Aufreger des Wochenendes 2010/11 III
07.03.2011 - 16:58 Uhr
19.05.2011 - 16:59 Uhr
Das Verhalten würde in anderen Ländern für Teilweise Verwunderung sorgen.
Bin froh das es bei uns nicht so ist weil ich mich insegesamt nicht mit den Ländern vergleiche in denen Dinge schlechter sind, sondern an den Ländern oder Dingen orientiere die ich besser finde.
Bsp. Es gibt Länder in den Homosexualität unter Strafe steht ich bin froh das es hier nicht so ist und würde nie sagen kuck mal wo du her kommst da würde das bestraft werden also mach es hier auch nicht.
Bin froh das es bei uns nicht so ist weil ich mich insegesamt nicht mit den Ländern vergleiche in denen Dinge schlechter sind, sondern an den Ländern oder Dingen orientiere die ich besser finde.
Bsp. Es gibt Länder in den Homosexualität unter Strafe steht ich bin froh das es hier nicht so ist und würde nie sagen kuck mal wo du her kommst da würde das bestraft werden also mach es hier auch nicht.
19.05.2011 - 17:43 Uhr
Zitat von Wuldor:
Aufpassen: Ich habe nicht geschrieben, dass das nicht zu verstehen sei. Im Gegenteil, auf der letzten Seite weiter oben (#1771) habe ich sogar ein paar Umstände genannt, aufgrund derer ich das recht gut verstehe. Der Punkt war, dass das nicht bedingungslos _gutzuheißen_ ist.
Das war auch nicht persönlich auf dich bezogen, ich meinte es allgemein.
Zitat
Wenn jemand sein ganzes Leben mitsamt Geburt, Kindheit, Schulzeit, Berufsausbildung und Beruf in einem Land verbringt, so wie Sahin und anscheinend auch du, und trotzdem genau _keinerlei_ Identifikation mit diesem Land aufbringen kann, sich stattdessen voll und ganz einem anderen Land und einer anderen Nation verbunden fühlt, ist das _nicht_ _gut_. Ganz objektiv und ohne weitere Beurteilung stimmt da einfach erstmal etwas nicht.
Nur weil ich und die meisten türkischstämmigen sich eher mit der Türkei identifizieren als mit Deutschland, heißt das noch lange nicht automatisch, das ich mich überhaupt nicht für Deutschland
identifiziere. Natürlich identifiziere ich mich auch für Deutschland, da ich hier lebe usw. (Deutschland ist mein 2. Heimatland) aber ich fühle mich halt eher der türkei hingezogen, das kann man nicht einfach erklären warum und wieso, es ist einfach so.
Zitat
Der Einfachheit halber nehmen wir mal bloß den genau umgekehrten Fall an: Sören Unterhuber, Sohn deutscher Einwanderer, wird in Antalya geboren, wächst dort auf, geht dort zur Schule und spielt dort Fußball. Mit 16 debutiert er für Antalyaspor in der Süper Lig und begeistert nicht nur die eigenen Fans sondern sogar die der Konkurrenz. Auf Nationalmannschaftsebene spielt er für Deutschland, aber in der entspannten, von Toleranz geprägten Türkei wird das nach ein paar kleineren öffentlichen Nicklichkeiten ohne Weiteres akzeptiert. Mit Anfang 20 dann führt er Antalyspor zur türkischen Meisterschaft, die er dann mit der deutschen Flagge um den Hals feiert.
Stell dir das einmal intensiv vor, mach ruhig die Augen zu und gehe die gesamte Geschichte in deinem Kopf durch. Und dann sag' mir nochmal, dass das völlig Okay und normal ist, dass das in der Türkei überhaupt nicht auf Unmut stoßen würde. Ist ja erstmal egal, ob dieser Unmut berechtigt wäre oder nicht, gäbe es nicht doch ein klein wenig Empörung?
Ganz Ehrlich, mir würde es garnichts ausmachen. Es ist sein recht, sich seiner wurzeln zu besinnen, ich finde das völlig normal und absolut legitim (warum auch nicht ???), sehe da überhaupt keinen zwang an, warum er unbedingt jetzt mit der Türkeiflagge feiern sollte, nur weil er dort geboren und aufgewachsen ist !? Außerdem, warum sollte(muss) man sich zwangsweise immer mit dem land zuerst identifizieren, in dem man aufgewachsen ist ? Ich verstehe diese Erwartungshaltung (bzw. Automatismushaltung) von einigen nicht, da es jedem selbst überlassen ist, mit was man sich identifiziert.
In der Türkei würde man sowas absolut normal finden, das Bürger wie Sören Unterhuber sich als nicht Türken bezeichnen, falls sie sich eher für das Heimat ihrer Eltern hingezogen fühlen, da in Türkei Heimatverbundenheit geschätztund respektiert wird. Liegt auch an der Mentalität.
Zitat
Wenn es in dem Fall so wäre, für mich auch vollkommen verständlich so wäre, warum kann man dann im umgekehrten Fall (Sahin) nicht wenigstens darüber reden, ob das Okay ist oder nicht und ob man das in Ordnung finden kann oder nicht? Warum muss jeder, der auch nur andeutungsweise sein Nichtgefallen ausdrückt, direkt zum Spinner erklärt werden?
Das ist eigentlich schon alles, was mich an der Diskussion aufregt. Dass so getan wird, als sei es absolut normal und selbstverständlich in Ordnung, wenn jemand, der immer nur in Deutschland gelebt hat, sich demonstrativ ausschließlich mit einem anderen Land identifiziert _und_ jeder der das nicht völlig korrekt findet, direkt ein nicht "normal gesinnter Mensch" (#1776) ist.
Warum sollte man sich gegen sein eigenes Gefühl/Identität entscheiden, nur um zwangsweise anderen zu gefallen. Ick kann euch (nicht falsch verstehen) auch nicht anlügen um zu sagen, ich fühl mich als Deutscher (obwohl ich mich als Türke Fühle), nur um euch entgegen zukommen. So frei nach dem Motto ,,da ich hier geboren und aufgewachsen bin, bin ich aus dankbarkeit dafür ein Deutscher.,,
Aufpassen: Ich habe nicht geschrieben, dass das nicht zu verstehen sei. Im Gegenteil, auf der letzten Seite weiter oben (#1771) habe ich sogar ein paar Umstände genannt, aufgrund derer ich das recht gut verstehe. Der Punkt war, dass das nicht bedingungslos _gutzuheißen_ ist.
Das war auch nicht persönlich auf dich bezogen, ich meinte es allgemein.
Zitat
Wenn jemand sein ganzes Leben mitsamt Geburt, Kindheit, Schulzeit, Berufsausbildung und Beruf in einem Land verbringt, so wie Sahin und anscheinend auch du, und trotzdem genau _keinerlei_ Identifikation mit diesem Land aufbringen kann, sich stattdessen voll und ganz einem anderen Land und einer anderen Nation verbunden fühlt, ist das _nicht_ _gut_. Ganz objektiv und ohne weitere Beurteilung stimmt da einfach erstmal etwas nicht.
Nur weil ich und die meisten türkischstämmigen sich eher mit der Türkei identifizieren als mit Deutschland, heißt das noch lange nicht automatisch, das ich mich überhaupt nicht für Deutschland
identifiziere. Natürlich identifiziere ich mich auch für Deutschland, da ich hier lebe usw. (Deutschland ist mein 2. Heimatland) aber ich fühle mich halt eher der türkei hingezogen, das kann man nicht einfach erklären warum und wieso, es ist einfach so.
Zitat
Der Einfachheit halber nehmen wir mal bloß den genau umgekehrten Fall an: Sören Unterhuber, Sohn deutscher Einwanderer, wird in Antalya geboren, wächst dort auf, geht dort zur Schule und spielt dort Fußball. Mit 16 debutiert er für Antalyaspor in der Süper Lig und begeistert nicht nur die eigenen Fans sondern sogar die der Konkurrenz. Auf Nationalmannschaftsebene spielt er für Deutschland, aber in der entspannten, von Toleranz geprägten Türkei wird das nach ein paar kleineren öffentlichen Nicklichkeiten ohne Weiteres akzeptiert. Mit Anfang 20 dann führt er Antalyspor zur türkischen Meisterschaft, die er dann mit der deutschen Flagge um den Hals feiert.
Stell dir das einmal intensiv vor, mach ruhig die Augen zu und gehe die gesamte Geschichte in deinem Kopf durch. Und dann sag' mir nochmal, dass das völlig Okay und normal ist, dass das in der Türkei überhaupt nicht auf Unmut stoßen würde. Ist ja erstmal egal, ob dieser Unmut berechtigt wäre oder nicht, gäbe es nicht doch ein klein wenig Empörung?
Ganz Ehrlich, mir würde es garnichts ausmachen. Es ist sein recht, sich seiner wurzeln zu besinnen, ich finde das völlig normal und absolut legitim (warum auch nicht ???), sehe da überhaupt keinen zwang an, warum er unbedingt jetzt mit der Türkeiflagge feiern sollte, nur weil er dort geboren und aufgewachsen ist !? Außerdem, warum sollte(muss) man sich zwangsweise immer mit dem land zuerst identifizieren, in dem man aufgewachsen ist ? Ich verstehe diese Erwartungshaltung (bzw. Automatismushaltung) von einigen nicht, da es jedem selbst überlassen ist, mit was man sich identifiziert.
In der Türkei würde man sowas absolut normal finden, das Bürger wie Sören Unterhuber sich als nicht Türken bezeichnen, falls sie sich eher für das Heimat ihrer Eltern hingezogen fühlen, da in Türkei Heimatverbundenheit geschätztund respektiert wird. Liegt auch an der Mentalität.
Zitat
Wenn es in dem Fall so wäre, für mich auch vollkommen verständlich so wäre, warum kann man dann im umgekehrten Fall (Sahin) nicht wenigstens darüber reden, ob das Okay ist oder nicht und ob man das in Ordnung finden kann oder nicht? Warum muss jeder, der auch nur andeutungsweise sein Nichtgefallen ausdrückt, direkt zum Spinner erklärt werden?
Das ist eigentlich schon alles, was mich an der Diskussion aufregt. Dass so getan wird, als sei es absolut normal und selbstverständlich in Ordnung, wenn jemand, der immer nur in Deutschland gelebt hat, sich demonstrativ ausschließlich mit einem anderen Land identifiziert _und_ jeder der das nicht völlig korrekt findet, direkt ein nicht "normal gesinnter Mensch" (#1776) ist.
Warum sollte man sich gegen sein eigenes Gefühl/Identität entscheiden, nur um zwangsweise anderen zu gefallen. Ick kann euch (nicht falsch verstehen) auch nicht anlügen um zu sagen, ich fühl mich als Deutscher (obwohl ich mich als Türke Fühle), nur um euch entgegen zukommen. So frei nach dem Motto ,,da ich hier geboren und aufgewachsen bin, bin ich aus dankbarkeit dafür ein Deutscher.,,
19.05.2011 - 17:54 Uhr
Ist das Sahin Ding hier immer noch Thema.... :rolleyes furchtbar... wie jemand wie du Wuldor sich an sowas solange aufhalten kann ist echt unglaublich.
Langeweile oder was? :D
Langeweile oder was? :D
19.05.2011 - 18:35 Uhr
Zitat von Asturiax:
Ist das Sahin Ding hier immer noch Thema.... :rolleyes furchtbar... wie jemand wie du Wuldor sich an sowas solange aufhalten kann ist echt unglaublich.
Langeweile oder was? :D
Nö, mich fasziniert nur das hier:Zitat
Wie soll man das eigentlich nennen, wenn sich tagelang darüber echauffiert wird, dass sich jemand anders darüber echauffiert hat, dass ein prominenter Sportler sich anders verhält, als er es für angemessen hält, ohne dass einer der Meta-Echauffeure merkt, dass er gar nicht begriffen hat, worüber sich der Initial-Echauffeur echauffiert hat?und wie für manche die Vokabel "Heimat" offenbar nicht "Da, wo ich geboren und aufgewachsen bin" bedeutet, sondern "Land, in dem ich zwar noch nie gelebt habe, aber wo meine Eltern geboren sind".
Außerdem habe ich zwischendurch ja wohl eine längere Pause gemacht.
Ist das Sahin Ding hier immer noch Thema.... :rolleyes furchtbar... wie jemand wie du Wuldor sich an sowas solange aufhalten kann ist echt unglaublich.
Langeweile oder was? :D
Nö, mich fasziniert nur das hier:Zitat
Wie soll man das eigentlich nennen, wenn sich tagelang darüber echauffiert wird, dass sich jemand anders darüber echauffiert hat, dass ein prominenter Sportler sich anders verhält, als er es für angemessen hält, ohne dass einer der Meta-Echauffeure merkt, dass er gar nicht begriffen hat, worüber sich der Initial-Echauffeur echauffiert hat?und wie für manche die Vokabel "Heimat" offenbar nicht "Da, wo ich geboren und aufgewachsen bin" bedeutet, sondern "Land, in dem ich zwar noch nie gelebt habe, aber wo meine Eltern geboren sind".
Außerdem habe ich zwischendurch ja wohl eine längere Pause gemacht.
19.05.2011 - 18:41 Uhr
Zitat von Wuldor:
Niemand erwartet, dass jeder Deutsche türkische Abstammung ein glühender deutscher Nationalist ist und die Heimat der Eltern vergisst. Das wäre mehr als unheimlich. Aber die demonstrative Zelebrierung der türkischen Identität ist genauso unschön, da sie eben gleichzeitig eine deutliche Ablehnung der deutschen Identität zum Ausdruck bringt.
Das und nur das ist das Problem. Und der Vorwurf geht noch nicht einmal an Sahin und Leute in ähnlichen Lebensumständen, sondern in sehr viel stärkerem Maße an die gesamte deutsche Gesellschaft und was sie zwischen 1960 und heute getan - vor allem: _nicht_ getan - hat.
Sahin hat über 20 Jahre durch die Wahl seiner Staatsbürgerschaft deutlich gezeigt, wie es um das Verhältnis zu seinem Geburtsland steht. Diese Haltung, die Annahme der dt. Staatsbürgerschaft, die ihm berufliche Vorteile bringt, ausgerechnet kurz vor dem Wechsel seiner Wahlheimat und die Wahl des Nationaltrikots sagen für mich wesentlich mehr aus als das Türkei-Fähnchen im Suff. Das ist eigentlich nur ein passendes Extra.
Niemand erwartet, dass jeder Deutsche türkische Abstammung ein glühender deutscher Nationalist ist und die Heimat der Eltern vergisst. Das wäre mehr als unheimlich. Aber die demonstrative Zelebrierung der türkischen Identität ist genauso unschön, da sie eben gleichzeitig eine deutliche Ablehnung der deutschen Identität zum Ausdruck bringt.
Das und nur das ist das Problem. Und der Vorwurf geht noch nicht einmal an Sahin und Leute in ähnlichen Lebensumständen, sondern in sehr viel stärkerem Maße an die gesamte deutsche Gesellschaft und was sie zwischen 1960 und heute getan - vor allem: _nicht_ getan - hat.
Sahin hat über 20 Jahre durch die Wahl seiner Staatsbürgerschaft deutlich gezeigt, wie es um das Verhältnis zu seinem Geburtsland steht. Diese Haltung, die Annahme der dt. Staatsbürgerschaft, die ihm berufliche Vorteile bringt, ausgerechnet kurz vor dem Wechsel seiner Wahlheimat und die Wahl des Nationaltrikots sagen für mich wesentlich mehr aus als das Türkei-Fähnchen im Suff. Das ist eigentlich nur ein passendes Extra.
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