Finanzierung der Hertha
26.01.2010 - 17:25 Uhr
23.07.2026 - 11:01 Uhr
Zitat von MArius1892
Wenn man sich die Jahresberichte genau anguckt, kann man aber sehen, dass dem nicht so ist.
Zum einen wurde der Großteil der Anleihe nicht mit dem Kreditlinie finanziert: "For the repayments, the company made full use of the credit facilities
available for this purpose in the form of a long-term promissory note in the amount of
€ 10 million and in the form of current overdraft facilities in the amount of € 16 million on a pro
rata basis."
Der Großteil wurde also mit einem Schuldschein finanziert, dessen Zinsen wir nicht kennen.
Zum anderen ist die Zinslast deutlich gesunken.
Schon im letzten Halbjahr lag sie nur noch bei 2,6 Millionen, verglichen mit 5 Millionen im Vorjahr, obwohl der Effekt ja noch nicht voll eingetreten ist, da die Anleihen ja erst im Laufe des Halbjahres zurückgekauft wurden.
Zitat von Mnemosyne
@hbsc4ever
Vielen Dank! Den Geschäftsbericht habe ich nicht gelesen, obwohl einige nette User ihn mir geschickt hatten.
Da stehts ja drin, 16 Mio Kontokorrent Kreditlinie. Bei allem Respekt für den CFO von Hertha: Niemals im Leben darf man den Kontokorrent belasten, um eine Anleihe, die meiner Erinnerung nach nur noch mit 6 % verzinst ist, abzulösen. Ein Kontokorrent für Hertha kostet mit Sicherheit 10 % und mehr. an Zinsen.
Das ist in meinen Augen dann ein reiner PR Stunt, um der Öffentlichkeit zu zeigen: Schaut her, wir lösen den Bond ab. Das kostet Geld und belastet die Liquidität komplett unnötig. Die Schuldscheine kann ich nicht beurteilen, weil wir den Zins und die Fristen nicht kennen.
Das beeinträchtigt natürlich auch wieder die angenommene Zinslast, die fällt dadurch etwas höher aus, als ich angenommen habe. Und wie du total richtig sagst, wird dadurch ein ausgelasteter Kontokorrent deutlich wahrscheinlicher.
Dennoch kann natürlich eine Zahlung vorfristig im Juni erfolgt sein oder Factoring wurde gemacht. Werden wir vielleicht mit dem Bericht im Oktober (?) erfahren 😊.
@hbsc4ever
Vielen Dank! Den Geschäftsbericht habe ich nicht gelesen, obwohl einige nette User ihn mir geschickt hatten.
Da stehts ja drin, 16 Mio Kontokorrent Kreditlinie. Bei allem Respekt für den CFO von Hertha: Niemals im Leben darf man den Kontokorrent belasten, um eine Anleihe, die meiner Erinnerung nach nur noch mit 6 % verzinst ist, abzulösen. Ein Kontokorrent für Hertha kostet mit Sicherheit 10 % und mehr. an Zinsen.
Das ist in meinen Augen dann ein reiner PR Stunt, um der Öffentlichkeit zu zeigen: Schaut her, wir lösen den Bond ab. Das kostet Geld und belastet die Liquidität komplett unnötig. Die Schuldscheine kann ich nicht beurteilen, weil wir den Zins und die Fristen nicht kennen.
Das beeinträchtigt natürlich auch wieder die angenommene Zinslast, die fällt dadurch etwas höher aus, als ich angenommen habe. Und wie du total richtig sagst, wird dadurch ein ausgelasteter Kontokorrent deutlich wahrscheinlicher.
Dennoch kann natürlich eine Zahlung vorfristig im Juni erfolgt sein oder Factoring wurde gemacht. Werden wir vielleicht mit dem Bericht im Oktober (?) erfahren 😊.
Wenn man sich die Jahresberichte genau anguckt, kann man aber sehen, dass dem nicht so ist.
Zum einen wurde der Großteil der Anleihe nicht mit dem Kreditlinie finanziert: "For the repayments, the company made full use of the credit facilities
available for this purpose in the form of a long-term promissory note in the amount of
€ 10 million and in the form of current overdraft facilities in the amount of € 16 million on a pro
rata basis."
Der Großteil wurde also mit einem Schuldschein finanziert, dessen Zinsen wir nicht kennen.
Zum anderen ist die Zinslast deutlich gesunken.
Schon im letzten Halbjahr lag sie nur noch bei 2,6 Millionen, verglichen mit 5 Millionen im Vorjahr, obwohl der Effekt ja noch nicht voll eingetreten ist, da die Anleihen ja erst im Laufe des Halbjahres zurückgekauft wurden.
Entschuldige, sie haben -wie du selbst zitierst- die „current overdraft facilities genutzt. Und zwar mindestens 7,4 Mio Euro. Du widerlegst dich durch das Zitat ja selbst. Den Schuldschein können wir gesagt nicht beurteilen, weil wir weder Zinssatz noch Fristen kennen.
Die neue Zinslast können wir erst beurteilen, sobald wir den Bericht für das 1 HJ 26 haben. Durch die Zinssenkung der Anleihe, sieht es natürlich zunächst besser aus, warten wir mal ab, ob das so geblieben ist.
Ich bleibe dabei, einen Kontokorrentkredit nützt man niemals, um langfristige Schulden zurück zu zahlen.
23.07.2026 - 11:18 Uhr
Zitat von Mnemosyne
@hbsc4ever
Vielen Dank! Den Geschäftsbericht habe ich nicht gelesen, obwohl einige nette User ihn mir geschickt hatten.
Da stehts ja drin, 16 Mio Kontokorrent Kreditlinie. Bei allem Respekt für den CFO von Hertha: Niemals im Leben darf man den Kontokorrent belasten, um eine Anleihe, die meiner Erinnerung nach nur noch mit 6 % verzinst ist, abzulösen. Ein Kontokorrent für Hertha kostet mit Sicherheit 10 % und mehr. an Zinsen.
Das ist in meinen Augen dann ein reiner PR Stunt, um der Öffentlichkeit zu zeigen: Schaut her, wir lösen den Bond ab. Das kostet Geld und belastet die Liquidität komplett unnötig. Die Schuldscheine kann ich nicht beurteilen, weil wir den Zins und die Fristen nicht kennen.
Das beeinträchtigt natürlich auch wieder die angenommene Zinslast, die fällt dadurch etwas höher aus, als ich angenommen habe. Und wie du total richtig sagst, wird dadurch ein ausgelasteter Kontokorrent deutlich wahrscheinlicher.
Dennoch kann natürlich eine Zahlung vorfristig im Juni erfolgt sein oder Factoring wurde gemacht. Werden wir vielleicht mit dem Bericht im Oktober (?) erfahren 😊.
@hbsc4ever
Vielen Dank! Den Geschäftsbericht habe ich nicht gelesen, obwohl einige nette User ihn mir geschickt hatten.
Da stehts ja drin, 16 Mio Kontokorrent Kreditlinie. Bei allem Respekt für den CFO von Hertha: Niemals im Leben darf man den Kontokorrent belasten, um eine Anleihe, die meiner Erinnerung nach nur noch mit 6 % verzinst ist, abzulösen. Ein Kontokorrent für Hertha kostet mit Sicherheit 10 % und mehr. an Zinsen.
Das ist in meinen Augen dann ein reiner PR Stunt, um der Öffentlichkeit zu zeigen: Schaut her, wir lösen den Bond ab. Das kostet Geld und belastet die Liquidität komplett unnötig. Die Schuldscheine kann ich nicht beurteilen, weil wir den Zins und die Fristen nicht kennen.
Das beeinträchtigt natürlich auch wieder die angenommene Zinslast, die fällt dadurch etwas höher aus, als ich angenommen habe. Und wie du total richtig sagst, wird dadurch ein ausgelasteter Kontokorrent deutlich wahrscheinlicher.
Dennoch kann natürlich eine Zahlung vorfristig im Juni erfolgt sein oder Factoring wurde gemacht. Werden wir vielleicht mit dem Bericht im Oktober (?) erfahren 😊.
Ich denke schon, dass es eine gute Zinseinsparung durch die Umschuldung eines Teils der Anleihe und Verlängerung des Rests gibt.
Die Ausgangslage: 40 Mio. zu 10,5 % mit vierteljährlicher Zinszahlung. Macht 4,2 Mio. jährlich.
Jetzt: 18,8 Mio. zu 6,5 % mit jährlicher Zinszahlung macht 1,2 Mio.
Die Zinsen des Schuldscheins i. H. v. 10 Mio. sind leider nicht bekannt, selbiges gilt für den Kontokorrentkredit. 8 Mio. des Schuldscheins sind erst in über fünf Jahren fällig, 2 Mio. zwischen einem und fünf Jahren. Allerdings ist der Schuldschein durch zukünftige Fernsehgelder (Quelle: Halbjahresbericht zum 31.12.2025) und Verpfändung von Bankguthaben abgesichert und somit in der Seniorität über der Anleihe (ungesichert). Das spricht für einen besseren Zinssatz (< 6,5 %). Der Kontokorrentkreditzins liegt sicherlich über 6,5 % und vermutlich auch über 10,5 %.
Selbst wenn Schuldschein und Kontokorrent jeweils mit 10 % verzinst werden, würden wir uns eine gute Mio. sparen und zumindest die Zinsen der Anleihe zahlen wir nur noch jährlich. Nachteil ist natürlich, dass wir uns einiges an Flexibilität genommen haben.
In Summe steht man wohl aber dennoch etwas besser da als vorher.
Meine Vermutung ist nach wie vor, dass die 6,5 % für die Anleihe nur zustande kamen, weil Hertha den Gläubigern die Pistole auf die Brust gesetzt hat. Keine Verlängerung bedeutet Ausfall.
Die Anleihe handelt momentan auch über dem Nominalwert, was dafür spricht, dass der Markt Hertha als „stabil“ einstuft.
Zum Thema Sparda-Bank noch ein interessanter Fund: Frank Kohler, Vorsitzender des Vorstandes der Sparda-Bank Berlin, ist im Aufsichtsrat der Hertha KGaA.
23.07.2026 - 11:19 Uhr
Zitat von Mnemosyne
Entschuldige, sie haben -wie du selbst zitierst- die „current overdraft facilities genutzt. Und zwar mindestens 7,4 Mio Euro. Du widerlegst dich durch das Zitat ja selbst. Den Schuldschein können wir gesagt nicht beurteilen, weil wir weder Zinssatz noch Fristen kennen.
Die neue Zinslast können wir erst beurteilen, sobald wir den Bericht für das 1 HJ 26 haben. Durch die Zinssenkung der Anleihe, sieht es natürlich zunächst besser aus, warten wir mal ab, ob das so geblieben ist.
Ich bleibe dabei, einen Kontokorrentkredit nützt man niemals, um langfristige Schulden zurück zu zahlen.
Zitat von MArius1892
Wenn man sich die Jahresberichte genau anguckt, kann man aber sehen, dass dem nicht so ist.
Zum einen wurde der Großteil der Anleihe nicht mit dem Kreditlinie finanziert: "For the repayments, the company made full use of the credit facilities
available for this purpose in the form of a long-term promissory note in the amount of
€ 10 million and in the form of current overdraft facilities in the amount of € 16 million on a pro
rata basis."
Der Großteil wurde also mit einem Schuldschein finanziert, dessen Zinsen wir nicht kennen.
Zum anderen ist die Zinslast deutlich gesunken.
Schon im letzten Halbjahr lag sie nur noch bei 2,6 Millionen, verglichen mit 5 Millionen im Vorjahr, obwohl der Effekt ja noch nicht voll eingetreten ist, da die Anleihen ja erst im Laufe des Halbjahres zurückgekauft wurden.
Zitat von Mnemosyne
@hbsc4ever
Vielen Dank! Den Geschäftsbericht habe ich nicht gelesen, obwohl einige nette User ihn mir geschickt hatten.
Da stehts ja drin, 16 Mio Kontokorrent Kreditlinie. Bei allem Respekt für den CFO von Hertha: Niemals im Leben darf man den Kontokorrent belasten, um eine Anleihe, die meiner Erinnerung nach nur noch mit 6 % verzinst ist, abzulösen. Ein Kontokorrent für Hertha kostet mit Sicherheit 10 % und mehr. an Zinsen.
Das ist in meinen Augen dann ein reiner PR Stunt, um der Öffentlichkeit zu zeigen: Schaut her, wir lösen den Bond ab. Das kostet Geld und belastet die Liquidität komplett unnötig. Die Schuldscheine kann ich nicht beurteilen, weil wir den Zins und die Fristen nicht kennen.
Das beeinträchtigt natürlich auch wieder die angenommene Zinslast, die fällt dadurch etwas höher aus, als ich angenommen habe. Und wie du total richtig sagst, wird dadurch ein ausgelasteter Kontokorrent deutlich wahrscheinlicher.
Dennoch kann natürlich eine Zahlung vorfristig im Juni erfolgt sein oder Factoring wurde gemacht. Werden wir vielleicht mit dem Bericht im Oktober (?) erfahren 😊.
@hbsc4ever
Vielen Dank! Den Geschäftsbericht habe ich nicht gelesen, obwohl einige nette User ihn mir geschickt hatten.
Da stehts ja drin, 16 Mio Kontokorrent Kreditlinie. Bei allem Respekt für den CFO von Hertha: Niemals im Leben darf man den Kontokorrent belasten, um eine Anleihe, die meiner Erinnerung nach nur noch mit 6 % verzinst ist, abzulösen. Ein Kontokorrent für Hertha kostet mit Sicherheit 10 % und mehr. an Zinsen.
Das ist in meinen Augen dann ein reiner PR Stunt, um der Öffentlichkeit zu zeigen: Schaut her, wir lösen den Bond ab. Das kostet Geld und belastet die Liquidität komplett unnötig. Die Schuldscheine kann ich nicht beurteilen, weil wir den Zins und die Fristen nicht kennen.
Das beeinträchtigt natürlich auch wieder die angenommene Zinslast, die fällt dadurch etwas höher aus, als ich angenommen habe. Und wie du total richtig sagst, wird dadurch ein ausgelasteter Kontokorrent deutlich wahrscheinlicher.
Dennoch kann natürlich eine Zahlung vorfristig im Juni erfolgt sein oder Factoring wurde gemacht. Werden wir vielleicht mit dem Bericht im Oktober (?) erfahren 😊.
Wenn man sich die Jahresberichte genau anguckt, kann man aber sehen, dass dem nicht so ist.
Zum einen wurde der Großteil der Anleihe nicht mit dem Kreditlinie finanziert: "For the repayments, the company made full use of the credit facilities
available for this purpose in the form of a long-term promissory note in the amount of
€ 10 million and in the form of current overdraft facilities in the amount of € 16 million on a pro
rata basis."
Der Großteil wurde also mit einem Schuldschein finanziert, dessen Zinsen wir nicht kennen.
Zum anderen ist die Zinslast deutlich gesunken.
Schon im letzten Halbjahr lag sie nur noch bei 2,6 Millionen, verglichen mit 5 Millionen im Vorjahr, obwohl der Effekt ja noch nicht voll eingetreten ist, da die Anleihen ja erst im Laufe des Halbjahres zurückgekauft wurden.
Entschuldige, sie haben -wie du selbst zitierst- die „current overdraft facilities genutzt. Und zwar mindestens 7,4 Mio Euro. Du widerlegst dich durch das Zitat ja selbst. Den Schuldschein können wir gesagt nicht beurteilen, weil wir weder Zinssatz noch Fristen kennen.
Die neue Zinslast können wir erst beurteilen, sobald wir den Bericht für das 1 HJ 26 haben. Durch die Zinssenkung der Anleihe, sieht es natürlich zunächst besser aus, warten wir mal ab, ob das so geblieben ist.
Ich bleibe dabei, einen Kontokorrentkredit nützt man niemals, um langfristige Schulden zurück zu zahlen.
Ich habe ja auch nicht gesagt, dass sie die nicht genutzt haben, nur dass der Großteil eben durch einen unbekannten Schuldschein finanziert wurde und das die Zinslast um einiges gesunken ist.
Abgesehen davon kann man das auch nicht nur auf die Zinssenkung der Anleihe zurückführen.
Die Zinslast bei den Anleihen ist um 40% gesunken, die gesamte Zinslast ist jedoch stärker gesunken.
Ich gebe dir recht, dass man das erst wirklich gut mit weiteren Zahlen oder Informationen zu den Schuldscheinen/Kreditlinien bewerten könnte, aber auf den ersten Blick auf die vorhandenen Zahlen sieht es nach einer relativ erfolgreichen Umschuldung aus.
23.07.2026 - 11:55 Uhr
Zitat von Mnemosyne
Ich weiß, ich habe hier lange nicht geschrieben, es ging mir gesundheitlich nicht so gut, meine Kraft reichte nur für ein bisschen HSV.
Dazu aber noch einmal kurz zur Einordnung. Was wissen wir?
- Zum Jahreswechsel lag nur ein sehr dünnes Polster an flüssigen Mitteln vor, von den ca. 6 Mio Euro waren knapp 4 in Besicherungsgeschäften gebunden, es waren also nur 2,X Mio Euro auf dem Konto verfügbar. Deutlich weniger als eine Monatsausgabe, da allein die Gehälter ja bei etwa 3,7 Mio/Monat liegen.
- Wir wissen, dass Hertha, wie alle Bundesligisten und Unternehmen, Kontokorrentkredite Rahmen hat. Die sind quasi wie ein Überziehungskredit beim privaten Konto. Wir wissen nicht, wie hoch dieser Rahmen derzeit ist. Vor einigen Jahren wurde mal von etwa 22 Mio Euro berichtet, da hatte Hertha aber auch noch ein ganz anderes Eigenkapital. Vielleicht sind es heute 10 Mio Euro? Das ist etwa die Größenordnung, die der HSV hat.
- Wir wissen, dass im ersten Halbjahr ein Mini Gewinn ausgewiesen wurde (0,6 Mio Euro?). In diesem Halbjahresergebnis waren auf der einen Seite Transfererlöse von 14,5 Mio und Nachzahlungserlöse aus Transfers von 7 Mio Euro (?) enthalten. Auf der anderen Seite gab es nach meiner Erinnerung Sonderabschreibungen von etwa 5,5 oder 6 Mio Euro. Den Pokal lasse ich mal raus, weil das Viertelfinale die zweite Saisonhälfte ja auch positiv beeinflusst haben wird. Saldiert kommen wir auf grob 15 Mio Einmalerträge, die im ersten Halbjahr flossen. Das Resultat aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit, lag also bei ungefähr - 14 Mio Euro. Das ist die strukturelle Unterdeckung pro Halbjahr, wenigstens ungefähr und bei den Ausgaben /Einnahmen des Vorjahres.
- Wir wissen, dass erhebliche Transferüberschüsse erzielt werden müssen, um die Lizenz zu erhalten. Die genaue Höhe ist unklar, die vom Vorstand genannten 12 bis 15 Mio Euro ignoriere ich mal, zu unwahr sind Angaben aus dieser Quelle in der Vergangenheit gewesen.
- Wir wissen, dass der Gehaltsetat erheblich gesenkt werden muss, um das strukturelle Defizit zu senken. Dies gilt insbesondere, weil es keine weiteren Einsparpotentiale mit großem Volumen gibt.
Was vermuten wir?
- Einen Liquiditätsengpass im Juni 2026.
Was schließen wir aus unserem Wissen und den Vermutungen?
1. Liquidität
Damit es im Juni zu einem Engpass kommen konnte, müssten mehrere Faktoren zusammenkommen:
- leere Konten
- Kontokorrentkredite weitgehend oder vollkommen ausgereizt
- kein ausreichender Mittelzufluss aus Dauerkarten - und Hospitality Verkauf
- keine sofortiges Factoring zu erwartender Ablösen (Factoring = Flüssigmachen einer Forderung gegen Gebühren, bevor eigentlicher Fälligkeit). Zumindest die Wolfsburg Forderung ist ja bombensicher, die kann blitzschnell zu Bargeld werden
Letzteres (Dauerkarten) hilft bei der Liquidität ja normalerweise über die spielfreie Zeit hinweg,
Mir erscheint es eher unwahrscheinlich, dass ein CFO letztere Option ausgelassen hätte. Ein auf Grund laufen der Liquidität ist eine Katastrophe, die man sich gern erspart. Daher halte ich es für gut möglich, dass es knapp war und schnell gehandelt werden musste, nicht aber wirklich gefährlich.
2. Resultat 2 HJ
Da die strukturelle Unterdeckung von 14 Mio Euro ja auch im 2 HJ Fortbestand hatte, ist das erwartete Basisergebnis - 14 Mio Euro. Das wird natürlich noch modifiziert durch Merchergebnis 2 HJ vs. erstes Halbjahr, Anzahl der zahlenden Zuschauer pro Halbjahr, eventuelle Zahlungsausfälle von Sponsoren etc., die aus Hertha Kreisen genannten 12 Mio Euro Verlust für das Gesamtjahr erscheinen plausibel.
Ich halte ganz wenig davon, Transfereinnahmen der Folgeperiode ins 2 HJ 26 zu buchen, man kann das zwar argumentieren, es macht aber einen schlechten Eindruck. Ich habe auch Zweifel wegen der Aufghebunsverträgen mit den Spielern, die werden ja üblicherweise so geschlossen, dass der abgebende Verein bis zum 30.06. einschließlich weiter zahlt. Dennoch kann man es wohl tun.
Die bisher geflossenen 25 Mio Ablöse (wobei ja wohl mindestens 20 Mio im Juni fixiert wurden), würden also ausreichen, um ein positives Ergebnis zu erzwingen (Hier auch Vorsicht wegen der Besteuerung, Verlustvorträge können ja nicht mehr für den gesamten Gewinn geltend gemacht werden). Dies ginge dann allerdings zu Lasten der Periode 26/27.
3. Ausgangssituation 26/27
Nehmen wir mal an, Hertha entschließt sich 14 Mio in 25/26 zu buchen. Dann ergäbe sich für das Jahr ein kleiner Gewinn, sähe erst mal gut aus. Die Ausgangssituation für 26/27 wird dadurch aber sehr beeinträchtigt. Wir erinnern uns, die Unterdeckung lag bei 28 Mio Euro.
Hertha spart Stand heute ca. 10 bis 11 Mio bei Gehältern. Die Abschreibungen sinken kaum noch, weil ja nichts mehr zum Abschreiben da ist. Sagen wir pauschale Einsparungen (Staff, Akademie etc.) 1 Mio Euro. Dazu Einsparungen durch die Nordic Bondveränderung und Umschuldung auf private Kredite, sagen wir 1,5 Mio Zinsen aufs Jahr weniger. Dann sind wir, Stand jetzt, bei großzügig geschätzten 13,5 Mio Euro Einsparung.
Was positiv ins Gewicht fallen wird, ist der Abgang der Hochverdiener, weil dadurch die Beratergebühren (oft 10 % des Gehalts dauerhaft) entfallen. Sagen wir die sinken auf die Hälfte, dann würden noch ca. 4 Mio entfallen.
Bleibt eine Unterdeckung von 10,5 Mio. Dazu kommt dann die Verringerung des Fernsehgeldes (3,1 Mio (?)) und ein etwas kleinerer Hauptsponsor (0,5 Mio). Andere Veränderungen (Zuschauer, Merch, Pokal etc.) müsste ich raten, es gibt aber natürlich dort Chancen und Risiken. Dann sind wir wieder bei 14,1.
Die im Moment erzielten 11 Mio verbleibender Transferüberschuss (14 der 25 Mio haben wir ja in 25/25 verbraten)m würden eine Unterdeckung von 3,1 Mio Euro für 26/27 belassen. Das ist dann ohne irgendwelche Neuzugänge und Gehälter sowie Nebenkosten (Berater / Handgeld).
Hertha ist also auch jetzt nur sehr bedingt handlungsfähig, sollte dringend noch mindestens einen guten Verkauf machen, damit bescheiden investiert und eine echte schwarze Null angepeilt werden kann. Diese dann immer noch mit erheblichen Sondererlösen.
Um eine echte schwarze Null zu erreichen, muss der Pool aus Beraterkosten (8 Mio ?) und Personalkosten (46 Mio) um ca. 25 Mio sinken. Also Berater auf 2 und Gehalt auf 27 Mio. Erst dann wäre Hertha stabil und selbstfinanziert
Sorry für langen Text, musste es aufdröseln.
Zitat von marvstar
Ich habe jetzt nochmal einen Tag drüber nachgedacht über die ganzen Infos.
Für mich macht das Gesamtbild aber keinen Sinn.
Selbst, wenn man mit ordentlich Verbindlichkeiten aus der Saison gegangen ist und der ein oder andere Vertrag noch bis zum 01.07 bezahlt werden musste....dürfte das nicht solche Kreise ziehen.
Nach meiner Logik hätte uns dann, wenn es wirklich so schlimm ist, bspw. ein zu langer Poker von Reese, Cuisance oder Ernst womöglich zahlungsunfähig gemacht.
Dem ggü. stehen aber 12 Abgänge (darunter nahezu alle Großverdiener) und Einnahmen von 25,5 Mio.
D.h. ab dem 01.07. wurden die Gehaltskosten der Spieler mal locker um 10-12 Mio reduziert. Zusammen mit den Ablösesummen, dürfte man die Belastung also um gute 37 Mio reduziert haben (gedanklich zumindest).
Dem ggü. stelle ich jetzt mal die Gegenbehauptung, dass es alles gar nicht so dramatisch war Ende Juni - ggf. wurden nur Umschichtungen nicht zeitgerecht getätigt oder Ähnliches.
Auf die Frage, warum noch kein Spieler verpflichtet werden konnte, lautet die Antwort: Weil man zunächst die wichtigsten Ziele (Einnahmen, drastische Etatreduzierung) erreichen wollte und dann den Kader im Trainingslager nochmal unter die Lupe nehmen wollte, um ihn dann mit dem "Schattenkader" abzugleichen.
Mir ist klar, dass sich viele hier ein anderes Vorgehen erhofft haben oder eine andere Ansicht zu der Finanzthematik haben, aber irgendwie sind mir - nach längerem Nachdenken - ein paar Sachen zu dramatisch.
Und wir sind jetzt eben in genau der Situation, wie 100te Vereine auch. Wir sind gezwungen die guten Spieler zu verkaufen und das Mittelmaß bleibt zurück. Elversberg, Heidenheim usw. machen das seit Jahren so. Nur unser Anspruch mal eine starke Startelf zu haben ohne große Defizite lässt uns zu negativ urteilen.
Wie viele zurecht kritisiert haben, passten unser Spieleretat und unsere Ziele nicht zu dem Saisonergebnis in den letzten 3 Jahren. Aktuell passt Kaderwert/Spieleretat zu diesen Saisonergebnissen, wenn alle halbwegs ihre Form haben. Holt man jetzt noch 2-3 Leihspieler dazu mit etwas höherer Qualität passt zumindest das in der Balance zusammen, find ich.
Sollte man sich vlt auch mal darüber Gedanken machen. Platz 9, 11 und 7 rechtfertigen langsam keinen hochklassigen Kader mehr. Irgendwann ist eben Schluss damit über seinen Verhältnissen zu planen und zu wirtschaften.
Ich habe jetzt nochmal einen Tag drüber nachgedacht über die ganzen Infos.
Für mich macht das Gesamtbild aber keinen Sinn.
Selbst, wenn man mit ordentlich Verbindlichkeiten aus der Saison gegangen ist und der ein oder andere Vertrag noch bis zum 01.07 bezahlt werden musste....dürfte das nicht solche Kreise ziehen.
Nach meiner Logik hätte uns dann, wenn es wirklich so schlimm ist, bspw. ein zu langer Poker von Reese, Cuisance oder Ernst womöglich zahlungsunfähig gemacht.
Dem ggü. stehen aber 12 Abgänge (darunter nahezu alle Großverdiener) und Einnahmen von 25,5 Mio.
D.h. ab dem 01.07. wurden die Gehaltskosten der Spieler mal locker um 10-12 Mio reduziert. Zusammen mit den Ablösesummen, dürfte man die Belastung also um gute 37 Mio reduziert haben (gedanklich zumindest).
Dem ggü. stelle ich jetzt mal die Gegenbehauptung, dass es alles gar nicht so dramatisch war Ende Juni - ggf. wurden nur Umschichtungen nicht zeitgerecht getätigt oder Ähnliches.
Auf die Frage, warum noch kein Spieler verpflichtet werden konnte, lautet die Antwort: Weil man zunächst die wichtigsten Ziele (Einnahmen, drastische Etatreduzierung) erreichen wollte und dann den Kader im Trainingslager nochmal unter die Lupe nehmen wollte, um ihn dann mit dem "Schattenkader" abzugleichen.
Mir ist klar, dass sich viele hier ein anderes Vorgehen erhofft haben oder eine andere Ansicht zu der Finanzthematik haben, aber irgendwie sind mir - nach längerem Nachdenken - ein paar Sachen zu dramatisch.
Und wir sind jetzt eben in genau der Situation, wie 100te Vereine auch. Wir sind gezwungen die guten Spieler zu verkaufen und das Mittelmaß bleibt zurück. Elversberg, Heidenheim usw. machen das seit Jahren so. Nur unser Anspruch mal eine starke Startelf zu haben ohne große Defizite lässt uns zu negativ urteilen.
Wie viele zurecht kritisiert haben, passten unser Spieleretat und unsere Ziele nicht zu dem Saisonergebnis in den letzten 3 Jahren. Aktuell passt Kaderwert/Spieleretat zu diesen Saisonergebnissen, wenn alle halbwegs ihre Form haben. Holt man jetzt noch 2-3 Leihspieler dazu mit etwas höherer Qualität passt zumindest das in der Balance zusammen, find ich.
Sollte man sich vlt auch mal darüber Gedanken machen. Platz 9, 11 und 7 rechtfertigen langsam keinen hochklassigen Kader mehr. Irgendwann ist eben Schluss damit über seinen Verhältnissen zu planen und zu wirtschaften.
Ich weiß, ich habe hier lange nicht geschrieben, es ging mir gesundheitlich nicht so gut, meine Kraft reichte nur für ein bisschen HSV.
Dazu aber noch einmal kurz zur Einordnung. Was wissen wir?
- Zum Jahreswechsel lag nur ein sehr dünnes Polster an flüssigen Mitteln vor, von den ca. 6 Mio Euro waren knapp 4 in Besicherungsgeschäften gebunden, es waren also nur 2,X Mio Euro auf dem Konto verfügbar. Deutlich weniger als eine Monatsausgabe, da allein die Gehälter ja bei etwa 3,7 Mio/Monat liegen.
- Wir wissen, dass Hertha, wie alle Bundesligisten und Unternehmen, Kontokorrentkredite Rahmen hat. Die sind quasi wie ein Überziehungskredit beim privaten Konto. Wir wissen nicht, wie hoch dieser Rahmen derzeit ist. Vor einigen Jahren wurde mal von etwa 22 Mio Euro berichtet, da hatte Hertha aber auch noch ein ganz anderes Eigenkapital. Vielleicht sind es heute 10 Mio Euro? Das ist etwa die Größenordnung, die der HSV hat.
- Wir wissen, dass im ersten Halbjahr ein Mini Gewinn ausgewiesen wurde (0,6 Mio Euro?). In diesem Halbjahresergebnis waren auf der einen Seite Transfererlöse von 14,5 Mio und Nachzahlungserlöse aus Transfers von 7 Mio Euro (?) enthalten. Auf der anderen Seite gab es nach meiner Erinnerung Sonderabschreibungen von etwa 5,5 oder 6 Mio Euro. Den Pokal lasse ich mal raus, weil das Viertelfinale die zweite Saisonhälfte ja auch positiv beeinflusst haben wird. Saldiert kommen wir auf grob 15 Mio Einmalerträge, die im ersten Halbjahr flossen. Das Resultat aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit, lag also bei ungefähr - 14 Mio Euro. Das ist die strukturelle Unterdeckung pro Halbjahr, wenigstens ungefähr und bei den Ausgaben /Einnahmen des Vorjahres.
- Wir wissen, dass erhebliche Transferüberschüsse erzielt werden müssen, um die Lizenz zu erhalten. Die genaue Höhe ist unklar, die vom Vorstand genannten 12 bis 15 Mio Euro ignoriere ich mal, zu unwahr sind Angaben aus dieser Quelle in der Vergangenheit gewesen.
- Wir wissen, dass der Gehaltsetat erheblich gesenkt werden muss, um das strukturelle Defizit zu senken. Dies gilt insbesondere, weil es keine weiteren Einsparpotentiale mit großem Volumen gibt.
Was vermuten wir?
- Einen Liquiditätsengpass im Juni 2026.
Was schließen wir aus unserem Wissen und den Vermutungen?
1. Liquidität
Damit es im Juni zu einem Engpass kommen konnte, müssten mehrere Faktoren zusammenkommen:
- leere Konten
- Kontokorrentkredite weitgehend oder vollkommen ausgereizt
- kein ausreichender Mittelzufluss aus Dauerkarten - und Hospitality Verkauf
- keine sofortiges Factoring zu erwartender Ablösen (Factoring = Flüssigmachen einer Forderung gegen Gebühren, bevor eigentlicher Fälligkeit). Zumindest die Wolfsburg Forderung ist ja bombensicher, die kann blitzschnell zu Bargeld werden
Letzteres (Dauerkarten) hilft bei der Liquidität ja normalerweise über die spielfreie Zeit hinweg,
Mir erscheint es eher unwahrscheinlich, dass ein CFO letztere Option ausgelassen hätte. Ein auf Grund laufen der Liquidität ist eine Katastrophe, die man sich gern erspart. Daher halte ich es für gut möglich, dass es knapp war und schnell gehandelt werden musste, nicht aber wirklich gefährlich.
2. Resultat 2 HJ
Da die strukturelle Unterdeckung von 14 Mio Euro ja auch im 2 HJ Fortbestand hatte, ist das erwartete Basisergebnis - 14 Mio Euro. Das wird natürlich noch modifiziert durch Merchergebnis 2 HJ vs. erstes Halbjahr, Anzahl der zahlenden Zuschauer pro Halbjahr, eventuelle Zahlungsausfälle von Sponsoren etc., die aus Hertha Kreisen genannten 12 Mio Euro Verlust für das Gesamtjahr erscheinen plausibel.
Ich halte ganz wenig davon, Transfereinnahmen der Folgeperiode ins 2 HJ 26 zu buchen, man kann das zwar argumentieren, es macht aber einen schlechten Eindruck. Ich habe auch Zweifel wegen der Aufghebunsverträgen mit den Spielern, die werden ja üblicherweise so geschlossen, dass der abgebende Verein bis zum 30.06. einschließlich weiter zahlt. Dennoch kann man es wohl tun.
Die bisher geflossenen 25 Mio Ablöse (wobei ja wohl mindestens 20 Mio im Juni fixiert wurden), würden also ausreichen, um ein positives Ergebnis zu erzwingen (Hier auch Vorsicht wegen der Besteuerung, Verlustvorträge können ja nicht mehr für den gesamten Gewinn geltend gemacht werden). Dies ginge dann allerdings zu Lasten der Periode 26/27.
3. Ausgangssituation 26/27
Nehmen wir mal an, Hertha entschließt sich 14 Mio in 25/26 zu buchen. Dann ergäbe sich für das Jahr ein kleiner Gewinn, sähe erst mal gut aus. Die Ausgangssituation für 26/27 wird dadurch aber sehr beeinträchtigt. Wir erinnern uns, die Unterdeckung lag bei 28 Mio Euro.
Hertha spart Stand heute ca. 10 bis 11 Mio bei Gehältern. Die Abschreibungen sinken kaum noch, weil ja nichts mehr zum Abschreiben da ist. Sagen wir pauschale Einsparungen (Staff, Akademie etc.) 1 Mio Euro. Dazu Einsparungen durch die Nordic Bondveränderung und Umschuldung auf private Kredite, sagen wir 1,5 Mio Zinsen aufs Jahr weniger. Dann sind wir, Stand jetzt, bei großzügig geschätzten 13,5 Mio Euro Einsparung.
Was positiv ins Gewicht fallen wird, ist der Abgang der Hochverdiener, weil dadurch die Beratergebühren (oft 10 % des Gehalts dauerhaft) entfallen. Sagen wir die sinken auf die Hälfte, dann würden noch ca. 4 Mio entfallen.
Bleibt eine Unterdeckung von 10,5 Mio. Dazu kommt dann die Verringerung des Fernsehgeldes (3,1 Mio (?)) und ein etwas kleinerer Hauptsponsor (0,5 Mio). Andere Veränderungen (Zuschauer, Merch, Pokal etc.) müsste ich raten, es gibt aber natürlich dort Chancen und Risiken. Dann sind wir wieder bei 14,1.
Die im Moment erzielten 11 Mio verbleibender Transferüberschuss (14 der 25 Mio haben wir ja in 25/25 verbraten)m würden eine Unterdeckung von 3,1 Mio Euro für 26/27 belassen. Das ist dann ohne irgendwelche Neuzugänge und Gehälter sowie Nebenkosten (Berater / Handgeld).
Hertha ist also auch jetzt nur sehr bedingt handlungsfähig, sollte dringend noch mindestens einen guten Verkauf machen, damit bescheiden investiert und eine echte schwarze Null angepeilt werden kann. Diese dann immer noch mit erheblichen Sondererlösen.
Um eine echte schwarze Null zu erreichen, muss der Pool aus Beraterkosten (8 Mio ?) und Personalkosten (46 Mio) um ca. 25 Mio sinken. Also Berater auf 2 und Gehalt auf 27 Mio. Erst dann wäre Hertha stabil und selbstfinanziert
Sorry für langen Text, musste es aufdröseln.
Das ist übrigens das Erste wirlich Sinnvolle was ich hier zu diesem Thema gelesen habe.
Danke daüfr und gute Saison für den HSV - und vor allem Gesundheit für DIch.
23.07.2026 - 11:59 Uhr
„Allerdings ist der Schuldschein durch zukünftige Fernsehgelder (Quelle: Halbjahresbericht zum 31.12.2025) und Verpfändung von Bankguthaben abgesichert“
Was ist alles gibt, um einen Schuldschein „abzusichern“! Sowas sicheres und konstantes wie Herthas zukünftige TV-Einnahmen?!
Dann werden wohl die Gläubiger auch sehr die Daumen drücken, dass wir nicht absteigen
Was ist alles gibt, um einen Schuldschein „abzusichern“! Sowas sicheres und konstantes wie Herthas zukünftige TV-Einnahmen?!
Dann werden wohl die Gläubiger auch sehr die Daumen drücken, dass wir nicht absteigen
23.07.2026 - 11:59 Uhr
Zitat von MArius1892
Wenn man sich die Jahresberichte genau anguckt, kann man aber sehen, dass dem nicht so ist.
Zum einen wurde der Großteil der Anleihe nicht mit dem Kreditlinie finanziert: "For the repayments, the company made full use of the credit facilities
available for this purpose in the form of a long-term promissory note in the amount of
€ 10 million and in the form of current overdraft facilities in the amount of € 16 million on a pro
rata basis."
Der Großteil wurde also mit einem Schuldschein finanziert, dessen Zinsen wir nicht kennen.
Zum anderen ist die Zinslast deutlich gesunken.
Schon im letzten Halbjahr lag sie nur noch bei 2,6 Millionen, verglichen mit 5 Millionen im Vorjahr, obwohl der Effekt ja noch nicht voll eingetreten ist, da die Anleihen ja erst im Laufe des Halbjahres zurückgekauft wurden.
Zitat von Mnemosyne
@hbsc4ever
Vielen Dank! Den Geschäftsbericht habe ich nicht gelesen, obwohl einige nette User ihn mir geschickt hatten.
Da stehts ja drin, 16 Mio Kontokorrent Kreditlinie. Bei allem Respekt für den CFO von Hertha: Niemals im Leben darf man den Kontokorrent belasten, um eine Anleihe, die meiner Erinnerung nach nur noch mit 6 % verzinst ist, abzulösen. Ein Kontokorrent für Hertha kostet mit Sicherheit 10 % und mehr. an Zinsen.
Das ist in meinen Augen dann ein reiner PR Stunt, um der Öffentlichkeit zu zeigen: Schaut her, wir lösen den Bond ab. Das kostet Geld und belastet die Liquidität komplett unnötig. Die Schuldscheine kann ich nicht beurteilen, weil wir den Zins und die Fristen nicht kennen.
Das beeinträchtigt natürlich auch wieder die angenommene Zinslast, die fällt dadurch etwas höher aus, als ich angenommen habe. Und wie du total richtig sagst, wird dadurch ein ausgelasteter Kontokorrent deutlich wahrscheinlicher.
Dennoch kann natürlich eine Zahlung vorfristig im Juni erfolgt sein oder Factoring wurde gemacht. Werden wir vielleicht mit dem Bericht im Oktober (?) erfahren 😊.
@hbsc4ever
Vielen Dank! Den Geschäftsbericht habe ich nicht gelesen, obwohl einige nette User ihn mir geschickt hatten.
Da stehts ja drin, 16 Mio Kontokorrent Kreditlinie. Bei allem Respekt für den CFO von Hertha: Niemals im Leben darf man den Kontokorrent belasten, um eine Anleihe, die meiner Erinnerung nach nur noch mit 6 % verzinst ist, abzulösen. Ein Kontokorrent für Hertha kostet mit Sicherheit 10 % und mehr. an Zinsen.
Das ist in meinen Augen dann ein reiner PR Stunt, um der Öffentlichkeit zu zeigen: Schaut her, wir lösen den Bond ab. Das kostet Geld und belastet die Liquidität komplett unnötig. Die Schuldscheine kann ich nicht beurteilen, weil wir den Zins und die Fristen nicht kennen.
Das beeinträchtigt natürlich auch wieder die angenommene Zinslast, die fällt dadurch etwas höher aus, als ich angenommen habe. Und wie du total richtig sagst, wird dadurch ein ausgelasteter Kontokorrent deutlich wahrscheinlicher.
Dennoch kann natürlich eine Zahlung vorfristig im Juni erfolgt sein oder Factoring wurde gemacht. Werden wir vielleicht mit dem Bericht im Oktober (?) erfahren 😊.
Wenn man sich die Jahresberichte genau anguckt, kann man aber sehen, dass dem nicht so ist.
Zum einen wurde der Großteil der Anleihe nicht mit dem Kreditlinie finanziert: "For the repayments, the company made full use of the credit facilities
available for this purpose in the form of a long-term promissory note in the amount of
€ 10 million and in the form of current overdraft facilities in the amount of € 16 million on a pro
rata basis."
Der Großteil wurde also mit einem Schuldschein finanziert, dessen Zinsen wir nicht kennen.
Zum anderen ist die Zinslast deutlich gesunken.
Schon im letzten Halbjahr lag sie nur noch bei 2,6 Millionen, verglichen mit 5 Millionen im Vorjahr, obwohl der Effekt ja noch nicht voll eingetreten ist, da die Anleihen ja erst im Laufe des Halbjahres zurückgekauft wurden.
Ich habe nochmal nachgeschaut und bin einigermaßen schockiert.
Du hast recht: Im Halbjahresbericht zum 31.12.2025 steht in Appendix 2 (Income Statement): Zinslast ~2,6 Mio. (01.07. – 31.12.2025) und 5,003 Mio. (01.07. – 31.12.2024). Das macht erstmal stutzig.
Schaut man im Halbjahresbericht zum 31.12.2024 (gleicher Bericht für den Vorjahreszeitraum), findet man im Appendix 2 (Income Statement): Zinslast ~2,3 Mio.
Die Zahl (5,003 Mio.), die im Halbjahresbericht zum 31.12.2025 für den Vorjahreszeitraum genannt wird, ist schlicht falsch.
Die exakt gleiche Zahl (5,003 Mio.) findet man im Jahresbericht zum 30.06.2025 (01.07.2024 – 30.06.2025). Dort steht unter „Zinslast“ für das volle Geschäftsjahr 24/25 eine Zinslast von exakt 5,003 Mio.
Es wurde also das zweite Halbjahr 2024 mit dem gesamten Geschäftsjahr 2024/25 verwechselt. Andere Positionen in dem Income Statement weichen ebenfalls ab, andere stimmen hingegen. Es wurde also nicht einfach das falsche Income Statement kopiert, sondern scheinbar willkürlich einzelne Line-Items.
So ein Fehler ist absolut amateurhaft und man kann schon Irreführung (Zinslast halbiert) unterstellen.
Ich muss mir das nochmal in einer ruhigen Minute anschauen, aber es sieht nach einem groben Schnitzer aus.
23.07.2026 - 12:02 Uhr
Zitat von hbsc4ever
... Meine Vermutung ist nach wie vor, dass die 6,5 % für die Anleihe nur zustande kamen, weil Hertha den Gläubigern die Pistole auf die Brust gesetzt hat. Keine Verlängerung bedeutet Ausfall. ...
... Meine Vermutung ist nach wie vor, dass die 6,5 % für die Anleihe nur zustande kamen, weil Hertha den Gläubigern die Pistole auf die Brust gesetzt hat. Keine Verlängerung bedeutet Ausfall. ...
Kleiner Zusatz, so stimmt das nicht ganz.
Es gibt nicht wenige Leute, die in dem Fall Hertha geholfen haben ohne einen finanziellen Verlust zu machen.
Man konnte die Anleihe damals vorher für z.Bsp. 92% über die Börse kaufen. Später hat man der Zinssenkung von 10.5% auf 6,5% zugestimmt und so Hertha geholfen.
Dafür gab es zum Dank 1% und man konnte einige Zeit später die Anleihe zu 100% Wert zurück geben.
Beispiel:
- Kauf Hertha Anleihe Wert 10.000 Euro für 9.200 €
- dann 100 € Dankes Prämie für die Zustimmung zur Zinsabsenkung auf 6,5% bekommen
- Hertha Anleihe zurück an Hertha gegeben für 100%
Unterm Strich 900 Euro Gewinn bei 9.200 € die man ins Risiko investiert hat. Wenn man noch vorher gekauft hat kann der Gewinn auch höher sein da man noch Zinsen eingenommen hat.
Grüße McLibero
23.07.2026 - 14:32 Uhr
Zitat von hbsc4ever
Ich habe nochmal nachgeschaut und bin einigermaßen schockiert.
Du hast recht: Im Halbjahresbericht zum 31.12.2025 steht in Appendix 2 (Income Statement): Zinslast ~2,6 Mio. (01.07. – 31.12.2025) und 5,003 Mio. (01.07. – 31.12.2024). Das macht erstmal stutzig.
Schaut man im Halbjahresbericht zum 31.12.2024 (gleicher Bericht für den Vorjahreszeitraum), findet man im Appendix 2 (Income Statement): Zinslast ~2,3 Mio.
Die Zahl (5,003 Mio.), die im Halbjahresbericht zum 31.12.2025 für den Vorjahreszeitraum genannt wird, ist schlicht falsch.
Die exakt gleiche Zahl (5,003 Mio.) findet man im Jahresbericht zum 30.06.2025 (01.07.2024 – 30.06.2025). Dort steht unter „Zinslast“ für das volle Geschäftsjahr 24/25 eine Zinslast von exakt 5,003 Mio.
Es wurde also das zweite Halbjahr 2024 mit dem gesamten Geschäftsjahr 2024/25 verwechselt. Andere Positionen in dem Income Statement weichen ebenfalls ab, andere stimmen hingegen. Es wurde also nicht einfach das falsche Income Statement kopiert, sondern scheinbar willkürlich einzelne Line-Items.
So ein Fehler ist absolut amateurhaft und man kann schon Irreführung (Zinslast halbiert) unterstellen.
Ich muss mir das nochmal in einer ruhigen Minute anschauen, aber es sieht nach einem groben Schnitzer aus.
Zitat von MArius1892
Wenn man sich die Jahresberichte genau anguckt, kann man aber sehen, dass dem nicht so ist.
Zum einen wurde der Großteil der Anleihe nicht mit dem Kreditlinie finanziert: "For the repayments, the company made full use of the credit facilities
available for this purpose in the form of a long-term promissory note in the amount of
€ 10 million and in the form of current overdraft facilities in the amount of € 16 million on a pro
rata basis."
Der Großteil wurde also mit einem Schuldschein finanziert, dessen Zinsen wir nicht kennen.
Zum anderen ist die Zinslast deutlich gesunken.
Schon im letzten Halbjahr lag sie nur noch bei 2,6 Millionen, verglichen mit 5 Millionen im Vorjahr, obwohl der Effekt ja noch nicht voll eingetreten ist, da die Anleihen ja erst im Laufe des Halbjahres zurückgekauft wurden.
Zitat von Mnemosyne
@hbsc4ever
Vielen Dank! Den Geschäftsbericht habe ich nicht gelesen, obwohl einige nette User ihn mir geschickt hatten.
Da stehts ja drin, 16 Mio Kontokorrent Kreditlinie. Bei allem Respekt für den CFO von Hertha: Niemals im Leben darf man den Kontokorrent belasten, um eine Anleihe, die meiner Erinnerung nach nur noch mit 6 % verzinst ist, abzulösen. Ein Kontokorrent für Hertha kostet mit Sicherheit 10 % und mehr. an Zinsen.
Das ist in meinen Augen dann ein reiner PR Stunt, um der Öffentlichkeit zu zeigen: Schaut her, wir lösen den Bond ab. Das kostet Geld und belastet die Liquidität komplett unnötig. Die Schuldscheine kann ich nicht beurteilen, weil wir den Zins und die Fristen nicht kennen.
Das beeinträchtigt natürlich auch wieder die angenommene Zinslast, die fällt dadurch etwas höher aus, als ich angenommen habe. Und wie du total richtig sagst, wird dadurch ein ausgelasteter Kontokorrent deutlich wahrscheinlicher.
Dennoch kann natürlich eine Zahlung vorfristig im Juni erfolgt sein oder Factoring wurde gemacht. Werden wir vielleicht mit dem Bericht im Oktober (?) erfahren 😊.
@hbsc4ever
Vielen Dank! Den Geschäftsbericht habe ich nicht gelesen, obwohl einige nette User ihn mir geschickt hatten.
Da stehts ja drin, 16 Mio Kontokorrent Kreditlinie. Bei allem Respekt für den CFO von Hertha: Niemals im Leben darf man den Kontokorrent belasten, um eine Anleihe, die meiner Erinnerung nach nur noch mit 6 % verzinst ist, abzulösen. Ein Kontokorrent für Hertha kostet mit Sicherheit 10 % und mehr. an Zinsen.
Das ist in meinen Augen dann ein reiner PR Stunt, um der Öffentlichkeit zu zeigen: Schaut her, wir lösen den Bond ab. Das kostet Geld und belastet die Liquidität komplett unnötig. Die Schuldscheine kann ich nicht beurteilen, weil wir den Zins und die Fristen nicht kennen.
Das beeinträchtigt natürlich auch wieder die angenommene Zinslast, die fällt dadurch etwas höher aus, als ich angenommen habe. Und wie du total richtig sagst, wird dadurch ein ausgelasteter Kontokorrent deutlich wahrscheinlicher.
Dennoch kann natürlich eine Zahlung vorfristig im Juni erfolgt sein oder Factoring wurde gemacht. Werden wir vielleicht mit dem Bericht im Oktober (?) erfahren 😊.
Wenn man sich die Jahresberichte genau anguckt, kann man aber sehen, dass dem nicht so ist.
Zum einen wurde der Großteil der Anleihe nicht mit dem Kreditlinie finanziert: "For the repayments, the company made full use of the credit facilities
available for this purpose in the form of a long-term promissory note in the amount of
€ 10 million and in the form of current overdraft facilities in the amount of € 16 million on a pro
rata basis."
Der Großteil wurde also mit einem Schuldschein finanziert, dessen Zinsen wir nicht kennen.
Zum anderen ist die Zinslast deutlich gesunken.
Schon im letzten Halbjahr lag sie nur noch bei 2,6 Millionen, verglichen mit 5 Millionen im Vorjahr, obwohl der Effekt ja noch nicht voll eingetreten ist, da die Anleihen ja erst im Laufe des Halbjahres zurückgekauft wurden.
Ich habe nochmal nachgeschaut und bin einigermaßen schockiert.
Du hast recht: Im Halbjahresbericht zum 31.12.2025 steht in Appendix 2 (Income Statement): Zinslast ~2,6 Mio. (01.07. – 31.12.2025) und 5,003 Mio. (01.07. – 31.12.2024). Das macht erstmal stutzig.
Schaut man im Halbjahresbericht zum 31.12.2024 (gleicher Bericht für den Vorjahreszeitraum), findet man im Appendix 2 (Income Statement): Zinslast ~2,3 Mio.
Die Zahl (5,003 Mio.), die im Halbjahresbericht zum 31.12.2025 für den Vorjahreszeitraum genannt wird, ist schlicht falsch.
Die exakt gleiche Zahl (5,003 Mio.) findet man im Jahresbericht zum 30.06.2025 (01.07.2024 – 30.06.2025). Dort steht unter „Zinslast“ für das volle Geschäftsjahr 24/25 eine Zinslast von exakt 5,003 Mio.
Es wurde also das zweite Halbjahr 2024 mit dem gesamten Geschäftsjahr 2024/25 verwechselt. Andere Positionen in dem Income Statement weichen ebenfalls ab, andere stimmen hingegen. Es wurde also nicht einfach das falsche Income Statement kopiert, sondern scheinbar willkürlich einzelne Line-Items.
So ein Fehler ist absolut amateurhaft und man kann schon Irreführung (Zinslast halbiert) unterstellen.
Ich muss mir das nochmal in einer ruhigen Minute anschauen, aber es sieht nach einem groben Schnitzer aus.
Wow, dass darf nicht passieren und auch Wirtschaftsprüfern niemals durchrutschen. Krasser Fehler. Ich halte es für gut möglich, dass die Zinseinsparung aufs Jahr -trotz Kontokorrent Nutzung- bei über 1 Mio Euro liegt, die vermutlich möglichen 1,6 Mio Einsparung, werden aber nicht erreicht werden. Sollte der Kontokorrent, wie von uns vermutet, im Juni voll ausgelastet gewesen sein, kostet der ja alleine in dem einen Monat ca. 200.000 Euro (Kontokorrent liegt für Firmen derzeit zwischen ca. 7 und 15 % Jahreszins, ich befürchte Hertha wird deutlich im zweistelligen Bereich sein, weil es negatives EK gibt).
Schauen wir mal auf die Zahlen zum Halbjahr, dann können wir die einzelnen Komponenten abschätzen.
29.07.2026 - 10:03 Uhr
Quelle: Kicker
"Die getätigten Spielerverkäufe sind Teil unserer Finanzplanung und der notwendigen Konsolidierung. Wir sind dadurch in der Lage, Verträge von Schlüsselspielern zu verlängern und gezielt neue Spieler mit passenden Profilen zu verpflichten. Wir haben uns, abgestimmt zwischen Geschäftsführung und Gremien, eine wirtschaftlich verantwortungsvolle Transferstrategie und Vertragslogik auferlegt." Es bestehe "keine finanzielle Zwangslage", so Huschen. "Der Verein wirtschaftet im Rahmen seiner definierten Budget- und Finanzplanung und erfüllt seine wirtschaftlichen Ziele innerhalb dieser Parameter."
29.07.2026 - 10:19 Uhr
Quelle: Kicker
(....)Die Verkäufe von Eichhorn und Reese wurden dem Vernehmen nach aus bilanziellen Gründen noch im alten Geschäftsjahr verbucht.(....)
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