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Trainerkarussell 4.0 [2019]

14.03.2019 - 19:04 Uhr
Trainerkarussell 4.0 [2019] |#1161
29.04.2019 - 22:27 Uhr
Zitat von eichelsen
Zitat von RGB277740

Einige scheinen van Bronckhorst als Trainer gut zu kennen bzw. verfolgt zu haben, kann einer vielleicht bitte mal was über ihn sagen?

Typ? Spielweise? Bevorzugtes System? Usw.

Wäre wirklich nett. daumen-hoch

Mir wurde gesagt, er lässt aggressiv und hoch pressen und legt dabei viel Wert auf körperliche Fitness bzw. auf physische Stärke. Er soll aber auch keiner sein, dass allzu viel wert aufs spielerische legt.

Deswegen würde ich persönlich Cocu bevorzugen, der in dieser Hinsicht ebenfalls hoch pressen lässt, aber immer die spielerische Entwicklung vorantreiben will und bei Eindhoven wirklich ansehnlichen Fußball spielen ließ.


Das ist doch alles bullshit. Es gibt keinen Trainer in den ersten 38 Ligen, die keinen Wert auf das Spielerische legen. Das ist leider alles nur dummes Gequatsche. Wir sollten uns einfach mal angewöhnen, dass wir keine Trainer sind und völlig inkomepetent sind.
Trainerkarussell 4.0 [2019] |#1162
29.04.2019 - 22:39 Uhr
Zitat von mczbot
Zitat von elias04

Zitat von Pigotto

Elias ich finde dreist wie du Wagner und Baumgart in einen Topf schmeißt. Paderborn spielt unter Baumgart seit Anfang an dominant sowohl nach dem nicht Abstieg aus der 3.Liga als auch jetzt als Aufsteiger in der 2.Liga.

Wagner einmal offensiverer Underdogfußball und dann defensiverer Underdogfußball.

Baumgart ist auch nicht mit Breitenreiter vergleichbar, weil Paderborn anders als unter Breitenreiter aktiv ihr eigenes Spiel aufzieht und weit weg von einer reinen Kontermannschaft sind.
Gerade bei dir hätte ich ein bisschen mehr Differenzierung gewünscht.

Tim Walter /Baumgart > Wagner .. isso


Steffen Baumgart: Toller Offensivfußball, jedoch nicht bei einem Club ähnlicher Größenordnung wie S04 gearbeitet.

David Wagner: Weder toller Offensivfußball noch bei einem Club ähnlicher Größenordnung wie S04 gearbeitet.

Sicherlich nicht dasselbe, jedoch beide in meinen Augen ungeeignet und damit in einem Topf der ungeeigneten, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

Wenn ich mir einen von den beiden aussuchen müsste, dann hätte ich aber auch lieber Baumgart.


Ach Leute,
ich hab echt wenig Lust hier öfters den Klugscheißer zu geben, aber hört doch bitte auf Trainern irgendwelche Attribute anzudichten wenn ihr euch nichtmal mit denen oder deren Systemen auseinander gesetzt habt.

Wagner kompromissloses Gegenpressing mit klaren Offensivkonzept spielen.Extrem ähnlich zu dem was Klopp in Dortmund gespielt hat. Sehr hochstehende Außenverteidiger, nach innen rückende Außenstürmer, viele Steilpässe. Wer wirklich interesse hat sich da einzulesen, es gibt einige tolle englischsprachige Quellen:

Tifo Football Tactics Explained (sehr empfehlenswert)
Making a miracle: How David Wagner led Huddersfield to Dreamland
Tactical Philosophy: David Wagner

David Wagner ist mit Spielern die Hauptsächlich 2. Liga Erfahrung hatten - wie zum Beispiel Chris Löwe, Michael Hefele oder Christopher Schindler mit einem absolut mikrigen Etat selbst für Championsship Verhältnisse aufgestiegen und hat die Huddersfielder dann sogar noch ein Jahr in der Premier League gehalten. Bei Amtsantritt Wagners war Huddersfield ne Mannschaft die eigentlich aus der dritten Liga gekommen ist in der Championship stets gegen den Abstieg gespielt hat. Das wäre eventuell in Deutschland vergleichbar mit dem was ein Schmidt in Heidenheim schafft - blos noch unwarscheinlicher weil die Etats in der Championsship bei den Aufstiegsfavoriten sogar die von Mittelklasse Bundesligisten deutlich Übersteigen dank den Parachute-Payments.

Im übrigen würde Wagner auch glasklar in die von Schneider ausgegebene Marschrichtung passen. David Wagner aufgrund seiner Spielweise als ungeeingnet zu bezeichnen würde im Umkehrschluss auch bedeuten, dass du Trainer wie Klopp, Hasenhüttl, Rose oder Ragnick als ungeeignet einstufen müsstest. Die spielen nämlich einen sehr ähnlichen Ball.


Na dann feuer frei für Stallgeruch-David. Ich werde im Falle seiner Verpflichtung und dem Fall, dass er ansehnlichen und darüber hinaus halbwegs erfolgreichen Fußball zelebrieren lässt, der erste sein, der seinen Fehler eingesteht.

Ich spreche Wagner auch nicht alle Qualität ab - wie gesagt, was er bei Huddersfield geleistet hat war Klasse und das brauche ich von dir jetzt nicht noch einmal in allen Einzelheiten erzählt bekommen, habe den Fußball schon zur genüge verfolgt in den letzten Jahren.

Vielmehr haben Breitenreiter, Weinzierl und Co. Auch tolle Leistungen bei ihren, übertrieben gesagt, Dorfclubs geleistet, den Beweis dass sie mit dem Unruheherd Schalke umgehen können blieben sie jedoch schuldig und genau dasselbe gilt auch für Wagner.

Im Gegensatz zu Wagner haben Schmidt, AVB oder Fonseca gezeigt, dass sie bei einem großen Verein über einen gewissen Zeitraum arbeiten können; dazu eine klare Spielphilosophie schaffen können. Selbst wenn wir das letzte Mal im Anbetracht deiner Huldigung ihm gegenüber gelten lassen, sehe ich nicht, was ihn vor den anderen qualifizieren würden. Aber da du ihn ja in einer Reihe mit dem RB Trainern listest weißt du davon wohl mehr als ich und er könnte besser zu Schneiders Profil passen als wir alle vermuten - wie gesagt, wenn es so kommt, Chapeau. Dann können wir gerne hierauf zurück kommen. Liebend gerne, denn dann ist S04 erfolgreich unterwegs. Schauen wir mal.

•     •     •

FC Gelsenkirchen-Schalke 1904 e.V.
Trainerkarussell 4.0 [2019] |#1163
29.04.2019 - 22:48 Uhr
Zitat von marcibarci
Zitat von mczbot

Zitat von elias04

Zitat von Pigotto

Elias ich finde dreist wie du Wagner und Baumgart in einen Topf schmeißt. Paderborn spielt unter Baumgart seit Anfang an dominant sowohl nach dem nicht Abstieg aus der 3.Liga als auch jetzt als Aufsteiger in der 2.Liga.

Wagner einmal offensiverer Underdogfußball und dann defensiverer Underdogfußball.

Baumgart ist auch nicht mit Breitenreiter vergleichbar, weil Paderborn anders als unter Breitenreiter aktiv ihr eigenes Spiel aufzieht und weit weg von einer reinen Kontermannschaft sind.
Gerade bei dir hätte ich ein bisschen mehr Differenzierung gewünscht.

Tim Walter /Baumgart > Wagner .. isso


Steffen Baumgart: Toller Offensivfußball, jedoch nicht bei einem Club ähnlicher Größenordnung wie S04 gearbeitet.

David Wagner: Weder toller Offensivfußball noch bei einem Club ähnlicher Größenordnung wie S04 gearbeitet.

Sicherlich nicht dasselbe, jedoch beide in meinen Augen ungeeignet und damit in einem Topf der ungeeigneten, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

Wenn ich mir einen von den beiden aussuchen müsste, dann hätte ich aber auch lieber Baumgart.


Ach Leute,
ich hab echt wenig Lust hier öfters den Klugscheißer zu geben, aber hört doch bitte auf Trainern irgendwelche Attribute anzudichten wenn ihr euch nichtmal mit denen oder deren Systemen auseinander gesetzt habt.

Wagner kompromissloses Gegenpressing mit klaren Offensivkonzept spielen.Extrem ähnlich zu dem was Klopp in Dortmund gespielt hat. Sehr hochstehende Außenverteidiger, nach innen rückende Außenstürmer, viele Steilpässe. Wer wirklich interesse hat sich da einzulesen, es gibt einige tolle englischsprachige Quellen:

Tifo Football Tactics Explained (sehr empfehlenswert)
Making a miracle: How David Wagner led Huddersfield to Dreamland
Tactical Philosophy: David Wagner

David Wagner ist mit Spielern die Hauptsächlich 2. Liga Erfahrung hatten - wie zum Beispiel Chris Löwe, Michael Hefele oder Christopher Schindler mit einem absolut mikrigen Etat selbst für Championsship Verhältnisse aufgestiegen und hat die Huddersfielder dann sogar noch ein Jahr in der Premier League gehalten. Bei Amtsantritt Wagners war Huddersfield ne Mannschaft die eigentlich aus der dritten Liga gekommen ist in der Championship stets gegen den Abstieg gespielt hat. Das wäre eventuell in Deutschland vergleichbar mit dem was ein Schmidt in Heidenheim schafft - blos noch unwarscheinlicher weil die Etats in der Championsship bei den Aufstiegsfavoriten sogar die von Mittelklasse Bundesligisten deutlich Übersteigen dank den Parachute-Payments.

Im übrigen würde Wagner auch glasklar in die von Schneider ausgegebene Marschrichtung passen. David Wagner aufgrund seiner Spielweise als ungeeingnet zu bezeichnen würde im Umkehrschluss auch bedeuten, dass du Trainer wie Klopp, Hasenhüttl, Rose oder Ragnick als ungeeignet einstufen müsstest. Die spielen nämlich einen sehr ähnlichen Ball.


Sehr interessante Darstellung, hast du Huddersfield so sehr verfolgt um noch mehr auf die Taktik einzugehen?
Verstehe zwar recht gut englisch, aber nicht zwingen IM Thema Taktik smile


Ich hab Huddersfield nicht spezifisch verfolgt, sondern nur im allgemeinen Interesse am englischen Fussball wahrgenommen. Aber ich interessiere mich generell sehr für Trainer die im englischen Fussball interessante Konzepte aufbauen, und da gab es um Wagner 2017 rum einen gewissen Hype. Ich hab beim ersten Bekanntwerden des Interesses hier im Forum schonmal genauer etwas zu Wagners Ausrichtung, vor allem in der Championsship, geschrieben. Ich kopier dir das hier einfach mal hin:

"Natürlich hat Wagner einen defensiv orientierteren Ball mit Huddersfield in der Premier League gespielt. Das hätte aber auch jeder Coach mit der Mannschaft und dem Etat von Huddersfield. In der Premier League ging es nur noch um das blanke Überleben. Mit einer Mannschaft mit der Qualität von Huddersfield kannst du keinen offensiven Hurra-Fussball spielen. Wobei man hier auch anmerken muss, dass trotzdessen nicht umbedingt nur defensiv gemauert wurde.

Viel interessanter ist daher zu bewerten, wie Wagner in der Championsship hat spielen lassen. Und das war fast kompromissloses Gegenpressing mit viel offensivdrang. Sehr ähnlich zu dem was Klopp bei den Gelben gespielt hat. Hochstehende Außenverteidiger, nach Innen-orientierte Außenstürmer und einen tieferen Spielmacher, der aber noch von einem noch von einem tiefer stehenden Mittelfeldspieler abgesichert wird. Letzterer hat sich dabei auch gerne bei Ballbesitz in die Abwehrkette zurückfallen lassen um so eine Dreierkette hinten spielen zu lassen während die Außenverteidiger sehr hoch vorgerückt sind und fast als Flügelspieler agiert haben. Dabei wurde aber weniger mit Flanken gearbeitet, sondern viel mit Steilpässen in die Spitze oder die Halbräume.

Das würde bei unserem jetztigen Kader im Ballbesitz ungefähr so aussehen:

--------------------------------Embolo/Burgstaller-----------------------------
-------------Kono/Matondo--Harit/Kutucu----Uth/Schöpf---------------
Oczipka/Mendyl-------------------------------------------------------Caligiuri
------------------------------------Rudy/Mascarell-------------------------------
---------------------------------Stambouli/McKennie--------------------------
-----------------Nastasic-----------------------------------Bruma---------------
-----------------------------------------Nübel---------------------------------------

Was eine sehr offensive Ausrichtung bei Ballbesitz ist. Die Idee dahinter ist es halt die Halbräume sehr aggressiv zu besetzen und sehr tief in Gegnerhälfte zu pressen um dann schnell umzuschalten.

Gegen tieferstehende Gegner wurde dann aber wiederrum kein Ballbesitzfussball gespielt, sondern es wurde sich in ein tieferes 4-4-1-1 umgestellt um den Gegner entweder zu langen Bällen ins nichts zu zwingen oder in ein sehr aggressives Mittelfeldpressing zu locken. Also ungefähr von der Grundidee wie Favre vor allem in der ersten Saisonhälfte hat spielen lassen.

Man darf Wagner wirklich nicht unterschätzen. Der hat großartiges mit Huddersfield geleistet. Ist mit einer Mannschaft die eigentlich unteres Mittelfeld in der Championsship gewesen ist binnen zwei Saisons aufgestiegen und hat die Mannschaft dann sogar noch eine Saison in der Premier League gehalten. Das ist fast so bemerkenswert wie was Schmidt in Heidenheim leistet oder was Funkel mit Düsseldorf gemacht hat.

Was aber vor allem wichtig ist: Er hat das mit sehr komplexen Pressingmechanismen und Systemfussball, nicht individueller Klasse geschafft. Deswegen hat er ja auch bis zu seinem Rücktritt absolute Narrenfreiheit in Huddersfield gehabt."

Worauf im Original nicht eingegangen bin, ist Wagners Pragmatismus. Gerade in der Premierleague, wenn es gegen die Top 6 ging, hat ist er auch von "seinem" System abgerückt, und hat hinten mit 5er Kette spielen lassen. Dann meist mit Doppelspitze, dahinter einen pressingstarken 10er und zwei zentrale Mittelfieldspieler dahinter. Also ziemlich ähnlich zu dem was wir unter Tedesco in der ersten Hälfte 2017/18 gespielt haben, bevor Meyer auf die 6 gezogen wurde.

Gerade in den englischen Medien wurden extrem viele Parallelen zu Klopp gezogen was Wagner anging. Ist ja auch nicht vollkommen aus der Luft gegriffen, da die beiden als extrem enge Freunde gelten. Wagner war zu Mainzer Zeiten glaube ich Klopps Zimmerkollege und soll bei seiner Hochzeit sogar der Trauzeuge gewesen sein. Gilt dort als sehr bodenständiger Typ der viel Leidenschaft und Glauben in seine Mannschaft einhaucht. Taktisch versiert, vor allem in Pressingschemen, aber eben auch nicht der Typ "Laptopcoach" oder "Taktikfuchs" der ja jetzt in Deutschland so modern ist.

Fänd ihn nicht schlecht und würde ihn hier begrüßen. Könnten es definitiv schlechter erwischen als ihn und würde als Person, von dem was man so aus der Ferne wahrnimmt, hier auch super hinpassen. Würden andere sicherlich auch, aber ich hätte lieber was ambitioniertes wie Wagner als eine rein auf Sicherheit bedachte Lösung wie Labbadia - der sicherlich auch nicht schlecht ist.
Trainerkarussell 4.0 [2019] |#1164
29.04.2019 - 22:50 Uhr
Glaubt ihr tatsächlich noch an einen Trainer, welcher noch nirgebdwo im Bezug zu Schalke aufgetaucht ist? Je länger ich mir die Idee mit Hecking überlege, desto sinnvoller erscheint mir das. Wobei mir ein Einjahresvertrag deutlich lieber wäre.
1. Übergangstrainer
- Er hat erfolgreich in Nürnberg, Wolfsburg und Gladbach gearbeitet. Irgendwann haben die Impulse gefehlt, die Mannschaften haben sich wieder nach unten entwickelt, jedoch stand die Mannschaft am Ende immer besser dar, als zu dem Zeitpunkt seiner Übernahme.
2. Offensivfußball
- Hecking ist ein erfahrener und etwas älterer Trainer, ich weiß aber nicht woher der Irrglaube kommt, er lasse defensiv spielen. Er bevorzugt doch seit Jahren ein 4-3-3 mit einem echten Stürmer und zwei echten Flügelspielern. Das wäre schonmal auf dem Papier offensiver als das, was wir in den vergangener Jahren gespielt haben. Die häufig hohen Ergebnisse und viele schön herausgespielte Tore in den vergangenen Jahren seitens Gladbach, bestärkt das ganze.
3. Wenn wir einen "Neuling" reinwerfen, wie soll er diese Mannschaft, ohne Erfahrung aufrichten? Das ganze könnte nach oben gehen wie bei Tedescos 1. Jahr, aber auch schnell nach unten.
Langfristig gesehen, ist die kurzfristige Lösung Hecking ganz sinnvoll, vorallem wenn man einen Plan für die nächsten Jahre befolgt. Mit einem halb-roh- halb-geschliffenem Diamanten in der Hinterhand, könnte man durch nahem Austausch auch zukunftsbezogen planen

•     •     •

Ärwin-Preisträger 2019 für ausgewogenes Argumentieren
Trainerkarussell 4.0 [2019] |#1165
29.04.2019 - 22:54 Uhr
Zitat von nibo1904
Zitat von eichelsen

Zitat von RGB277740

Einige scheinen van Bronckhorst als Trainer gut zu kennen bzw. verfolgt zu haben, kann einer vielleicht bitte mal was über ihn sagen?

Typ? Spielweise? Bevorzugtes System? Usw.

Wäre wirklich nett. daumen-hoch

Mir wurde gesagt, er lässt aggressiv und hoch pressen und legt dabei viel Wert auf körperliche Fitness bzw. auf physische Stärke. Er soll aber auch keiner sein, dass allzu viel wert aufs spielerische legt.

Deswegen würde ich persönlich Cocu bevorzugen, der in dieser Hinsicht ebenfalls hoch pressen lässt, aber immer die spielerische Entwicklung vorantreiben will und bei Eindhoven wirklich ansehnlichen Fußball spielen ließ.


Naja Cocu hat Fenerbahce vom Spitzenteam in einer in der unteren Hälfte sehr schwachen türkischen Liga innerhalb eines halben Jahres zum Abstiegskandidaten gemacht.

Das habe ich hier auch schon mehrfach erwähnt, allerdings kann das auch an verschiedenen Faktoren liegen. Ich kenne mich mit Fener nicht aus, die Arbeit in Eindhoven spricht dagegen wieder für sich. Eventuell ist Cocu dann aber auch nicht die richtige Wahl, weil er bei Krisenteams nicht funktioniert. Der Fußball den er allerdings hat spielen lassen, war sehr ansehnlich und das ist es auch, was ich auf Schalke möchte. Gebolze hatten wir die letzten Jahre genug. Leider hatten wir auch genügend Trainer, die nicht funktionieren.

•     •     •

Langweilst du dich eigentlich auch so wie mich?
Trainerkarussell 4.0 [2019] |#1166
29.04.2019 - 22:54 Uhr
Zitat von nibo1904
Zitat von RGB277740

Zitat von nibo1904

Zitat von RGB277740

Einige scheinen van Bronckhorst als Trainer gut zu kennen bzw. verfolgt zu haben, kann einer vielleicht bitte mal was über ihn sagen?

Typ? Spielweise? Bevorzugtes System? Usw.

Wäre wirklich nett. daumen-hoch


Kann zwar nicht explizit was zu ihm sagen, aber zum Einen ist seine Vita (außer vielleicht den internationalen Wettbewerben) als Trainer sehr gut und zum anderen habe ich paar Artikel über ihn als Trainer gelesen. Scheint eine Mischung aus klassischem holländischen 4-3-3 und Barca Einfluss (war ja lange Spieler dort) zu sein. Ob das alles übertragbar wäre auf die Bundesliga ist natürlich eine Frage, aber vom Profil her fände ich ihn sehr spannend. Weiß nur nicht, ob er deutsch sprechen kann. Glaube in Rotterdamm ist das nicht so beliebt.


Danke.

Meine Skepsis aus den Niederlanden kommenden Trainern hat es jetzt aber nicht verringert Da hat man sich oft eher blenden lassen.

Muss da immer an Cocu, De Boer, Bosz oder halt Rutten denken - um Beispiele zu liefern. Bei Ten Hag bin ich als nächstes gespannt. Der letzte der mir jetzt einfällt, der außerhalb den Niederlanden woanders was wirklich bewirken konnte im positiven Sinne, war van Gaal - auch nur bei den Bayern.


Naja van Gaal mit "auch nur bei den Bayern" abzutun ist schon gewagt. Der hat bei United keinen schlechten Job gemacht und bei Barca war er ebenfalls sehr erfolgreich. Dazu gibt es schon eine Reihe guter Trainer aus Holland, die auch anderswo Erfolg hatten. Huub, Koeman, Rijkaard, Bosz bei Leverkusen und in Israel, Cruijff, Jol beim HSV, Fulham und Tottenham usw.

Man findet da positive und die von dir genannten negativen Beispiele Rutten, Cocu, De Boor, Bosz bei den Gelben Moniz und mehr.

Aber das findet man glaube ich bei jedem Land.


Bei van Gaal habe ich Barca völlig vergessen, dafür sorry.

Zu deinen überwiegend Genannten:

Aber es sind ja nicht nur die Trainer-Fähigkeiten. Man muss die Fähigkeiten, das Verständnis, die Qualität einfach besitzen, ein Klub in seiner Form ändern zu können. Vom mittelmäßigen Klub zum Topklub, oder in der höchsten Form, zum Spitzenklub.

Jetzt muss ich doch weiter ausholen.

Dafür muss vieles abgestimmt werden. Letztlich muss man, oder braucht besser gesagt - den Kopf eines Strategen.

Von Ernährung-Strategien, Transfer-Strategien, Regeneration-Strategien, oder bis hin zur Infrastrukturellen Maßnahmen.

Es gibt schließlich Gründe, warum bspw. ein Klub wie Schalke jetzt dort ist wo er ist. Wo wäre Gladbach ohne Favre, von den sie heute noch profitieren. Wo wäre Dortmund oder Liverpool ohne Klopp. Solche Typen wollen und müssen an Ecken, sie wollen an Ecken. Oft steht sich der Klub dabei selbst im Weg.

Um mal ein Detail zu nennen, was unscheinbar wirkt, aber ein sehr wichtiger und sehr mit entscheidener Faktor bei Klopp in Liverpool war : Mona Nemmer.

Sie ist und gilt als eine sehr hervorragende Ernährungs-Beraterin, für die Liverpool keine Kosten scheute und einiges Umbaute voll nach ihren Wünschen, so ist es zu hören gewesen vor ein paar Jahren. Ein sehr - im Hintergrund- wichtiger Transfer gewesen für mich auf Initiative vom Strategen bzw. Trainer Klopp. Der Klub muss dann natürlich auch großes Vertrauen besitzen.


Schneider lässt durchblicken, personell wohl einige Probleme erkannt zu haben. Natürlich wird und muss es Probleme geben, wie gesagt, es muss Gründe geben warum man eben nicht mehr oben angehört. Auf dem Platz ist lediglich das Ergebnis erkennbar, die Konstellationen für solch ein Ergebnis rührt im Hintergrund.

Schneider erinnert mich an solch ein Strategen, was dieser aber braucht ist sportliche Kompetenz in Person von Klopp, Favre oder Tuchel. Ist van bronckhorst solch ein Stratege, hat er das Auge für Details?

Der Anspruch an einem Trainer ist heute ein völlig anderer. Typen wie Hecking sind bei Klubs gern gesehen um wieder zur Ordnung zur gelangen, dann bekommen sie aber die Modernität des Geschäfts zur spüren. Die sportliche Kompetenz muss weiter reichen als bis zum Rand des Trainingsplatzes. Das soll nicht abwarten klingen, Hecking ist ein guter Trainer, der aber in der oberen Kategorie von Klubs oder bei denen, die diese ansteben mittelfristig, es schwer haben wird dort ein Platz zu finden.

Was für viele, wenn sie es überhaupt mitbekommen, nicht mehr als Randnotizen sind, sind für mich wichtige Punkte um erkennen zu können, wie weit sich dort ein Stratege abzeichnet und seine Reichweite an Kompetenz offenbart.
Trainerkarussell 4.0 [2019] |#1167
29.04.2019 - 23:28 Uhr
Ich habe jetzt kein grundsätzliches Problem mit einem Trainer wie Wagner. Der lässt modernen Fußball spielen und hat in Huddersfield tolle Arbeit geleistet. Das stelle ich gar nicht in Frage. Das Problem das ich sehe ist einfach, dass das wieder ein Trainer nach dem Schema "also mit deren bescheidenen Mitteln hat er aber ganz schön viel bewegt!" ist. Seine beste Auszeichnung ist, niedrige Erwartungen klar übertroffen zu haben.

Mag paradox klingen, aber das suchen wir doch nicht. Tedesco, Weinzierl und Breite lassen grüßen, der nächste wäre dann Baumgart oder Wagner. Schalke ist ein riesiger Verein. Wir haben riesige Möglichkeiten, aber auch riesige Ansprüche. Das sind einfach 2 Paar Schuhe.

Wagner hätte vielleicht mit mehr Mitteln was anderes spielen lassen, aber darum geht es doch nicht. Wir sollten endlich wen holen, der, ich wiederhole mich, genau das schonmal nachgewiesen hat, was wir gerne hätten: Aus unseren sehr guten Möglichkeiten auch das herasuholen, was verlangt wird, hohe Ansprüche erfüllen und die aktive Rolle im Spiel annehmen und spielerisch ausfüllen.

•     •     •



FC Schalke 04 | SC Freiburg
Trainerkarussell 4.0 [2019] |#1168
29.04.2019 - 23:34 Uhr
Zitat von S04addict
Ich habe jetzt kein grundsätzliches Problem mit einem Trainer wie Wagner. Der lässt modernen Fußball spielen und hat in Huddersfield tolle Arbeit geleistet. Das stelle ich gar nicht in Frage. Das Problem das ich sehe ist einfach, dass das wieder ein Trainer nach dem Schema "also mit deren bescheidenen Mitteln hat er aber ganz schön viel bewegt!" ist. Seine beste Auszeichnung ist, niedrige Erwartungen klar übertroffen zu haben.

Mag paradox klingen, aber das suchen wir doch nicht. Tedesco, Weinzierl und Breite lassen grüßen, der nächste wäre dann Baumgart oder Wagner. Schalke ist ein riesiger Verein. Wir haben riesige Möglichkeiten, aber auch riesige Ansprüche. Das sind einfach 2 Paar Schuhe.

Wagner hätte vielleicht mit mehr Mitteln was anderes spielen lassen, aber darum geht es doch nicht. Wir sollten endlich wen holen, der, ich wiederhole mich, genau das schonmal nachgewiesen hat, was wir gerne hätten: Aus unseren sehr guten Möglichkeiten auch das herasuholen, was verlangt wird, hohe Ansprüche erfüllen und die aktive Rolle im Spiel annehmen und spielerisch ausfüllen.


Exakt. Ich will hier auch keinen Trainer vorzeitig verteufeln, aber mein Gefühlt sagt mir, dass das mit Wagner deftig scheitert.

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Schalke 04, egal in welcher Liga!


Trainerkarussell 4.0 [2019] |#1169
29.04.2019 - 23:35 Uhr
Mit Wagner soll man in fortgeschritten Verhandlungen sein. Der hat sich schon mit Tönnies getroffen und der Deal soll kommende Woche über die Bühne gebracht werden, berichtet die Bild.
Trainerkarussell 4.0 [2019] |#1170
29.04.2019 - 23:36 Uhr
Zitat von S04addict
Ich habe jetzt kein grundsätzliches Problem mit einem Trainer wie Wagner. Der lässt modernen Fußball spielen und hat in Huddersfield tolle Arbeit geleistet. Das stelle ich gar nicht in Frage. Das Problem das ich sehe ist einfach, dass das wieder ein Trainer nach dem Schema "also mit deren bescheidenen Mitteln hat er aber ganz schön viel bewegt!" ist. Seine beste Auszeichnung ist, niedrige Erwartungen klar übertroffen zu haben.

Mag paradox klingen, aber das suchen wir doch nicht. Tedesco, Weinzierl und Breite lassen grüßen, der nächste wäre dann Baumgart oder Wagner. Schalke ist ein riesiger Verein. Wir haben riesige Möglichkeiten, aber auch riesige Ansprüche. Das sind einfach 2 Paar Schuhe.

Wagner hätte vielleicht mit mehr Mitteln was anderes spielen lassen, aber darum geht es doch nicht. Wir sollten endlich wen holen, der, ich wiederhole mich, genau das schonmal nachgewiesen hat, was wir gerne hätten: Aus unseren sehr guten Möglichkeiten auch das herasuholen, was verlangt wird, hohe Ansprüche erfüllen und die aktive Rolle im Spiel annehmen und spielerisch ausfüllen.


Und wer soll das bitte sein? Welcher Trainer dieses Kalibers tut sich uns den in der aktuellen Verfassung an? Villas Boas wäre der einzige Kandidat, der in dein Profil passen würde. Aber ob der hierher will und ob wir den bekommen würden ist ein großes Fragezeichen. Bei Van Bronckhorst könnte man ja auch argumentieren, dass er die Erwartungen in Holland Dritter bis Fünfter zu werden übertroffen hat und das war ja nur die holländische Liga, also auch ein Risiko, weil er es auf niedrigerem Niveau getan hat. Der einzige, der perfekt gepasst hätte, wäre Schmidt gewesen. Aber der hat nunmal leider ein halbes Jahr zu lang Vertrag. Davon abgesehen wären wir wahrscheinlich selbst in einer besseren Verfassung nicht in der Lage so einen Trainer zu holen. Das können nur die Bayern und mittlerweile mit Abstrichen die Zecken mit jemandem wie Favre. Aber selbst Bosz und Tuchel würden da ja nicht reinpassen, weil nur in kleineren Ligen oder kleineren Vereinen gearbeitet. Ein Rangnick zum Beispiel hätte damals bei uns 2004 auch nicht in dieses Schema reingepasst. Ich verstehe, was du meinst, aber ich bezweifle dass wir so einen Trainer, mit Ausnahme von Schmidt fast, irgendwie bekommen können. Im Übrigen waren auch die Trainer, die dieses Profil am ehesten erfüllt haben und bei uns waren in den letzten zwanzig Jahren Di Matteo, Heynckes und Magath. Alle drei sind bei uns, zumindest letztendlich, ziemlich gescheitert. Rangnicks zweite Amtszeit kann man ja kaum bewerten.

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Seit Geburt 1997 Schalker. Erste Bundesligaspiele in Bochum. Dazu Sympathie für den Club, die Fortuna und Ruhrgebiets- und Traditionsklubs. Top Elf der auf Schalke erlebten Spieler:
Raul Huntelaar
Böhme Lincoln Jones Farfan
Pander Naldo Bordon Rafinha
Fährmann
Bank: Rost, Nastasic, Höwedes, Kobiashvili, Rakitic, Sane, Asamoah, Kuranyi, Sand Trainer: Stevens/Rangnick Manager: Assauer
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