Oberliga-Forum

TuS Koblenz e.V. 1911 - Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar

02.07.2018 - 10:33 Uhr
Nach langen Jahren und einer endlosen Serie von Niederlagen gegen Rotweiß Koblenz gewann man gestern mit 2:1 mal wieder ein Spiel gegen den örtlichen Rivalen, den man in der Punktrunde nun mit satten 23 Zählern distanziert hat. Freilich ging es um die goldene Ananas, denn die Spielzeit ist sportlich gelaufen, da weder der Pokal noch der Aufstieg erreichbar ist.

Das Pokalfinale gewinnt voraussichtlich mal wieder Rotweiß, denn der Gegner ist nicht der Regionalligist Trier, der in Engers überraschend ausgeschieden war. Mal wieder hat man eine Riesen -Chance fahrlässig weggeworfen, zumal das Viertelfinale gegen Rotweiß über weite Strecken einen Klassenunterschied zugunsten von 1911 aufgeweisen hatte. Doch der durch ein überflüssiges Testspiel in Essen geradezu fahrlässig herbeigeführte Ausfall des einzigen Stürmers Esmel wiegt so schwer, daß man über die Kaderplanung nur den Kopf schütteln kann. Hinzu kommt die Verletzungsanfälligkeit alternder Kaderbestandteile, die man ohne Effekt durch überschaubar begabte U19-Kicker ersetzen muß.

Daß man zu wenig Kohle für leistungssportliche Vereinsziele einsetzen kann, rührt her aus der Umsteuerung in Richtung Vollzeitkräfte für die "Struktur"; die können den Ehrenamtlern zwar viel Arbeits-Zeit abnehmen, doch führt das zu der unangenehmen Folgewirkung, daß die eh schon knappe Kader-Kasse abermals eingekürzt wird. Die deutlich linksgrüne "Positionierung" der Klub-"Politik" verbessert die Beziehungen zur Wirtschaft, zum großen Geld, keineswegs - im Gegenteil, und wie man auf dieser schmalen Etat-Basis dem öden Tingeln über die Oberligadörfer entkommen will, das steht wohl in den Sternen.

Die ersten Vier spielen in einer eigenen Liga, mit deutlichem Abstand thront Schott "Bezirkssportanlage" Mainz ganz zu oberst: die Resonanzlosen werden abermals in die Regio Südwest zurückkehren, um abermals 12 Monate später in der OL zu landen - die unbeteiligte Betrachterin fragt sich nach der Sinnhaftigkeit solchen Kreislaufs: der speist sich aus der Überproduktion begabter Jung-Kicker in den NLZs der in der Region ansässigen, hochklassigen Clubs, die sich bei einer für Schott überschaubaren Gage dort ins Fenster stellen wollen - dieser Standort-Vorteil ermöglicht es der Fußball-Abteilung eines Allsport-Klubs, in den Dauer-Fahrstuhl zwischen OL und Regio einzusteigen.

Für die KO-Szene steht wenig Neues an: ab Juni werden erneut drei OL-Kombos im Oberwerth performen, Rotweiß wird sich zwei neuer, mit Landeszuwendungen umgestalteter Trainingsplätze erfreuen - dort wird in Steine investiert. Was für den Sport vor Ort wenig zu bedeuten hat, denn in Sachen Resonanz wird man an die TuS nie herankommen und Cosmos dürfte in absehbarer Zeit kaderetatmäßig beide ortansässigen Kontrahenten überflügeln; generell gilt, daß eine nachhaltige Teilnahme am Spielbetrieb der Regionalliga Südwest ist für keinen der drei KO-Aspiranten in Sicht ist.

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"Von Seiten der Eltern heißt es dauernd: jedem sein Kind spielt immer zu wenig." (Lothar Matthäus zur Beendigung seiner Trainertätigkeit in München-Grünwald)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von 1911FAN am 13.04.2025 um 12:33 Uhr bearbeitet
Zitat von 1911FAN
Nach langen Jahren und einer endlosen Serie von Niederlagen gegen Rotweiß Koblenz gewann man gestern mit 2:1 mal wieder ein Spiel gegen den örtlichen Rivalen, den man in der Punktrunde nun mit satten 23 Zählern distanziert hat. Freilich ging es um die goldene Ananas, denn die Spielzeit ist sportlich gelaufen, da weder der Pokal noch der Aufstieg erreichbar ist.

Das Pokalfinale gewinnt voraussichtlich mal wieder Rotweiß, denn der Gegner ist nicht der Regionalligist Trier, der in Engers überraschend ausgeschieden war. Mal wieder hat man eine Riesen -Chance fahrlässig weggeworfen, zumal das Viertelfinale gegen Rotweiß über weite Strecken einen Klassenunterschied zugunsten von 1911 aufgeweisen hatte. Doch der durch ein überflüssiges Testspiel in Essen geradezu fahrlässig herbeigeführte Ausfall des einzigen Stürmers Esmel wiegt so schwer, daß man über die Kaderplanung nur den Kopf schütteln kann. Hinzu kommt die Verletzungsanfälligkeit alternder Kaderbestandteile, die man ohne Effekt durch überschaubar begabte U19-Kicker ersetzen muß.

Daß man zu wenig Kohle für leistungssportliche Vereinsziele einsetzen kann, rührt her aus der Umsteuerung in Richtung Vollzeitkräfte für die "Struktur"; die können den Ehrenamtlern zwar viel Arbeits-Zeit abnehmen, doch führt das zu der unangenehmen Folgewirkung, daß die eh schon knappe Kader-Kasse abermals eingekürzt wird. Die deutlich linksgrüne "Positionierung" der Klub-"Politik" verbessert die Beziehungen zur Wirtschaft, zum großen Geld, keineswegs - im Gegenteil, und wie man auf dieser schmalen Etat-Basis dem öden Tingeln über die Oberligadörfer entkommen will, das steht wohl in den Sternen.

Die ersten Vier spielen in einer eigenen Liga, mit deutlichem Abstand thront Schott "Bezirkssportanlage" Mainz ganz zu oberst: die Resonanzlosen werden abermals in die Regio Südwest zurückkehren, um abermals 12 Monate später in der OL zu landen - die unbeteiligte Betrachterin fragt sich nach der Sinnhaftigkeit solchen Kreislaufs: der speist sich aus der Überproduktion begabter Jung-Kicker in den NLZs der in der Region ansässigen, hochklassigen Clubs, die sich bei einer für Schott überschaubaren Gage dort ins Fenster stellen wollen - dieser Standort-Vorteil ermöglicht es der Fußball-Abteilung eines Allsport-Klubs, in den Dauer-Fahrstuhl zwischen OL und Regio einzusteigen.

Für die KO-Szene steht wenig Neues an: ab Juni werden erneut drei OL-Kombos im Oberwerth performen, Rotweiß wird sich zwei neuer, mit Landeszuwendungen umgestalteter Trainingsplätze erfreuen - dort wird in Steine investiert. Was für den Sport vor Ort wenig zu bedeuten hat, denn in Sachen Resonanz wird man an die TuS nie herankommen und Cosmos dürfte in absehbarer Zeit kaderetatmäßig beide ortansässigen Kontrahenten überflügeln; generell gilt, daß eine nachhaltige Teilnahme am Spielbetrieb der Regionalliga Südwest ist für keinen der drei KO-Aspiranten in Sicht ist.


Danke für den Input. Aufgrund meiner Herkunft verfolge ich immer die Oberliga. Ist das denn bei Cosmos etwas nachhaltiges ? Müssen ja auch erstmal wieder in die OL zurückkehren. Hatte mich schon über den Abstieg in die Rheinlandliga gewundert. Wenn ich mich an die Berichterstattung von damals erinnere hätte man meinen können hier kommt der neue Krösus aus Koblenz. Wenn ich das bei Fussball.de richtig verfolge haben die auch immer noch keine richtige Heimspielstätte.
Gibt es Gedanken die Kräfte der drei Clubs zu bündeln um bald nachhaltig das Ziel Regio Südwest anzugehen. Drei Vereine aus einer Stadt in einer Liga (immerhin 5. Liga) ist schon bemerkenswert.
Cosmos hat drei K-Sachen, die Zukunft bedeuten: Kompetenz, Kohle und Konnections. Und da es sich offenbar um einen ambitionierten Personen- und Firmen-Verbund handelt, den ein mittelständischer Gastro-Unternehmer vor Ort managt (der bei der TuS ausgebootet wurde, als er dort endlich professionellen Zug reinbringen wollte), mangelt es auch nicht an Schubkraft - man wird es der TuS zeigen wollen. Wahrscheinlich ist die sofortige Rückkehr in die OL als Tabellenerster, Mülheim-Kärlich wird dem Druck nicht standhalten können und in die Relegation müssen - Cosmos steigt auf.

Und da man dort nicht auf mittelmäßige U 19er setzt, sondern systematisch über Berater externe Jungs beschäftigt (die je nach Bedarf rapid ausgewechselt werden), wird es nur eine Frage der Zeit und der Konkurrenz sein, bis man in die Regio austeigen wird. Das werden nach derzeitiger Sachlage weder Rotweiß, noch 1911 schaffen, wofern die das überhaupt anstreben, denn da sind durchaus Zweifel angebracht, denn in beiden Klubs haben die Verantwortlichen ihre Grenzen erkannt und scheinen sprotlich nur noch kleine Brötchen backen zu wollen. Daran ändern auch ein paar Hauptamtliche und neue Platzbeläge nicht wirklich was.

Das Hauptpfund von 1911 ist die Kurve, der Support, der freilich die Bewegungsfreiheit des Vorstands dadurch einschränkt, daß man sich offenkundig Versuchen querstellt, die örtliche Wirtschaft (die "bösen Rechten") ernsthaft und insofern mitbestimmend ins Boot zu holen. Dies Sankt-Pauli-Karaoke wird den Verein langfristig zu einem Kümmerdasein verdammen, denn bei derzeit absehbarer Entwicklung wird in spätestens drei Jahren Cosmos an der Konkurrenz sportlich wie wirtschaftlich enteilt sein.

Die TuS hat sich seit der insolvenzbedingten, vor nun schon 6 Jahren erfolgten Übernahme durch einen ehrenamtlich agierenden Vorstand von ehemaligen Jungs "aus der Nordkurve" nicht wirklich nach vorn entwickelt, worüber auch der eher überraschende Aufstieg/Abstieg in/aus der Regionalliga Südwest nicht hinwegtäuschen sollte; es menschelt, so daß man sich z.B. in der Trainerfrage nicht mehr frei bewegen kann: der langjährige Spieler, die Vereinsikone Stahl wurde vom Spieler zum Spieler-Trainer befördert, machte den Trainerschein und scheint, was Kaderfragen angeht, anspruchslos sich dem Kurs der "schwarzen Null" zu fügen.

Das ist wirtschaftlich angeraten, führt aber sportlich dazu, daß die zur Entlastung des Vorstand hauptamtlich angestellte Kräfte den Kader-Etat so sehr schmälern, daß dem Klub nicht viel mehr übrig bleibt, als aus überschaubar begabten U 19ern, die man "hochzieht", und einigen wenigen Externen die Oberligamannschaft zu stellen. Das reicht für das erste Drittel der OL, doch nicht für mehr. Wie lange man damit dem Druck von Cosmos wird Paroli bieten können, steht dahin; Rotweiß kommt in dieser Konstellation als "natürlicher" Fusions-Partner der TuS ins Spiel, denn dort verfügt auf Dauer man weder über die Resourcen von Cosmos, noch die Resonanz und die Tradition der TuS von 1911.

Was aus der Koblenzer Fußball-Szene wird, ist schwer vorherzusagen; die oben geschilderte Konstellation könnte sich binnen kurzem wieder verändern, sie kann aber auch zu einem längeren Ausscheidungsrennen führen, bei der die Wettbewerber sich - unter heutigen Vorzeichen - für "Tradition" nicht wirklich was "kaufen" können. Jedenfalls gibt die vielberufene "Jugendarbeit" vor Ort in keiner Weise das Spielermaterial her, mit dem sich in Richtung Regionalliga nachhaltig etwas wird erreichen lassen, und ein Verbund dieser drei ist völlig undenkbar, dazu ist zu viel Emotionalität und Rivalität im Spiel.

Die TuS hat nun auch bei einem weiteren Abstiegsaspiranten verloren, nach dem kläglichen Ausscheiden gegen Rotweiß im Verbandspokal ist die Spielzeit gelaufen, auch Platz 2 ist nun unerreichbar geworden, die Spielzeit ist vergeigt worden - in erster Linie durch den in einer unsäglichen Rückrunden-Vorbereitung schwerverletzt ausgefallenen, einzigen Stürmer Esmel, und eine überfällige Kader-Renovierung steht an, die Truppe ist teilweise überaltert, braucht frisches Blut, was die "dazugenommenen" U 19er qualitativ nicht wirklich darstellen.

Jedenfalls bleibt es für die Interessierten spannend, wie sich dieser Dreikampf im fußballerischen Schilda-Koblenz entwickeln wird, die (Kommunal-)Politik, die bei der TuS sogar prominent im Vorstand sitzt, hat bislang nicht erkennen lassen, dass sie ihr traditionelles Desinteresse an gehobenem Fußball vor Ort abzulegen gedenkt, im Gegenteil: erneut wird sich demnächst im Oberwerth eine OL-Dreierriege tummeln.

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"Von Seiten der Eltern heißt es dauernd: jedem sein Kind spielt immer zu wenig." (Lothar Matthäus zur Beendigung seiner Trainertätigkeit in München-Grünwald)
Zitat von 1911FAN

Cosmos hat drei K-Sachen, die Zukunft bedeuten: Kompetenz, Kohle und Konnections. Und da es sich offenbar um einen ambitionierten Personen- und Firmen-Verbund handelt, den ein mittelständischer Gastro-Unternehmer vor Ort managt (der bei der TuS ausgebootet wurde, als er dort endlich professionellen Zug reinbringen wollte), mangelt es auch nicht an Schubkraft - man wird es der TuS zeigen wollen. Wahrscheinlich ist die sofortige Rückkehr in die OL als Tabellenerster, Mülheim-Kärlich wird dem Druck nicht standhalten können und in die Relegation müssen - Cosmos steigt auf.

Und da man dort nicht auf mittelmäßige U 19er setzt, sondern systematisch über Berater externe Jungs beschäftigt (die je nach Bedarf rapid ausgewechselt werden), wird es nur eine Frage der Zeit und der Konkurrenz sein, bis man in die Regio austeigen wird. Das werden nach derzeitiger Sachlage weder Rotweiß, noch 1911 schaffen, wofern die das überhaupt anstreben, denn da sind durchaus Zweifel angebracht, denn in beiden Klubs haben die Verantwortlichen ihre Grenzen erkannt und scheinen sprotlich nur noch kleine Brötchen backen zu wollen. Daran ändern auch ein paar Hauptamtliche und neue Platzbeläge nicht wirklich was.

Das Hauptpfund von 1911 ist die Kurve, der Support, der freilich die Bewegungsfreiheit des Vorstands dadurch einschränkt, daß man sich offenkundig Versuchen querstellt, die örtliche Wirtschaft (die "bösen Rechten") ernsthaft und insofern mitbestimmend ins Boot zu holen. Dies Sankt-Pauli-Karaoke wird den Verein langfristig zu einem Kümmerdasein verdammen, denn bei derzeit absehbarer Entwicklung wird in spätestens drei Jahren Cosmos an der Konkurrenz sportlich wie wirtschaftlich enteilt sein.

Die TuS hat sich seit der insolvenzbedingten, vor nun schon 6 Jahren erfolgten Übernahme durch einen ehrenamtlich agierenden Vorstand von ehemaligen Jungs "aus der Nordkurve" nicht wirklich nach vorn entwickelt, worüber auch der eher überraschende Aufstieg/Abstieg in/aus der Regionalliga Südwest nicht hinwegtäuschen sollte; es menschelt, so daß man sich z.B. in der Trainerfrage nicht mehr frei bewegen kann: der langjährige Spieler, die Vereinsikone Stahl wurde vom Spieler zum Spieler-Trainer befördert, machte den Trainerschein und scheint, was Kaderfragen angeht, anspruchslos sich dem Kurs der "schwarzen Null" zu fügen.

Das ist wirtschaftlich angeraten, führt aber sportlich dazu, daß die zur Entlastung des Vorstand hauptamtlich angestellte Kräfte den Kader-Etat so sehr schmälern, daß dem Klub nicht viel mehr übrig bleibt, als aus überschaubar begabten U 19ern, die man "hochzieht", und einigen wenigen Externen die Oberligamannschaft zu stellen. Das reicht für das erste Drittel der OL, doch nicht für mehr. Wie lange man damit dem Druck von Cosmos wird Paroli bieten können, steht dahin; Rotweiß kommt in dieser Konstellation als "natürlicher" Fusions-Partner der TuS ins Spiel, denn dort verfügt auf Dauer man weder über die Resourcen von Cosmos, noch die Resonanz und die Tradition der TuS von 1911.

Was aus der Koblenzer Fußball-Szene wird, ist schwer vorherzusagen; die oben geschilderte Konstellation könnte sich binnen kurzem wieder verändern, sie kann aber auch zu einem längeren Ausscheidungsrennen führen, bei der die Wettbewerber sich - unter heutigen Vorzeichen - für "Tradition" nicht wirklich was "kaufen" können. Jedenfalls gibt die vielberufene "Jugendarbeit" vor Ort in keiner Weise das Spielermaterial her, mit dem sich in Richtung Regionalliga nachhaltig etwas wird erreichen lassen, und ein Verbund dieser drei ist völlig undenkbar, dazu ist zu viel Emotionalität und Rivalität im Spiel.

Die TuS hat nun auch bei einem weiteren Abstiegsaspiranten verloren, nach dem kläglichen Ausscheiden gegen Rotweiß im Verbandspokal ist die Spielzeit gelaufen, auch Platz 2 ist nun unerreichbar geworden, die Spielzeit ist vergeigt worden - in erster Linie durch den in einer unsäglichen Rückrunden-Vorbereitung schwerverletzt ausgefallenen, einzigen Stürmer Esmel, und eine überfällige Kader-Renovierung steht an, die Truppe ist teilweise überaltert, braucht frisches Blut, was die "dazugenommenen" U 19er qualitativ nicht wirklich darstellen.

Jedenfalls bleibt es für die Interessierten spannend, wie sich dieser Dreikampf im fußballerischen Schilda-Koblenz entwickeln wird, die (Kommunal-)Politik, die bei der TuS sogar prominent im Vorstand sitzt, hat bislang nicht erkennen lassen, dass sie ihr traditionelles Desinteresse an gehobenem Fußball vor Ort abzulegen gedenkt, im Gegenteil: erneut wird sich demnächst im Oberwerth eine OL-Dreierriege tummeln.


Hervorragend zusammengefasst lieber 1911FAN!
Sehe ich genauso. In diesem Verein fehlt es insbesondere an Kompetenz und Connection. Der "omnipotente" Stahl wird von Präsidium und den Ultras als Fussballgott angehimmelt und kann sich von daher seiner Position sicher sein. Nessos und Dzaka waren dies aber auch einmal. Die TuS-Führung hatte schon immer ein Talent darin, verdiente Ex-Spieler zu verbrennen.
Gleichwohl muss man aber auch konstatieren, dass der Sprengel im Umkreis von knapp 100 km um Koblenz gänzlich ungeeignet ist, potente Sponsoren zu generieren. Davon sind aber ein gut halbes Dutzend anderer Clubs auch betroffen.
Cosmos scheint hiervon eine Ausnahme zu sein, da besagter Gastronom deutschlandweit tätig ist und dadurch ganz andere Zugänge zu potenziellen Geldgebern hat.
Das A & O in diesem Geschäft ist und bleibt an erster Stelle der sportliche Erfolg, für die Zuschauergewinnung, für die Sponsorenakquise und schließlich das nicht minder wichtige Standing in Politik und Gesellschaft.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von TuSNelda am 28.04.2025 um 15:02 Uhr bearbeitet
Zitat von 1911FAN
Ein Fünftel der Spielzeit ist absolviert, 5 Siege und 2 Niederlagen - beide Pleiten zuhause, nach dominantem Spiel, knapp verloren, u.a. durch dubiose Leistungen an der Pfeife bzw. am Winkewimpel. Das bringt Platz 3 in der Tabelle, knapp hinter Lautern 2 und Pirmasens. Auch die örtliche Konkurrenz Rotweiß Koblenz hält sich gut und steht im vorderen Drittel.

Die beiden kommenden Spiele ereignen sich im heimischem Oberwerth: gegen Karbach und Rotweiß. Sonderbar, dass das Geläuf dort schon wieder einen suboptimalen Zustand aufweist, obschon die Stadt im Sommer einen neuen Rasen hatte verlegen lassen. Was ist da falsch gelaufen - alle meckern über den Platz....

Dass der erfahrene Aussenspieler und kreative Linksfuß Könighaus wieder mitspielen kann, gibt dem nur streckenweise ansehnlichen Spiel der personell runderneuerten Kombo mehr Spielkultur und vor allem nach vorne mehr Drive: mit 13 Törchen hat man ebenso wenige Buden auf dem Konto wie der viertletzte der Tabelle, die Defensive der TuS aber dürfte das Beste sein, was die OL-Staffel in 24/25 zu bieten hat.

Manche hatten gehofft, den Regio-erfahrenen Mittelfeldordner Sabani (mit TuS-Vergangenheit) erneut für ein Jahr an den Verein binden zu können, doch der hat den Weg in die Regio West gefunden, wo er nun mit Neuling Hohkeppel, derzeit schon auf einem Abstiegsplatz stehend, in die Mittelrheinliga zurückfallen dürfte - jedem Tierchen sein Pläsierchen...., und dies gilt auch für den vormaligen Mittelfeld-Chef der TuS, Eldin Hadzic; nachdem der als Kapitän seiner Aufstiegmannschaft nicht in die Regio gefolgt war, heuerte er kürzlich - nach seinem Sabbat-Jahr - bei Rotweiß an, um dort als Einwechselkraft seine aktive Spielerzeit zu beenden - das begreife , wer will, gehört Eldin doch zum engsten Kreis der verdienten, langjährigen KIcker der TuS von 1911.

Wo die am 34sten Spieltag stehen wird, ist im Herbst 2024 schwer vorherzusagen, doch sollte nicht Grundstürzendes dazwischen kommen, dürfte ein Platz unter den ersten Drei, Vier der Tabelle nicht unrealistisch sein. Doch von den Niveaus der Regio Südwest ist man nach wie vor weit entfernt und wenig spricht dafür, dass sich daran zeitnah etwas verbessern wird. Manche wünschen sich, dass die beiden oben verglichenen Clubs zu einer Art von Zusammenarbeit finden, das aber ist - aufgrund der in den beiden Ortsrivalen wirkenden Kräfte - derzeit (noch) weit weg.

Wahrscheinlicher ist es, daß der ungeliebte Dritte vor Ort, das Konstrukt Cosmos Koblenz, nach dem knappen Abstieg im Mai dieses Jahres, umgehend zurückkehrt in die Oberliga, so dass es doch zu der für sämtliche Beteiligten (mit Ausnahme von Oberwerth-Vermieterin Stadt KO) wenig wünschenswerten Konstellation kommen könnte, dass ab dem Sommer 2025 in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gleich drei (3) (!!!) Clubs kicken werden, die aus dem durchaus überschaubaren Fussi-Biotop Koblenz kommen - nach der Devise: "Zwergenaufstand im Hühnerstall," denn keiner dieser Drei hat das Zeug dazu, nachhaltig erfolgreichen Regio-Fussi darzustellen, und das Dauerthema, die mangelhafte Infrastruktur rund um den Oberwerth, wollen wir hier nicht schon wieder ausbreiten.

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"Von Seiten der Eltern heißt es dauernd: jedem sein Kind spielt immer zu wenig." (Lothar Matthäus zur Beendigung seiner Trainertätigkeit in München-Grünwald)
Hatte meinen Beitrag von vor ein paar Monaten zitiert, um aus purer Freude an Rechthaberei zu zeigen, dass das meiste zutreffend prognostiziert war. Spielzeit ist gelaufen, Pokal wurde verschenkt an Engers, Finalteilnahme an Rotweiß Koblenz und Parvenu Cosmos Koblenz ist in der Oberliga als Konkurrent zurück. Die fusionieren mit einem Verein aus dem Raum Neuwied und werden auch dort spielen, was schlau ist, weil sie in Koblenz null Resonanz haben und die Konsequenz aus dem trägen Verhalten der regionalen KO-Wirtschaft ziehen: man muß offenbar aus Koblenz weg, wenn man im Leistungssport ernsthaft was aufbauen will.

Das haben die Cosmos-Leute erkannt und daher könnte hier ein potenter Club in der OL entstehen, der Ambitionen auf die Regionalliga entwickeln dürfte, zumal dort mehr Kohle zur Verfügung zu stehen scheint als in vergleichbaren Clubs der Region. Wie sich "sowas" entwickelt, das steht dahin: viele dieser, meist von Unternehmern mittlerer Größe gegründeten Geldsammelstellen ("Projekt") mit Fußball-Ambitionen sind in der Vergangenheit und Gegenwart gescheitert, die Regio West z.B. bietet satt Anschauungsmaterial dafür.

RW und 1911 haben die Spielzeit auf 9. bzw. 4 abgeschlossen, diese Ränge standen schon relativ früh in der Saison fest, mehr ist für beide derzeit nicht drin, und gibt es mal Ausschläge nach unten, steht durchaus mal wieder Abstieg in die Rheinlandliga an; aus Kohlemangel hat die TuS überhaupt keine Zweite mehr, bildet daher ihre Jugend für die örtliche Konkurrenz aus, die diese Spieler dann nur allzu gerne übernimmt, wenn der Seniorenbereich ansteht.

Die Zweite von RW hat soeben den Aufstieg aus der Kreisklasse verpaßt, zudem haben beide Klubs große Mühe, ihre U 19 in der Regio zu halten, so ist das eben, beide werden mit Interesse nach Neuwied schauen, ob Cosmos als Meister der Rheinlandliga und ambitionierter Oberligist seine Pläne zukünftig realisiert bekommt, zumal es dort an Kohle und Kompetenz nicht zu mangeln scheint.

Für die kommende Spielzeit verliert RW wieder mal große Teile seines Kaders, man hat den Eindruck, dass es dort Jahr für Jahr weniger wird, wenngleich man mit Steuermitteln sich die eigene, gepachtete Anlage modernisieren kann; bei der TuS steht eine Jugendkooperation im Stadtteil Kesselheim an, mit der man den Mangel an vereinseigener Infrastruktur zu kompensieren sucht; insgesamt macht der derzeitige Vorstand einen amtsmüden Eindruck, dort scheint mittlerweile die Geduld mit den widrigen Umständen in Koblenz für leistungsorientierten Sport am Ende, insgesamt tendiert 1911 derzeit dazu, sich mehr auf den dem Verein möglichen, gleichsam sozialpädagogischen Bereich zu konzentrieren, nicht zuletzt, um das Ansehen des Vereins von früheren "Flecken" zu reinigen, was bislang durchaus gelungen zu sein scheint.

Der Etat von 1911 dürfte nicht wirklich wachsen, obschon man ein bis zwei Hauptamtliche beschäftigt, den Kontakt zu Mitgliedern und Sponsoren zu pflegen, was zu der mißlichen Lage führt, daß der nun aufwändigere Funktionärsbereich die Mittel schmälert, die für den Kader zur Verfügung stehen. Der braucht dringend frisches, jüngeres Personal, und kann nicht nur mit U 19 aufgefüllt werden, wenn man mehr als den bloßen Klassenverbleib anstrebt. Mit Esmel hat man den einzigen Stürmer verloren, der verläßlich trifft: diese Spielzeit sah nach dem vermeidbaren Ausfall von Esmel in einem überflüssigen Testspiel in Essen (!) eine TuS ohne echten Stürmer; der defensive Midfielder Wingender wurde zum besten Torschützen, was Bände spricht über die Spielidee von Trainer MS, und mittlerweile sind Zweifel angebracht, ob die TuS mit ihm sportlich wirklich vorankommen kann.

Also: nicht wirklich Neues vom Deutschen Eck, dem Cosmos den Rücken gekehrt hat, und an dem sich RW und 1911 mit geringen Mitteln weiterhin mühen, in der OL eine gewisse Rolle zu spielen; von Seiten der kommunalen Politik ist nichts Positives zu vernelden: die Beamtenstadt KO dümpelt weiter vor sich hin, was die Entwicklung des "Sportpark Oberwerth" angeht, und die TuS kann froh sein, dass sich nach wie vor etwa tausend Zahlende bei jedem Heimspiel einfinden. Daß es darunter eine "aktive Fanszene" in blauschwarzgelb gibt, ist - abgesehen vom Support - nicht nur positiv zu bewerten, denn deren dubiose, linkspolitisierende Haltung dürfte als Belastung bei womöglichen Versuchen des Vorstands wirken, mit potenten Sponsoren aus der Wirtschaft zu Potte zu kommen.

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"Von Seiten der Eltern heißt es dauernd: jedem sein Kind spielt immer zu wenig." (Lothar Matthäus zur Beendigung seiner Trainertätigkeit in München-Grünwald)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von 1911FAN am 29.05.2025 um 11:09 Uhr bearbeitet
Zitat von 1911FAN
Hatte meinen Beitrag von vor ein paar Monaten zitiert, um aus purer Freude an Rechthaberei zu zeigen, dass das meiste zutreffend prognostiziert war. Spielzeit ist gelaufen, Pokal wurde verschenkt an Engers, Finalteilnahme an Rotweiß Koblenz und Parvenu Cosmos Koblenz ist in der Oberliga als Konkurrent zurück. Die fusionieren mit einem Verein aus dem Raum Neuwied und werden auch dort spielen, was schlau ist, weil sie in Koblenz null Resonanz haben und die Konsequenz aus dem trägen Verhalten der regionalen KO-Wirtschaft ziehen: man muß offenbar aus Koblenz weg, wenn man im Leistungssport ernsthaft was aufbauen will.

Meinst du mit Fusion die "Kooperation" im Jugendbereich von Cosmos und dem VfL Oberbieber? Die man vor allem eingegangen ist um die Lizenzanforderung zu erfüllen? Den Wechsel des Spielorts habe ich bislang noch nicht mitbekommen, es wäre aber zu wünschen, dass nicht drei Vereine in einem Stadion in derselben Liga spielen.

Zitat von 1911FAN
Das haben die Cosmos-Leute erkannt und daher könnte hier ein potenter Club in der OL entstehen, der Ambitionen auf die Regionalliga entwickeln dürfte, zumal dort mehr Kohle zur Verfügung zu stehen scheint als in vergleichbaren Clubs der Region. Wie sich "sowas" entwickelt, das steht dahin: viele dieser, meist von Unternehmern mittlerer Größe gegründeten Geldsammelstellen ("Projekt") mit Fußball-Ambitionen sind in der Vergangenheit und Gegenwart gescheitert, die Regio West z.B. bietet satt Anschauungsmaterial dafür.

Und die Beispiele KFC Uerdingen, Türkspor Dortmund, Türkgücü München, TuS Bövinghausen, 1. FC Kaan-Marienborn und wie sie nicht alle heißen sollten mahnendes Beispiel sein, anders wird es bei Cosmos auch nicht aussehen sobald Remo Rashica seine Investitionen aufgibt. Die älteren mögen sich vielleicht auch noch an den SV Weingarten erinnern, der 2004 nur knapp hinter der TuS auf Platz 2 der Oberliga gelandet ist. Der Weg der TuS mag daher beschwerlich sein, meiner Meinung nach aber dann langfristig doch der richtige.

Die neue Saison könnte dahingehend sehr interessant werden. Falls sich die Reserve des FCK in der Relegation zur Regionalliga durchsetzen sollte gehört die TuS sicherlich zu den absoluten Favoriten, gemeinsam mit dem FK Pirmasens. Aus der Regionalliga kommt ja niemand runter. Worms tauscht - mal wieder - den gesamten Kader aus, Gonsenheim setzt weiter auf die Jugend und Engers macht auf mich nicht den Eindruck sich ernsthaft mit der Regionalliga zu beschäftigen. Interessant könnte noch der neue FC Emmelshausen-Karbach sein und eben Cosmos, wobei da die Strukturen im Hintergrund quasi gar nicht vorhanden sind.

Allerdings muss man sich dann bei der TuS auch besser aufstellen, nochmal so eine Saison wie 23/24 braucht man dann irgendwie auch nicht. Und da gehe ich dann absolut mit: Bei aller Liebe zu Stahl, der Fußball ist absolut zum abgewöhnen. Da würde eine Veränderung gut tun, allein, ich glaube nicht dran. Und wie schwierig eine Etablierung in der Regionalliga ist haben in diesem Jahr auch wieder der FC Gießen, Frankfurt II und in der Rückrunde auch Eintracht Trier gezeigt. Aber schön wäre es schon, die TuS mal wieder langfristig zumindest in der Regionalliga zu sehen. Aber, und da gehe ich vollkommen mit, bei dem Umfeld wird das schwierig. Und von dubiosen Geldgebern sollte man auch besser die Finger lassen, sonst landet man über kurz oder lang in der Rheinlandliga. Auch wenn ich im Moment das Gefühl habe, die TuS wird immer mehr zur Wohlfühloase, in der sich am besten gar nichts bewegt, dafür ist man gemütlich unter sich. Irgendwann führt das aber zu Stillstand und damit Rückschritt
Zitat von Betzenbergbube

Die älteren mögen sich vielleicht auch noch an den SV Weingarten erinnern, der 2004 nur knapp hinter der TuS auf Platz 2 der Oberliga gelandet ist. Der Weg der TuS mag daher beschwerlich sein, meiner Meinung nach aber dann langfristig doch der richtige.


In der Tat noch gut in Erinnerung. Sollte ein warnendes Beispiel sein.
Egomanische Sponsoren waren noch nie gut.

Zitat von Betzenbergbube

Bei aller Liebe zu Stahl, der Fußball ist absolut zum abgewöhnen. Da würde eine Veränderung gut tun, allein, ich glaube nicht dran.


Sehe ich auch so. Sportliche Entwicklung ist überhaupt nicht erkennbar. Allein mir fehlt der Glaube.
Stahl sitzt bei diesem Präsidium fest im Sattel. Und dies weiß er auch. Er wird mit ziemlicher Sicherheit der Topverdiener der TuS sein. Zudem wird er im Block 1 als Fußballgott verehrt.
Apropos Präsidium, hier, und da werde ich nicht müde zu fordern, muss dringend fussballerische Kompetenz rein. Leute mit Ahnung, mit Connection in der Szene, die sich nicht, wie letztes Jahr geschehen, von einem windigen "Geschäftsmann" über den Tisch ziehen lassen. Auch hier können ältere Kollegen von leidvollen (u.a. polnischen) Erfahrungen berichten.
Die Turn- und Sportvereinigung Koblenz ist schon ein seltsamer Verein.

> Sie besitzt kein eigenes Sportgelände.
>Sie besitzt kein eigenes Vereinshaus.
> Sie hat kein Vereinslokal für soziale Zusammenkünfte.
> Sie hat kein eigenes Fan-Forum.
> Sie muss sich mit zwei weiteren Vereinen zusammen die Rasenfläche im Stadion und die Trainingsflächen teilen.
> Sie muss bei den Fans um Geld betteln, damit das Jugendumkleide-Häuschen, das ihr garnicht gehört, sondern der Stadt Koblenz, endlich mal wieder saniert und von Schimmel befreit werden kann.

Aber:
> Sie hat, nach den beiden Bundesligisten Mainz und Kaiserslautern und Regionalligist Trier, mit einem Zuschauerschnitt von über 1000 die viertbeste Zuschauerzahl in Rheinland-Pfalz.
> Alle drei Jugendmannschaften im Leistungsbereich U15 bis U19 spielen in der Regionalliga.
> Sie hat einen eigenen Podcast und ein eigenes Fan-TV

Klingt komisch, ist aber so!
.
Genau, die TuS ist eine Dame ohne Unterleib, aber mit starker Resonanz nach wie vor: über 5000 Follower im TuS-TV, über 15000 Interessenten auf ihrer Facebook-Seite und eine aktive Fan-Ultra-Gefolgschaft, die nach der von Lautern, Mainz 05 und Trier im Ländle die nennenswerteste ist.

Das alles aber genügt nicht, um vor Ort oder in weiterem Umkreis das gehobene Interesse der werbungtreibenden Wirtschaft zu wecken, der Etat liegt nach wie vor deutlich hinter dem des ewigen Konkurrenten Trier, man dürfte sich im oberen Drittel der Oberligisten bewegen.

Demgemäß reicht der Etat nach wie vor nicht aus, um einen in Richtung Regionalliga orientierten Senioren-Kader zu stellen, die Kosten für das nichtspielende Personal, den Spielbetrieb und die Jugendarbeit sind so hoch, daß der Kader seit Jahren auf gehobenem Oberliga-Niveau stagniert, mit Tendenz in Richtung OL-Mittelfeld.

Nach dem kürzlich erreichten, sehr glücklichen Unentschieden in Pirmasens folgte nun ein knappes 3:2 zuhause gegen die Hobbykicker aus dem saarländischen Diefflen, nun geht es nach Idar-Oberstein, und auch danach sind machbare Aufgaben angesetzt, es könnte durchaus ein punktereicher Auftakt in die Spielzeit werden.

Gut angelassen hat sich die Verpflichtung von zwei asiatischstämmigen KIckern: die wenig zahlungskräftige TuS sollte sich ebenfalls dem diesbezüglich unübersehbaren Trend im nördlichen Rheinland-Pfalz anschließen, und ihren Kader mit solchen Kräften verstärken - die Gründe dafür liegen für Kenner der Materie auf der Hand.

So wie die Dinge liegen, dürfte die Meisterschaft heuer an die zweite Mannschaft von Lautern gehen, mit großem Abstand auf Platz 2, was Punktevorsprung und Tordifferenz anlangt; offenkundig will der starke Mann in Lautern, der Exprofi Hengen, seine Zwoote unbedingt in die Regio zurückbringen, was nach dem generellen Erstarken des FCK Sinn macht.

Um Platz 2 wird es ein bis zum letzten Spieltag im Mai 2026 offenes Kopf-an-Kopf-Rennen geben, in dem Pirmasens, Worms, Engers, Karbach, die TuS und eine Überraschungsmannschaft sich bekämpfen werden; das Rennen macht, wer in der Winter-Transferperiode personell effektiv nachlegen kann und die wenigsten Dauerverletzten aufweist.

Die bundesweit einmalig dürftige Spielplatz-Situation in KO dürfte gerade für die Stahl-TuS zum Vorteil werden, wenn im Frühjahr 2026 das Geläuf am Oberwerth so zertreten sein wird, daß die Haupttugenden von 1911, das Rennen und Niederkämpfen, entscheidend zur Geltung kommen werden, weil gerade in der Heimspiel-Crunchtime der Spielzeit ein höheren Ansprüchen genügendes Spiel dort nicht mehr möglich sein wird.

Ziel der Spielzeit sollte es sein, sich nach dem 1.9. mit zwei, drei vertragslosen Spielern, hinten wie vorne zu verstärken, deren "Berater" sich verpokert haben, so daß die Beratenen froh sein können, bei der TuS bis Juni 2026 unterzukommen. Und ewig grüßt das Murmeltier "Verbandspokal", wahrlich kein Parade-Wettbewerb für 1911: in Kürze wird man sich von draussen oder beim Bezahlsender ansehen müssen, wie Oberligist Engers im Oberwerth den Europapokalsieger Eintracht Frankfurt vor ausverkaufter Hütte empfängt. Mehr Schmach geht kaum, zumal man sich im März 2025 gegen den örtlichen Rivalen Rotweiß Koblenz mit einem unsäglichen 0:1 aus dem Pokal hatte verabschieden müssen.

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"Von Seiten der Eltern heißt es dauernd: jedem sein Kind spielt immer zu wenig." (Lothar Matthäus zur Beendigung seiner Trainertätigkeit in München-Grünwald)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von 1911FAN am 11.08.2025 um 10:56 Uhr bearbeitet
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