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Was bringt die Saison?

27.07.2019 - 22:46 Uhr
Was bringt die Saison? |#2551
12.07.2026 - 14:32 Uhr
Diese Woche ist die „kommende Woche“ in der der DFB die genauen Ansetzungen der ersten Spieltage bekanntgeben wollte. Paar Stunden sind ja noch Zeit..

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Leidenschaft kennt keine Liga!
Totgesagte leben länger!
Was bringt die Saison? |#2552
12.07.2026 - 16:38 Uhr
Zitat von kogge94

Diese Woche ist die „kommende Woche“ in der der DFB die genauen Ansetzungen der ersten Spieltage bekanntgeben wollte. Paar Stunden sind ja noch Zeit..


Nein, diese Woche kam erst der Rahmenspielplan raus. Nächste Woche wird terminiert. Wurde auch so kommuniziert.

Und falscher Thread smile
https://www.transfermarkt.de/spielplan-2026-2027/thread/forum/22/thread_id/152769
Dieser Beitrag wurde zuletzt von K4terR am 12.07.2026 um 16:39 Uhr bearbeitet
Was bringt die Saison? |#2553
22.08.2026 - 00:00 Uhr
Die Saison steht oder fällt mit unserem Defensivspiel. Das heißt wieviel Risiko musst du hinten im Aufbauspiel nehmen um vorne Situationen zu erzeugen?

Unsere Offensive wird uns pro Spiel 2-3 jubeln lassen. Da haben wir mit den neuen Spielertypen enorm viel Qualität dazu gewonnen. Aber Rückstände wie gegen Mannheim darfst du dir trotzdem nicht erlauben. Dann können genau die Punkte am Ende fehlen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Majak am 22.08.2026 um 00:13 Uhr bearbeitet
Was bringt die Saison? |#2554
22.08.2026 - 00:11 Uhr
Zitat von Majak
Die Saison steht oder fällt mit unserem Defensivspiel. Das heißt wieviel Risiko musst du hinten im Aufbauspiel nehmen um vorne Situationen zu erzeugen?

Unsere Offensive wird uns pro Spiel 2-3 jubeln lassen. Da haben wir mit den neuen Spielertypen enorm viel Qualität dazu gewonnen. Aber Rückstände wie gegen Mannheim darfst du dir trotzdem nicht erlauben. Dan können genau die Punkte am Ende fehlen.

Es geht aber nicht nur um Risiko im Aufbau, sondern auch um konsequentes und resolutes Verteidigen vor der Box.
Was bringt die Saison? |#2555
22.08.2026 - 14:02 Uhr
Ich stelle schon jetzt mal in Frage, daß Brinkmann bei einem möglichen Aufstieg der richtige Trainer für die zweite Liga ist. Es fehlt mir die defensive Abgewichstheit ala Härtel. Nicht das generell so gespielt werden soll. Aber ich habe das Gefühl, ihm fehlt da die Variabilität.
Was bringt die Saison? |#2556
22.08.2026 - 14:10 Uhr
Zitat von Draven_afdfch
Zitat von Majak

Die Saison steht oder fällt mit unserem Defensivspiel. Das heißt wieviel Risiko musst du hinten im Aufbauspiel nehmen um vorne Situationen zu erzeugen?

Unsere Offensive wird uns pro Spiel 2-3 jubeln lassen. Da haben wir mit den neuen Spielertypen enorm viel Qualität dazu gewonnen. Aber Rückstände wie gegen Mannheim darfst du dir trotzdem nicht erlauben. Dan können genau die Punkte am Ende fehlen.

Es geht aber nicht nur um Risiko im Aufbau, sondern auch um konsequentes und resolutes Verteidigen vor der Box.


Es ist aktuell wohl die Mischung, die es macht. Die letzten Wochen in dem Forum hier fühlen sich wie ein Fiebertraum an, da wird elendig lang über Unbehaun oder auch über die Offensive sinniert - Themen die eigentlich konstruiert sind und mit KI in Watte verpackt werden, damit es hübsch klingt und den Schein erweckt, als hätte es Substanz. Kritik ist immer gut und wichtig, aber so viel Müll wie in den letzten Tagen, habe ich selten in dem Forum gelesen und da, wo die Kritik angebracht ist, wird relativ wenig versucht ins Detail zu gehen.

Die eigentliche Problematik ist nämlich das Defensivverhalten, das kann man nicht wegdiskutieren, keine Offensive Ideenlosigkeit, keine Mentalitätsprobleme und auch kein Unbehaun - das Defensivverhalten ist das Problem und da passt beides rein, was ihr ansprecht. Die Risokoabwägung im Spielaufbau ist ein Punkt, der letztes Jahr schon von Brinkmann angesprochen wurde und sich bisher nicht verändert hat. Hier muss man natürlich Carstens in die Pflicht nehmen. Sein progressives Spiel ist oft überragend für Drittligaverhälnisse und er ist auch immer wieder in der Lage, einen super Pass zu stecken. Leider ist er dann auch immer wieder in der Lage einen Pass zu spielen, der uns regelmäßig killt. Wenn du hoch schiebst und im Aufbau bist, kannst du nicht solche Risikobälle in die Zentrale spielen, dazu ist unsere Restverteidigung nach wie vor nicht gut genug - hier muss er wirklich 2x überlegen, ob er so einen Pass wirklich spielen muss.

Dann kommt eben der 2. Punkt dazu - wir spielen etwas zu passiv und körperlos vor der Box. Da lassen wir ein stückweit die nötige Aggressivität vermissen und kommen nicht richtig in die Zweikämpfe. Ob es gestern das 1. Tor ist (nach dem Risikoball in die Mitte von Dietze), wo wir nicht in den Zweikampf kommen, das 1. Tor gegen Hoffenheim, wo Schuster nur Geleitschutz gibt und Zor den Innenraum anbietet oder Krauß gegen Mannheim, der Okeke einfach Flanken lässt, als aktiv zu verteidigen - dasselbe beim 2. Mannheim Tor, wo Thalhammer durch die Zentrale spaziert und Dirkner lieber falsch spekuliert, als aktiv zu verteidigen. Wir sind da defensiv einfach noch zu lieb unterwegs und denken vielleicht auch zu viel nach.

Man kann das nicht mal alles zwingend auf die letzte Kette schieben, Wallner gegen Gürleyen zu tauschen, wird das Problem nicht lösen. Hier stimmt die ganze Abstimmung insgesamt noch nicht und das größte Problem ist dabei aus meiner Sicht das Defensive Mittelfeld, das in der Defensivarbeit bisher überhaupt nicht gut aussieht - diese Positionsgruppe sollte eigentlich unsere Stärke sein, aber Schuster finde ich aktuell ziemlich neben der Spur, auch Dirkner und Dietze konnten da bisher wenig Argumente liefern - Fatkic hatte bisher nicht viele Möglichkeiten, hat das aber gestern gegen einen starken Gegner ganz gut gemacht und ich denke, dass hier der erste Schlüssel zur defensiven Stabilität liegt.

Fatkic war in der Schweiz schon ein echter 6er, der auch seine Vorzüge in der Defensivarbeit hatte - er bringt auch eine andere Physis als die anderen mit und diese Kombination könnte uns dabei helfen, wieder etwas mehr Stabilität und Ordnung ins Defensive Mittelfeld zu bekommen. Ich bin mir nicht sicher, wer der beste Partner daneben wäre, aber aktuell tendiere ich zu Dirkner, der defensiv mehr kann als bisher gezeigt, aber eben auch offensiven Input geben kann.

Insgesamt muss dann eben auch jeder wieder ein stückweit geiler darauf werden zu verteidigen und besser in die Zweikämpfe zu kommen. Wenn wir dann noch die Risikoabwägung im Aufbau in den Griff bekommen und vielleicht auch nicht ganz so hoch schieben (gerade die AVs, die da oft weite Wege machen müssen), um in der Restverteidigung besser positioniert zu sein, lässt sich das sicher alles in den Griff bekommen. Vielleicht hilft es dem Defensivspiel auch weiter, wenn denn der 10er endlich da ist - wenn wir da wirklich noch einen echten Spielgestalter holen, dann müssen die DMs sich vielleicht nicht so offensiv orientieren, dass wir nachher die Probleme und Löcher in der Defensive haben.

Wir können auch die Flügelspieler nicht rausnehmen. Lennemann lernt aktuell noch zu verteidigen und ist da etwas grün hinter den Ohren und Krauß hatte da auch noch nie seine Stärke, der dürfte dann jetzt allerdings dauerhaft für Dajaku weichen - der das bei all seiner offensiven Klasse - auch noch defensiv beweisen muss.

Grundsätzlich ist das auf jeden Fall eine vielschichtige Thematik, wo sich letztlich alle ein stückweit steigern müssen - da gilt es jetzt fürs Trainerteam die richtigen Spieler und die richtige Balance im Spiel zu finden und dann gilt es eben auch für die Spieler wieder eine Schippe draufzupacken, wir spielen eben auch viel Mannverteidigung, da bedarf es dann auch die nötige Disziplin und Härte.

Offensiv sehe ich keine Probleme, das halte ich für konstruiert. Standards sind Teil des Spiels und auch eine Lösung gegen tiefstehende Gegner - wir erarbeiten uns diese Standards und kriegen die nicht geschenkt, weil der Gegner die Bälle reihenweise ins Aus spielt. Wir hatten auch immer wieder Möglichkeiten aus dem Spiel heraus - hier muss man vielleicht auch die Effektivität ankreiden. Mit den Hintergedanken, dass ein Dajaku gerade erst wieder da ist, mit Holten und Kiedl immer noch 2 physisch starke Stürmer fehlen, unser Offensivspiel nochmal verändern werden und ein potenzieller neuer 10er kommt, muss man sich da überhaupt keine Sorgen machen, das ist trotz zuletzt dezimierter Offensive bisher keine Problematik.
Was bringt die Saison? |#2557
22.08.2026 - 14:35 Uhr
Ich finde den Beitrag ehrlich gesagt großartig. Vor allem den Einstieg.

Erst einmal wird dem halben Forum erklärt, die letzten Wochen seien ein „Fiebertraum“, weil andere Leute angeblich künstliche Probleme konstruieren, mit KI in Watte packen und so tun, als hätten ihre Beiträge Substanz.

Und dann folgen gefühlt 1.500 Wörter, in denen uns erklärt wird, dass exakt eine Interpretation der bisherigen Spiele die richtige ist.

Das hat schon etwas.

Die Offensive? Konstruiertes Problem.

Der Torwart? Konstruiertes Problem.

Mentalität? Konstruiertes Problem.

Unbehaun? Bitte nicht darüber reden.

Die Wahrheit lautet: DEFENSIVVERHALTEN.

Gut, dass wir das jetzt geklärt haben. Forum kann eigentlich geschlossen werden.

Besonders schön wird es dann, wenn man sich anschaut, wie diese unumstößliche Wahrheit begründet wird.

Carstens spielt riskante Pässe. Dietze spielt riskante Pässe. Schuster verteidigt schlecht. Dirkner spekuliert falsch. Krauß lässt flanken. Lennemann kann noch nicht verteidigen. Die Außenverteidiger stehen zu hoch. Die Sechser stehen falsch. Die Flügel verteidigen nicht gut genug. Die Restverteidigung stimmt nicht. Die Abstimmung stimmt nicht. Es fehlt Aggressivität. Es fehlt Physis. Es fehlt Disziplin. Es fehlt Härte.

Aber wichtig: Das Problem ist ganz eindeutig und gar nicht vielschichtig.

Ach nein, Moment. Später heißt es dann selbst:

„Grundsätzlich ist das auf jeden Fall eine vielschichtige Thematik.“

Herrlich.

Also die anderen konstruieren komplizierte Erklärungen, während man selbst ungefähr sieben Mannschaftsteile, das Positionsspiel, die Risikoabwägung, die Mannorientierung, die Zweikampfführung und die taktische Balance als Ursachen benennt.

Nennt man wohl wissenschaftlich „einfache Erklärung“.

Noch besser finde ich den Teil zur Offensive.

„Offensiv sehe ich keine Probleme, das halte ich für konstruiert.“

Danach erfahren wir allerdings:

– die Effektivität könnte besser sein
– Dajaku war gerade erst wieder da
– Holten fehlt
– Kiedl fehlt
– ein Zehner fehlt
– dieser Zehner soll das Offensivspiel verändern
– die fehlenden Stürmer sollen das Offensivspiel verändern

Also keinerlei Problem offensiv. Man braucht nur noch drei Spieler und bessere Chancenverwertung.

Das beruhigt mich ungemein.

Und dann zum Thema Unbehaun, weil genau da diese merkwürdige Diskussionskultur besonders deutlich wird.

Niemand muss behaupten, Unbehaun sei ein schlechter Torwart. Niemand behauptet auch ernsthaft, jedes Gegentor gehe auf ihn.

Aber bei einem Torwart darf man doch wohl über Reichweite, Strafraumbeherrschung, Explosivität und Körpergröße sprechen.

Das sind keine esoterischen Kategorien, die sich irgendein verrückter Forumsuser ausgedacht hat.

Ein kleinerer Torwart hat nun einmal bei ansonsten vergleichbaren Voraussetzungen weniger Reichweite als ein deutlich größerer. Das bedeutet nicht automatisch, dass der Größere besser ist. Es bedeutet aber sehr wohl, dass man sich bei bestimmten Gegentoren anschauen darf, ob ein Keeper mit mehr Spannweite oder Präsenz möglicherweise noch an den Ball gekommen wäre.

Das Interessante ist doch gerade: Wir haben inzwischen mehrere Gegentore gesehen, bei denen diese Frage zumindest diskutiert werden kann.

Und dann ist die Antwort nicht:

„Darüber darf man nicht reden, denn das eigentliche Problem ist das defensive Mittelfeld.“

Natürlich darf man darüber reden.

Man kann sogar gleichzeitig der Meinung sein, dass der Pass davor schlecht war, der Sechser schlecht verteidigt hat und der Torwart einen Ball vielleicht halten könnte.

Fußball hat diese verrückte Eigenschaft, dass bei einem Gegentor mehrere Dinge gleichzeitig schiefgehen können.

Ich weiß, gewagte These.

Auch dieses ständige „Wallner für Gürleyen löst das Problem nicht“ ist deshalb ein klassischer Strohmann.

Wer behauptet denn, dass ein einziger Wechsel sämtliche strukturellen Defensivprobleme löst?

Man diskutiert einzelne Stellschrauben.

Genau dafür ist ein Forum übrigens da.

Und selbstverständlich ist der Hinweis auf das defensive Mittelfeld berechtigt. Schuster war bisher nicht auf seinem besten Niveau, Dirkner hatte defensiv ebenfalls Szenen, die er besser lösen kann, und Fatkic könnte mit seiner Physis und seinem defensiveren Profil tatsächlich Stabilität bringen.

Das ist eine interessante Diskussion.

Was sie allerdings nicht automatisch zur einzig zulässigen Diskussion macht.

Genau darin liegt für mich die unfreiwillige Komik dieses Beitrags:

Man beschwert sich ausführlich darüber, dass andere ihre Meinung zu wichtig nehmen, um anschließend in maximaler Ausführlichkeit zu erklären, welche Meinungen eigentlich nicht diskutiert werden müssen, weil man selbst bereits herausgefunden hat, wo das Problem liegt.

Und vielleicht noch ein letzter Gedanke zu den angeblich unproblematischen Standards.

Natürlich zählen Standards.

Natürlich muss man sie erst einmal erzwingen.

Natürlich kann man damit Spiele gewinnen.

Aber wenn ein wesentlicher Teil der Offensivproduktion aus Standards entsteht, ist es trotzdem völlig legitim zu fragen, wie zuverlässig man aus dem offenen Spiel Chancen kreiert.

Das ist keine Abwertung von Standards.

Das nennt man Analyse.

Genau wie man einen Torwart analysieren darf.

Einen Sechser.

Einen Innenverteidiger.

Einen Trainer.

Oder sogar einen Forumsbeitrag.

Und bei Letzterem würde ich nach dieser Analyse sagen:

Sehr viel Text darüber, dass andere zu viel Text über die falschen Dinge schreiben.

Fast schon Kunst. 😉
Was bringt die Saison? |#2558
23.08.2026 - 12:50 Uhr
Und deine Reaktion @Alligatorklaus war es dann mit 2000 Worten zu sagen das @pan-o-rama seine Meinung nicht so wichtig nehmen soll bzw. sich nicht so sehr über die Meinung anderer erheben soll? Also das hätte man mit deutlicher weniger Worten hinbekommen, zumal du im Gegensatz zu deinem Vorredner auch nicht wirklich inhaltlich etwas beizutragen hast. Warum ist jetzt deiner Meinung nach die Größe von Unbehaun so wichtig? Warum sollten wir uns mehr auf die Offensive als Problemzone fokussieren?

Ich gebe zu das der Beitrag deines Vorredners sicherlich etwas überheblich begonnen hat, aber seine inhaltliche Analyse ist relativ vielschichtig und aus meiner Sicht auch richtig. Wie es auch schon ein anderer Forrist eben im Statistik-Thread dargestellt hat haben wir in der Liga gute offensive Zahlen gehabt, und das OBWOHL da vorne einige fehlen. Deshalb hat @pan-o-rama ja die Offensive als Problem rausgenommen weil sie, trotz personeller Einschränkungen, ja gut funktioniert.
Was bringt die Saison? |#2559
23.08.2026 - 14:47 Uhr
@pan-o-rama bei deiner Analyse der Defensive bin ich in vielen Punkten sogar bei dir. Die fehlende Galligkeit, das teilweise körperlose Verteidigen und die Probleme im zentralen Mittelfeld sind offensichtlich. Wo ich dir aber widerspreche, ist die Aussage, die Kritik an unserer Offensive sei „konstruiert“.

Wenn vier unserer sechs Ligatore aus Standards entstehen, darf man schon darüber diskutieren, was aus dem normalen Spiel heraus kommt. Natürlich kann man Ecken, Freistöße und lange Einwürfe einstudieren. Trotzdem gehört in diesen Situationen auch immer ein Stück weit Glück dazu. Du kannst nicht planen, wo der Ball nach einem Zweikampf oder einer Kopfballabwehr landet, wie der Gegner reagiert oder wem der zweite Ball vor die Füße fällt. Einen vernünftigen Spielaufbau gegen einen tiefstehenden Gegner, mit klaren Laufwegen und Lösungen hinter die Ketten zu kommen, kann man dagegen gezielt trainieren. Und genau da sehe ich bei uns momentan noch Probleme.

Und genau da habe ich gegen Mannheim wieder Probleme gesehen. Gerade in der ersten Halbzeit hatten wir viel Ballbesitz, aber wenig Tempo, kaum Tiefe und zu wenige Lösungen gegen zwei tiefstehende Ketten. Das heißt doch nicht, dass unsere komplette Offensive schlecht ist. Aber warum soll man darüber nicht diskutieren dürfen?

Beim Zehner widersprichst du dir für mich sogar selbst ein Stück weit. Einerseits gibt es offensiv angeblich kein Problem, andererseits schreibst du selbst, dass ein echter Spielgestalter unser Spiel verändern und sogar die Sechser entlasten könnte. Genau darum geht es doch. Wenn ich 4-2-3-1 spielen will, aber keinen Spieler habe, der diese Rolle richtig ausfüllt, kann das Auswirkungen auf das komplette Spiel haben – offensiv wie defensiv.

Was mich deshalb an deinem Beitrag stört, ist diese Art, andere Sichtweisen direkt als „Müll“, „konstruiert“ oder „KI in Watte verpackt“ abzutun. Du schreibst selbst ausführlich, wie du unser Spiel siehst. Dann sollte man anderen auch zugestehen, zu anderen Schlüssen zu kommen.

Für mich ist die Defensive momentan ebenfalls unsere größte Baustelle. Trotzdem kann ich gleichzeitig Probleme im Spiel mit Ball und gegen tiefstehende Gegner sehen. Das eine schließt das andere doch überhaupt nicht aus. Genau darüber sollte man in einem Forum diskutieren können, ohne dass einer den Heiligenschein trägt und festlegt, welche Meinung Substanz hat und welche nicht.
Was bringt die Saison? |#2560
23.08.2026 - 15:15 Uhr
Zitat von JokerHRO1965

@pan-o-rama bei deiner Analyse der Defensive bin ich in vielen Punkten sogar bei dir. Die fehlende Galligkeit, das teilweise körperlose Verteidigen und die Probleme im zentralen Mittelfeld sind offensichtlich. Wo ich dir aber widerspreche, ist die Aussage, die Kritik an unserer Offensive sei „konstruiert“.

Wenn vier unserer sechs Ligatore aus Standards entstehen, darf man schon darüber diskutieren, was aus dem normalen Spiel heraus kommt. Natürlich kann man Ecken, Freistöße und lange Einwürfe einstudieren. Trotzdem gehört in diesen Situationen auch immer ein Stück weit Glück dazu. Du kannst nicht planen, wo der Ball nach einem Zweikampf oder einer Kopfballabwehr landet, wie der Gegner reagiert oder wem der zweite Ball vor die Füße fällt. Einen vernünftigen Spielaufbau gegen einen tiefstehenden Gegner, mit klaren Laufwegen und Lösungen hinter die Ketten zu kommen, kann man dagegen gezielt trainieren. Und genau da sehe ich bei uns momentan noch Probleme.

Und genau da habe ich gegen Mannheim wieder Probleme gesehen. Gerade in der ersten Halbzeit hatten wir viel Ballbesitz, aber wenig Tempo, kaum Tiefe und zu wenige Lösungen gegen zwei tiefstehende Ketten. Das heißt doch nicht, dass unsere komplette Offensive schlecht ist. Aber warum soll man darüber nicht diskutieren dürfen?

Beim Zehner widersprichst du dir für mich sogar selbst ein Stück weit. Einerseits gibt es offensiv angeblich kein Problem, andererseits schreibst du selbst, dass ein echter Spielgestalter unser Spiel verändern und sogar die Sechser entlasten könnte. Genau darum geht es doch. Wenn ich 4-2-3-1 spielen will, aber keinen Spieler habe, der diese Rolle richtig ausfüllt, kann das Auswirkungen auf das komplette Spiel haben – offensiv wie defensiv.

Was mich deshalb an deinem Beitrag stört, ist diese Art, andere Sichtweisen direkt als „Müll“, „konstruiert“ oder „KI in Watte verpackt“ abzutun. Du schreibst selbst ausführlich, wie du unser Spiel siehst. Dann sollte man anderen auch zugestehen, zu anderen Schlüssen zu kommen.

Für mich ist die Defensive momentan ebenfalls unsere größte Baustelle. Trotzdem kann ich gleichzeitig Probleme im Spiel mit Ball und gegen tiefstehende Gegner sehen. Das eine schließt das andere doch überhaupt nicht aus. Genau darüber sollte man in einem Forum diskutieren können, ohne dass einer den Heiligenschein trägt und festlegt, welche Meinung Substanz hat und welche nicht.


Zuerst kurz zur Kritik im vorletzten Absatz: Verallgemeinern darf man das sicher nicht, aber ganz von ungefähr kommt das, was @pan-o-rama da schreibt, auch nicht. Da sind – was sowohl die inhaltliche Qualität als auch die faktenbasierte Argumentation angeht – schon abenteuerliche Beiträge dabei, um es vorsichtig und nett auszudrücken.
​Zur Defensive sind wir wahrscheinlich alle nicht so weit voneinander entfernt, was die Beurteilung angeht. Zur Offensive sehe ich es nicht ganz so wie du. Um deine Eingangsfrage „Was kommt aus dem normalen Spiel heraus?“ zu beantworten: Laut FotMob sind wir mit 8,5 Torschüssen pro Spiel auf Platz eins dieser Statistik. Bei den Großchancen zugegebenermaßen etwas schlechter auf Platz 8 aber eben auch nicht abgeschlagen. Schaut man sich die Statistiken der beiden Spiele genau an, stehen wir mit 28 und 30 Ballberührungen im gegnerischen Strafraum ebenfalls sehr gut da. Hier ist natürlich ganz wichtig: Wir reden über zwei Spiele als Datenbasis, das ist recht wenig. Dennoch tendiere ich da zur Aussage von @pan-o-rama , dass man in der jetzigen Phase keine künstliche Diskussion darüber aufmachen muss und sich zunächst um die offensichtlichen und wirklich vorhandenen Probleme kümmern kann und sollte.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Elsterkogge am 23.08.2026 um 15:16 Uhr bearbeitet
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