BVB - Taktik-Thread
20.01.2006 - 12:09 Uhr
10.09.2016 - 22:00 Uhr
Zitat von Forward1
Das Spiel heute ist einfach Ausdruck zum Teil verfehlter Transfers (Rode, Schürrle und kein 8er) und einer nicht nachvollziehbaren Aufstellung nach Namen, statt Qualitäten.
Bis auf einen guten 8er hat man fast alles im Kader was es braucht, um erfolgreich zu spielen. Nur werden Spieler wie Schmelzer permanent eingesetzt, ohne es mit Leistung zurückzuzahlen. Da hat man einen fantastischen Linksverteidiger mit Guerreiro, aber der spielt nicht. Und wenn, dann im Mittelfeld. Machte Pep mit Alaba ja auch. Findet Tuchel dann natürlich auch richtig gut.
Man hat super Techniker mit Mor und Dembele für die Außen, die bei entsprechender Absicherung trotz ihres Alters richtig Gefahr ausstrahlen. Aber was macht man, man holt Schürrle und setzt zudem eher Ramos oder castro auf den Außen ein.
Dazu dann noch Rode für den Ball stoppen = Kurzpassspiel ist. Wofür eigentlich Merino? Horten von Spielern auf Vorrat, damit die dann in 2-3 Jahren ohne Spielpraxis alles dominieren?
Und Pulisic? Was soll der Unsinn eigentlich. Will man ihn nicht gleich anbetteln, dass er geht. Keine einzige Pflichtspielminute! Mor bisher auch keine Bundesligaminute.
Man könnte so überlegen aufstellen mit:
-----------------------------Auba----------------------------
-----Dembele----Castro-----Pulisic-------Mor--------
Guerreiro--------------------------------------------Passlack
-----------------------------Weigl--------------------------------
----------------Bartra-----------------Sokratis---------------
-----------------------------Bürki--------------------------------
Und irgendwann dann so:
---------------------Reus-----------Auba----------------------------
-----Dembele------------Götze--------------Mor--------
Guerreiro--------------------------------------------Passlack
-----------------------------Weigl--------------------------------
----------------Bartra-----------------Sokratis---------------
-----------------------------Bürki--------------------------------
Das Spiel heute ist einfach Ausdruck zum Teil verfehlter Transfers (Rode, Schürrle und kein 8er) und einer nicht nachvollziehbaren Aufstellung nach Namen, statt Qualitäten.
Bis auf einen guten 8er hat man fast alles im Kader was es braucht, um erfolgreich zu spielen. Nur werden Spieler wie Schmelzer permanent eingesetzt, ohne es mit Leistung zurückzuzahlen. Da hat man einen fantastischen Linksverteidiger mit Guerreiro, aber der spielt nicht. Und wenn, dann im Mittelfeld. Machte Pep mit Alaba ja auch. Findet Tuchel dann natürlich auch richtig gut.
Man hat super Techniker mit Mor und Dembele für die Außen, die bei entsprechender Absicherung trotz ihres Alters richtig Gefahr ausstrahlen. Aber was macht man, man holt Schürrle und setzt zudem eher Ramos oder castro auf den Außen ein.
Dazu dann noch Rode für den Ball stoppen = Kurzpassspiel ist. Wofür eigentlich Merino? Horten von Spielern auf Vorrat, damit die dann in 2-3 Jahren ohne Spielpraxis alles dominieren?
Und Pulisic? Was soll der Unsinn eigentlich. Will man ihn nicht gleich anbetteln, dass er geht. Keine einzige Pflichtspielminute! Mor bisher auch keine Bundesligaminute.
Man könnte so überlegen aufstellen mit:
-----------------------------Auba----------------------------
-----Dembele----Castro-----Pulisic-------Mor--------
Guerreiro--------------------------------------------Passlack
-----------------------------Weigl--------------------------------
----------------Bartra-----------------Sokratis---------------
-----------------------------Bürki--------------------------------
Und irgendwann dann so:
---------------------Reus-----------Auba----------------------------
-----Dembele------------Götze--------------Mor--------
Guerreiro--------------------------------------------Passlack
-----------------------------Weigl--------------------------------
----------------Bartra-----------------Sokratis---------------
-----------------------------Bürki--------------------------------
Bei 8er Problem gehe ich mit, ansonsten bei so gut wie gar nichts!
Den 8er versucht man anderweitig zu kompensieren und das kann funktionieren, braucht aber noch viel Zeit. Die Vorbereitung war hier ein großes Problem und die Transferpolitik etwas riskant, weswegen die Situation im Moment nicht zufriedenstellend ist. Im Moment kommt von allen 5 Kandidaten im ZM (6,8 und 10) jedenfalls zu wenig.
Schmelzer war heute nicht so schlecht, wie er gemacht wird. Tut mir leid, wenn hier auch heute wieder alle nach dem Offensivspektakel auf der linken Seite schreien, aber genau heute ist das komplett falsch. Schmelzer war einer von gerade mal 3 Spielern auf dem Platz, dessen Aktionen durchgehend Sinn und Verstand hatten: Ruhe reinbringen, Risiko minimieren und sich auf die eigentliche Aufgabe konzentieren. Mit 11 Schmelzer auf dem Platz, wäre das heute ein anderes - besseres - Fussballspiel gewesen! Individuelle Qualität ist eben nicht alles und genau heute hat Schmelzer gezeigt, dass oberflächliche Skills längst nicht alles sind! Da gibt es mindestens 5-6 andere Spieler, die man kritisieren muss!
Warum du außerdem heute mit Schürrle unzufrieden bist, hast du wohl auch exklusiv! Bislang bester Dortmund in dieser Saison und zwar konstant. Genau das was man von Dembele, Pulisic und Mor noch nicht verlangen kann und weswegen auch deren schmuckes Spiel, gerade heute problematisch gewesen wäre. Auch die hätten heute keine Struktur reingebracht - sowieso nicht deren Aufgabe, aber sie hätten zumindest das Problem vergrößert, da die Ansteckungsgefahr in Sachen Hektik eklatant hoch war - und damit wären sie nicht unbedingt sinnvoller gewesen. Dembele oder Pulisic für Castro hätte man aber durchaus schon viel früher machen können. Da kam heute nämlich auch nichts, weswegen ich nicht nachvollziehen kann, dass er bei dir in der aktuellen Pflichtaufstellung drin ist - weil er nicht auf seiner Idealposition gespielt hat, oder warum? Die Jungen dürfen jedenfalls alle nicht für unsere Probleme verantwortlich gemacht werden, weswegen es eigentlich schon sinnvoll ist, dass man sie erst mal nur zögerlich bringt und dann in einer funktionierenden Mannschaft integriert. Funktioniert die Mannschaft aber in den nächsten Spielen weiterhin so schlecht, wird sich diese Strategie schnell genug ändern und jeder wird seine Chance bekommen. Passlack hat heute bspw. seine Chance genutzt, obwohl er auch keine Minute gespielt hat!
Deine letztlich abgebildete Wunschaufstellung hat am Ende übrigens auch keinen 8er und sieht aus wie eine Powerplayaufstellung im Eishockey ... gibt es im Fussball nur nicht! Die Musik wird im Zentrum gemacht und genau hier muss man dann auch extrem präsent und spielstark aufgestellt sein, um die Außen und Stürmer überhaupt effektiv ins Spiel zu bringen. Nur mit 1gg1 und potenziell guten Kombinationsspielern funktioniert das eben auch nicht!
11.09.2016 - 03:54 Uhr
Zitat von BVBBC
Das eigentliche Problem war ansonsten nicht, dass Weigl und Rode ihre Bälle nicht angebracht haben, sondern, dass die Bälle bei den beiden schon nicht angekommen sind. Das lag aber auch nur teilweise an Leipzig und hat dann eine Fehlerkette verursacht, da Bartra so auch noch viele schlechte Bälle gespielt hat bzw. sich dazu gezwungen sah. Das hatten wir mit Hummels auch alles schon so, weswegen man gerade einfach merkt, dass wir noch nicht stabil sind, die Rotation nur sehr langsam ausgeweitet werden kann, da zu viele Spieler (ganz) weit weg von ihrem Soll sind! Das sollte man bei Tuchels Bewertung dann doch eben auch mal überlegen, dass die Spieler gerade nicht besonders viel liefern und auch der Auftakt gegen Mainz schon nicht sonderlich gut war, weil die Spieler nicht ihr Spiel auf den Platz bringen konnten!
Das eigentliche Problem war ansonsten nicht, dass Weigl und Rode ihre Bälle nicht angebracht haben, sondern, dass die Bälle bei den beiden schon nicht angekommen sind. Das lag aber auch nur teilweise an Leipzig und hat dann eine Fehlerkette verursacht, da Bartra so auch noch viele schlechte Bälle gespielt hat bzw. sich dazu gezwungen sah. Das hatten wir mit Hummels auch alles schon so, weswegen man gerade einfach merkt, dass wir noch nicht stabil sind, die Rotation nur sehr langsam ausgeweitet werden kann, da zu viele Spieler (ganz) weit weg von ihrem Soll sind! Das sollte man bei Tuchels Bewertung dann doch eben auch mal überlegen, dass die Spieler gerade nicht besonders viel liefern und auch der Auftakt gegen Mainz schon nicht sonderlich gut war, weil die Spieler nicht ihr Spiel auf den Platz bringen konnten!
Sehe ich anders, wie du weißt sind wir meist auf einer Wellenlänge und ich schätze dich sehr aber taktisch sah es so aus das Weigl alleine im großen schwarzen Loch stand, die Bälle von Bartra und Socke sehr wohl zu ihm ankamen aber alle Anspielmöglichkeiten dann meilenweit von ihm entfernt standen und Rode sich als verkappter rechter IV in der Phantomzone versteckte und wenn er sich herauswagte zeigte warum überhaupt nicht zu gebrauchen ist. Ich hab es schon öfters gesagt und wiederhole mich Tuchel besetzt unser Zenturm grundsätzlich unzureichend. Auffällig ist auch das ab und an die Abstände nicht stimmen, oder die Spielertypen nicht passen sie Rode oder gewisse Spieler sind einfach zu phlegmatisch siehe Castro oder Kagawa. Aber von vornherein durch Rode auf eine 3 Kette zu setzen (falls dies nicht gewollt war hätte er wohl darauf reagiert) und mit Weigl das Zentrum mit nur einem einzigen Spieler zu besetzen gegen die wohl Pressingstärkste Mannschaft der Liga ist selten dämlich, zumal man Götze mit seiner Form normalerweise gegen einen solchen Gegner nicht bringen darf. Für meinen Geschmack ist Tuchel nicht Konsequent genug, unter Guardiola hätte es ein solche schwache takitsche Grundausrichtung nicht gegeben und falls doch hätte sie schleunigst korrigiert. Für mich ist es unbegreiflich warum gegen solche Gegner bzw. Grundsätzlich bei unserem Material nicht die Raute auspackt.
Das wir die Probleme auch schon letztes Jahr hatten (wie gesagt dies viel dann negativ ins Gewicht gegen pressinstarke Gegner) stimmt absolut aber wie gesagt das liegt an Tuchels taktischer Grundausrichtung und als großer Pep Experte müsste er es doch eigentlich besser wissen. Er muss die Raute auspacken und in Zukunft bitte Dahoud eintüten.
---------------------Götze/Kagawa---------------------
Guerreiro/Merino-------------------Castro/Merino
--------------------------Weigl----------------------------
Dieser Beitrag wurde zuletzt von RomeoBlue am 11.09.2016 um 04:00 Uhr bearbeitet
11.09.2016 - 07:57 Uhr
In meinen Augen macht man es sich viel zu einfach, die gestrigen Probleme gegen ein extremes Pressing auf die 6er und 8er zu schieben. Wahrscheinlich liegt es schlicht daran, dass man mit Gündogan sehr verwöhnt war in den letzten Jahren, aber die Situation erscheint mir wesentlich komplexer. Zunächst sollte man vielleicht sagen, dass ein Spielertyp wie Gündogan auf der 8 ein absoluter Luxus ist: Wie viele Mannschaften haben denn so einen Spieler? In der BL niemand, außer Bayern mit Abstrichen (Thiago); in der PL wird man auch kaum fündig.
Aber selbst mit Gündogan oder einem der ganz, ganz wenigen ähnlichen Spielertypen hätte es gestern meiner Meinung nach nicht wesentlich besser ausgesehen. Der Grund liegt darin, dass es nicht die Aufgabe des 8ers ist, das Pressing zu umspielen, es auch gar nicht sein KANN, weil er ja in der Regel auch mit dem Rücken zum Gegner angespielt und dann gleich ein- oder mehrfach angelaufen wird. Dann kann auch Gündogan nur den Ball prallen lassen (in ganz seltenen Momenten gelingt ihm tatsächlich auch eine - aber äußerst riskante - seitliche Bewegung am Gegner vorbei), und dann haben wir denn Ball wieder da, wo er auch herkam, nämlich in der Abwehr.
Pressing umgeht man aber idealerweise so, dass man eine Reihe (in dem Fall die 6er/8er) komplett überspringt; die offensiven Mittelfeldspieler und Stürmer lassen DANN den Ball prallen und erst hier kommen dann die ZM ins Spiel und setzen die Schnittstellenpässe an, da jetzt die notwendigen Räume entstanden sein sollten. Nun war es aber gestern so, dass wir den dafür notwendigen ersten Schritt gar nicht erst geschafft haben, was vor allem an zwei Dingen lag:
1. Unsere vorderste Reihe (Auba, Schürrle, Götze, Castro) war nur teilweise für ein solches Spiel geeignet. Schürrle und Auba sind keine schlechten Techniker, sind aber zuvorderst Abschlussspieler und haben ihre Stärken nicht mit dem Rücken zum Tor oder im Dribbling aus dem Stand. Letzteres trifft auch auf Castro zu, der eigentlich eher der Spieler für die genannten Schnittstellenpässe gewesen wäre. Bleibt Götze, der die erforderlichen Fähigkeiten als einziger mitbringt, und es war deswegen auch kein Zufall, dass fast alle unsere gelungenen Offensivaktionen von ihm ausgingen.
2. Unsere hinterste Reihe (Schmelzer, Bartra, Sokratis, Piszczek/Rode) war für ein solches Spiel ebenfalls keine Idealbesetzung, da - mit Ausnahme Bartras - keiner die notwendigen (ich hasse das Wort) Packing-Fähigkeiten mitbringt, sei es durch einen kurzen Antritt am anlaufenden Gegenspieler vorbei (das hat nur Bartra teilweise hinbekommen) oder durch einen scharfen Flachpass auf die Spieler der vordersten Reihe (s. o.).
Was hätte man dagegen tun können?
Zu 2.) Für IV sind diese Fähigkeiten Luxus, da sind wir eben auch durch einen Ausnahmespieler wie Hummels verwöhnt (vgl. Gündogan); mir reicht es prinzipiell, wenn die IV defensiv stabil stehen, die Konter ablaufen und den Ball zum Nebenmann bringen können. Allerdings leisten wir uns zwei AV, die so gut wie nichts zu unserem Offensivspiel beitragen und gestern fast nur Sicherheits- (Schmelzer) oder Fehlpässe (Piszczek/Rode) spielten. Mit letzteren bringen sie die ganze Mannschaft in Bedrängnis, mit ersteren den Nebenmann, der aufgrund der kurzen Wege für den Gegner sofort angelaufen wird (hauptsächlich Weigl und die IV). Bei Guerreiro hat man nach seiner Einwechslung sofort gesehen (auch wenn ihm nicht alles gelang), dass es für den Gegner sehr viel schwieriger wird; Guerreiro kann auch einmal an einem Gegner vorbeiziehen, entweder mit Ball am Fuß oder durch einen Doppelpass, und dadurch Räume öffnen. Er hätte in meinen Augen dringend von Beginn an spielen müssen. Ein entsprechendes Pendant auf rechts haben wir leider nicht, aber Ginter hätte mehr Passsicherheit gebracht, ohne dass man auf Kopfballstärke (wegen der vielleicht Piszczek Passlack vorgezogen wurde) hätte verzichten müssen.
Zu 1.) Hier erscheint mir die Lösung schwieriger; die in Frage kommenden Alternativen (Mor, Pulisic, Dembele) wären allesamt mit neuen Risiken behaftet gewesen (v. a. Ballverluste). Insofern kann ich hier Tuchels Aufstellung noch eher nachvollziehen, aber allerspätestens(!) nach 60 Minuten hätte man hier das Risiko erhöhen müssen.
Schlussbemerkung: Dass Gündogan und Hummels nicht mehr dabei sind, wird sich gerade in den ersten Spielen natürlich stark bemerkbar machen. Insgesamt sehe ich es dennoch insofern als Chance, als man sich nicht so stark von der - doch oft schwankenden - Form der zwei abhängig machen muss, sondern die Last verteilen kann. Dafür braucht es aber nicht nur Justierungen am System, sondern auch den Mut, auf den übrigen Positionen anders aufzustellen; das wird dann nicht immer der individuell bessere Spieler sein, aber es sollte der Spieler sein, der der Mannschaft am meisten bringt. Für Tuchel eine Mammutaufgabe, aber ich bin zuversichtlich, dass er es schafft.
Aber selbst mit Gündogan oder einem der ganz, ganz wenigen ähnlichen Spielertypen hätte es gestern meiner Meinung nach nicht wesentlich besser ausgesehen. Der Grund liegt darin, dass es nicht die Aufgabe des 8ers ist, das Pressing zu umspielen, es auch gar nicht sein KANN, weil er ja in der Regel auch mit dem Rücken zum Gegner angespielt und dann gleich ein- oder mehrfach angelaufen wird. Dann kann auch Gündogan nur den Ball prallen lassen (in ganz seltenen Momenten gelingt ihm tatsächlich auch eine - aber äußerst riskante - seitliche Bewegung am Gegner vorbei), und dann haben wir denn Ball wieder da, wo er auch herkam, nämlich in der Abwehr.
Pressing umgeht man aber idealerweise so, dass man eine Reihe (in dem Fall die 6er/8er) komplett überspringt; die offensiven Mittelfeldspieler und Stürmer lassen DANN den Ball prallen und erst hier kommen dann die ZM ins Spiel und setzen die Schnittstellenpässe an, da jetzt die notwendigen Räume entstanden sein sollten. Nun war es aber gestern so, dass wir den dafür notwendigen ersten Schritt gar nicht erst geschafft haben, was vor allem an zwei Dingen lag:
1. Unsere vorderste Reihe (Auba, Schürrle, Götze, Castro) war nur teilweise für ein solches Spiel geeignet. Schürrle und Auba sind keine schlechten Techniker, sind aber zuvorderst Abschlussspieler und haben ihre Stärken nicht mit dem Rücken zum Tor oder im Dribbling aus dem Stand. Letzteres trifft auch auf Castro zu, der eigentlich eher der Spieler für die genannten Schnittstellenpässe gewesen wäre. Bleibt Götze, der die erforderlichen Fähigkeiten als einziger mitbringt, und es war deswegen auch kein Zufall, dass fast alle unsere gelungenen Offensivaktionen von ihm ausgingen.
2. Unsere hinterste Reihe (Schmelzer, Bartra, Sokratis, Piszczek/Rode) war für ein solches Spiel ebenfalls keine Idealbesetzung, da - mit Ausnahme Bartras - keiner die notwendigen (ich hasse das Wort) Packing-Fähigkeiten mitbringt, sei es durch einen kurzen Antritt am anlaufenden Gegenspieler vorbei (das hat nur Bartra teilweise hinbekommen) oder durch einen scharfen Flachpass auf die Spieler der vordersten Reihe (s. o.).
Was hätte man dagegen tun können?
Zu 2.) Für IV sind diese Fähigkeiten Luxus, da sind wir eben auch durch einen Ausnahmespieler wie Hummels verwöhnt (vgl. Gündogan); mir reicht es prinzipiell, wenn die IV defensiv stabil stehen, die Konter ablaufen und den Ball zum Nebenmann bringen können. Allerdings leisten wir uns zwei AV, die so gut wie nichts zu unserem Offensivspiel beitragen und gestern fast nur Sicherheits- (Schmelzer) oder Fehlpässe (Piszczek/Rode) spielten. Mit letzteren bringen sie die ganze Mannschaft in Bedrängnis, mit ersteren den Nebenmann, der aufgrund der kurzen Wege für den Gegner sofort angelaufen wird (hauptsächlich Weigl und die IV). Bei Guerreiro hat man nach seiner Einwechslung sofort gesehen (auch wenn ihm nicht alles gelang), dass es für den Gegner sehr viel schwieriger wird; Guerreiro kann auch einmal an einem Gegner vorbeiziehen, entweder mit Ball am Fuß oder durch einen Doppelpass, und dadurch Räume öffnen. Er hätte in meinen Augen dringend von Beginn an spielen müssen. Ein entsprechendes Pendant auf rechts haben wir leider nicht, aber Ginter hätte mehr Passsicherheit gebracht, ohne dass man auf Kopfballstärke (wegen der vielleicht Piszczek Passlack vorgezogen wurde) hätte verzichten müssen.
Zu 1.) Hier erscheint mir die Lösung schwieriger; die in Frage kommenden Alternativen (Mor, Pulisic, Dembele) wären allesamt mit neuen Risiken behaftet gewesen (v. a. Ballverluste). Insofern kann ich hier Tuchels Aufstellung noch eher nachvollziehen, aber allerspätestens(!) nach 60 Minuten hätte man hier das Risiko erhöhen müssen.
Schlussbemerkung: Dass Gündogan und Hummels nicht mehr dabei sind, wird sich gerade in den ersten Spielen natürlich stark bemerkbar machen. Insgesamt sehe ich es dennoch insofern als Chance, als man sich nicht so stark von der - doch oft schwankenden - Form der zwei abhängig machen muss, sondern die Last verteilen kann. Dafür braucht es aber nicht nur Justierungen am System, sondern auch den Mut, auf den übrigen Positionen anders aufzustellen; das wird dann nicht immer der individuell bessere Spieler sein, aber es sollte der Spieler sein, der der Mannschaft am meisten bringt. Für Tuchel eine Mammutaufgabe, aber ich bin zuversichtlich, dass er es schafft.
11.09.2016 - 10:58 Uhr
Zitat von RomeoBlue
Sehe ich anders, wie du weißt sind wir meist auf einer Wellenlänge und ich schätze dich sehr aber taktisch sah es so aus das Weigl alleine im großen schwarzen Loch stand, die Bälle von Bartra und Socke sehr wohl zu ihm ankamen aber alle Anspielmöglichkeiten dann meilenweit von ihm entfernt standen und Rode sich als verkappter rechter IV in der Phantomzone versteckte und wenn er sich herauswagte zeigte warum überhaupt nicht zu gebrauchen ist. Ich hab es schon öfters gesagt und wiederhole mich Tuchel besetzt unser Zenturm grundsätzlich unzureichend. Auffällig ist auch das ab und an die Abstände nicht stimmen, oder die Spielertypen nicht passen sie Rode oder gewisse Spieler sind einfach zu phlegmatisch siehe Castro oder Kagawa. Aber von vornherein durch Rode auf eine 3 Kette zu setzen (falls dies nicht gewollt war hätte er wohl darauf reagiert) und mit Weigl das Zentrum mit nur einem einzigen Spieler zu besetzen gegen die wohl Pressingstärkste Mannschaft der Liga ist selten dämlich, zumal man Götze mit seiner Form normalerweise gegen einen solchen Gegner nicht bringen darf. Für meinen Geschmack ist Tuchel nicht Konsequent genug, unter Guardiola hätte es ein solche schwache takitsche Grundausrichtung nicht gegeben und falls doch hätte sie schleunigst korrigiert. Für mich ist es unbegreiflich warum gegen solche Gegner bzw. Grundsätzlich bei unserem Material nicht die Raute auspackt.
Das wir die Probleme auch schon letztes Jahr hatten (wie gesagt dies viel dann negativ ins Gewicht gegen pressinstarke Gegner) stimmt absolut aber wie gesagt das liegt an Tuchels taktischer Grundausrichtung und als großer Pep Experte müsste er es doch eigentlich besser wissen. Er muss die Raute auspacken und in Zukunft bitte Dahoud eintüten.
---------------------Götze/Kagawa---------------------
Guerreiro/Merino-------------------Castro/Merino
--------------------------Weigl----------------------------
Zitat von BVBBC
Das eigentliche Problem war ansonsten nicht, dass Weigl und Rode ihre Bälle nicht angebracht haben, sondern, dass die Bälle bei den beiden schon nicht angekommen sind. Das lag aber auch nur teilweise an Leipzig und hat dann eine Fehlerkette verursacht, da Bartra so auch noch viele schlechte Bälle gespielt hat bzw. sich dazu gezwungen sah. Das hatten wir mit Hummels auch alles schon so, weswegen man gerade einfach merkt, dass wir noch nicht stabil sind, die Rotation nur sehr langsam ausgeweitet werden kann, da zu viele Spieler (ganz) weit weg von ihrem Soll sind! Das sollte man bei Tuchels Bewertung dann doch eben auch mal überlegen, dass die Spieler gerade nicht besonders viel liefern und auch der Auftakt gegen Mainz schon nicht sonderlich gut war, weil die Spieler nicht ihr Spiel auf den Platz bringen konnten!
Das eigentliche Problem war ansonsten nicht, dass Weigl und Rode ihre Bälle nicht angebracht haben, sondern, dass die Bälle bei den beiden schon nicht angekommen sind. Das lag aber auch nur teilweise an Leipzig und hat dann eine Fehlerkette verursacht, da Bartra so auch noch viele schlechte Bälle gespielt hat bzw. sich dazu gezwungen sah. Das hatten wir mit Hummels auch alles schon so, weswegen man gerade einfach merkt, dass wir noch nicht stabil sind, die Rotation nur sehr langsam ausgeweitet werden kann, da zu viele Spieler (ganz) weit weg von ihrem Soll sind! Das sollte man bei Tuchels Bewertung dann doch eben auch mal überlegen, dass die Spieler gerade nicht besonders viel liefern und auch der Auftakt gegen Mainz schon nicht sonderlich gut war, weil die Spieler nicht ihr Spiel auf den Platz bringen konnten!
Sehe ich anders, wie du weißt sind wir meist auf einer Wellenlänge und ich schätze dich sehr aber taktisch sah es so aus das Weigl alleine im großen schwarzen Loch stand, die Bälle von Bartra und Socke sehr wohl zu ihm ankamen aber alle Anspielmöglichkeiten dann meilenweit von ihm entfernt standen und Rode sich als verkappter rechter IV in der Phantomzone versteckte und wenn er sich herauswagte zeigte warum überhaupt nicht zu gebrauchen ist. Ich hab es schon öfters gesagt und wiederhole mich Tuchel besetzt unser Zenturm grundsätzlich unzureichend. Auffällig ist auch das ab und an die Abstände nicht stimmen, oder die Spielertypen nicht passen sie Rode oder gewisse Spieler sind einfach zu phlegmatisch siehe Castro oder Kagawa. Aber von vornherein durch Rode auf eine 3 Kette zu setzen (falls dies nicht gewollt war hätte er wohl darauf reagiert) und mit Weigl das Zentrum mit nur einem einzigen Spieler zu besetzen gegen die wohl Pressingstärkste Mannschaft der Liga ist selten dämlich, zumal man Götze mit seiner Form normalerweise gegen einen solchen Gegner nicht bringen darf. Für meinen Geschmack ist Tuchel nicht Konsequent genug, unter Guardiola hätte es ein solche schwache takitsche Grundausrichtung nicht gegeben und falls doch hätte sie schleunigst korrigiert. Für mich ist es unbegreiflich warum gegen solche Gegner bzw. Grundsätzlich bei unserem Material nicht die Raute auspackt.
Das wir die Probleme auch schon letztes Jahr hatten (wie gesagt dies viel dann negativ ins Gewicht gegen pressinstarke Gegner) stimmt absolut aber wie gesagt das liegt an Tuchels taktischer Grundausrichtung und als großer Pep Experte müsste er es doch eigentlich besser wissen. Er muss die Raute auspacken und in Zukunft bitte Dahoud eintüten.
---------------------Götze/Kagawa---------------------
Guerreiro/Merino-------------------Castro/Merino
--------------------------Weigl----------------------------
Ja, da sind wir diesmal stellenweise etwas auseinander, aber ich sehe da insgesamt vielmehr Zusammenhänge als Differenzen!
Finde das Spiel und dessen Probleme lässt sich diesmal auffallend schön anhand der Daten quantifizieren, weswegen ich meine Beobachtung damit unterstützen will. Moneyball liefert jedenfalls nicht allzu häufig so offensichtliche Geschichten, wie nach diesem Spiel. Wichtig sind für mich dabei vor allem Ballkontakte (auf 90 Minuten hochgerechnet, falls ausgewechselt) und Passquoten:
Bartra 132 Ballkontakte; 84% Passquote
Sokratis 102 Ballkontakte; 91% Passquote
Piszczek 53 Ballkontakte; 59% Passquote
Schmelzer 93 Ballkontakte; 81% Passquote
Weigl 79 Ballkontakte; 89% Passquote
Rode 83 Ballkontakte; 86% Passquote
Götze 48 Ballkontakte; 65% Passquote
Castro 28 Ballkontakte; 82% Passquote
Was ist dabei auffällig? Das ZM mit Weigl, Rode und Götze kommt gerade mal auf 210 Ballkontakte, bei mehr oder weniger klar unterdurchschnittlichen Passquoten. Das sind mindestens 65 Ballkontakte unter Schnitt, für eine Mannschaft, die balldominant auftreten will - was wir angesichts unseres Ballbesitzes ja durchaus versucht haben. Geht man es Spieler für Spieler durch, dann fällt vor allem Götze ab (Startelfeinsatz kam einfach zu früh, trotz guter Ansätze) und eben auch Weigl. Beide haben nicht ihre normale Präsenz erreicht. Bei Rode ist die im Rahmen gewesen, wenngleich das natürlich meistens in Positionen war, in denen das nichts bringt.
In der IV ist alles in Ordnung, bis auf Bartras Passquote, die durchaus wiedergibt, dass da der ein oder andere riskante Ball zu viel dabei war. Die Daten geben aber auch klar wieder, dass sie viel zu selten das ZM angespielt haben und auch Piszczek im Aufbau überhaupt keine Option war. Außer Schmelzer hat man hier niemanden großartig mitgenommen, was auch gleichzeitig ein Kompliment an Leipzig ist, da sie verstanden haben, wo sie Ballkontakte zulassen können und wo nicht, also ihre Taktik im Stören des Spielaufbaus perfekt umgesetzt haben. Das Problem ist dennoch, dass das schwarze Loch im Zentrumvor allem deswegen aufging, da Götze und Castro nicht tief genug waren, um mehr Bälle an sich zu reißen. Insbesondere Castro war hier ein Totalausfall und hätte weitaus mehr Interpretationsspielraum auf seiner Position haben können - vgl. Miki letzte Saison. Sieht man auch sehr schön in der Heatmap, wenn du nur Weigl, Rode, Götze und Castro auswählst: Weigl und vor allem Rode zu tief und Götze sowie Castro zu hoch. Wenn Leipzig die Einen tief reinpresst, dann muss da von den Anderen einfach mehr kommen, notfalls eben auch in tieferen Räumen, die von der IV aus einfacher anzuspielen sind, damit sich Leipzig nicht mehr allein auf diese Strategie verlassen kann. Deswegen bin ich bei dir: die Abstände haben nicht gestimmt, aber das Problem ist Mehrdimensional!
Letztendlich decken sich die Daten also mit meiner Beobachtung!
Daraus ergibt sich dann das Folgeproblem, auf das du dann tiefgründiger eingehst: die taktische Ausrichtung bzw. Interpretation der Positionen sowie die Spielertypen.
Die Diskussion hatten wir im Grunde ja schon mehrfach. Geht man es wieder Spieler für Spieler und die Erwartungen an sie durch, dann ist bei Rode das Positionsspiel ein Problem. Ballkontakte hatte er an und für sich genug, aber eben nicht häufig genug in Bereichen, aus denen man gestalten kann (lässt sich auch schön in den Heatmaps noch mal verifizieren). Daraus hätte sich aber wieder mehr Raum im Zentrum für Castro ergeben können, wenn nicht sogar müssen! Für mich hat Castro auch genau deswegen gespielt, da er im Vergleich zu Dembele den Ball sichern kann und vor allem auch strategische Fähigkeiten mitbringt - also eine Rolle, wie sie Miki auch einige Male gespielt hat, aber zusätzlich auch noch eine Funktion hat, um Götze abzusichern, indem er Teile seiner Aufgaben übernimmt (schließlich muss Götze eine unbekannte Position bei uns spielen, was ihm gestern aber nicht gelungen ist, da er zu viel 10er war). Davon hat er nur überhaupt nichts umgesetzt. Ob die Ausrichtung Rodes deswegen so gewollt war, wage ich trotzdem zu bezweifeln, da Rode derzeit alternativlos erscheint und Castro eben auch so schwach gespielt hat, dass Tuchel da überhaupt keine Maßnahmen hatte, um etwas zu verändern. Für Rode war es jedenfalls verhältnismäßig einfach in diesen Positionen an den Ball zu kommen, da Leipzig es an der Stelle gerne zugelassen hat. Tuchel wird das trotzdem nicht gern gesehen haben ... Dazu ist Götze eben noch lange nicht soweit, dass es für die Startelf reicht. Man hat sehr früh gesehen, dass er platt ist und auch sein Spiel war noch recht inkonstant. Ist jetzt noch kein Drama bei Götze (zumal er gekämpft hat, was man nicht von jedem sagen kann), aber dann dürfen andere Positionen eben nicht ausfallen! Genau das ist aber passiert, da auch Piszczek im Aufbau keine Alternative war und konsequent umspielt wurde. Rode hat auch hier sicher Anteil, da er zu sehr in dessen Bereich gewildert hat, aber Piszczek hat auch insgesamt sehr schlecht gespielt. Die rechte Seite war damit tot, was dann schon mal 2 Ausfälle zu viel sind, wenn man einen noch nicht 100% spielfitten Spieler einbauen will ...
Man kann also auch sagen: Tuchel hat zu viel gewollt. Zunächst wäre es wohl erst mal sinnvoll gewesen Weigl und Rode sich einspielen zu lassen oder Castro im Zentrum zu belassen (wobei dessen krasser Totalausfall nicht positionsbegründet sein kann, weswegen das wohl so oder so auch nicht besser gewesen wäre), wenn er unbedingt Götze bringen will, der ganz offensichtlich sowieso nur für 45 Minuten Kraft hat. Beides auf einmal war wahrscheinlich zu viel des Guten. Dazu habe ich gestern schon geschrieben, dass Piszczeks Hereinnahme definitiv ein Fehler war! Es gab jedenfalls keinen Grund Passlack herauszunehmen und Piszczeks Leistung gab noch weniger Grund dazu.
Abschließend zu dem Thema noch zu den Spielertypen: die Diskussion hatten wir ja schon sehr häufig und hier haben wir auch sehr viele Übereinstimmungen, da wir ja beide gesagt haben, dass man mit den Neuzugängen extrem viel Risiko geht. Nur ich gehe davon aus, dass es mit einem 3er ZM und diesen Spielern funktionieren kann. Davon bin ich auch weiterhin überzeugt, allerdings scheint der Weg noch sehr weit! Meine Hoffnung ist ja, dass Merino und vor allem Mangala zeitnah größere Leistungssprünge machen. Im Grunde sind das beides genau die Spielertypen, die uns derzeit fehlen. Ballsichere Spieler, die den Ball unbedingt wollen, wobei sie dabei auch schwierigen Räumen nicht aus dem Weg gehen. Noch mehr als all das fehlt uns im ZM derzeit aber Dynamik! Mangala ist hier eine Lösung, aber auch Guerreiro kann hier temporär sicher etwas machen. Schließlich ist es viel zu einfach, wie uns die Gegner zustellen können. Wir schaffen es nicht mit Dynamik in Räume zu bewegen, die anspielbar sind, sondern sind viel zu häufig viel zu statisch. Das hat teils eben auch mit körperlichen Vorraussetzungen zu tun, was in der Zusammenstellung des ZM etwas zu wenig berücksichtigt wurde, da man einerseits darauf setzt, dass Götze hier wieder deutlich zulegt und andererseits danach dann Mangala schon Option 2 ist. Dazu eben Castro, der aber jetzt auch schon wieder 2 Spiele hatte, bei denen man sieht, warum er nicht die ultimative Lösung ist!
Zum Finale noch kurz zur Raute. Ja, die Probleme im Zentrum würde sie besser lösen - aber was die Spielertypen angeht, hat man bereits heute so etwas ähnliches gespielt, auch wenn das statisch natürlich anders aussah, weswegen es eher aufgrund der Spielertypen und/oder deren Form besser wäre! Ich mag die Raute trotzdem nicht, da sie einen Rattenschwanz an Problemen nach sich zieht. Guerreiro benötigtst du dann nämlich dringend auf der Außenbahn, da die offensive Dynamik weitaus wichtiger wird, weil vorne ein Spieler fehlt, der die Seite entsprechend bearbeitet und die Raute auch immer einen stark abkippenden 6er erfordert, der die IV auseinanderschiebt. Schmelzer ist dann der falsche Spieler und auch auf der anderen Seite wäre Passlack im Moment der einzige Mann. Dementsprechend stirbst du hier schon deinen ersten Tod, da du Guerreiro nicht im Zentrum einsetzen kannst und der Kader allein an der Stelle schon nicht die nötige Tiefe hat, um das dauerhaft zu spielen. Dazu will ich Weigl eigentlich nur noch ungern als stark abkippenden 6er sehen, sondern vielmehr, dass er sich mehr 8er Fähigkeiten aneignet und weiter nach vorne schiebt, damit man insgesamt noch höher stehen kann, um Druck aufzubauen und konstant zu halten (im Moment aber sowieso Zukunftsmusik). D
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 11.09.2016 um 11:03 Uhr bearbeitet
11.09.2016 - 20:44 Uhr
Zitat von Torcida20
So eine Verlagerung gegen den Ball, wie es Leipzig gestern getan hat, habe ich selten gesehen. Die hatten ständig ca 7 Spieler in unmittelbarer Ballnähe.
Wir haben es nie geschafft, zügig(!) den Ball auf die andere Seite zu bringen, das hat viel zu lange gedauert, sodass die Leipziger auf der anderen Seite wieder Überzahl hatten bevor wir Kapital aus dem Seitenwechsel ziehen konnten.
Da frage ich mich, wieso wir immer über 3-4 Stationen die Seite wechseln müssen, wobei jeder von denen den Ball erstmal annimmt und dann weiterleitet.
So wie Leipzig verteidigt hat, hätten wir 3 Tage lange spielen können, mithilfe von lediglich Pässen hätten wir niemals ein Tor geschossen.
Jede Einzelaktion dagegen hat rieesige Räume geöffnet, woraufhin es meistens relativ gefährlich wurde.
Demnach kommen mir 2 Fragen in den Sinn:
1. Wieso kam Dembele erst so spät?
2. Wieso waren Pulisic und vor allem Mor garnicht erst im Kader ?
Sie sind zwar alle 3 noch jung und ungestüm, der eine mehr der andere weniger, aber wir werden im Laufe der Saison öfter gegen die Art des Verteidigens spielen müssen, und da sind die Jungs reines Gold wert!
So eine Verlagerung gegen den Ball, wie es Leipzig gestern getan hat, habe ich selten gesehen. Die hatten ständig ca 7 Spieler in unmittelbarer Ballnähe.
Wir haben es nie geschafft, zügig(!) den Ball auf die andere Seite zu bringen, das hat viel zu lange gedauert, sodass die Leipziger auf der anderen Seite wieder Überzahl hatten bevor wir Kapital aus dem Seitenwechsel ziehen konnten.
Da frage ich mich, wieso wir immer über 3-4 Stationen die Seite wechseln müssen, wobei jeder von denen den Ball erstmal annimmt und dann weiterleitet.
So wie Leipzig verteidigt hat, hätten wir 3 Tage lange spielen können, mithilfe von lediglich Pässen hätten wir niemals ein Tor geschossen.
Jede Einzelaktion dagegen hat rieesige Räume geöffnet, woraufhin es meistens relativ gefährlich wurde.
Demnach kommen mir 2 Fragen in den Sinn:
1. Wieso kam Dembele erst so spät?
2. Wieso waren Pulisic und vor allem Mor garnicht erst im Kader ?
Sie sind zwar alle 3 noch jung und ungestüm, der eine mehr der andere weniger, aber wir werden im Laufe der Saison öfter gegen die Art des Verteidigens spielen müssen, und da sind die Jungs reines Gold wert!
Gestern war ein Paradebeispiel dafür, auf beiden Seiten gefährliche 1vs1 Spieler auf dem Rasen zu haben.
Die Mitte war dicht, das Pressing von RB war stark und genau da hätte man neben Schürrle links (der zusammen mit Götze der einzige war der für Betrieb gesorgt hat) einen Dembele auf rechts spätestens zur 2. Halbzeit bringen müssen.
Dann die Taktik so auszumlegen das du durch Verlagerung einen Dembele mal in 1vs1 Duelle kriegst, die rechte Seite war sowas von vereist, ein hochstehender Pischu war bisauf 1-2 Läufe nicht zu gebrauchen.
Dembele hätte 2x den Gegner ins laufen gebracht und entweder wäre dieser Gelb/Rot gefährdet oder RB hätte zur Stärkung gedoppelt und dies hätte dann neue Optionen für uns gebracht.
Bin immernoch davon überzeugt das wenn Tuchel zeitig gewechselt hätte, Dembele sofort zur Halbzeit für Rode rein und Castro in die gewohnte Posi neben/vor Weigl und Pischu dadurch tiefer in gewohnte Posi auch beim Aufbau neben Socke und Bartra und Dembele als Waffe rechts offensiv und man hätte ganze 45 Minuten um richtig Alarm zum machen über die Außen.
Man hat diese Optionen im Kader und Tuchel bleibt stur bei seiner miesen Taktik was hinten und vorne über 70 Minuten nicht aufging.
Verstehe ich ehrlich gesagt nicht, klar es hätte trotzdem nicht ausgehen müssen, aber man hätte dann aber zeitig auch alles versucht, aber ich kann doch nicht warten bis zum verderben und dann am Ende trotzdem untergehen.
12.09.2016 - 09:25 Uhr
Zitat von RomeoBlue
Erst mal klasse das du dir die Mühe machst die ganzen Daten zusammen zu suchen und übersichtlich zu präsentieren. Im Grunde Unterstreicht das ja nur meine These, Rode völlig falsch positioniert und vom Fähigkeitsprofil bei eigener dominanter Spielweise völlig ungeeignet. Ich zitiere jetzt ja mal den gelungen Vergleich aus Spielverlagerung, "ich lasse doch keinen Busquets neben einen Jeremies spielen." Über das einspielen der beiden brauchen wird daher gar nicht zu diskutieren sie schließen schlicht gemeinsam aus.
Götzes zu hohes agieren spiegelt ebenfalls meine Einschätzung wieder das er Körperlich nicht in Form ist und niemals gegen Leipzig hätte spielen dürfen. Was Castros Rolle betrifft gerade in Kombination mit Piszczek und Dembele dabei auf der Bank zu lassen ist halt selten dämlich von Tuchel.
Ich würde noch einmal zusätzlich auf die Grundausrichtung, der Positionierung und die Abstände hinweisen. Wie soll hiermit bitte vernünftiger Cruyffischer Fussball gespielt werden? Siehe Player Postions: https://www.whoscored.com/Matches/1090813/MatchReport
Was zu Teufel soll das? Tuchel agiert seit der Rückrunde letze Saison mit seinem Lieblingssystem aus alten Manizer Zeiten. Mein Eindruck war das dies erst einmal der besseren defensiven Stabilität geschuldet war aber aufgrund der individuellen Klasse erst mal weniger negativ ins Gewicht gefallen ist aber das wir weiterhin daran festhalten und wir mit Rode diesen Weg weiter ausbauen stellt mir die Frage war es das schon mit seinem Pepischen Traum?
Zitat von BVBBC
Ja, da sind wir diesmal stellenweise etwas auseinander, aber ich sehe da insgesamt vielmehr Zusammenhänge als Differenzen!
Finde das Spiel und dessen Probleme lässt sich diesmal auffallend schön anhand der Daten quantifizieren, weswegen ich meine Beobachtung damit unterstützen will. Moneyball liefert jedenfalls nicht allzu häufig so offensichtliche Geschichten, wie nach diesem Spiel. Wichtig sind für mich dabei vor allem Ballkontakte (auf 90 Minuten hochgerechnet, falls ausgewechselt) und Passquoten:
Bartra 132 Ballkontakte; 84% Passquote
Sokratis 102 Ballkontakte; 91% Passquote
Piszczek 53 Ballkontakte; 59% Passquote
Schmelzer 93 Ballkontakte; 81% Passquote
Weigl 79 Ballkontakte; 89% Passquote
Rode 83 Ballkontakte; 86% Passquote
Götze 48 Ballkontakte; 65% Passquote
Castro 28 Ballkontakte; 82% Passquote
Was ist dabei auffällig? Das ZM mit Weigl, Rode und Götze kommt gerade mal auf 210 Ballkontakte, bei mehr oder weniger klar unterdurchschnittlichen Passquoten. Das sind mindestens 65 Ballkontakte unter Schnitt, für eine Mannschaft, die balldominant auftreten will - was wir angesichts unseres Ballbesitzes ja durchaus versucht haben. Geht man es Spieler für Spieler durch, dann fällt vor allem Götze ab (Startelfeinsatz kam einfach zu früh, trotz guter Ansätze) und eben auch Weigl. Beide haben nicht ihre normale Präsenz erreicht. Bei Rode ist die im Rahmen gewesen, wenngleich das natürlich meistens in Positionen war, in denen das nichts bringt.
In der IV ist alles in Ordnung, bis auf Bartras Passquote, die durchaus wiedergibt, dass da der ein oder andere riskante Ball zu viel dabei war. Die Daten geben aber auch klar wieder, dass sie viel zu selten das ZM angespielt haben und auch Piszczek im Aufbau überhaupt keine Option war. Außer Schmelzer hat man hier niemanden großartig mitgenommen, was auch gleichzeitig ein Kompliment an Leipzig ist, da sie verstanden haben, wo sie Ballkontakte zulassen können und wo nicht, also ihre Taktik im Stören des Spielaufbaus perfekt umgesetzt haben. Das Problem ist dennoch, dass das schwarze Loch im Zentrumvor allem deswegen aufging, da Götze und Castro nicht tief genug waren, um mehr Bälle an sich zu reißen. Insbesondere Castro war hier ein Totalausfall und hätte weitaus mehr Interpretationsspielraum auf seiner Position haben können - vgl. Miki letzte Saison. Sieht man auch sehr schön in der Heatmap, wenn du nur Weigl, Rode, Götze und Castro auswählst: Weigl und vor allem Rode zu tief und Götze sowie Castro zu hoch. Wenn Leipzig die Einen tief reinpresst, dann muss da von den Anderen einfach mehr kommen, notfalls eben auch in tieferen Räumen, die von der IV aus einfacher anzuspielen sind, damit sich Leipzig nicht mehr allein auf diese Strategie verlassen kann. Deswegen bin ich bei dir: die Abstände haben nicht gestimmt, aber das Problem ist Mehrdimensional!
Letztendlich decken sich die Daten also mit meiner Beobachtung!
Daraus ergibt sich dann das Folgeproblem, auf das du dann tiefgründiger eingehst: die taktische Ausrichtung bzw. Interpretation der Positionen sowie die Spielertypen.
Die Diskussion hatten wir im Grunde ja schon mehrfach. Geht man es wieder Spieler für Spieler und die Erwartungen an sie durch, dann ist bei Rode das Positionsspiel ein Problem. Ballkontakte hatte er an und für sich genug, aber eben nicht häufig genug in Bereichen, aus denen man gestalten kann (lässt sich auch schön in den Heatmaps noch mal verifizieren). Daraus hätte sich aber wieder mehr Raum im Zentrum für Castro ergeben können, wenn nicht sogar müssen! Für mich hat Castro auch genau deswegen gespielt, da er im Vergleich zu Dembele den Ball sichern kann und vor allem auch strategische Fähigkeiten mitbringt - also eine Rolle, wie sie Miki auch einige Male gespielt hat, aber zusätzlich auch noch eine Funktion hat, um Götze abzusichern, indem er Teile seiner Aufgaben übernimmt (schließlich muss Götze eine unbekannte Position bei uns spielen, was ihm gestern aber nicht gelungen ist, da er zu viel 10er war). Davon hat er nur überhaupt nichts umgesetzt. Ob die Ausrichtung Rodes deswegen so gewollt war, wage ich trotzdem zu bezweifeln, da Rode derzeit alternativlos erscheint und Castro eben auch so schwach gespielt hat, dass Tuchel da überhaupt keine Maßnahmen hatte, um etwas zu verändern. Für Rode war es jedenfalls verhältnismäßig einfach in diesen Positionen an den Ball zu kommen, da Leipzig es an der Stelle gerne zugelassen hat. Tuchel wird das trotzdem nicht gern gesehen haben ... Dazu ist Götze eben noch lange nicht soweit, dass es für die Startelf reicht. Man hat sehr früh gesehen, dass er platt ist und auch sein Spiel war noch recht inkonstant. Ist jetzt noch kein Drama bei Götze (zumal er gekämpft hat, was man nicht von jedem sagen kann), aber dann dürfen andere Positionen eben nicht ausfallen! Genau das ist aber passiert, da auch Piszczek im Aufbau keine Alternative war und konsequent umspielt wurde. Rode hat auch hier sicher Anteil, da er zu sehr in dessen Bereich gewildert hat, aber Piszczek hat auch insgesamt sehr schlecht gespielt. Die rechte Seite war damit tot, was dann schon mal 2 Ausfälle zu viel sind, wenn man einen noch nicht 100% spielfitten Spieler einbauen will ...
Man kann also auch sagen: Tuchel hat zu viel gewollt. Zunächst wäre es wohl erst mal sinnvoll gewesen Weigl und Rode sich einspielen zu lassen oder Castro im Zentrum zu belassen (wobei dessen krasser Totalausfall nicht positionsbegründet sein kann, weswegen das wohl so oder so auch nicht besser gewesen wäre), wenn er unbedingt Götze bringen will, der ganz offensichtlich sowieso nur für 45 Minuten Kraft hat. Beides auf einmal war wahrscheinlich zu viel des Guten. Dazu habe ich gestern schon geschrieben, dass Piszczeks Hereinnahme definitiv ein Fehler war! Es gab jedenfalls keinen Grund Passlack herauszunehmen und Piszczeks Leistung gab noch weniger Grund dazu.
Abschließend zu dem Thema noch zu den Spielertypen: die Diskussion hatten wir ja schon sehr häufig und hier haben wir auch sehr viele Übereinstimmungen, da wir ja beide gesagt haben, dass man mit den Neuzugängen extrem viel Risiko geht. Nur ich gehe davon aus, dass es mit einem 3er ZM und diesen Spielern funktionieren kann. Davon bin ich auch weiterhin überzeugt, allerdings scheint der Weg noch sehr weit! Meine Hoffnung ist ja, dass Merino und vor allem Mangala zeitnah größere Leistungssprünge machen. Im Grunde sind das beides genau die Spielertypen, die uns derzeit fehlen. Ballsichere Spieler, die den Ball unbedingt wollen, wobei sie dabei auch schwierigen Räumen nicht aus dem Weg gehen. Noch mehr als all das fehlt uns im ZM derzeit aber Dynamik! Mangala ist hier eine Lösung, aber auch Guerreiro kann hier temporär sicher etwas machen. Schließlich ist es viel zu einfach, wie uns die Gegner zustellen können. Wir schaffen es nicht mit Dynamik in Räume zu bewegen, die anspielbar sind, sondern sind viel zu häufig viel zu statisch. Das hat teils eben auch mit körperlichen Vorraussetzungen zu tun, was in der Zusammenstellung des ZM etwas zu wenig berücksichtigt wurde, da man einerseits darauf setzt, dass Götze hier wieder deutlich zulegt und andererseits danach dann Mangala schon Option 2 ist. Dazu eben Castro, der aber jetzt auch schon wieder 2 Spiele hatte, bei denen man sieht, warum er nicht die ultimative Lösung ist!
Zum Finale noch kurz zur Raute. Ja, die Probleme im Zentrum würde sie besser lösen - aber was die Spielertypen angeht, hat man bereits heute so etwas ähnliches gespielt, auch wenn das statisch natürlich anders aussah, weswegen es eher aufgrund der Spielertypen und/oder deren Form besser wäre! Ich mag die Raute trotzdem nicht, da sie einen Rattenschwanz an Problemen nach sich zieht. Guerreiro benötigtst du dann nämlich dringend auf der Außenbahn, da die offensive Dynamik weitaus wichtiger wird, weil vorne ein Spieler fehlt, der die Seite entsprechend bearbeitet und die Raute auch immer einen stark abkippenden 6er erfordert, der die IV auseinanderschiebt. Schmelzer ist dann der falsche Spieler und auch auf der anderen Seite wäre Passlack im Moment der einzige Mann. Dementsprechend stirbst du hier schon deinen ersten Tod, da du Guerreiro nicht im Zentrum einsetzen kannst und der Kader allein an der Stelle schon nicht die nötige Tiefe hat, um das dauerhaft zu spielen. Dazu will ich Weigl eigentlich nur noch ungern als stark abkippenden 6er sehen, sondern vielmehr, dass er sich mehr 8er Fähigkeiten aneignet und weiter nach vorne schiebt, damit man insgesamt noch höher stehen kann, um Druck aufzubauen und konstant zu halten (im Moment aber sowieso Zukunftsmusik). D
Zitat von RomeoBlue
Sehe ich anders, wie du weißt sind wir meist auf einer Wellenlänge und ich schätze dich sehr aber taktisch sah es so aus das Weigl alleine im großen schwarzen Loch stand, die Bälle von Bartra und Socke sehr wohl zu ihm ankamen aber alle Anspielmöglichkeiten dann meilenweit von ihm entfernt standen und Rode sich als verkappter rechter IV in der Phantomzone versteckte und wenn er sich herauswagte zeigte warum überhaupt nicht zu gebrauchen ist. Ich hab es schon öfters gesagt und wiederhole mich Tuchel besetzt unser Zenturm grundsätzlich unzureichend. Auffällig ist auch das ab und an die Abstände nicht stimmen, oder die Spielertypen nicht passen sie Rode oder gewisse Spieler sind einfach zu phlegmatisch siehe Castro oder Kagawa. Aber von vornherein durch Rode auf eine 3 Kette zu setzen (falls dies nicht gewollt war hätte er wohl darauf reagiert) und mit Weigl das Zentrum mit nur einem einzigen Spieler zu besetzen gegen die wohl Pressingstärkste Mannschaft der Liga ist selten dämlich, zumal man Götze mit seiner Form normalerweise gegen einen solchen Gegner nicht bringen darf. Für meinen Geschmack ist Tuchel nicht Konsequent genug, unter Guardiola hätte es ein solche schwache takitsche Grundausrichtung nicht gegeben und falls doch hätte sie schleunigst korrigiert. Für mich ist es unbegreiflich warum gegen solche Gegner bzw. Grundsätzlich bei unserem Material nicht die Raute auspackt.
Das wir die Probleme auch schon letztes Jahr hatten (wie gesagt dies viel dann negativ ins Gewicht gegen pressinstarke Gegner) stimmt absolut aber wie gesagt das liegt an Tuchels taktischer Grundausrichtung und als großer Pep Experte müsste er es doch eigentlich besser wissen. Er muss die Raute auspacken und in Zukunft bitte Dahoud eintüten.
---------------------Götze/Kagawa---------------------
Guerreiro/Merino-------------------Castro/Merino
--------------------------Weigl----------------------------
Zitat von BVBBC
Das eigentliche Problem war ansonsten nicht, dass Weigl und Rode ihre Bälle nicht angebracht haben, sondern, dass die Bälle bei den beiden schon nicht angekommen sind. Das lag aber auch nur teilweise an Leipzig und hat dann eine Fehlerkette verursacht, da Bartra so auch noch viele schlechte Bälle gespielt hat bzw. sich dazu gezwungen sah. Das hatten wir mit Hummels auch alles schon so, weswegen man gerade einfach merkt, dass wir noch nicht stabil sind, die Rotation nur sehr langsam ausgeweitet werden kann, da zu viele Spieler (ganz) weit weg von ihrem Soll sind! Das sollte man bei Tuchels Bewertung dann doch eben auch mal überlegen, dass die Spieler gerade nicht besonders viel liefern und auch der Auftakt gegen Mainz schon nicht sonderlich gut war, weil die Spieler nicht ihr Spiel auf den Platz bringen konnten!
Das eigentliche Problem war ansonsten nicht, dass Weigl und Rode ihre Bälle nicht angebracht haben, sondern, dass die Bälle bei den beiden schon nicht angekommen sind. Das lag aber auch nur teilweise an Leipzig und hat dann eine Fehlerkette verursacht, da Bartra so auch noch viele schlechte Bälle gespielt hat bzw. sich dazu gezwungen sah. Das hatten wir mit Hummels auch alles schon so, weswegen man gerade einfach merkt, dass wir noch nicht stabil sind, die Rotation nur sehr langsam ausgeweitet werden kann, da zu viele Spieler (ganz) weit weg von ihrem Soll sind! Das sollte man bei Tuchels Bewertung dann doch eben auch mal überlegen, dass die Spieler gerade nicht besonders viel liefern und auch der Auftakt gegen Mainz schon nicht sonderlich gut war, weil die Spieler nicht ihr Spiel auf den Platz bringen konnten!
Sehe ich anders, wie du weißt sind wir meist auf einer Wellenlänge und ich schätze dich sehr aber taktisch sah es so aus das Weigl alleine im großen schwarzen Loch stand, die Bälle von Bartra und Socke sehr wohl zu ihm ankamen aber alle Anspielmöglichkeiten dann meilenweit von ihm entfernt standen und Rode sich als verkappter rechter IV in der Phantomzone versteckte und wenn er sich herauswagte zeigte warum überhaupt nicht zu gebrauchen ist. Ich hab es schon öfters gesagt und wiederhole mich Tuchel besetzt unser Zenturm grundsätzlich unzureichend. Auffällig ist auch das ab und an die Abstände nicht stimmen, oder die Spielertypen nicht passen sie Rode oder gewisse Spieler sind einfach zu phlegmatisch siehe Castro oder Kagawa. Aber von vornherein durch Rode auf eine 3 Kette zu setzen (falls dies nicht gewollt war hätte er wohl darauf reagiert) und mit Weigl das Zentrum mit nur einem einzigen Spieler zu besetzen gegen die wohl Pressingstärkste Mannschaft der Liga ist selten dämlich, zumal man Götze mit seiner Form normalerweise gegen einen solchen Gegner nicht bringen darf. Für meinen Geschmack ist Tuchel nicht Konsequent genug, unter Guardiola hätte es ein solche schwache takitsche Grundausrichtung nicht gegeben und falls doch hätte sie schleunigst korrigiert. Für mich ist es unbegreiflich warum gegen solche Gegner bzw. Grundsätzlich bei unserem Material nicht die Raute auspackt.
Das wir die Probleme auch schon letztes Jahr hatten (wie gesagt dies viel dann negativ ins Gewicht gegen pressinstarke Gegner) stimmt absolut aber wie gesagt das liegt an Tuchels taktischer Grundausrichtung und als großer Pep Experte müsste er es doch eigentlich besser wissen. Er muss die Raute auspacken und in Zukunft bitte Dahoud eintüten.
---------------------Götze/Kagawa---------------------
Guerreiro/Merino-------------------Castro/Merino
--------------------------Weigl----------------------------
Ja, da sind wir diesmal stellenweise etwas auseinander, aber ich sehe da insgesamt vielmehr Zusammenhänge als Differenzen!
Finde das Spiel und dessen Probleme lässt sich diesmal auffallend schön anhand der Daten quantifizieren, weswegen ich meine Beobachtung damit unterstützen will. Moneyball liefert jedenfalls nicht allzu häufig so offensichtliche Geschichten, wie nach diesem Spiel. Wichtig sind für mich dabei vor allem Ballkontakte (auf 90 Minuten hochgerechnet, falls ausgewechselt) und Passquoten:
Bartra 132 Ballkontakte; 84% Passquote
Sokratis 102 Ballkontakte; 91% Passquote
Piszczek 53 Ballkontakte; 59% Passquote
Schmelzer 93 Ballkontakte; 81% Passquote
Weigl 79 Ballkontakte; 89% Passquote
Rode 83 Ballkontakte; 86% Passquote
Götze 48 Ballkontakte; 65% Passquote
Castro 28 Ballkontakte; 82% Passquote
Was ist dabei auffällig? Das ZM mit Weigl, Rode und Götze kommt gerade mal auf 210 Ballkontakte, bei mehr oder weniger klar unterdurchschnittlichen Passquoten. Das sind mindestens 65 Ballkontakte unter Schnitt, für eine Mannschaft, die balldominant auftreten will - was wir angesichts unseres Ballbesitzes ja durchaus versucht haben. Geht man es Spieler für Spieler durch, dann fällt vor allem Götze ab (Startelfeinsatz kam einfach zu früh, trotz guter Ansätze) und eben auch Weigl. Beide haben nicht ihre normale Präsenz erreicht. Bei Rode ist die im Rahmen gewesen, wenngleich das natürlich meistens in Positionen war, in denen das nichts bringt.
In der IV ist alles in Ordnung, bis auf Bartras Passquote, die durchaus wiedergibt, dass da der ein oder andere riskante Ball zu viel dabei war. Die Daten geben aber auch klar wieder, dass sie viel zu selten das ZM angespielt haben und auch Piszczek im Aufbau überhaupt keine Option war. Außer Schmelzer hat man hier niemanden großartig mitgenommen, was auch gleichzeitig ein Kompliment an Leipzig ist, da sie verstanden haben, wo sie Ballkontakte zulassen können und wo nicht, also ihre Taktik im Stören des Spielaufbaus perfekt umgesetzt haben. Das Problem ist dennoch, dass das schwarze Loch im Zentrumvor allem deswegen aufging, da Götze und Castro nicht tief genug waren, um mehr Bälle an sich zu reißen. Insbesondere Castro war hier ein Totalausfall und hätte weitaus mehr Interpretationsspielraum auf seiner Position haben können - vgl. Miki letzte Saison. Sieht man auch sehr schön in der Heatmap, wenn du nur Weigl, Rode, Götze und Castro auswählst: Weigl und vor allem Rode zu tief und Götze sowie Castro zu hoch. Wenn Leipzig die Einen tief reinpresst, dann muss da von den Anderen einfach mehr kommen, notfalls eben auch in tieferen Räumen, die von der IV aus einfacher anzuspielen sind, damit sich Leipzig nicht mehr allein auf diese Strategie verlassen kann. Deswegen bin ich bei dir: die Abstände haben nicht gestimmt, aber das Problem ist Mehrdimensional!
Letztendlich decken sich die Daten also mit meiner Beobachtung!
Daraus ergibt sich dann das Folgeproblem, auf das du dann tiefgründiger eingehst: die taktische Ausrichtung bzw. Interpretation der Positionen sowie die Spielertypen.
Die Diskussion hatten wir im Grunde ja schon mehrfach. Geht man es wieder Spieler für Spieler und die Erwartungen an sie durch, dann ist bei Rode das Positionsspiel ein Problem. Ballkontakte hatte er an und für sich genug, aber eben nicht häufig genug in Bereichen, aus denen man gestalten kann (lässt sich auch schön in den Heatmaps noch mal verifizieren). Daraus hätte sich aber wieder mehr Raum im Zentrum für Castro ergeben können, wenn nicht sogar müssen! Für mich hat Castro auch genau deswegen gespielt, da er im Vergleich zu Dembele den Ball sichern kann und vor allem auch strategische Fähigkeiten mitbringt - also eine Rolle, wie sie Miki auch einige Male gespielt hat, aber zusätzlich auch noch eine Funktion hat, um Götze abzusichern, indem er Teile seiner Aufgaben übernimmt (schließlich muss Götze eine unbekannte Position bei uns spielen, was ihm gestern aber nicht gelungen ist, da er zu viel 10er war). Davon hat er nur überhaupt nichts umgesetzt. Ob die Ausrichtung Rodes deswegen so gewollt war, wage ich trotzdem zu bezweifeln, da Rode derzeit alternativlos erscheint und Castro eben auch so schwach gespielt hat, dass Tuchel da überhaupt keine Maßnahmen hatte, um etwas zu verändern. Für Rode war es jedenfalls verhältnismäßig einfach in diesen Positionen an den Ball zu kommen, da Leipzig es an der Stelle gerne zugelassen hat. Tuchel wird das trotzdem nicht gern gesehen haben ... Dazu ist Götze eben noch lange nicht soweit, dass es für die Startelf reicht. Man hat sehr früh gesehen, dass er platt ist und auch sein Spiel war noch recht inkonstant. Ist jetzt noch kein Drama bei Götze (zumal er gekämpft hat, was man nicht von jedem sagen kann), aber dann dürfen andere Positionen eben nicht ausfallen! Genau das ist aber passiert, da auch Piszczek im Aufbau keine Alternative war und konsequent umspielt wurde. Rode hat auch hier sicher Anteil, da er zu sehr in dessen Bereich gewildert hat, aber Piszczek hat auch insgesamt sehr schlecht gespielt. Die rechte Seite war damit tot, was dann schon mal 2 Ausfälle zu viel sind, wenn man einen noch nicht 100% spielfitten Spieler einbauen will ...
Man kann also auch sagen: Tuchel hat zu viel gewollt. Zunächst wäre es wohl erst mal sinnvoll gewesen Weigl und Rode sich einspielen zu lassen oder Castro im Zentrum zu belassen (wobei dessen krasser Totalausfall nicht positionsbegründet sein kann, weswegen das wohl so oder so auch nicht besser gewesen wäre), wenn er unbedingt Götze bringen will, der ganz offensichtlich sowieso nur für 45 Minuten Kraft hat. Beides auf einmal war wahrscheinlich zu viel des Guten. Dazu habe ich gestern schon geschrieben, dass Piszczeks Hereinnahme definitiv ein Fehler war! Es gab jedenfalls keinen Grund Passlack herauszunehmen und Piszczeks Leistung gab noch weniger Grund dazu.
Abschließend zu dem Thema noch zu den Spielertypen: die Diskussion hatten wir ja schon sehr häufig und hier haben wir auch sehr viele Übereinstimmungen, da wir ja beide gesagt haben, dass man mit den Neuzugängen extrem viel Risiko geht. Nur ich gehe davon aus, dass es mit einem 3er ZM und diesen Spielern funktionieren kann. Davon bin ich auch weiterhin überzeugt, allerdings scheint der Weg noch sehr weit! Meine Hoffnung ist ja, dass Merino und vor allem Mangala zeitnah größere Leistungssprünge machen. Im Grunde sind das beides genau die Spielertypen, die uns derzeit fehlen. Ballsichere Spieler, die den Ball unbedingt wollen, wobei sie dabei auch schwierigen Räumen nicht aus dem Weg gehen. Noch mehr als all das fehlt uns im ZM derzeit aber Dynamik! Mangala ist hier eine Lösung, aber auch Guerreiro kann hier temporär sicher etwas machen. Schließlich ist es viel zu einfach, wie uns die Gegner zustellen können. Wir schaffen es nicht mit Dynamik in Räume zu bewegen, die anspielbar sind, sondern sind viel zu häufig viel zu statisch. Das hat teils eben auch mit körperlichen Vorraussetzungen zu tun, was in der Zusammenstellung des ZM etwas zu wenig berücksichtigt wurde, da man einerseits darauf setzt, dass Götze hier wieder deutlich zulegt und andererseits danach dann Mangala schon Option 2 ist. Dazu eben Castro, der aber jetzt auch schon wieder 2 Spiele hatte, bei denen man sieht, warum er nicht die ultimative Lösung ist!
Zum Finale noch kurz zur Raute. Ja, die Probleme im Zentrum würde sie besser lösen - aber was die Spielertypen angeht, hat man bereits heute so etwas ähnliches gespielt, auch wenn das statisch natürlich anders aussah, weswegen es eher aufgrund der Spielertypen und/oder deren Form besser wäre! Ich mag die Raute trotzdem nicht, da sie einen Rattenschwanz an Problemen nach sich zieht. Guerreiro benötigtst du dann nämlich dringend auf der Außenbahn, da die offensive Dynamik weitaus wichtiger wird, weil vorne ein Spieler fehlt, der die Seite entsprechend bearbeitet und die Raute auch immer einen stark abkippenden 6er erfordert, der die IV auseinanderschiebt. Schmelzer ist dann der falsche Spieler und auch auf der anderen Seite wäre Passlack im Moment der einzige Mann. Dementsprechend stirbst du hier schon deinen ersten Tod, da du Guerreiro nicht im Zentrum einsetzen kannst und der Kader allein an der Stelle schon nicht die nötige Tiefe hat, um das dauerhaft zu spielen. Dazu will ich Weigl eigentlich nur noch ungern als stark abkippenden 6er sehen, sondern vielmehr, dass er sich mehr 8er Fähigkeiten aneignet und weiter nach vorne schiebt, damit man insgesamt noch höher stehen kann, um Druck aufzubauen und konstant zu halten (im Moment aber sowieso Zukunftsmusik). D
Erst mal klasse das du dir die Mühe machst die ganzen Daten zusammen zu suchen und übersichtlich zu präsentieren. Im Grunde Unterstreicht das ja nur meine These, Rode völlig falsch positioniert und vom Fähigkeitsprofil bei eigener dominanter Spielweise völlig ungeeignet. Ich zitiere jetzt ja mal den gelungen Vergleich aus Spielverlagerung, "ich lasse doch keinen Busquets neben einen Jeremies spielen." Über das einspielen der beiden brauchen wird daher gar nicht zu diskutieren sie schließen schlicht gemeinsam aus.
Götzes zu hohes agieren spiegelt ebenfalls meine Einschätzung wieder das er Körperlich nicht in Form ist und niemals gegen Leipzig hätte spielen dürfen. Was Castros Rolle betrifft gerade in Kombination mit Piszczek und Dembele dabei auf der Bank zu lassen ist halt selten dämlich von Tuchel.
Ich würde noch einmal zusätzlich auf die Grundausrichtung, der Positionierung und die Abstände hinweisen. Wie soll hiermit bitte vernünftiger Cruyffischer Fussball gespielt werden? Siehe Player Postions: https://www.whoscored.com/Matches/1090813/MatchReport
Was zu Teufel soll das? Tuchel agiert seit der Rückrunde letze Saison mit seinem Lieblingssystem aus alten Manizer Zeiten. Mein Eindruck war das dies erst einmal der besseren defensiven Stabilität geschuldet war aber aufgrund der individuellen Klasse erst mal weniger negativ ins Gewicht gefallen ist aber das wir weiterhin daran festhalten und wir mit Rode diesen Weg weiter ausbauen stellt mir die Frage war es das schon mit seinem Pepischen Traum?
Soweit bin ich noch nicht, um zu sagen, dass Weigl und Rode sich ausschließen. Rode hat dafür dann doch zu viele Möglichkeiten eigentlich, um auch in höheren Räumen zu bestehen - kein Spielmacher oder Stratege im besten Sinne, aber vor allem mit seiner Weiträumigkeit kann er zumindest überall auf dem Platz agieren, um Überzahl zu schaffen bzw. Räume zu überlagern - hat man bei einer Kombination am Wochenende bspw. auch schon gesehen, als Schürrle am Ende den Ball knapp am Pfosten vorbeijagt. Dass er nicht die allerbeste Option auf dem Markt war, ist aber sicher kein Geheimnis, wenngleich seine Leistungen bis auf Samstag ansonsten durchaus gefällig waren. Genau deswegen sollte man Rode auch noch nicht abschreiben, da mir die Gesamtkonstellation im Mittelfeld einfach nicht gefallen hat, wobei ich da eben zunächst die individuelle Leistung, die letztendlich ja auch die taktische Umsetzung bedingt. Ich bin daher schon dafür der Konstellation Weigl und Rode noch ein paar Spiele zu geben. Sollte sich dann herausstellen, dass Rode seine Weiträumigkeit nicht gewinnbringend einbringen kann, hat man sowieso ein Problem ...
Was Castro angeht, finde ich die Idee vom Wochenende schon nicht verkehrt, allerdings ist das gleichzeitig dann auch eine Bestätigung, dass Tuchel bei Götze langsam auch ungeduldig geworden ist. Götze war eben noch nicht bereit und Castro ist nicht in Form ... Damit hätten beide nicht unbedingt spielen dürfen... Wie schon geschrieben, ist aber das größte Problem gewesen, dass Tuchel im ZM zu viel auf einmal gewollt hat. Wobei ich mir bei Castro auch die Frage stelle, ob die rechte Seite nicht auch deswegen zu war, da Sokratis in der Spielauslösung nicht der stärkste ist. Die komplette rechte Seite war schließlich dicht und Sokratis hatte genug Bälle, die er aber fast komplett einfach gespielt hat. Nicht falsch verstehen: er hat als einer der wenigen wirklich gut gespielt und seinen Job gemacht, aber vielleicht wäre im Moment eine echte 3er Kette mit ihm als Libero die stabilere Ausgangslage, da man defensiv über einen Mann mehr Sicherheit gewinnen kann, aber auch im Aufbau gestärkt wäre. Darüber kann man dann auch das 3er ZM einführen und vorne opfer man im Moment auch niemanden, solange Reus noch nicht zurück ist. Die Frage ist nur: wo stehen Bender und Ginter derzeit?
Die Playerpositions zeigen auch noch mal was schon in der Heatmap zu erkennen ist: großes Loch im ZM ... Dazu sieht man da auch noch mal schön, welche Spieler Leipzig primär zugestellt hat und wie viel Platz Götze und Castro eigentlich gehabt haben müssen, wenn sie sich in besser anspielbare Räume bewegt hätten - im Grunde hatte man das aber schon bei Schürrle gesehen.
Schwer zu sagen, ob Tuchel sich selbst kopiert. Natürlich hat er zur Rückrunde erst mal defensive Stabilität reinbringen wollen, da die Vorrunde letzte Saison defensiv nicht allzu gut war, aber ich hatte ja auch schon dargelegt, dass dadurch keine Steigerung erreicht wurde, da das Torverhältnis gleich blieb, wenn auch die Gegentore weniger wurden. Das kann daher noch nicht das Optimum gewesen sein. Offensiv hat das für mich dann auch etwas mit der Positionstreue zu tun - die ist in meinen Augen einfach nur schlecht - und dem Spielermaterial - Gündogan ist da schon ein sehr seltener Spieler, mit extrem gutem Gespür welche Räume er besetzen muss und sich dort dann auch jeweils behaupten kann, der jetzt natürlich komplett fehlt. Im Moment bewegt man sich zu sehr in Räumen, in denen es einfach ist die Kontrolle zu behalten oder in Räumen in denen man meint schneller zum Tor zu kommen, während ein paar Meter tiefer der Gegner schon wieder mehr Raum freigibt - insbesondere die Powerplayformationen, die wir häufig im Spiel haben (und auch durch zu viele Abschlussspieler auf dem Platz unterstützt werden) gefallen mir dabei gar nicht, da sie einfach nur Ungeduldigkeit widerspiegeln. Dazu die Problematik, dass man 3 10er-HS hat, die aber nur sehr schwer einzubauen sind, wenn der 8er fehlt oder nicht das Spiel an sich reißen kann. Es ist zwar nicht unmöglich, dass sie dazulernen, um auch in tieferen Positionen agieren, aber so ganz einfach ist das auch nicht. Wie schon mehrfach geschrieben: man zockt hier und hat das Netz mit einfachem Boden in den jungen Spielern Merino und Mangala, die individuell aktuell wohl noch viel zu weit weg sind ...
Dass man nicht genau wie Guardiola spielen lässt, halte ich dahingegen für einen Vorteil! Guardiolas Fussball ist mir nicht dynamisch genug und baut zu sehr auf individuelle Qualität, wobei ich in der offensive lieber Teams sehe, die es einfach laufen lassen und nie mehr als eine grobe Vorgabe bekommen.
@Muenchner09er
Was die Aufstellung angeht, so ist das schon in Etwa das worauf man - zumindest in der Vorrunde - aus ist, denke ich. Was die ZM angeht, so sehe ich hier allerdings noch die Problematik, dass der Abstand zwischen Weigl, Castro und Götze insgesamt zu groß ist. Castro kann sich dazwischen aufhalten, ist aber dort auch nicht immer konstant so präsent, wie es notwendig wäre. Wichtig ist jedenfalls, dass man endlich mal realisieren muss, dass Castro Castro ist und nicht an Gündogan gemessen werden kann, da ein fitter Gündogan Weltklasse ist und Castro in Topform keine Wünsche offen lässt, aber trotzdem nicht in den Bereich Weltklasse vordringt ...
Solange Götze nicht fit ist und sein Spiel an eine tiefere Position anpasst, wird hier extrem viel auf den Spieler zukommen, der diese Position spielt. Auch Rode halte ich hier nach wie vor für möglich, aber auch er ist nicht dominant genug, für diese Aufgabe, wenn von Götze zu wenig im Aufbau kommt. Die Idee bzw. Idealvorstellung ist jedenfalls, dass sich Götze mit dem 8er die Aufgaben teilt, da diese Position im Kader derzeit indidivuell limitiert besetzt ist. Das kann funktionieren, aber eben nur mit Anpassungen, die nicht gerade einfach sind und bspw. Kagawa extrem viele Stärken nimmt bzw. er sie überhaupt nicht mehr ausspielt - schwer zu sagen, was da jetzt die richtige Beobachtung ist ...
Dembele und Schürrle sind offensiv sowieso relativ ungebunden an ihre Positionen, wobei die ZM eben niemals auf die Seite ausweichen. Lieber das Zentrum überlagern und mit kurzen Kombinationen durchspielen, als die Mitte aufmachen. Gerade der leere Raum dort, war am Wochenende unser größtes Problem!
18.09.2016 - 13:03 Uhr
Zitat von ErekoseSK
Gegen Warschau und Darmstadt haben wir bewiesen, dass wir noch immer kein Problem gegen Gegner haben, die sich wie beim Handball um ihren eigenen Sechzehner verschanzen.
Durch sehr schnelles Passspiel, individuell handelnde Spieler wie Dembele, Guerreiro, Götze e.t.c. können wir die Ketten aufbrechen und so zu zahlreichen Toren gelangen.
Das größte Fragezeichen für mich ist noch immer das Spiel gegen Gegner, die offensiv unsere 6er pressen. Gegen Bayern und insbesondere gegen RB haben wir da nicht gut ausgesehen.
Ich bin sehr gespannt darauf wie Tuchel seine Mannschaft gegen solche Gegner einstellt und welche Spieler er aufstellt.
Gegen Warschau und Darmstadt haben wir bewiesen, dass wir noch immer kein Problem gegen Gegner haben, die sich wie beim Handball um ihren eigenen Sechzehner verschanzen.
Durch sehr schnelles Passspiel, individuell handelnde Spieler wie Dembele, Guerreiro, Götze e.t.c. können wir die Ketten aufbrechen und so zu zahlreichen Toren gelangen.
Das größte Fragezeichen für mich ist noch immer das Spiel gegen Gegner, die offensiv unsere 6er pressen. Gegen Bayern und insbesondere gegen RB haben wir da nicht gut ausgesehen.
Ich bin sehr gespannt darauf wie Tuchel seine Mannschaft gegen solche Gegner einstellt und welche Spieler er aufstellt.
Punkt 1 sehe ich genauso, es wäre aber ja auch schlimm wenn man das mit den ganzen neuen 1vs Spielern nicht schaffen könnte. Es wird halt einfach darauf ankommen, dass TT diese auch konsequent einsetz.
An Punkt 2 wird sich der Erfolg dieser Saison entscheiden. Das Spiel gegen Bayern war jedoch ok, wobei gerade die Probleme gegen RB hausgemacht waren. Da wird es also vor allem an TT liegen, dass er den Mut aufbringt, gegen solch unangenehme Gegner trotzdem offensiv zu agieren und die richtigen Spielertypen aufstellt.
Unterm Strich heißt das für mich, gegen extrem pressende Gegner sollte man mit einer dreier Kette spielen, um erstmal mehr Optionen in der Absicherungen und im Passspiel hinten zu haben. Dann sollte man dort gerade eben keinen Schmelzer/Pische oder auch Passlack auf den Flügeln einsetzen, sondern Spieler die Pressingresistent sind, sprich gerade gegen Topmannschaften macht ein Guerreiro Sinn, weil er das Pressing umspielen kann.
Das bringt uns dann halt zur Problematik, dass unterm Strich ein solcher Typ für rechts fehlt und eben im Zentrum.
Hier muss man dann halt eine Asymmetrie in Kauf nehmen, dass rechts wohl schwächer besetzt ist oder das man auf rechts einen offensiveren hinstellt, der selber Druck machen und den Gegner binden soll oder man dort den ackerer Schürrle hinstellt.
Im Zentrum ist es ähnlich, dort passt Weigl perfekt, Guerreiro genauso, aber der müsste eigtl. auf links agieren, Castro kann das in guter Tagesform auch, bleibt die Frage ob Götze sich so stark entwickeln kann, dass er mehr Einfluss aufs Spiel nimmt und sich mehr fallen lässt und so Verbindungen herstellt.
Hingegen halte ich nichts davon, in einem Topspiel unbedingt die defensiven "Kämpfer" aufzustellen und dann z.B. mit Schmelzer, Pische/Durm und Rode zu agieren, da man sich damit komplett selbst limitiert und es ständig zu Fehlern unter Pressingdruck des Gegners kommt.
Gegen eine pressende Mannschaft würde ich Stand heute deshalb so aufstellen:
----------------Auba-------------Schürrle----------------
-Guerreiro----Götze-----------Castro---------------X-
----------------------------Weigl---------------------------
-------Bender----------Sokratis---------Bartra--------
Beim X müsste man dann gucken wer am besten passt aus unseren drei Jungstars, wahrscheinlich Pulisic, weil er am besten taktisch spielt, jedoch kann eine Waffe wie Dembele/Mor hier auch den LV/LMF des Gegners binden und eine wichtige Option darstellen, zumal Schürrle sich fallen lassen kann auf die Position.
Im Idealfall spielt dann natürlich ein fitter Reus vorne und auf rechts agiert Schürrle oder eines der Talente.
Wie man sieht fehlt es da dann halt doch noch an 3 Spielern, ein rechter Spielertyp ähnlich wie Guerreiro (Gibt es aber kaum), ein weiterer starker IV = Toprak und ein zweiter Guerreiro oder einfach ein richtiger Gündogan Nachfolger wäre toll, da ich bei Götze erstmal noch Fragezeichen sehe, obwohl man das durch Guerreiro gut auffangen könnte, situativ könnte Schürrle ja dann den LA für Breite geben und Guerreiro kippt rein um das Zentrum zu stärken, was Götze als Anspielstation zw. den Linien vorne wieder frei macht wo er seine Stärken hat und viel Raum auf rechts für Dembele/Mor/Pulisic eröffnen würde.
Aber für so ein System müsste TT halt bereit sein Schmelzer und Pische zu opfern, sehe ich leider bei ihm noch nicht.
Rode wäre für mich weiterhin nur jemand der als taktische Option bei Druck des Gegners reinkommt wenn man führt.
Gegen Real wäre ich z.B. für eine defensive Variante die tief steht, weil Real sich verdammt schwer tut mit einem guten Spielaufbau. Sich dort kompakt zurückziehen und dann massiv pressen und schnell umschalten könnte also ein gutes Rezept für 3 Punkte zuhause darstellen.
Unterm Strich hoffe ich daher auf eine Entwicklung in diese Richtung oben, wo man die eigenen Flügel massiv offensiv aufstellt und so den Gegner komplett hinten bindet und die Ballkontrolle auch unter Druck hochhält, dass kann ein Mor und Pulisic wahrscheinlich gut bringen, Dembele eher weniger mit seinen Stockfehlern momentan noch.
Im Sommer dann einen neuen 8er holen (Dahoud, Tielemans, Goretzka) oder Merino auf dieses Level bringen und sich 2 gute IV mit Toprak und Klostermann angeln und ich wäre zufrieden. Für einen richtigen Guerreiro Klon auf rechts fehlt der Platz im Kader und die Alternative auf dem Transfermarkt, daher würde ich dort defensiv auf Passlack und Offensiv auf die eigene 3 Jungstars setzen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Nova am 18.09.2016 um 13:09 Uhr bearbeitet
28.09.2016 - 00:40 Uhr
Zitat von Luis_Figo7
Mir gefällt es gar nicht wie Tuchel gegen die "großen" spielen lässt. Mal abgesehen davon, dass die Aufstellung extrem offensiv war. Ist die Art und Weise wie wir im Gesamten verteidigen einfach zu riskant.
So werden wir keinen Blumentopf gewinnen. mMn erwartet Tuchel viel zu viel von unserer Defensive und überfordert sie total.
Tuchel meint er könne gegen jede Mannschaft der Welt seinen dominanten Fussball spielen lassen. Das ist alle Ehre Wert, aber wir sind der BVB und nicht Barca oder Bayern (und selbst die verlieren genügend entscheidende Spiele aufgrund ihrer riskanten Spielweise hinten). Die Abwehr muss zumindest in Teilen der Partie auch mal tiefer stehen. Ich wäre auch dafür gegen solche Teams auf die Doppel 6 zurückzukehren. Dann hat man die Räume hinten noch besser gesetzt. Das wäre ein Spiel für Rode gewesen.
Gegen solche Gegner hätte ich gerne mal den Kloppschen Fussball zurück, aber auch nur gegen diese Gegner
Mir gefällt es gar nicht wie Tuchel gegen die "großen" spielen lässt. Mal abgesehen davon, dass die Aufstellung extrem offensiv war. Ist die Art und Weise wie wir im Gesamten verteidigen einfach zu riskant.
So werden wir keinen Blumentopf gewinnen. mMn erwartet Tuchel viel zu viel von unserer Defensive und überfordert sie total.
Tuchel meint er könne gegen jede Mannschaft der Welt seinen dominanten Fussball spielen lassen. Das ist alle Ehre Wert, aber wir sind der BVB und nicht Barca oder Bayern (und selbst die verlieren genügend entscheidende Spiele aufgrund ihrer riskanten Spielweise hinten). Die Abwehr muss zumindest in Teilen der Partie auch mal tiefer stehen. Ich wäre auch dafür gegen solche Teams auf die Doppel 6 zurückzukehren. Dann hat man die Räume hinten noch besser gesetzt. Das wäre ein Spiel für Rode gewesen.
Gegen solche Gegner hätte ich gerne mal den Kloppschen Fussball zurück, aber auch nur gegen diese Gegner
Ist das denn wirklich so?
Ich würde zu bedenken geben, dass wir heute den 2ten Spieltag in der CL hatten, genauso in der Liga noch gegen keinen großen gespielt haben.
Warum sollte man also schon jetzt wie Klopp agieren? Ich finde es da durchaus sinnvoller erstmal weiter an der eigenen Dominanz und Offensivpower zu arbeiten, da bis zu den K.O. Duellen noch viel Zeit ist.
Funktioniert unsere Dominanz so weiter, kriegt man Götze weiter gestärkt, kommt Weigl besser in Form bzw. macht den nächsten Schritt, kommen Schürrle und später Reus zurück und machen gerade Mor und Dembele den nächsten Schritt in dem sie ihre super Aktionen auch mit Torgefahr untermauern, dann hat man damit doch viel mehr gewonnen und kann sich gegebenenfalls auch noch mehr offenen Schlagabtausch leisten, weil man genau weiß das man vorne nicht nur eine, sondern mehrere Buden machen kann.
Ansonsten bin ich weiterhin der Meinung das die Defensivproblematik teilweise hausgemacht ist. Heute lag das 1:0 z.B. mMn auch nicht an Sparta, sondern daran das das Zentrum um Weigl, aber vor allem Guerreiro und Castro nicht energisch mit zurückgekommen sind. Da war genug Zeit, damit das Zentrum wieder zurückkommt, aber sie traben halt alle nur und machen nicht die entscheidenden Meter die es in so einem Spiel dann benötigt.
Bei Ecken/Standards fehlt weiterhin die Zuteilung und Konzentration, beim 2:1 gucken 6 Mann auf die Flanke, aber keiner achtet darauf was im Rücken passiert.
Hier fehlt dann einfach die Größe und in meinen Augen der Abwehrchef der ordnet und führt. Sparta ist top, aber er ist keiner der eine Abwehr dirigiert, Ginter erst recht nicht. Bartra kann es wohl "noch"? nicht sein mangels Sprachproblemen und Bender ist ja wieder ständig verletzt.
Für mich daher ein Fehler in der Transferpolitik, dass man seit Jahren offensiv neue Leute holt, aber für die Defensive kaum Geld ausgegeben hat, obwohl man die Kohle hat. Da würde ein "Abwehrchef" der ordnet und führt schon gut tun.
Taktisch bin ich da auch weiterhin der Meinung das in solchen Topspielen eine Dreierkette aus Bartra, Sparta und Bender das beste für KO Spiele für uns wäre, damit man den Raum besser absichern kann, während unsere extreme Offensivpower die gegnerischen außen hinten bindet und man so unterm Strich besser steht.
Taktisch müssten vllt gerade die Offensiven mal öfter das Spiel des Gegners durch Fauls unterbrechen.
Für die nächste Saison sehe ich jedenfalls weiterhin Bedarf an 2 neuen IV, Typ Abwehrchef wie Toprak und Typ AIV wie Klostermann oder Bentaleb der da einfach perfekt als LIV gewesen wäre.
28.09.2016 - 01:04 Uhr
Zitat von Luis_Figo7
Mir gefällt es gar nicht wie Tuchel gegen die "großen" spielen lässt. Mal abgesehen davon, dass die Aufstellung extrem offensiv war. Ist die Art und Weise wie wir im Gesamten verteidigen einfach zu riskant.
So werden wir keinen Blumentopf gewinnen. mMn erwartet Tuchel viel zu viel von unserer Defensive und überfordert sie total.
Tuchel meint er könne gegen jede Mannschaft der Welt seinen dominanten Fussball spielen lassen. Das ist alle Ehre Wert, aber wir sind der BVB und nicht Barca oder Bayern (und selbst die verlieren genügend entscheidende Spiele aufgrund ihrer riskanten Spielweise hinten). Die Abwehr muss zumindest in Teilen der Partie auch mal tiefer stehen. Ich wäre auch dafür gegen solche Teams auf die Doppel 6 zurückzukehren. Dann hat man die Räume hinten noch besser gesetzt. Das wäre ein Spiel für Rode gewesen.
Gegen solche Gegner hätte ich gerne mal den Kloppschen Fussball zurück, aber auch nur gegen diese Gegner
Mir gefällt es gar nicht wie Tuchel gegen die "großen" spielen lässt. Mal abgesehen davon, dass die Aufstellung extrem offensiv war. Ist die Art und Weise wie wir im Gesamten verteidigen einfach zu riskant.
So werden wir keinen Blumentopf gewinnen. mMn erwartet Tuchel viel zu viel von unserer Defensive und überfordert sie total.
Tuchel meint er könne gegen jede Mannschaft der Welt seinen dominanten Fussball spielen lassen. Das ist alle Ehre Wert, aber wir sind der BVB und nicht Barca oder Bayern (und selbst die verlieren genügend entscheidende Spiele aufgrund ihrer riskanten Spielweise hinten). Die Abwehr muss zumindest in Teilen der Partie auch mal tiefer stehen. Ich wäre auch dafür gegen solche Teams auf die Doppel 6 zurückzukehren. Dann hat man die Räume hinten noch besser gesetzt. Das wäre ein Spiel für Rode gewesen.
Gegen solche Gegner hätte ich gerne mal den Kloppschen Fussball zurück, aber auch nur gegen diese Gegner
Mir wird das immer viel zu einfach gemacht. Tiefer stehen und nicht so riskant spielen, bedeutet nicht gleichzeitig das man automatisch weniger zulässt. Klar Real bekommt dann über 90 Minuten weniger Räume zum Kontern, aber dann haben sie halt mehr Ballbesitz in unserer Hälfte und kommen dann evtl. über Halbfeldflanken zu Möglichkeiten usw., denke das Tuchel bewusst diese Taktik gewählt hat gegen Real, um Spieler wie Ronaldo aus der Box fern zu halten.
Zudem würde es auch an der Offensivpower runtergehen, die erste Hälfte war schon teilweise richtig geil zum angucken, wir haben Real hergespielt, hätten wir im letzten Drittel ein wenig mehr Ruhe, dann wären wir mit 3 oder 4-1 in die Pause.
Tuchel hat auf der PK dann auch gesagt, das in sachen Absicherungen und sonstigem noch einiges an Arbeit wartet, da sind wir einfach noch zu Fehleranfällig. Ich denke auch das wir Personell zur kommenden Saison vor allem in der Defensive noch nachlegen müssen, Toprak ist da ja schon ein wohl fast sicherer Kandidat. Damit wir halt trotz der offensiven Spielweise und dem hohen Gegenpressing auch mal den weiten Raum und 1vs1 besser klären können.
Ich sehe auch nirgends wo Tuchel in top Spielen zu offen spielen lässt, das einzige mal wo er richtig auf die Schnauze gekriegt hat, war Hinspiel letzte Saison in München, wobei wir da von langen Bällen besiegt wurden, das war eher Amateurhaft. Sonst haben wir 2x gegen die Bayern in 210 Minuten kein Gegentor bekommen, allzuviel auch nicht zugelassen, gegen Real zwar 2 gefangen, aber das war beim 2. Treffer nach einer Ecke und sonst auch nicht allzuviel zugelassen.
Ich kann mich letzte Saison an wenige Momente erinnern wo wir tief verteidigt haben, das war zum einen in Wolfsburg und da sind wir geschwommen ohne Ende und in Liverpool nach dem 3-1 und wir haben dann trotz versuchs Bus zu parken 3 Dinger gekriegt. Auch diese Saison als wir nach dem 2-0 komplett in der eigenen Hälfte versucht haben zu verteidigen hat Wolfsburg eine Hochprozentige nach der anderen sich rausgespielt.
Ich bin immer ein Fan davon wenn man Ballbesitz anstrebt, vor allem gegen starke Teams, um defensiv mehr entlastung zum haben, Teams wie Real, Barca, Bayern bestrafen auch Teams die im kompletten Block gegen den Ball stehen, egal ob durch Kombis (Barca), 1vs1 über Außen (Bayern) oder Halbfeldflanken und Power (Real).
28.09.2016 - 01:27 Uhr
Aktuell kann der BVB gar nicht anders als offensiv spielen lassen. Das ist genau richtig.
Ich versteh ja grundsätzlich die Kritik. Normalerweise würde man denken, gegen Topgegner soll man lieber kontern und hinten sicher stehen.
Aber dafür hat der BVB aktuell einfach noch nicht die Spieler in der Defensive. Das hat man ja heute auch gesehen. Sobald man sich zurückzieht, bekommt der Gegner Chancen, die besonders bei hohen Bällen und Standards zu Gegentoren führen. Ich hab heute beim public viewing viele Stimmen neben mir gehört, wo von "das Tor für Real lag in der Luft" gesprochen wurde, immer dann wenn Real davor 5-10 Minuten die Innitative übernahm.
Das heißt im Umkehrschluss, dass der BVB aktuell den Gegner möglichst weit vom eigenen Tor weghalten muss und vorne selbst Druck machen muss. Dann spielt man halt lieber mal 3:2 oder gegen Topgegner wie heute nur 2:2. Ich glaub wenn man sich zurückzieht, verliert man das Ding.
In ein paar Monaten mag das anders sein, wenn die Abwehr besser eingespielt ist oder man vielleicht noch einen Wintertransfer (oder auch erst im nächsten Sommer) tätigt. Dann kann man vielleicht auch mal taktisch mehr umstellen und auf Konter spielen. Aktuell ist das nicht drin, jedenfalls nicht ohne zu viel gegnerischen Chancen zuzulassen. Das mag man ja Tuchel ankreiden können, aber ich glaub dafür ist es einfach noch zu früh.
Für die Veränderungen im Kader ist das aller Ehren wert, was der BVB spielt. Da nehm ich (auch wenn ich sonst ein Defensivfanatiker bin) gerne auch mal übergangsweise diese Schwächen in Kauf. Sie sind erklärbar.
Ich versteh ja grundsätzlich die Kritik. Normalerweise würde man denken, gegen Topgegner soll man lieber kontern und hinten sicher stehen.
Aber dafür hat der BVB aktuell einfach noch nicht die Spieler in der Defensive. Das hat man ja heute auch gesehen. Sobald man sich zurückzieht, bekommt der Gegner Chancen, die besonders bei hohen Bällen und Standards zu Gegentoren führen. Ich hab heute beim public viewing viele Stimmen neben mir gehört, wo von "das Tor für Real lag in der Luft" gesprochen wurde, immer dann wenn Real davor 5-10 Minuten die Innitative übernahm.
Das heißt im Umkehrschluss, dass der BVB aktuell den Gegner möglichst weit vom eigenen Tor weghalten muss und vorne selbst Druck machen muss. Dann spielt man halt lieber mal 3:2 oder gegen Topgegner wie heute nur 2:2. Ich glaub wenn man sich zurückzieht, verliert man das Ding.
In ein paar Monaten mag das anders sein, wenn die Abwehr besser eingespielt ist oder man vielleicht noch einen Wintertransfer (oder auch erst im nächsten Sommer) tätigt. Dann kann man vielleicht auch mal taktisch mehr umstellen und auf Konter spielen. Aktuell ist das nicht drin, jedenfalls nicht ohne zu viel gegnerischen Chancen zuzulassen. Das mag man ja Tuchel ankreiden können, aber ich glaub dafür ist es einfach noch zu früh.
Für die Veränderungen im Kader ist das aller Ehren wert, was der BVB spielt. Da nehm ich (auch wenn ich sonst ein Defensivfanatiker bin) gerne auch mal übergangsweise diese Schwächen in Kauf. Sie sind erklärbar.
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