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Finanzen

02.12.2019 - 16:18 Uhr
Finanzen |#5701
08.12.2020 - 22:35 Uhr
Seit Monaten wird sich hier im Kreis gedreht. Ich habe keine Ahnung von Finanzen, aber zwei Sachen sind doch sicher:
1. die Fansäule wird erst geöffnet, wenn ein Ankerinvestor einsteigt
2. ein Ankerinvestor wird nur einsteigen, wenn er sportliche Kompetenzen mit einbringen kann. Das heißt, die Herren, die jetzt das Sagen haben und nichts auf die Reihe bekommen, werden dem nicht zustimmen, denn dann würden sie ja den Ast absägen auf dem sie sitzen.
Folglich würde ein Einstieg eines Ankerinvestors mich mehr überraschen als es der 3. Saisonsieg tun würde!
Finanzen |#5702
08.12.2020 - 22:38 Uhr
Zitat von pulder

Weshalb sollte ein Einzelinvestor ausgerechnet in einen e.V. investieren, der faktisch
vor der Insolvenz steht, der kein Vermögen besitzt und der keine Zinsen zahlen kann .

Wieso sollte irgendjemand auf einen Kapitalerhöhungsmechanismus, was auch immer
das sein soll, vertrauen.

Welcher Investor sollte einer Profiabteilung vertrauen, die jahrelang erfolglos ist und die
gerade eine Insolvenz mit 24 Mio. Schulden hingelegt hat.


Zu 1.:
Weil er damit das Fundament einer KGaA stärken würde, deren Anteile eine immense Gewinnmarge im Aufstiegsfall bieten. Umgekehrt gefragt: Wieso haben die bereits eingestiegenen Investoren sich bereit erklärt, teilweise in die Altlasten zu investieren?
Dass der sportliche Erfolg notwendige Bedingung des Fortbestandes des Vereins im untechnischen Sinn ist, wird keiner bestreiten.
Dass der e.V. drei Wochen vor der Insolvenz stünde, ist auch nur deine Behauptung. Ich wüsste gerne, wieso Nardi, Theiss und Dienes elf Millionen Euro in einer KGaA versenken sollten, deren Rechtsträger wenige Monate später bankrott ist.

2.:
Weil das anscheinend gerade der Vorteil der Gesellschaftsform „Kapitalgesellschaft auf Aktien“ zu sein scheint. Man vergibt Aktien, kann aber - sofern die vorhandenen Aktionäre einverstanden sind - weitere Aktien emittieren. Und so wäre der Weg frei, in dem Fall, dass man für einen Anker attraktiv wird, neue Anteile zu verkaufen.
So habe ich das Konstrukt „Kapitalerhöhung“ verstanden, wäre aber über eine kurze, prägnante Erklärung „Was ist das, was macht das, was kann das?“ nach wie vor dankbar.

3.:
Die Herren Nardi, Dienes und Theiss scheinen dieser Profiabteilung durchaus zu interessieren. Ein weiterer Interessent ebenso, dazu die Interessenten aus dem Frühjahr (vor Corona).
Merk, Keßler, SOV und Co. sind doch nicht personenidentisch mit denjenigen, die diese Schulden angehäuft machen. Also kann man sie auch nur anhand dessen bewerten, was sie selbst geleistet oder verbaselt haben. Und da ist die wirtschaftliche 12-Monats-Bilanz ganz klar positiv.

Damit wir uns nicht falsch verstehen:
An unserem strukturellen Defizit hat sich nichts geändert, es es hat sich einstweilen durch Corona verschlimmert. Und ich gehe auch davon aus, dass das neue Kapital buchstäblich verdunstet durch die ganzen Geisterspiele. Aber für die interessierten Investoren war allen Aussagen zufolge das schlagende Argument das, dass man nicht in Altlasten investieren wollte. Und dieses Hindernis ist derzeit weg bzw. in nur geringem Ausmaß vorhanden (e.V.).
Keine Rede war an dieser Stelle dagegen vom FWS, das wohl eher als Argument pro Investment in den FCK gesehen wird. Denn anders als etliche Zweitligisten, die vernünftiger arbeiten, ist hier die Infrastruktur und die Basis für den lukrativen Bundesliga-Fußball vorhanden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FCK-Tribun am 08.12.2020 um 22:39 Uhr bearbeitet
Finanzen |#5703
08.12.2020 - 23:08 Uhr
Zitat von Schdolberhannes
Seit Monaten wird sich hier im Kreis gedreht. Ich habe keine Ahnung von Finanzen, aber zwei Sachen sind doch sicher:
1. die Fansäule wird erst geöffnet, wenn ein Ankerinvestor einsteigt
2. ein Ankerinvestor wird nur einsteigen, wenn er sportliche Kompetenzen mit einbringen kann. Das heißt, die Herren, die jetzt das Sagen haben und nichts auf die Reihe bekommen, werden dem nicht zustimmen, denn dann würden sie ja den Ast absägen auf dem sie sitzen.
Folglich würde ein Einstieg eines Ankerinvestors mich mehr überraschen als es der 3. Saisonsieg tun würde![/quot

Davon verstehen wir nichts, das verstehen nur Finanzexperten und welche die sich dafür
halten.
Finanzen |#5704
08.12.2020 - 23:14 Uhr
Mit dieser Argumentation hätte man auch Saar-Pfalz nicht einsteigen lassen dürfen. Schommers hat auch diese Einflussnahme bereits den Job gekostet, natürlich mit freundlicher Unterstützung von Wagner und Schaumeier. Aber man braucht doch nicht so zu tun, als wäre Notzons Job sicher, wenn der sportliche Erfolg ausbleibt. Dazu reichen die Regionalen, da brauch ich keinen Anker.

Und SOV hätte mit dem Investment-Vertrag demnach nach sein eigenes Grab geschaufelt.
Klar kann es passieren, dass Investoren einen GF Sport mitbringen. Und wessen Job gefährdet das dann in einer Art und Weise, dass an einem Ast gesägt würde?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FCK-Tribun am 08.12.2020 um 23:16 Uhr bearbeitet
Finanzen |#5705
09.12.2020 - 07:59 Uhr
Zitat von FCK-Tribun

Mit dieser Argumentation hätte man auch Saar-Pfalz nicht einsteigen lassen dürfen. Schommers hat auch diese Einflussnahme bereits den Job gekostet, natürlich mit freundlicher Unterstützung von Wagner und Schaumeier. Aber man braucht doch nicht so zu tun, als wäre Notzons Job sicher, wenn der sportliche Erfolg ausbleibt. Dazu reichen die Regionalen, da brauch ich keinen Anker.

Und SOV hätte mit dem Investment-Vertrag demnach nach sein eigenes Grab geschaufelt.
Klar kann es passieren, dass Investoren einen GF Sport mitbringen. Und wessen Job gefährdet das dann in einer Art und Weise, dass an einem Ast gesägt würde?


Fakt ist doch auch, dass ohne die Investorengruppe der FCK schon insolvent wäre. Ohne den Schuldenschnitt wäre der FCK insolvent. Ohne neues Kapital ist der FCK in einem, spätestens anderthalb Jahren insolvent. Ich sehe also nicht, was insbesondere SOV von der Vermeidung eines neuen Investors haben sollte. Dass es zeitnah an die Presse geraten würde, wenn SOV und einen neuen Investor verhindern würde, halte ich bei uns für sicher. Dann findet er nie wieder einen Job im Profifußball. Sollte der FCK am Ende wieder in der Insolvenz landen, hätte das sicherlich auch strafrechtliche Folgen.

Der einzige, der mit etwas Fantasie etwas von einer gleichbleibenden Investorenstruktur haben könnte, ist Notzon. Das wäre aber nur der Fall, wenn er irgendeine persönliche Verbindung zur Saar-Invest Gruppe hätte. Ich habe aber keine Ahnung, ob man sich da was zusammenspinnen kann. Aber auch diese Investoren haben ein Interesse am sportlichen Erfolg, der unser strukturelles Defizit in Liga 3 nicht aufzulösen ist. Aus diesem Grund sehe ich keine Begründung, dass diese Gruppe an Notzon aufgrund persönliche Verstrickungen festzuhalten, weil der FCK schnellstmöglich aus Liga 3 heraus muss.

Ich denke und hoffe auch nicht, dass die Investoren ihren Verhandlungspartner loswerden wollen. Ich finde auch, dass SOV mit dem AR im Insolvenzverfahren einen guten Job gemacht hat. Aus diesem Grund würde ich ihm eine Chance im Tagesgeschäft geben und ihm einen neuen SD zur Seite stellen. Vielleicht schafft der es ja, einen Aufstiegskader zusammenzustellen. Dadurch würde der Job von beiden wesentlich leichter werden.

Ich glaube, dass die Leute vor dir aktuell alles negativ sehen würde. Ich weiß aber auch nicht, ob man es ihnen nach den letzten Jahren verdenken kann.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von svl1893 am 09.12.2020 um 08:27 Uhr bearbeitet
Finanzen |#5706
09.12.2020 - 09:33 Uhr
Ich hab mal nachgefragt bei meiner Quelle am Berg und korrigiere mich in meinen Aussagen von gestern. Anscheinend werden die drei Millionen von Quattarex nicht sofort abbezahlt, sondern in mehreren Raten über einen längeren Zeitraum.

Das ist bedauerlich und revidiert mein Urteil bezüglich dieses Deals ein wenig. Ich hatte gehofft, man kriegt die Kuh vom Eis. So macht sich Quattarex tatsächlich wieder die Taschen mit Zinsen voll.

Das verstehe wer will. Es wäre für den Verein deutlich besser, wenn man diesen Finanzhai ein für alle mal los wäre.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DanielFranklin am 09.12.2020 um 09:37 Uhr bearbeitet
Finanzen |#5707
09.12.2020 - 09:53 Uhr
Aber es macht doch Sinn sich da nicht unter Druck setzen zu lassen. Dritte Liga, fehlende Zuschauereinnahmen etc. da sollte man sich keinen Klotz ans Bein binden, der uns direkt wieder unter Druck setzt. Wir brauchen sportlichen Erfolg. Aufstieg. In der zweiten Liga gibt es mehr Kohle und damit mehr Möglichkeiten da einfacher raus zukommen. Vielleicht kann man auch Sonderzahlungen machen. Who knows? Warten wir einfach ab.
Ich bin zufrieden mit der Entwicklung der letzten Monate. Vor einem Jahr wäre jeder Happy gewesen.

•     •     •

Ein Pessimist wird immer irgendwann mal Recht haben, aber bis dahin hatte er wenig Freude.
Finanzen |#5708
09.12.2020 - 09:54 Uhr
Zitat von DanielFranklin
Ich hab mal nachgefragt bei meiner Quelle am Berg und korrigiere mich in meinen Aussagen von gestern. Anscheinend werden die drei Millionen von Quattarex nicht sofort abbezahlt, sondern in mehreren Raten über einen längeren Zeitraum.

Das ist bedauerlich und revidiert mein Urteil bezüglich dieses Deals ein wenig. Ich hatte gehofft, man kriegt die Kuh vom Eis. So macht sich Quattarex tatsächlich wieder die Taschen mit Zinsen voll.

Das verstehe wer will. Es wäre für den Verein deutlich besser, wenn man diesen Finanzhai ein für alle mal los wäre.


Ich glaube, wir würden uns alle darüber freuen, wenn wir die komplett loswerden würde. Allerdings ist es doch logisch, dass Quattrex nicht ohne weiteres auf noch mehr Geld verzichten wird. Die sind an ihre Anteilseigner verpflichtet, auch wenn diesen bewusst sein wird, dass jede Investition in den FCK mit hohem Risiko belastet war.

Die Frage wäre auf der anderen Seite: wo sollen wir so schnell drei Millionen herbekommen, um Quattrex auszubezahlen? Unser Etat wird auch weiterhin nicht viel Spielraum bieten, aktuell ist wohl nur die laufende Saison durchfinanziert. Vielleicht ist es möglich, dass man teile der Investition eines Ankerinvestors hierfür verwendet, aber das sollte eigentlich auch nicht dessen Interesse sein. Der sollte das Ziel haben, dass sein Invest den FCK zumindest dauerhaft in Liga 2 führt und hält.

Ich bin voll und ganz dafür, dass die Entschädigungszahlung des e.V. an die KGaA minimiert oder sogar umgekehrt wird. Aus diesen Mitteln sollte dann der Kredit bedient werden, wodurch wir in einigen Jahren Quattrex los wären.

Dass man Quattrex ohne zusätzliches EK sofort loswerden würde, habe ich für unmöglich gehalten. Dafür leben wir in der falschen Wirtschaftsform. Die wollen immer noch Geld verdienen. Das haben sie sicher schon zu genüge, wollen aber auf jeden Fall noch mehr.
Finanzen |#5709
09.12.2020 - 10:08 Uhr
Zitat von svl1893
Zitat von DanielFranklin

Ich hab mal nachgefragt bei meiner Quelle am Berg und korrigiere mich in meinen Aussagen von gestern. Anscheinend werden die drei Millionen von Quattarex nicht sofort abbezahlt, sondern in mehreren Raten über einen längeren Zeitraum.

Das ist bedauerlich und revidiert mein Urteil bezüglich dieses Deals ein wenig. Ich hatte gehofft, man kriegt die Kuh vom Eis. So macht sich Quattarex tatsächlich wieder die Taschen mit Zinsen voll.

Das verstehe wer will. Es wäre für den Verein deutlich besser, wenn man diesen Finanzhai ein für alle mal los wäre.


Ich glaube, wir würden uns alle darüber freuen, wenn wir die komplett loswerden würde. Allerdings ist es doch logisch, dass Quattrex nicht ohne weiteres auf noch mehr Geld verzichten wird. Die sind an ihre Anteilseigner verpflichtet, auch wenn diesen bewusst sein wird, dass jede Investition in den FCK mit hohem Risiko belastet war.

Die Frage wäre auf der anderen Seite: wo sollen wir so schnell drei Millionen herbekommen, um Quattrex auszubezahlen? Unser Etat wird auch weiterhin nicht viel Spielraum bieten, aktuell ist wohl nur die laufende Saison durchfinanziert. Vielleicht ist es möglich, dass man teile der Investition eines Ankerinvestors hierfür verwendet, aber das sollte eigentlich auch nicht dessen Interesse sein. Der sollte das Ziel haben, dass sein Invest den FCK zumindest dauerhaft in Liga 2 führt und hält.

Ich bin voll und ganz dafür, dass die Entschädigungszahlung des e.V. an die KGaA minimiert oder sogar umgekehrt wird. Aus diesen Mitteln sollte dann der Kredit bedient werden, wodurch wir in einigen Jahren Quattrex los wären.

Dass man Quattrex ohne zusätzliches EK sofort loswerden würde, habe ich für unmöglich gehalten. Dafür leben wir in der falschen Wirtschaftsform. Die wollen immer noch Geld verdienen. Das haben sie sicher schon zu genüge, wollen aber auf jeden Fall noch mehr.


Da gebe ich Dir recht. Wir sollten die Wirtschaftsform ändern. Man müßte herausfinden, ob man den
Antrag beim Beirat des FCK einreichen soll oder bei Frau Merkel direkt.

Es muss auch schriftlich festgehalten werden, ob der Ankerinvestor in die KGaA investiert oder in den e.V.,
oder umgekehrt, egal....... er muss jedenfalls investieren, damit der FCK in die 2. Liga aufsteigt und wenn
der Ankerinvestor dazu nicht bereit ist, soll er bleiben wo der Pfeffer wächst. Dann bezahlen wir die
Quattrex halt mit Grumbeere.daumen-hoch
Finanzen |#5710
09.12.2020 - 10:13 Uhr
Zitat von FCKMitglied_16927

Vor einem Jahr wäre jeder Happy gewesen.

Das ist der entscheidende Satz. Unsere finanzielle Situation hat sich um etwa 25 Millionen Euro verbessert! Statt der vor Corona vorhandenen Schulden in Höhe von etwa 18 Millionen Euro (das war nach meiner Erinnerung die Zahl, die im Rahmen der MV genannt wurde), haben wir heute noch fünf Millionen Euro Schulden und Eigenkapital im (sehr) hohen einstelligen Bereich.
Wenn man das dann noch in Relation zu den covidbedingten Verlusten unserer Wettbewerber setzt, hat sich unsere Rahmensituation massiv verbessert. Wir sind wirtschaftlich viel konkurrenzfähiger geworden als vor einem Jahr.

Die eher skeptische Grundhaltung rührt meines Erachtens hauptsächlich von dem Gefühl her, dass da „mehr drin gewesen wäre“. Ob das wirklich so ist, kann ich nicht sagen. Bei einer Chancen-Risiko-Abwägung könnte man mit dem „Spatz“ in der Hand aber auch einigermaßen zufrieden sein.

Daneben steht natürlich die schlechte sportliche Situation, die bei einem Fußballclub immer bestimmt, wie man das restliche Geschehen wahrnimmt. Sie steht aber objektiver betrachtet in keinem echten Zusammenhang mit der Beurteilung der Arbeit der wirtschaftlichen Führungsebene.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FCK-Tribun am 09.12.2020 um 10:27 Uhr bearbeitet
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