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Finanzen

02.12.2019 - 16:18 Uhr
Finanzen |#2951
07.07.2020 - 10:58 Uhr
Im Endeffekt wird der Gläubigerausschuss am Ende eines der Angebote annehmen und wir werden damit leben müssen. Mir wäre ein Investor aus Deutschland mit Ahnung vom Fussball auch lieber.

Die Euphorie die Wilhelm im SWR ausgestrahlt hat, kann ich nach langem Nachdenken nicht mehr teilen.
Und ich kann das zögern von Merk verstehen.

Jetzt interessiere mich eigentlich folgende Szenarien.

Ist die Insolvenz des eV. noch ein Thema? Wenn ja hat der e.V noch Kapital das die Gläubiger pfänden können? Welche Konsequenzen hätte eine Insolvenz des e.V?

Quattrex hat eine Firma mit der Investorensuche beauftragt. Hat jemand so ein Vorgehen schon erlebt und wie viel Zeit das in Anspruch genommen hat?

Wann geht uns das Geld aus? Und können wir bald wieder Dauerkarten verkaufen, um Liquidität zu generieren?

Umso länger das Verfahren dauert, umso mehr Kosten entstehen. Also Beraterhonorare für die von Quattrex beauftragte Firma, Verfahrenskosten etc. Die Kosten gehen alle auf unseren Schuldenstand drauf? Das heißt das Risiko für Quattrex immer mehr Geld zu verlieren, falls wir pleite gehen steigert sich doch von Woche zu Woche?

Wir waren bei 9 Millionen Schulden bei Quattrex. Wenn sich die Schulden erhöhen, lohnt sich ein höherer Schuldenschnitt überhaupt noch? Wäre es nicht klüger die Reisleine zu ziehen und 2 Millionen Euro zu nehmen, bevor man am Ende statt 9 Millionen 11 Millionen Euro fordert und 100.000 statt 2 Millionen Euro bekommt?

Das sind so Gedanken die mich beschäftigen. Ich hab das dumpfe Gefühl nämlich Quattrex weiss sehr genau, dass sie am Ende hier nichts mehr gewinnen. Aber wenn man nachgibt, ist das ein Signal für andere Gläubiger in Zukunft, das Quattrex schulden nicht konsequent eintreibt.
Finanzen |#2952
07.07.2020 - 11:01 Uhr
Zitat von Roon_Bub
Zitat von Newtrial

Warum sollen regionale Investoren dann bitte mit einem Gesamtanteil unter 25% bei einem einzelnen Großinvestor mit 75%+-Anteilen hier einsteigen? Was ist dann mit deren Mitsprache- und Mitgestaltungsrechten?

Sorry, du warst sicher schon mit tippen fertig. Aber genau um diese Frage zu beleuchten habe ich in meinen Beitrag oben noch was dazu eingefügt. Vielleicht dient das dem Verständnis dafür, was es mit den 75% und 25% auf sich hat.


Es ist doch schon kompliziert genug, die Kompetenzen zwischen Ankerinvestor und Verein zu definieren. Wenn wir da noch irgendwelche "Mitspracherechte" von Kleinanlegern einklöppeln will, brauchen wir wohl erst einmal eine längere Prozessberatung und ein paar Monate OE. Die Minderheitsinvestoren sollen gerne im fairen Rahmen Zugang zu Informationen zu Strategien- und der Finanzplanungen erhalten, aber nicht aktiv mitmischen. Und es fällt mir unglaublich schwer zu glauben, dass sie dann nicht mit jedem quersteckenden Furz zu Schlaubi und Erb rennen.

Typischerweise wäre eine solche Summe ja auch in der Säule "Stille Teilhaber" zu erwarten. Für Sponsoren und regionale Unternehmen sind ja die Summen ab 10.000 (?) vorgesehen.
Wenn sie diese Bezeichnung nicht mit Leben füllen wollen, sollten sie es ganz sein lassen, weil es sonst wieder weiter zu einer toxischen Atmosphäre beiträgt.

Ein Beiratssitz stünde ihnen streng genommen auch nicht zu. Nach einer Kapitalerhöhung zu 75% um 20 Millionen wären ihre 8 Millionen ca. 16%. (Kann mir Zahlen schlecht merken, hab das in einem dbb-Post mal durchgerechnet.)

Also das Hauen und Stechen hat auch eine zeitliche Dimension - investieren nicht beide gleichzeitig, so hat eine Partei für ihr Budget dann weniger Anteile zu erwarten.

Wird erst der Anker gesetzt und dann mit neuer Bewertung (Ursprungswert + EK-Einlage) die stille Säule gefüllt, dann kann man den Wert fixieren und Anmeldungen zu den Säulen Regional und Fans zulassen.


Aber ja, die Infos zum Sportlichen Part (Olympia - wtf?!) liefern wenig Stoff zur Zustimmung. Ob man daraus aber gleich Ablehnung generieren mag, kommt tatsächlich auf jeden Einzelnen an.
Finanzen |#2953
07.07.2020 - 11:03 Uhr
Ich bin auch skeptisch was diesen Investor angeht. Ich wäre das aber bei jedem, der kommt und sagt, dass er bezahlt und die Mehrheit übernehmen will. Das widerstrebt uns allen. Verständlicherweise.
Aber: Dieser Club hat sich in eine Situation manövriert, in der er keine andere Wahl mehr hat. Wir können hoffen, einen Investor zu finden, der kluge Entscheidungen trifft. Der womöglich ein Kompetenzteam schickt, aber gleichzeitig die Größe hat, auch an Bewährtem festzuhalten, wenn er das Gefühl hat, es nicht besser zu können. Der also nicht wahrlos alles austauscht, nur um gefügige Mitarbeiter an entscheidenden Positionen sitzen zu haben.
Letztlich bestimmt so einer jedoch den Kurs. Und zwar entscheidend. Nun kann der FCK sagen, dass er nicht bereit ist, diesen Wandel zu vollziehen, dann bekommt er aber kein Geld in der signifikanten Größenordnung. Was mich wundert, dass der Investor im Team Merk scheinbar auf so viel Ablehnung stößt. Hatten Merk und Co. tatsächlich gehofft, da kommt nun einer, der investiert 25 Millionen, kauft das Stadion und hält sich aus allem raus? Keine Frage, das wäre schön, ist aber vollkommen realitätsfremd.
Wohlgemerkt: Mir das alles auch nicht geheuer, aber ich sehe leider keine Alternative.

By the way: Vielen Dank an Kirscher und Remy, dass sie die Aufgabe übernommen haben, die eigentlich unabhängige Medien hätten leisten sollen. Dass nämlich mal nachgefragt wird. Natürlich sind viele Fragen offen, aber es ergibt sich schon ein etwas klareres Bild. Denn wenn wir ehrlich sind, wird in diesem Thread seit ein paar Tagen nur Kaffeesatzleserei betrieben.

•     •     •

Bis der Tod uns trennt, bis die Welt untergeht, für immer FCK!
Finanzen |#2954
07.07.2020 - 11:04 Uhr
Zitat von DanielFranklin
Ist die Insolvenz des eV. noch ein Thema? Wenn ja hat der e.V noch Kapital das die Gläubiger pfänden können? Welche Konsequenzen hätte eine Insolvenz des e.V?

Ja, die Insolvenz de e.V. ist noch ein Thema. So lange sich die Gläubiger nicht auf den Plan (der PLANinsolvenz) einlassen. Geht es am Stichtag dann in die Regelinsolvenz, dann ist auch der e.V. in der Insolvenzmasse.
Mit dem e.V. wird auch das Museum fallen. Der Insolvenzverwalter kann alles verkaufen um die Gläubiger zu bedienen.
Die einzige Fußballmannschaft die dann im Erwachsenenbereich übrig bleibt sind die FCK Portugiesen.

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"Die Fußballbegeisterung ist ein Jugendleiden, das einen ein Leben lang begleitet"
(Pier Paolo Pasolini)
Finanzen |#2955
07.07.2020 - 11:06 Uhr
Zitat von CrackPitt
Ich mache mir eigentlich nur darum Gedanken:

Quelle: HPP (71) ?
Dafür müssen wir aber die Mehrheit haben, auch um unser Konzept gegen alle - auch sozialromantischen - Widerstände durchzusetzen


Wo sich für mch die Frage stellen würde: Wie will er das tun?

Klar: Mit 75,1% Anteile könnte natürlich kein anderer Investor wirklich mitreden. Die Entscheidungen der Geschäftsführung, welche den finanziellen und sportlichen Bereich angehen, werden doch aber auch weiterhin vom Beirat abgesegnet oder abgelehnt.

Dort hätte er doch auch weiterhin keine Entscheidungsmacht. Ist ja auch durch 50+1 in dem Fall ausgeschlossen. Wie stellt er sich das also vor?

Also was für Möglichkeiten - abgesehen von FK mit Forderungen - gibt es denn, in unserem Modell die Macht zu übernehmen, ohne das jemand reinreden kann? Für mich gibt es da erstmal nur den WEG über den AR des e.V.

Kann da noch jemand was dazu sagen? Wie wirkt sich ein Sitz z.B. im AR der KgaA aus?



Eventuell geht es einher mit dem in Aussicht gestellten Fan-Aufsichtsrat bzw. Beirat. Vielleicht denkt man, dass hierüber Mehrheiten zu erreichen sind, weil der Fan dem Geld folgt. Ich weiß es nicht. Ich hatte es auch immer so verstanden, dass in der aktuellen Konstruktion immer gewährleistet ist, dass die Mehrheit der Beiräte bzw. Aufsichtsräte vom FCK gestellt werden.

Jedenfalls hab ich den Passus auch nicht sehr positiv aufgenommen. Becca hat sich ähnlich ausgedrückt, auch wenn er andere Hebel gesetzt hat.

Wir drehen uns im Kreis. Im letzten Sommer waren wir an gleicher Stelle. Die eine Seite ruft "Wir sind Pleite, wir kommen nicht nach oben ohne uns der Gnade eines Investors auszuliefern", die andere Seite hält dagegen, "Der Investor hat erstmal nur Geld, aber sonst keine nachvollziehbaren Kompetenzen für Profifußball". Dazwischen liegen noch etliche andere Positionen, aber die haben wir doch alle wirklich bis zum Erbrechen diskutiert.

Ich kann es nur noch einmal für mich klar stellen. Geld haben die offensichtlich alle. Der eine mehr, der andere weniger. Der mit mehr Geld hat aber für mein Empfinden es deutlich verpasst aufzuzeigen, woher seine sportliche Kompetenz kommen soll. Es gibt im Profifußball schon nicht sehr viele Menschen, die einen Verein erfolgreich und mit Kompetenz von der Dritten Liga in die Bundesliga geführt haben. Warum sollte ich glauben, dass es hier von außerhalb kommende Personen gibt, die uns plötzlich aufzeigen können wie das geht?

Sicher, ich kann jetzt ob der letzten Jahre ganz gut die sportliche Kompetenz der handelnden Personen in Frage stellen. Immerhin wollten wir beide Jahre aufsteigen und spielen immer noch Dritte Liga. Ich sehe aber wieder einmal Fortschritte und Entwicklungen. Ich glaube daran, dass mit gezielten Verstärkungen diese Mannschaft in der kommenden Saison um den Aufstieg mitspielt. Und ich bin bereit den handelnden Personen Sören Oliver Voigt, Boris Schommers und auch Notzon das Vertrauen auszusprechen. Ich befürchte, dass ein Investor hier sehr schnell die Reißleine ziehen möchte und neues Personal installiert. Vor allem nach den aktuellen Geschehnissen, den gerade SOV ist noch in die Handlungen aktiv mit einbezogen und lässt sicher ganz bewusst derzeit das Angebot von Petersen außen vor. Das wird ihn bei Annahme nachher schnell seinen Posten kosten. Und dann fängt das Personalkarussel an. Aber nützt uns das was? Ich sage nein, tut es nicht. Die ständigen Wechsel lähmen den gesamten Laden nur.
Finanzen |#2956
07.07.2020 - 11:07 Uhr
Quelle: twitter.com
Übrigens- das Team, das der Investor anspricht, ist fast identisch mit dem Team, das 2016 die brasilianische olympische Fussballmannschaft zum Olympiasieg gegen Deutschland geführt hat.
Off-Topic, aber ich klammere mich mal an deinen letzten Absatz:

Zitat von Klingenstaedter

Aber ja, die Infos zum Sportlichen Part (Olympia - wtf?!) liefern wenig Stoff zur Zustimmung. Ob man daraus aber gleich Ablehnung generieren mag, kommt tatsächlich auf jeden Einzelnen an.


Im übrigen schrieb der selbe Twitter-User, der auch das Schreiben in Umlauf gebracht hat, vor ein paar Minuten davon, dass es sich beim Kompetenzteam um ziemlich das Team handelt, dass die Brasilianische u21-Nationalmannschaft (?) zum Olympia-Titel 2016 geführt hat.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von CrackPitt am 07.07.2020 um 11:08 Uhr bearbeitet
Finanzen |#2957
07.07.2020 - 11:11 Uhr
Zitat von Roon_Bub
Zitat von DanielFranklin

Ist die Insolvenz des eV. noch ein Thema? Wenn ja hat der e.V noch Kapital das die Gläubiger pfänden können? Welche Konsequenzen hätte eine Insolvenz des e.V?

Ja, die Insolvenz de e.V. ist noch ein Thema. So lange sich die Gläubiger nicht auf den Plan (der PLANinsolvenz) einlassen. Geht es am Stichtag dann in die Regelinsolvenz, dann ist auch der e.V. in der Insolvenzmasse.
Mit dem e.V. wird auch das Museum fallen. Der Insolvenzverwalter kann alles verkaufen um die Gläubiger zu bedienen.
Die einzige Fußballmannschaft die dann im Erwachsenenbereich übrig bleibt sind die FCK Portugiesen.


Kann man den eV. nicht in eine Planinsolvenz schicken? Da dürften die Chancen doch größer sein, als bei uns mit abzusaufen.
Finanzen |#2958
07.07.2020 - 11:12 Uhr
Zitat von Marbod

Eventuell geht es einher mit dem in Aussicht gestellten Fan-Aufsichtsrat bzw. Beirat. Vielleicht denkt man, dass hierüber Mehrheiten zu erreichen sind, weil der Fan dem Geld folgt. Ich weiß es nicht. Ich hatte es auch immer so verstanden, dass in der aktuellen Konstruktion immer gewährleistet ist, dass die Mehrheit der Beiräte bzw. Aufsichtsräte vom FCK gestellt werden.

Jedenfalls hab ich den Passus auch nicht sehr positiv aufgenommen. Becca hat sich ähnlich ausgedrückt, auch wenn er andere Hebel gesetzt hat.


Interessanter Gedanke!

Nur fehlt mir irgendwie der Glaube, dass solch ein Investor mit Hilfe der Fans des FCK versucht, die sogenannte "Sozialromantik" außen vor zu lassen.

Wie auch immer es funktionieren soll, es gibt nicht viele Wege, die mit unserer jetzigen Satzung vereinbar sind. Laut Wilhelm wäre diese ja allerdings gegeben. Laut FCK-Mitteilung nicht.
Finanzen |#2959
07.07.2020 - 11:12 Uhr
Zitat von Roon_Bub

Das wird nicht möglich sein: der FCK braucht jetzt, also um die Folgesaison zu spielen so viel Geld, daß der fehlende Betrag bemessen an einem realistischen Vereinswert mehr als 25% ausmacht und somit der/die Geldgeber sich gegen eine spätere Kapitalerhöhung (sprich: Einstieg eines "dicken Fischs") aussprechen könnten.


Genau deswegen schrieb ich ja auch, dass du Investoren brauchst, die eben den Einstieg eines Großinvestors supporten. Ich kenn mich mit Kapitalgesellschaften nicht aus, aber kann mir durchaus vorstellen, dass man z.B die Option eines (kleineren) Anteilrückkaufs durch den Verein im nächsten Jahr ausmachen könnte. Damit könnte der FCK dann dem Großinvestor immer noch seine 75% ermöglichen.

Das ist einfach die Frage, welche Motivation jemand gerade hat in den FCK zu investieren. Wenn ich halt Geld verdienen will, dann unterstütze ich als Kleininvestor ohnehin einen größeren der einsteigt. Wenn ich aber primär interessiert daran bin mir die Macht beim FCK zu sichern, dann wirds natürlich schwieriger...
Finanzen |#2960
07.07.2020 - 11:14 Uhr
Zitat von CrackPitt
Quelle: twitter.com
Übrigens- das Team, das der Investor anspricht, ist fast identisch mit dem Team, das 2016 die brasilianische olympische Fussballmannschaft zum Olympiasieg gegen Deutschland geführt hat.
Off-Topic, aber ich klammere mich mal an deinen letzten Absatz:

Zitat von Klingenstaedter

Aber ja, die Infos zum Sportlichen Part (Olympia - wtf?!) liefern wenig Stoff zur Zustimmung. Ob man daraus aber gleich Ablehnung generieren mag, kommt tatsächlich auf jeden Einzelnen an.


Im übrigen schrieb der selbe Twitter-User, der auch das Schreiben in Umlauf gebracht hat, vor ein paar Minuten davon, dass es sich beim Kompetenzteam um ziemlich das Team handelt, dass die Brasilianische u21-Nationalmannschaft (?) zum Olympia-Titel 2016 geführt hat.



Da schreibt ein anderer User bei Twitter dazu: "Fein, dann steht unserem Olympia-Sieg 2021 nichts mehr im Wege!"

Das trifft es schon, auch wenn es Polemik ist. Aber es ist schon ein deutlicher Unterschied eine Vereinsmannschaft zu entwickeln als eine Nationalmannschaft.
Wie viele Nationaltrainer haben erfolgreich eine Vereinsmannschaft entwickelt?
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