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Finanzen

02.12.2019 - 16:18 Uhr
Finanzen |#5721
12.12.2020 - 18:40 Uhr
Beim SR gibt es ein knapp halbstündiges Interview mit unserem Investor Guiseppe Nardi.

Video SR
Finanzen |#5722
12.12.2020 - 18:59 Uhr
Zitat von Bertikoks


Es gibt verschiedene Modelle, aber letztlich geht es darum, die Verbindlichkeiten gegenüber mehreren Gläubigern durch eine einzige Finanzierung abzulösen und dafür Anteile an der Tochtergesellschaft als Sicherheit zu hinterlegen, die ja jetzt schuldenfrei und mit Eigenkapital ausgestattet ist, also tatsächlich einen Wert darstellt der als Sicherheit akzeptabel ist.

Gruß Berti


Als Investor fände ich die Sicherheit einer Tochtergesellschaft nicht akzeptabel unter den gegebenen Bedingungen, dass der FCK nur durch externes EK am Leben gehalten werden kann unter der absoluten sportlichen Erfolgslosigkeit. Keine Ahnung wer eine solche Sicherheit akzeptieren sollte; wahrscheinlich nur Konsorten wie Quattrex und Risikokapital mit entsprechenden Zinssätzen.
Finanzen |#5723
12.12.2020 - 22:34 Uhr
@Virez

Das möchte ich so nicht stehen lassen. Grundsätzlich, also rechtlich betrachtet ist der e.V. Anteilseigner und kann, unabhängig von der 50+1 Regel jederzeit seine gesamten Anteile veräußern. Dass dies steuerrechtlich jetzt nicht geboten ist, liegt auf der Hand. Ob ein bestehender Investor das nun gut findet oder nicht, ist dabei formal betrachtet erst einmal egal. Dass der e.V. sich mit den Partnern in der Kapitalgesellschaft abstimmt, ist natürlich genauso klar. Es muss also eine gemeinsame Lösung gefunden werden. Und das geht.

Wesentliche Voraussetzung für ein positives Ergebnis sind aus meiner Sicht zwei Faktoren. Zum einen das operative Geschäft des e.V. - hier wird es, und muss es aus meiner Sicht darum gehen, anders als unter Klatt, die Einnahmeseite des e.V. zu verbessern. Dazu gehört zwingend auch eine Änderung der Grundwahrnehmung von der Rolle des Vereins in der Gesamtstruktur, um das unangenehme Wort vom Konzern zu vermeiden. Wir müssen die Satzung des e.V. so anpassen, dass auch in Zukunft für jedes Mitglied welches eine JHV besucht ein Mitgestaltungsanspruch besteht, aber auch ein Informationsvorsprung. Nur so können wir vermeiden, eine erhebliche Anzahl von Mitgliedern zu verlieren. Habe ich übrigens Klatt und Bader damals auch genauso gesagt, wir hatten da aber ganz offensichtlich eine unterschiedliche Sicht der Dinge. Mit den aktuellen Mandatsträgern besteht da schon eine deutlich höhere Übereinstimmung, wenn wir auch im Detail, je nach Gesprächspartner, manchmal deutlich auseinander liegen. Aber zurück zum Thema.

Dass Mitglieder darüber hinaus auch zusätzliche Rechte haben sollten, die man knapp gesagt unter den Begriffen Bonus- oder Bindungsprogramm zusammenfassen könnte, sollte ebenfalls einleuchtend sein. Der Kern bleiben jedoch die Informations- und Mitbestimmungsrechte. Allerdings gilt es auch den Dienstleistungsvertrag zwischen e.V. und Kapitalgesellschaft gründlich zu prüfen und an mindestens zwei Stellen nachzujustieren. Das ist aber kein Thema für ein Fußballforum. Ich bitte da um Verständnis.

Unter dieser Voraussetzung wird eine Finanzierung mit einem seriösen Partner sicherlich zu machen sein. Ich würde aber gern mal auf ein mittelfristig erstrebenswertes Ziel zu sprechen kommen, also ein Bild dessen umreißen, wo es meiner Meinung nach hingehen sollte. Wir müssen versuchen eine Konstruktion zu finden, in der unser FCK seine Seele und Identität als familiärer Fanverein, mit flacher Hierarchie, wiederbeleben kann ohne, dass dabei die Interessen der Kapitalgesellschaft auf der Strecke bleiben. Ich glaube auch, dass das möglich ist, wenn wir das richtige Fundament dafür legen können. Wir müssen halt auf allen Seiten akzeptieren, dass wir zukünftig auf zwei Beinen stehen. Sicher stehen, kann man aber nur auf zwei gleich starken Beinen, wie jedem einleuchten wird. Das wird auch in Zukunft kein Selbstläufer, aber ich werde mich weiter dafür engagieren. Abschließend zurück in die Gegenwart. Auf den Boden der Tatsachen, wenn Du so willst. Denn mit einer Sache liegst Du natürlich völlig richtig.

Wir haben uns unter großen Verlusten für viele Menschen, die dem FCK ihr Geld anvertraut haben, eine gute Chance für eine Zukunft zu einem hohen Preis erkauft. Wir haben eine regionale Investorengruppe, die diesen Weg mit uns gehen will. Wenn die Spieler auf der Wiese aber dauerhaft so abliefern wie gestern, ist das am Ende alles egal. Mit Grütze gewinnst Du in diesem Wettkampf keinen Blumentopf und schon gar keine erfolgreiche Zukunft.

Kommen wir da allerdings wieder in die Spur, ist der Rest möglicherweise tatsächlich ambitioniert, aber machbar. Meiner Meinung nach zumindest.


Gruß Berti

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Bertikoks - Transfermarkt since 2003. Originalmitgliedsnummer 1686. Keine anonyme Kritik: FCK MGLD 2151
Finanzen |#5724
13.12.2020 - 01:59 Uhr
Zitat von Bertikoks
@Virez

Das möchte ich so nicht stehen lassen. Grundsätzlich, also rechtlich betrachtet ist der e.V. Anteilseigner und kann, unabhängig von der 50+1 Regel jederzeit seine gesamten Anteile veräußern
Gruß Berti


Mag ja alles sein. Wie du durch diesen Beitrag begründest, dass der e.V. für einen Investor oder eine Bank durch die "bessere Lage" der KgaA finanzierungswürdig sein soll, verstehe ich nicht wirklich. Getrennt von der KgaA sehe ich da auch nicht so die Probleme. Aber sowohl die Anteile im Besitz des Vereins, als auch die Einnahmen sind direkt vom Erfolg der KgaA abhängig.

Und dort gilt weiterhin, dass man ein operatives Minus hat - noch viel mehr seit Corona; oder habe ich irgendwas verpasst? Wenn die KgaA Finanzierungsprobleme hat, was nun mal der Fall ist, wenn nicht zusätzliches EK jede Saison dazugeschossen wird - dann hat der e.V. durch diese doch auch entsprechende Risiken. Daher verstehe ich nicht ganz, wieso du von der "Sicherheit" durch die KgaA sprichst. Eine Sicherheit würde diese für den e.V. nur darstellen, wenn sie alleine wirtschaften könnte. Also ich als Investor oder Bänker würde aktuell sicher keine Anteile an der FCK KGaA als 'Sicherheit' akzeptieren.
Finanzen |#5725
13.12.2020 - 10:57 Uhr
@Virez

Das verstehe ich. Der Exkurs war aber meiner Meinung nach notwendig, um die Einordnung in die Gesamtstruktur vornehmen zu können. Und damit die Stellschrauben zu identifizieren, die für die meisten ja gar nicht ins Thema passen, wenn man vorher nicht ein wenig über das Umfeld redet, indem sich der e.V. aktuell bewegt. Ich setze also nochmal an. Wie ich schon im letzten Beitrag schrieb, hast Du mit einem Punkt absolut recht. Ohne den Erfolg auf der Wiese ist das alles nichts. Darüber sind wir uns ja einig.

Es gibt aber durchaus auch positive Aspekte. So ist die Ausgangslage für die Bewertung der Anteile momentan eine andere, als vor der Insolvenz. Soll heißen, man kann sie überhaupt bewerten. Vorher war das ja eher eine Luftnummer. Die Kapitalgesellschaft fährt ein operatives Minus. Das ist richtig. Aber sie ist nicht mehr überschuldet. Sie ist nicht einmal verschuldet. Sie hat eine ganz andere Eigenkapitalausstattung.

Die Bewertung orientiert sich dabei an einem Mix aus historischem, aktuellem und erwartbarem Umsatz, was in der Corona-Situation natürlich eine zusätzlich Hürde darstellt. Die kann aber den gesamten Profifußball vernichten. Ich kenne interne Zahlen eines traditionsreichen Bundesligavereins. Da wird dir aber völlig anders. Das kann ich dir versichern. Du kannst für die Bewertung der Anteile weiterhin davon ausgehen, dass außerdem der tatsächlich erzielte Preis beim Verkauf der letzten Anteile hinzugezogen wird, weil er einen realen Marktwert abbildet; hinzu kommt eine Bewertung des Potentials und/oder einzelner Assets wie z.B. der Markenrechte. Das wird einen belastbaren Wert ergeben. Dazu einen entsprechenden Sicherheitsabschlag, dann kommst Du schon zu einem Beleihungswert. Dass der Abschlag auf die Bewertung für den Beleihungswert entsprechend hoch ausfallen muss bei unserer Vorgeschichte, ist wohl auch jedem klar.

Kreditnehmer für die Umschuldung ist und bleibt aber der e.V. - und deshalb habe ich mir die Mühe gemacht, dir eine so ausführliche Erwiderung zu schreiben. Um den e.V. dauerhaft zu sanieren, muss er nämlich „laufen“ können. Dazu musst Du zwingend seine laufenden Zahlen unter die Lupe nehmen. Und die gefallen mir aktuell nicht. Die Veränderung der Stellschrauben über Satzung und Dienstleistungsvertrag die ich beschrieben habe, sind deshalb unbedingte Voraussetzung um eine erfolgreiche Sanierung einleiten zu können. Mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass der e.V. innerhalb der Gesamtstruktur gestärkt werden wird und damit auch unsere Identität nicht untergeht. Der Verein muss innerhalb des Verbundes wieder zu einem echten Akteur werden, einer der mittelfristig selbst agieren kann, zum Beispiel durch Aktienrückkäufe aber eben auch mit sozialem Engagement in der Region. Jedenfalls bewerte ich das persönlich so und ich würde schon sagen, dass ich da ziemlich tief im Thema bin.

Ich halte die Sanierung natürlich für ambitioniert. Aber sie ist eben doch machbar, wenn man an den beschrieben Punkten ansetzt. Und außerdem, welche Wahl haben wir denn? Der Weg wurde so beschritten. Es gab Argumente dafür und es gab Argumente dagegen, ihn genauso zu gehen. Aber am Ende des Tages sind die Entscheidungen gefallen. Und sie wurden von den Leuten gefällt, die wir als Mitglieder dafür gewählt haben und von denen, die von diesen Mandatsträgern an der Spitze des e.V. eingesetzt wurden, wie unsere Satzung das derzeit vorsieht. Es ergibt also keinerlei Sinn, von irgendeiner anderen Ausgangsbasis auszugehen, als von genau der, die jetzt gegeben ist, wenn man konstruktiv in die Zukunft blicken will. Ambitioniert ist es freilich schon. Aber das hatte ich ja mehrfach erwähnt.

Das ist es was ich hier sagen wollte. Bekommen wir die Kurve auf der Wiese aber nicht, war das natürlich trotzdem alles für den Eimer.


Gruß Berti

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Bertikoks - Transfermarkt since 2003. Originalmitgliedsnummer 1686. Keine anonyme Kritik: FCK MGLD 2151

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bertikoks am 13.12.2020 um 11:02 Uhr bearbeitet
Finanzen |#5726
12.01.2021 - 21:25 Uhr
Falls jemand Bild+ besitzt, könnte er uns ja erhellen was man beim FCK so verdienen kann!

https://www.bild.de/bild-plus/sport/fussball/fussball/lautern-die-geheimen-gehaelter-beim-1-fc-kaiserslautern-74841062,view=conversionToLogin.bild.html
Finanzen |#5727
12.01.2021 - 21:44 Uhr


... der Schauberger in Hochform. Da wird abgeledert was das Zeug hält. Es geht nicht wirklich um die Gehälter sondern um...

- Lug und Trug der Führung
- exorbitante Gehälter für Drittliga-Verhältnisse
- der Ehrmann-Rauswurf als Skandal und die Hinhalte-Taktik bei der Einigung.
- Sven Höh kann nix und wird keine neuen TW-talente rausbringen
- Wie wir Großaspach beschissen haben! Insolvenz angemeldet und dann einem ablösefreiem Spieler ein Monatsgehlt von 18.000€ geboten.
- Ganze Liga ist sauer auf den FCK
- Porie, Redondo und Ritter bekommen mehr als 20k€
- Prämien erst ab Platz 10
- SOV 300k€, BN 250k€
- und zum Schluss wollen sich Merk und Keßler noch als bezahlte Präsidenten anstellen lassen.

Die Veröffentlichung von Gehältern ist eh eine Frechheit! Auch die Artikel über die anderen Vereine.

Wer das liest, bekommt Brechreiz! Ich zumindest!

Gruß
Wilbads
Finanzen |#5728
12.01.2021 - 21:54 Uhr
Danke dir/euch für die Info, war ja nicht anders zu erwarten, wenn die Bild mal über den FCK schreibt, dann natürlich nur so etwas...

Marschall 3.000,- + Spesen.
Schommers 15.000,- im Monat
Ehrmann bekam 10.000,-
Höh 5.000,-
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Coolwetter am 12.01.2021 um 22:03 Uhr bearbeitet
Finanzen |#5729
12.01.2021 - 21:57 Uhr
Zitat von Coolwetter
Danke dir/euch für die Info, war ja nicht anders zu erwarten, wenn die Bild mal über den FCK schreibt, dann natürlich nur so etwas...


Ich habe mein Posting gelöscht.
@wilbads hat das sehr gut zusammen gefasst.
Der ganze Artikel trieft nur so von Verleumdungen, persönlichen Angriffen und Hetze.
Eckelhaft!
Finanzen |#5730
12.01.2021 - 22:08 Uhr
Das ist der übelste Hetzartikel, der mir je untergekommen ist.

Wenn der Verein das nicht unterbindet, gibt er sich der Lächerlichkeit preis.

Ansonsten gibt es offenbar ein Leck, das Gehaltszahlen weiter gibt. Ich vermute das liegt beim DFB. Ich bezweifle das Buchholz seinen eigenen Besitz sabotiert.
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