Welche Autorität genießt ein BL-Trainer?
23.10.2012 - 01:50 Uhr
29.10.2012 - 16:09 Uhr
Sehr gutes Posting. Ich möchte noch ergänzen:
Zitat von Zizinho:
Denn die Auswahl der Spieler übernimmt in der Regel der Trainer in Zusammenarbeit mit dem einem Sportdirektor. ...
Auch die Aufstellung für ein einzelnes Spiel ist von enormer Bedeutung. Meist hat ein Trainer an die 20 Spieler (Magath 30, hüstl) zu Verfügung, die eine gute Leistung bringen würden. Wenn er aber eine Aufstellung findet, die auf den Gegner passt, und bei der die eigenen Spieler gut harmonieren, und er die Tagesform durch das Abschlusstraining richtig erahnt, dann stellt er 11 Spieler auf, die eine sehr gute Leistung bringen, und das macht bei der Vielzahl der Spiele auf Augenhöhe das entscheidende Quentchen aus.
Auch die Auswechselungen sind von enormer Bedeutung. Die allermeisten Bundesligaspieler können 90 Minuten mit einer guten Leistung durchhalten, und haben nur einen minimalen Abfall gegen Ende des Spiels hin. Aber wenn der Teamchef die Anzeichen einer beginnenden Erschöpfung rechtzeitig erkennt, dann hat er den Spieler schon ausgewechselt, der dann später das spielentscheidende Laufduell verloren hätte. Auch den Mut, einen Spieler rauszunehmen, der mit dem linken Bein aufgestanden ist, und zwar eine gute, aber keine sehr gute Leistung bringt, macht einen wirklich guten Trainer aus. Viele reden vom "guten Händchen" bei Einwechselungen, mit etwas Augenzwinkern, aber das ist genau der Unterschied zwischen einem guten Trainer, der sein Handwerk beherrscht, und einem Meister seines Fachs.
Zitat von Zizinho:
Denn die Auswahl der Spieler übernimmt in der Regel der Trainer in Zusammenarbeit mit dem einem Sportdirektor. ...
Auch die Aufstellung für ein einzelnes Spiel ist von enormer Bedeutung. Meist hat ein Trainer an die 20 Spieler (Magath 30, hüstl) zu Verfügung, die eine gute Leistung bringen würden. Wenn er aber eine Aufstellung findet, die auf den Gegner passt, und bei der die eigenen Spieler gut harmonieren, und er die Tagesform durch das Abschlusstraining richtig erahnt, dann stellt er 11 Spieler auf, die eine sehr gute Leistung bringen, und das macht bei der Vielzahl der Spiele auf Augenhöhe das entscheidende Quentchen aus.
Auch die Auswechselungen sind von enormer Bedeutung. Die allermeisten Bundesligaspieler können 90 Minuten mit einer guten Leistung durchhalten, und haben nur einen minimalen Abfall gegen Ende des Spiels hin. Aber wenn der Teamchef die Anzeichen einer beginnenden Erschöpfung rechtzeitig erkennt, dann hat er den Spieler schon ausgewechselt, der dann später das spielentscheidende Laufduell verloren hätte. Auch den Mut, einen Spieler rauszunehmen, der mit dem linken Bein aufgestanden ist, und zwar eine gute, aber keine sehr gute Leistung bringt, macht einen wirklich guten Trainer aus. Viele reden vom "guten Händchen" bei Einwechselungen, mit etwas Augenzwinkern, aber das ist genau der Unterschied zwischen einem guten Trainer, der sein Handwerk beherrscht, und einem Meister seines Fachs.
29.10.2012 - 16:19 Uhr
Und genau das macht den Unterschied zu einem Titel auf lange Sicht und keinem Titel, auch bei Nationaltrainern.
30.10.2012 - 10:56 Uhr
Stimmt. Wenn man über Sachverstand verfügt, jeden Spieler optimal ins System integriert und dann noch in den Entscheidenden Situationen sich einen taktischen Vorteil verschaffen kann, dann ist man der perfekte Trainer. Beispiele sind einen Spielmacher wie Diego keine Defensivaufgaben zu geben, einen Toni Kroos in offensive, kreative Mittelfeld zu beordern oder einem Libero a lá Lucio auch Freiheiten nach vorn zu geben. Gerade bei Diego hat es Magath nicht geschafft diesen das zu geben, was er braucht. Freiheit. Bei Athletico war er Dreh- und Angelpunkt und half dem Team zum EL-Titel. Allgemein hat Magath seine Spieler in WB und auch schon in München mit Füßen getreten, anstatt sie angemessen zu motivieren, da muss man Hoeneß Recht geben. Diego, Schäfer, Träsch, Ochs, Helmes und wie sie alle heißen waren bei ihren Vereinen Leistungsträger. Magath hat sie systematisch gefügig machen wollen. ER ist eben ein Trainer-Diktator wie Van Gaal oder auch Mourinho.
Nicht ohne Grund sind Klopp, Stevens, Tuchel so erfolgreich. Man muss als Trainer autoritär auftreten, darf aber seine Spieler, vor allem die Führungsspieler, nicht unterjochen und Tag für Tag abwatschen.
Und um nochmal auf Magath zurückzukommen. Es ist schon traurig, dass man sich als Trainer nicht einmal von der Mannschaft verabschiedet. Das muss wirklich alles in Scherben gelegen haben. Ich bin kein Fan häufiger Trainerwechsel, aber diesen kann, denke ich, jeder nachvollziehen.
Nicht ohne Grund sind Klopp, Stevens, Tuchel so erfolgreich. Man muss als Trainer autoritär auftreten, darf aber seine Spieler, vor allem die Führungsspieler, nicht unterjochen und Tag für Tag abwatschen.
Und um nochmal auf Magath zurückzukommen. Es ist schon traurig, dass man sich als Trainer nicht einmal von der Mannschaft verabschiedet. Das muss wirklich alles in Scherben gelegen haben. Ich bin kein Fan häufiger Trainerwechsel, aber diesen kann, denke ich, jeder nachvollziehen.
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