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Finanzen

02.12.2019 - 16:18 Uhr
Finanzen |#5711
09.12.2020 - 10:14 Uhr
Naja, Quattrex ist doch nicht blöd. Die wissen doch sehr genau über die Ertragslage des e.V. Bescheid. Wenn es also eine mehrjährige Ratenzahlungslösung gibt, dann wurde die auch substanziell unterlegt. Tatsächlich halte ich den Direktverkauf von Vereinsanteilen für die realistischste Variante. Denn wie gesagt: Es muss "nur" genug Geld in die Profiabteilung fließen, nicht zwingend jeder investierte Cent. Und es geht nicht um Unsummen. Ich denke, dass es auch für Investoren durchaus einen Wert darstellen kann, die finanzielle Unabhängigkeit des Rechtsträgers gewährleistet zu sehen. Quattrex hat sich ja früher schon mehrfach inhaltlich eingemischt, das will man investorenseitig sicher nicht über den AR/Beirats-Hebel fortgesetzt sehen.

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Finanzen |#5712
09.12.2020 - 10:58 Uhr
Die Verbindlichkeiten gegenüber Quattrex wurden seinerzeit nun mal vom e.V. begründet. Da beißt die Maus keinen Faden ab und deshalb hätte man sich höchstwahrscheinlich auch nur mit einer Insolvenz des e.V. von diesen Forderungen befreien können. Finanzhai hin, Finanzhai her. Wie genau man sich mit Quattrex geeinigt hat weiß hier wohl keiner und das dürfte auch die Höhe der Zinssätze umfassen, die der e.V. bis zur endgültigen Tilgung zahlt. Ob sich Quattrex also mit Zinsen die Taschen vollstopft oder nur das zurückbekommt, was man damals dem FCK geliehen hat, weiß man nicht.

Es wurde viel spekuliert und leichtfertigt unterstellt. Vom e.V. als großem Verschiebebahnhof war die Rede. Fast alles hat sich als unzutreffend und falsch erwiesen. Jetzt wo die Dinge einigermaßen klar liegen, gilt es das einfach mal festzuhalten und hier kann ich dem Beitrag von @Newtrial nur zustimmen.

Gegen eine wachsame und kritische Begleitung der Vorgänge beim FCK ist grundsätzlich nichts zu sagen (zu viel ist in der Vergangenheit passiert) aber das, was da am Ende zu Wilhelms Zeiten von einigen Fans und Foristen bei FB, DBB, Twitter und teilweise auch hier aufgeführt wurde, ging über jedes gesunde Maß weit hinaus. Bereits die Causa Grotepaß hatte gezeigt, dass die Grenzen zwischen berechtigter Kritik und Instrumentalisierung von Kritik zur persönlichen Selbstdarstellung schnell verschwimmen können und gefährlich nahe beieinander liegen. Ich hoffe und wünsche mir, dass der FCK besseren Zeiten entgegengeht und die Selbstdarstellung nur noch in Verbindung mit positiven Leistungen stattfindet, am liebsten auf dem Platz und nicht in der Vereinspolitik.
Finanzen |#5713
09.12.2020 - 11:02 Uhr
Zitat von FCK-Tribun

Zitat von FCKMitglied_16927

Vor einem Jahr wäre jeder Happy gewesen.

Das ist der entscheidende Satz. Unsere finanzielle Situation hat sich um etwa 25 Millionen Euro verbessert! Statt der vor Corona vorhandenen Schulden in Höhe von etwa 18 Millionen Euro (das war nach meiner Erinnerung die Zahl, die im Rahmen der MV genannt wurde), haben wir heute noch fünf Millionen Euro Schulden und Eigenkapital im (sehr) hohen einstelligen Bereich.
Wenn man das dann noch in Relation zu den covidbedingten Verlusten unserer Wettbewerber setzt, hat sich unsere Rahmensituation massiv verbessert. Wir sind wirtschaftlich viel konkurrenzfähiger geworden als vor einem Jahr.

Die eher skeptische Grundhaltung rührt meines Erachtens hauptsächlich von dem Gefühl her, dass da „mehr drin gewesen wäre“. Ob das wirklich so ist, kann ich nicht sagen. Bei einer Chancen-Risiko-Abwägung könnte man mit dem „Spatz“ in der Hand aber auch einigermaßen zufrieden sein.

Daneben steht natürlich die schlechte sportliche Situation, die bei einem Fußballclub immer bestimmt, wie man das restliche Geschehen wahrnimmt. Sie steht aber objektiver betrachtet in keinem echten Zusammenhang mit der Beurteilung der Arbeit der wirtschaftlichen Führungsebene.


Zur Zeit sieht es "nicht schlecht" aus, aber man muss auch im Blick behalten, ob unser "Ankerinvestor" wirklich das finanzielle Potential hat, um nachzuschießen und ob ein sinnvolles Konzept besteht. Bis jetzt ist da von den "Regionalen" noch nichts zu sehen von, und die finanzielle Leistungsfähigkeit erscheint mir auch nicht so groß. Abgesehen davon, wenn man jetzt noch ein kleines Anteilpaket für wenig Geld verkauft, bleibt dann nicht mehr so viel übrig für den Anker. Und wird sich der dann so reinreden lassen wollen wie anhand der Anteile zu befürchten ist?

Wenn nichts mehr nachkommt, dann stehen wir in 1-2 Jahren wieder so da wie vor der Insolvenz.

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- parkthebus92 -


Dieser Beitrag wurde zuletzt von deadflower am 09.12.2020 um 11:03 Uhr bearbeitet
Finanzen |#5714
12.12.2020 - 08:17 Uhr
Nach der sportlichen Enttäuschung bekommen wir am Sonntag erst mal ganz transparent erklärt, wie wir zugunsten von Quattrex geschröpft wurden.

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Zusammenlautern
Finanzen |#5715
12.12.2020 - 09:11 Uhr
Zitat von pulder

Es muss auch schriftlich festgehalten werden, ob der Ankerinvestor in die KGaA investiert oder in den e.V.,
oder umgekehrt, egal....... er muss jedenfalls investieren, damit der FCK in die 2. Liga aufsteigt und wenn
der Ankerinvestor dazu nicht bereit ist, soll er bleiben wo der Pfeffer wächst. Dann bezahlen wir die
Quattrex halt mit Grumbeere.daumen-hoch


In einen e. V. kann man nicht "investieren". Deswegen ja die Ausgliederungen im Profissport. Ein e. V. macht keine Gewinne, die er an Anteilseigner oder Mitglieder auszahlt.
Investieren kann man nur in die KgaA. Dortige Gewinne oder Einnahmen aus TV Geldern oder Transfers kann man aber nicht 1:1 an den e. V. durchreichen, weil dem e. V. nicht mehr 100% der KgaA gehören. Ein Teil ginge entsprechend den Anteilen an die anderen Besitzer der KgaA.

Der e. V. bezieht seine Einnahmen primär aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Deswegen auch die ausgemachte Rückzahlung über mehrere Raten. Einzige, im Vergleich lukrative Möglichkeit wäre, Anteile, die der e. V. an der KgaA besitzt, zu verkaufen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von bierle am 12.12.2020 um 09:13 Uhr bearbeitet
Finanzen |#5716
12.12.2020 - 11:51 Uhr
Zitat von bierle
Zitat von pulder

Es muss auch schriftlich festgehalten werden, ob der Ankerinvestor in die KGaA investiert oder in den e.V.,
oder umgekehrt, egal....... er muss jedenfalls investieren, damit der FCK in die 2. Liga aufsteigt und wenn
der Ankerinvestor dazu nicht bereit ist, soll er bleiben wo der Pfeffer wächst. Dann bezahlen wir die
Quattrex halt mit Grumbeere.daumen-hoch


In einen e. V. kann man nicht "investieren". Deswegen ja die Ausgliederungen im Profissport. Ein e. V. macht keine Gewinne, die er an Anteilseigner oder Mitglieder auszahlt.
Investieren kann man nur in die KgaA. Dortige Gewinne oder Einnahmen aus TV Geldern oder Transfers kann man aber nicht 1:1 an den e. V. durchreichen, weil dem e. V. nicht mehr 100% der KgaA gehören. Ein Teil ginge entsprechend den Anteilen an die anderen Besitzer der KgaA.

Der e. V. bezieht seine Einnahmen primär aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Deswegen auch die ausgemachte Rückzahlung über mehrere Raten. Einzige, im Vergleich lukrative Möglichkeit wäre, Anteile, die der e. V. an der KgaA besitzt, zu verkaufen.


Das weiß ich. Das war doch reine Polemik.
Finanzen |#5717
12.12.2020 - 12:28 Uhr
Im übrigen erweisen unsere "Profifußballer" Ihrem Arbeitgeber im Hinblick auf die Dauerkarten- Gutscheine einen Bärendienst.
Ich spreche jetzt beispielhaft von mir, aber ich denke es fällt vielen, die sich mit dem Gedanken beschäftigt haben, jetzt gar nicht mehr ein, einen solchen Gutschein unter den Christbaum zu legen.

Denen muss jetzt mal klar gemacht werden, was sie noch alles kaputt machen mit solchen Auftritten wie gestern, nicht noch den Hintern pudern und Seelenmassage betreiben.
Finanzen |#5718
12.12.2020 - 13:05 Uhr
Die heutige Mitgliederinformation des FCK wirft für mich in puncto Finanzierungsoptionen mehr Frage auf, als sie benantwortet. So heißt es dort:

"Zwar ist eine direkte Veräußerung von Aktien durch den Verein aufgrund der Beachtung des Umwandlungssteuergesetz erst im Jahr 2025 steuerneutral realisierbar - jedoch bietet die Werthaltigkeit der Aktien verschiedene Finanzierungsoptionen des Vereins. "

Welche "verschiedenen Finanzierungsoptionen des Vereins" sind hier gemeint? Die Quattrex-Schulden müssen in einem Zeitraum von zwei Jahren bedient werden. Was hilft dem e.V. da die Wertsteigerung seiner Tochter durch die erfolgte Entschuldung und den Investoreneinstieg, wenn er seine Aktien in diesem Zeitraum aufgrund der Steuerregelungen noch nicht selbst sinnvoll veräußern kann, um die Schulden zu bedienen? Das einzige, was ich mir spontan vorstellen kann ist, dass man durch diese Wertsteigerungen nun wieder kreditwürdig ist und Fremdkapital zum Zwecke einer Umschuldung aufnehmen kann.

Ein Finanztransfer von der KGaA zum e.V. scheint ja nicht möglich zu sein, im Gegenteil muss man den Dienstleistungsvertrag in umgekehrter Richtung zur Finanzierung der Jugendmannschaften bedienen, wie Erfurt ausführte.

Mit Hilfe welcher "Finanzierungsoptionen" will man also die Schulden in den kommenden beiden Jahren abzahlen. Die Wertsteigerung der Tochter scheint mir auf den ersten Blick ein Muster ohne Wert zu sein, jedenfalls führen Erfurt und Kessler nicht aus, wie der e.V. diese zu Cash machen kann.

Hat jemand von den Fachleuten hier verstanden, welche Strategie die Verantwortlichen an diesem Punkt verfolgen könnten?

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Finanzen |#5719
12.12.2020 - 15:38 Uhr
Zitat von Newtrial
Die heutige Mitgliederinformation des FCK wirft für mich in puncto Finanzierungsoptionen mehr Frage auf, als sie benantwortet. So heißt es dort:

"Zwar ist eine direkte Veräußerung von Aktien durch den Verein aufgrund der Beachtung des Umwandlungssteuergesetz erst im Jahr 2025 steuerneutral realisierbar - jedoch bietet die Werthaltigkeit der Aktien verschiedene Finanzierungsoptionen des Vereins. "

Welche "verschiedenen Finanzierungsoptionen des Vereins" sind hier gemeint? Die Quattrex-Schulden müssen in einem Zeitraum von zwei Jahren bedient werden. Was hilft dem e.V. da die Wertsteigerung seiner Tochter durch die erfolgte Entschuldung und den Investoreneinstieg, wenn er seine Aktien in diesem Zeitraum aufgrund der Steuerregelungen noch nicht selbst sinnvoll veräußern kann, um die Schulden zu bedienen? Das einzige, was ich mir spontan vorstellen kann ist, dass man durch diese Wertsteigerungen nun wieder kreditwürdig ist und Fremdkapital zum Zwecke einer Umschuldung aufnehmen kann.

Ein Finanztransfer von der KGaA zum e.V. scheint ja nicht möglich zu sein, im Gegenteil muss man den Dienstleistungsvertrag in umgekehrter Richtung zur Finanzierung der Jugendmannschaften bedienen, wie Erfurt ausführte.

Mit Hilfe welcher "Finanzierungsoptionen" will man also die Schulden in den kommenden beiden Jahren abzahlen. Die Wertsteigerung der Tochter scheint mir auf den ersten Blick ein Muster ohne Wert zu sein, jedenfalls führen Erfurt und Kessler nicht aus, wie der e.V. diese zu Cash machen kann.

Hat jemand von den Fachleuten hier verstanden, welche Strategie die Verantwortlichen an diesem Punkt verfolgen könnten?


Es ginge theoretisch durch Optionsscheine.

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Zusammenlautern
Finanzen |#5720
12.12.2020 - 17:20 Uhr
Gemeint ist die Möglichkeit einer Umschuldung als Zwischenfinanzierung bis 2025. Denn dann können Aktien durch den e.V. direkt veräußert werden ohne, dass das steuerlich negativ wirkt.

Es gibt verschiedene Modelle, aber letztlich geht es darum, die Verbindlichkeiten gegenüber mehreren Gläubigern durch eine einzige Finanzierung abzulösen und dafür Anteile an der Tochtergesellschaft als Sicherheit zu hinterlegen, die ja jetzt schuldenfrei und mit Eigenkapital ausgestattet ist, also tatsächlich einen Wert darstellt der als Sicherheit akzeptabel ist. Der Verein trägt vor allem an dem untergegangenen Darlehen an die Kapitalgesellschaft schwer. Aber eine mittelfristige, vollständige Sanierung ist aus meiner Sicht durchaus machbar. Ambitioniert, aber machbar.

Wie Rainer in seinem souveränen Vortrag heute bereits sagte, stellen die Anteile an der Tochtergesellschaft den wesentlichen Vermögensgegenstand des e.V. dar. Und davon hält der e.V. derzeit noch rund 66%. Bei der Gelegenheit möchte ich mich beim AR und dem Vorstand bedanken, dass er hier wirklich Transparenz hereingebracht hat. Das ist, zumindest beim FCK, ja nun wirklich keine Selbstverständlichkeit.

Klarer jetzt?

Gruß Berti

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Bertikoks - Transfermarkt since 2003. Originalmitgliedsnummer 1686. Keine anonyme Kritik: FCK MGLD 2151
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