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Thomas Tuchel
Geburtsdatum 29.08.1973
Alter 53
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein England

Thomas Tuchel

23.03.2023 - 22:39 Uhr
Thomas Tuchel |#9451
08.11.2023 - 10:08 Uhr
Zitat von Olli-Osna
Zitat von Joppiesauce

Zitat von MeinLieblingsFcB

Zitat von Joppiesauce

Zitat von MeinLieblingsFcB

Louis van Gaal:
"Und das ist immer das Problem mit ehemaligen Topspielern, die auf dem höchsten Niveau gespielt haben: Sie denken, dass sie wissen, was Coaching ist, aber sie wissen es nicht. Und das war das Problem von Tag 1 an."

Und genau das gleiche Problem hat Tuchel auch mit UH und mit Hamann und Matthäus usw. und im Prinzip auch von Tag 1 an.

Das Problem hat aber auch jeder andere Trainer.. als Trainer vom FCB bekommst du nunmal auch die meister Aufmerksamkeit und ohne die Chaos Vereine HSV, Schalke und zu letzt Hertha, fehlen der Boulevard Presse halt dutzende Schlagzeilen pro Jahr... daher gibt es mehr Aufmerksamkeit für die verbliebenden Click magneten wie Bayern und Dortmund...


Das Problem ist, dass Tuchel auch wieder ein Trainer ist, der etwas verändern will. Das verstehen einige Fans nicht und unsere Granden verstehen es auch nicht und die Experten schon dreimal nicht. Allerdings ist Tuchel schon jemand, der es besser vermitteln kann als van Gaal, aber intern muss man ihm dann auch zuhören und dafür braucht man den Sportdirektor und vor allem den Sportvorstand und dann muss es auch mal langsam genug sein mit UH vom Tegernsee.


Kein Mensch hier weiß was hinter den Kulissen vorsich geht. Hier zu behaupten, dass die Granden nichts verstehen, ist eine Behauptung die man schon sehr gewagt ist. Den möchtegern Experten und der Klatschpresse von der Bild unterstellt man gern, dass die zu voreilig urteilen oder überhaupt keine Ahnung häten, aber deine Behauptungen schlagen doch in die selbe Kerbe.

Wenn UH und Co. keine Ahnung hätten, wären sie nicht dort wo sie sind und schon garnicht für diese lange Zeit. Man muss nunmal auch ehrlich sein und sich eingestehen, das die bisherige Leistung unter Tuchel nicht so ist, das es nichts zu kritisieren gibt. Das die Medien und die Marktschreier-Experten nach allem Fischen was auch nur im entferntesten in Wasser nähe ist, ist auch nicht erst unter Tuchel so gewesen... und bei einem Verein wie dem FC Bayern mit wahrscheinlich über einer Million Fans, ist es auch nicht verwundertlich, dass es Fans mit den unterschiedlichsten Meinungen gibt.

Die Wahrheit liegt wie bei den meisten Dingen irgendwo in der Mitte. In der aktuellen Saison liefert Tuchel die Ergebnisse, aber den Fußball oder die Weiterentwicklung die sich viele erwartet haben, den sieht man nicht. Auch Tuchel hat es noch nicht hinbekommen, das die Mannschaft konstant ihr Potential abruft. Es gibt halt die selben Schwankungen wie unter Nagelsmann auch.. mal spielt man einen Fußball wie von einem anderen Stern und mal sieht man Dinge wie im Pokal..

Wenn man Kritiker verstummen lassen möchte, dann geht das eben nur über Leistung.


Unter welchem Trainer haben wir denn eine höhere Konstanz der guten Spiele gehabt? Selbst unter Pep gab es immer wieder Spiele, die sehr schlecht waren, unter Jupp ebenfalls, das sollte man nicht vergessen.
Wir spielen unter Tuchel etwas kräftesparender und stehen immer wieder tiefer und überlassen dem Gegner den Ball, um dann selber mal zu kontern. Das ist schon eine Veränderung gegenüber Nagelsmann, die man sieht. Unsere Gegentore sind auch sichtbar weniger geworden, die Gegner kommen nicht mehr zu so vielen Großchancen, wie es letzte Saison noch der Fall war.
Das Spiel in Saarbrücken klammere ich mal aus, da fehlte es an der richtigen Einstellung, die meisten Spieler haben das Spiel auf diesem Acker nicht wirklich angenommen und angepasst und waren sich zu sicher, dass sie dort irgendwie gewinnen werden. Mit der richtigen Einstellung hätten wir da klar gewonnen. Diese fehlende Einstellung kreide ich aber nicht Tuchel an, der ist erfahren genug und wird der Mannschaft eine andere Einstellung an die Hand gelegt haben. Personell war es absolut richtig, dort Spieler zu schonen, aber vielleicht war dies auch ein falsches Signal an die Spieler bezüglich der Einstellung.
Tuchel benötigt Zeit und mehr Personal, dann kann er unseren Fußball auch noch deutlich weiterentwickeln, aktuell kann es nur darum gehen, so kräfteschonend wie möglich die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen und das macht er mit der Mannschaft hervorragend!
Ich glaube auch nicht, dass Tuchel Teile der Mannschaft gegen sich hat wie es in den Medien zu lesen war, ich denke viel eher, dass die Mannschaft ihm vertraut und das Verhältnis besser nicht sein könnte.


Das man anders spielen lässt und Tuchel auf mehr Sicherheit setzt, sollte jedem klar sein, der das Spiel genauer beobachtet, aber ob man mit neuen Transfers einen anderen Fußball sehen wird, das glaube ich zumindest nicht wirklich. Tuchel hat sich in den letzen Jahren auch weiter entwickelt und setzt mehr Fokus auf Sicherheit als noch zu seinen ersten Bundesliga zeiten. Das Sane aktuell so gut spielt, liegt auch ein wenig daran, denn da man nun einer tieferen Zone mit dem Pressing beginnt, als noch zu Flick/Nagelsmann zeiten, lockt man den Gegner etwas weiter raus und Spieler wie Sane haben dadurch dann etwas mehr Platz vor sich, um auf Geschwindigkeit zu kommen.

Mich interessiert nur was auf dem Platz geschieht, "Tuchel habe die Mannschaft verloren" oder "Kimmich meutert" oder dergleichen sind mir gleich. Ob die Saison erfolgreich wird oder nicht, wird man frühesten im Frühling nächsten Jahres sehen, denn auch Tuchel wird Erfolge liefern müssen, Meisterschaft und ein gutes CL abschneiden sind quasi Pflicht für jeden Bayern Trainer, egal unter welchen Umständen man spielt.
Thomas Tuchel |#9452
08.11.2023 - 11:56 Uhr
Ich denke man kann schon sagen, dass es seit Beginn der Saison von einigen Experten bzw. auch einigen Medien kontinuierlich immer wieder Kritik an unserer Spielweise gab, die vielleicht (auch gemessen an den Ergebnissen) zum Teil etwas zu Intensiv bzw. hartnäckig war.

Sicherlich, auch das muss man sehen, wird da bei Bayern nicht das gleiche Maß angesetzt, wie bei anderen Teams... das ist aber grundsätzlich (für mich) auch in Ordnung, denn Bayern ist nun mal der Branchenprimus und man erwartet von uns eben "mehr", also von den anderen.

Trotzdem finde ich es grundsätzlich auch gut, wenn Tuchel hier Kante zeigt und sich wehrt - und wenn auch unsere Bosse (siehe die Aussagen von z.B. Hainer und Dreesen) da dahinter stehen. Jetzt kann man über Inhalt bzw. Art und Weise sicher streiten - die einen werden es genauso, wie es gewesen ist, gut finden und feiern. Andere sagen der Auftritt war "etwas drüber" und hätten sich ggf. einen Ticken mehr Sachlichkeit gewünscht.

Zur Wahrheit gehört am Ende für mich aber auch, dass unsere Spielweise, trotz meist positiver Ergebnisse, eben auch immer wieder Punkte für etwaige Kritik bietet. Wenn man sagt, dass wir eine schwache erste Hälfte in Istanbul gespielt haben oder das ein Ausscheiden gegen Saarbrücken natürlich so nicht passieren darf, dann sind das aus meiner Sicht auch korrekte Aussagen! Das waren jetzt mal zwei Beispiele, die Liste liese sich aber schon noch um einige weitere Beispiele verlängern.

Aus meiner Sicht gibt es daher nur eine Möglichkeit, um dieses Thema dauerhaft zu befrieden: man muss auf dem Platz die Antwort geben - und Dortmund war dazu ein sehr guter Anfang! Bin sehr gespannt auf das Spiel heute gegen Istanbul, ich hoffe das wir den Trend des letzten Spiels fortsetzen können.
Thomas Tuchel |#9453
08.11.2023 - 12:29 Uhr
Zitat von Joppiesauce
Zitat von Olli-Osna

Zitat von Joppiesauce

Zitat von MeinLieblingsFcB

Zitat von Joppiesauce

Zitat von MeinLieblingsFcB

Louis van Gaal:
"Und das ist immer das Problem mit ehemaligen Topspielern, die auf dem höchsten Niveau gespielt haben: Sie denken, dass sie wissen, was Coaching ist, aber sie wissen es nicht. Und das war das Problem von Tag 1 an."

Und genau das gleiche Problem hat Tuchel auch mit UH und mit Hamann und Matthäus usw. und im Prinzip auch von Tag 1 an.

Das Problem hat aber auch jeder andere Trainer.. als Trainer vom FCB bekommst du nunmal auch die meister Aufmerksamkeit und ohne die Chaos Vereine HSV, Schalke und zu letzt Hertha, fehlen der Boulevard Presse halt dutzende Schlagzeilen pro Jahr... daher gibt es mehr Aufmerksamkeit für die verbliebenden Click magneten wie Bayern und Dortmund...


Das Problem ist, dass Tuchel auch wieder ein Trainer ist, der etwas verändern will. Das verstehen einige Fans nicht und unsere Granden verstehen es auch nicht und die Experten schon dreimal nicht. Allerdings ist Tuchel schon jemand, der es besser vermitteln kann als van Gaal, aber intern muss man ihm dann auch zuhören und dafür braucht man den Sportdirektor und vor allem den Sportvorstand und dann muss es auch mal langsam genug sein mit UH vom Tegernsee.


Kein Mensch hier weiß was hinter den Kulissen vorsich geht. Hier zu behaupten, dass die Granden nichts verstehen, ist eine Behauptung die man schon sehr gewagt ist. Den möchtegern Experten und der Klatschpresse von der Bild unterstellt man gern, dass die zu voreilig urteilen oder überhaupt keine Ahnung häten, aber deine Behauptungen schlagen doch in die selbe Kerbe.

Wenn UH und Co. keine Ahnung hätten, wären sie nicht dort wo sie sind und schon garnicht für diese lange Zeit. Man muss nunmal auch ehrlich sein und sich eingestehen, das die bisherige Leistung unter Tuchel nicht so ist, das es nichts zu kritisieren gibt. Das die Medien und die Marktschreier-Experten nach allem Fischen was auch nur im entferntesten in Wasser nähe ist, ist auch nicht erst unter Tuchel so gewesen... und bei einem Verein wie dem FC Bayern mit wahrscheinlich über einer Million Fans, ist es auch nicht verwundertlich, dass es Fans mit den unterschiedlichsten Meinungen gibt.

Die Wahrheit liegt wie bei den meisten Dingen irgendwo in der Mitte. In der aktuellen Saison liefert Tuchel die Ergebnisse, aber den Fußball oder die Weiterentwicklung die sich viele erwartet haben, den sieht man nicht. Auch Tuchel hat es noch nicht hinbekommen, das die Mannschaft konstant ihr Potential abruft. Es gibt halt die selben Schwankungen wie unter Nagelsmann auch.. mal spielt man einen Fußball wie von einem anderen Stern und mal sieht man Dinge wie im Pokal..

Wenn man Kritiker verstummen lassen möchte, dann geht das eben nur über Leistung.


Unter welchem Trainer haben wir denn eine höhere Konstanz der guten Spiele gehabt? Selbst unter Pep gab es immer wieder Spiele, die sehr schlecht waren, unter Jupp ebenfalls, das sollte man nicht vergessen.
Wir spielen unter Tuchel etwas kräftesparender und stehen immer wieder tiefer und überlassen dem Gegner den Ball, um dann selber mal zu kontern. Das ist schon eine Veränderung gegenüber Nagelsmann, die man sieht. Unsere Gegentore sind auch sichtbar weniger geworden, die Gegner kommen nicht mehr zu so vielen Großchancen, wie es letzte Saison noch der Fall war.
Das Spiel in Saarbrücken klammere ich mal aus, da fehlte es an der richtigen Einstellung, die meisten Spieler haben das Spiel auf diesem Acker nicht wirklich angenommen und angepasst und waren sich zu sicher, dass sie dort irgendwie gewinnen werden. Mit der richtigen Einstellung hätten wir da klar gewonnen. Diese fehlende Einstellung kreide ich aber nicht Tuchel an, der ist erfahren genug und wird der Mannschaft eine andere Einstellung an die Hand gelegt haben. Personell war es absolut richtig, dort Spieler zu schonen, aber vielleicht war dies auch ein falsches Signal an die Spieler bezüglich der Einstellung.
Tuchel benötigt Zeit und mehr Personal, dann kann er unseren Fußball auch noch deutlich weiterentwickeln, aktuell kann es nur darum gehen, so kräfteschonend wie möglich die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen und das macht er mit der Mannschaft hervorragend!
Ich glaube auch nicht, dass Tuchel Teile der Mannschaft gegen sich hat wie es in den Medien zu lesen war, ich denke viel eher, dass die Mannschaft ihm vertraut und das Verhältnis besser nicht sein könnte.


Das man anders spielen lässt und Tuchel auf mehr Sicherheit setzt, sollte jedem klar sein, der das Spiel genauer beobachtet, aber ob man mit neuen Transfers einen anderen Fußball sehen wird, das glaube ich zumindest nicht wirklich. Tuchel hat sich in den letzen Jahren auch weiter entwickelt und setzt mehr Fokus auf Sicherheit als noch zu seinen ersten Bundesliga zeiten. Das Sane aktuell so gut spielt, liegt auch ein wenig daran, denn da man nun einer tieferen Zone mit dem Pressing beginnt, als noch zu Flick/Nagelsmann zeiten, lockt man den Gegner etwas weiter raus und Spieler wie Sane haben dadurch dann etwas mehr Platz vor sich, um auf Geschwindigkeit zu kommen.

Mich interessiert nur was auf dem Platz geschieht, "Tuchel habe die Mannschaft verloren" oder "Kimmich meutert" oder dergleichen sind mir gleich. Ob die Saison erfolgreich wird oder nicht, wird man frühesten im Frühling nächsten Jahres sehen, denn auch Tuchel wird Erfolge liefern müssen, Meisterschaft und ein gutes CL abschneiden sind quasi Pflicht für jeden Bayern Trainer, egal unter welchen Umständen man spielt.


Aber das ist doch genau die Veränderung, die Tuchel gebracht hat und an der er auch immer noch arbeitet.
Und wenn UH und die TV Experten bemängeln, dass wir nicht dominant genug spielen, dann verstehen sie nicht, was Tuchel bei uns schon verändert hat und wo die Reise noch hingeht. Es wir unter Tuchel keinen dominanten Ballbesitz Fußball geben wie unter Guardiola inkl. wahnwitziger Ballbesitz- und Passstatistiken und es wird auch nicht so gnadenlos aktiv gepresst werden, wie unter Nagelsmann inkl. rekordverdächtiger Boxbesetzung, was dann auch viel aktiver und dominanter aussieht, als der Tuchelsche Pragmatismus.

Insofern wird zum Beispiel Matthäus solange Tuchel bei uns Trainer ist bemängeln können, dass der FC Bayern nicht dominant genug spielt und sich nichts weiterentwickeln würde, gleichzeitig findet er aber keine Erklärung dafür, warum die Bayern so viele Spiele gewinnen, obwohl sie ja in seinen Augen schlechter sind als unter den vorherigen Trainern. Er nennt es dann weniger attraktiv. Aber auf Attraktivität kann ich als Fan persönlich verzichten, wenn es bedeutet, dass man sich insgesamt zu viele Gegentore einfängt. Und solange man mit dieser "wenig attraktiven" Spielweise auch noch Torrekorde bricht, bin ich total fein mit Tuchels Herangehensweise. Was ich persönlich nämlich viel lieber mag als "attraktiven" Fußball für die Galerie sind Siege meiner Mannschaft! Und ich feiere unseren Lauf in der Bundesliga gerade total!

Und Ribery hat in der Doku gesagt: "Ein guter Torwart macht 30-40% aus". Diese Idee kenne ich eigentlich nur aus dem Handball und da stimmte es auch eher, wobei es da auch eher 50% sind, aber ich sehe schon einen Zusammenhang zwischen Neuers Comeback im Klassiker und unserem guten Spiel in Dortmund. Jedenfalls war Neuers Verpflichtung damals ein wichtiger Schlüssel für den Lauf von 11 Meisterschaften in Folge und unserem Aufstieg in die Riege der internationalen Topmannschaften in den letzten 15 Jahren. Ein weiterer Schlüssel war aber die Rolle unserer Holding Six in Form von Martinez/Alonso... Danach ging es deutlich bergab mit unserer defensiven Stabilität und das konnte auch Manuel Neuer nicht verhindern. Letzte Alonso Saison unter Ancelotti: 22 Gegentore danach: 28, 32, 32, 44, 37, 38 Gegentore. Und darauf habe ich überhaupt keine Lust mehr. Ab der Saison 12/13 bis einschließlich 16/17 waren es: 18, 23, 18, 17, 22. Und aktuell sind es hochgerechnet 24 Gegentore und das sogar ohne Holding Six... Hahahaha

Und der nächste Beweis, warum unsere TV Experten vom Coaching auf dem höchsten Niveau keine Ahnung haben: Didi Hamann vertritt in Dauerschleife die Theorie, dass man den Spielern Kimmich oder Laimer einfach nur erklären muss, wie sie zu spielen haben, damit sie die Holding Six verkörpern, die Tuchel unbedingt haben will. Aber Tuchel hatte es schon einmal gesagt: Sie (er und sein Trainerteam) unterrichten keine Spieler (we don't teach), sie setzen die Spieler nach ihrem natürlichen Potenzial ein und sorgen dafür, dass der Spieler diese ureigenen Fähigkeiten maximal ausnutzt und in das Mannschaftsspiel einbringen kann. Ähnlich hat es auch LvG gesagt: "Ich schaue mir die Spieler an und erkenne, was ihre beste Position ist und da lasse ich sie dann auch spielen." Deswegen war zum Beispiel Schweinsteiger in LvGs Augen kein linker offensiver Mittelfeldspieler, sondern er musste weiter nach hinten in die Mitte des Spielfeldes. Und da war er dann Weltklasse. Und Lahm war kein linker Verteidiger, sondern ein rechter Verteidiger und da war er dann der beste der Welt. Und ein Kimmich wird als echter defensiver Mittelfeldspieler niemals Weltklasse erreichen oder dem FC Bayern auf die bestmögliche Weise helfen können, weil diese Rolle nicht seinem höchsten Potenzial entspricht.

•     •     •

Die Saison 2012/2013 ist eine für die Ewigkeit, es sei denn wir entscheiden, dass das noch besser geht und machen es! ;)
Thomas Tuchel |#9454
08.11.2023 - 12:46 Uhr
Zitat von MeinLieblingsFcB
Zitat von Joppiesauce

Zitat von Olli-Osna

Zitat von Joppiesauce

Zitat von MeinLieblingsFcB

Zitat von Joppiesauce

Zitat von MeinLieblingsFcB

Louis van Gaal:
"Und das ist immer das Problem mit ehemaligen Topspielern, die auf dem höchsten Niveau gespielt haben: Sie denken, dass sie wissen, was Coaching ist, aber sie wissen es nicht. Und das war das Problem von Tag 1 an."

Und genau das gleiche Problem hat Tuchel auch mit UH und mit Hamann und Matthäus usw. und im Prinzip auch von Tag 1 an.

Das Problem hat aber auch jeder andere Trainer.. als Trainer vom FCB bekommst du nunmal auch die meister Aufmerksamkeit und ohne die Chaos Vereine HSV, Schalke und zu letzt Hertha, fehlen der Boulevard Presse halt dutzende Schlagzeilen pro Jahr... daher gibt es mehr Aufmerksamkeit für die verbliebenden Click magneten wie Bayern und Dortmund...


Das Problem ist, dass Tuchel auch wieder ein Trainer ist, der etwas verändern will. Das verstehen einige Fans nicht und unsere Granden verstehen es auch nicht und die Experten schon dreimal nicht. Allerdings ist Tuchel schon jemand, der es besser vermitteln kann als van Gaal, aber intern muss man ihm dann auch zuhören und dafür braucht man den Sportdirektor und vor allem den Sportvorstand und dann muss es auch mal langsam genug sein mit UH vom Tegernsee.


Kein Mensch hier weiß was hinter den Kulissen vorsich geht. Hier zu behaupten, dass die Granden nichts verstehen, ist eine Behauptung die man schon sehr gewagt ist. Den möchtegern Experten und der Klatschpresse von der Bild unterstellt man gern, dass die zu voreilig urteilen oder überhaupt keine Ahnung häten, aber deine Behauptungen schlagen doch in die selbe Kerbe.

Wenn UH und Co. keine Ahnung hätten, wären sie nicht dort wo sie sind und schon garnicht für diese lange Zeit. Man muss nunmal auch ehrlich sein und sich eingestehen, das die bisherige Leistung unter Tuchel nicht so ist, das es nichts zu kritisieren gibt. Das die Medien und die Marktschreier-Experten nach allem Fischen was auch nur im entferntesten in Wasser nähe ist, ist auch nicht erst unter Tuchel so gewesen... und bei einem Verein wie dem FC Bayern mit wahrscheinlich über einer Million Fans, ist es auch nicht verwundertlich, dass es Fans mit den unterschiedlichsten Meinungen gibt.

Die Wahrheit liegt wie bei den meisten Dingen irgendwo in der Mitte. In der aktuellen Saison liefert Tuchel die Ergebnisse, aber den Fußball oder die Weiterentwicklung die sich viele erwartet haben, den sieht man nicht. Auch Tuchel hat es noch nicht hinbekommen, das die Mannschaft konstant ihr Potential abruft. Es gibt halt die selben Schwankungen wie unter Nagelsmann auch.. mal spielt man einen Fußball wie von einem anderen Stern und mal sieht man Dinge wie im Pokal..

Wenn man Kritiker verstummen lassen möchte, dann geht das eben nur über Leistung.


Unter welchem Trainer haben wir denn eine höhere Konstanz der guten Spiele gehabt? Selbst unter Pep gab es immer wieder Spiele, die sehr schlecht waren, unter Jupp ebenfalls, das sollte man nicht vergessen.
Wir spielen unter Tuchel etwas kräftesparender und stehen immer wieder tiefer und überlassen dem Gegner den Ball, um dann selber mal zu kontern. Das ist schon eine Veränderung gegenüber Nagelsmann, die man sieht. Unsere Gegentore sind auch sichtbar weniger geworden, die Gegner kommen nicht mehr zu so vielen Großchancen, wie es letzte Saison noch der Fall war.
Das Spiel in Saarbrücken klammere ich mal aus, da fehlte es an der richtigen Einstellung, die meisten Spieler haben das Spiel auf diesem Acker nicht wirklich angenommen und angepasst und waren sich zu sicher, dass sie dort irgendwie gewinnen werden. Mit der richtigen Einstellung hätten wir da klar gewonnen. Diese fehlende Einstellung kreide ich aber nicht Tuchel an, der ist erfahren genug und wird der Mannschaft eine andere Einstellung an die Hand gelegt haben. Personell war es absolut richtig, dort Spieler zu schonen, aber vielleicht war dies auch ein falsches Signal an die Spieler bezüglich der Einstellung.
Tuchel benötigt Zeit und mehr Personal, dann kann er unseren Fußball auch noch deutlich weiterentwickeln, aktuell kann es nur darum gehen, so kräfteschonend wie möglich die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen und das macht er mit der Mannschaft hervorragend!
Ich glaube auch nicht, dass Tuchel Teile der Mannschaft gegen sich hat wie es in den Medien zu lesen war, ich denke viel eher, dass die Mannschaft ihm vertraut und das Verhältnis besser nicht sein könnte.


Das man anders spielen lässt und Tuchel auf mehr Sicherheit setzt, sollte jedem klar sein, der das Spiel genauer beobachtet, aber ob man mit neuen Transfers einen anderen Fußball sehen wird, das glaube ich zumindest nicht wirklich. Tuchel hat sich in den letzen Jahren auch weiter entwickelt und setzt mehr Fokus auf Sicherheit als noch zu seinen ersten Bundesliga zeiten. Das Sane aktuell so gut spielt, liegt auch ein wenig daran, denn da man nun einer tieferen Zone mit dem Pressing beginnt, als noch zu Flick/Nagelsmann zeiten, lockt man den Gegner etwas weiter raus und Spieler wie Sane haben dadurch dann etwas mehr Platz vor sich, um auf Geschwindigkeit zu kommen.

Mich interessiert nur was auf dem Platz geschieht, "Tuchel habe die Mannschaft verloren" oder "Kimmich meutert" oder dergleichen sind mir gleich. Ob die Saison erfolgreich wird oder nicht, wird man frühesten im Frühling nächsten Jahres sehen, denn auch Tuchel wird Erfolge liefern müssen, Meisterschaft und ein gutes CL abschneiden sind quasi Pflicht für jeden Bayern Trainer, egal unter welchen Umständen man spielt.


Aber das ist doch genau die Veränderung, die Tuchel gebracht hat und an der er auch immer noch arbeitet.
Und wenn UH und die TV Experten bemängeln, dass wir nicht dominant genug spielen, dann verstehen sie nicht, was Tuchel bei uns schon verändert hat und wo die Reise noch hingeht. Es wir unter Tuchel keinen dominanten Ballbesitz Fußball geben wie unter Guardiola inkl. wahnwitziger Ballbesitz- und Passstatistiken und es wird auch nicht so gnadenlos aktiv gepresst werden, wie unter Nagelsmann inkl. rekordverdächtiger Boxbesetzung, was dann auch viel aktiver und dominanter aussieht, als der Tuchelsche Pragmatismus.

Insofern wird zum Beispiel Matthäus solange Tuchel bei uns Trainer ist bemängeln können, dass der FC Bayern nicht dominant genug spielt und sich nichts weiterentwickeln würde, gleichzeitig findet er aber keine Erklärung dafür, warum die Bayern so viele Spiele gewinnen, obwohl sie ja in seinen Augen schlechter sind als unter den vorherigen Trainern. Er nennt es dann weniger attraktiv. Aber auf Attraktivität kann ich als Fan persönlich verzichten, wenn es bedeutet, dass man sich insgesamt zu viele Gegentore einfängt. Und solange man mit dieser "wenig attraktiven" Spielweise auch noch Torrekorde bricht, bin ich total fein mit Tuchels Herangehensweise. Was ich persönlich nämlich viel lieber mag als "attraktiven" Fußball für die Galerie sind Siege meiner Mannschaft! Und ich feiere unseren Lauf in der Bundesliga gerade total!

Und Ribery hat in der Doku gesagt: "Ein guter Torwart macht 30-40% aus". Diese Idee kenne ich eigentlich nur aus dem Handball und da stimmte es auch eher, wobei es da auch eher 50% sind, aber ich sehe schon einen Zusammenhang zwischen Neuers Comeback im Klassiker und unserem guten Spiel in Dortmund. Jedenfalls war Neuers Verpflichtung damals ein wichtiger Schlüssel für den Lauf von 11 Meisterschaften in Folge und unserem Aufstieg in die Riege der internationalen Topmannschaften in den letzten 15 Jahren. Ein weiterer Schlüssel war aber die Rolle unserer Holding Six in Form von Martinez/Alonso... Danach ging es deutlich bergab mit unserer defensiven Stabilität und das konnte auch Manuel Neuer nicht verhindern. Letzte Alonso Saison unter Ancelotti: 22 Gegentore danach: 28, 32, 32, 44, 37, 38 Gegentore. Und darauf habe ich überhaupt keine Lust mehr. Ab der Saison 12/13 bis einschließlich 16/17 waren es: 18, 23, 18, 17, 22. Und aktuell sind es hochgerechnet 24 Gegentore und das sogar ohne Holding Six... Hahahaha

Und der nächste Beweis, warum unsere TV Experten vom Coaching auf dem höchsten Niveau keine Ahnung haben: Didi Hamann vertritt in Dauerschleife die Theorie, dass man den Spielern Kimmich oder Laimer einfach nur erklären muss, wie sie zu spielen haben, damit sie die Holding Six verkörpern, die Tuchel unbedingt haben will. Aber Tuchel hatte es schon einmal gesagt: Sie (er und sein Trainerteam) unterrichten keine Spieler (we don't teach), sie setzen die Spieler nach ihrem natürlichen Potenzial ein und sorgen dafür, dass der Spieler diese ureigenen Fähigkeiten maximal ausnutzt und in das Mannschaftsspiel einbringen kann. Ähnlich hat es auch LvG gesagt: "Ich schaue mir die Spieler an und erkenne, was ihre beste Position ist und da lasse ich sie dann auch spielen." Deswegen war zum Beispiel Schweinsteiger in LvGs Augen kein linker offensiver Mittelfeldspieler, sondern er musste weiter nach hinten in die Mitte des Spielfeldes. Und da war er dann Weltklasse. Und Lahm war kein linker Verteidiger, sondern ein rechter Verteidiger und da war er dann der beste der Welt. Und ein Kimmich wird als echter defensiver Mittelfeldspieler niemals Weltklasse erreichen oder dem FC Bayern auf die bestmögliche Weise helfen können, weil diese Rolle nicht seinem höchsten Potenzial entspricht.


Danke für diese tolle Einschätzung, die ich zu 100% teile!!!!

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Heimat ist kein Ort, sondern ein Gefühl! - Tucholsky
Thomas Tuchel |#9455
08.11.2023 - 12:52 Uhr
Zitat von MeinLieblingsFcB


Und der nächste Beweis, warum unsere TV Experten vom Coaching auf dem höchsten Niveau keine Ahnung haben: Didi Hamann vertritt in Dauerschleife die Theorie, dass man den Spielern Kimmich oder Laimer einfach nur erklären muss, wie sie zu spielen haben, damit sie die Holding Six verkörpern, die Tuchel unbedingt haben will. Aber Tuchel hatte es schon einmal gesagt: Sie (er und sein Trainerteam) unterrichten keine Spieler (we don't teach), sie setzen die Spieler nach ihrem natürlichen Potenzial ein und sorgen dafür, dass der Spieler diese ureigenen Fähigkeiten maximal ausnutzt und in das Mannschaftsspiel einbringen kann. Ähnlich hat es auch LvG gesagt: "Ich schaue mir die Spieler an und erkenne, was ihre beste Position ist und da lasse ich sie dann auch spielen." Deswegen war zum Beispiel Schweinsteiger in LvGs Augen kein linker offensiver Mittelfeldspieler, sondern er musste weiter nach hinten in die Mitte des Spielfeldes. Und da war er dann Weltklasse. Und Lahm war kein linker Verteidiger, sondern ein rechter Verteidiger und da war er dann der beste der Welt. Und ein Kimmich wird als echter defensiver Mittelfeldspieler niemals Weltklasse erreichen oder dem FC Bayern auf die bestmögliche Weise helfen können, weil diese Rolle nicht seinem höchsten Potenzial entspricht.


Wobei Van Gaal und Pep die Spieler schon auch gelehrt haben, was sie tun sollten.
Thomas Tuchel |#9456
08.11.2023 - 12:55 Uhr
Zitat von Joppiesauce
Zitat von MeinLieblingsFcB

Zitat von Joppiesauce

Zitat von MeinLieblingsFcB

Louis van Gaal:
"Und das ist immer das Problem mit ehemaligen Topspielern, die auf dem höchsten Niveau gespielt haben: Sie denken, dass sie wissen, was Coaching ist, aber sie wissen es nicht. Und das war das Problem von Tag 1 an."

Und genau das gleiche Problem hat Tuchel auch mit UH und mit Hamann und Matthäus usw. und im Prinzip auch von Tag 1 an.

Das Problem hat aber auch jeder andere Trainer.. als Trainer vom FCB bekommst du nunmal auch die meister Aufmerksamkeit und ohne die Chaos Vereine HSV, Schalke und zu letzt Hertha, fehlen der Boulevard Presse halt dutzende Schlagzeilen pro Jahr... daher gibt es mehr Aufmerksamkeit für die verbliebenden Click magneten wie Bayern und Dortmund...


Das Problem ist, dass Tuchel auch wieder ein Trainer ist, der etwas verändern will. Das verstehen einige Fans nicht und unsere Granden verstehen es auch nicht und die Experten schon dreimal nicht. Allerdings ist Tuchel schon jemand, der es besser vermitteln kann als van Gaal, aber intern muss man ihm dann auch zuhören und dafür braucht man den Sportdirektor und vor allem den Sportvorstand und dann muss es auch mal langsam genug sein mit UH vom Tegernsee.


Kein Mensch hier weiß was hinter den Kulissen vorsich geht. Hier zu behaupten, dass die Granden nichts verstehen, ist eine Behauptung die man schon sehr gewagt ist. Den möchtegern Experten und der Klatschpresse von der Bild unterstellt man gern, dass die zu voreilig urteilen oder überhaupt keine Ahnung häten, aber deine Behauptungen schlagen doch in die selbe Kerbe.

Wenn UH und Co. keine Ahnung hätten, wären sie nicht dort wo sie sind und schon garnicht für diese lange Zeit. Man muss nunmal auch ehrlich sein und sich eingestehen, das die bisherige Leistung unter Tuchel nicht so ist, das es nichts zu kritisieren gibt. Das die Medien und die Marktschreier-Experten nach allem Fischen was auch nur im entferntesten in Wasser nähe ist, ist auch nicht erst unter Tuchel so gewesen... und bei einem Verein wie dem FC Bayern mit wahrscheinlich über einer Million Fans, ist es auch nicht verwundertlich, dass es Fans mit den unterschiedlichsten Meinungen gibt.

Die Wahrheit liegt wie bei den meisten Dingen irgendwo in der Mitte. In der aktuellen Saison liefert Tuchel die Ergebnisse, aber den Fußball oder die Weiterentwicklung die sich viele erwartet haben, den sieht man nicht. Auch Tuchel hat es noch nicht hinbekommen, das die Mannschaft konstant ihr Potential abruft. Es gibt halt die selben Schwankungen wie unter Nagelsmann auch.. mal spielt man einen Fußball wie von einem anderen Stern und mal sieht man Dinge wie im Pokal..

Wenn man Kritiker verstummen lassen möchte, dann geht das eben nur über Leistung.


Ich frage mich aber ernsthaft wie man unter Tuchel keine Weiterentwicklung sehen kann. Die Meinung muss man sich durch drei Minuten Zusammenfassungen gebildet haben, wenn man 90 min anschaut, dann ist es schlicht und einfach nicht möglich keine Entwicklung zu sehen.

Die Mannschaft war unter Nagelsmann ein Wrack. Nach 60 Minuten war die Mannschaft stehend Ko und wurde von Mainz, Köln und Co hergespielt.

Unter Tuchel hat man erkannt, dass man nicht zweimal die Woche über 90 min 110% Powerfußball spielen kann. Nach Ballgewinnen wird nichtmehr automatisch mit allen Mann nach vorne gesprintet, sondern situativ entschieden ob und wie ein Konter ausgespielt wird. Stehen sowieso 10 der 11 Gegner hinter dem Ball wird das Spiel beruhigt und langsam aufgebaut, lässt den Gegner laufen. Erkennt man, dass beim Konter viele offene Räume und eine Mögliche Überzahl Situation entsteht wird der Konter ausgespielt.

Wir sind auch zum Ende des Spiels immer in der Lage Tore zu machen, sind dem Gegner in jeder Minute physisch überlegen und das spiegelt sich auch in den Ergebnissen wieder.

Und auch die Ausstrahlung ist eine andere. Man hat immer wieder in jedem Spiel das Gefühl, dass wir als Sieger vom Platz gehen. Es gibt klare Strukuturen, die Angriffe sind keine Zufallsprodukte mehr, jeder weiß was er zu tun hat.
Thomas Tuchel |#9457
08.11.2023 - 13:07 Uhr
Zitat von Becks84

Zitat von MeinLieblingsFcB

Und der nächste Beweis, warum unsere TV Experten vom Coaching auf dem höchsten Niveau keine Ahnung haben: Didi Hamann vertritt in Dauerschleife die Theorie, dass man den Spielern Kimmich oder Laimer einfach nur erklären muss, wie sie zu spielen haben, damit sie die Holding Six verkörpern, die Tuchel unbedingt haben will. Aber Tuchel hatte es schon einmal gesagt: Sie (er und sein Trainerteam) unterrichten keine Spieler (we don't teach), sie setzen die Spieler nach ihrem natürlichen Potenzial ein und sorgen dafür, dass der Spieler diese ureigenen Fähigkeiten maximal ausnutzt und in das Mannschaftsspiel einbringen kann. Ähnlich hat es auch LvG gesagt: "Ich schaue mir die Spieler an und erkenne, was ihre beste Position ist und da lasse ich sie dann auch spielen." Deswegen war zum Beispiel Schweinsteiger in LvGs Augen kein linker offensiver Mittelfeldspieler, sondern er musste weiter nach hinten in die Mitte des Spielfeldes. Und da war er dann Weltklasse. Und Lahm war kein linker Verteidiger, sondern ein rechter Verteidiger und da war er dann der beste der Welt. Und ein Kimmich wird als echter defensiver Mittelfeldspieler niemals Weltklasse erreichen oder dem FC Bayern auf die bestmögliche Weise helfen können, weil diese Rolle nicht seinem höchsten Potenzial entspricht.


Wobei Van Gaal und Pep die Spieler schon auch gelehrt haben, was sie tun sollten.


Natürlich wird den Spielern auf ihren bestmöglichen Positionen geholfen vom Trainerteam dort das höchstmögliche Niveau zu erreichen. Aber ein Spieler wird nicht gegen sein Potenzial geschult. Wenn Laimer vor allem ein Balleroberer ist aber kein strategischer Mittelfeldspieler, dann passt er nicht 100% zu Tuchels Spielidee im Mittelfeld. Wenn Goretzka vor allem ein Box to Box Spieler ist und keine Holding Six, dann passt er ebenfalls nicht 100% in ein System mit einer Doppelsechs, sondern wäre in einem 4:3:3 besser aufgebhoben. Und Kimmich kann auf der 6 spielen, aber eben auf der etwas offensiveren 6 in unserem System. Wenn er versucht alles zu machen und überall zu helfen, dann verlässt er zu oft seine Position und irritiert damit seinen Mittelfeldpartner maximal und es herrscht dadurch tendenziell Chaos in unserer Schaltzentrale. Und genau da befinden wir uns jetzt. Es ist übrigens noch nicht klar, wie Kimmich agieren wird, wenn wir diesen Abräumer vor der Abwehr auf dem Spielfeld haben. Wird er weiterhin versuchen überall zu sein oder wird er sich anpassen und seine offensivere Rolle besser ausfüllen? Am tiefen Spielaufbau wäre Kimmich dann zum Beispiel eher nicht mehr direkt beteiligt.

Man könnte es auch runterbrechen: Sie fördern, aber unterrichten nicht.

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Die Saison 2012/2013 ist eine für die Ewigkeit, es sei denn wir entscheiden, dass das noch besser geht und machen es! ;)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von MeinLieblingsFcB am 08.11.2023 um 13:12 Uhr bearbeitet
Thomas Tuchel |#9458
08.11.2023 - 13:46 Uhr
Zitat von Lucas_dfb
Zitat von Joppiesauce

Zitat von MeinLieblingsFcB

Zitat von Joppiesauce

Zitat von MeinLieblingsFcB

Louis van Gaal:
"Und das ist immer das Problem mit ehemaligen Topspielern, die auf dem höchsten Niveau gespielt haben: Sie denken, dass sie wissen, was Coaching ist, aber sie wissen es nicht. Und das war das Problem von Tag 1 an."

Und genau das gleiche Problem hat Tuchel auch mit UH und mit Hamann und Matthäus usw. und im Prinzip auch von Tag 1 an.

Das Problem hat aber auch jeder andere Trainer.. als Trainer vom FCB bekommst du nunmal auch die meister Aufmerksamkeit und ohne die Chaos Vereine HSV, Schalke und zu letzt Hertha, fehlen der Boulevard Presse halt dutzende Schlagzeilen pro Jahr... daher gibt es mehr Aufmerksamkeit für die verbliebenden Click magneten wie Bayern und Dortmund...


Das Problem ist, dass Tuchel auch wieder ein Trainer ist, der etwas verändern will. Das verstehen einige Fans nicht und unsere Granden verstehen es auch nicht und die Experten schon dreimal nicht. Allerdings ist Tuchel schon jemand, der es besser vermitteln kann als van Gaal, aber intern muss man ihm dann auch zuhören und dafür braucht man den Sportdirektor und vor allem den Sportvorstand und dann muss es auch mal langsam genug sein mit UH vom Tegernsee.


Kein Mensch hier weiß was hinter den Kulissen vorsich geht. Hier zu behaupten, dass die Granden nichts verstehen, ist eine Behauptung die man schon sehr gewagt ist. Den möchtegern Experten und der Klatschpresse von der Bild unterstellt man gern, dass die zu voreilig urteilen oder überhaupt keine Ahnung häten, aber deine Behauptungen schlagen doch in die selbe Kerbe.

Wenn UH und Co. keine Ahnung hätten, wären sie nicht dort wo sie sind und schon garnicht für diese lange Zeit. Man muss nunmal auch ehrlich sein und sich eingestehen, das die bisherige Leistung unter Tuchel nicht so ist, das es nichts zu kritisieren gibt. Das die Medien und die Marktschreier-Experten nach allem Fischen was auch nur im entferntesten in Wasser nähe ist, ist auch nicht erst unter Tuchel so gewesen... und bei einem Verein wie dem FC Bayern mit wahrscheinlich über einer Million Fans, ist es auch nicht verwundertlich, dass es Fans mit den unterschiedlichsten Meinungen gibt.

Die Wahrheit liegt wie bei den meisten Dingen irgendwo in der Mitte. In der aktuellen Saison liefert Tuchel die Ergebnisse, aber den Fußball oder die Weiterentwicklung die sich viele erwartet haben, den sieht man nicht. Auch Tuchel hat es noch nicht hinbekommen, das die Mannschaft konstant ihr Potential abruft. Es gibt halt die selben Schwankungen wie unter Nagelsmann auch.. mal spielt man einen Fußball wie von einem anderen Stern und mal sieht man Dinge wie im Pokal..

Wenn man Kritiker verstummen lassen möchte, dann geht das eben nur über Leistung.


Ich frage mich aber ernsthaft wie man unter Tuchel keine Weiterentwicklung sehen kann. Die Meinung muss man sich durch drei Minuten Zusammenfassungen gebildet haben, wenn man 90 min anschaut, dann ist es schlicht und einfach nicht möglich keine Entwicklung zu sehen.

Die Mannschaft war unter Nagelsmann ein Wrack. Nach 60 Minuten war die Mannschaft stehend Ko und wurde von Mainz, Köln und Co hergespielt.

Unter Tuchel hat man erkannt, dass man nicht zweimal die Woche über 90 min 110% Powerfußball spielen kann. Nach Ballgewinnen wird nichtmehr automatisch mit allen Mann nach vorne gesprintet, sondern situativ entschieden ob und wie ein Konter ausgespielt wird. Stehen sowieso 10 der 11 Gegner hinter dem Ball wird das Spiel beruhigt und langsam aufgebaut, lässt den Gegner laufen. Erkennt man, dass beim Konter viele offene Räume und eine Mögliche Überzahl Situation entsteht wird der Konter ausgespielt.

Wir sind auch zum Ende des Spiels immer in der Lage Tore zu machen, sind dem Gegner in jeder Minute physisch überlegen und das spiegelt sich auch in den Ergebnissen wieder.

Und auch die Ausstrahlung ist eine andere. Man hat immer wieder in jedem Spiel das Gefühl, dass wir als Sieger vom Platz gehen. Es gibt klare Strukuturen, die Angriffe sind keine Zufallsprodukte mehr, jeder weiß was er zu tun hat.


Hier im Forum ist es genauso wie in meinem Umfeld und in den Redaktionen oder bei den "TV Experten" ist das auch nicht anders. Die absolute Mehrheit der Menschen hat kein größeres taktisches Verständnis im Bezug auf Fußball. Dafür muss man nunmal mehr Zeit investieren, als sich nur Fußballspiele anzuschauen.

Hat man sich etwas von diesem Wissen angeeignet, dann fällt es einem auch leichter solche Muster zu erkennen. Ich werfe mal den Begriff Pressing in den Raum.. fragt man da 10 Leute, was sie dazu sagen können, dann wird man von einigen hören, dass ist das Anlaufen des Gegner, ein wiederum wird dir von Pressinglinien erzählen, wieder ein andere wird das Konzept von Pressingfallen erklären usw...

Wir schauen alle Fußball, aber nicht jeder achtet auf die selben Dinge. Ich hatte auch im BVB Forum mit jemandem eine Diskussion der sagen wollte, das Terzic kein Spielplan habe, das er kein Konzept hätte.. als würde er die Spieler aufs Feld schicken und ihnen nur sagen, wo sie stehen sollen.. Für manche ist Fußball halt so simple...
Thomas Tuchel |#9459
08.11.2023 - 14:25 Uhr
Zitat von CaptainKey
Ich denke man kann schon sagen, dass es seit Beginn der Saison von einigen Experten bzw. auch einigen Medien kontinuierlich immer wieder Kritik an unserer Spielweise gab, die vielleicht (auch gemessen an den Ergebnissen) zum Teil etwas zu Intensiv bzw. hartnäckig war.

Zur Wahrheit gehört am Ende für mich aber auch, dass unsere Spielweise, trotz meist positiver Ergebnisse, eben auch immer wieder Punkte für etwaige Kritik bietet. Wenn man sagt, dass wir eine schwache erste Hälfte in Istanbul gespielt haben oder das ein Ausscheiden gegen Saarbrücken natürlich so nicht passieren darf, dann sind das aus meiner Sicht auch korrekte Aussagen! Das waren jetzt mal zwei Beispiele, die Liste liese sich aber schon noch um einige weitere Beispiele verlängern.


Natürlich gibt es Kritikpunkte an unserem Spiel, aber anstatt diese, vor allem die taktischer Art, mal mit dem feinen Messer zu sezieren und analysieren, bleiben die sog. Experten oft mega oberflächlich und watschen dann wieder alles mit einem Rundumschlag ab.
Es wird sehr selten konstruktive Kritik geäußert.
Und bezüglich ihrer Bewertung von Spielern drehen die "Experten" sowieso ihr Fähnchen im Wind wie es ihnen gefällt.

P.S. Das Ausscheiden in Saarbrücken geht mMn. zu 80% auf die Kappe der Spieler und zu 20% auf die Aufstellung des Trainers.
Thomas Tuchel |#9460
08.11.2023 - 22:13 Uhr
Ich frage mich, warum bei Ballverlusten in der Offensive nicht alle Spieler mit nach hinten arbeiten. Offensichtlich ist das einem TT nicht wichtig. Wie war das bei seinen vorherigen Vereinen? Und warum spielen wir eigentlich ALLES hinten raus, obwohl wir gar nicht das Spielermaterial dafür haben???
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Dom_ucf am 08.11.2023 um 22:21 Uhr bearbeitet
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