Superleague
19.04.2021 - 11:38 Uhr
21.04.2021 - 14:35 Uhr
das bisherige vorgehen von laporta ist für mich eine enttäuschung. kein statement. nichts. es geht in erster linie nicht darum, ob man dabei ist oder nicht (das projekt ist jetzt in dieser form sowieso gestorben), sondern das man hier transparent kommuniziert.
es ist völlig klar, dass laporta die interessen des klubs wahren muss, so ein projekt gründlich prüfen muss (bei den summen wäre alles andere unprofessionell) und nicht voreillig vorpreschen darf, ABER ein statement rauszugeben wo man klar kommuniziert wie stand der dinge ist und das die socios das letzte wort haben ist nicht zuviel verlangt. auf jeden fall transparenter als alles über journalisten zu leaken.
transparenz wurde gross geschrieben von laporta im wahlkampf, was auch wichtig ist nach der barto-zeit. die erste möglichkeit hat er schonmal verstreichen lassen mit seinem schweigen. nochmal: es geht hier nicht um eine entgültige entscheidung sondern ein statement a la "wir prüfen alle möglichen optionen um zu entscheiden was das beste für den klub ist und am ende entscheiden sowieso die socio" hätte schon gereicht.
laporta hat den geringsten anteil aller 12 vertreter an diesem projekt (die absichtserklärung hat zusätzlich noch bartomeu unterschrieben und verkündet). er ist erst seit wenigen wochen präsident und hat da sicher nicht jahrelang mitgearbeitet. dazu war er gar nicht befähigt und er hat da im komittee ja auch keinen offiziellen posten (er ist weder präsident, noch vizepräsident oder sonst was). er hat auch nie solche aussagen getätigt wie perez oder agnelli, aber dass er sich gar nicht äussert gefällt mir nicht, zumal er eigentlich ein gegner der superliga war als er noch nicht präsident war.
als teil dieses projektes (und das ist barca nunmal aktuell, auch wenn es die socio-klausel gibt und das projekt in dieser form tot ist) kann man das nicht einfach totschweigen. da habe ich andere erwartungen an einen klub dieser grössenordnung und einer der absoluten big-player in diesem business.
es ist völlig klar, dass laporta die interessen des klubs wahren muss, so ein projekt gründlich prüfen muss (bei den summen wäre alles andere unprofessionell) und nicht voreillig vorpreschen darf, ABER ein statement rauszugeben wo man klar kommuniziert wie stand der dinge ist und das die socios das letzte wort haben ist nicht zuviel verlangt. auf jeden fall transparenter als alles über journalisten zu leaken.
transparenz wurde gross geschrieben von laporta im wahlkampf, was auch wichtig ist nach der barto-zeit. die erste möglichkeit hat er schonmal verstreichen lassen mit seinem schweigen. nochmal: es geht hier nicht um eine entgültige entscheidung sondern ein statement a la "wir prüfen alle möglichen optionen um zu entscheiden was das beste für den klub ist und am ende entscheiden sowieso die socio" hätte schon gereicht.
laporta hat den geringsten anteil aller 12 vertreter an diesem projekt (die absichtserklärung hat zusätzlich noch bartomeu unterschrieben und verkündet). er ist erst seit wenigen wochen präsident und hat da sicher nicht jahrelang mitgearbeitet. dazu war er gar nicht befähigt und er hat da im komittee ja auch keinen offiziellen posten (er ist weder präsident, noch vizepräsident oder sonst was). er hat auch nie solche aussagen getätigt wie perez oder agnelli, aber dass er sich gar nicht äussert gefällt mir nicht, zumal er eigentlich ein gegner der superliga war als er noch nicht präsident war.
als teil dieses projektes (und das ist barca nunmal aktuell, auch wenn es die socio-klausel gibt und das projekt in dieser form tot ist) kann man das nicht einfach totschweigen. da habe ich andere erwartungen an einen klub dieser grössenordnung und einer der absoluten big-player in diesem business.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von La-Masia am 21.04.2021 um 14:37 Uhr bearbeitet
21.04.2021 - 14:37 Uhr
Zitat von La-Masia
eine liga wo keinerlei sportlicher wettbewerb stattfindet. was für eine naive idee! sprich: man kann jedes spiel verlieren ohne jegliche konsequenzen. das kann doch nicht im interesse irgendeines fussballfans sein. UEFA hin oder her. das man dies nicht antizpiert hat, spricht nicht für die vorbereitung dieses projektes. alleine, dass sich arsenal bei den fans entschuldigt für diesen fehler (so haben sie ihr vorhaben genannt in ihrem statement) ist ja wohl absoluter hohn. da muss man sich schon fragen, auf welchem planeten die herren inzwischen leben, wenn man wirklich nicht damit gerechnet hat, dass die fans auf die barrikaden gehen bei dieser idee.
wäre barcelona mit einer superliga nebenbei 14 punkte zurückgelegen in der meisterschaft wie in diesem jahr, dann hätte man wohl die restliche liga im sparmodus gespielt oder hätte mehr braithwaite als messi in der liga gesehen. wäre ja auch kein problem gewesen, denn ob man 4., 5. oder 10. geworden wäre, wäre auch völlig egal gewesen, weil man sich sportlich für nichts qualifizieren muss. und wer wirklich gedacht hat, dass sich die klubs diese regelung aufgeweicht hätten, come on. diese plaungssicherheit war die grundidee für diese liga! amerikanisches vorbild (ja, man achte mal wieviele amerikaner an dieser idee mitgearbeitet haben). riesige geldbeträge die einem nicht genommen werden können unabhängig davon ob man keinen einzigen punkt holt oder meister wird.
das ist kein sport. zitat pep. 100% zustimmung.
perez, agnelli und co haben in ihrer grenzenlosen arroganz alles falsch gemacht was man nur falsch machen kann. spieler ignoriert, fans ignoriert und miserable kommunikation. und ja das argument "die sind doch nicht so naiv" ist krachend begraben worden. doch, die waren so naiv.
dass sich sogar wichtige sponsoren und mögliche käufer der TV-rechte abgewandt haben von dieser idee sagt alles über das projekt aus.
die UEFA muss mehr geld ausschütten, das sehe ich zu 100% auch so, aber der eingeschlagene weg der 12 klubs war einfach nur höchst amateurhaft. wenn ein jahrelang geplantes projekt innerhalb von 48 stunden wieder begraben werden muss, dann ist das nichts anderes als ein armutszeugnis auf dem niveau. da hat man in der vorbereitung nicht viel richtig gemacht. jahrelange arbeit innerhalb 48 stunden für die katze.
edit: ich kann mir nicht vorstellen, dass die qualität aller spiele besser geworden wäre. das niveau wäre sicher grundsätzlich höher gewesen als in der CL-gruppenphase bspw., aber wo ist den der anreiz für sportliche höchstleistungen wenn milan gegen arsenal spielt (beide irgendwo im niemandsland dieser superliga) und man sowieso schon qualifiziert ist für die nächsten 10 ausgaben? das wären bessere freundschaftsspiele geworden, sobald es für mehrere teams nicht mehr möglich gewesen wäre den titel zu holen.
eine liga wo keinerlei sportlicher wettbewerb stattfindet. was für eine naive idee! sprich: man kann jedes spiel verlieren ohne jegliche konsequenzen. das kann doch nicht im interesse irgendeines fussballfans sein. UEFA hin oder her. das man dies nicht antizpiert hat, spricht nicht für die vorbereitung dieses projektes. alleine, dass sich arsenal bei den fans entschuldigt für diesen fehler (so haben sie ihr vorhaben genannt in ihrem statement) ist ja wohl absoluter hohn. da muss man sich schon fragen, auf welchem planeten die herren inzwischen leben, wenn man wirklich nicht damit gerechnet hat, dass die fans auf die barrikaden gehen bei dieser idee.
wäre barcelona mit einer superliga nebenbei 14 punkte zurückgelegen in der meisterschaft wie in diesem jahr, dann hätte man wohl die restliche liga im sparmodus gespielt oder hätte mehr braithwaite als messi in der liga gesehen. wäre ja auch kein problem gewesen, denn ob man 4., 5. oder 10. geworden wäre, wäre auch völlig egal gewesen, weil man sich sportlich für nichts qualifizieren muss. und wer wirklich gedacht hat, dass sich die klubs diese regelung aufgeweicht hätten, come on. diese plaungssicherheit war die grundidee für diese liga! amerikanisches vorbild (ja, man achte mal wieviele amerikaner an dieser idee mitgearbeitet haben). riesige geldbeträge die einem nicht genommen werden können unabhängig davon ob man keinen einzigen punkt holt oder meister wird.
das ist kein sport. zitat pep. 100% zustimmung.
perez, agnelli und co haben in ihrer grenzenlosen arroganz alles falsch gemacht was man nur falsch machen kann. spieler ignoriert, fans ignoriert und miserable kommunikation. und ja das argument "die sind doch nicht so naiv" ist krachend begraben worden. doch, die waren so naiv.
dass sich sogar wichtige sponsoren und mögliche käufer der TV-rechte abgewandt haben von dieser idee sagt alles über das projekt aus.
die UEFA muss mehr geld ausschütten, das sehe ich zu 100% auch so, aber der eingeschlagene weg der 12 klubs war einfach nur höchst amateurhaft. wenn ein jahrelang geplantes projekt innerhalb von 48 stunden wieder begraben werden muss, dann ist das nichts anderes als ein armutszeugnis auf dem niveau. da hat man in der vorbereitung nicht viel richtig gemacht. jahrelange arbeit innerhalb 48 stunden für die katze.
edit: ich kann mir nicht vorstellen, dass die qualität aller spiele besser geworden wäre. das niveau wäre sicher grundsätzlich höher gewesen als in der CL-gruppenphase bspw., aber wo ist den der anreiz für sportliche höchstleistungen wenn milan gegen arsenal spielt (beide irgendwo im niemandsland dieser superliga) und man sowieso schon qualifiziert ist für die nächsten 10 ausgaben? das wären bessere freundschaftsspiele geworden, sobald es für mehrere teams nicht mehr möglich gewesen wäre den titel zu holen.
Ich stimme dir in allen Punkten zu bis auf einen. Die UEFA muss mehr Geld ausschütten? Das werden die, aber ich finde es nicht richtig. Wir als Fans beschweren uns das es kaum noch Wettbewerb in den Nationalen Ligen und in der CL gibt. Und dann gibt es Fans die aus genau diesem Grund die SL begrüßt hätten. Ist noch mehr Geld für unsere bereits sehr großen Clubs dann echt notwendig? Wenn man genau darüber nachdenkt, sollte man diese kommenden Mehreinnahmen an die Teams der Nationalen Ligen verteilen, die nicht an den Europäischen Wettbewerben teilnehmen. Dadurch wird die Finanzielle und damit auch Sportliche Attraktivität der jeweiligen Ligen gesteigert. Die kleineren Teams wären eher in der Lage ihre Spieler zu halten, und sich in der Spitze und der Breite des Kaders zu verstärken.
Unsere Clubs würden immer noch groß bleiben, aber die kleineren hätten auch die Chance Anschluss zu halten, und evtl. auch einen großen zu überholen wenn der schlecht arbeitet im wirtschaftlichen und/oder sportlichen Bereich.
Es bringt doch nichts wenn sich die Clubs beschweren das zu wenig Geld da ist, wenn man den Spielern, Beratern usw. die Kohle nur so in den Hals schmeißt. Siehe Perez. Der redet einen geschwollenen Blödsinn das der Club 2024 tot ist, und im gleichen Atemzug wird ein Alaba präsentiert, der den Bayern zu teuer ist. Wie passt sowas denn zusammen? Und vor allem wie kann man sich wundern wenn Fans von kleineren Teams dann sauer sind auf die großen Teams? Ich hätte gerne wieder eine interessante Bundesliga / LaLiga / Serie A / PL. Und die CL dann als Kirsche auf der Torte.
Die Verteilung der Mehreinnahmen kann nicht die UEFA forcieren. Das müssen die großen Clubs schon gemeinsam entscheiden und es umsetzten. Denn genau genommen ist es von Recht und Gesetz das Geld der Clubs die es in der CL einspielen. Also sollten die es freiwillig der Liga geben. (ich spreche wie gesagt nur von den Mehreinnahmen und nicht von den bisherigen Geldern)
21.04.2021 - 14:47 Uhr
Zitat von FCB-Desperado
Ich stimme dir in allen Punkten zu bis auf einen. Die UEFA muss mehr Geld ausschütten? Das werden die, aber ich finde es nicht richtig. Wir als Fans beschweren uns das es kaum noch Wettbewerb in den Nationalen Ligen und in der CL gibt. Und dann gibt es Fans die aus genau diesem Grund die SL begrüßt hätten. Ist noch mehr Geld für unsere bereits sehr großen Clubs dann echt notwendig? Wenn man genau darüber nachdenkt, sollte man diese kommenden Mehreinnahmen an die Teams der Nationalen Ligen verteilen, die nicht an den Europäischen Wettbewerben teilnehmen. Dadurch wird die Finanzielle und damit auch Sportliche Attraktivität der jeweiligen Ligen gesteigert. Die kleineren Teams wären eher in der Lage ihre Spieler zu halten, und sich in der Spitze und der Breite des Kaders zu verstärken.
Ich stimme dir in allen Punkten zu bis auf einen. Die UEFA muss mehr Geld ausschütten? Das werden die, aber ich finde es nicht richtig. Wir als Fans beschweren uns das es kaum noch Wettbewerb in den Nationalen Ligen und in der CL gibt. Und dann gibt es Fans die aus genau diesem Grund die SL begrüßt hätten. Ist noch mehr Geld für unsere bereits sehr großen Clubs dann echt notwendig? Wenn man genau darüber nachdenkt, sollte man diese kommenden Mehreinnahmen an die Teams der Nationalen Ligen verteilen, die nicht an den Europäischen Wettbewerben teilnehmen. Dadurch wird die Finanzielle und damit auch Sportliche Attraktivität der jeweiligen Ligen gesteigert. Die kleineren Teams wären eher in der Lage ihre Spieler zu halten, und sich in der Spitze und der Breite des Kaders zu verstärken.
die UEFA verdient sehr, sehr viel geld dank den klubs. es kann nicht sein, dass da milliarden in die taschen der UEFA wandern, anstatt einen angemessenen anteil an die klubs zurückgeht, die dafür verantwortlich sind, dass überhaupt soviel geld fliesst.
hier geht es ja nicht nur um die CL, auch in der EL muss der kuchen grösser werden für die teilnehmenden klubs die signfikant dafür sorgen, dass es überhaupt erst zu solchen einnahmen für die UEFA kommt.
der ruf nach dieser umverteilung an teams die nicht euorpäisch teilnehmen ist meiner meinung nach heuchlerisch. du würdest auch nicht begrüssen, wenn du sehr viel geld für dein arbeitgeber generierst und der dir dann irgendwann sagt, dass du genug verdienst und 10% deines gehalts jetzt an die putzfrau geht.
wer an den europäischen wettbewerben teilnimmt (wichtig: sportlich qualifiziert) soll angemessen an den einnahmen der UEFA beteiligt werden. angemessen. das verhältnis stimmt nicht mehr, die UEFA behält zuviel geld zurück. aber dass bspw. schalke jetzt anrecht auf geld hat von wettbewerben wo sie nichts beisteuern, das sehe ich nicht ein. das fussballbusiness ist am ende ja keine wohltätigkeitsveranstaltung. oder anders gesagt: warum sollte schalke einen anteil am CL-geld bekommen, dass sich wolfsburg oder frankfurt (als beispiel weil sie aktuell platz 3 und 4 belegen) mit der sporrtlichen qualifikation für die kommende CL erarbeitet haben? das ist in meinen augen eine absurde forderung. das hat ja dann auch nichts mehr mit sportlichem wettbewerb zu tun, wenn jeder geld kriegt für leistungen die gar nicht erbracht wurden.
sowas muss man über die nationalen verbände regeln. siehe verteilungsschlüssel in der PL als beispiel.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von La-Masia am 21.04.2021 um 14:51 Uhr bearbeitet
21.04.2021 - 15:31 Uhr
Zitat von La-Masia
die UEFA verdient sehr, sehr viel geld dank den klubs. es kann nicht sein, dass da milliarden in die taschen der UEFA wandern, anstatt einen angemessenen anteil an die klubs zurückgeht, die dafür verantwortlich sind, dass überhaupt soviel geld fliesst.
hier geht es ja nicht nur um die CL, auch in der EL muss der kuchen grösser werden für die teilnehmenden klubs die signfikant dafür sorgen, dass es überhaupt erst zu solchen einnahmen für die UEFA kommt.
der ruf nach dieser umverteilung an teams die nicht euorpäisch teilnehmen ist meiner meinung nach heuchlerisch. du würdest auch nicht begrüssen, wenn du sehr viel geld für dein arbeitgeber generierst und der dir dann irgendwann sagt, dass du genug verdienst und 10% deines gehalts jetzt an die putzfrau geht.
wer an den europäischen wettbewerben teilnimmt (wichtig: sportlich qualifiziert) soll angemessen an den einnahmen der UEFA beteiligt werden. angemessen. das verhältnis stimmt nicht mehr, die UEFA behält zuviel geld zurück. aber dass bspw. schalke jetzt anrecht auf geld hat von wettbewerben wo sie nichts beisteuern, das sehe ich nicht ein. das fussballbusiness ist am ende ja keine wohltätigkeitsveranstaltung. oder anders gesagt: warum sollte schalke einen anteil am CL-geld bekommen, dass sich wolfsburg oder frankfurt (als beispiel weil sie aktuell platz 3 und 4 belegen) mit der sporrtlichen qualifikation für die kommende CL erarbeitet haben? das ist in meinen augen eine absurde forderung. das hat ja dann auch nichts mehr mit sportlichem wettbewerb zu tun, wenn jeder geld kriegt für leistungen die gar nicht erbracht wurden.
sowas muss man über die nationalen verbände regeln. siehe verteilungsschlüssel in der PL als beispiel.
Zitat von FCB-Desperado
Ich stimme dir in allen Punkten zu bis auf einen. Die UEFA muss mehr Geld ausschütten? Das werden die, aber ich finde es nicht richtig. Wir als Fans beschweren uns das es kaum noch Wettbewerb in den Nationalen Ligen und in der CL gibt. Und dann gibt es Fans die aus genau diesem Grund die SL begrüßt hätten. Ist noch mehr Geld für unsere bereits sehr großen Clubs dann echt notwendig? Wenn man genau darüber nachdenkt, sollte man diese kommenden Mehreinnahmen an die Teams der Nationalen Ligen verteilen, die nicht an den Europäischen Wettbewerben teilnehmen. Dadurch wird die Finanzielle und damit auch Sportliche Attraktivität der jeweiligen Ligen gesteigert. Die kleineren Teams wären eher in der Lage ihre Spieler zu halten, und sich in der Spitze und der Breite des Kaders zu verstärken.
Ich stimme dir in allen Punkten zu bis auf einen. Die UEFA muss mehr Geld ausschütten? Das werden die, aber ich finde es nicht richtig. Wir als Fans beschweren uns das es kaum noch Wettbewerb in den Nationalen Ligen und in der CL gibt. Und dann gibt es Fans die aus genau diesem Grund die SL begrüßt hätten. Ist noch mehr Geld für unsere bereits sehr großen Clubs dann echt notwendig? Wenn man genau darüber nachdenkt, sollte man diese kommenden Mehreinnahmen an die Teams der Nationalen Ligen verteilen, die nicht an den Europäischen Wettbewerben teilnehmen. Dadurch wird die Finanzielle und damit auch Sportliche Attraktivität der jeweiligen Ligen gesteigert. Die kleineren Teams wären eher in der Lage ihre Spieler zu halten, und sich in der Spitze und der Breite des Kaders zu verstärken.
die UEFA verdient sehr, sehr viel geld dank den klubs. es kann nicht sein, dass da milliarden in die taschen der UEFA wandern, anstatt einen angemessenen anteil an die klubs zurückgeht, die dafür verantwortlich sind, dass überhaupt soviel geld fliesst.
hier geht es ja nicht nur um die CL, auch in der EL muss der kuchen grösser werden für die teilnehmenden klubs die signfikant dafür sorgen, dass es überhaupt erst zu solchen einnahmen für die UEFA kommt.
der ruf nach dieser umverteilung an teams die nicht euorpäisch teilnehmen ist meiner meinung nach heuchlerisch. du würdest auch nicht begrüssen, wenn du sehr viel geld für dein arbeitgeber generierst und der dir dann irgendwann sagt, dass du genug verdienst und 10% deines gehalts jetzt an die putzfrau geht.
wer an den europäischen wettbewerben teilnimmt (wichtig: sportlich qualifiziert) soll angemessen an den einnahmen der UEFA beteiligt werden. angemessen. das verhältnis stimmt nicht mehr, die UEFA behält zuviel geld zurück. aber dass bspw. schalke jetzt anrecht auf geld hat von wettbewerben wo sie nichts beisteuern, das sehe ich nicht ein. das fussballbusiness ist am ende ja keine wohltätigkeitsveranstaltung. oder anders gesagt: warum sollte schalke einen anteil am CL-geld bekommen, dass sich wolfsburg oder frankfurt (als beispiel weil sie aktuell platz 3 und 4 belegen) mit der sporrtlichen qualifikation für die kommende CL erarbeitet haben? das ist in meinen augen eine absurde forderung. das hat ja dann auch nichts mehr mit sportlichem wettbewerb zu tun, wenn jeder geld kriegt für leistungen die gar nicht erbracht wurden.
sowas muss man über die nationalen verbände regeln. siehe verteilungsschlüssel in der PL als beispiel.
Im Grundsatz hast du natürlich recht. Der Pferdefuss ist nur, dass die grossen Clubs alles dafür tun, dass den kleineren immer mehr Stein in den Weg gelegt werden. Die kleineren haben immer mehr Hürden zu überspringen, um an die Honigtöpfe zu gelangen. Ein Meister einer weniger prominenten Liga war früher, wenn ich mich recht erinnere, direkt in der Hauptrunde und durfte sich dort mit den Grossen messen. Mittlerweile muss er mehrere Runden überstehen, um überhaupt mal dorthin zu gelangen. Die Liga nennt sich bekanntlich Liga der Meister, doch mittlerweile sind aus den finanzstarken Ligen zahlreiche Nichtmeister dabei und diese sind besser gestellt als die Meister der kleineren Verbände. Die Spiesse sind einfach nicht gleich lang und sie werden, angetrieben von den Grossclubs und der UEFA, immer unterschiedlicher lang. Für mich heisst das: NIcht Schalke müsste etwas vom Kuchen abbekommen, sondern es müssten Brügge, Salzburg, Bern etc. besser gestellt werden. Der Rest ist dann die Sache der nationalen Verbände.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von ZuschauerIn am 21.04.2021 um 15:33 Uhr bearbeitet
21.04.2021 - 17:17 Uhr
Ich glaube mit einer Neuverteilung der Gelder und der vermehrten Ausschüttung an TopClubs ist es bei weitem nicht getan.
Im Prinzip wünschen uns doch Gleichbehandlung für alle. Die großen Klubs, welche das meiste Geld bringen, sollen auch einen größeren Anteil am Geld bekommen. Gleichzeitig sollen kleinere Klubs auch vermehrt zu Überraschungen in der Lage sein und die Kluft zwischen arm und reich nicht immer größer werden. Das schließt sich praktisch gegenseitig aus, wenn man ausschließlich auf den finanziellen Aspekt achtet.
Vielmehr würde ich an anderer Stelle ansetzen, beispielsweise bei Transferbeschränkungen oder gar einem neuen Transfersystem. Dabei sollten "Ausbildungsvereine" mehr Möglichkeiten bekommen junge (Super)Talente zu bekommen, welche die Klubs spielerisch bereichern. Allerdings muss da der Wille der einzelnen Spieler berücksichtigt bleiben, sodass diese nicht wie Marionetten von Klub A zu Klub B geschoben werden.
Eine sehr komplexe Sache also.
Um zur ESL zurückzukehren:
Juventus ist formal noch dabei, ansonsten sind wir mit Madrid die letzten verbliebenen Teilnehmer.
Da erhoffe ich mir ehrlich gesagt eine baldige Info seitens des Vereins, wie nun weiter verfahren wird und ob es diese Abstimmungsklausel wirklich gibt.
Würde mir wünschen, dass wir nicht mehr allzu lange warten mit irgendeiner Reaktion, sei es Abstimmung, Rückzug oder zumindest eine öffentliche Meldung zur aktuellen Ansicht des Vereins.
Im Prinzip wünschen uns doch Gleichbehandlung für alle. Die großen Klubs, welche das meiste Geld bringen, sollen auch einen größeren Anteil am Geld bekommen. Gleichzeitig sollen kleinere Klubs auch vermehrt zu Überraschungen in der Lage sein und die Kluft zwischen arm und reich nicht immer größer werden. Das schließt sich praktisch gegenseitig aus, wenn man ausschließlich auf den finanziellen Aspekt achtet.
Vielmehr würde ich an anderer Stelle ansetzen, beispielsweise bei Transferbeschränkungen oder gar einem neuen Transfersystem. Dabei sollten "Ausbildungsvereine" mehr Möglichkeiten bekommen junge (Super)Talente zu bekommen, welche die Klubs spielerisch bereichern. Allerdings muss da der Wille der einzelnen Spieler berücksichtigt bleiben, sodass diese nicht wie Marionetten von Klub A zu Klub B geschoben werden.
Eine sehr komplexe Sache also.
Um zur ESL zurückzukehren:
Juventus ist formal noch dabei, ansonsten sind wir mit Madrid die letzten verbliebenen Teilnehmer.
Da erhoffe ich mir ehrlich gesagt eine baldige Info seitens des Vereins, wie nun weiter verfahren wird und ob es diese Abstimmungsklausel wirklich gibt.
Würde mir wünschen, dass wir nicht mehr allzu lange warten mit irgendeiner Reaktion, sei es Abstimmung, Rückzug oder zumindest eine öffentliche Meldung zur aktuellen Ansicht des Vereins.
22.04.2021 - 09:05 Uhr
meine güte, der nächste höchst peinliche auftritt von perez. der platzt bald vor arroganz. er hält sich für die höchste instanz im fussball und was er teilweise vom stapel lässt ist derartiger quatsch, dass er das hoffentlich nicht ernsthaft glaubt. das hat schon was von allerfeinster comedy was der aktuell bietet. falls noch mehr interviews geplant sind, muss dringend der popcornbestand aufgefüllt werden.
mein absoluter favorit: "ich kenne die barca-socios sehr gut. 99% würden für die super league stimmen." auf welchem planet lebt dieser kerl?
dann erzählt er etwas, dass ohne superliga keine grossen transfers mehr möglich sind, will dann aber trotzdem nicht ausschliessen, dass er mbappe im sommer holt. macht sinn
auf die frage ob er die socios von real madrid fragen bzgl. SL meinte er lapidar: "muss ich die socios auch fragen, welche spieler wir holen sollen?" der mann hat nicht nur das gefühl, dass ihm real madrid gehört, sondern er hält sich tatsächlich auch für den retter des fussballs, der einzige der weiss was der fussball braucht und 99% der socios von barcelona kennt er gleich auch noch.
mein absoluter favorit: "ich kenne die barca-socios sehr gut. 99% würden für die super league stimmen." auf welchem planet lebt dieser kerl?
dann erzählt er etwas, dass ohne superliga keine grossen transfers mehr möglich sind, will dann aber trotzdem nicht ausschliessen, dass er mbappe im sommer holt. macht sinn
auf die frage ob er die socios von real madrid fragen bzgl. SL meinte er lapidar: "muss ich die socios auch fragen, welche spieler wir holen sollen?" der mann hat nicht nur das gefühl, dass ihm real madrid gehört, sondern er hält sich tatsächlich auch für den retter des fussballs, der einzige der weiss was der fussball braucht und 99% der socios von barcelona kennt er gleich auch noch.
22.04.2021 - 09:09 Uhr
Zitat von Hernandez8
Erklärt auch warum man bisher schweigt. Perez bestätigt das alle Vereine bisher in der Liga verbleiben, da keiner die Strafe für den Austritt gezahlt hat. Wenn man den Uefa Präsidenten glauben darf, dann kommen wir mit einer Abstimmung verhältnismäßig leicht aus der Sache raus.
Erklärt auch warum man bisher schweigt. Perez bestätigt das alle Vereine bisher in der Liga verbleiben, da keiner die Strafe für den Austritt gezahlt hat. Wenn man den Uefa Präsidenten glauben darf, dann kommen wir mit einer Abstimmung verhältnismäßig leicht aus der Sache raus.
das erklärt das schweigen überhaupt nicht. es ist zeit für laporta endlich mal transparez zu schaffen. es geht nicht darum, dass er eine entscheidung verkündet, sondern den stand der dinge erklärt. es kann ja nicht sein, dass man als barca-socio oder barca-fan vom UEFA-präsidenten erfahren muss was der stand der dinge für barca ist. das ist die aufgabe unserer präsidenten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von La-Masia am 22.04.2021 um 09:09 Uhr bearbeitet
22.04.2021 - 09:56 Uhr
Zitat von Hernandez8
Nichts für ungut, aber woher nimmst du die Gewissheit dass es keine Gründe gibt, die gegen ein Statement in der aktuellen Lage sprechen? Es gibt doch jede Menge Dinge, die wir nicht beurteilen können. Was haben denn die anderen Teams bisher gemacht? Ein kurzer Post zum Austritt aus der SL. Mit keinem Wort werden mögliche Konsequenzen erwähnt, die laut Perez drohen. Auch sonst findet man außer leeren Worthülsen zur Beschwichtigung der Fans keine konkreten Informationen. Da warte ich lieber noch ab und bekomm dann eine vernünftige und ausführliche Aussage.
Nichts für ungut, aber woher nimmst du die Gewissheit dass es keine Gründe gibt, die gegen ein Statement in der aktuellen Lage sprechen? Es gibt doch jede Menge Dinge, die wir nicht beurteilen können. Was haben denn die anderen Teams bisher gemacht? Ein kurzer Post zum Austritt aus der SL. Mit keinem Wort werden mögliche Konsequenzen erwähnt, die laut Perez drohen. Auch sonst findet man außer leeren Worthülsen zur Beschwichtigung der Fans keine konkreten Informationen. Da warte ich lieber noch ab und bekomm dann eine vernünftige und ausführliche Aussage.
11 von 12 klubs haben sich geäussert. konkret. was ist daran nicht konkret, dass man aussteigen will und mit den legal teams an den nötigen schritten arbeitet? das ist transparenz. jeder kennt den stand der dinge. es verlangt ja auch keiner, dass laporta da ins detail geht, aber er bestätigt ja nichtmal, dass die socios entscheiden. er leakt einfach alles über seine befreundeten journalisten.
was spricht dagegen die socios darüber zu informieren, dass barcelona auch etwas unterschrieben hat, aber es ausstiegsklauseln gibt? das plaudert ja aktuell jeder aus, das ist also nicht geheim. aber wir erfahren dass von allen möglichen stellen nur laporta ist auf tauchstation. transparenz fehlanzeige. wenn du deine infos über barcelona lieber über celerin oder perez beziehst, dann ist das dein gutes recht. ich habe da eine ganz andere meinung.
und doch die klausel gab es schon unter bartomeu. das stimmt also definitiv nicht, dass es die klausel unter ihm nicht gegeben hätte. bei allem quatsch den bartomeu gemacht hat, aber da hat er barca abgesichert. der hat das nämlich damals schon klar gesagt, dass die socios das letzte wort haben und das auch so in der vereinbarung steht. diese vereinbarung hat laporta dann letzen samstag erneuert. alle klubs haben ja inzwischen bestätigt, dass die vereinbarung von allen klubs am letzten samstag unterschrieben wurde. dass er die vereinbarung unterschrieben hat, ist ja auch keine kritik. es ist die aufgabe des präsidenten von barcelona ein solches mega-projekt zu prüfen. vorallem bei den summen, die da im spiel waren/sind. absolut legitim, dieses paper unterschrieben zu haben.
es geht um fehlende transparenz zum aktuellen zeitpunkt. das ist alles. da muss er sich auch nicht wundern, dass aktuell doch einige anti-laporta und anti-SL plakate aufgehangen werden am nou camp, die man dann ganz schnell jeweils wieder entfernt. wenn man nicht kommuniziert, dann entsteht unruhe, unsicherheit und gerüchte werden gestreut.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von La-Masia am 22.04.2021 um 10:14 Uhr bearbeitet
22.04.2021 - 13:58 Uhr
Ich teile die Ansicht, dass Laporta dann schön langsam mal zumindest ein öffentliches Statement geben sollte. Gut finde ich, dass er intern mit Koeman und den Kapitänen gesprochen hat und sie über die Situation aufgeklärt hat. Ich möchte da hier jetzt aber nicht groß und breit darüber schreiben, weil das von den Vorpostern hier schon sehr gut aufgearbeitet wurde und ich da ähnlicher Meinung bin.
Auch wenn nach und nach Informationen rauskommen, dass Bartomeu eine der großen Initiatoren des Projekts ESL war und seit 15/16 daran gearbeitet haben soll, hat aktuell Real Madrid dank der Auftritte von Perez den größten Schaden an dem ganzen. Das Board von Bartomeu hat selbst erst im Herbst 2020 von seinen Plänen erfahren, so nebenbei bemerkt.
Laporta hat dann Samstag unterschrieben, was Bartomeu vor langer langer Zeit begonnen hat. Und mit begonnen meine ich nicht nur die Idee ESL, sondern vor allem auch Geld im großen Stil zu verprassen. Wer sich mit Laporta im Zuge des Wahlkampfes beschäftigt hat, weiß, dass er der Super League eher kritisch gegenüber stand. Meinungen können sich ändern, Rahmenbedingungen, auf dessen Aussagen ursprünglich getroffen wurden, können sich ändern. Man kann natürlich sagen er hat seine Aussagen getroffen, weil sie populär waren, aber ich nehme sie ihm durchaus ab, schließlich ist er am Ende des Tages immer noch Cruyffista. Völlig egal wie Laporta tatsächlich zu dem Thema steht, die ESL wäre ein potentieller Ausweg aus dem wirtschaftlichen Schlamassel gewesen; Stichwort 730 Mio. short-term debt.
In einem Ende letzten Jahres durchgeführten Interview wurde Laporta nach den Gerüchten einer in-sich-geschlossenen Liga gefragt, aus der Teams nicht absteigen konnten, und nach dem Effekt, den das auf größten Fußballwettbewerb haben könnte. "Wir sind der Meinung, dass man die Essenz des Fußballs zerstören kann", war seine eindeutige Antwort.
Auf die Frage, ob er für eine Super League sei, sagte er: "Vor allem bin ich für Fußball. Es ist das Spektakel, das sich ohne ZWeifel auch als Geschäft entwickelt hat, aber auch Menschen zusammenbringt, Gemeinschaften; Es ist ein Teil des Lebens. Also bin ich dafür."
Laportas Zweifel an der Idee einer geschlossenen ESL gegenüber Cadena Cope: "Sie töten das Fußballgeschäft und verlieren die nette Beziehung zu den weniger bekannten Mannschaften. Sie müssen ihren Fall sehr gut argumentieren, um mich zu überzeugen."
Die Tatsache, dass Barcelona sich unter ihm angeschlossen hat (sofern es so kurzfristig nach Bartomeu's Abmachungen überhaupt einen schnellen Ausweg gegeben hätte), deutet darauf hin, dass der Fall an ihn gerichtet und sehr gut argumentiert wurde. Eine sofortige Geldspritze ist sicherlich das, was der Club braucht.
In der EMD am Dienstag stand: "Ohne die Super League gibt es keinen Plan B." Jetzt kann natürlich nachwievor keiner von uns sagen wie schlimm es aktuell wirklich aussieht. Von der ein oder anderen Quelle gabs kürzlich zu lesen, dass es deutlich schlimmer ist als zunächst angenommen.
Mittlerweile ist ja auch durchgesickert, dass der Ausweg für Barcelona aus dem Vertrag mit der ESL die Hauptversammlung sein wird, da die Socios gemäß Club-Statuten entscheiden müssten.
Dass Laporta das beste im Sinne des Clubs tun wird, hat er im Vorfeld der Wahlen gesagt. Ich denke man hat ihm mit der voreiligen Verkündung der ESL keinen Gefallen getan. Wie überhastet und voreilig das ganze gemacht wurde, zeigt sich ja eindrucksvoll an der amateurhaften Ausführung. Ich muss ehrlich sagen ich bin überrascht wie schlecht Perez, Agnelli und wer auch immer noch federführend an der ESL beteiligt war an das Thema herangegangen sind. Ich habe mir da nach der großen Ankündigung von 12 Großclubs deutlich mehr Konzept erwartet.
Wer so eine gravierende Veränderung plant, muss Werbung machen, Spieler, Trainer, Funktionäre einbinden. Vor allen Dingen braucht es eine vernünftige Kommunikationsstrategie, eine große PK mit Perez, Agnelli, Woodward, in der die Pläne präsentiert werden. Stattdessen tritt Perez in dieser lächerlichen Fußballshow auf und legt einen Auftritt hin, der nur so vor Arroganz strotzt. Wer die UEFA derart angreift und kritisiert, ja, sie als Mittelsmann eliminieren will, damit am Ende des Tages mehr für die Protagonisten über bleibt, muss verdammt professionell an diese Thematik herangehen. Stattdessen hat er sich der Lächerlichkeit preisgegeben und gezeigt, dass er nicht reif für ein Unterfangen dieser Größenordnung ist.
Zurück zu Laporta und der voreiligen Verkündung der ESL. Ich denke er wollte das Ergebnis der Due-Diligence-Prüfung abwarten und dann im Mai alles präsentieren. Status Quo zur aktuellen wirtschaftlichen Situation des FC Barcelona, Pläne für das Espai Barça, Super League etc. Wurde letzte Woche übereinstimmend von sämtlichen katalanischen Medien darüber berichtet, dass Laporta im Mai über alles sprechen wird. Wo wir wieder bei der Hauptversammlung und der wohl geplanten Abstimmung bezüglich eines (jetzt hinfälligen) Beitritts zur ESL wären.
Auch wenn nach und nach Informationen rauskommen, dass Bartomeu eine der großen Initiatoren des Projekts ESL war und seit 15/16 daran gearbeitet haben soll, hat aktuell Real Madrid dank der Auftritte von Perez den größten Schaden an dem ganzen. Das Board von Bartomeu hat selbst erst im Herbst 2020 von seinen Plänen erfahren, so nebenbei bemerkt.
Laporta hat dann Samstag unterschrieben, was Bartomeu vor langer langer Zeit begonnen hat. Und mit begonnen meine ich nicht nur die Idee ESL, sondern vor allem auch Geld im großen Stil zu verprassen. Wer sich mit Laporta im Zuge des Wahlkampfes beschäftigt hat, weiß, dass er der Super League eher kritisch gegenüber stand. Meinungen können sich ändern, Rahmenbedingungen, auf dessen Aussagen ursprünglich getroffen wurden, können sich ändern. Man kann natürlich sagen er hat seine Aussagen getroffen, weil sie populär waren, aber ich nehme sie ihm durchaus ab, schließlich ist er am Ende des Tages immer noch Cruyffista. Völlig egal wie Laporta tatsächlich zu dem Thema steht, die ESL wäre ein potentieller Ausweg aus dem wirtschaftlichen Schlamassel gewesen; Stichwort 730 Mio. short-term debt.
In einem Ende letzten Jahres durchgeführten Interview wurde Laporta nach den Gerüchten einer in-sich-geschlossenen Liga gefragt, aus der Teams nicht absteigen konnten, und nach dem Effekt, den das auf größten Fußballwettbewerb haben könnte. "Wir sind der Meinung, dass man die Essenz des Fußballs zerstören kann", war seine eindeutige Antwort.
Auf die Frage, ob er für eine Super League sei, sagte er: "Vor allem bin ich für Fußball. Es ist das Spektakel, das sich ohne ZWeifel auch als Geschäft entwickelt hat, aber auch Menschen zusammenbringt, Gemeinschaften; Es ist ein Teil des Lebens. Also bin ich dafür."
Laportas Zweifel an der Idee einer geschlossenen ESL gegenüber Cadena Cope: "Sie töten das Fußballgeschäft und verlieren die nette Beziehung zu den weniger bekannten Mannschaften. Sie müssen ihren Fall sehr gut argumentieren, um mich zu überzeugen."
Die Tatsache, dass Barcelona sich unter ihm angeschlossen hat (sofern es so kurzfristig nach Bartomeu's Abmachungen überhaupt einen schnellen Ausweg gegeben hätte), deutet darauf hin, dass der Fall an ihn gerichtet und sehr gut argumentiert wurde. Eine sofortige Geldspritze ist sicherlich das, was der Club braucht.
In der EMD am Dienstag stand: "Ohne die Super League gibt es keinen Plan B." Jetzt kann natürlich nachwievor keiner von uns sagen wie schlimm es aktuell wirklich aussieht. Von der ein oder anderen Quelle gabs kürzlich zu lesen, dass es deutlich schlimmer ist als zunächst angenommen.
Mittlerweile ist ja auch durchgesickert, dass der Ausweg für Barcelona aus dem Vertrag mit der ESL die Hauptversammlung sein wird, da die Socios gemäß Club-Statuten entscheiden müssten.
Dass Laporta das beste im Sinne des Clubs tun wird, hat er im Vorfeld der Wahlen gesagt. Ich denke man hat ihm mit der voreiligen Verkündung der ESL keinen Gefallen getan. Wie überhastet und voreilig das ganze gemacht wurde, zeigt sich ja eindrucksvoll an der amateurhaften Ausführung. Ich muss ehrlich sagen ich bin überrascht wie schlecht Perez, Agnelli und wer auch immer noch federführend an der ESL beteiligt war an das Thema herangegangen sind. Ich habe mir da nach der großen Ankündigung von 12 Großclubs deutlich mehr Konzept erwartet.
Wer so eine gravierende Veränderung plant, muss Werbung machen, Spieler, Trainer, Funktionäre einbinden. Vor allen Dingen braucht es eine vernünftige Kommunikationsstrategie, eine große PK mit Perez, Agnelli, Woodward, in der die Pläne präsentiert werden. Stattdessen tritt Perez in dieser lächerlichen Fußballshow auf und legt einen Auftritt hin, der nur so vor Arroganz strotzt. Wer die UEFA derart angreift und kritisiert, ja, sie als Mittelsmann eliminieren will, damit am Ende des Tages mehr für die Protagonisten über bleibt, muss verdammt professionell an diese Thematik herangehen. Stattdessen hat er sich der Lächerlichkeit preisgegeben und gezeigt, dass er nicht reif für ein Unterfangen dieser Größenordnung ist.
Zurück zu Laporta und der voreiligen Verkündung der ESL. Ich denke er wollte das Ergebnis der Due-Diligence-Prüfung abwarten und dann im Mai alles präsentieren. Status Quo zur aktuellen wirtschaftlichen Situation des FC Barcelona, Pläne für das Espai Barça, Super League etc. Wurde letzte Woche übereinstimmend von sämtlichen katalanischen Medien darüber berichtet, dass Laporta im Mai über alles sprechen wird. Wo wir wieder bei der Hauptversammlung und der wohl geplanten Abstimmung bezüglich eines (jetzt hinfälligen) Beitritts zur ESL wären.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Alexis7 am 22.04.2021 um 14:05 Uhr bearbeitet
23.04.2021 - 13:16 Uhr
Nach langem Mitlesen und nicht hinterherkommen durch die vielen Beiträge auch mal "ein paar" Worte vorn mir. Mir ist es wichtig, einmal über die gesamte Entwicklung und über die Zukunft nachzudenken und gern auch eure Gedanken hierzu zu hören. Mir liegt das "Baby" Fussball sehr am Herzen.
Was ist passiert?
Im Grunde nichts Neues, sondern „nur“ die Klarheit, wo die Reise hingeht und hingehen wird. Durch die „etwas“ ungestüme Kommunikationspolitik der SL-Organisation ist auf einmal allen klar geworden, welche Szenarien dem Fussball drohen. Bisher war es nur Salamitaktik, jetzt hat jemand die halbe (!) Wurst auf den Tisch gelegt. Ich sage bewusst „halbe“, weil die ganze Wurst wäre dann eine rein kommerzielle internationale Showveranstaltung, die wenig bis nichts mehr mit „unserem“ Sport zu tun hat. Die Entwicklung von einem Sport zu einem Entertainement-Produkt. DAS ist unter Kommerzialisierung zu verstehen.
Wo geht die Reise hin?
Kommerzialisierung bedeutet, dass „Kunden“ für ein Produkt gesucht werden und genau das passiert hier in einem unternehmerischem Kontext. Investoren aus der Wirtschaft versuchen, das Produkt so anzupassen, dass es sich besser verkaufen lässt (Gewinnmaximierung). Veränderungen: Verlagerung der Zielgruppe von Fans, die ins Stadion gehen zu TV-Zuschauern international. Daher auch die Fokussierung auf die Big Player, da diese Marken gebildet haben, die sich in der ganzen Welt besser verkaufen lassen. Für den gemeinen Fan haben bspw. Bilbao oder Freiburg eine große Attraktivität weil sie im Sinne der Fussballkultur oder im Falle von Bilbao oder uns der allgemeinen gesellschaftlichen (regionalen) Rolle tolle Einzelbeispiele für Fussballkultur sind. Das ist aber für eine internationale Vermarktung völlig uninteressant. Anstosszeiten sind ein weiterer Punkt: Extrembsp. La Liga wo annähernd keine Spiele mehr parallel stattfinden.
Für die Frage, wo die Reise hingeht, ist es m.E. völlig egal, wer der Organisator ist. Da unterscheiden sich SL, UEFA und FIFA im Grunde nicht, eher im Vorgehen aber nicht darin, dass einige Vertreter (große Vereine) durch geschickte Lobbyarbeit ihre Positionen stärker durchsetzen als Verbände und Fan-Vertreter.
Ganz wichtig für mich ist, zu sehen, welche Interessen hier jeweils vertreten werden: ich mache es mal einfach und gliedere das in 2 Klassen: 1. Investorengeführte Vereine: werden wie Wirtschaftsunternehmen geführt und dienen der Gewinnmaximierung, Fan ist bestenfalls Kunde 2. Mitgliedereigene Vereine: hier werden (mehr oder weniger) die Interessen der Mitglieder vertreten, wobei das extrem aufgeweicht ist. Die Gesamtheit der Mitglieder hat aber grds. die Möglichkeit Stopp zu rufen und nicht alles mitzumachen. Kritisch ist das aber, da es einen natürlichen Drang gibt, in der Nahrungskette nicht nach unten zu rutschen. Somit „sehen sich die Vereine gezwungen“ mitzuhalten und schließen sich der Kommerzialisierung an, mit allen Konsequenzen, wenn auch in kleineren Schritten. Im Extremfall kommt es zu einem kompletten Verkauf (in D durch 50+1 noch halbwegs geschützt). Eine Ausgliederung nach englischem Vorbild führt dann dazu, dass ganz andere Interessen verfolgt werden. Im Grunde hat jeder mitgliedereigene Verein nur 1 Frage zu beantworten: mache ich das mit oder bin ich bereit, in der Versenkung zu verschwinden. Irgendeines der beiden wichtigsten Themen für die Fans geht völlig unverschuldet trotzdem verloren: Ideale der Fussballkultur oder die Freude an dem Wettbewerb, wenn man bspw. um Titel mitspielen kann. Beides zusammen ist heute leider nicht mehr möglich.
Teil 2 zu möglichen Lösungen folgt
Was ist passiert?
Im Grunde nichts Neues, sondern „nur“ die Klarheit, wo die Reise hingeht und hingehen wird. Durch die „etwas“ ungestüme Kommunikationspolitik der SL-Organisation ist auf einmal allen klar geworden, welche Szenarien dem Fussball drohen. Bisher war es nur Salamitaktik, jetzt hat jemand die halbe (!) Wurst auf den Tisch gelegt. Ich sage bewusst „halbe“, weil die ganze Wurst wäre dann eine rein kommerzielle internationale Showveranstaltung, die wenig bis nichts mehr mit „unserem“ Sport zu tun hat. Die Entwicklung von einem Sport zu einem Entertainement-Produkt. DAS ist unter Kommerzialisierung zu verstehen.
Wo geht die Reise hin?
Kommerzialisierung bedeutet, dass „Kunden“ für ein Produkt gesucht werden und genau das passiert hier in einem unternehmerischem Kontext. Investoren aus der Wirtschaft versuchen, das Produkt so anzupassen, dass es sich besser verkaufen lässt (Gewinnmaximierung). Veränderungen: Verlagerung der Zielgruppe von Fans, die ins Stadion gehen zu TV-Zuschauern international. Daher auch die Fokussierung auf die Big Player, da diese Marken gebildet haben, die sich in der ganzen Welt besser verkaufen lassen. Für den gemeinen Fan haben bspw. Bilbao oder Freiburg eine große Attraktivität weil sie im Sinne der Fussballkultur oder im Falle von Bilbao oder uns der allgemeinen gesellschaftlichen (regionalen) Rolle tolle Einzelbeispiele für Fussballkultur sind. Das ist aber für eine internationale Vermarktung völlig uninteressant. Anstosszeiten sind ein weiterer Punkt: Extrembsp. La Liga wo annähernd keine Spiele mehr parallel stattfinden.
Für die Frage, wo die Reise hingeht, ist es m.E. völlig egal, wer der Organisator ist. Da unterscheiden sich SL, UEFA und FIFA im Grunde nicht, eher im Vorgehen aber nicht darin, dass einige Vertreter (große Vereine) durch geschickte Lobbyarbeit ihre Positionen stärker durchsetzen als Verbände und Fan-Vertreter.
Ganz wichtig für mich ist, zu sehen, welche Interessen hier jeweils vertreten werden: ich mache es mal einfach und gliedere das in 2 Klassen: 1. Investorengeführte Vereine: werden wie Wirtschaftsunternehmen geführt und dienen der Gewinnmaximierung, Fan ist bestenfalls Kunde 2. Mitgliedereigene Vereine: hier werden (mehr oder weniger) die Interessen der Mitglieder vertreten, wobei das extrem aufgeweicht ist. Die Gesamtheit der Mitglieder hat aber grds. die Möglichkeit Stopp zu rufen und nicht alles mitzumachen. Kritisch ist das aber, da es einen natürlichen Drang gibt, in der Nahrungskette nicht nach unten zu rutschen. Somit „sehen sich die Vereine gezwungen“ mitzuhalten und schließen sich der Kommerzialisierung an, mit allen Konsequenzen, wenn auch in kleineren Schritten. Im Extremfall kommt es zu einem kompletten Verkauf (in D durch 50+1 noch halbwegs geschützt). Eine Ausgliederung nach englischem Vorbild führt dann dazu, dass ganz andere Interessen verfolgt werden. Im Grunde hat jeder mitgliedereigene Verein nur 1 Frage zu beantworten: mache ich das mit oder bin ich bereit, in der Versenkung zu verschwinden. Irgendeines der beiden wichtigsten Themen für die Fans geht völlig unverschuldet trotzdem verloren: Ideale der Fussballkultur oder die Freude an dem Wettbewerb, wenn man bspw. um Titel mitspielen kann. Beides zusammen ist heute leider nicht mehr möglich.
Teil 2 zu möglichen Lösungen folgt
Dieser Beitrag wurde zuletzt von PuyolCarles am 23.04.2021 um 13:18 Uhr bearbeitet
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