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Finanzlage der Eintracht

23.12.2006 - 12:55 Uhr
Finanzlage der Eintracht |#5451
30.03.2026 - 22:30 Uhr
Zitat von Melech
Ich glaube das hier ggf. sogar eine bilanzielle Besonderheit eine Rolle spielt, die @Ridikulus eventuell übersehen hat (reine Vermutung):

Die Eintracht Frankfurt Fußball AG bilanziert nicht nach dem Kalenderjahr sondern passend zum Sportbetrieb/der Saison zum 30.06.

Im Oktober 2025 vorgestellt und im Februar 2026 veröffentlicht, wurde der Jahresabschluss zum 30.06.2025, also zur Saison 24/25. Die hier immer wieder zitierte Champions League aus dieser Saison ist in den Zahlen dementsprechend noch gar nicht berücksichtigt. Die Frage "Wieso haben wir einen Verlust, obwohl wir doch CL spielen", stellt sich hier also noch gar nicht.

Darüber hinaus hat man in der Saison 23/24 einen Gewinn von 27 Millionen erwirtschaftet, konnte sich den Verlust also quasi leisten.

Viele der Transferausgaben, die man getätigt hat, machen sich auch erst so richtig in den Zahlen 24/25 bemerkbar. Wir haben 23/24 und 24/25 erstmals rund 90 Millionen Transferausgaben getätigt. Das sind in Summe 180 Mio. EUR, die natürlich die Position Abschreibung massiv erhöhen (siehe dazu Jahresabschluss) und sich in den folgenden Jahren erst bemerkbar machen.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir mit den CL Einnahmen für die Saison 25/26 wieder einen Gewinn ausweisen. In den Jahren darauf wird man aber weiterhin die Auswirkungen davon merken, dass wir für Burkhardt und Doan über 40 Millionen ausgegeben haben, da wir diese nun über die Vertragslaufzeit abschreiben müssen, obwohl die Transfers aus Laien-/Fansicht im Kopf längst abgeschlossen sind.


Wir sprechen doch seit Seiten über das aktuelle Geschäftsjahr grins also das inkl. CL. Das Ergebnis des Vorjahres wurde ausreichend plausibilisiert und erklärt. Es geht darum, dass auch in diesem Jahr 25/26 mit einem deutlichen Minus zu rechnen ist - zumindest laut den Medien.
Finanzlage der Eintracht |#5452
30.03.2026 - 22:37 Uhr
Zitat von Tont85
Zitat von Ridikulus

Zitat von Melech

Zitat von Siakari

Zitat von Ridikulus

Zitat von Siakari

Zitat von Ridikulus

Zitat von Falkenmayer

Zitat von Tafelberg

Zitat von Siakari

Eintracht TV+ hat ein Interview mit Finanzvorstand Julien Zamberk online gestellt.

Dort wird unter anderem auch auf den Kicker Artikel eingegangen, der in seinem Titel suggerierte die Eintracht würde auf Pump wirtschaften.
Kurzer Spoiler vorab - wobei die meisten das ohnehin schon wussten, weil es auf der Hand lag: Die Eintracht lebt nicht auf Pump.

Zudem wird beispielhaft aufgeschlüsselt was letztendlich von einem 100 Millionen Verkauf wirklich übrig bleibt und wie sich das zusammensetzt.
Auch das ist interessant, weil wir immer wieder diskutieren wieviel von so einem Verlauf reinvestiert werden kann.
Kurzer Spoiler auch hier: Ganz grob, ca. die Hälfte.


sehr lohnenswertes Interview


+1

Ich wette die Üblichen "Wah-was-wenn-der-Kicker-recht-hat" Kollegen hören es sich nicht an, nur um das nächste mal, wenn Draxler im DoPa mal wieder rülpst, in Panik zu geraten.


Ich wollte mich zu dem Thema eigentlich nicht mehr äußern, aber wenn man dieses Interview als Anlass für eine Breitseite gegen Kritiker heranziehen muss: abgerechnet wird mit Veröffentlichung der Jahresabschlüsse. Wenn da am Ende für dieses Jahr ein dickes Minus steht, kann Zamberk noch so tolle Interviews geben - versagt wurde dann dennoch. Ich bin gespannt, ob man das dann immernoch so einfach abtut. Mir als Fan bereitet das dann eher Sorgen.


Ich könnte jetzt versuchen dir zu erklären das du einen Denkfehler machst, wenn du glaubst das ein Minus zwangsläufig etwas mit einer schlechten Finanzplanung bzw. mit "über seine Verhältnisse leben" zu tun hat.
Wer sich das Interview anschauen kann und das Gesagte dort nicht krampfhaft falsch verstehen möchte, dem wird sich das auch erschließen. Ich halte dir mal zu Gute das du es dir vermutlich nicht anschauen kannst. Oder aber du verstehst es wirklich nicht.
In beiden Fällen wäre es sinnvoll deinerseits die Backen nicht so aufzublasen. Mangelnde Informationen oder Verständnisschwierigkeiten. Bei beidem empfiehlt es sich, sich nicht so weit aus dem Fenster zu lehnen...


Dann erkläre doch mal - die Eintracht hat es ja leider als sinnvoll erachtet, das Interview hinter die Paywall zu packen. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie man ein negatives Jahresergebnis bei sprudelnden Einnahmen positiv verkaufen will grins


Nö!

Da dein Standpunkt kategorisch zementiert ist, bist du mir die Zeit nicht wert.
Ich bereue es bereits mit dem Beitrag zuvor meine Zeit vergeudet zu haben.


Dann spring ich mal ein zwinker

Es macht einfach keinen Sinn ein Unternehmen wie eine Fußball AG, die nicht primär auf Gewinnerzielung, sondern auf sportlichen Erfolg ausgelegt ist, an einer Kennzahl wie dem Gewinn zu bewerten.

Eine seriöse Finanzplanung kann auch ein oder mehrere Jahre mit einem kontrollierten Verlust beinhalten. Der ausgewiesene Gewinn/Verlust hat auch nichts mit der Liquidität eines Unternehmens zu tun.

Oder lass es mich anders formulieren: Du kannst mit Eigenkapital Investitionen finanzieren, deren Abschreibung ergebniswirksam einen Verlust verursacht. Wenn das langfristig so bleibt, ist das Eigenkapital natürlich irgendwann weg, der Invest nicht refinanziert aber Du hast das nicht auf Pump gemacht.

Du kannst aber auch viel Fremdkapital in der Bilanz stehen haben, bist hoch verschuldet, machst aber Gewinn. Tilgungen sind nicht ergebniswirksam. Effektiv hast du möglicherweise gar nicht ausreichend flüssige Mittel, um deine Kredite zu bedienen, aber im Jahresabschluss steht trotzdem ein Gewinn.

Es macht einfach keinen Sinn. Bewerten kann man diese Zahlen nur basierend auf dem vollständigen Bild. Dazu gehört die Planung, die Strategie, der Trend, die Gewinn und Verlustrechnung, die Bilanz etc.


Ich verstehe schon den Zusammenhang zwischen all dem, aber dennoch danke, dass du hier so ausführlich schreibst. Das ist auch alles korrekt.

Den Kern meines Problems kann mir weiterhin niemand beantworten - wenn es Zamberk im Interview tut, Schande über mein Haupt und ich weiß auch, ich wiederhole mich:

Wir hatten im letzten Jahr einen Verlust aufgrund hoher Boni - ist abgehakt, passt.

Wir haben in diesem Jahr einen saftigen Transferüberschuss - dass davon nicht alles hängen bleibt, klar, auch das wurde ausreichend besprochen. Dazu die CL Einnahmen. Dazu kommen höhere TV Gelder wegen Platz 3 in der Liga etc. Boni dürften aufgrund des überschaubaren sportlichen Erfolgs moderat ausfallen. Wir sehen doch in diesem Jahr quasi den best case in unserem Business Modell oder etwa nicht? Wie kann da ein Verlust entstehen (was diverse Medien mittlerweile mehrfach verkündet haben)? Und wie kann das auch noch positiv interpretiert werden?

Werfen wir mal einen Blick in die nächste Saison: uns fehlen im Vergleich zu diesem Jahr die CL Einnahmen - was macht das aus? Vielleicht um die 60 Mio. inkl. Boni unserer Sponsoren, Ticketing etc. Was passiert dann mit unserem Ergebnis? Natürlich wird man versuchen, Kosten zu reduzieren im Vergleich zu einer CL Saison, aber kann man innerhalb eines Jahres so viele Kosten einsparen? Ich bezweifle das. Bedeutet wir müssen Spieler verkaufen - klar, auch das ist Teil unserer Philosophie, aber um hier die Lücke zu schließen, um nicht das komplette EK aufzufressen, musst du da am Kader schon sehr viel Substanz verkaufen - also die Aussicht auf sportlichen Erfolg.

Long Story Short: Letztes Jahr Verlust, dieses Jahr Verlust (angenommen es stimmt), wie realistisch ist dann ein Gewinn im kommenden Jahr? Ich wüsste nicht, woher der kommen soll. Dann hätte man drei Jahre hintereinander Verlust gemacht. Wirkt auf mich nicht sonderlich gesund.

Da der Beitrag tatsächlich noch ein Like bekommen hat möchte ich auch nochmal ein paar mMn signifikante Punkte dazu erwähnen. Im Bereich Frühjahr/Frühsommer letzten Jahres wurde die Finanzplanung an die sportlichen Gegebenheiten angepasst (Die CL stand fest und man wusste vermutlich auch sehr sicher, dass Ekitike gehen wird und grob zu welchem Preis). Man hat wie immer mit dem Minimum geplant und vermutlich so, dass das Jahresergebnis leicht negativ ausfallen wird (-10 bis 0) Millionen. Warum? Zum einen muss die theoretische Planung auf Grund der Linzensierungsvorgaben der DFL dem standhalten aber auch weil man idealerweise mit einem geringen Gewinn aus der Saison geht. Warum? Man will möglichst wenig Steuern zahlenm und in der kommenden Saison möglichst sportlich wieder das Maximum erreichen (daher gibt man lieber wieder mehr für Spieler aus). Vermutlich hätte uns das weiterkommen in der CL direkt in den positiven Bereich gespült (oder ggfs DFB- Halbfinale o.ä.) aber stattdessen haben wir halt tatsächlich nur das Minimum erreicht und zudem den Trainer entlassen plus im Winter massiv nachlegen müssen. Kurzum ich wäre sehr verwundert wenn wir nicht mit einem deutlich negativen Ergebnis aus der Saison kämen. Ansonsten wäre die (Finanz)Planung auch nicht wirklich zielführend gewesen. Stell die vor wir kommen irgendwie in der CL ne Runde weiter plus spielen eine erfolgreiche Saison im DFB Pokal, entlassen den Trainer nicht um kommen mit einem Gewinn vor 30-35 Millionen aus der Saison den wir voll versteuern müssen. Da macht es in meinen Augen deutlich mehr Sinn in einem realistisch leicht negativen Bereich zu planen und dann mit Spielerverkäufen auf die reale Situation reagieren zu können. Zudem schreibst du in deinem Beitrag was von höheren TV_Geld Einnamen. Meines Wissens nach sind wir seit der Saison 21/22 auf Platz 5 der TV Geld Tabelle (nächste Saison vermutlich nicht mehr) und durch den 3. Platz letzte Saison hat sich daran genau 0 geändert. Auch die 60 Millionen aud der CL sind sehr hoch gegriffen man spricht eigentlich von 35-50 Millionen die garantiert sind je nach Verband und Ranking des Vereins.
Auch scheint mir, dass du das Prinzip Abschreibungen von Spielerwerten sowie den Unterschieb zwischen GuV und Liquiditätsplanung nicht in Gänze durchschaut hast. Alles in allem würde ich versuchen das Thema zu verstehen (dabei kann ein LLM übrigens auch Laien sehr gut helfen) bevor ich aus einem Gefühl argumentiere und dabei Argumente beiseite lasse.
Beispiel: Wenn diese Saison wo alles perfekt ist mit einem negativen Finanzergebnis abgeschlossen wird ist die Planung schlecht und der Verein kann nicht gesund sein. Dem würde ich vehement widersprechen.


Ich bin echt zu erschöpft, hierauf im Detail einzugehen, aber bei so viel gefährlichem Halbwissen würde ich eher darauf verzichten, anderen ein Laiendasein zu unterstellen und gleichzeitig auf einen LLM zu verweisen.
Finanzlage der Eintracht |#5453
31.03.2026 - 00:06 Uhr
Zitat von Ridikulus
Zitat von Tont85

Zitat von Ridikulus

Zitat von Melech

Zitat von Siakari

Zitat von Ridikulus

Zitat von Siakari

Zitat von Ridikulus

Zitat von Falkenmayer

Zitat von Tafelberg

Zitat von Siakari

Eintracht TV+ hat ein Interview mit Finanzvorstand Julien Zamberk online gestellt.

Dort wird unter anderem auch auf den Kicker Artikel eingegangen, der in seinem Titel suggerierte die Eintracht würde auf Pump wirtschaften.
Kurzer Spoiler vorab - wobei die meisten das ohnehin schon wussten, weil es auf der Hand lag: Die Eintracht lebt nicht auf Pump.

Zudem wird beispielhaft aufgeschlüsselt was letztendlich von einem 100 Millionen Verkauf wirklich übrig bleibt und wie sich das zusammensetzt.
Auch das ist interessant, weil wir immer wieder diskutieren wieviel von so einem Verlauf reinvestiert werden kann.
Kurzer Spoiler auch hier: Ganz grob, ca. die Hälfte.


sehr lohnenswertes Interview


+1

Ich wette die Üblichen "Wah-was-wenn-der-Kicker-recht-hat" Kollegen hören es sich nicht an, nur um das nächste mal, wenn Draxler im DoPa mal wieder rülpst, in Panik zu geraten.


Ich wollte mich zu dem Thema eigentlich nicht mehr äußern, aber wenn man dieses Interview als Anlass für eine Breitseite gegen Kritiker heranziehen muss: abgerechnet wird mit Veröffentlichung der Jahresabschlüsse. Wenn da am Ende für dieses Jahr ein dickes Minus steht, kann Zamberk noch so tolle Interviews geben - versagt wurde dann dennoch. Ich bin gespannt, ob man das dann immernoch so einfach abtut. Mir als Fan bereitet das dann eher Sorgen.


Ich könnte jetzt versuchen dir zu erklären das du einen Denkfehler machst, wenn du glaubst das ein Minus zwangsläufig etwas mit einer schlechten Finanzplanung bzw. mit "über seine Verhältnisse leben" zu tun hat.
Wer sich das Interview anschauen kann und das Gesagte dort nicht krampfhaft falsch verstehen möchte, dem wird sich das auch erschließen. Ich halte dir mal zu Gute das du es dir vermutlich nicht anschauen kannst. Oder aber du verstehst es wirklich nicht.
In beiden Fällen wäre es sinnvoll deinerseits die Backen nicht so aufzublasen. Mangelnde Informationen oder Verständnisschwierigkeiten. Bei beidem empfiehlt es sich, sich nicht so weit aus dem Fenster zu lehnen...


Dann erkläre doch mal - die Eintracht hat es ja leider als sinnvoll erachtet, das Interview hinter die Paywall zu packen. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie man ein negatives Jahresergebnis bei sprudelnden Einnahmen positiv verkaufen will grins


Nö!

Da dein Standpunkt kategorisch zementiert ist, bist du mir die Zeit nicht wert.
Ich bereue es bereits mit dem Beitrag zuvor meine Zeit vergeudet zu haben.


Dann spring ich mal ein zwinker

Es macht einfach keinen Sinn ein Unternehmen wie eine Fußball AG, die nicht primär auf Gewinnerzielung, sondern auf sportlichen Erfolg ausgelegt ist, an einer Kennzahl wie dem Gewinn zu bewerten.

Eine seriöse Finanzplanung kann auch ein oder mehrere Jahre mit einem kontrollierten Verlust beinhalten. Der ausgewiesene Gewinn/Verlust hat auch nichts mit der Liquidität eines Unternehmens zu tun.

Oder lass es mich anders formulieren: Du kannst mit Eigenkapital Investitionen finanzieren, deren Abschreibung ergebniswirksam einen Verlust verursacht. Wenn das langfristig so bleibt, ist das Eigenkapital natürlich irgendwann weg, der Invest nicht refinanziert aber Du hast das nicht auf Pump gemacht.

Du kannst aber auch viel Fremdkapital in der Bilanz stehen haben, bist hoch verschuldet, machst aber Gewinn. Tilgungen sind nicht ergebniswirksam. Effektiv hast du möglicherweise gar nicht ausreichend flüssige Mittel, um deine Kredite zu bedienen, aber im Jahresabschluss steht trotzdem ein Gewinn.

Es macht einfach keinen Sinn. Bewerten kann man diese Zahlen nur basierend auf dem vollständigen Bild. Dazu gehört die Planung, die Strategie, der Trend, die Gewinn und Verlustrechnung, die Bilanz etc.


Ich verstehe schon den Zusammenhang zwischen all dem, aber dennoch danke, dass du hier so ausführlich schreibst. Das ist auch alles korrekt.

Den Kern meines Problems kann mir weiterhin niemand beantworten - wenn es Zamberk im Interview tut, Schande über mein Haupt und ich weiß auch, ich wiederhole mich:

Wir hatten im letzten Jahr einen Verlust aufgrund hoher Boni - ist abgehakt, passt.

Wir haben in diesem Jahr einen saftigen Transferüberschuss - dass davon nicht alles hängen bleibt, klar, auch das wurde ausreichend besprochen. Dazu die CL Einnahmen. Dazu kommen höhere TV Gelder wegen Platz 3 in der Liga etc. Boni dürften aufgrund des überschaubaren sportlichen Erfolgs moderat ausfallen. Wir sehen doch in diesem Jahr quasi den best case in unserem Business Modell oder etwa nicht? Wie kann da ein Verlust entstehen (was diverse Medien mittlerweile mehrfach verkündet haben)? Und wie kann das auch noch positiv interpretiert werden?

Werfen wir mal einen Blick in die nächste Saison: uns fehlen im Vergleich zu diesem Jahr die CL Einnahmen - was macht das aus? Vielleicht um die 60 Mio. inkl. Boni unserer Sponsoren, Ticketing etc. Was passiert dann mit unserem Ergebnis? Natürlich wird man versuchen, Kosten zu reduzieren im Vergleich zu einer CL Saison, aber kann man innerhalb eines Jahres so viele Kosten einsparen? Ich bezweifle das. Bedeutet wir müssen Spieler verkaufen - klar, auch das ist Teil unserer Philosophie, aber um hier die Lücke zu schließen, um nicht das komplette EK aufzufressen, musst du da am Kader schon sehr viel Substanz verkaufen - also die Aussicht auf sportlichen Erfolg.

Long Story Short: Letztes Jahr Verlust, dieses Jahr Verlust (angenommen es stimmt), wie realistisch ist dann ein Gewinn im kommenden Jahr? Ich wüsste nicht, woher der kommen soll. Dann hätte man drei Jahre hintereinander Verlust gemacht. Wirkt auf mich nicht sonderlich gesund.

Da der Beitrag tatsächlich noch ein Like bekommen hat möchte ich auch nochmal ein paar mMn signifikante Punkte dazu erwähnen. Im Bereich Frühjahr/Frühsommer letzten Jahres wurde die Finanzplanung an die sportlichen Gegebenheiten angepasst (Die CL stand fest und man wusste vermutlich auch sehr sicher, dass Ekitike gehen wird und grob zu welchem Preis). Man hat wie immer mit dem Minimum geplant und vermutlich so, dass das Jahresergebnis leicht negativ ausfallen wird (-10 bis 0) Millionen. Warum? Zum einen muss die theoretische Planung auf Grund der Linzensierungsvorgaben der DFL dem standhalten aber auch weil man idealerweise mit einem geringen Gewinn aus der Saison geht. Warum? Man will möglichst wenig Steuern zahlenm und in der kommenden Saison möglichst sportlich wieder das Maximum erreichen (daher gibt man lieber wieder mehr für Spieler aus). Vermutlich hätte uns das weiterkommen in der CL direkt in den positiven Bereich gespült (oder ggfs DFB- Halbfinale o.ä.) aber stattdessen haben wir halt tatsächlich nur das Minimum erreicht und zudem den Trainer entlassen plus im Winter massiv nachlegen müssen. Kurzum ich wäre sehr verwundert wenn wir nicht mit einem deutlich negativen Ergebnis aus der Saison kämen. Ansonsten wäre die (Finanz)Planung auch nicht wirklich zielführend gewesen. Stell die vor wir kommen irgendwie in der CL ne Runde weiter plus spielen eine erfolgreiche Saison im DFB Pokal, entlassen den Trainer nicht um kommen mit einem Gewinn vor 30-35 Millionen aus der Saison den wir voll versteuern müssen. Da macht es in meinen Augen deutlich mehr Sinn in einem realistisch leicht negativen Bereich zu planen und dann mit Spielerverkäufen auf die reale Situation reagieren zu können. Zudem schreibst du in deinem Beitrag was von höheren TV_Geld Einnamen. Meines Wissens nach sind wir seit der Saison 21/22 auf Platz 5 der TV Geld Tabelle (nächste Saison vermutlich nicht mehr) und durch den 3. Platz letzte Saison hat sich daran genau 0 geändert. Auch die 60 Millionen aud der CL sind sehr hoch gegriffen man spricht eigentlich von 35-50 Millionen die garantiert sind je nach Verband und Ranking des Vereins.
Auch scheint mir, dass du das Prinzip Abschreibungen von Spielerwerten sowie den Unterschieb zwischen GuV und Liquiditätsplanung nicht in Gänze durchschaut hast. Alles in allem würde ich versuchen das Thema zu verstehen (dabei kann ein LLM übrigens auch Laien sehr gut helfen) bevor ich aus einem Gefühl argumentiere und dabei Argumente beiseite lasse.
Beispiel: Wenn diese Saison wo alles perfekt ist mit einem negativen Finanzergebnis abgeschlossen wird ist die Planung schlecht und der Verein kann nicht gesund sein. Dem würde ich vehement widersprechen.


Ich bin echt zu erschöpft, hierauf im Detail einzugehen, aber bei so viel gefährlichem Halbwissen würde ich eher darauf verzichten, anderen ein Laiendasein zu unterstellen und gleichzeitig auf einen LLM zu verweisen.


Wow...
Finanzlage der Eintracht |#5454
31.03.2026 - 07:47 Uhr
Zitat von BSGLeipzig
Zitat von Ridikulus

Zitat von Tont85

Zitat von Ridikulus

Zitat von Melech

Zitat von Siakari

Zitat von Ridikulus

Zitat von Siakari

Zitat von Ridikulus

Zitat von Falkenmayer

Zitat von Tafelberg

Zitat von Siakari

Eintracht TV+ hat ein Interview mit Finanzvorstand Julien Zamberk online gestellt.

Dort wird unter anderem auch auf den Kicker Artikel eingegangen, der in seinem Titel suggerierte die Eintracht würde auf Pump wirtschaften.
Kurzer Spoiler vorab - wobei die meisten das ohnehin schon wussten, weil es auf der Hand lag: Die Eintracht lebt nicht auf Pump.

Zudem wird beispielhaft aufgeschlüsselt was letztendlich von einem 100 Millionen Verkauf wirklich übrig bleibt und wie sich das zusammensetzt.
Auch das ist interessant, weil wir immer wieder diskutieren wieviel von so einem Verlauf reinvestiert werden kann.
Kurzer Spoiler auch hier: Ganz grob, ca. die Hälfte.


sehr lohnenswertes Interview


+1

Ich wette die Üblichen "Wah-was-wenn-der-Kicker-recht-hat" Kollegen hören es sich nicht an, nur um das nächste mal, wenn Draxler im DoPa mal wieder rülpst, in Panik zu geraten.


Ich wollte mich zu dem Thema eigentlich nicht mehr äußern, aber wenn man dieses Interview als Anlass für eine Breitseite gegen Kritiker heranziehen muss: abgerechnet wird mit Veröffentlichung der Jahresabschlüsse. Wenn da am Ende für dieses Jahr ein dickes Minus steht, kann Zamberk noch so tolle Interviews geben - versagt wurde dann dennoch. Ich bin gespannt, ob man das dann immernoch so einfach abtut. Mir als Fan bereitet das dann eher Sorgen.


Ich könnte jetzt versuchen dir zu erklären das du einen Denkfehler machst, wenn du glaubst das ein Minus zwangsläufig etwas mit einer schlechten Finanzplanung bzw. mit "über seine Verhältnisse leben" zu tun hat.
Wer sich das Interview anschauen kann und das Gesagte dort nicht krampfhaft falsch verstehen möchte, dem wird sich das auch erschließen. Ich halte dir mal zu Gute das du es dir vermutlich nicht anschauen kannst. Oder aber du verstehst es wirklich nicht.
In beiden Fällen wäre es sinnvoll deinerseits die Backen nicht so aufzublasen. Mangelnde Informationen oder Verständnisschwierigkeiten. Bei beidem empfiehlt es sich, sich nicht so weit aus dem Fenster zu lehnen...


Dann erkläre doch mal - die Eintracht hat es ja leider als sinnvoll erachtet, das Interview hinter die Paywall zu packen. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie man ein negatives Jahresergebnis bei sprudelnden Einnahmen positiv verkaufen will grins


Nö!

Da dein Standpunkt kategorisch zementiert ist, bist du mir die Zeit nicht wert.
Ich bereue es bereits mit dem Beitrag zuvor meine Zeit vergeudet zu haben.


Dann spring ich mal ein zwinker

Es macht einfach keinen Sinn ein Unternehmen wie eine Fußball AG, die nicht primär auf Gewinnerzielung, sondern auf sportlichen Erfolg ausgelegt ist, an einer Kennzahl wie dem Gewinn zu bewerten.

Eine seriöse Finanzplanung kann auch ein oder mehrere Jahre mit einem kontrollierten Verlust beinhalten. Der ausgewiesene Gewinn/Verlust hat auch nichts mit der Liquidität eines Unternehmens zu tun.

Oder lass es mich anders formulieren: Du kannst mit Eigenkapital Investitionen finanzieren, deren Abschreibung ergebniswirksam einen Verlust verursacht. Wenn das langfristig so bleibt, ist das Eigenkapital natürlich irgendwann weg, der Invest nicht refinanziert aber Du hast das nicht auf Pump gemacht.

Du kannst aber auch viel Fremdkapital in der Bilanz stehen haben, bist hoch verschuldet, machst aber Gewinn. Tilgungen sind nicht ergebniswirksam. Effektiv hast du möglicherweise gar nicht ausreichend flüssige Mittel, um deine Kredite zu bedienen, aber im Jahresabschluss steht trotzdem ein Gewinn.

Es macht einfach keinen Sinn. Bewerten kann man diese Zahlen nur basierend auf dem vollständigen Bild. Dazu gehört die Planung, die Strategie, der Trend, die Gewinn und Verlustrechnung, die Bilanz etc.


Ich verstehe schon den Zusammenhang zwischen all dem, aber dennoch danke, dass du hier so ausführlich schreibst. Das ist auch alles korrekt.

Den Kern meines Problems kann mir weiterhin niemand beantworten - wenn es Zamberk im Interview tut, Schande über mein Haupt und ich weiß auch, ich wiederhole mich:

Wir hatten im letzten Jahr einen Verlust aufgrund hoher Boni - ist abgehakt, passt.

Wir haben in diesem Jahr einen saftigen Transferüberschuss - dass davon nicht alles hängen bleibt, klar, auch das wurde ausreichend besprochen. Dazu die CL Einnahmen. Dazu kommen höhere TV Gelder wegen Platz 3 in der Liga etc. Boni dürften aufgrund des überschaubaren sportlichen Erfolgs moderat ausfallen. Wir sehen doch in diesem Jahr quasi den best case in unserem Business Modell oder etwa nicht? Wie kann da ein Verlust entstehen (was diverse Medien mittlerweile mehrfach verkündet haben)? Und wie kann das auch noch positiv interpretiert werden?

Werfen wir mal einen Blick in die nächste Saison: uns fehlen im Vergleich zu diesem Jahr die CL Einnahmen - was macht das aus? Vielleicht um die 60 Mio. inkl. Boni unserer Sponsoren, Ticketing etc. Was passiert dann mit unserem Ergebnis? Natürlich wird man versuchen, Kosten zu reduzieren im Vergleich zu einer CL Saison, aber kann man innerhalb eines Jahres so viele Kosten einsparen? Ich bezweifle das. Bedeutet wir müssen Spieler verkaufen - klar, auch das ist Teil unserer Philosophie, aber um hier die Lücke zu schließen, um nicht das komplette EK aufzufressen, musst du da am Kader schon sehr viel Substanz verkaufen - also die Aussicht auf sportlichen Erfolg.

Long Story Short: Letztes Jahr Verlust, dieses Jahr Verlust (angenommen es stimmt), wie realistisch ist dann ein Gewinn im kommenden Jahr? Ich wüsste nicht, woher der kommen soll. Dann hätte man drei Jahre hintereinander Verlust gemacht. Wirkt auf mich nicht sonderlich gesund.

Da der Beitrag tatsächlich noch ein Like bekommen hat möchte ich auch nochmal ein paar mMn signifikante Punkte dazu erwähnen. Im Bereich Frühjahr/Frühsommer letzten Jahres wurde die Finanzplanung an die sportlichen Gegebenheiten angepasst (Die CL stand fest und man wusste vermutlich auch sehr sicher, dass Ekitike gehen wird und grob zu welchem Preis). Man hat wie immer mit dem Minimum geplant und vermutlich so, dass das Jahresergebnis leicht negativ ausfallen wird (-10 bis 0) Millionen. Warum? Zum einen muss die theoretische Planung auf Grund der Linzensierungsvorgaben der DFL dem standhalten aber auch weil man idealerweise mit einem geringen Gewinn aus der Saison geht. Warum? Man will möglichst wenig Steuern zahlenm und in der kommenden Saison möglichst sportlich wieder das Maximum erreichen (daher gibt man lieber wieder mehr für Spieler aus). Vermutlich hätte uns das weiterkommen in der CL direkt in den positiven Bereich gespült (oder ggfs DFB- Halbfinale o.ä.) aber stattdessen haben wir halt tatsächlich nur das Minimum erreicht und zudem den Trainer entlassen plus im Winter massiv nachlegen müssen. Kurzum ich wäre sehr verwundert wenn wir nicht mit einem deutlich negativen Ergebnis aus der Saison kämen. Ansonsten wäre die (Finanz)Planung auch nicht wirklich zielführend gewesen. Stell die vor wir kommen irgendwie in der CL ne Runde weiter plus spielen eine erfolgreiche Saison im DFB Pokal, entlassen den Trainer nicht um kommen mit einem Gewinn vor 30-35 Millionen aus der Saison den wir voll versteuern müssen. Da macht es in meinen Augen deutlich mehr Sinn in einem realistisch leicht negativen Bereich zu planen und dann mit Spielerverkäufen auf die reale Situation reagieren zu können. Zudem schreibst du in deinem Beitrag was von höheren TV_Geld Einnamen. Meines Wissens nach sind wir seit der Saison 21/22 auf Platz 5 der TV Geld Tabelle (nächste Saison vermutlich nicht mehr) und durch den 3. Platz letzte Saison hat sich daran genau 0 geändert. Auch die 60 Millionen aud der CL sind sehr hoch gegriffen man spricht eigentlich von 35-50 Millionen die garantiert sind je nach Verband und Ranking des Vereins.
Auch scheint mir, dass du das Prinzip Abschreibungen von Spielerwerten sowie den Unterschieb zwischen GuV und Liquiditätsplanung nicht in Gänze durchschaut hast. Alles in allem würde ich versuchen das Thema zu verstehen (dabei kann ein LLM übrigens auch Laien sehr gut helfen) bevor ich aus einem Gefühl argumentiere und dabei Argumente beiseite lasse.
Beispiel: Wenn diese Saison wo alles perfekt ist mit einem negativen Finanzergebnis abgeschlossen wird ist die Planung schlecht und der Verein kann nicht gesund sein. Dem würde ich vehement widersprechen.


Ich bin echt zu erschöpft, hierauf im Detail einzugehen, aber bei so viel gefährlichem Halbwissen würde ich eher darauf verzichten, anderen ein Laiendasein zu unterstellen und gleichzeitig auf einen LLM zu verweisen.


Wow...

Ja, was will man erwarten? Ein Geisterfahrer? Hunderte! Und die können alle kein Auto fahren.
Wenn man kein Argumente hat....
Finanzlage der Eintracht |#5455
31.03.2026 - 08:18 Uhr
merkwürdiger Ton in diesem Thread🫨
Finanzlage der Eintracht |#5456
31.03.2026 - 12:25 Uhr
Zitat von Ridikulus


Wir sprechen doch seit Seiten über das aktuelle Geschäftsjahr grins also das inkl. CL. Das Ergebnis des Vorjahres wurde ausreichend plausibilisiert und erklärt. Es geht darum, dass auch in diesem Jahr 25/26 mit einem deutlichen Minus zu rechnen ist - zumindest laut den Medien.


Sorry, ich hab zwar "rückwärts" gelesen um aufzuholen, aber dafür hab ich mich wohl nicht weit genug zurückgeklickt.

Dazu ist dann vermutlich fast alles gesagt. Zamberk stellt es nach meinem Verständnis so dar, dass diese Berichte auf den Lizensierungsunterlagen basieren, die für die Saison 25/26 eingereicht wurden. Im März 25 wurden diese bei der DFL eingereicht und basierten, so wie in den Regularien vorgegeben, ohne internationales Geschäft und natürlich auch ohne CL. Die notwendige Liquidität dafür weist die EIntracht mit EK und den verfügbaren FK-Linien nach. Daraus kann man dann stricken "Party auf Pump", aber es ist halt das für die Lizensierung erforderliche worst-case Szenario. Zamberk sagt im Interview auch er habe dazu mit Julian Franzke telefoniert, da der Artikel selber halb so schlimm ist wie die Überschrift. Franzke habe selber gesagt "mei, den Artikel soll ja auch jemand anklicken". Zamberk nimmt ihm das auch gar nicht übel, aber ordnet halt ein.

Woher ansonsten kolporiert wird, dass wir einen nennenswerten Verlust schreiben werden, kann ich nicht beurteilen.

Der Kicker schreibt: "Im Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2024/25 steht: "Für die Spielzeit 2025/2026 plant der Vorstand mit einem Umsatz im Korridor von ca. 375 Mio. bis 395 Mio. Euro und einem Jahresergebnis im Korridor von ca. -8 Mio. bis +2 Mio. Euro." Eine zu optimistische Annahme. Durch die Winter-Transfers und die Entlassung von Ex-Coach Dino Toppmöller wird sich das Minus nach kicker-Informationen voraussichtlich auf zehn bis 20 Millionen Euro belaufen."

Von wann ist diese Planung? Auf was beruht sie und welche Informationen hat der Kicker? Dass die Entlassung nicht eingeplant war und kostspielige Transfers im Winter vermutlich auch nicht, erscheint mir logisch? Muss man irgendwo ins Risiko gehen, um die Saison noch zu retten? Vermutlich ja. Hat man ausreichend stille Reserven im Kader, um zur Not wieder einen Schritt zurück zugehen?

Ich glaube wir atmen alle mal kurz durch die Hose und warten bis der Abschluss veröffentlicht wird. Durch die Kapitalerhöhung seh ich da jetzt noch nicht, dass die Eintracht auf Kurs Schalke 04 ist.
Finanzlage der Eintracht |#5457
31.03.2026 - 13:46 Uhr
Zitat von Ridikulus
Zitat von Tont85

Zitat von Ridikulus

Zitat von Melech

Zitat von Siakari

Zitat von Ridikulus

Zitat von Siakari

Zitat von Ridikulus

Zitat von Falkenmayer

Zitat von Tafelberg

Zitat von Siakari

Eintracht TV+ hat ein Interview mit Finanzvorstand Julien Zamberk online gestellt.

Dort wird unter anderem auch auf den Kicker Artikel eingegangen, der in seinem Titel suggerierte die Eintracht würde auf Pump wirtschaften.
Kurzer Spoiler vorab - wobei die meisten das ohnehin schon wussten, weil es auf der Hand lag: Die Eintracht lebt nicht auf Pump.

Zudem wird beispielhaft aufgeschlüsselt was letztendlich von einem 100 Millionen Verkauf wirklich übrig bleibt und wie sich das zusammensetzt.
Auch das ist interessant, weil wir immer wieder diskutieren wieviel von so einem Verlauf reinvestiert werden kann.
Kurzer Spoiler auch hier: Ganz grob, ca. die Hälfte.


sehr lohnenswertes Interview


+1

Ich wette die Üblichen "Wah-was-wenn-der-Kicker-recht-hat" Kollegen hören es sich nicht an, nur um das nächste mal, wenn Draxler im DoPa mal wieder rülpst, in Panik zu geraten.


Ich wollte mich zu dem Thema eigentlich nicht mehr äußern, aber wenn man dieses Interview als Anlass für eine Breitseite gegen Kritiker heranziehen muss: abgerechnet wird mit Veröffentlichung der Jahresabschlüsse. Wenn da am Ende für dieses Jahr ein dickes Minus steht, kann Zamberk noch so tolle Interviews geben - versagt wurde dann dennoch. Ich bin gespannt, ob man das dann immernoch so einfach abtut. Mir als Fan bereitet das dann eher Sorgen.


Ich könnte jetzt versuchen dir zu erklären das du einen Denkfehler machst, wenn du glaubst das ein Minus zwangsläufig etwas mit einer schlechten Finanzplanung bzw. mit "über seine Verhältnisse leben" zu tun hat.
Wer sich das Interview anschauen kann und das Gesagte dort nicht krampfhaft falsch verstehen möchte, dem wird sich das auch erschließen. Ich halte dir mal zu Gute das du es dir vermutlich nicht anschauen kannst. Oder aber du verstehst es wirklich nicht.
In beiden Fällen wäre es sinnvoll deinerseits die Backen nicht so aufzublasen. Mangelnde Informationen oder Verständnisschwierigkeiten. Bei beidem empfiehlt es sich, sich nicht so weit aus dem Fenster zu lehnen...


Dann erkläre doch mal - die Eintracht hat es ja leider als sinnvoll erachtet, das Interview hinter die Paywall zu packen. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie man ein negatives Jahresergebnis bei sprudelnden Einnahmen positiv verkaufen will grins


Nö!

Da dein Standpunkt kategorisch zementiert ist, bist du mir die Zeit nicht wert.
Ich bereue es bereits mit dem Beitrag zuvor meine Zeit vergeudet zu haben.


Dann spring ich mal ein zwinker

Es macht einfach keinen Sinn ein Unternehmen wie eine Fußball AG, die nicht primär auf Gewinnerzielung, sondern auf sportlichen Erfolg ausgelegt ist, an einer Kennzahl wie dem Gewinn zu bewerten.

Eine seriöse Finanzplanung kann auch ein oder mehrere Jahre mit einem kontrollierten Verlust beinhalten. Der ausgewiesene Gewinn/Verlust hat auch nichts mit der Liquidität eines Unternehmens zu tun.

Oder lass es mich anders formulieren: Du kannst mit Eigenkapital Investitionen finanzieren, deren Abschreibung ergebniswirksam einen Verlust verursacht. Wenn das langfristig so bleibt, ist das Eigenkapital natürlich irgendwann weg, der Invest nicht refinanziert aber Du hast das nicht auf Pump gemacht.

Du kannst aber auch viel Fremdkapital in der Bilanz stehen haben, bist hoch verschuldet, machst aber Gewinn. Tilgungen sind nicht ergebniswirksam. Effektiv hast du möglicherweise gar nicht ausreichend flüssige Mittel, um deine Kredite zu bedienen, aber im Jahresabschluss steht trotzdem ein Gewinn.

Es macht einfach keinen Sinn. Bewerten kann man diese Zahlen nur basierend auf dem vollständigen Bild. Dazu gehört die Planung, die Strategie, der Trend, die Gewinn und Verlustrechnung, die Bilanz etc.


Ich verstehe schon den Zusammenhang zwischen all dem, aber dennoch danke, dass du hier so ausführlich schreibst. Das ist auch alles korrekt.

Den Kern meines Problems kann mir weiterhin niemand beantworten - wenn es Zamberk im Interview tut, Schande über mein Haupt und ich weiß auch, ich wiederhole mich:

Wir hatten im letzten Jahr einen Verlust aufgrund hoher Boni - ist abgehakt, passt.

Wir haben in diesem Jahr einen saftigen Transferüberschuss - dass davon nicht alles hängen bleibt, klar, auch das wurde ausreichend besprochen. Dazu die CL Einnahmen. Dazu kommen höhere TV Gelder wegen Platz 3 in der Liga etc. Boni dürften aufgrund des überschaubaren sportlichen Erfolgs moderat ausfallen. Wir sehen doch in diesem Jahr quasi den best case in unserem Business Modell oder etwa nicht? Wie kann da ein Verlust entstehen (was diverse Medien mittlerweile mehrfach verkündet haben)? Und wie kann das auch noch positiv interpretiert werden?

Werfen wir mal einen Blick in die nächste Saison: uns fehlen im Vergleich zu diesem Jahr die CL Einnahmen - was macht das aus? Vielleicht um die 60 Mio. inkl. Boni unserer Sponsoren, Ticketing etc. Was passiert dann mit unserem Ergebnis? Natürlich wird man versuchen, Kosten zu reduzieren im Vergleich zu einer CL Saison, aber kann man innerhalb eines Jahres so viele Kosten einsparen? Ich bezweifle das. Bedeutet wir müssen Spieler verkaufen - klar, auch das ist Teil unserer Philosophie, aber um hier die Lücke zu schließen, um nicht das komplette EK aufzufressen, musst du da am Kader schon sehr viel Substanz verkaufen - also die Aussicht auf sportlichen Erfolg.

Long Story Short: Letztes Jahr Verlust, dieses Jahr Verlust (angenommen es stimmt), wie realistisch ist dann ein Gewinn im kommenden Jahr? Ich wüsste nicht, woher der kommen soll. Dann hätte man drei Jahre hintereinander Verlust gemacht. Wirkt auf mich nicht sonderlich gesund.

Da der Beitrag tatsächlich noch ein Like bekommen hat möchte ich auch nochmal ein paar mMn signifikante Punkte dazu erwähnen. Im Bereich Frühjahr/Frühsommer letzten Jahres wurde die Finanzplanung an die sportlichen Gegebenheiten angepasst (Die CL stand fest und man wusste vermutlich auch sehr sicher, dass Ekitike gehen wird und grob zu welchem Preis). Man hat wie immer mit dem Minimum geplant und vermutlich so, dass das Jahresergebnis leicht negativ ausfallen wird (-10 bis 0) Millionen. Warum? Zum einen muss die theoretische Planung auf Grund der Linzensierungsvorgaben der DFL dem standhalten aber auch weil man idealerweise mit einem geringen Gewinn aus der Saison geht. Warum? Man will möglichst wenig Steuern zahlenm und in der kommenden Saison möglichst sportlich wieder das Maximum erreichen (daher gibt man lieber wieder mehr für Spieler aus). Vermutlich hätte uns das weiterkommen in der CL direkt in den positiven Bereich gespült (oder ggfs DFB- Halbfinale o.ä.) aber stattdessen haben wir halt tatsächlich nur das Minimum erreicht und zudem den Trainer entlassen plus im Winter massiv nachlegen müssen. Kurzum ich wäre sehr verwundert wenn wir nicht mit einem deutlich negativen Ergebnis aus der Saison kämen. Ansonsten wäre die (Finanz)Planung auch nicht wirklich zielführend gewesen. Stell die vor wir kommen irgendwie in der CL ne Runde weiter plus spielen eine erfolgreiche Saison im DFB Pokal, entlassen den Trainer nicht um kommen mit einem Gewinn vor 30-35 Millionen aus der Saison den wir voll versteuern müssen. Da macht es in meinen Augen deutlich mehr Sinn in einem realistisch leicht negativen Bereich zu planen und dann mit Spielerverkäufen auf die reale Situation reagieren zu können. Zudem schreibst du in deinem Beitrag was von höheren TV_Geld Einnamen. Meines Wissens nach sind wir seit der Saison 21/22 auf Platz 5 der TV Geld Tabelle (nächste Saison vermutlich nicht mehr) und durch den 3. Platz letzte Saison hat sich daran genau 0 geändert. Auch die 60 Millionen aud der CL sind sehr hoch gegriffen man spricht eigentlich von 35-50 Millionen die garantiert sind je nach Verband und Ranking des Vereins.
Auch scheint mir, dass du das Prinzip Abschreibungen von Spielerwerten sowie den Unterschieb zwischen GuV und Liquiditätsplanung nicht in Gänze durchschaut hast. Alles in allem würde ich versuchen das Thema zu verstehen (dabei kann ein LLM übrigens auch Laien sehr gut helfen) bevor ich aus einem Gefühl argumentiere und dabei Argumente beiseite lasse.
Beispiel: Wenn diese Saison wo alles perfekt ist mit einem negativen Finanzergebnis abgeschlossen wird ist die Planung schlecht und der Verein kann nicht gesund sein. Dem würde ich vehement widersprechen.


Ich bin echt zu erschöpft, hierauf im Detail einzugehen, aber bei so viel gefährlichem Halbwissen würde ich eher darauf verzichten, anderen ein Laiendasein zu unterstellen und gleichzeitig auf einen LLM zu verweisen.


Ganz genau so ist es richtig. Nur der Dumme rechnet sich reich...😉
WICHTIG ist auch, dass einige sich von der Berichterstattung der Medien auf´s falsche Gleis führen lassen. Wenn nun ein Medium schreibt....Frankfurt hat kein Geld mehr trotz den hundert Millionen, die sie eingenommen haben, dann ist das Bullshit. Paris und Liverpool stottern diese Millionensummen bei uns ab. Oder anders gesagt: Die Käuferseite überweist nie den Gesamtbetrag. Deswegen ist das Ergebnis so.

Lasst Euch nicht verrückt machen und springt nicht über`s Jounalistenstöckchen....da hüpfen nur dumme drüber. Klickt auf die Artikel und schaut euch an, von welchem Verein der Journalist Fan ist und hinterfragt mal wie die Situation da ist. Ich find´s aberwitzig, wenn Anhänger von abgestiegenen Vereinen aus der 2. Liga kritische Artikel über Frankfurt verfassen. Im Grunde gibt´s dafür ne einfache Gleichung: Je cooler dein Verein und je erfolgreicher du bist desto mehr Schmierfinken schreiben iregndeinen Müll
Finanzlage der Eintracht |#5458
31.03.2026 - 15:24 Uhr
Zitat von MatzeAdler

Ganz genau so ist es richtig. Nur der Dumme rechnet sich reich...😉
WICHTIG ist auch, dass einige sich von der Berichterstattung der Medien auf´s falsche Gleis führen lassen. Wenn nun ein Medium schreibt....Frankfurt hat kein Geld mehr trotz den hundert Millionen, die sie eingenommen haben, dann ist das Bullshit. Paris und Liverpool stottern diese Millionensummen bei uns ab. Oder anders gesagt: Die Käuferseite überweist nie den Gesamtbetrag. Deswegen ist das Ergebnis so.



Ich will gar nicht sagen, dass Du falsch liegst mit der Aussage, dass wir ausreichend liquide sind, ABER Deine Begründung im Hinblick auf das Ergebnis ist trotzdem falsch. Es ist ein bisschen ermüdend in einer eh schon aufgeheizten Diskussion, immer wieder solche Dinge lesen zu müssen, wenn jeder solche Aussagen in den Ring wirft, ohne zu wissen wie Buchhaltung funktioniert.

Es ist korrekt, dass hohe Transfersummen in Raten bezahlt werden. Der Erlös wird trotzdem zu 100% zum Verkaufszeitpunkt verbucht. Du kannst nicht sagen, dass das ausgewiesene Ergebnis so ist, weil Liverpool Ekitike in Raten bezahlt. Ab Unterzeichnung des Kaufvertrags steht die volle Transfersumme im Erlös. Auf der anderen Seite steht eine Forderung ggü. Liverpool. Mit jeder Ratenzahlung sinken die Forderungen, aber auf den Gewinn hat das 3 Jahre später, wenn letzte Rate fließt keinen Einfluss mehr.

Wenn also dieses Jahr ein Verlust da stehen SOLLTE (bewusst Konunktiv), hat das rein gar nichts mit Ratenzahlungen zu tun.

In welchen Raten jemand bezahlt, beeinflusst nur die Liquiditätsplanung, nicht den Gewinn/Verlust.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Melech am 31.03.2026 um 15:25 Uhr bearbeitet
Finanzlage der Eintracht |#5459
01.04.2026 - 13:52 Uhr
Zitat von Melech

Zitat von MatzeAdler

Ganz genau so ist es richtig. Nur der Dumme rechnet sich reich...😉
WICHTIG ist auch, dass einige sich von der Berichterstattung der Medien auf´s falsche Gleis führen lassen. Wenn nun ein Medium schreibt....Frankfurt hat kein Geld mehr trotz den hundert Millionen, die sie eingenommen haben, dann ist das Bullshit. Paris und Liverpool stottern diese Millionensummen bei uns ab. Oder anders gesagt: Die Käuferseite überweist nie den Gesamtbetrag. Deswegen ist das Ergebnis so.



Ich will gar nicht sagen, dass Du falsch liegst mit der Aussage, dass wir ausreichend liquide sind, ABER Deine Begründung im Hinblick auf das Ergebnis ist trotzdem falsch. Es ist ein bisschen ermüdend in einer eh schon aufgeheizten Diskussion, immer wieder solche Dinge lesen zu müssen, wenn jeder solche Aussagen in den Ring wirft, ohne zu wissen wie Buchhaltung funktioniert.

Es ist korrekt, dass hohe Transfersummen in Raten bezahlt werden. Der Erlös wird trotzdem zu 100% zum Verkaufszeitpunkt verbucht. Du kannst nicht sagen, dass das ausgewiesene Ergebnis so ist, weil Liverpool Ekitike in Raten bezahlt. Ab Unterzeichnung des Kaufvertrags steht die volle Transfersumme im Erlös. Auf der anderen Seite steht eine Forderung ggü. Liverpool. Mit jeder Ratenzahlung sinken die Forderungen, aber auf den Gewinn hat das 3 Jahre später, wenn letzte Rate fließt keinen Einfluss mehr.

Wenn also dieses Jahr ein Verlust da stehen SOLLTE (bewusst Konunktiv), hat das rein gar nichts mit Ratenzahlungen zu tun.

In welchen Raten jemand bezahlt, beeinflusst nur die Liquiditätsplanung, nicht den Gewinn/Verlust.


richtig ich bin kein Buchhaltungsprofi, aber das was du gechrieben hast könnte u.U. auch nur zum Teil zutreffen...... wenn sie nach der 15 IFRS Erlöse erfassen, dann nimmt man glaub nur einen Teil (die jährliche Rate) vom Erlös (z.B.: 20 Mio.) und den Rest später...das ist glaub die Ausnahme, wenn die Transferzahlung der Käuferseite als unsicher gilt...d.h. dann musst du nicht 100 Mio. ansetzen, sondern nur die jährliche Rate....ist auch egal...Fakt ist nur, dass es tausend Möglichkeiten gibt sich auf null oder ins Minus zu rechnen und das überlasse bzw. erwarte ich von den Verantwortlichen. Schließlich zahlt man bei schlechtem Ergebnis keine Steuern und bei Transfers kann man sagen: Wir haben ein Minus und können nicht so viel zahlen Die Jungs wissen schon was sie da tun. Bloß weil auf dem Papier kein Gewinn steht heißt es nicht, dass nix hängen geblieben ist.... ABER es nervt, wenn hier Artikel von Leuten verfasst werden, die einfach nur dummes Bashing betreiben und auch noch welche auf den Zug aufspringen
Dieser Beitrag wurde zuletzt von MatzeAdler am 01.04.2026 um 14:22 Uhr bearbeitet
Finanzlage der Eintracht |#5460
01.04.2026 - 15:11 Uhr
Zitat von MatzeAdler

richtig ich bin kein Buchhaltungsprofi, aber das was du gechrieben hast könnte u.U. auch nur zum Teil zutreffen...... wenn sie nach der 15 IFRS Erlöse erfassen, dann nimmt man glaub nur einen Teil (die jährliche Rate) vom Erlös (z.B.: 20 Mio.) und den Rest später...das ist glaub die Ausnahme, wenn die Transferzahlung der Käuferseite als unsicher gilt...d.h. dann musst du nicht 100 Mio. ansetzen, sondern nur die jährliche Rate....ist auch egal...Fakt ist nur, dass es tausend Möglichkeiten gibt sich auf null oder ins Minus zu rechnen und das überlasse bzw. erwarte ich von den Verantwortlichen. Schließlich zahlt man bei schlechtem Ergebnis keine Steuern und bei Transfers kann man sagen: Wir haben ein Minus und können nicht so viel zahlen Die Jungs wissen schon was sie da tun. Bloß weil auf dem Papier kein Gewinn steht heißt es nicht, dass nix hängen geblieben ist.... ABER es nervt, wenn hier Artikel von Leuten verfasst werden, die einfach nur dummes Bashing betreiben und auch noch welche auf den Zug aufspringen


Zamberk hat in seinem Vodcast eine Beispielrechnung plakativ vorgerechnet. Da ging er dann schon von einer Aktivierung über die Laufzeit aus, das zog sich schon durch den Beitrag.

Man muss 2 Dinge klar voneinander trennen:

1. Bilanz. (Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben)
2. Liquidität. (Wieviel Geld habe ich tatsächlich auf dem Konto)

Das ist sehr, sehr grob aber damit kann man es besser verstehen, denke ich.

•     •     •

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