DFB und DFB-Teams
Mo., 29.06.2026
Paraguay
Paraguay
  

Daten

Deutschland   Paraguay
Julian Nagelsmann J. Nagelsmann Trainer G. Alfaro Gustavo Alfaro
962,00 Mio. € Gesamtmarktwert 160,15 Mio. €
28,3 ø-Alter 29,3

Gesamtbilanz: Weltmeisterschaft

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wahretabelle

WM: Deutschland - Paraguay

27.06.2026 - 16:43 Uhr
WM: Deutschland - Paraguay |#481
30.06.2026 - 10:49 Uhr
Nie und nimmer hätte ich gedacht, dass wir an Paraguay scheitern. Ich hatte eine Reaktion auf das Ecuador-Spiel erwartet mit zwei schnellen Toren, komplett daneben gelegen. Das Spiel war grausam.

Dass wir hier überhaupt in die Verlängerung mussten, war schon heftig. Und Chris Kramer hat recht, am Ende sollte man nicht über den Schiedsrichter diskutieren. Paraguay hätte man so schlagen müssen. Mehr als das Achtelfinale hatte ich schon gar nicht erwartet, aber es wurde noch weniger.

Nagelsmann trifft eine große Schuld. Neuer war gar kein Faktor. Das hätte Baumann auch hingekriegt.
Kimmich hat auf rechts nichts zu suchen. Hier fehlte eine weitere Nominierung im Kader.
Amiri hätte ich viel eher für Pavlovic gebracht.
Immerhin hatte er jetzt mit Undav statt Musiala reagiert, wenn sich das auch nicht auszahlte diesmal.

Außer unserer Heim-EM haben wir seit 2016 keine Erfolge mehr gesehen. Und das kann mana uch nicht schönreden.

•     •     •

Ich wünsche mir hier faire Gespräche und einen fachkundigen Austausch von Meinungen.
WM: Deutschland - Paraguay |#482
30.06.2026 - 10:57 Uhr
Zitat von Neonschwarz912
Bundeskanzler Friedrich Merz schreibt auf X:
„Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel, @DFB_Team! Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“

Genau diese Haltung ist doch das Problem. Nach einem frühen WM-Aus und einer insgesamt enttäuschenden WM kommt wieder derselbe Copy-&-Paste-Text über „Einsatz“ und „Teamgeist“. Statt die offensichtlichen Probleme ehrlich anzusprechen, wird eine Nicht-Leistung mit Floskeln schön geredet. Wer nach so einem Turnier von Begeisterung spricht, setzt aus meiner Sicht die völlig falschen Maßstäbe. Leistung sollte auch wieder als Leistung bewertet werden – und nicht jedes Scheitern mit denselben PR-Sätzen überdeckt werden. Wir sind hier im Leistungssport und die Leute verdienen Millionen, um ihre Leistung zu zeigen. Dieses rumgeeiere, dieses „ist nicht so schlimm“ ist doch genau der Grund warum sich keiner den ***** aufreißt. Im Fußball, sowie in der Politik.

Wer in seinem PR-Stab hat was geraucht oder welche Pilze gegessen? ich möchte auch etwas davon, um mir die Welt schön zu dröhnen. Dieser Post könnte Satire sein, doch er ist es nicht.
WM: Deutschland - Paraguay |#483
30.06.2026 - 10:57 Uhr
Es muss ein totaler Neuanfang her, lieber verpasse ich dann mal ein großes Turnier als mich immer wieder über diese Leistungen und vor allem über das schön reden nach den Spielen zu ärgern!

Ein Trainer der einige Spieler zu Hause lässt die wir gebraucht hätten, Mittelstedt zum Beispiel. Einen 40 Jährigen verletzten Torwart mitnimmt, der aus meiner Sicht keine Sicherheit ausstrahlt und sich keine Fehler eingesteht. Der eine völlig falsche Aufstellung wählt zumindest in den letzten beiden Spielen!

Von unserem Kapitän hab ich gar nichts gesehen kein einziges ein gutes Spiel und auch nicht das er voran geht, so wie es Schweinsteiger und die Kapitäne davor gemacht haben. Aber das hab ich nicht nur bei dieser WM bei ihm vermisst!
WM: Deutschland - Paraguay |#484
30.06.2026 - 11:02 Uhr
Zitat von sultan-martinez
Zitat von LasChivasMX

Zitat von Oronil

Zitat von LasChivasMX

Man kann mir erzählen was man will. Aber selbst ich, mit limitierter Fußballkenntnis und keinem Trainerschein sehe doch genau was das Problem ist.

Du kannst doch gegen eine Mannschaft, die die gesamte Busflotte der WM hinten am Tor parkt nicht den Ball ins Tor tragen wollen. In Paraguay sind die Männer im Schnitt 1,74!!.

Es ist halt leider wie die letzten Jahre auch. Gegen Teams die nach vorne spielen, sehen wir deutlich besser aus als gegen die, die den Bus parken.

Wenn die halbe Nation dieses Problem sieht, wieso dann nicht der, der dafür bezahlt wird? Ohne Sane jetzt zu stark zu kritisieren, denn er war mMn vor allem defensiv noch sehr gut. Aber du kannst halt mit Spielern auf den Außen, die nicht flanken können, und Undav (der in diesem Spiel von allen Spielen am wenigsten gepasst hat) so ein Spiel gewinnen.

Fehlentscheidung hin oder her. Das war eine einzige Vollkatastrophe. Aber gut. Man ist ja mittlerweile daran gewöhnt, dass wir keine große Fußballnation mehr sind.


Dann erzähl uns mal deine Meistertaktik gegen einen so destruktiven Gegner.
Da kriegt jedes Team Probleme, bis sie in Führung geht. In der zweiten Hälfte haben sie es viel über Flanken probiert und einige Standards gehabt.

Das Tor abzuerkennen ist absolut lächerlich und Paraguay war ja mitnichten das bessere Team.


Weniger um den 16er herum spielen und nicht versuchen den Ball ins Tor zu tragen, mehr von Außen schießen und vor allem VIEL mehr mit Flanken arbeiten. Vorne nen großen Stürmer rein. Entweder Havertz oder Woltemade. Weniger rumdribbeln und festlaufen bein nach Innen ziehen wie Sane es versucht.

Natürlich war Paraguay deutlich unterlegen. Aber du kannst doch nicht 45 Minuten um den 16er herum spielen wenn es nicht funktioniert. Wo kommt da von Außen die taktische Umstellung oder der Impuls???

Das war die komplette Halbzeit die selbe Strategie. Wenn man dem Gegner körperlich in Sachen Größe so überlegen ist, wieso nutzt man es dann nicht aus? Nagelsmann ist in meinen Augen völlig beratungsresistent und eigensinnig. Das hat mit den Nominierungen angefangen und ist bei der Aufstellung und Taktik grade so weitergegangen.


Noch mehr Flanken als die 50 Stück die wir geschlagen haben? Völlig falscher Ansatz. Es war doch ganz klar der Spielstil Flanken zu schlagen und Kopfbälle zu gewinnen. Kombinationsspiel hat man gar nicht gesehen. Ich gebe dir allerdings Recht, dass ich gerne deutlich mehr Distanzschüsse oder Durchbrüche an der Seitenlinie gesehen hätte.



50 Flanken??? Hä? Erste Flanke kam nach genau 54 Minuten von Wirtz auf Havertz!

Wenn sich die Außenspieler Sane und Wirtz nur mal getraut hätten zu flanken, hätten wir das Spiel wahrscheinlich gewonnen, denn auch nach der 54. Minute kamen viel zu wenig Flanken in die Mitte gegen viel kleinere Paras. Lieber schoben sich alle ganz gemütlich und (fast) sicher den gepflegten Kurzpass zu.
Um Gottes willen, ja kein Risiko .

NAGELSMANN RAUS NAGELSMANN RAUS NAGELSMANN RAUS

Aber Völler hält ihn für einen guten Tainer zwinker

Unglaublich was sich Nagelsmann alles geleistet hat in der Zeit Bundestrainer!!!!

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Rot wie Blut und weiss wie Schnee, das sind wir Fans vom VfB
WM: Deutschland - Paraguay |#485
30.06.2026 - 11:10 Uhr
Es ist schon vieles gesagt. Heute schreibe ich auch noch was zum Spiel und vielleicht noch was zur Zukunft, danach mache ich mal Pause hier. Das alles ist sicherlich nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig.

Ich bin einfach nur sehr enttäuscht über das Spiel gestern.

Von der Einstellung her kann man den Spielern im Gegensatz zum Spiel gegen Ecuador erstmal keinen Vorwurf machen. In einigen Phasen fand ich allerdings, dass einige Spieler zu sehr das "eklige" Spiel annehmen wollten, dass einige zu sehr nach außen hin zeigen wollten, dass man sich von Paraguay nichts gefallen lässt. Auch wenn der Schiedsrichter viel laufen ließ haben wir trotzdem viel zu viele Fouls verursacht, die so gar nicht nötig waren und den Spielfluss, der ohnehin fast nie vorhanden war, weiter unterbrochen haben. Aber OK, besser so als andersrum.

Es sah halt einfach alles nur nach Arbeit aus. Von Kunst war leider gar nichts zu sehen. Leider wird man bei einer Weltmeisterschaft aber nur mit Arbeit keinen Blumentopf gewinnen. Es sei denn, man ist eine Truppe wie Griechenland unter Rehhagel, die ihre Arbeit als ihre Kunst begreift. Ohne Inspiration, ohne das, was gute Fußballer von der Masse abhebt, ist man auf einem Niveau mit Mannschaften wie eben Paraguay. Nur, dass die das Original sind und die "Arbeit" besser können als wir.

Warum ist das so, warum fehlte diese Inspiration völlig, obwohl diese in den letzten Jahren doch immer wieder mal aufblitzte? Wo waren die Elemente, die diese Mannschaft 2024 und in Teilen 2025 stark machte? Pressing, Kombinationsspiel, schnelles Passspiel?

Für mich sah es so aus, als fehle allen einzelnen Spielern die Überzeugung, dass man so eine Truppe wie Paraguay ganz klar schlagen wird. In keiner Aktion sah man die nötige Sicherheit oder das Vertrauen, dass die Aktion gelingen wird. Das funktioniert aber nicht, wenn man ein schnelles Kombinationsspiel aufziehen will, weil das gegen so eine vielbeinige Abwehr auch immer ein nötiges Risiko erfordert. In guten Spielen in den letzten Jahren waren schnelle vertikale Steckpässe und direkte Doppelpässe unsere Stärke. Gegen Curacao gab es noch ein paar davon, gegen die Elfenbeinküste nur vereinzelte, gegen Ecuador und Paraguay überhaupt keine mehr. Stattdessen langsame Pässe und Flanken aus dem Halbfeld. Ohne Mut ist alles nichts.

Ich kann mir schon vorstellen, dass es nicht gerade förderlich für das Selbstvertrauen ist, wenn in jedem Spiel der erste Angriff des Gegners immer gleich ein Tor ist (warum ist das eigentlich so, andere Mannschaften lassen doch auch Chancen der Gegner zu?). Und dass deswegen jeder immer auf Sicherheit spielt, anstatt den riskanten Pass zu wagen. Oder ins 1:1 zu gehen. Aber trotzdem darf es nicht passieren, dass man es gar nicht mehr versucht. Große Spieler schaffen es, so eine Blockade zu überwinden. Große Mannschaften haben bis zum Schluss die Überzeugung, dass sie ein Spiel mit ihrer Qualität und ihrer Spielweise drehen können. Leider gilt das im Moment nicht für unsere Mannschaft. Für mich war diese Blockade bei uns kollektiv. Und ist bis ins Elfmeterschießen geblieben. Sichtbar und fühlbar bei Woltemades Anlauf.

Streich meinte schon nach dem Spiel gegen die Elfenbeinküste, dass er keinen gesehen habe, der nicht diszipliniert gekämpft habe und nicht für die anderen gelaufen sei. Das war zu dem Zeitpunkt okay, wirklich zufrieden sah er aber nicht aus. Und das beschreibt es ganz gut. Es reicht eben nicht für Höheres, wenn man sich nur nichts zu Schulden kommen lässt (vermutlich hat Nagelsmann genau das gedacht, als er auf einmal Neuer zurückholte. Leider umsonst).

Die Aggressivität war zufriedenstellend. Nur leider bringt uns das gar nichts, wenn Spieler wie Musiala oder Wirtz plötzlich ihre Aggressivität finden, aber ihre eigentlichen Stärken komplett vergessen. Und wenn diese Aggressivität uns nicht vor einer Tiefschlafphase wie vor dem 0:1 schützt. Was auch nicht gerade hilft, plötzlich das Vertrauen in die eigene Stärke zu finden.

In solchen Phasen hätte auch mal ein Erfolgserlebnis durch einen Standard geholfen. So wie beim 2:1 gegen Curacao. Die Ausbeute hierbei war aber trotz des für mich regulären Tors von Tah deutlich zu niedrig. Bei den Ecken gegen Curacao sah es noch so aus, als gebe es einen grundsätzlichen Plan. Mit der Verletzung von Schlotterbeck schien es so, als wäre die ganze Arbeit von Buttgereit mit einem Schlag hinfällig. Der Torwart von Paraguay war gut, aber wenn der jede Ecke und jeden Freistoß runterpflückt, dann muss man das irgendwann auch mal variieren.

Die taktische Ausrichtung half dann auch nicht, Wirtz oder Musiala dieses Vertrauen in die eigene Stärke zurückzugeben. Ein Wirtz auf der linken Außenlinie ist genauso verschenkt wie Musiala rechts. Und es bringt auch nichts, ständig Sané ins 1:3 zu schicken, wenn der es schon nicht im 1:1 schafft. Die Breite hätte von Brown und Kimmich kommen müssen, nicht von Wirtz oder Musiala. Auch wenn das offensive Positionieren der AV uns in der Vergangenheit oft Gegentore durch gefährliche Konter eingebracht hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir die Konterabsicherung gegen Paraguay im Griff gehabt hätten. Brown ist dafür schnell genug.

So haben wir keinen Konter kassiert und sind trotzdem ausgeschieden. Durch ein Gegentor per Kopf in Überzahl von einem Spieler mit 1,73 m und 64 kg. Meine Kinder kommen bald ins Erwachsenenalter und können sich kaum an ein erfolgreiches Turnier erinnern. Einen Boom bei den Anmeldungen in den Vereinen wird dieses Ergebnis nicht gerade auslösen. Es ist einfach schade drum. Ein Stimmungsumschwung im Land hätte uns sicher nicht geschadet.

Es braucht jetzt jemanden, der den Spielern die Überzeugung in ihre eigene Stärke zurückbringt. Fraglich, ob das gelingen wird. Vielleicht mit mehr Einfachheit, wie hier schon ein paar Mal geschrieben wurde.
WM: Deutschland - Paraguay |#486
30.06.2026 - 11:15 Uhr
Zitat von BillyReina1972
Mehrere Stunden später ist die Enttäuschung weiterhin groß. Auch wenn ich gestehen muss: 2018 und selbst 2022 war sie größer!
Man hat sich an das scheitern gewöhnt. Ist tatsächlich bei mir so🤷

Blickt man zurück, dann muss man sich eingestehen, dass schon die Quali ein Vorbote des Scheiterns war. In einer Gruppe mit Slowakei, Nordirland und Luxemburg haben wir es hinbekommen, dass einzig und allein das Spiel gegen die Slowaken beim 6:0 richtig stark war.
Historische Niederlage in Bratislava, schwache und ideenlose Auftritte gegen Nordirland. Und ein Auswärtsspiel in Luxemburg(!), welches wir ohne einen extrem starken Baumann verloren hätten(!!). Da gab es schlicht sehr viel Szenen, die mich alarmiert hatten.

Nagelsmann selbst ist nicht der alleinschuldige am Desaster. Am Ende haben sehr viele Spieler weit unter ihren Möglichkeiten gespielt und insbesondere die erfahrenen Führungskräfte haben zum wiederholten Male keine Führung gezeigt!

Wofür Nagelsmann aber verantwortlich ist: Die Nominierung und die Taktischen Varianten. Es ist sein Kader gewesen! Es war seine Entscheidung, nur einen RV mitzunehmen. Kaum Spieler, die mal ins 1vs1 gehen. Auch, dass man gegen physisch starke Teams keine Möglichkeiten fand. Auch hier: Schaut man in die Quali hatte man gegen Nordirland gerade im Rückspiel erhebliche Probleme. Und auch im Hinspiel in Köln.
Es war alles sichtbar. Nur JN sah es nicht?!

Von dem Kommunikationsstil ganz zu schweigen! Nagelsmann ist kein Menschen Fänger und auch keiner, der erkennbar Emphatie hat. Ihm geht es einzig und allein um sich selbst und das er möglichst unbefleckt rauskommt. Hat man Erfolg, dann hat selbstverständlich er den größten Anteil daran. Scheitert man, dann sind es die anderen: Die Spieler, die nicht die Vorgaben umsetzten oder von den Rollen Gesprächen abwichen. Der Anspruch der Öffentlichkeit und Fans. Die Medien, die es wagen, kritisch nachzufragen. Oder eben der Schiri.

Ich habe die Rumpel Fußball Zeiten erlebt, die Endphase von Löw oder das Katastrophen Länderspieljahr 2023. Ich habe Blamagen erlebt: Niederlage gegen Bulgarien bei der WM 1994, 0:3 gegen Portugals B Mannschaft EM 2000. Das 0:0 gegen Lettland 2004 EM. Niederlagen gegen Rumänien 1:5, gegen Matthäus Ungarn, gegen Nordmazedonien, remis gegen Zypern usw usw.

Was aber immer der Fall war: Die Trainer hatten Anstand und traten im Misserfolg zurück. Flick ausgenommen. Aber selbst Löw beendete es nach der EM 21. Zwar viel zu spät, aber immerhin.

Nagelsmann dagegen will ja nicht gehen. Und der DFB wird auch nicht handeln und es aussitzen.

Es war übrigens das erste 11m.schiesen in einer WM, welches wir verloren haben. Auf nix ist mehr Verlass. Außer das scheitern.

Zum Thema Neuaufbau und Personalien schreibe ich noch woanders.

Woher hätte auch die Überzeugung herrühren sollen, den Elfmeter zu verwandeln?
Löw hätte bereits 2018 zurücktreten sollen, genauso Flick 2022 oder im Sommer 2023.
Beim DFB gibt es eine Wohlfühloase, in der scheinbar andere Regeln gelten. Völler hält Nagelsmann weiterhin für den Richtigen am richtigen Platz.. Was soll man dazu sagen? Es macht den Eindruck, dass dieses Turnier wieder lediglich für ein Betriebsunfall gehalten wird.
Ich hätte die Mannschaft gerne in einem AF gegen Frankreich gesehen. Ob es besser gewesen wäre? Vielleicht, um dann zu erleben, dass es gegen einen großen Namen nicht reicht, wenn alle Defizite deutlich offengelegt worden wären. Vielleicht auch nicht, weil ein Sieg gegen Paraguay schön geredet worden wäre und geblendet hätte.
WM: Deutschland - Paraguay |#487
30.06.2026 - 11:22 Uhr
Zitat von LasChivasMX
Ich weis auch nicht ob es den Leuten aufgefallen ist, aber Florian Wirtz ist seit seinem Wechsel zu Liverpool mindestens 1, wenn nicht 2 Klassen schlechter geworden.

Keine Frage, es braucht vllt einfach Zeit etc. Aber das ist mMn auch ein Grund wieso da nichts mehr geht. Im Augenblick ist sowohl Wirtz, als auch Musiala nicht das was sie schonmal waren.
Es hängt meiner Meinung nach auch damit zusammen, dass Wirtz ständig über außen kommen muss. Gegen die Schweiz durfte er mal als Zehner ran. Da hat es funktioniert. Bei Liverpool und Co halt nicht.
WM: Deutschland - Paraguay |#488
30.06.2026 - 11:32 Uhr
Zitat von draganholzer

50 Flanken??? Hä? Erste Flanke kam nach genau 54 Minuten von Wirtz auf Havertz!

Wenn sich die Außenspieler Sane und Wirtz nur mal getraut hätten zu flanken, hätten wir das Spiel wahrscheinlich gewonnen, denn auch nach der 54. Minute kamen viel zu wenig Flanken in die Mitte gegen viel kleinere Paras. Lieber schoben sich alle ganz gemütlich und (fast) sicher den gepflegten Kurzpass zu.
Um Gottes willen, ja kein Risiko .


Laut dem Statistikportal FotMob hatten wir 9 angekommene Flanken bei einer Quote von 16%. Insgesamt wurden also 56 Flanken geschlagen. Ich weiß allerdings nicht, ob die Ecken da mit reinzählen. Das ist ein komplett absurder Wert und einer deutschen Mannschaft nicht würdig. Ja, es hat der Mut gefehlt.

Hat Wirtz neben dem Tor nicht noch weitere 3 Chancen von Havertz mit Flanken vorbereitet? Und eine von Tah auch?

•     •     •

Guti 14
WM: Deutschland - Paraguay |#489
30.06.2026 - 11:44 Uhr
Zitat von Schilkseeschnack
Zitat von Walloschke_B

Zitat von Schilkseeschnack

Zitat von weitwinkel

Horst Hrubesch hätte es wahrscheinlich besser gemacht.
Er hätte sich sicher nicht Neuer zurückquatschen lassen und so stark auf Bayernspieler gesetzt.
Neuer, Goretzka, Sane, Musiala und Kimmich waren leider nicht WM reif.

Also, an Neuer lag es nicht. Er und Kimmich gehörten zu den Besseren. Das ständige Einrücken von Kimmich und die Drierkette im Aufbau und damit die fehlende Doppelung zur Unterstüzung Sanés waren eine taktische Entscheidung des Bundestrainers.


Das hat mich heute von Anfang an wieder aufgeregt. Drei Leute hinten im Spielaufbau. Kimmich viel zu weit weg von da, wo er mit Pässen, Flanken, Chipbällen einen Unterschied machen kann. Hinten quer spielen oder mal einen Pass nach vorne auf Sané, der sich dann allein gegen 2-3 Spieler festrennt, dafür brauchst du keinen Kimmich.

Die ZDF-Experten haben das auch alle angesprochen. In Häfte 2 sah es kurz besser aus.
Aber dann kam die glorreiche Idee, hinten drei Innenverteidiger zu haben und Kimmich in die Mitte zu ziehen. Dann ging rechts wieder weniger.

Wie viele klare Torchancen hatten wir eigentlich in 120 Minuten gegen Paraguay? Welche 1:4 gegen die USA verloren haben und gegen Frankreich untergehen dürften (so Frankreich nicht sensationell ausscheidet).
Es waren erschreckend wenige.

Und nein, an Neuer und Kimmich hat es nicht gelegen.

Und ich sehe absolut nicht, dass wir einfach nicht konkurrenzfähig wären. Wir waren es komplett 2024.
Auch ohne Kroos sahen wir gegen die Niederlande noch 2x gut aus. Das Jahr war insgesamt gut.

Danach wurde der 2024-Plan in die Tonne getreten. Es musste wieder etwas Besonderes werden.
Aber less is more. Überraschung: Die meisten erfolgreichen Nationaltrainer sind gar keine Magiere, sondern ziemlich Pragmatiker.

Es tut mir leid für die Spieler und für Nagelsmann. Und ich bin dagegen, da jetzt ungeheuer draufzuhauen.
Ich mag das nicht. Aber es hat leider nicht gepasst. Und ich sehe auch wenig Sinn darin, den Weg weiterzugehen. Hat nicht sollen sein.
In Erinnerung bleibt ein gutes 2024. Das muss man sagen. Davor und danach: Ganz schwierig.

Ich bin nicht wütend. Nagelsmann hat es alles gegeben, ganz sicher. Aber es hat nicht gepasst.
Schade.

Nagelsmann hat sicher alles versucht ung gegeben, doch dabei einige falsche taktische und personelle Entscheidungen getroffen. Er hat weitgehend an seinen taktischen Vorstellungen festgehalten ujd wollte sie nahezu stur durchziehen, statt es einfach zu halten. Das taktische Besondere sollte es sein, davon konnte er nicht wirklich lassen. Er bemängelte den langsamen Ballvortrag, behielt aber die Dreierkette im Aufbau bei und ließ Sané verwaist auf dem rechten Flügel zurück. Über rechts gab es kaum ein Flügelspiel. Entweder hätte er Kimmich im ZM aufstellen oder ihm vorgeben sollen, die Position auf RV konsequent zu halten. Die rechte Seite war im Angriff weitegehend ein Ausfall und behoben wurden die Mängel nicht. In einem möglichen AF gegen Frankreich wäre uns das spätestens gehörig um die Ohren geflogen. So reichte es nichtmal gegen ein biederes Paraguay, auch wenn das aberkannte, aber reguläre Tor wohl den Sieg bedeutet hätte.
Ja, 2024 war gut auch dank des Heimvorteils. Mit der Zielvorgabe WM-Titel noch vor dem Titel hat er jedoch ein unrealistisches Ziel ausgegeben, das angesichts der Umstände und der Spielweise unrealistisch war. Das 7:1 streute möglicherweise auch Sand in die Augen und ließ auch den Bundestrainer glauben, dass man jeden Gegner spielerisch besiegen kann. Das konnte nicht funktionieren und ein funktionierender Plan existierte nicht.
Beim DFB selbst muss es insgesamt ein Erwachen geben und dieses Wiegen in Sicherheit in einer Illusion muss aufhören. In der PK vor dem Spiel gegen Paraguay sagte Rudi Völler voller Überzeugung, dass die Mannschaft ein ganz anderes Spiel zeigen werde als gegen Ecuador. Und was folgte? Der DFB ist weiterhin eine Wohlfühloase.


Zusammengefasst hat der Trainer keine Mittel gefunden, keine Lösungen.
Keinen Ansatz, Ecuador oder Paraguay beizukommen.

Und besonders Paraguay ist ernsthaft limitiert. Christian Streich war zu Recht irritiert, dass man hinten raus gespielt hat, den Raum auf Rechts nicht mit Kimmich besetzt hat.

Meine Fragestellung war vorher: Sind wir eine Mannschaft auf dem Weg, oder sind wir überhaupt nicht auf dem Weg und alles muss nach der WM auseinandergenommen und neu zusammengesetzt werden.

Wir sind ganz klar nicht auf dem Weg. Und es liegt nicht daran, dass die Spieler es alle nicht besser können.
Selbstverständlich hat die deutsche Nationalmannschaft das Potenzial, Paraguay in 90 Minuten zu schlagen.
Das muss sie. Sonst ist echt einiges falsch gelaufen.

Wir haben ein Trainerproblem.
Und ich frage mich gerade, ob wir auch ein Völler-Problem haben.
Statt des "für mich ist er der richtige Mann"-Reflexes wäre es angebracht gewesen, das einfach erstmal sacken zu lassen. Zu analysieren, nachzudenken.

Denn ich glaube schon, dass wir eine Alternative hätten. Ich mag zwar Merte und Kramer als Experten super gerne, aber der Per wäre ganz sicher eine Sportdirektor-Alternative.

Ich mag Rudi. Aber jetzt muss ganz realistisch und hart analysiert werden. Auch Christian Streich meinte, das Geschäft habe seine Mechanismen. Die sollte man nicht einmal mehr durch vorschnelle Loyalität behindern. Denn damit haben wir seit 2018 schlechte Erfahrungen gemacht.

•     •     •

"Ich habe ihn nur ganz leicht retuschiert."

96. KSV Holstein. St. Pauli. Passt nicht zusammen? Mir egal.
Starke Sympathien für: Freiburg, Werder, Union, IFK Göteborg, Örebro SK. Blågult.
Am meisten jedoch: Fan der deutschen Nationalmannschaft.
WM: Deutschland - Paraguay |#490
30.06.2026 - 11:59 Uhr
Zitat von matteagle95
Es ist schon vieles gesagt. Heute schreibe ich auch noch was zum Spiel und vielleicht noch was zur Zukunft, danach mache ich mal Pause hier. Das alles ist sicherlich nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig.

Ich bin einfach nur sehr enttäuscht über das Spiel gestern.

Von der Einstellung her kann man den Spielern im Gegensatz zum Spiel gegen Ecuador erstmal keinen Vorwurf machen. In einigen Phasen fand ich allerdings, dass einige Spieler zu sehr das "eklige" Spiel annehmen wollten, dass einige zu sehr nach außen hin zeigen wollten, dass man sich von Paraguay nichts gefallen lässt. Auch wenn der Schiedsrichter viel laufen ließ haben wir trotzdem viel zu viele Fouls verursacht, die so gar nicht nötig waren und den Spielfluss, der ohnehin fast nie vorhanden war, weiter unterbrochen haben. Aber OK, besser so als andersrum.

Es sah halt einfach alles nur nach Arbeit aus. Von Kunst war leider gar nichts zu sehen. Leider wird man bei einer Weltmeisterschaft aber nur mit Arbeit keinen Blumentopf gewinnen. Es sei denn, man ist eine Truppe wie Griechenland unter Rehhagel, die ihre Arbeit als ihre Kunst begreift. Ohne Inspiration, ohne das, was gute Fußballer von der Masse abhebt, ist man auf einem Niveau mit Mannschaften wie eben Paraguay. Nur, dass die das Original sind und die "Arbeit" besser können als wir.

Warum ist das so, warum fehlte diese Inspiration völlig, obwohl diese in den letzten Jahren doch immer wieder mal aufblitzte? Wo waren die Elemente, die diese Mannschaft 2024 und in Teilen 2025 stark machte? Pressing, Kombinationsspiel, schnelles Passspiel?

Für mich sah es so aus, als fehle allen einzelnen Spielern die Überzeugung, dass man so eine Truppe wie Paraguay ganz klar schlagen wird. In keiner Aktion sah man die nötige Sicherheit oder das Vertrauen, dass die Aktion gelingen wird. Das funktioniert aber nicht, wenn man ein schnelles Kombinationsspiel aufziehen will, weil das gegen so eine vielbeinige Abwehr auch immer ein nötiges Risiko erfordert. In guten Spielen in den letzten Jahren waren schnelle vertikale Steckpässe und direkte Doppelpässe unsere Stärke. Gegen Curacao gab es noch ein paar davon, gegen die Elfenbeinküste nur vereinzelte, gegen Ecuador und Paraguay überhaupt keine mehr. Stattdessen langsame Pässe und Flanken aus dem Halbfeld. Ohne Mut ist alles nichts.

Ich kann mir schon vorstellen, dass es nicht gerade förderlich für das Selbstvertrauen ist, wenn in jedem Spiel der erste Angriff des Gegners immer gleich ein Tor ist (warum ist das eigentlich so, andere Mannschaften lassen doch auch Chancen der Gegner zu?). Und dass deswegen jeder immer auf Sicherheit spielt, anstatt den riskanten Pass zu wagen. Oder ins 1:1 zu gehen. Aber trotzdem darf es nicht passieren, dass man es gar nicht mehr versucht. Große Spieler schaffen es, so eine Blockade zu überwinden. Große Mannschaften haben bis zum Schluss die Überzeugung, dass sie ein Spiel mit ihrer Qualität und ihrer Spielweise drehen können. Leider gilt das im Moment nicht für unsere Mannschaft. Für mich war diese Blockade bei uns kollektiv. Und ist bis ins Elfmeterschießen geblieben. Sichtbar und fühlbar bei Woltemades Anlauf.

Streich meinte schon nach dem Spiel gegen die Elfenbeinküste, dass er keinen gesehen habe, der nicht diszipliniert gekämpft habe und nicht für die anderen gelaufen sei. Das war zu dem Zeitpunkt okay, wirklich zufrieden sah er aber nicht aus. Und das beschreibt es ganz gut. Es reicht eben nicht für Höheres, wenn man sich nur nichts zu Schulden kommen lässt (vermutlich hat Nagelsmann genau das gedacht, als er auf einmal Neuer zurückholte. Leider umsonst).

Die Aggressivität war zufriedenstellend. Nur leider bringt uns das gar nichts, wenn Spieler wie Musiala oder Wirtz plötzlich ihre Aggressivität finden, aber ihre eigentlichen Stärken komplett vergessen. Und wenn diese Aggressivität uns nicht vor einer Tiefschlafphase wie vor dem 0:1 schützt. Was auch nicht gerade hilft, plötzlich das Vertrauen in die eigene Stärke zu finden.

In solchen Phasen hätte auch mal ein Erfolgserlebnis durch einen Standard geholfen. So wie beim 2:1 gegen Curacao. Die Ausbeute hierbei war aber trotz des für mich regulären Tors von Tah deutlich zu niedrig. Bei den Ecken gegen Curacao sah es noch so aus, als gebe es einen grundsätzlichen Plan. Mit der Verletzung von Schlotterbeck schien es so, als wäre die ganze Arbeit von Buttgereit mit einem Schlag hinfällig. Der Torwart von Paraguay war gut, aber wenn der jede Ecke und jeden Freistoß runterpflückt, dann muss man das irgendwann auch mal variieren.

Die taktische Ausrichtung half dann auch nicht, Wirtz oder Musiala dieses Vertrauen in die eigene Stärke zurückzugeben. Ein Wirtz auf der linken Außenlinie ist genauso verschenkt wie Musiala rechts. Und es bringt auch nichts, ständig Sané ins 1:3 zu schicken, wenn der es schon nicht im 1:1 schafft. Die Breite hätte von Brown und Kimmich kommen müssen, nicht von Wirtz oder Musiala. Auch wenn das offensive Positionieren der AV uns in der Vergangenheit oft Gegentore durch gefährliche Konter eingebracht hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir die Konterabsicherung gegen Paraguay im Griff gehabt hätten. Brown ist dafür schnell genug.

So haben wir keinen Konter kassiert und sind trotzdem ausgeschieden. Durch ein Gegentor per Kopf in Überzahl von einem Spieler mit 1,73 m und 64 kg. Meine Kinder kommen bald ins Erwachsenenalter und können sich kaum an ein erfolgreiches Turnier erinnern. Einen Boom bei den Anmeldungen in den Vereinen wird dieses Ergebnis nicht gerade auslösen. Es ist einfach schade drum. Ein Stimmungsumschwung im Land hätte uns sicher nicht geschadet.

Es braucht jetzt jemanden, der den Spielern die Überzeugung in ihre eigene Stärke zurückbringt. Fraglich, ob das gelingen wird. Vielleicht mit mehr Einfachheit, wie hier schon ein paar Mal geschrieben wurde.

Mehr taktische Einfachheit, die dem Personal und der Form entspricht, hätte wohl geholfen. So gab es über rechts kaum ein Flügelspiel und Sané war auf sich allein gestellt. Kimmich hätte entweder ins ZM gestellt werden oder einen RV spielen sollen, der nicht immer wieder einrückt.
Insgesamt klafften Anspruch und Wirklichkeit auseinander und das 7:1 im ersten Spiel täuschte über die Defizite hinweg. Der WM-Titel war völlig unrealistisch, weil dafür aktuell vieles fehlt. Das fing schon mit einer nicht vorhandenen gefestigten, klaren Struktur mit Führungsleuten voller Überzeugung, in der auch Leistungsschwankungen und Formschwäche von Schlüsselspielern aufgefangen werden können.

Zur Zukunft: Rudi Völler hält Nagelsmann weiterhin für den Richtigen. Der klamme DFB hat wohl keine andere Wahl, als mit ihm weiterzumachen. Sonst könnte Geld in die Hand genommen werden, um bei einem Klopp oder Guardiola anzufragen, für die eine Tätigkeit als Nationaltrainer vielleicht noch reizvoll wäre.
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