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Finanzen

02.12.2019 - 16:18 Uhr
Finanzen |#1101
11.03.2020 - 11:30 Uhr
Zitat von BenMic
Die Nutzung der Bürgschaft Beccas ist ein sehr schlechtes Zeichen in meinen Augen. Zunächst einmal bedeutet das, dass trotz aller Bemühungen aktuell noch keine gesicherte Finanzierung auch nur bis zum Ende der Saison ohne diese Krücke bewerkstelligt ist. Das war letztlich so auch bislang bekannt, allerdings verdeutlicht es noch einmal, wie angespannt die Situation. Das hat auch fürchte ich noch nichts mit dem Corona-Virus zu tun - das kommt leider noch "on top" - sondern vor allem damit, dass der FCK ein unfassbar großes strukturelles Defizit hat. Nicht umsonst benötigen wir 11 Millionen EURO für die nächste Saison, wie immer wieder kommuniziert wurde.

Nur nochmal ganz deutlich: Das entspricht dem DOPPELTEN des Lizenzspieleretats als FEHLBETRAG. Mit anderen Worten, bei allen Einnahmen die wir trotzdem zu erwarten haben, wäre, selbst wenn wir ohne einen Lizenzspieler antreten würden (rein fiktiv) ein Defizit von 5,5 Millionen da. Bislang ist nicht im Ansatz ersichtlich, dass man Investoren gefunden hätte, die dieses Defizit ausgleichen. Ganz zu schweigen davon, dass diese Investoren noch die notwendigen Investitionen in Mannschaft und KGaA tätigen, die erforderlich wären, um uns langfristig wieder auf die Erfolgsspur zu bringen.

Die Bürgschaft Beccas war Teil der Absichtsvereinbarung, ein Investment in die KGaA zu tätigen. Für dieses Investment hat Becca auch seine Bedingungen mitgeteilt. Diese Bedingungen war der FCK - handelnd durch sein oberstes Organ der MVV - nicht bereit zu erfüllen. Dementsprechend ist es schon nicht unproblematisch, wenn die Bürgschaft Beccas jetzt genutzt wird, obwohl die Voraussetzungen für sie vermutlich entfallen sind. ES SEI DENN man kriecht aktuell doch bei Becca zu Kreuze und die mysteriösen weiteren Investoren kommen zufällig doch aus Luxemburg.

Es gibt also nur zwei Varianten, keine von beiden ist schön:

(a) man hat (noch) nicht genug Investoren und greift zur verzweifelten Maßnahme, eine Bürgschaft zur kurzfristigen Überbrückung zu nutzen, was gegebenenfalls einen Rechtsstreit nach sich zieht und jedenfalls keine Lösung über den Juni hinaus ist

ODER

(b) trotz aller wackerer Bemühungen und Rhetorik führt an Becca kein Weg vorbei und er kann dem FCK daher auch die Bedingungen diktieren, zu denen er einsteigt - und diese sind dann vermutlich schlechter als sie letzten Herbst gewesen wären.

In beiden Varianten steht eine Insolvenz durchaus nach wie vor zu befürchten - durch etwaige Geisterspiele wegen des Corona-Virus könnte diese sogar noch schneller kommen als bislang gefürchtet. Ich muss gestehen, dass meine Hoffnungen auf die neue Führungsriege schon sehr stark abgekühlt sind. Nicht, weil ich glaube dass sie schlechte Arbeit leisten, sondern weil ich die Lage des FCK als todernst und vielleicht schon hoffnungslos einschätze.

Aus meiner Sicht haben uns die Fehler der Vergangenheit in eine Situation geführt, aus der wir womöglich nur herausgekommen wären, wenn wir im Herbst den "Pakt mit dem Teufel" geschlossen hätten. Dagegen hat man sich - mit guten Gründen - entschieden. Nur ob es jetzt noch eine Zukunft für den FCK als Profiverein gibt? Ich fürchte, ich glaube langsam nicht mehr daran.


Ich sehe das nicht so pessimistisch. Wir hatten im Februar noch 800.000 Euro auf dem Konto. Jetzt haben wir schon unabhängig von Corona einen Zuschauerrückgang, eine wahrscheinlich anstehende Pyrostrafe und was weiss ich noch für Zusatzkosten. Wenn dadurch 200.000 Euro bis Juni fehlen, hat man gar keine Wahl als so zu handeln. Es war doch klar das wir auf der letzten Rille laufen. Die oben genannten 800.000 Euro sichern gerade so den Spielbetrieb.
Finanzen |#1102
11.03.2020 - 12:51 Uhr
Soweit ich es für mich beurteilen kann, sollte gerade jetzt mit etwas offeneren Karten der Vereinsführung gespielt werden und zumindest im rechtlich vertretbaren Rahmen die versprochene Transparenz aufgezeigt werden.
Sollte dies nicht so sein, riskiert man, dass die Spekulationen bezüglich Becca, Investoren, Corona täglich mehr ins Kraut schiessen, was wir uns in unserer verheerenden finanziellen und sportlichen Situation eigentlich nicht leisten können,momentan noch viel weniger als sonst. Die Unruhe drumherum tut nicht gut.
Mir ist schon klar, dass man nicht aus laufenden Verhandlungen berichtet, aber es heisst schon lange, dass nun Investoren gesucht werden, die wissen, dass mehr oder weniger unmittelbar konkretes rauskommen muss. Es müssen ja keine Namen genannt werden, aber wenn jetzt wirklich nichts spruchreif ist, dann..., ja dann.

Wie kann/könnte man mit Corona und Geisterspielen im Worst Case umgehen, was droht tatsächlich, sind wir faktisch ohne die Einnahmen insolvent?
Was kann Unsereiner tun? Ich käme zum Beispiel nicht auf die Idee, etwas von meiner DK zurück zu fordern oder von den 2 Karten, die ich zusätzlich gegen 60 schon habe, falls ( ich weiss es halt nicht besser) aber derartige Rückforderungen seitens der Zuschauer uns endgültig das finanzielle Genick brechen würden, sollte auch dies kommuniziert werden, allein das sich jeder FCKler, der solche Forderungen zu stellen gedenkt , über die möglichen Folgen klar ist.
Bezüglich Corona ist ja fast jeder Verein finanziell betroffen, weshalb ich auch glaube, dass hier durch Verband und Politik geholfen wird ( werden muss ), aber wie gesagt, ein paar Worte der Vereinsführung würden im Moment gut zu Gesicht stehen, so zumindest meine Meinung.
Finanzen |#1103
11.03.2020 - 12:59 Uhr
Bei 11.100 Dauerkarten und einem Zuschauerschnitt, der über der Planung liegt, sollte man eigentlich keine allzu großen Verluste durch 6 Geisterspiele auf dem Betze haben. Interessanter wird das ganze Thema vor dem Hintergrund, dass die Pandemie höchstwahrscheinlich im Sommer noch nicht zu Ende sein wird, so dass der Zustand weiterhin besteht. Das Problem haben dann aber alle Proifclubs.

Verschiebungen von Spielen ergeben für mich in dem Zusammenhang auch überhaupt keinen Sinn, denn die müssten vermutlich nach 2021 verschoben werden.

Beste Grüße
Lullaby
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Lullaby am 11.03.2020 um 13:08 Uhr bearbeitet
Finanzen |#1104
11.03.2020 - 13:08 Uhr
Kann gut sein @Lullaby , aber wir können natürlich nur spekulieren.

Ob das Problem alle Proficlubs haben kann man denke ich mit einem klaren JEIN beantworten, klar ist, Geisterspiele könnte dann natürlich jeder haben und jeder wäre gleichermaßen davon betroffen. Aber nicht jeder Proficlub schlittert Jahr um Jahr an der Insolvenz vorbei wie wir und ist auf jeden Cent (Zuschauer) angewiesen. Das macht mMn schon noch einen Unterschied, wobei natürlich keiner auf Einnahmen verzichten will/kann.

•     •     •

--- 1. FC Kaiserslautern ---

NHL: Colorado Avalanche
NFL: Atlanta Falcons
Finanzen |#1105
11.03.2020 - 13:12 Uhr
@DanielFranklin
Meine Einschätzung hat an sich nichts mit der Epidemie zu tun. Wie @Lullaby zutreffend schreibt dürften selbst ein paar Geisterspiele keinen so großen Einfluss auf die Situation haben. Die Bürgschaft wurde meines Erachtens nach unabhängig von Corona gezogen, weil uns schon für die laufende Saison akut Mittel fehlen. Was das für die nächste Saison und die Lizenz heißen kann, sollte jedem offenbar sein. Dass wir zu irgendeinem Zeitpunkt liquide Mittel von 800 TEURO hatten ist völlig irrelevant (im Gegenteil, eine so geringe Liquiditätsreserve bei unseren laufenden Verpflichtungen ist eher schockierend als beruhigend).

Ich habe das Gefühl, erst die Corona-Krise macht manchen hier deutlich, wie nah am Abgrund der FCK steht. Meine Befürchtung ist allerdings mittlerweile, dass wir schon die Abgrundkante verlassen haben und im freien Fall sind. Womöglich werden die Geisterspiele unsere Abschlussvorstellung im Profifußball. DAS ist jetzt pessimistisch, aber leider nach meiner Einschätzung wahrscheinlicher als eine Rettung.
Finanzen |#1106
11.03.2020 - 13:26 Uhr
Die Geisterspiele haben aus meiner Sicht schon mehr Auswirkungen und sollten nicht ganz so auf die leichte Schulter genommen werden. Es besteht schon ein Unterschied zwischen der Saisonplanung und dem darin festgelegten Zuschauerschnitt und dem dann tatsächlichen Schnitt während der Saison. Da er ja wie bemerkt höher als kalkuliert liegt, bedeutet dies im Umkehrschluss, dass mit den höheren Einnahmen auch weniger Verlust gemacht wird, als eigentlich angenommen. Und dies hat ja sehr direkt Auswirkungen auf die Planungen für die kommende Saison. Wo man das locker sehen kann, erschließt sich mir nicht. Wir schwimmen ja nicht im Geld, das Gegenteil ist der Fall.

Außerdem haben auch Dauerkartenbesitzer Anspruch auf Kostenerstattung. Wer für 17 oder mehr Spiele bezahlt, aber 6 nicht zu sehen bekommt, kann Anspruch anmelden. Werden wahrscheinlich nicht so viele Fans machen, im Fall der Fälle, aber jeder fehlende Euro bedeutet mehr Verlust und das ist für die Planung fatal.

Die Zuschauereinnahmen sind für die Dritte Liga und vor allem für uns im Gegensatz zu den Fernseheinnahmen doch viel wichtiger. Wie man da lapidar sagen kann, das ist verkraftbar, das kann ich nicht nachvollziehen.

Im Sinne der Allgemeinheit und vor allem zum Schutz der Schwachen ist es sicherlich sinnvoll bis überlebenswichtig die Verbreitung zu verlangsamen, aber es ist in jeder Hinsicht dann ein Kraftakt.
Finanzen |#1107
11.03.2020 - 16:34 Uhr
Ben Mic

Wir sind ja absolut einer Meinung in der Einschätzung der finanziellen Situation.

Was mich bei der Becca Bürgschaft noch mehr stört als das Ziehen der Bürgschaft, ist das öffentlich machen
des Vorgangs und vor allem das Betteln über den 30.6. hinaus die Bürgschaft bestehen zu lassen.

Wenn die Situation so ist, wie wir sie einschätzen und der FCK die 11 Mios. nicht bekommt, ist der FCK
nur noch zu retten, wenn das Interesse Beccas an den Immobilien noch besteht. Diese sind jetzt natürlich,
auch nach dem Beschluss der ADD, billig geworden und angeblich standen Weichel und Becca ja kurz vor
einem Abschluss.

Ich kann mir aber einfach nicht vorstellen, dass Merk und Wilhelm die Ämter übernommen haben, ohne
ein belastbares finanzielles Konzept zu haben oder darauf spekuliert haben über eine geordnete Insolvenz
zu lösen. Da machen die sich doch den Namen kaputt.

Wenn wir wirklich, wie Du schreibst, im freien Fall sind, werden wir aber bald etwas vom Amtsgericht hören.
So eine Sache kann man bei der bekannten Sachlage nicht mehr lange hinauszögern.
Finanzen |#1108
11.03.2020 - 17:43 Uhr
Quelle: www.bild.de
Zweitligist kämpft gegen Einnahme-Loch
Bochum verkauft Geisterspiel-Tickets

In einer Presseerklärung heißt es vom Verein: „Zudem hat der VfL Bochum 1848 den Wunsch vieler seiner Fans registriert, den Verein zu unterstützen und so genannte „Geisterspieltickets“ zu erwerben. Der VfL freut sich sehr über diesen Zuspruch und ist bereit, dem vielfachen Wunsch nachzukommen.“

Tickets für ein Spiel, das ohne Fans stattfindet? Ja! Aber die Eintrittskarten werden ausschließlich symbolisch verkauft.

Damit will man dem Klub finanziell helfen, kann in drei Preiskategorien die Geisterspiel-Tickets erwerben. 18,48 Euro (Gründungsjahr des VfL), 10 Euro und 5 Euro kosten die Karten. Der Fan kann sich die Karten zu Hause ausdrucken und bekommt dann zu einem späteren Zeitpunkt ein „Schmuckticket“.
Auf solch eine Idee würde unser Verein wohl nie kommen gerade dann wenn jeder Euro zählt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Coolwetter am 11.03.2020 um 17:44 Uhr bearbeitet
Finanzen |#1109
11.03.2020 - 18:15 Uhr
Da sagst du was...aufwachen FCK!

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Kaiserslautern!

Finanzen |#1110
11.03.2020 - 18:27 Uhr
Coole Aktion des VfL Bochum. Dass unser Verein so etwas bisher nicht macht und deswegen auf den Verantwortlichen rumzuhacken ist vollkommen deplaziert. In der dritten Liga ist bisher noch kein einziges "Geisterspiel" angesetzt! Wie soll der Verein dann "Geistertickets" absetzen?
Jeder, der dem Verein helfen will, kann übrigens Mitglied werden.

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Mitglied-Nr. 11323
Pro Gerry!
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