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Saisonfazit 2017/2018

10.05.2018 - 19:23 Uhr
Die Saison ist in ein paar Tagen beendet.. So spannend die neue Saison wohl wieder werden wird, lohnt es sich dennoch, nochmal einen Blick zurückzuwerfen und die Saison abschließend zu bewerten.

Was hat euch besonders gut gefallen? Was tat richtig weh? Wie bewertet ihr die Gesamtsituation und was hättet ihr euch eventuell hier und da erhofft? Was waren eure positiven (und vielleicht auch negativen) Highlights und was hat diese Saison für euch ausgemacht, was war vielleicht sogar einzigartig?

Hier geht es nur um den BVB, aber man darf natürlich auch gerne Highlights vorstellen, die nicht zwangsläufig mit den elf Jungs auf dem Rasen zu tun haben. Haut einfach mal in die Tasten und lasst sehen, wie euer Fazit ausschaut!

Dank an @mannibender_93 für die Vorlage.

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---WESTFALENSTADION---
Saisonfazit 2017/2018 |#1
10.05.2018 - 19:36 Uhr
Anfang der Saison und nach dem furiosen Start unter Bosz hatte ich große Hoffnungen in den BVB, auch weil ich die Bayern dieses Jahr so schlagbar und verwundbar hielt wie lange nicht mehr... Nun ja, es kam wie es kommen musste, wir brechen ein, die Bayern feuern CA, holen Heynckes zurück und wir holen eine Lame Duck als Trainer, es läuft spielerisch und Mannschaftlicht nichts mehr zusammen auf dem Platz, ich bin froh wenn die Saison vorbei ist und wir uns auf die kommende freuen können.
Saisonfazit 2017/2018 |#2
10.05.2018 - 19:44 Uhr
positiv und absolutes highlight war der start unter bosz, sowas habe ich noch nie erlebt und ich dachte das ich träume, vorallem so viele spiele ohne gegentor war man gar nicht mehr gewöhnt.

zagadou, phillip und yarmolenko hatten einen top einstand auch sahin beeindruckte anfang der saison mit überraschend guten leistungen.

absoluter tiefpunkt natürlich die blamagen in der CL und in der EL, auch beide spiele gegen schalke waren unfassbar.

ein weiterer schwachpunkt war das mittelfeld und bürki, die wirklich oft hinter den erwartungen blieben und bürki wo man sich erhoffte das dieser eine positive entwicklung nimmt, zeigte unkonstanz und große schwächen.
das mittelfeld war sehr kreativlos und vorallem in der defensivarbeit einfach mangelhaft.

für die neue saison erwarte ich, dass man den kader verkleinert und insgesamt mehr fokus auf qualität als auf breite legt.

spieler die unruhe innerhalb der mannschaft stiften, sollten abgegeben werden, investitionen in qualität fürs mittelfeld und die außenverteidigerpositionen und keine riesen investitionen in stürmer (max 30 mio)

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Iceblock: ,,Ich nehme Spieler, die irgendwann mal das Potenzial für Real oder Barca haben, lieber als Spieler, die uns als absolutes Maximum ansehen und die uns sportlich kein Stück weiterbringen. (Castro, Toljan, usw.) Dann verkaufe ich ihn lieber nach 2-3 Jahren für 60 Mio anstatt jahrelang auf Spielern festzusitzen, die man kaum wieder los wird.''

Dieser Beitrag wurde zuletzt von bvb_since_98 am 10.05.2018 um 19:46 Uhr bearbeitet
Saisonfazit 2017/2018 |#3
10.05.2018 - 20:16 Uhr
Zitat von DortmunderJunge

Was hat euch besonders gut gefallen?

Der Start unter Bosz war zweifellos furios und der Meilenstein für die (aller Wahrscheinlichkeit nach) Qualifikation für die Champions League. Der Leistungsabfall danach war fast schon unnachahmlich und die Entlassung Bosz' die logische Konsequenz.

Auch gut fand ich, dass man endlich einmal ein Stück weit vom Kuschelkurs abkam und keinen Halt vor Namen gemacht hat. Dazu zählen z. B. das zwischenzeitliche Rausnehmen von Götze oder zum Saisonende hin von Schmelzer. Beides war nachvollziehbar und konsequent. Wenn man nachhaltig von ebendiesen Kurs abkommt, bin ich heilfroh und positiv gestimmt.

Die Entwicklung von Akanji und Sancho sowie das Comeback und die Vertragsverlängerung von Marco Reus verdienen eine gesonderte Erwähnung hinsichtlich positiver Faktoren.

Zitat von DortmunderJunge

Was tat richtig weh?

Allen voran die lustlosen und teils arroganten Auftritte gegen Nikosia und die beschämenden Europa League-Spiele gegen Bergamo und RB Salzburg.

Der Horror schlechthin war das Heimderby, mein persönliches Highlight bei 9 Jahren Dauerkarte. Im Rückspiel hat man in beiden Hälften nichts brauchbares vorgezeigt.

Die Haue, die wir in München kassiert haben, geht auch nicht so schnell aus den Köpfen.

Zitat von DortmunderJunge

Wie bewertet ihr die Gesamtsituation und was hättet ihr euch eventuell hier und da erhofft?

Wenn man sich für die Champions League qualifiziert, sind wir noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Dennoch kann man an dieser Saison nichts schönreden. Die vielen Blamagen in wichtigen Spielen, die zahlreichen Unentschieden mit teils verheerenden Leistungen waren in der Summe ein regelrechtes Trauerspiel. Ich habe einmal angenommen, dass man Spieler vor Derbys nicht zu motivieren braucht und dass es selbstverständlich ist, dass dies von alleine geschieht. Leider habe ich echte Kerle vermisst, ebenso wie Einstellung und Mentalität. Weiterhin auffällig waren die taktischen Defizite unter beiden Trainern. Es besteht dermaßen viel Handlungsbedarf, dass es gar nicht früh genug wieder losgehen kann.

Der letzte Punkt ist Bestandteil der ersten drei, deshalb gehe ich da nicht weiter drauf ein.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Alex_Frei am 10.05.2018 um 20:33 Uhr bearbeitet
Saisonfazit 2017/2018 |#4
10.05.2018 - 20:21 Uhr
Zitat von bvb_since_98

ein weiterer schwachpunkt war das mittelfeld und bürki, die wirklich oft hinter den erwartungen blieben und bürki wo man sich erhoffte das dieser eine positive entwicklung nimmt, zeigte unkonstanz und große schwächen.
das mittelfeld war sehr kreativlos und vorallem in der defensivarbeit einfach mangelhaft.


Das mit dem Mittelfeld würde ich ohne wenn und aber unterschreiben. Ich denke, es ist kaum einer der Mittelfeldspieler über einen längeren Zeitraum in der Lage gewesen, eine konstant gute Leistung abzurufen.
Selbst gute Leistungen blieben eher die Ausnahme.
Was du aber hier über Bürki schreibst ist sowas von an den Haaren her gezogen - da kann man wirklich nur mit dem Kopf schütteln. Wenn man alle Spieler betrachtet, ist Bürki der einzige, der wirklich annähernd in jedem Spiel eine gute, teilweise sogar sehr gute Leistung gezeigt hat.
Du springst hier einfach mit auf den Zug der Bürki Hater. Wenn man die Kickernotentabelle vom BvB anschaut, steht da auf Platz 1 mit einem Durchschnitt von 3,02 Roman - also Bester Spieler der Saison beim BvB.
Und bei der weißen Weste steht er immerhin auf Rang 2.
Ich denke, das wir mit Bürki einen Topmann zwischen den Pfosten haben und wenn seine Vorderleute nur annähernd eine solche Konstanz in ihren Leistungen an den Tag gelegt hätten, bräuchten wir uns nun keine Sorge um die CL Quali machen und auch die Blauen wären sicher nicht vor uns!

Mit sportlichem Gruß
Houseman

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Ein Leben - ein Verein - auf ewig BvB !
Saisonfazit 2017/2018 |#5
10.05.2018 - 20:26 Uhr
Zitat von langi156
Anfang der Saison und nach dem furiosen Start unter Bosz hatte ich große Hoffnungen in den BVB, auch weil ich die Bayern dieses Jahr so schlagbar und verwundbar hielt wie lange nicht mehr... Nun ja, es kam wie es kommen musste, wir brechen ein, die Bayern feuern CA, holen Heynckes zurück und wir holen eine Lame Duck als Trainer, es läuft spielerisch und Mannschaftlicht nichts mehr zusammen auf dem Platz, ich bin froh wenn die Saison vorbei ist und wir uns auf die kommende freuen können.


Lame Duck als Trainer? Finde ich ein bisschen hart Stöger gegenüber.
Er kam(vom Tabellenletzten) als wir 9 Spiele in Folge nicht gewonnen hatten und übernahm ne mental komplett tote Mannschaft. Dann blieben wir in der Liga 3 Monate bis zum Bayernspiel ungeschlagen. Von Platz 8 auf 3.
Stöger hat genau das hinbekommen was von ihm erwartet wurde, simpler Fußball mit mehr Bedacht auf die Abwehr der uns die Saison retten sollte. Qualifizieren wir uns Samstag für die CL kann man ihm ein ganz dickes Danke sagen.
Ich weiß ja nicht was man sonst von ihm erwarten sollte, ne Attacke auf die Bayern mit Tiki-Taka Fußball?

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Saisonfazit 2017/2018 |#6
10.05.2018 - 20:29 Uhr
Die Saison 2017/18.. ich würde sagen es war eine Achterbahn der Gefühle. Und für mich ehrlich gesagt deutlich schlimmer als die letzte Kloppsaison. Als wir mit Klopp nicht punkteten war es bei mir persönlich so, dass ich die Meinung vieler nicht teilen konnte. Alle sprachen von „System entschlüsselt“ und Klopp wäre taktisch am Zenit gewesen. Das habe ich nicht so empfunden. Glaube bis auf die Saison 2012/13 war das die Saison die ich am meisten gesehen hatte, wir waren nahezu immer drückend überlegen und haben dann Tore kassiert die einfach purer Slapstick waren. Erinnere mich zum Beispiel an ein Spiel in der Hinrunde gegen Hannover, waren glaub ich 23-5 Schüsse oder so. Es stand lange 1:1, wir waren ganze Zeit Druck am machen, dann kam ein Hannoverkonter der unterbunden wurde und in Kiyotakes Freistoß endete. Der machte dann das 2:1 für 96. Wenn ich diese Spiele gesehen habe sah ich viele Spieler denen ich viel zutraue, einen Trainer der für mich als Mensch so nah und greifbar ist und trotzdem verloren wir immer wieder. Oder auch das Bakalorzfoul das Reus außer Gefecht setzte. Ich fühlte mich einfach ohnmächtig.
Aber ich habe immer an eine Wende geglaubt.

Die Saison 2017/18 ist da irgendwie ganz anders. Bei Bosz war ich anfangs vorsichtig optimistisch, seine EL Spiele gefielen mir letzte Saison und fand ihn mit seiner ruhigen Art eigentlich angenehm. Die Siegesserie am Anfang war dann natürlich herzerwärmend für jeden Borussen. Dann kamen die CL Spiele. Gegen Tottenham war das meiner Meinung nach ähnlich wie das, was ich in der letzten Kloppsaison sah; man war offensiv drückend überlegen, Tottenham kontert klug und macht die Tore. Dann kam die Bosz Sieglosserie, der Niederländer wollte jedoch nichts an der Taktik ändern vorerst. Dann kam der Druck von Medien und Fans und er hat kopflos rumrotiert und geändert. Gerade von einem Niederländer der von Ajax kam habe ich mir gewünscht, dass dieser die Jugend einbindet. U19 Nationalspieler und gegen Magdeburg debütierter Beste zum Beispiel. Doch statt ihn einzusetzen als Schmelzer und Guerreiro verletzt waren, rotierte er wild herum. Erinnere mich noch zu gut an die Viererkette Toljan Weigl Subotic Bartra. Habe selten so Bauchschmerzen gehabt bei einem Dortmundspiel. Auch die CL war einfach unfassbar schwach. Gegen Tottenham und Real auszuscheiden, passiert. Kein Thema. Aber gegen einen zypriotischen Klub in 2 Spielen keinen Sieg zu erringen..

Am Ende der Episode Bosz steht das Derby. Ich habe das Spiel mit einem Kumpel geschaut, der Bayernfan ist. Ich musste ehrlich gesagt nach dem 4:0 lachen und habe gesagt, bei der aktuellen Performance des Teams würde ich noch nicht mit 3 Punkten rechnen. Das Resultat ist bekannt, eine kampflose, blutleere BVB Truppe hat sich von den Knappen vorführen lassen. „Derbysieger 4:4“ Shirts werden bei Schalke verkauft, während ich echt bitter enttäuscht war von den Spielern.

Nach der Bosz Entlassung war ich erstmal froh, aber auch skeptisch wer jetzt übernehmen würde. Dann kam Stöger. Gemessen an der Situation wohl die beste verfügbare Interimslösung. Man spielte deutlich defensiver, einige Spieler dankten es mit Verlassen des Formtiefs wie zB Toprak und Bürki. Man fing an wieder zu punkten. Und man punktete weiter. Und weiter. Aber es sah eigentlich nie verdient aus. Dann kam das Aubatheater. Streikerei, Stürmersuche im Winter(!), Rassimusdebatten und dann der Wechsel zu Arsenal. Batsman kommt per Leihe. Wieder konnte man nur reagieren um dieses Affentheater zu beenden.

Auch nach der Wintervorbereitung kam es nicht zu einem guten Positionsspiel, besseren Fussball oder bessere Leistungen. Ein wiedergenesener Reus und der geliehene Batsman spielten ihre Klasse aus, der Rest unterlag enormen Formschwankungen. In der EL kam man dank Dusel und Schmelzer Sonntagsschuss erstmal weiter gegen Bergamo, aber mit viel Zittern und Hoffen. Gegen Roses taktisch hervorragendes Salzburg war Endstation. Der kleine Bruder von Buli Konkurrent Leipzig haut uns raus. Im Rückspiel war der 18jährige Zagadou der beste Mann..

All dies wurde dann nach einigen Wochen voller Spekulationen wenigstens etwas schöner. Nicht auf dem Rasen, aber durch die Verlängerung von Reus. Der Mann hat ein Timing, seine Verlängerungen so zu setzen, dass er einem Euphorie in schlechten Phasen verleiht. Reus will seine Prime-Time hier verbringen, auf den Spuren Zorcs wandelnd war er oft der wichtigste Mann. Gegen Gladbach - welches uns in Formkrise mit Hecking als Trainer dominierte - machte er unter anderem den Sack auf dem Acker zu.
Das spätere Derby und die 6:0 Demütigung der Bayern haben einen aber gut aufgezeigt, dass vieles nicht so läuft wie es sollte.
Bis auf das Leverkusenspiel kam für mich kein Spiel, was wirklich Hoffnung machte.

Jetzt kommt das Endspiel. Am letzten Spieltag muss man irgendwie hoffen das Bayer nicht per Kantersieg punktet oder man muss selber gegen Hoffenheim bestehen. Nach dieser Saison ist es aber so, dass ich eher auf Leverkusens Negativlauf (0 Tore die letzten 3 Spiele?) hoffe, als auf unsere Mannschafr zu hoffen.

In dieser echt miesen Saison waren mit Sancho und Zagadou zwei Perspektivspieler die noch nichtmal die Pubertät überwunden haben einige der grössten Lichtblicke für das BVB von morgen. Ich kann einfach nur sagen; Es muss einiges geändert werden. Spieler, Mentalität, Trainer. Und die Saison ist bald zuende. ENDLICH zuende.
Nächste Saison kann eigentlich nur besser werden. Das wir CL spielen dürfen nach dieser Saison freut und beschämt mich zugleich.
Hoffe das die Verantwortlichen die richtigen Schlüsse ziehen werden. Mit Sammer, Kehl aber auch Hitz scheinen die ersten Schritte getan zu sein..
Saisonfazit 2017/2018 |#7
11.05.2018 - 01:01 Uhr
Zitat von JohnPreston
Zitat von langi156

Anfang der Saison und nach dem furiosen Start unter Bosz hatte ich große Hoffnungen in den BVB, auch weil ich die Bayern dieses Jahr so schlagbar und verwundbar hielt wie lange nicht mehr... Nun ja, es kam wie es kommen musste, wir brechen ein, die Bayern feuern CA, holen Heynckes zurück und wir holen eine Lame Duck als Trainer, es läuft spielerisch und Mannschaftlicht nichts mehr zusammen auf dem Platz, ich bin froh wenn die Saison vorbei ist und wir uns auf die kommende freuen können.


Lame Duck als Trainer? Finde ich ein bisschen hart Stöger gegenüber.
Er kam(vom Tabellenletzten) als wir 9 Spiele in Folge nicht gewonnen hatten und übernahm ne mental komplett tote Mannschaft. Dann blieben wir in der Liga 3 Monate bis zum Bayernspiel ungeschlagen. Von Platz 8 auf 3.
Stöger hat genau das hinbekommen was von ihm erwartet wurde, simpler Fußball mit mehr Bedacht auf die Abwehr der uns die Saison retten sollte. Qualifizieren wir uns Samstag für die CL kann man ihm ein ganz dickes Danke sagen.
Ich weiß ja nicht was man sonst von ihm erwarten sollte, ne Attacke auf die Bayern mit Tiki-Taka Fußball?


Man darf auch nicht vergessen, dass Stöger bereits im Sommer wohl die B-Lösung nach Favre war und Bosz erst kurzfristig kam, als beide heiß gehandelten Kandidaten nichts wurden. Stöger war also so oder so keine Verlegenheitslösung der Clubführung.

Im Nachhinein schwanke ich ein bisschen zwischen den Gedanken, was mir lieber gewesen wäre... Bosz' Fußball war, als alle noch an einem Strang zogen, unglaublich gut anzusehen. Wir standen den Gegenspielern zu Beginn nach Ballverlusten soo extrem schnell auf den Füßen, die Rückeroberung ging rasend schnell, die Angriffe liefen gut und solange alle den nötigen Einsatz zeigten, konnte man trotz hohen Risikos defensiv weitestgehend überzeugen. Klar waren bei einigen hohen Siegen - bspw Gladbach - auch riesen Chancen für den Gegner dabei und es hätte schon in den Spielen zuvor klingeln können, aber faktisch hat man am Anfang der Saison recht wenig zugelassen, obgleich das Risiko nicht minder hoch war als in unserer Sieglosserie.

Auf der anderen Seite hätte ich Stöger halt auch die Vorbereitung im Sommer sehr gegönnt, womit er uns denke ich einen anderen Eindruck beschert hätte. Nachweisen kann man das aber natürlich nicht mehr. Sehr wahrscheinlich hätte aber vieles einen anderen und weniger wirtschaftszyklusartigen Verlauf genommen - nicht zuletzt die Saison des FC, der mit zwei durchschnittlichen Runden, wie jetzt unter Ruthenbeck, dem Abstieg zumindest knapp entkommen wäre, ähnlich Mainz bspw.

Eine Bilanz der Saison würde ich bei Gelegenheit auch nochmal ziehen... Achterbahn ist ein gutes Stichwort, Wirtschaftszyklus auch oder Trauerphasen, denn die hat mein Fußballherz in dieser Saison glaube ich alle mitgemacht.

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Schwarz und Gelb ein Leben lang!
Saisonfazit 2017/2018 |#8
11.05.2018 - 16:51 Uhr
Ich kann das Fazit erst nach dem letzten Spieltag ziehen.
Klar ist, dass man international komplett versagt hat. Im Pokal ist ein Ausscheiden gegen Bayern verkraftbar.

Entscheiden wird nun die CL Quali darüber ob das eine Saison ist, die man mit ein paar Schrammen noch ins Ziel gerettet hat oder ob sie eine Vollkatastrophe ist.
Saisonfazit 2017/2018 |#9
11.05.2018 - 17:42 Uhr
Für ein abschließendes Fazit ist es zu früh, weil wir noch nicht wissen ob es für die CL gelangt hat. Der Unterschied in der Beurteilung liegt zwischen peinlich enttäuschend und totaler Katastrophe.

Lichtblicke sind Akanji, Sancho und das Philipps Verletzung deutlich weniger schlimm war, als sie auf den Bildern ausgesehen hat,

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Saisonfazit 2017/2018 |#10
12.05.2018 - 12:39 Uhr
Ich finde es eigentlich falsch ein Saisonfazit an einem Spiel festzumachen, da die Saison 34 Spieltage hat und ein Spiel allein eigentlich nicht den Einfluss auf gut oder schlecht haben sollte. Heute ist es wohl dann doch soweit, auch wenn es nicht mehr um gut geht, sondern nur noch um halbwegs passabel oder schlecht. Denn für gut, so viel lässt sich heute schon sagen, gab es zu viele Downs in dieser Saison. Trotzdem will ich das Saisonfazit nicht nur am Ausgang des Spiels festmachen, da dafür eigentlich auch viel zu viel in dieser Saison passiert ist.

Die Vorbereitung verlief bereits nicht ohne Nebengeräusche. Viele konnten den Tuchel Abgang noch immer nicht nachvollziehen und dementsprechend angezählt war Bosz hier bereits ab dem ersten Tag, da man ihn nicht wirklich kannte - selbst in der Vereinsführung - und nur so viel wusste, dass er wohl bestenfalls die C-Lösung war. Nachdem die Testspiele nicht allzu gut aussahen, hat es auch nicht allzu lange gedauert, dass man schon mehr oder weniger laut Bosz Entlassung - noch vor der Saison! - forderte.

Der Saisonstart war dann allerdings überragend und man hatte schon die Hoffnung, dass man die Probleme des Vorjahres gelöst hatte, wenngleich viele Stimmen, während des Höhenflugs, weiterhin kritisch blieben, wonach die defensive Stabilität nicht passt und selbst nach Siegen mit einem halben Dutzend Toren von purem Glück die Rede war. So kehrte beim BVB nie Ruhe ein und man hatte auch den Eindruck, dass die Mannschaft ähnlich kritisch mit Bosz war, obwohl es statistisch lange nicht belegbar war. Irgendwo war das dann eine selbsterfüllende Prophezeiung. Mit dem Start der CL schlichen sich wieder massenhaft individuelle Fehler bzw. lange Fehlerketten ein, die sofort bestraft wurden und natürlich auch sofort noch mehr Druck auf Bosz ausübten, der dafür verantwortlich gemacht wurde, dass teilweise 5-6 Spieler direkt hintereinander eklatante individuelle Fehler machten - was ich bis heute nicht nachvollziehen kann.

Auch die Mannschaft fiel daraufhin in alte Muster zurück und suchte die Verantwortung offenbar nicht bei sich, sondern bei Bosz und rebellierte in Teilen, was erst zu ein paar kleineren Anpassungen führte, aber zu Bosz Ende bereits darin endete, dass es taktisch nicht großartig anders aussah, wie es dann letztendlich auch unter Stöger aussieht - nicht gerade attraktiv, tief verbarrikadiert, mit weiten Wegen nach vorne und schwankendem Interesse an Ballbesitz. Bosz hatte sein System jedenfalls massiv angepasst und auf ein Gebiet begeben, das nicht mehr seine Komfortzone war, sondern die von Teilen der Mannschaft - der Defensive um genau zu sein. Das war nun schon das zweite Mal innerhalb eines Jahres, dass das passierte, nun allerdings unter einem neuen Trainer, der somit seine eigenen Ideen und damit auch das, was von ihm eigentlich gefordert war, nicht mehr umsetzen konnte.

Im Ergebnis hieß das auch, dass das Feld immer weiter auseinander gezogen wurde und die Mannschaft auch taktisch gesehen keine Mannschaft mehr war, weil die Bindung zwischen den Mannschaftsteilen immer mehr verloren ging. Insbesondere die dynamischen Defizite im Zentrum wurden dadurch dann umso mehr betont, sodass die Defensivspieler ab nun vielleicht teilweise nicht mehr ganz so schlecht aussahen, wenn es um Defensivaufgaben ging, aber dafür umso mehr offensiv, weil sie nun Aufgaben des Zentrum umso stärker erfüllen mussten, denen diese Spieler nicht mehr nachkommen konnten. Kurz: die Mannschaft spielte schrecklich, weil sie überhaupt nicht mehr aufeinander abgestimmt war - und nicht zwangsläufig, weil sie entschlüsselt war. Nun wusste man also endültig, die Mannschaft war nicht bereit Bosz zu folgen, obwohl er zu Saisonbeginn zeigen konnte, dass sein System funktioniert. Bosz Entlassung war somit, spätestens nach dem Derby, das die komplette Saison in einem Spiel wiedergab, die absehbare und folgerichtige Konsequenz, da er weder Mannschaft noch Fans hinter sich hatte und wahrscheinlich auch nicht die volle Unterstützung der Vereinsführung, da so eine Rebellion wie gesagt bereits im Vorjahr da war, nachdem damals schon im Winter das System komplett auf links gekrempelt wurde.

Daher frage ich mich auch was sich die Vereinsführung erwartet und wie konsequent sie wirklich bereit ist, dass der Bock wieder umgestoßen wird. Denn die erste Tuchel Saison, wurde spätestens mit dieser Saison als absoluter Ausreißer nach oben bestätigt und nicht als Regel, sodass ein klarer Abwärtstrend nicht mehr zu leugnen ist, wie eben auch Probleme, die sich nicht nur an vermeintlich einfachen Stellschrauben, wie dem Trainerstuhl, festmachen lassen. Das ist, nicht nur gemessen am finanziellen Einsatz, viel zu wenig, aber man wirkt ratlos, führt vieles auf fehlende Mentalität zurück, für die man aber selbst mitverantwortlich ist, da man sich nicht klar und konsequent festlegt, wer man sein will. Das sieht man am Kader, aber auch an der Trainerwahl, indem auf Bosz Stöger folgte, der fussballphilosophisch kaum gegensätzlicher sein könnte. Ein klarer Kurs war nun wieder nicht zu erwarten und somit auch keine einfache Identifikation von Problemen.

Mit Stöger kam jedenfalls ein Trainer, der vieles auf grundsätzliche mentale Probleme der Mannschaft zurückgeführt hat, der taktisch aber wenig eingegriffen hat, im Vergleich zu dem, was Bosz ihm hinterlassen hat - weswegen Stögers Arbeit hier meines Erachtens auch keine Weiterbeschäftigung rechtfertigt, weil es nie eine Entwicklung gab und Stöger Methoden nutzte, die ihn innerhalb der Mannschaft offenbar bereits in Frage stellten (siehe Rode Aussagen). Die Mentalitätsprobleme gibt es meines Erachtens auch durchaus, aber weit weniger, was die fehlende Kriegermentalität angeht, sondern vielmehr in Bezug auf Geschlossenheit, die einzelne Spieler nicht durch Zauberhand herstellen. Das ist für mich sehr viel auf den mangelhaften fussballerischen Fit zwischen den Mannschaftsteilen zurückzuführen. Abwehr, Mittelfeld und Angriff passen, so wie die Mannschaft in Summe aufgestellt ist, nicht zusammen, da athletische, dynamische oder fussballerische Komponenten in den einzelnen Mannschaftsteilen zu wenig berücksichtigt wurden und wie diese Komponenten sich und die einzelnen Mannschaftsteile dann gegenseitig bedingen. Das gilt unabhängig vom Trainer, da sich deren inkonsequente Wahl letztendlich nur in der Zusammenstellung der Mannschaft wiederspiegelt! Dazu scheinen auch noch die Wortführer der Mannschaft aus den Mannschaftsteilen zu kommen, die nicht die höchste individuelle Qualität vorweisen. Dementsprechend problematisch ist auch die Hierarchie, die sich gebildet hat, weil hier Leading by Example vs. Leading with Personality gegenüberstehen und nicht allzu perfekt kompatibel wirken.

Einsatz konnte man der Mannschaft meines Erachtens nur sehr selten wirklich absprechen, aber teilweise wirkte es - vor allem zuletzt - danach, dass sehr vieles genau daran festgemacht wurde, dass die Mannschaft nicht genug Einsatz zeigt. Das ist in meinen Augen aber am Thema vorbei und eine Fehlattribution, weil die Widersprüche nicht aufgelöst werden können. Schließlich befürchte ich mittlerweile sehr stark, dass die Mannschaft einfach nicht besser ist und sein kann, angesichts der vielen Widersprüche innerhalb der Zusammenstellung und nach dem Substanzverlust der letzten 2 Jahre! Es fand also meines Erachtens eine Fehlattribution statt, durch die sich dann auch die Fans im Stadion immer mehr von der Mannschaft entfernten, was schon früh begann (Bürki vs. Zorc) und seinen (vorläufigen?) Höhepunkt nach dem zweiten entäuschenden Derby. Die Zerwürfnisse innerhalb der Mannschaft haben sich also mittlerweile ausgebreitet und der BVB ist damit auf dem besten Weg sich selbst zu verlieren, wenn im Sommer nochmal die falschen Schlüsse gezogen werden. Wobei mich persönlich Sammer als Berater auch nicht gerade beruhigt, weil mir durch ihn weiterhin die falsche Mentalitätsdiskussion geführt wird und ich fürchte, dass auch dort die Widersprüche nicht aufgelöst werden können, wenn sie nicht sogar innerhalb der Vereinsführung bestehen.

Was im Endeffekt auch sehr bedauerlich war: unter der schwachen Saison haben vor allem die Spieler wieder gelitten, die am wenigsten dafür konnten. Die Talente! Bis auf Pulisic mussten die Leistungen der Nachwuchsspieler enorm sein, damit sie konstant eine Chance bekommen haben. Gab es dann Verletzungen, durch die die Talente wieder reingespült wurden, mussten sie sofort liefern, wie erfahrene Spieler, was natürlich auch oft genug schief gelaufen ist, aber letztendlich auch selbstverschuldet ist, weil man die Entwicklung der Talente schleifen ließ, ohne dafür Leistungen von etablierten Spielern zu bekommen, die so gut waren, dass man damit zu irgendeinem Zeitpunkt behaupten kann, dass man alles richtig gemacht hat.

Diese Saison enttäuschte mich zusammengefasst also sehr vieles, wobei es kurioserweise noch am wenigsten die Ergebnisse selbst sind, sondern vor allem das Wie (diese Ergebnisse zustande kamen). Allen voran das fehlende bzw. inkonsequente Konzept, das von den Verantwortlichen vorgegeben wird, die Mannschaft, sondern auch oftmals die Anhängerschaft, die nach wie vor tief gespalten ist. Das stimmt mich für einen Verein, wie den BVB, sehr bedenklich. Sehr viel mehr als die bereits vergebenen Matchbälle um die CL, nachdem die Liga uns schon den Gefallen tat selbst nicht allzu überragend zu punkten. Ich rechne daher auch heute nicht damit, dass man den Matchball verwandelt bekommt und hoffe lediglich auf Leverkusen. Sollten nochmal 30 Mio. in der Kasse fehlen, hätte ich nämlich noch größere Bauchschmerzen, dass es in naher Zukunft nicht wieder in die andere Richtung geht. Die Saison hat jedenfalls mehr Fragen offen gelassen als beantwortet und das kann man denke ich auch schon unabhängig vom heutigen Spiel so stehen lassen ...
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