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Finanzierung der Hertha

26.01.2010 - 17:25 Uhr
Finanzierung der Hertha |#8451
21.07.2026 - 11:54 Uhr
Zitat von wacken
Zitat von Donhelli

Hier im Thread auf Nur lesenswerte Beiträge anzeigen klicken, dann ab Seite 35 einfach mal die restlichen 9 Seiten lesen (den einen oder anderen Beitrag überlesen) und schon hat man die Möglichkeit ziemlich umfassend über Herthas (tatsächliche) Finanzen seit 2023 ins Bild gesetzt zu werden.
Da werden auch für diejenigen die sich mit Finanzen nicht so auskennen dezidiert die Bilanzen und veröffentlichte Berichte analysiert und interpretiert.


Ich weiß nicht genau, was du mir in Bezug auf meinen Beitrag damit mitteilen möchstest? Ich bin über die finanzielle Misswirtschaft dieses Vereins in den letzten über 20 Jahren (leider) ausreichend informiert.


Da hast Du natürlich recht, ich bin wohl etwas mit den offenen Tabs + copy und paste , massiv OT (1860/Sparda) durcheinander gekommen, sorry . Warum ich nun zitieren gedrückt hatte --- ???

Alter Mann, moderne Technik und Hertha macht Hertha typische Dinge... das verwirrt mich 🙃

Meine Intention war ja eigentlich allen die aus den Wolken fallen oder es nicht glauben wollen(oder den Verantwortlichen "Glauben" schenken ) einen Blick über bzw. von außerhalb des Tellerrandes in die Hertha Blase zu ermöglichen .

•     •     •

Wir sind so wie wir sind, das Berliner Sorgenkind!

Ein gepflegter Pessimismus ist viel angebrachter: läufts schlecht, hatte man wenigstens Recht, läufts gut, ist man positiv überrascht…

Das ist Zirkus, das ist Infantino-Unterhaltung, das ist auch schon mal Jubel-Fernsehen, beziehungsweise Jubel-Streaming.

#NoQuitInNY

Finanzierung der Hertha |#8452
21.07.2026 - 11:56 Uhr
Zitat von wacken
Zitat von bschuss

Es passt also durchaus alles irgendwie zusammen, die anderen Insider bestätigen das ja auch indirekt, dass da was dran ist.


Sollte man aber klar differenzieren. Was hier aktuell behauptet wird, ist ein Liquiditätsproblem im Juni. Das ist der letzte Monat des alten Geschäftsjahres und wenn Zahlungen des Hauptsponsors ausbleiben und man (mal wieder) schlecht geplant hat, dann macht es für mich erstmal durchaus Sinn, dass es dort entsprechende Probleme gab.

Aktuell sind wir aber im neuen Geschäftsjahr, haben neue (Haupt-)Sponsoren und zudem deutlich über 20mio eingenommen. Es ist schlicht unmöglich, dass Hertha aktuell Liquiditätsprobleme hat. Man scheint allerdings klar zu priorisieren, dass diese Mehreinnahmen nicht mehr in den Kader fließen, sondern die zukünftige Finanzierung des laufenden Betriebs, der bei uns ja historisch immer schon defizitär war und ist, sicherstellen. Daher halte ich aktuelle Ängste um Insolvenzen auch für deutlich übertrieben. Es gibt mWn in den letzten 20 Jahren keinen Fall einer Insolvenz in den ersten beiden deutschen Ligen, sondern immer unterhalb in Liga 3 oder 4. Oberhalb hat man in der Regel einfach ausreichend Substanz, um dann auch wieder liquide Mittel zu erzeugen. Andererseits würde mich bei uns auch nichts mehr wundern.

Was mich an der ganzen Sache einfach unheimlich stört, ist eine völlig konfuse Kommunikation. Der Trainer wünscht sich öffentlich Neuzugänge, der Finanzchef sagt, dass Hertha finanziell immer in der Lage ist, unter die Top 3 zu kommen und der neue Geschäftsführer fährt zeitgleich einen harten Konsilidierungskurs. Ich frage mich, ob intern überhaupt alle wissen, was nächstes Jahr das eigentlich Ziel ist und wie die mittelfristigen Planungen aussehen.

Am Ende lässt man die Mitglieder aber mal wieder völlig im Regen stehen. Die Unruhe wächst jeden Tag, es gibt keinerlei Euphorie auf die neue Saison und insgesamt begibt man sich damit in eine Situation, die so viel Negativität beinhaltet, dass bereits ein missglückter Saisonstart als Auslöser reicht, um eine Saison im Tabellenkeller herbeizuführen. Das könnte man alles mit einer transparenten Kommunikation lösen. Klar mitteilen, wie die aktuellen Einnahmen eingesetzt werden und bis wann die Konsolidierung abgeschlossen sein soll. Ehrlich kommunizieren, dass bis dahin nur der Klassenerhalt zählt. Echte Jugendförderung durchziehen. Das würde mMn auch auf ein gewisses Verständniss stoßen, da die allermeisten Fans, die das hier seit Jahren verfolgen eine nachhaltige finanzielle Gesundung sicherlich unterstützen.

Aktuell macht man aber einfach nichts. Und begeht damit mMn einen schwerwiegenden Fehler, der auch die neue Saison stark beeinflussen kann.


Ich beziehe mich mal auf deinen Beitrag. Dass sich das Liquiditätsproblem lediglich auf den Juni bezog - ist das dein Informationsstand oder Spekulation? Soll gar nicht provokativ gemeint sein, aber je nachdem, woher dies kommt, verändert es die Situation zumindest bis zu einem gewissen Grad, weil es bedeuten würde, dass wir durch die (teuren) Abgänge und neue Sponsoren zumindest nicht derart in den Abgrund "gedrückt" werden, trotz weiterhin sehr angespannter finanzieller Situation.

Was das Thema Insolvenz in den ersten beiden Ligen angeht, stimmt es, dass es (fast) keine Vereine gibt, die davon betroffen waren. Hertha ist aber leider ein Sonderfall, weil die Schulden nicht nur exorbitant hoch waren (und in vielen Bereichen noch sind), sondern weil man trotz des Abstiegs immer weiter über den Verhältnissen gelebt hat und stark ins Risiko gegangen ist, um wieder aufzusteigen. Was bekanntlich seit drei Jahren überdeutlich misslang. Dadurch hat man seine Position derart geschwächt, dass man nun keine andere Wahl hatte, als Qualität und numerisch viele Spieler abzugeben.

An einen ähnlichen Fall kann ich mich nicht erinnern. Vielleicht hinsichtlich der Schulden noch Schalke, aber sie haben aufgrund der TV-Gelder, Mitgliederbeiträgen etc. ganz andere Möglichkeiten im Bereich der Einnahmen, zumal sie mit einem veränderterten Konzept recht schnell die Kurve bekommen haben und wieder aufgestiegen sind.
Finanzierung der Hertha |#8453
21.07.2026 - 12:08 Uhr
@Donhelli

Alles gut, war auch nicht böse gemeint. Dachte nur im ersten Moment, du wolltest mir was mitteilen. 😉

Zitat von Fussballclown

Ich beziehe mich mal auf deinen Beitrag. Dass sich das Liquiditätsproblem lediglich auf den Juni bezog - ist das dein Informationsstand oder Spekulation? Soll gar nicht provokativ gemeint sein, aber je nachdem, woher dies kommt, verändert es die Situation zumindest bis zu einem gewissen Grad, weil es bedeuten würde, dass wir durch die (teuren) Abgänge und neue Sponsoren zumindest nicht derart in den Abgrund "gedrückt" werden, trotz weiterhin sehr angespannter finanzieller Situation.


Ich bezog mich dabei auf die Insider-Informationen, die hier geteilt wurden. Das Geschäftsjahr geht im Fussball immer bis zum 30.06. Wenn dann Zahlungen des Hauptsponsors ausbleiben und mal wieder extrem eng geplant wurde, dann macht es ja durchaus Sinn, dass die Liquidität hintenraus eng wurde. Aber aktuell kann und darf das niemals ein akutes Problem sein. Die BZ hat mal berichtet, dass man für die aktuelle Saison mit einem Profi-Gehaltsetat von 22,5mio plant. Da sollten die aktuellen Einnahmen schon erstmal reichen, um etwas über Wasser zu bleiben, wenn man kaum etwas davon refinanziert - wohlwissend, dass es auch andere Kostenpunkte gibt.

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41.21.1.

"Evolutionstheorie: wir stammen vom Affen ab.
Falsch Charles, der Mensch stammt von Waffen ab"
Finanzierung der Hertha |#8454
21.07.2026 - 12:16 Uhr
Zitat von HBSCLover

Ich hoffe wirklich, dass man es schafft die Klasse zu halten und endlich mal vermehrt auf die Jugend setzt, da wir auf die Ablösesummen angewiesen sind. Sollte man nicht die Klasse halten können sind wir finanziell völlig am Ende und die Insolvenz kann beantragt werden.


Ich weiß nicht, ob ein "Ende mit Schrecken" nicht vielleicht sinnvoller wäre, als ein "Schrecken ohne Ende"?

Ich meine, selbst wenn man es irgendwie schafft, sämtliche Spieler zu Geld zu machen, die noch etwas einbringen (z. B. Winkler, Dardai, Gechter) und mit einem dadurch extrem abgespeckten Kader die Klasse zu halten, dann verbessert sich die Situation dadurch doch auch nicht zwangsläufig.
Die TV-Einnahmen werden weiter sinken.
Der Zuschauerschnitt im bei den Heimspielen wird weiter sinken.
Die Werbeeinnahmen werden weiter sinken.

Zudem laufen im Sommer nächsten Jahres nach aktuellem Stand sage und schreibe 15 (!!) Verträge aus.
Das ist dann zwar eine Chance, den Kader weiter rundzuerneuern, aber was können wir potenziellen Neuzugängen denn im nächsten Sommer eher bieten, wenn wir schon in diesem Sommer keine Spieler von uns überzeugen können?

Und wir haben auch nicht endlos viele Mazas oder Eichhorns in der Akademie, die wir jedes Jahr für 9-12 Millionen verkaufen können.

Ich weiß also ehrlich nicht, ob dem Verein mit einem Ausverkauf und einer miserablen Saison (selbst wenn sie irgendwie doch mit dem Klassenerhalt beendet werden sollte) wirklich geholfen wäre.

Dass die 2. Liga kein Ort ist, um sich "gesundzuschrumpfen" oder gar zu sanieren, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Entweder es geht nach oben oder es geht nach unten. Einen allzu langen Verbleib in der 2. Liga kann sich ein so verschuldeter Verein wie Hertha schlicht nicht leisten. Irgendwann gehen dann eben die Lichter aus. Und die Frage ist halt, wie lange der Verein das durchhält.

Vielleicht wäre eine geordnete Insolvenz und ein kompletter Neuanfang in der 5. oder 6. Liga (keine Ahnung, was dann möglich wäre) - OHNE jegliche Altlasten (aber eben auch weitestgehend ohne Kapital) - doch nicht die allerschlechteste Überlegung?!

Dass es uns gelingt, in der 2. Liga finanziell zu gesunden, sehe ich absolut nicht.
Nicht ohne weitere externe Geldgeber.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Waldmeister49 am 21.07.2026 um 12:17 Uhr bearbeitet
Finanzierung der Hertha |#8455
21.07.2026 - 12:19 Uhr
Zitat von wacken
Zitat von bschuss

Es passt also durchaus alles irgendwie zusammen, die anderen Insider bestätigen das ja auch indirekt, dass da was dran ist.


Sollte man aber klar differenzieren. Was hier aktuell behauptet wird, ist ein Liquiditätsproblem im Juni. Das ist der letzte Monat des alten Geschäftsjahres und wenn Zahlungen des Hauptsponsors ausbleiben und man (mal wieder) schlecht geplant hat, dann macht es für mich erstmal durchaus Sinn, dass es dort entsprechende Probleme gab.

Aktuell sind wir aber im neuen Geschäftsjahr, haben neue (Haupt-)Sponsoren und zudem deutlich über 20mio eingenommen. Es ist schlicht unmöglich, dass Hertha aktuell Liquiditätsprobleme hat. Man scheint allerdings klar zu priorisieren, dass diese Mehreinnahmen nicht mehr in den Kader fließen, sondern die zukünftige Finanzierung des laufenden Betriebs, der bei uns ja historisch immer schon defizitär war und ist, sicherstellen. Daher halte ich aktuelle Ängste um Insolvenzen auch für deutlich übertrieben. Es gibt mWn in den letzten 20 Jahren keinen Fall einer Insolvenz in den ersten beiden deutschen Ligen, sondern immer unterhalb in Liga 3 oder 4. Oberhalb hat man in der Regel einfach ausreichend Substanz, um dann auch wieder liquide Mittel zu erzeugen. Andererseits würde mich bei uns auch nichts mehr wundern.

Was mich an der ganzen Sache einfach unheimlich stört, ist eine völlig konfuse Kommunikation. Der Trainer wünscht sich öffentlich Neuzugänge, der Finanzchef sagt, dass Hertha finanziell immer in der Lage ist, unter die Top 3 zu kommen und der neue Geschäftsführer fährt zeitgleich einen harten Konsilidierungskurs. Ich frage mich, ob intern überhaupt alle wissen, was nächstes Jahr das eigentlich Ziel ist und wie die mittelfristigen Planungen aussehen.

Am Ende lässt man die Mitglieder aber mal wieder völlig im Regen stehen. Die Unruhe wächst jeden Tag, es gibt keinerlei Euphorie auf die neue Saison und insgesamt begibt man sich damit in eine Situation, die so viel Negativität beinhaltet, dass bereits ein missglückter Saisonstart als Auslöser reicht, um eine Saison im Tabellenkeller herbeizuführen. Das könnte man alles mit einer transparenten Kommunikation lösen. Klar mitteilen, wie die aktuellen Einnahmen eingesetzt werden und bis wann die Konsolidierung abgeschlossen sein soll. Ehrlich kommunizieren, dass bis dahin nur der Klassenerhalt zählt. Echte Jugendförderung durchziehen. Das würde mMn auch auf ein gewisses Verständniss stoßen, da die allermeisten Fans, die das hier seit Jahren verfolgen eine nachhaltige finanzielle Gesundung sicherlich unterstützen.

Aktuell macht man aber einfach nichts. Und begeht damit mMn einen schwerwiegenden Fehler, der auch die neue Saison stark beeinflussen kann.


Bitte mit einen lächelnden Augen sehen, aber ...

Aussage 1 --> Es ist schlicht unmöglich, dass Hertha aktuell Liquiditätsprobleme hat.
Unmöglich? Bist du dir da soooo sicher????? Unmöglich ist gar nix. Ich hab mal ne Kollegin nach n Date gefragt, Antwort war: Eher friet die Hölle zu. Jetzt haben wir zwei Kinder, Haus und Hühner.

Aussage 2 --> Es gibt mWn in den letzten 20 Jahren keinen Fall einer Insolvenz in den ersten beiden deutschen Ligen, sondern immer unterhalb in Liga 3 oder 4.
Zum Einen arbeiten wir bei Hertha anscheinend mit Hochdruck daran, hier dein Kriterium der 3. Liga zu erfüllen und zum anderen Part fällt mir nur die Situation ein, dass man behauptete es gab es noch nie und dein Kumpel meint: Halt mal mein Bier. Irgendeiner muss halt der erste sein und Hertha arbeitet mit Hochdruck anscheinend daran.

Aussage 3 --> Oberhalb hat man in der Regel einfach ausreichend Substanz, um dann auch wieder liquide Mittel zu erzeugen.
Diese Substanz haben wir diesen Sommer verkauft. Neue Werte können wir nur über den Spielbetrieb generieren (Spielerwerte). Aber dazu bedarf es auch fähiges Personal im Trainerteam. Das sehe ich persönlich nicht so. Darüber hinaus brauchst du dafür 2-3 Jahre Zeit, denn die Eichhorns, die innerhalb einer Saison durch die Decke gehen wachsen nicht auf Bäumen. Und andere Substanzen kann Hertha nicht verticken. Hertha hat nix!

Aussage 4 --> Was mich an der ganzen Sache einfach unheimlich stört, ist eine völlig konfuse Kommunikation.
Da bin ich bei dir, aber das zeigt doch, dass sich die Herren da selbst alle in die Taschen lügen. Selbst jene innerhalb des Vereins verkennen anscheinende die Zeichen der Zeit. Der Schuldner will seine Schulden nicht wahrhaben und will weiter in seinem schicken Einfamilienhaus im Speckgürtel wohnen, obwohl er seit Jahren Mietschulden hat.

Wie gesagt, alles garniert mit ordentlich Galgenhumor. Denn ja, du hast vollkommen Recht. Wenn man offen und ehrlich alles kommunizieren würde, würde die öffentliche Erwartungshaltung und Unterstützung sofort eine andere sein, ABER dann müsste man ja zugeben, dass man allein auf der letzten MV (wieder einmal) in Bezug auf die Finanzen allen nur etwas vorgemacht hat. Und diese Blöße will man sich öffentlich nicht geben.
Finanzierung der Hertha |#8456
21.07.2026 - 12:27 Uhr
Nur zum Verständnis mal eine Frage in den Raum geworfen:

20 Millionen Transfereinnahmen sind nicht 20 Mio. liquide Mittel oder?

Also meines Wissen meint ein Verkauf von Rees an Wolfsburg für 8 Mio. heutzutage nicht, dass da direkt 8 Mio. auf dein Konto fließen, sondern Teilzahlungen erfolgen bis die 8 Mio. erreicht sind, oder?

Sind nicht diese Aussagen - wir haben 20 Mio. eingenommen durch Transfers, also ist Geld da, wahrscheinlich so nicht zutreffend. Sind es nicht eher 20 Mio. in der Bilanz aber bei weitem nicht auf dem Konto?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von soki1072_2 am 21.07.2026 um 12:30 Uhr bearbeitet
Finanzierung der Hertha |#8457
21.07.2026 - 12:28 Uhr
Zitat von Fussballclown

Dass sich das Liquiditätsproblem lediglich auf den Juni bezog - ist das dein Informationsstand oder Spekulation? Soll gar nicht provokativ gemeint sein, aber je nachdem, woher dies kommt, verändert es die Situation zumindest bis zu einem gewissen Grad, weil es bedeuten würde, dass wir durch die (teuren) Abgänge und neue Sponsoren zumindest nicht derart in den Abgrund "gedrückt" werden, trotz weiterhin sehr angespannter finanzieller Situation.
...
Ausgangslage zum 31.12.2025 (lt. Geschäftsbericht)
Bankguthaben: 6 Mio EUR , davon frei verfügbar lediglich 2 Mio EUR
Forderungen: 16 Mio EUR bzw. 15 Mio EUR wg. CC24
ggü.
Verpflichtungen <1 Jahr: 20 Mio EUR

Nur weil Transfererlöse von 15 Mio enthalten waren, wurde überhaupt ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis +0,4 Mio. EUR erzielt. Entfallen nun 15 Mio. EUR Transfererlöse, ergibt sich überschlägig:
operatives Halbjahresergebnis: +0,4 Mio minus 15 Mio = ca. -14,6 Mio. EUR

Abzgl. Abschreibungen von rund 1 Mio. EUR, die nicht zahlungswirksam sind, läge der tatsächliche operative Cash-Abfluss immer noch bei ungefähr 13-14 Mio. EUR Fehlbetrag innerhalb von sechs Monaten.

Da frei verfügbare Liquidität lediglich etwa 2 Mio. EUR vorhanden war stellt sich die Frage, ob man den genügenden Teil Forderungen von 16 Mio zu Geld machen konnte .

Auf der anderen Seite stehen kurzfristige Verpflichtungen <1 Jahr von 20 Mio, alleine 6 Mio von Lieferanten, im Bericht. Da ist mal die eine oder andere Rechnung liegen lassen ein Mittel cash out zu verschieben.

Also von den Eckdaten her sehr knapp und durchaus plausibel, dass die Insiderinfo Zahlungsschwierigkeit im Juni passt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von -I892- am 21.07.2026 um 12:42 Uhr bearbeitet
Finanzierung der Hertha |#8458
21.07.2026 - 12:35 Uhr
Ich meine JEDER weiß, dass wir in Argen finanziellen Nöten sind und die vermeintlich goldenen Zeiten vorbei sind.
Das Hauptthema bleibt die katastrophale Kommunikation!
Man spricht mit den Fans wie mit kleinen Kindern.
Es werden Dauerkarten verkauft und man verspricht einen Plan und es muss sich keiner Sorgen machen usw.
Görlich geht einen falschen Weg! Anstelle die Fans mit ins Boot zu nehmen werden diese vertröstet.
Ich stelle mir vor man bietet Dauerkarten in drei Kategorien an.
Erstens den normalen Preis je Kategorie also Sitzplatz.
Zusätzlich bietest Bronze, Silber und Gold Dauerkarten an.
Jede Karte enthält die gleiche Leistung aber wird jeweils teurer.
Beispielsweise wird die Bronze Ostkurvenkarte 30€ teurer, die Silberne 50€ und die Goldene 75€ teurer. Du kannst deine Verbundenheit und besondere Unterstützung damit zum Ausdruck bringen. Du unterstützt den Verein ein bisschen finanziell und zeigst wie sehr du zum Verein stehst.
Das wäre, egal wie doof das Beispiel sein mag, ein Schulterschluss zwischen Verein und Fans.
Das gleiche machst du dann in höheren Preiskategorien mit höheren Steigungen zwischen Bronze und Gold Dauerkarte.
Das wäre offen und transparent, das wäre ehrlich!
Das wäre auf Augenhöhe.

•     •     •

Hertha ist Liebe und LEIDENschaft.
Im schlimmsten Fall eine sexuelle Ausrichtung.
—————————————-
Der Kluge lernt aus allem und von jedem,
der Normale aus seinen Erfahrungen
und der Dumme weiß alles besser.

Sokrates
Finanzierung der Hertha |#8459
21.07.2026 - 13:37 Uhr
Puhh hier ist ja einiges passiert. Ich würde behaupten durch die Transfererlöse ist der Verein fürs erste finanziell deutlich besser aufgestellt.

Die Nachricht mit den Engpässen in der Liquidität sind die Auswirkungen der ersten zwei Jahre 2. Bundesliga. Das dritte Jahr sah im Halbjahr deutlich besser aus auch wenn hier sportlicher Erfolg wieder in keinem Verhältnis stand. Zur Erinnerung: Man sieht eben die Auswirkungen von so großen Veränderungen erst ein Jahr später. Auch wenn wir Stand jetzt 25 Mio. € eingenommen haben werden diese nicht in der bald veröffentlichten Bilanz & GuV zum Stichtag auftauchen. Dort werden wir eher erneut die Begründung sehen (hoher Personalaufwand) warum man sich jetzt von so vielen Spielern folgerichtig getrennt hat.

Man hat hier gestern und heute viele Aussagen gelesen, dass sich manche vorstellen können, dass Mitarbeiter der Sparda Bank uns helfen werden oder die richtigen kritischen Fragen stellen. Ich kann mir das zu 99% nicht vorstellen. Klar können Sie bei der Verhandlung zum Sponsoring Fragen stellen und wie Jedermann die Bilanz einsehen, aber Sponsoring ist ja mal so weit weg von Beratung zu den Finanzen im operativen Geschäft. Mit dem Sponsoring haben die uns doch schon genug geholfen.

Auch die Aussage, dass Spielerberater/andere Vereine durch das Durchsehen unserer Bilanz ja bestens Bescheid wüssten - sorry nein.
Man braucht Einsicht in die Nebenbücher, welche aus gutem Grund nicht öffentlich sind, um im Detail mehr Aussagen über die Finanzen zu treffen. Spielerberatern wird es reichen ganz grob Bescheid zu wissen über die finanzielle Lage der Vereine durch Artikel von Medien und Aussagen anderer Spieler . Ich denke tatsächlich bis auf die spanische Liga wird da gar nicht drauf geachtet, ob Vereine bekannt dafür sind Gehälter pünktlich zu zahlen.
Finanzierung der Hertha |#8460
21.07.2026 - 14:52 Uhr
Wahnsinn … ganz viel Kraft in die Hauptstadt!
Eure Foren-JonnyC
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