezogen.


Ich dachte das Becca die Bürgschaft letztes Jahr für die aktuelle Spielzeit gegeben hat, oder bringe ich da was durcheinander ?


Sie wird ja jetzt auch für die aktuelle Spielzeit genutzt. Wie Voigt erklärt hat, muss das Geld im laufenden Geschäftsjahr zurückgezahlt werden und im Fussball geht das Geschäftsjahr immer bis zum 30. Juni.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von jaybee am 07.03.2020 um 13:10 Uhr bearbeitet
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