#1 - Raphael Schäfer
25.06.2008 - 15:18 Uhr
19.08.2011 - 23:27 Uhr
Erst mal abwarten, wie sich Rakovsky schlägt... Dortmund ist ja die ideale Gelegenheit ihn zu beobachten, da er wohl kaum beschäftigungslos bleiben dürfte. Hält er dem Druck Stand und bringt eine gute Leistung, hätte ich auch keine Bedenken weiter auf ihn zu setzen. Vielleicht ist das ja wirklich der Startschuss für eine große Torwartkarriere, das entsprechende Talent wird ihm ja bereits nachgesagt. Und wenn er dann so gut hält dass er an Schäfers Nr. 1 Status kratzt... umso besser. Lieber Luxusprobleme als echte Probleme!
20.08.2011 - 09:00 Uhr
Dass Rapha leistungstechnisch ersetzt werden kann - darüber mache ich mir weniger Sorgen.
Was mir mehr Kopfzerbrechen macht ist, dass mit Rapha ein wichtiger Führungsspieler auf dem Platz fehlt.
Was mir mehr Kopfzerbrechen macht ist, dass mit Rapha ein wichtiger Führungsspieler auf dem Platz fehlt.
21.08.2011 - 21:58 Uhr
Gute Besserung, Rapha!
22.08.2011 - 09:34 Uhr
Na ich würde jetzt mal ruhig bleiben, von Rakovsky auch nach dem guten Debut nicht gleich zuviel erwarten und auch nicht gleich mit Schäfers Demontage beginnen...
22.08.2011 - 09:52 Uhr
Zitat von Scramjet:
Na ich würde jetzt mal ruhig bleiben, von Rakovsky auch nach dem guten Debut nicht gleich zuviel erwarten und auch nicht gleich mit Schäfers Demontage beginnen...
Sehe ich genauso.
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer - um mal ein wenig die Phrasen zu bedienen :D
Das war ein gutes Bundesliga-Deput - nicht mehr - und nicht weniger.
Zudem gab es ja nicht sooo viele Szenen, in denen er sich wirklich beweisen konnte.
Bevor jetzt irgendwer hochgelobt oder niedergemacht wird, sollten wir dem jungen Rakovsky erstmal Zeit geben.
Stand heute denke ich: Rakovsky könnte Schäfer nur verdrängen, wenn er eine Entwicklung alá Wollscheid hinlegt.
Na ich würde jetzt mal ruhig bleiben, von Rakovsky auch nach dem guten Debut nicht gleich zuviel erwarten und auch nicht gleich mit Schäfers Demontage beginnen...
Sehe ich genauso.
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer - um mal ein wenig die Phrasen zu bedienen :D
Das war ein gutes Bundesliga-Deput - nicht mehr - und nicht weniger.
Zudem gab es ja nicht sooo viele Szenen, in denen er sich wirklich beweisen konnte.
Bevor jetzt irgendwer hochgelobt oder niedergemacht wird, sollten wir dem jungen Rakovsky erstmal Zeit geben.
Stand heute denke ich: Rakovsky könnte Schäfer nur verdrängen, wenn er eine Entwicklung alá Wollscheid hinlegt.
22.08.2011 - 10:06 Uhr
Zitat von bigfanfcn:
Raphael Schäfer wird es, meiner Meinung nach, sehr schwer haben, an Rakovsky (sollte dieser seine Leistung bestätigen können) wieder vorbeizuziehen. Klar, er ist Kapitän, Führungsspieler, vereinstreu etc. Aber er ist jetzt 32, hat spielentscheidende Schwächen und man kann davon ausgehen, dass er diese nicht mehr abstellen kann/wird.
Wobei man fairerweise zugeben muß, daß Rakovsky beim Spiel in Dortmund wider Erwarten nie in die Situation kam, um nachweisen zu können, daß er in Schäfers Hauptschwäche - der Strafraumbeherrschung im Sinne eines auf der Linie Klebenbleibens bei Flanken und Ecken - eine nennenswerte Verbesserung darstellen würde.
Raphael Schäfer wird es, meiner Meinung nach, sehr schwer haben, an Rakovsky (sollte dieser seine Leistung bestätigen können) wieder vorbeizuziehen. Klar, er ist Kapitän, Führungsspieler, vereinstreu etc. Aber er ist jetzt 32, hat spielentscheidende Schwächen und man kann davon ausgehen, dass er diese nicht mehr abstellen kann/wird.
Wobei man fairerweise zugeben muß, daß Rakovsky beim Spiel in Dortmund wider Erwarten nie in die Situation kam, um nachweisen zu können, daß er in Schäfers Hauptschwäche - der Strafraumbeherrschung im Sinne eines auf der Linie Klebenbleibens bei Flanken und Ecken - eine nennenswerte Verbesserung darstellen würde.
22.08.2011 - 10:08 Uhr
Zitat von bigfanfcn:
Zitat von Scramjet:
Na ich würde jetzt mal ruhig bleiben, von Rakovsky auch nach dem guten Debut nicht gleich zuviel erwarten und auch nicht gleich mit Schäfers Demontage beginnen...
Von Demontage war auch nicht die Rede, sorry, falls es so angekommen ist.
Ich bin allerdings der Meinung, dass ein Schäfer definitiv zu den Schwächeren der Bundesliga gehört. Dadurch, dass er auch im Herbst oder Spätsommer seiner Karriere ist, kann man davon ausgehen, dass keine großartigen Leistungssprünge zu erwarten sind, speziell nach einer doch schweren Verletzung.
Jetzt hat man die Möglichkeit einen extrem jungen Keeper, zu einem starken Rückhalt zu formen.
Vielleicht geht der Schuss auch nach hinten los und wir haben den Fall "Ünlü" aber wer weiß das schon.
Schäfer kann in der Hinrunde nicht mehr eingreifen, ob er in der Rückrunde fit ist sei jetzt einfach mal dahingestellt.
Jetzt schauen wir einfach mal Rakovsky zu und hoffen, dass er eine astreine Leistung zeigt :).
Also es ist einfach falsch, dass Schäfer spielentscheidende Schwächen hat, und uns an einem durchschnittlichen Tag Punkte kosten würde.
Ganz im Gegenteil, es gibt kaum andere Torhüter, die derart wenig Fehler machen wie Schäfer.
Klar hat er auch seine Schwächen, die Strafraumbeherrschung ist nicht seine Stärke, und ja, das wird sich wohl auch nicht mehr ändern.
Aber wie oft hat er denn wirklich schon krasse, entscheidende Fehler gemacht?
Sehr, sehr wenige, da wird jetzt in die Leistung gegen Hannover zuviel Wert reingesteckt. Da kann man ihm vielleicht vorwerfen, dass er auf Teufel komm raus spielen wollte und nicht erkannt hat, dass es besser gewesen wäre wenn er pausiert hätte. Aber selbst diese Entscheidung hat er für sich so getroffen, wie er es für die Mannschaft für richtig erachtet hat. Das ist dann vielleicht falscher Ehrgeiz, aber er wollte seine Verantwortung der Mannschaft gegenüber halt unbedingt nachkommen.
Wenn ich mir deine Liste anschaue, dann sehe ich viele andere Torhüter deutlich zu gut eingestuft. Gerade Leute wie Benaglio, Ulreich, selbst Neuer und Wiese, ebenso Adler patzen deutlich öfters als Schäfer, und haben ihre Teams schon deutlich mehr Punkte gekostet.
Ein Drobny ist sicherlich auch nicht stärker, ein Rensing auch nur stark auf der Linie, diese Saison auch schon mit Patzern...
Jentzsch ist wiederum ein Beispiel, dass man auch im gehobenen Alter noch zu deutlichen Leistungssteigerungen imstande ist, er dürfte momentan wahrscheinlich stärker spielen als jemals zuvor in seiner Karriere...
Schäfer als einen der "am wenigsten überzeugenden Keeper der Liga" hinzustellen, obwohl er eigentlich mit am konstantesten seine Leistung erbringt, ist für mich schon eine Art Demontage...
Zitat von Scramjet:
Na ich würde jetzt mal ruhig bleiben, von Rakovsky auch nach dem guten Debut nicht gleich zuviel erwarten und auch nicht gleich mit Schäfers Demontage beginnen...
Von Demontage war auch nicht die Rede, sorry, falls es so angekommen ist.
Ich bin allerdings der Meinung, dass ein Schäfer definitiv zu den Schwächeren der Bundesliga gehört. Dadurch, dass er auch im Herbst oder Spätsommer seiner Karriere ist, kann man davon ausgehen, dass keine großartigen Leistungssprünge zu erwarten sind, speziell nach einer doch schweren Verletzung.
Jetzt hat man die Möglichkeit einen extrem jungen Keeper, zu einem starken Rückhalt zu formen.
Vielleicht geht der Schuss auch nach hinten los und wir haben den Fall "Ünlü" aber wer weiß das schon.
Schäfer kann in der Hinrunde nicht mehr eingreifen, ob er in der Rückrunde fit ist sei jetzt einfach mal dahingestellt.
Jetzt schauen wir einfach mal Rakovsky zu und hoffen, dass er eine astreine Leistung zeigt :).
Also es ist einfach falsch, dass Schäfer spielentscheidende Schwächen hat, und uns an einem durchschnittlichen Tag Punkte kosten würde.
Ganz im Gegenteil, es gibt kaum andere Torhüter, die derart wenig Fehler machen wie Schäfer.
Klar hat er auch seine Schwächen, die Strafraumbeherrschung ist nicht seine Stärke, und ja, das wird sich wohl auch nicht mehr ändern.
Aber wie oft hat er denn wirklich schon krasse, entscheidende Fehler gemacht?
Sehr, sehr wenige, da wird jetzt in die Leistung gegen Hannover zuviel Wert reingesteckt. Da kann man ihm vielleicht vorwerfen, dass er auf Teufel komm raus spielen wollte und nicht erkannt hat, dass es besser gewesen wäre wenn er pausiert hätte. Aber selbst diese Entscheidung hat er für sich so getroffen, wie er es für die Mannschaft für richtig erachtet hat. Das ist dann vielleicht falscher Ehrgeiz, aber er wollte seine Verantwortung der Mannschaft gegenüber halt unbedingt nachkommen.
Wenn ich mir deine Liste anschaue, dann sehe ich viele andere Torhüter deutlich zu gut eingestuft. Gerade Leute wie Benaglio, Ulreich, selbst Neuer und Wiese, ebenso Adler patzen deutlich öfters als Schäfer, und haben ihre Teams schon deutlich mehr Punkte gekostet.
Ein Drobny ist sicherlich auch nicht stärker, ein Rensing auch nur stark auf der Linie, diese Saison auch schon mit Patzern...
Jentzsch ist wiederum ein Beispiel, dass man auch im gehobenen Alter noch zu deutlichen Leistungssteigerungen imstande ist, er dürfte momentan wahrscheinlich stärker spielen als jemals zuvor in seiner Karriere...
Schäfer als einen der "am wenigsten überzeugenden Keeper der Liga" hinzustellen, obwohl er eigentlich mit am konstantesten seine Leistung erbringt, ist für mich schon eine Art Demontage...
22.08.2011 - 10:16 Uhr
Zitat von Scramjet:
Also es ist einfach falsch, dass Schäfer spielentscheidende Schwächen hat, und uns an einem durchschnittlichen Tag Punkte kosten würde.
Ganz im Gegenteil, es gibt kaum andere Torhüter, die derart wenig Fehler machen wie Schäfer.
Klar hat er auch seine Schwächen, die Strafraumbeherrschung ist nicht seine Stärke, und ja, das wird sich wohl auch nicht mehr ändern.
Aber wie oft hat er denn wirklich schon krasse, entscheidende Fehler gemacht?
Da halte ich einfach Deine Herangehensweise für grundfalsch. Ein Fehler ist etwas, was zu einer Chance bzw. zu einem Gegentor führt, nicht das, was eindeutig einem Stockfehler eines Akteurs zuzuschreiben wäre. Dadurch, daß Schäfer grundsätzlich bei Flanken auf der Linie bleibt, bringt er die Mannschaft und sich selbst in eine Situation, daß er bei einem Kopfball auf's Tor auf der Linie "chancenlos" wirkt.*
Von diesen Fehlern, d.h. Unzulänglichkeiten im Torwartspiel, gab es letzte Saison einige; gerade in der Hinrunde gab es oft genug die Szene, wo Juri Judt auf der Torlinie hochspringt, der Ball aber über seinen Kopf hinweg segelt und im Tornetz einschlägt. Das hat sich im Prinzip erst nach der Hereinnahme Wollscheids gebessert, was aber weniger an Schäfer, sondern mehr an der Lufthoheit im eigenen Strafraum liegt.
* Das typische Kahn-Lehmann-Dilemma übrigens! Überspitzt formuliert sieht das so aus: Während "Lehmann" bei 10 Flanken 10mal rausgeht, davon 9 erwischt und eine blöd unterläuft, bleibt "Kahn" bei 10Flanken 10mal auf der Linie, bekommt 5 Bälle auf's Tor, kratzt 3 mit einer Glanzparade aus dem Eck und ist bei 2 "machtlos", weil "unhaltbar". Wer hat am Ende mehr Gegentore kassiert? Kahn, 2:1. Wer hat mehr "Fehler" gemacht? Lehmann, 1:0.
Also es ist einfach falsch, dass Schäfer spielentscheidende Schwächen hat, und uns an einem durchschnittlichen Tag Punkte kosten würde.
Ganz im Gegenteil, es gibt kaum andere Torhüter, die derart wenig Fehler machen wie Schäfer.
Klar hat er auch seine Schwächen, die Strafraumbeherrschung ist nicht seine Stärke, und ja, das wird sich wohl auch nicht mehr ändern.
Aber wie oft hat er denn wirklich schon krasse, entscheidende Fehler gemacht?
Da halte ich einfach Deine Herangehensweise für grundfalsch. Ein Fehler ist etwas, was zu einer Chance bzw. zu einem Gegentor führt, nicht das, was eindeutig einem Stockfehler eines Akteurs zuzuschreiben wäre. Dadurch, daß Schäfer grundsätzlich bei Flanken auf der Linie bleibt, bringt er die Mannschaft und sich selbst in eine Situation, daß er bei einem Kopfball auf's Tor auf der Linie "chancenlos" wirkt.*
Von diesen Fehlern, d.h. Unzulänglichkeiten im Torwartspiel, gab es letzte Saison einige; gerade in der Hinrunde gab es oft genug die Szene, wo Juri Judt auf der Torlinie hochspringt, der Ball aber über seinen Kopf hinweg segelt und im Tornetz einschlägt. Das hat sich im Prinzip erst nach der Hereinnahme Wollscheids gebessert, was aber weniger an Schäfer, sondern mehr an der Lufthoheit im eigenen Strafraum liegt.
* Das typische Kahn-Lehmann-Dilemma übrigens! Überspitzt formuliert sieht das so aus: Während "Lehmann" bei 10 Flanken 10mal rausgeht, davon 9 erwischt und eine blöd unterläuft, bleibt "Kahn" bei 10Flanken 10mal auf der Linie, bekommt 5 Bälle auf's Tor, kratzt 3 mit einer Glanzparade aus dem Eck und ist bei 2 "machtlos", weil "unhaltbar". Wer hat am Ende mehr Gegentore kassiert? Kahn, 2:1. Wer hat mehr "Fehler" gemacht? Lehmann, 1:0.
22.08.2011 - 11:42 Uhr
@Bigfanfcn
ich bin voll und ganz mit Dir! Ich sehe ihn genauso wie du. Es ist natürlich klar, dass Schäfer viel für Verein und Mannschaft getan hat und gerade als "Führungsspieler" (wird ja imo sehr diskutiert) sehr wichtig war, aber Fakt ist eben auch, dass er Schwächen hat UND dass er auch genügend Fehler gemacht hat, welche Punkte kosteten. Sicherlich wird Schäfer immer Fürsprecher wie Scramjet haben, was ja auch ok ist, aber man sollte die Chance nicht verachten aus dieser Notsituation eine "Goldene" zu machen. Klar ist, dass man ein Spiel nicht als Messlatte nehmen kann, aber sollte man über die 10 Wochen eine Konstanz feststellen, was ich mir durchaus vorstellen kann, dann sollte man es wie bei vielen anderen machen und den"jungen" unterstützen! Man hat es bei den Feldspielern getan, warum nicht beim Torwart? Einige Vereine haben es vorgemacht und sind nicht unbedingt schlecht damit gefahren!!!
ich bin voll und ganz mit Dir! Ich sehe ihn genauso wie du. Es ist natürlich klar, dass Schäfer viel für Verein und Mannschaft getan hat und gerade als "Führungsspieler" (wird ja imo sehr diskutiert) sehr wichtig war, aber Fakt ist eben auch, dass er Schwächen hat UND dass er auch genügend Fehler gemacht hat, welche Punkte kosteten. Sicherlich wird Schäfer immer Fürsprecher wie Scramjet haben, was ja auch ok ist, aber man sollte die Chance nicht verachten aus dieser Notsituation eine "Goldene" zu machen. Klar ist, dass man ein Spiel nicht als Messlatte nehmen kann, aber sollte man über die 10 Wochen eine Konstanz feststellen, was ich mir durchaus vorstellen kann, dann sollte man es wie bei vielen anderen machen und den"jungen" unterstützen! Man hat es bei den Feldspielern getan, warum nicht beim Torwart? Einige Vereine haben es vorgemacht und sind nicht unbedingt schlecht damit gefahren!!!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von fluppy77 am 22.08.2011 um 11:45 Uhr bearbeitet
23.08.2011 - 00:19 Uhr
Zitat von SexiestManAlive:
Zitat von Scramjet:
Also es ist einfach falsch, dass Schäfer spielentscheidende Schwächen hat, und uns an einem durchschnittlichen Tag Punkte kosten würde.
Ganz im Gegenteil, es gibt kaum andere Torhüter, die derart wenig Fehler machen wie Schäfer.
Klar hat er auch seine Schwächen, die Strafraumbeherrschung ist nicht seine Stärke, und ja, das wird sich wohl auch nicht mehr ändern.
Aber wie oft hat er denn wirklich schon krasse, entscheidende Fehler gemacht?
Da halte ich einfach Deine Herangehensweise für grundfalsch. Ein Fehler ist etwas, was zu einer Chance bzw. zu einem Gegentor führt, nicht das, was eindeutig einem Stockfehler eines Akteurs zuzuschreiben wäre. Dadurch, daß Schäfer grundsätzlich bei Flanken auf der Linie bleibt, bringt er die Mannschaft und sich selbst in eine Situation, daß er bei einem Kopfball auf's Tor auf der Linie "chancenlos" wirkt.*
Von diesen Fehlern, d.h. Unzulänglichkeiten im Torwartspiel, gab es letzte Saison einige; gerade in der Hinrunde gab es oft genug die Szene, wo Juri Judt auf der Torlinie hochspringt, der Ball aber über seinen Kopf hinweg segelt und im Tornetz einschlägt. Das hat sich im Prinzip erst nach der Hereinnahme Wollscheids gebessert, was aber weniger an Schäfer, sondern mehr an der Lufthoheit im eigenen Strafraum liegt.
* Das typische Kahn-Lehmann-Dilemma übrigens! Überspitzt formuliert sieht das so aus: Während "Lehmann" bei 10 Flanken 10mal rausgeht, davon 9 erwischt und eine blöd unterläuft, bleibt "Kahn" bei 10Flanken 10mal auf der Linie, bekommt 5 Bälle auf's Tor, kratzt 3 mit einer Glanzparade aus dem Eck und ist bei 2 "machtlos", weil "unhaltbar". Wer hat am Ende mehr Gegentore kassiert? Kahn, 2:1. Wer hat mehr "Fehler" gemacht? Lehmann, 1:0.
Ich verstehe deine Intention und bin da auch bei dir. Schäfer gehört wahrlich nicht zu den moderen Torhütern. Trotzdem war er für Nürnberger Verhältnisse immer eine ordentlich bis gute Lösung und ein guter Rückhalt.
Den Kahn-Lehmann-Vergleich hast du hoffentlich sehr überspitzt zur Veranschaulichung deiner Aussage benutzt. Das Ammenmärchen Kahn hätte keine Flanken gefangen oder wäre nur an der Linie geklebt, kann ich langsam nicht mehr hören. Klar war er nicht der beste Fußballer und im modernen Torwarttraining werden mehr gefangene Flanken verlangt, trotzdem war er da immer noch gut und ein Lehmann war z.B. auch weit von dem offensiven Spiel eines Neuers entfernt.
Zitat von Scramjet:
Also es ist einfach falsch, dass Schäfer spielentscheidende Schwächen hat, und uns an einem durchschnittlichen Tag Punkte kosten würde.
Ganz im Gegenteil, es gibt kaum andere Torhüter, die derart wenig Fehler machen wie Schäfer.
Klar hat er auch seine Schwächen, die Strafraumbeherrschung ist nicht seine Stärke, und ja, das wird sich wohl auch nicht mehr ändern.
Aber wie oft hat er denn wirklich schon krasse, entscheidende Fehler gemacht?
Da halte ich einfach Deine Herangehensweise für grundfalsch. Ein Fehler ist etwas, was zu einer Chance bzw. zu einem Gegentor führt, nicht das, was eindeutig einem Stockfehler eines Akteurs zuzuschreiben wäre. Dadurch, daß Schäfer grundsätzlich bei Flanken auf der Linie bleibt, bringt er die Mannschaft und sich selbst in eine Situation, daß er bei einem Kopfball auf's Tor auf der Linie "chancenlos" wirkt.*
Von diesen Fehlern, d.h. Unzulänglichkeiten im Torwartspiel, gab es letzte Saison einige; gerade in der Hinrunde gab es oft genug die Szene, wo Juri Judt auf der Torlinie hochspringt, der Ball aber über seinen Kopf hinweg segelt und im Tornetz einschlägt. Das hat sich im Prinzip erst nach der Hereinnahme Wollscheids gebessert, was aber weniger an Schäfer, sondern mehr an der Lufthoheit im eigenen Strafraum liegt.
* Das typische Kahn-Lehmann-Dilemma übrigens! Überspitzt formuliert sieht das so aus: Während "Lehmann" bei 10 Flanken 10mal rausgeht, davon 9 erwischt und eine blöd unterläuft, bleibt "Kahn" bei 10Flanken 10mal auf der Linie, bekommt 5 Bälle auf's Tor, kratzt 3 mit einer Glanzparade aus dem Eck und ist bei 2 "machtlos", weil "unhaltbar". Wer hat am Ende mehr Gegentore kassiert? Kahn, 2:1. Wer hat mehr "Fehler" gemacht? Lehmann, 1:0.
Ich verstehe deine Intention und bin da auch bei dir. Schäfer gehört wahrlich nicht zu den moderen Torhütern. Trotzdem war er für Nürnberger Verhältnisse immer eine ordentlich bis gute Lösung und ein guter Rückhalt.
Den Kahn-Lehmann-Vergleich hast du hoffentlich sehr überspitzt zur Veranschaulichung deiner Aussage benutzt. Das Ammenmärchen Kahn hätte keine Flanken gefangen oder wäre nur an der Linie geklebt, kann ich langsam nicht mehr hören. Klar war er nicht der beste Fußballer und im modernen Torwarttraining werden mehr gefangene Flanken verlangt, trotzdem war er da immer noch gut und ein Lehmann war z.B. auch weit von dem offensiven Spiel eines Neuers entfernt.
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