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Sechzehntelfinale
Daten
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|---|---|---|
J. Nagelsmann |
Trainer |
G. Alfaro |
| 962,00 Mio. € | Gesamtmarktwert | 160,15 Mio. € |
| 28,3 | ø-Alter | 29,3 |
Wunschaufstellung der User
WM: Deutschland - Paraguay
27.06.2026 - 16:43 Uhr
30.06.2026 - 03:32 Uhr
Zitat von m-sky-1
Die Mannschaft hat keine Leader und keinen Charakter. Schönwetterfußballer, da fehlen die Eier - sorry. Es muss für einen jeden eine Ehre sein Deutschland zu vertreten und das Trikot zu tragen und das haben sie nicht repräsentiert. Der Trainer hat da maßgeblichen Anteil daran, nicht alleine, aber trägt natürlich die Verantwortung und hat die Mannschaft absolut falsch zusammengestellt, eingestellt und taktisch spielen lassen. Das ist alles viel zu weich, es muss doch mal Klartext gesprochen werden, ungeschönt, aber sachlich. Zu viel bla bla und wischiwaschi. Wenn sich das nicht ändert, ändert sich gar nichts. Es ist ein Wettbewerbssport, da geht es um Ergebnisse und vollen Einsatz, da muss was passieren, wenn nicht versinken wir im unteren Mittelfeld der Fußballwelt.
Sorry, aber das sind einfach Floskeln aneinandergereit. Die Mannschaft hat keine Leader und keinen Charakter. Schönwetterfußballer, da fehlen die Eier - sorry. Es muss für einen jeden eine Ehre sein Deutschland zu vertreten und das Trikot zu tragen und das haben sie nicht repräsentiert. Der Trainer hat da maßgeblichen Anteil daran, nicht alleine, aber trägt natürlich die Verantwortung und hat die Mannschaft absolut falsch zusammengestellt, eingestellt und taktisch spielen lassen. Das ist alles viel zu weich, es muss doch mal Klartext gesprochen werden, ungeschönt, aber sachlich. Zu viel bla bla und wischiwaschi. Wenn sich das nicht ändert, ändert sich gar nichts. Es ist ein Wettbewerbssport, da geht es um Ergebnisse und vollen Einsatz, da muss was passieren, wenn nicht versinken wir im unteren Mittelfeld der Fußballwelt.
Das Problem fängt viel früher an. Wir haben keine Ausnahmespieler, weil wir ganz einfach unsere Spieler AUSCHHLIEẞLICH zu Passmaschinen ausbilden.
Das Problem in diesem Land ist, dass wir sinnvolle Änderungen wie Funino im Jugendbereich permanent schlechtreden, während wir mit den bisher erprobten Methoden ja offenbar nichts mehr erreichen .
Natürlich haben wir mit einem Havertz, einem Musiala und einem Wirtz Spieler, die tolle Anlagen haben und es definitiv auch besser können, wenn sie in Form sind. Das haben wir bei der letzten WM klar gesehen.
Aber in der Spielerentwicklung muss deutlich mehr auf Athletik und Gefahr im 1 gg 1 gebastelt werden. Wir haben heute eine Flanke nach der nächsten in den Strafraum gelöffelt und gehofft, das was passiert. Die USA haben diese Gurkentruppe 4:1 aus dem Stadion gedroschen.
Aus der aktuellen Mannschaft sehe ich einen Schlotterbeck, einen Brown, einen Pavlovic, Nmecha, Musiala, Wirtz und Havertz weiterhin im Kreise der Nationalmannschaft. Wirtz und Musiala hatten eine WM zum Vergessen und tun mir einfach leid. Ihre Formkurve zeigte pünktlich zum Turnierstart nach unten. Musiala war die Saison eigentlich nie richtig in Form.
Kimmich ist leistungsmäßig rechts hinten leider weiterhin ohne Konkurrenz (kann mir wer einen besseren Rechtsverteidiger nennen? Ich warte seit Lahm darauf). Auch ansonsten ist er sicher nicht über seinen Zenit im ZM.
Nicht in der ersten Elf, aber weiterhin im Kreise, werden zukünftig Tah, Raum und Undav sein. Woltemade ist im besten Fußballeralter, hat einzigartige Anlagen, wenn er in Form ist. Er ist aber so außer Form, wie man nur außer Form sein kann. Findet er sie irgendwo wieder, ist er sicher dabei.
Keine Rolle werden Sané, Goretzka, Neuer, Rüdiger und Groß sein. Auch Gnabry ist 31 und man weiß nicht, wie er sich noch weiter schlägt. Je nach Rückkehr bei Bayern wird er aber noch eine Nebenrolle spielen.
Gespannt darf man sein auf El Mala und Karl, die sicher mit Wirtz, Musiala (falls wieder in Form) und Havertz das Gerüst bilden. Bei Ouedraogo muss man hoffen, dass er nicht so verletzungsanfällig bleibt, auch wenn es unwahrscheinlich ist. Denn er hat Anlagen zum Weltklassemann.
In der Abwehr rücken evtl. Jeltsch und Coulibaly nach. Im Tor werden übergangsweise Baumann und Nübel stehen, bevor Urbig, Backhaus, Atubolu, Seimen oder Hellstern übernehmen. Einer dieser fünf wird es werden. Ich denke, da lehne ich mich nicht weit aus dem Fenster.
Probleme haben wir weiterhin bei der Athletik. Was ich da bei Frankreich sehe, ist einfach unmenschlich. Wo die ihren Speed herbekommen, würde ich gerne wissen.
Vermutlich ist das die qualitativ beste Fußballgeneration eines Landes, die jemals existierte.
Die könnten drei Teams aufstellen und jedes hätte Chancen auf den Titel.
Aber egal. Wir sind U17 Weltmeister gewesen und hatten auch in der U21 zuletzt gute Platzierungen. Ich bin gespannt, was aus der Generation wird. Mir ist nicht so Bange wie nach 2018 oder 2022. Aber es kann qualitativ auch keiner behaupten, dass wir in zwei Jahren was reißen.
30.06.2026 - 03:38 Uhr
Zitat von Schilkseeschnack
Also, an Neuer lag es nicht. Er und Kimmich gehörten zu den Besseren. Das ständige Einrücken von Kimmich und die Drierkette im Aufbau und damit die fehlende Doppelung zur Unterstüzung Sanés waren eine taktische Entscheidung des Bundestrainers.
Zitat von weitwinkel
Horst Hrubesch hätte es wahrscheinlich besser gemacht.
Er hätte sich sicher nicht Neuer zurückquatschen lassen und so stark auf Bayernspieler gesetzt.
Neuer, Goretzka, Sane, Musiala und Kimmich waren leider nicht WM reif.
Horst Hrubesch hätte es wahrscheinlich besser gemacht.
Er hätte sich sicher nicht Neuer zurückquatschen lassen und so stark auf Bayernspieler gesetzt.
Neuer, Goretzka, Sane, Musiala und Kimmich waren leider nicht WM reif.
Also, an Neuer lag es nicht. Er und Kimmich gehörten zu den Besseren. Das ständige Einrücken von Kimmich und die Drierkette im Aufbau und damit die fehlende Doppelung zur Unterstüzung Sanés waren eine taktische Entscheidung des Bundestrainers.
Das hat mich heute von Anfang an wieder aufgeregt. Drei Leute hinten im Spielaufbau. Kimmich viel zu weit weg von da, wo er mit Pässen, Flanken, Chipbällen einen Unterschied machen kann. Hinten quer spielen oder mal einen Pass nach vorne auf Sané, der sich dann allein gegen 2-3 Spieler festrennt, dafür brauchst du keinen Kimmich.
Die ZDF-Experten haben das auch alle angesprochen. In Häfte 2 sah es kurz besser aus.
Aber dann kam die glorreiche Idee, hinten drei Innenverteidiger zu haben und Kimmich in die Mitte zu ziehen. Dann ging rechts wieder weniger.
Wie viele klare Torchancen hatten wir eigentlich in 120 Minuten gegen Paraguay? Welche 1:4 gegen die USA verloren haben und gegen Frankreich untergehen dürften (so Frankreich nicht sensationell ausscheidet).
Es waren erschreckend wenige.
Und nein, an Neuer und Kimmich hat es nicht gelegen.
Und ich sehe absolut nicht, dass wir einfach nicht konkurrenzfähig wären. Wir waren es komplett 2024.
Auch ohne Kroos sahen wir gegen die Niederlande noch 2x gut aus. Das Jahr war insgesamt gut.
Danach wurde der 2024-Plan in die Tonne getreten. Es musste wieder etwas Besonderes werden.
Aber less is more. Überraschung: Die meisten erfolgreichen Nationaltrainer sind gar keine Magiere, sondern ziemlich Pragmatiker.
Es tut mir leid für die Spieler und für Nagelsmann. Und ich bin dagegen, da jetzt ungeheuer draufzuhauen.
Ich mag das nicht. Aber es hat leider nicht gepasst. Und ich sehe auch wenig Sinn darin, den Weg weiterzugehen. Hat nicht sollen sein.
In Erinnerung bleibt ein gutes 2024. Das muss man sagen. Davor und danach: Ganz schwierig.
Ich bin nicht wütend. Nagelsmann hat es alles gegeben, ganz sicher. Aber es hat nicht gepasst.
Schade.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Walloschke_B am 30.06.2026 um 03:40 Uhr bearbeitet
30.06.2026 - 05:29 Uhr
Zitat von Walloschke_B
Es tut mir leid für die Spieler und für Nagelsmann. Und ich bin dagegen, da jetzt ungeheuer draufzuhauen.
Ich mag das nicht. Aber es hat leider nicht gepasst. Und ich sehe auch wenig Sinn darin, den Weg weiterzugehen. Hat nicht sollen sein.
In Erinnerung bleibt ein gutes 2024. Das muss man sagen. Davor und danach: Ganz schwierig.
Ich bin nicht wütend. Nagelsmann hat es alles gegeben, ganz sicher. Aber es hat nicht gepasst.
Schade.
Es tut mir leid für die Spieler und für Nagelsmann. Und ich bin dagegen, da jetzt ungeheuer draufzuhauen.
Ich mag das nicht. Aber es hat leider nicht gepasst. Und ich sehe auch wenig Sinn darin, den Weg weiterzugehen. Hat nicht sollen sein.
In Erinnerung bleibt ein gutes 2024. Das muss man sagen. Davor und danach: Ganz schwierig.
Ich bin nicht wütend. Nagelsmann hat es alles gegeben, ganz sicher. Aber es hat nicht gepasst.
Schade.
Ich bin auch nicht wütend, eher enttäuscht.
Man hatte mit der Gruppe nun wohl die Perfekten Gegner um sich auf Paraguay vorzubereiten.
Seine Ideen sind mal so garnicht aufgegangen.
Seine Kommunikation zur Nominierung.
Seine Ausendarstellung
Ich Wünschte der DFB würde endlich über ihren Schatten Springen und einen Ausländischen Trainer holen.
30.06.2026 - 07:26 Uhr
Meiner Meinung nach wäre es nach diesem WM-Aus absolut nicht vertretbar, wenn Julian Nagelsmann Bundestrainer bleiben würde. Für mich muss man die Situation in zwei Bereiche aufteilen: die Qualität des Kaders und die Verantwortung des Trainers.
Ja, wir haben mit Musiala und Wirtz zwei außergewöhnlich talentierte Spieler. Aber vielleicht überschätzen wir die Qualität dieser Generation insgesamt. Wenn ich an frühere Mannschaften denke – mit Özil, Klose, Hummels oder Boateng – dann hatten wir Spieler mit Ausstrahlung, Siegermentalität und einem ganz anderen Selbstverständnis. Heute sehe ich zu viele Spieler, die den Kader zwar auffüllen, aber international keinen Unterschied machen.
Der zweite Punkt ist der Bundestrainer. Nagelsmann predigt zwar das Leistungsprinzip, doch seine Entscheidungen wirken oft eher von Sympathien als von Leistung geprägt. Er hält stur an Spielern fest, macht immer wieder die gleichen Fehler bei Kader und Aufstellung und wirkt gegenüber Kritik bockig und uneinsichtig. Für mich trägt er die Hauptverantwortung für dieses frühe WM-Aus.
Dazu kommt die Einstellung der Mannschaft. Was wir auf dem Platz gesehen haben, war nicht nur ein Qualitätsproblem, sondern vor allem ein Motivationsproblem. Da fehlte der absolute Wille, Spiele gewinnen zu wollen. Kein Selbstbewusstsein, kein Kampfgeist, keine Körpersprache. Das ist auch eine Frage der Führung durch den Trainer.
Hinzu kommt die körperliche Unterlegenheit. Gegen Mannschaften wie Ecuador, Paraguay oder auch die Elfenbeinküste wurden wir in vielen Phasen regelrecht abgekocht. Wir verlieren Zweikämpfe, setzen uns kaum in Kopfballduellen durch und wirken körperlich einfach nicht robust genug. Das darf einer deutschen Nationalmannschaft nicht passieren.
Deshalb braucht es aus meiner Sicht einen kompletten Neuanfang. Kein Spieler darf einen Freifahrtschein haben – egal ob Neuer, Kimmich, Sané oder auch Wirtz. Jeder muss sich hinterfragen lassen und jeder Platz im Kader muss neu verdient werden. Wer keine Leistung bringt oder nicht alles für das Nationaltrikot gibt, sollte konsequent aussortiert werden.
Der erste Schritt muss aber die Trennung vom Bundestrainer sein. Nach diesem Turnier kann es aus meiner Sicht nur einen echten Neustart geben.
Ja, wir haben mit Musiala und Wirtz zwei außergewöhnlich talentierte Spieler. Aber vielleicht überschätzen wir die Qualität dieser Generation insgesamt. Wenn ich an frühere Mannschaften denke – mit Özil, Klose, Hummels oder Boateng – dann hatten wir Spieler mit Ausstrahlung, Siegermentalität und einem ganz anderen Selbstverständnis. Heute sehe ich zu viele Spieler, die den Kader zwar auffüllen, aber international keinen Unterschied machen.
Der zweite Punkt ist der Bundestrainer. Nagelsmann predigt zwar das Leistungsprinzip, doch seine Entscheidungen wirken oft eher von Sympathien als von Leistung geprägt. Er hält stur an Spielern fest, macht immer wieder die gleichen Fehler bei Kader und Aufstellung und wirkt gegenüber Kritik bockig und uneinsichtig. Für mich trägt er die Hauptverantwortung für dieses frühe WM-Aus.
Dazu kommt die Einstellung der Mannschaft. Was wir auf dem Platz gesehen haben, war nicht nur ein Qualitätsproblem, sondern vor allem ein Motivationsproblem. Da fehlte der absolute Wille, Spiele gewinnen zu wollen. Kein Selbstbewusstsein, kein Kampfgeist, keine Körpersprache. Das ist auch eine Frage der Führung durch den Trainer.
Hinzu kommt die körperliche Unterlegenheit. Gegen Mannschaften wie Ecuador, Paraguay oder auch die Elfenbeinküste wurden wir in vielen Phasen regelrecht abgekocht. Wir verlieren Zweikämpfe, setzen uns kaum in Kopfballduellen durch und wirken körperlich einfach nicht robust genug. Das darf einer deutschen Nationalmannschaft nicht passieren.
Deshalb braucht es aus meiner Sicht einen kompletten Neuanfang. Kein Spieler darf einen Freifahrtschein haben – egal ob Neuer, Kimmich, Sané oder auch Wirtz. Jeder muss sich hinterfragen lassen und jeder Platz im Kader muss neu verdient werden. Wer keine Leistung bringt oder nicht alles für das Nationaltrikot gibt, sollte konsequent aussortiert werden.
Der erste Schritt muss aber die Trennung vom Bundestrainer sein. Nach diesem Turnier kann es aus meiner Sicht nur einen echten Neustart geben.
30.06.2026 - 07:50 Uhr
Ich muss ehrlich sagen, ich finde bis heute kaum die richtigen Worte für dieses Ausscheiden. Die Enttäuschung ist riesig – bei den Fans genauso wie bei der Mannschaft. Mit einem Aus gegen Paraguay haben die wenigsten ernsthaft gerechnet. Natürlich gibt es immer diejenigen, die im Vorfeld alles schlechtreden und behaupten, dass Deutschland gegen jeden Gegner verlieren kann. Aber unabhängig davon ist dieses frühe Aus eine gewaltige Enttäuschung.
Was mich allerdings am meisten beschäftigt, ist gar nicht das Ausscheiden selbst, sondern dass wir mittlerweile wieder genau an dem Punkt angekommen sind, an dem wir in den letzten zehn Jahren schon mehrfach standen. Nach jedem schwachen Turnier wurde von einem Neuanfang gesprochen, doch am Ende wurden die grundlegenden Probleme nie wirklich angegangen. Genau das macht mir Sorgen. Irgendwann muss man aus Fehlern lernen. Stattdessen wiederholen wir dieselben Fehler immer wieder.
Für mich persönlich fühlt sich das mittlerweile fast wie ein Trauma an. Seit ich Fußball bewusst verfolge, kenne ich von der Nationalmannschaft eigentlich fast nur Enttäuschungen. Die WM 2014 habe ich als Fußballfan noch gar nicht richtig erlebt. Alles, was danach kam, waren frühe WM-Aus, schwache Turniere und ständig dieselben Diskussionen. Auch als Freiburg-Fan ist man es gewohnt, dass nicht jedes Jahr um Titel gespielt wird. Dort definiert sich Erfolg über Entwicklung, Identifikation und das Erreichen der eigenen Ziele. Bei der Nationalmannschaft gelten aber andere Ansprüche. Dort geht es darum, bei großen Turnieren konkurrenzfähig zu sein. Und genau das sind wir inzwischen seit Jahren nicht mehr.
Dabei begann das Turnier zunächst gar nicht schlecht. Der deutliche Auftaktsieg sorgte für Euphorie, auch wenn der Gegner wenig Gegenwehr leistete. Gegen die Elfenbeinküste zeigte die Mannschaft nach einem Rückstand Moral und gewann gegen einen körperlich starken Gegner. Nach diesem Spiel hatte ich wirklich das Gefühl, dass sich ein positiver Lauf entwickeln könnte.
Im Nachhinein war das Ecuador-Spiel aber vermutlich der Wendepunkt. Natürlich ging es sportlich um nicht mehr viel, trotzdem muss eine Mannschaft lernen, Konzentration und Intensität hochzuhalten. Genau das ist nicht gelungen. Die Mannschaft verlor ihren Rhythmus, wirkte plötzlich wieder verunsichert und die Wechsel sowie taktischen Anpassungen sorgten eher für zusätzliche Unruhe als für Stabilität. Statt Selbstvertrauen für die K.o.-Phase aufzubauen, nahm man genau das Gegenteil mit.
Das Spiel gegen Paraguay war dann aus meiner Sicht ein Offenbarungseid. Ich frage mich bis heute, was eigentlich der Matchplan war. Jeder wusste vorher, dass Paraguay tief verteidigen und auf Konter spielen würde. Genau solche Gegner gehören bei einer Weltmeisterschaft zum Standard. Trotzdem hatte Deutschland über 120 Minuten praktisch keine Lösungen. Es fehlte an Ideen, Kreativität und Tempo.
Der Ballvortrag war viel zu langsam. Immer wieder wurde der Ball angenommen, erst einmal der Kopf gehoben und dann nach einer sicheren Lösung gesucht. Dadurch konnte Paraguay sich jedes Mal problemlos sortieren. Statt den ersten Kontakt direkt mitzunehmen, Tempo aufzunehmen oder sofort vertikal zu spielen, wurde nahezu jede Aktion verschleppt. Genau das war schon in den Gruppenspielen zu erkennen und wurde trotzdem nicht verbessert.
Auch die Verlagerungen waren viel zu langsam. Wenn überhaupt einmal die Seite gewechselt wurde, konnte Paraguay längst wieder verschieben. Dabei lebt das Spiel gegen einen tiefen Block genau davon, den Gegner ständig in Bewegung zu bringen. Schnelle Seitenwechsel, viele kurze Kombinationen und permanente Positionswechsel hätten Paraguay müde laufen lassen können. Stattdessen musste die paraguayische Defensive kaum arbeiten. Nach 120 Minuten wirkte sie körperlich immer noch erstaunlich frisch, weil Deutschland sie kaum zum Verschieben gezwungen hat.
Besonders auffällig war die fehlende Bewegung ohne Ball. Immer wieder hatte ein Spieler im Zentrum oder auf dem Flügel den Ball und praktisch keine Anspielstation. Kaum Tiefenläufe, kaum Läufe zwischen die Linien und viel zu wenig Kreativität in der Raumaufteilung. Also ging der Ball wieder zurück, der nächste Querpass folgte und das Spiel wurde noch langsamer.
Hinzu kam die schlechte Strafraumbesetzung. Immer wieder wurde auf Halbfeldflanken gesetzt, obwohl dafür kaum geeignete Abnehmer vorhanden waren. Havertz wich häufig selbst auf die Außen aus, wodurch im Zentrum niemand mehr stand. Trotzdem wurde weiter Flanke um Flanke geschlagen. Das kann gegen einen tiefstehenden Gegner keine dauerhafte Lösung sein.
Auch die Flügelbesetzung fand ich fragwürdig. Wirtz und Sané mussten permanent ins Eins-gegen-Zwei oder sogar Eins-gegen-Drei. Unterstützung durch hinterlaufende Außenverteidiger gab es kaum. Gleichzeitig spielten beide häufig auf ihren inversen Seiten, wodurch jede Flanke erst noch auf den starken Fuß gelegt werden musste. Paraguay konnte sich perfekt darauf einstellen und konsequent die Mitte schließen.
Besonders unverständlich fand ich erneut den Spielaufbau mit drei Spielern hinten. Ich sehe weiterhin keinen Mehrwert darin, Joshua Kimmich dauerhaft tief in den Aufbau einzubinden. Gerade gegen einen tiefstehenden Gegner braucht man ihn deutlich weiter vorne, wo seine Flanken, Chipbälle und sein Passspiel tatsächlich Unterschied machen können. Stattdessen spielte er häufig neben den Innenverteidigern und war viel zu weit vom eigentlichen Geschehen entfernt. Dadurch fehlte auf der rechten Seite Breite und Dynamik.
Defensiv war die Leistung dagegen insgesamt gar nicht das große Problem. Brown machte über weite Strecken ein ordentliches Spiel, auch die Innenverteidigung verteidigte vieles sauber weg. Natürlich gab es kleinere Unsicherheiten und beim Gegentor sah man nicht gut aus, insgesamt lag das Ausscheiden aber ganz klar nicht an der Defensive.
Auch Pavlovic und Nmecha waren bemüht, agierten aber häufig zu langsam und zu wenig dynamisch. Generell fehlte der Mannschaft im Zentrum Athletik, Tempo und Körperlichkeit. Genau diese Spielertypen fehlen Deutschland seit Jahren. Früher hatte man Spieler wie Khedira, die Präsenz, Zweikampfstärke und Intensität mitgebracht haben. Dieses Profil existiert aktuell kaum noch.
Offensiv war die Form vieler Leistungsträger ebenfalls enttäuschend. Musiala spielte weit unter seinem eigentlichen Niveau und wirkte während des gesamten Turniers gehemmt. Wirtz hatte zwar einzelne gute Aktionen, konnte seiner Rolle als Unterschiedsspieler aber ebenfalls nicht gerecht werden. Beide können deutlich mehr und ich hoffe, dass sie in der kommenden Saison wieder zu ihrer Bestform finden.
Sané wurde erneut zum Hauptkritikpunkt vieler Fans gemacht. Ich sehe das differenzierter. Natürlich spielte auch er kein gutes Turnier. Gleichzeitig wurde er aber ständig alleine gelassen. Wenn ein Flügelspieler permanent gegen zwei Gegenspieler antreten muss und kaum Unterstützung bekommt, wird es für jeden extrem schwierig.
Das Elfmeterschießen hätte nach zwei vergebenen Strafstößen des Gegners beinahe noch historisch werden können. Trotzdem hatte ich ehrlich gesagt nie das Gefühl, dass diese Mannschaft das nötige Selbstvertrauen besitzt, um ein solches Elfmeterschießen noch komplett zu drehen. Genau dieser Glaube hat über das gesamte Turnier gefehlt.
Für mich trägt Julian Nagelsmann die Hauptverantwortung für dieses Ausscheiden. Natürlich ist der Kader nicht auf dem Niveau von Frankreich, Spanien oder England. Diese Nationen verfügen aktuell über deutlich mehr Weltklassespieler und vor allem über eine wesentlich größere Breite. Trotzdem reicht die Qualität unseres Kaders absolut aus, um Paraguay zu schlagen.
Das Problem lag deshalb nicht allein bei den Spielern, sondern vor allem auf der Trainerbank. Nagelsmann hat es nicht geschafft, eine funktionierende Spielidee gegen tiefstehende Gegner zu entwickeln. Bereits in der Gruppenphase waren dieselben Probleme sichtbar. Trotzdem gab es keinerlei Anpassungen. Auch seine Kaderzusammenstellung war aus meiner Sicht nicht optimal. Es fehlten Tempo, Eins-gegen-Eins-Spieler, Körperlichkeit und teilweise sogar klare Alternativen auf bestimmten Positionen. Dazu kamen Entscheidungen, die nur schwer nachvollziehbar waren.
Auch die Personalie Manuel Neuer sehe ich kritisch. Seine Karriere für Deutschland war herausragend und daran wird dieses Turnier nichts ändern. Trotzdem hätte das Leistungsprinzip gelten müssen. Baumann absolvierte die Qualifikation, Neuer kam zurück und erhielt sofort wieder den Stammplatz. Im Nachhinein war das keine gute Entscheidung. Nach dieser WM sollte auf der Torhüterposition konsequent ein Neuanfang erfolgen.
Generell braucht die Nationalmannschaft jetzt einen echten Umbruch. Nicht, weil alle erfahrenen Spieler schlecht sind, sondern weil wir endlich anfangen müssen, langfristig zu denken. Es bringt nichts, weiter auf Spieler zu setzen, die bei der nächsten Weltmeisterschaft oder teilweise schon bei der Europameisterschaft keine tragende Rolle mehr spielen können.
Im Tor würde ich den Neuaufbau mit jungen Torhütern beginnen. Namen wie Urbig, Atubolu, Backhaus oder Seimen müssen jetzt Schritt für Schritt integriert werden. In der Innenverteidigung sollten Schlotterbeck, Thiaw, Bisseck oder Jeltsch die Zukunft bilden. Brown hat sich auf der linken Seite ebenfalls empfohlen.
Im Mittelfeld verfügen wir mit Pavlovic, Nmecha, Stiller oder perspektivisch auch Ouedraogo über interessante Spieler. Gleichzeitig fehlt dort weiterhin ein athletischer, zweikampfstarker Spielertyp, der Präsenz und Körperlichkeit mitbringt.
Offensiv müssen Musiala, Wirtz und Havertz weiterhin das Gerüst bilden. Gleichzeitig müssen Talente wie El Mala, Karl oder perspektivisch Tresoldi konsequent aufgebaut werden. Deutschland braucht wieder mehr Tempo, mehr Eins-gegen-Eins-Qualität und deutlich mehr Dynamik.
Gleichzeitig muss der DFB langfristig auch seine Nachwuchsarbeit hinterfragen. Seit Jahren bilden wir hervorragende Passspieler aus, aber viel zu wenige Spieler mit außergewöhnlicher Athletik, Tempo oder Eins-gegen-Eins-Stärke. Andere Nationen entwickeln genau diese Profile deutlich konsequenter. Dazu muss der Verband bei Spielern mit doppelter Staatsbürgerschaft aktiver werden und verhindern, dass weitere große Talente verloren gehen.
Auch das Umfeld sollte sich hinterfragen. Mir hat während des gesamten Turniers oft das Gefühl gefehlt, dass Mannschaft, Medien und Fans wirklich gemeinsam hinter diesem Team stehen. Gleichzeitig darf Kritik nach einem solchen Turnier selbstverständlich geäußert werden. Entscheidend ist aber, dass daraus Konsequenzen gezogen werden.
Für mich bedeutet das konkret: Julian Nagelsmann sollte nach diesem Turnier nicht Bundestrainer bleiben. Ich glaube nicht, dass sich unter ihm grundlegend etwas verändern würde. Nach mehreren enttäuschenden Turnieren braucht die Nationalmannschaft einen echten Neustart – sowohl sportlich als auch emotional. Wer dieser Trainer sein könnte, ist eine schwierige Frage. Natürlich fällt sofort der Name Jürgen Klopp. Ob das realistisch ist, weiß niemand. Wichtig ist aus meiner Sicht vor allem, dass ein Trainer kommt, der eine klare Spielidee hat, junge Spieler entwickelt, eine Mannschaft formen kann und wieder Aufbruchsstimmung erzeugt.
Der DFB muss jetzt Verantwortung übernehmen. Eine Vertragsverlängerung bis 2028 noch vor der Weltmeisterschaft war im Nachhinein unglücklich und erschwert die Situation zusätzlich. Trotzdem dürfen finanzielle Aspekte oder mögliche Abfindungen jetzt keine Rolle spielen. Wenn der Verband überzeugt ist, dass ein anderer Trainer die bessere Lösung ist, dann muss diese Entscheidung getroffen werden. Ein "Weiter so" darf es nach diesem Turnier nicht geben.
Ich sehe die Zukunft trotz allem nicht komplett pessimistisch. Deutschland verfügt weiterhin über viele talentierte junge Spieler. Die U17 wurde Weltmeister, auch in den Nachwuchsmannschaften gibt es viel Qualität. Aber aus Talent allein entsteht noch keine erfolgreiche Nationalmannschaft. Jetzt braucht es endlich klare Entscheidungen, Mut zu Veränderungen und einen konsequenten Neuaufbau. Nur wenn wir bereit sind, aus den Fehlern der vergangenen Jahre zu lernen, kann die Nationalmannschaft wieder dorthin zurückkehren, wo sie eigentlich hingehört.
Was mich allerdings am meisten beschäftigt, ist gar nicht das Ausscheiden selbst, sondern dass wir mittlerweile wieder genau an dem Punkt angekommen sind, an dem wir in den letzten zehn Jahren schon mehrfach standen. Nach jedem schwachen Turnier wurde von einem Neuanfang gesprochen, doch am Ende wurden die grundlegenden Probleme nie wirklich angegangen. Genau das macht mir Sorgen. Irgendwann muss man aus Fehlern lernen. Stattdessen wiederholen wir dieselben Fehler immer wieder.
Für mich persönlich fühlt sich das mittlerweile fast wie ein Trauma an. Seit ich Fußball bewusst verfolge, kenne ich von der Nationalmannschaft eigentlich fast nur Enttäuschungen. Die WM 2014 habe ich als Fußballfan noch gar nicht richtig erlebt. Alles, was danach kam, waren frühe WM-Aus, schwache Turniere und ständig dieselben Diskussionen. Auch als Freiburg-Fan ist man es gewohnt, dass nicht jedes Jahr um Titel gespielt wird. Dort definiert sich Erfolg über Entwicklung, Identifikation und das Erreichen der eigenen Ziele. Bei der Nationalmannschaft gelten aber andere Ansprüche. Dort geht es darum, bei großen Turnieren konkurrenzfähig zu sein. Und genau das sind wir inzwischen seit Jahren nicht mehr.
Dabei begann das Turnier zunächst gar nicht schlecht. Der deutliche Auftaktsieg sorgte für Euphorie, auch wenn der Gegner wenig Gegenwehr leistete. Gegen die Elfenbeinküste zeigte die Mannschaft nach einem Rückstand Moral und gewann gegen einen körperlich starken Gegner. Nach diesem Spiel hatte ich wirklich das Gefühl, dass sich ein positiver Lauf entwickeln könnte.
Im Nachhinein war das Ecuador-Spiel aber vermutlich der Wendepunkt. Natürlich ging es sportlich um nicht mehr viel, trotzdem muss eine Mannschaft lernen, Konzentration und Intensität hochzuhalten. Genau das ist nicht gelungen. Die Mannschaft verlor ihren Rhythmus, wirkte plötzlich wieder verunsichert und die Wechsel sowie taktischen Anpassungen sorgten eher für zusätzliche Unruhe als für Stabilität. Statt Selbstvertrauen für die K.o.-Phase aufzubauen, nahm man genau das Gegenteil mit.
Das Spiel gegen Paraguay war dann aus meiner Sicht ein Offenbarungseid. Ich frage mich bis heute, was eigentlich der Matchplan war. Jeder wusste vorher, dass Paraguay tief verteidigen und auf Konter spielen würde. Genau solche Gegner gehören bei einer Weltmeisterschaft zum Standard. Trotzdem hatte Deutschland über 120 Minuten praktisch keine Lösungen. Es fehlte an Ideen, Kreativität und Tempo.
Der Ballvortrag war viel zu langsam. Immer wieder wurde der Ball angenommen, erst einmal der Kopf gehoben und dann nach einer sicheren Lösung gesucht. Dadurch konnte Paraguay sich jedes Mal problemlos sortieren. Statt den ersten Kontakt direkt mitzunehmen, Tempo aufzunehmen oder sofort vertikal zu spielen, wurde nahezu jede Aktion verschleppt. Genau das war schon in den Gruppenspielen zu erkennen und wurde trotzdem nicht verbessert.
Auch die Verlagerungen waren viel zu langsam. Wenn überhaupt einmal die Seite gewechselt wurde, konnte Paraguay längst wieder verschieben. Dabei lebt das Spiel gegen einen tiefen Block genau davon, den Gegner ständig in Bewegung zu bringen. Schnelle Seitenwechsel, viele kurze Kombinationen und permanente Positionswechsel hätten Paraguay müde laufen lassen können. Stattdessen musste die paraguayische Defensive kaum arbeiten. Nach 120 Minuten wirkte sie körperlich immer noch erstaunlich frisch, weil Deutschland sie kaum zum Verschieben gezwungen hat.
Besonders auffällig war die fehlende Bewegung ohne Ball. Immer wieder hatte ein Spieler im Zentrum oder auf dem Flügel den Ball und praktisch keine Anspielstation. Kaum Tiefenläufe, kaum Läufe zwischen die Linien und viel zu wenig Kreativität in der Raumaufteilung. Also ging der Ball wieder zurück, der nächste Querpass folgte und das Spiel wurde noch langsamer.
Hinzu kam die schlechte Strafraumbesetzung. Immer wieder wurde auf Halbfeldflanken gesetzt, obwohl dafür kaum geeignete Abnehmer vorhanden waren. Havertz wich häufig selbst auf die Außen aus, wodurch im Zentrum niemand mehr stand. Trotzdem wurde weiter Flanke um Flanke geschlagen. Das kann gegen einen tiefstehenden Gegner keine dauerhafte Lösung sein.
Auch die Flügelbesetzung fand ich fragwürdig. Wirtz und Sané mussten permanent ins Eins-gegen-Zwei oder sogar Eins-gegen-Drei. Unterstützung durch hinterlaufende Außenverteidiger gab es kaum. Gleichzeitig spielten beide häufig auf ihren inversen Seiten, wodurch jede Flanke erst noch auf den starken Fuß gelegt werden musste. Paraguay konnte sich perfekt darauf einstellen und konsequent die Mitte schließen.
Besonders unverständlich fand ich erneut den Spielaufbau mit drei Spielern hinten. Ich sehe weiterhin keinen Mehrwert darin, Joshua Kimmich dauerhaft tief in den Aufbau einzubinden. Gerade gegen einen tiefstehenden Gegner braucht man ihn deutlich weiter vorne, wo seine Flanken, Chipbälle und sein Passspiel tatsächlich Unterschied machen können. Stattdessen spielte er häufig neben den Innenverteidigern und war viel zu weit vom eigentlichen Geschehen entfernt. Dadurch fehlte auf der rechten Seite Breite und Dynamik.
Defensiv war die Leistung dagegen insgesamt gar nicht das große Problem. Brown machte über weite Strecken ein ordentliches Spiel, auch die Innenverteidigung verteidigte vieles sauber weg. Natürlich gab es kleinere Unsicherheiten und beim Gegentor sah man nicht gut aus, insgesamt lag das Ausscheiden aber ganz klar nicht an der Defensive.
Auch Pavlovic und Nmecha waren bemüht, agierten aber häufig zu langsam und zu wenig dynamisch. Generell fehlte der Mannschaft im Zentrum Athletik, Tempo und Körperlichkeit. Genau diese Spielertypen fehlen Deutschland seit Jahren. Früher hatte man Spieler wie Khedira, die Präsenz, Zweikampfstärke und Intensität mitgebracht haben. Dieses Profil existiert aktuell kaum noch.
Offensiv war die Form vieler Leistungsträger ebenfalls enttäuschend. Musiala spielte weit unter seinem eigentlichen Niveau und wirkte während des gesamten Turniers gehemmt. Wirtz hatte zwar einzelne gute Aktionen, konnte seiner Rolle als Unterschiedsspieler aber ebenfalls nicht gerecht werden. Beide können deutlich mehr und ich hoffe, dass sie in der kommenden Saison wieder zu ihrer Bestform finden.
Sané wurde erneut zum Hauptkritikpunkt vieler Fans gemacht. Ich sehe das differenzierter. Natürlich spielte auch er kein gutes Turnier. Gleichzeitig wurde er aber ständig alleine gelassen. Wenn ein Flügelspieler permanent gegen zwei Gegenspieler antreten muss und kaum Unterstützung bekommt, wird es für jeden extrem schwierig.
Das Elfmeterschießen hätte nach zwei vergebenen Strafstößen des Gegners beinahe noch historisch werden können. Trotzdem hatte ich ehrlich gesagt nie das Gefühl, dass diese Mannschaft das nötige Selbstvertrauen besitzt, um ein solches Elfmeterschießen noch komplett zu drehen. Genau dieser Glaube hat über das gesamte Turnier gefehlt.
Für mich trägt Julian Nagelsmann die Hauptverantwortung für dieses Ausscheiden. Natürlich ist der Kader nicht auf dem Niveau von Frankreich, Spanien oder England. Diese Nationen verfügen aktuell über deutlich mehr Weltklassespieler und vor allem über eine wesentlich größere Breite. Trotzdem reicht die Qualität unseres Kaders absolut aus, um Paraguay zu schlagen.
Das Problem lag deshalb nicht allein bei den Spielern, sondern vor allem auf der Trainerbank. Nagelsmann hat es nicht geschafft, eine funktionierende Spielidee gegen tiefstehende Gegner zu entwickeln. Bereits in der Gruppenphase waren dieselben Probleme sichtbar. Trotzdem gab es keinerlei Anpassungen. Auch seine Kaderzusammenstellung war aus meiner Sicht nicht optimal. Es fehlten Tempo, Eins-gegen-Eins-Spieler, Körperlichkeit und teilweise sogar klare Alternativen auf bestimmten Positionen. Dazu kamen Entscheidungen, die nur schwer nachvollziehbar waren.
Auch die Personalie Manuel Neuer sehe ich kritisch. Seine Karriere für Deutschland war herausragend und daran wird dieses Turnier nichts ändern. Trotzdem hätte das Leistungsprinzip gelten müssen. Baumann absolvierte die Qualifikation, Neuer kam zurück und erhielt sofort wieder den Stammplatz. Im Nachhinein war das keine gute Entscheidung. Nach dieser WM sollte auf der Torhüterposition konsequent ein Neuanfang erfolgen.
Generell braucht die Nationalmannschaft jetzt einen echten Umbruch. Nicht, weil alle erfahrenen Spieler schlecht sind, sondern weil wir endlich anfangen müssen, langfristig zu denken. Es bringt nichts, weiter auf Spieler zu setzen, die bei der nächsten Weltmeisterschaft oder teilweise schon bei der Europameisterschaft keine tragende Rolle mehr spielen können.
Im Tor würde ich den Neuaufbau mit jungen Torhütern beginnen. Namen wie Urbig, Atubolu, Backhaus oder Seimen müssen jetzt Schritt für Schritt integriert werden. In der Innenverteidigung sollten Schlotterbeck, Thiaw, Bisseck oder Jeltsch die Zukunft bilden. Brown hat sich auf der linken Seite ebenfalls empfohlen.
Im Mittelfeld verfügen wir mit Pavlovic, Nmecha, Stiller oder perspektivisch auch Ouedraogo über interessante Spieler. Gleichzeitig fehlt dort weiterhin ein athletischer, zweikampfstarker Spielertyp, der Präsenz und Körperlichkeit mitbringt.
Offensiv müssen Musiala, Wirtz und Havertz weiterhin das Gerüst bilden. Gleichzeitig müssen Talente wie El Mala, Karl oder perspektivisch Tresoldi konsequent aufgebaut werden. Deutschland braucht wieder mehr Tempo, mehr Eins-gegen-Eins-Qualität und deutlich mehr Dynamik.
Gleichzeitig muss der DFB langfristig auch seine Nachwuchsarbeit hinterfragen. Seit Jahren bilden wir hervorragende Passspieler aus, aber viel zu wenige Spieler mit außergewöhnlicher Athletik, Tempo oder Eins-gegen-Eins-Stärke. Andere Nationen entwickeln genau diese Profile deutlich konsequenter. Dazu muss der Verband bei Spielern mit doppelter Staatsbürgerschaft aktiver werden und verhindern, dass weitere große Talente verloren gehen.
Auch das Umfeld sollte sich hinterfragen. Mir hat während des gesamten Turniers oft das Gefühl gefehlt, dass Mannschaft, Medien und Fans wirklich gemeinsam hinter diesem Team stehen. Gleichzeitig darf Kritik nach einem solchen Turnier selbstverständlich geäußert werden. Entscheidend ist aber, dass daraus Konsequenzen gezogen werden.
Für mich bedeutet das konkret: Julian Nagelsmann sollte nach diesem Turnier nicht Bundestrainer bleiben. Ich glaube nicht, dass sich unter ihm grundlegend etwas verändern würde. Nach mehreren enttäuschenden Turnieren braucht die Nationalmannschaft einen echten Neustart – sowohl sportlich als auch emotional. Wer dieser Trainer sein könnte, ist eine schwierige Frage. Natürlich fällt sofort der Name Jürgen Klopp. Ob das realistisch ist, weiß niemand. Wichtig ist aus meiner Sicht vor allem, dass ein Trainer kommt, der eine klare Spielidee hat, junge Spieler entwickelt, eine Mannschaft formen kann und wieder Aufbruchsstimmung erzeugt.
Der DFB muss jetzt Verantwortung übernehmen. Eine Vertragsverlängerung bis 2028 noch vor der Weltmeisterschaft war im Nachhinein unglücklich und erschwert die Situation zusätzlich. Trotzdem dürfen finanzielle Aspekte oder mögliche Abfindungen jetzt keine Rolle spielen. Wenn der Verband überzeugt ist, dass ein anderer Trainer die bessere Lösung ist, dann muss diese Entscheidung getroffen werden. Ein "Weiter so" darf es nach diesem Turnier nicht geben.
Ich sehe die Zukunft trotz allem nicht komplett pessimistisch. Deutschland verfügt weiterhin über viele talentierte junge Spieler. Die U17 wurde Weltmeister, auch in den Nachwuchsmannschaften gibt es viel Qualität. Aber aus Talent allein entsteht noch keine erfolgreiche Nationalmannschaft. Jetzt braucht es endlich klare Entscheidungen, Mut zu Veränderungen und einen konsequenten Neuaufbau. Nur wenn wir bereit sind, aus den Fehlern der vergangenen Jahre zu lernen, kann die Nationalmannschaft wieder dorthin zurückkehren, wo sie eigentlich hingehört.
30.06.2026 - 08:29 Uhr
Die Nationalmannschaft ist leider ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Kein Kampf, keine Leidenschaft. Und die Qualität der Spieler ist auch nur mittelmäßig. Das muss man leider so hart sagen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Stowel am 30.06.2026 um 08:30 Uhr bearbeitet
30.06.2026 - 08:34 Uhr
Zitat von m-sky-1
Die Mannschaft hat keine Leader und keinen Charakter. Schönwetterfußballer, da fehlen die Eier - sorry. Es muss für einen jeden eine Ehre sein Deutschland zu vertreten und das Trikot zu tragen und das haben sie nicht repräsentiert. Der Trainer hat da maßgeblichen Anteil daran, nicht alleine, aber trägt natürlich die Verantwortung und hat die Mannschaft absolut falsch zusammengestellt, eingestellt und taktisch spielen lassen. Das ist alles viel zu weich, es muss doch mal Klartext gesprochen werden, ungeschönt, aber sachlich. Zu viel bla bla und wischiwaschi. Wenn sich das nicht ändert, ändert sich gar nichts. Es ist ein Wettbewerbssport, da geht es um Ergebnisse und vollen Einsatz, da muss was passieren, wenn nicht versinken wir im unteren Mittelfeld der Fußballwelt.
Die Mannschaft hat keine Leader und keinen Charakter. Schönwetterfußballer, da fehlen die Eier - sorry. Es muss für einen jeden eine Ehre sein Deutschland zu vertreten und das Trikot zu tragen und das haben sie nicht repräsentiert. Der Trainer hat da maßgeblichen Anteil daran, nicht alleine, aber trägt natürlich die Verantwortung und hat die Mannschaft absolut falsch zusammengestellt, eingestellt und taktisch spielen lassen. Das ist alles viel zu weich, es muss doch mal Klartext gesprochen werden, ungeschönt, aber sachlich. Zu viel bla bla und wischiwaschi. Wenn sich das nicht ändert, ändert sich gar nichts. Es ist ein Wettbewerbssport, da geht es um Ergebnisse und vollen Einsatz, da muss was passieren, wenn nicht versinken wir im unteren Mittelfeld der Fußballwelt.
So sieht es aus. Die Generation scheint nicht in der Lage gegen Widerstände ankämpfen zu können. Die ergeben sich. Gute Techniker, aber Weicheier. In den 80gern, in denen wir wirklich keinen schönen Fußball gespielt haben, wünschte ich mir gute Techniker. Inzwischen sehe ich das anders. Besser wieder Fighter und Erfolge.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Stowel am 30.06.2026 um 08:38 Uhr bearbeitet
30.06.2026 - 08:35 Uhr
Bundeskanzler Friedrich Merz schreibt auf X:
„Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel, @DFB_Team! Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“
Genau diese Haltung ist doch das Problem. Nach einem frühen WM-Aus und einer insgesamt enttäuschenden WM kommt wieder derselbe Copy-&-Paste-Text über „Einsatz“ und „Teamgeist“. Statt die offensichtlichen Probleme ehrlich anzusprechen, wird eine Nicht-Leistung mit Floskeln schön geredet. Wer nach so einem Turnier von Begeisterung spricht, setzt aus meiner Sicht die völlig falschen Maßstäbe. Leistung sollte auch wieder als Leistung bewertet werden – und nicht jedes Scheitern mit denselben PR-Sätzen überdeckt werden. Wir sind hier im Leistungssport und die Leute verdienen Millionen, um ihre Leistung zu zeigen. Dieses rumgeeiere, dieses „ist nicht so schlimm“ ist doch genau der Grund warum sich keiner den ***** aufreißt. Im Fußball, sowie in der Politik.
„Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel, @DFB_Team! Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“
Genau diese Haltung ist doch das Problem. Nach einem frühen WM-Aus und einer insgesamt enttäuschenden WM kommt wieder derselbe Copy-&-Paste-Text über „Einsatz“ und „Teamgeist“. Statt die offensichtlichen Probleme ehrlich anzusprechen, wird eine Nicht-Leistung mit Floskeln schön geredet. Wer nach so einem Turnier von Begeisterung spricht, setzt aus meiner Sicht die völlig falschen Maßstäbe. Leistung sollte auch wieder als Leistung bewertet werden – und nicht jedes Scheitern mit denselben PR-Sätzen überdeckt werden. Wir sind hier im Leistungssport und die Leute verdienen Millionen, um ihre Leistung zu zeigen. Dieses rumgeeiere, dieses „ist nicht so schlimm“ ist doch genau der Grund warum sich keiner den ***** aufreißt. Im Fußball, sowie in der Politik.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Neonschwarz912 am 30.06.2026 um 08:37 Uhr bearbeitet
30.06.2026 - 08:38 Uhr
Zitat von Neonschwarz912
Bundeskanzler Friedrich Merz schreibt auf X:
„Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel, @DFB_Team! Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“
Genau diese Haltung ist doch das Problem. Nach einem frühen WM-Aus und einer insgesamt enttäuschenden WM kommt wieder derselbe Copy-&-Paste-Text über „Einsatz“ und „Teamgeist“. Statt die offensichtlichen Probleme ehrlich anzusprechen, wird eine Nicht-Leistung mit Floskeln schön geredet. Wer nach so einem Turnier von Begeisterung spricht, setzt aus meiner Sicht die völlig falschen Maßstäbe. Leistung sollte auch wieder als Leistung bewertet werden – und nicht jedes Scheitern mit denselben PR-Sätzen überdeckt werden. Wir sind hier im Leistungssport und die Leute verdienen Millionen, um ihre Leistung zu zeigen. Dieses rumgeeiere, dieses „ist nicht so schlimm“ ist doch genau der Grund warum sich keiner den ***** aufreißt. Im Fußball, sowie in der Politik.
Bundeskanzler Friedrich Merz schreibt auf X:
„Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel, @DFB_Team! Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“
Genau diese Haltung ist doch das Problem. Nach einem frühen WM-Aus und einer insgesamt enttäuschenden WM kommt wieder derselbe Copy-&-Paste-Text über „Einsatz“ und „Teamgeist“. Statt die offensichtlichen Probleme ehrlich anzusprechen, wird eine Nicht-Leistung mit Floskeln schön geredet. Wer nach so einem Turnier von Begeisterung spricht, setzt aus meiner Sicht die völlig falschen Maßstäbe. Leistung sollte auch wieder als Leistung bewertet werden – und nicht jedes Scheitern mit denselben PR-Sätzen überdeckt werden. Wir sind hier im Leistungssport und die Leute verdienen Millionen, um ihre Leistung zu zeigen. Dieses rumgeeiere, dieses „ist nicht so schlimm“ ist doch genau der Grund warum sich keiner den ***** aufreißt. Im Fußball, sowie in der Politik.
Kann man nur unterschreiben.
30.06.2026 - 08:46 Uhr
DFB und Nationalmannschaft sind ein schönes Spiegelbild zum Zustand unseres Landes!
- Große Klappe, nichts dahinter
- massiver Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit
- fehlende Qualität
- Anführer, welche ganz viel labern, aber nichts taugen wenn es darauf ankommt
- Keine Eier haben und zu seinen Fehlern stehen
Die peinliche Aussage von Merz ist dazu noch das i Tüpfelchen. Wie kann man nach so einer Leistung so einen Müll schreiben? Ohne Worte!
- Große Klappe, nichts dahinter
- massiver Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit
- fehlende Qualität
- Anführer, welche ganz viel labern, aber nichts taugen wenn es darauf ankommt
- Keine Eier haben und zu seinen Fehlern stehen
Die peinliche Aussage von Merz ist dazu noch das i Tüpfelchen. Wie kann man nach so einer Leistung so einen Müll schreiben? Ohne Worte!
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