Ex-Lautrer
31.07.2015 - 09:17 Uhr
19.01.2018 - 23:20 Uhr
@deadflower , willst du jetzt tatsächlich die Lebensqualität Kaiserslauterns mit Berlin in eine Waagschale werfen? Um es kurz zu machen: Kaiserslautern ist meine Heimat, aber wenn ich als junger Mensch die Möglichkeit (& vor allem das Geld) habe in einer Weltstadt zu leben, dann tue ich das. Grundsätzlich ist das eine Einstellungssache und unterscheidet sich grundlegend. Aber ich glaube wir müssen wirklich nicht Berlin mit Kaiserslautern vergleichen
Back to topic: Weiser sagt nichts schlechtes über den Verein und Fans, lediglich, dass eine Weltstadt wie Berlin in Punkto Attraktivität und Lebensqualität ne andere Hausnummer ist und den Schritt nichtmehr zurück nach KL gehen würde (und muss). Das ist schlichtweg die Wahrheit. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, stimmt man dem zu. Nicht, dass Kaiserslautern das allerletzte Loch wäre, aber Berlin ist es nunmal bei weitem nicht. Also Leuts, lasst den Herrn Weiser doch in seinem Penthouse am Ku'damm über Mode quatschen, ich kanns ihm nicht verübeln
Back to topic: Weiser sagt nichts schlechtes über den Verein und Fans, lediglich, dass eine Weltstadt wie Berlin in Punkto Attraktivität und Lebensqualität ne andere Hausnummer ist und den Schritt nichtmehr zurück nach KL gehen würde (und muss). Das ist schlichtweg die Wahrheit. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, stimmt man dem zu. Nicht, dass Kaiserslautern das allerletzte Loch wäre, aber Berlin ist es nunmal bei weitem nicht. Also Leuts, lasst den Herrn Weiser doch in seinem Penthouse am Ku'damm über Mode quatschen, ich kanns ihm nicht verübeln
25.01.2018 - 20:08 Uhr
Zitat von Fireball911
Würde ich auch sofort wieder nehmen! Bei dem kommen die langen Bälle (wenn man sie denn schon spielen muss
) wenigstens auch an!
Würde ich auch sofort wieder nehmen! Bei dem kommen die langen Bälle (wenn man sie denn schon spielen muss
) wenigstens auch an!Zitat von Betzemaster
Servus,
um genau zu sein war er der letzte Sechser, der einen Seitenwechsel über 30m zustandegebracht hat, der auch ankam. ...
Gruß Master
Servus,
um genau zu sein war er der letzte Sechser, der einen Seitenwechsel über 30m zustandegebracht hat, der auch ankam. ...
Gruß Master
Seufert kann das auch, hat er diese Saison schon mehrfach unter Beweis gestellt! Bei ihm gibt es allerdings andere Sachen, wo er unbedingt noch zulegen muss.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von ValleD am 25.01.2018 um 20:08 Uhr bearbeitet
02.05.2018 - 01:05 Uhr
Ich habe mich ja die letzte Zeit sehr zurückgehalten mit Kommentaren und dem Eingehen auf plakative, natürlich von Emotionen gesteuerten, Aussagen und Meinungen. Aber ich muss jetzt doch mal auf die Aussagen einiger, nicht weniger User bzgl. unseres Ex-Trainers Strasser und dessen vermeintliche Alleinverantwortlichkeit für die guten Spiele der Rückrunde eingehen. Da wird gesagt: Strasser habe die Jungs so gut vorbereitet und fit gemacht, dass Frontzeck davon profitieren konnte und als diese "Mitgabe" von Strasser aufgebraucht war, gings wieder bergab. Zum einen halte ich es für unverschämt und respektlos unserem aktuellen Coach gegenüber solch Aussagen zu tätigen ohne irgendeinen belegbaren Fakt. Dass Jenssen z.B. am letzten Spieltag mit knapp 14km laufleistung die meisten km des gesamten Spieltags zurückgelegt hat ist also ein Indiz dafür, dass Frontzek die Mannschaft nicht mehr auf Level hält? Wohl kaum. Wenngleich ich diese Zahl jetzt nur rausgepickt habe um etwas zu veranschaulichen, ich habe nicht die Intention zu mutmaßen welche Statistik u.U. für Frontzek spricht.
Dass in einer Vorbereitung der Grundstein, speziell im Fitnessbereich, aber auch inhaltlich Richtung taktischer Ausrichtung und Spielidee gelegt wird steht ja ausser Frage, ebenso sollte es nicht diskusionswürdig sein, dass im Laufe der Runde dann moderater zu trainieren ist ( Stichworte: Regeneration, Formaufbau ). Man darf annehmen, dass Trainer auf diesem Niveau durchaus mit Themen der Trainingsgestaltung und Trainingssteuerung auf einem aktuellen Stand sind. ( falls nicht, werden sie intern Fachleute haben die ggf. gegensteuern ). Ich möchte nicht in Abrede stellen, das es sicher den ein oder anderen Trainer, speziell Trainer der vorherigen oder vorvorherigen Generation gib/gab die das nach Gefühl gehandhapt haben ( mal erfolgreich wie unter König Otto, der es locker angehen liess so lange es lief oder laut Erzählungen einem Axel Roos mal zwei freie Tage vor einem wichtigen Spiel zugestand und ihn dennoch aufstellte, mal weniger erfolgreich wie angeblich unter Ancelotti bei BAyern, die MEdienberichten zu Folge katastrophale Fitnesswerte hatten ), aber dahingehend hat man weder etwas vernommen noch gibt es irgendwelche Statistiken oder augenscheinliche Vorfälle die darauf schliessen lassen.
Bader sagte bei der Vorstellung von Frontzek, dass man auch mit Jeff bzgl. dieser Personalie gesprochen hatte und er diese begrüsste, da beide eine ähnliche Spielvorstellung hätten ( so od. so ähnlich - legt mich nicht auf den genauen Wortlaut fest ). Weiterhin darf man bei der Glorifizierung unseres durchaus sympatischen Luxemburgers nicht vergessen wie wir die ersten Spiele nach seiner Amtsübernahme gespielt haben. Das war nahezu der gleiche Stiefel wie unter Maier mit gefühlt 20% mehr Emotion. Daher empfinde ich es nicht nur als äußerst spekulativ, sondern in höchstem Maße frech zu behaupten er sei für die "Wandlung" und Verbesserung der Mannschaftsperformance verantwortlich und Frontzeck habe das erarbeitete nur verwaltet. Frontzeck hat zum einen Personalentscheidungen getroffen die nicht wirklich populär waren ( Altintop lange nicht gebracht, Hoffnungsträger Jenssen z.T. von der Bank gebracht, Osawe fest eingebaut, Andersson durch Spalvis ersetzt, Vucur drin gelassen obwohl Correira wieder fit war etc. ) die mitunter zum Erfolg beitrugen, hat Druck von der Mannschaft genommen, durch seine besonnene Art das Umfeld "beruhigt" und sich nicht verrückt machen lassen .
Was ich auch nicht belegen kann, aber mir als Außenstehendem so rüber kommt, scheint er die Mannschaft zu erreichen bzw. die richtigen Worte zu finden, wie oft haben wir nach schwachem Beginn plötzlich nach der Hälfte eine Andere Elf erlebt? Daher sollte man gerne Strassers Vorbereitung loben ( ja die Jungs schienen besser drauf als zu Beginn der Hinrunde ), ihm aber die positiven Aspekte der Rückrunde zuschreiben und Frontzeck als Profiteur Strassers darzustellen, der dann als die Ergebnisse nicht mehr stimmten od. wir mal wieder ein schwaches Spiel ablieferten für jene negativen Punkte die Verantwortung zu tragen hat, empfinde ich als untragbare Darstellung der Geschehnisse.
Abschliessend ( wurde verdammt lange, danke für die, die bis hierher gelesen haben ): Meine rein persönliche Sicht ist, dass wir mit einem Frontzeck zu Rundenbeginn nicht abgestiegen wären. Dass mich Frontzeck hinsichtlich seines Auftretens und der Kommunikation nach Außen hin positiv überrascht hat und ich phasenweise ordentlichen ( nicht richtig gut aber auf einem gehobenen Zweitliganiveau ) Fussball unter ihm gesehen habe. Die Mentalität und Einstellung der Truppe, die ich im Verlauf der Hinrunde ebenso in Frage stellte wie die Qualität einiger Akteure, war auffallend anders unter Frontzeck. Ob er der Richtige ist für den Neustart in Iiga 3 vermag ich nicht abschließend zu beurteilen, wenngleich ich mich frage wem wenn nicht ihm, dem Trainer der am ehesten Verstanden hat was man auf dem Berg erwartet, welche Tugenden man sehen will, der genau das zu grossen Teilen der Rückrunde aus der Mannschaft kitzelte, soll man diese Aufgabe anvertrauen? Wir hatten genug Experimente oder Trainer deren Philosophie nicht der des Vereins entsprach ( Runjaic, Foda, Korkut, Fünfstück, Rekdal ).
Genug, ich könnte noch so viel dazu sagen, aber ich lass es für heute gut sein.
Dass in einer Vorbereitung der Grundstein, speziell im Fitnessbereich, aber auch inhaltlich Richtung taktischer Ausrichtung und Spielidee gelegt wird steht ja ausser Frage, ebenso sollte es nicht diskusionswürdig sein, dass im Laufe der Runde dann moderater zu trainieren ist ( Stichworte: Regeneration, Formaufbau ). Man darf annehmen, dass Trainer auf diesem Niveau durchaus mit Themen der Trainingsgestaltung und Trainingssteuerung auf einem aktuellen Stand sind. ( falls nicht, werden sie intern Fachleute haben die ggf. gegensteuern ). Ich möchte nicht in Abrede stellen, das es sicher den ein oder anderen Trainer, speziell Trainer der vorherigen oder vorvorherigen Generation gib/gab die das nach Gefühl gehandhapt haben ( mal erfolgreich wie unter König Otto, der es locker angehen liess so lange es lief oder laut Erzählungen einem Axel Roos mal zwei freie Tage vor einem wichtigen Spiel zugestand und ihn dennoch aufstellte, mal weniger erfolgreich wie angeblich unter Ancelotti bei BAyern, die MEdienberichten zu Folge katastrophale Fitnesswerte hatten ), aber dahingehend hat man weder etwas vernommen noch gibt es irgendwelche Statistiken oder augenscheinliche Vorfälle die darauf schliessen lassen.
Bader sagte bei der Vorstellung von Frontzek, dass man auch mit Jeff bzgl. dieser Personalie gesprochen hatte und er diese begrüsste, da beide eine ähnliche Spielvorstellung hätten ( so od. so ähnlich - legt mich nicht auf den genauen Wortlaut fest ). Weiterhin darf man bei der Glorifizierung unseres durchaus sympatischen Luxemburgers nicht vergessen wie wir die ersten Spiele nach seiner Amtsübernahme gespielt haben. Das war nahezu der gleiche Stiefel wie unter Maier mit gefühlt 20% mehr Emotion. Daher empfinde ich es nicht nur als äußerst spekulativ, sondern in höchstem Maße frech zu behaupten er sei für die "Wandlung" und Verbesserung der Mannschaftsperformance verantwortlich und Frontzeck habe das erarbeitete nur verwaltet. Frontzeck hat zum einen Personalentscheidungen getroffen die nicht wirklich populär waren ( Altintop lange nicht gebracht, Hoffnungsträger Jenssen z.T. von der Bank gebracht, Osawe fest eingebaut, Andersson durch Spalvis ersetzt, Vucur drin gelassen obwohl Correira wieder fit war etc. ) die mitunter zum Erfolg beitrugen, hat Druck von der Mannschaft genommen, durch seine besonnene Art das Umfeld "beruhigt" und sich nicht verrückt machen lassen .
Was ich auch nicht belegen kann, aber mir als Außenstehendem so rüber kommt, scheint er die Mannschaft zu erreichen bzw. die richtigen Worte zu finden, wie oft haben wir nach schwachem Beginn plötzlich nach der Hälfte eine Andere Elf erlebt? Daher sollte man gerne Strassers Vorbereitung loben ( ja die Jungs schienen besser drauf als zu Beginn der Hinrunde ), ihm aber die positiven Aspekte der Rückrunde zuschreiben und Frontzeck als Profiteur Strassers darzustellen, der dann als die Ergebnisse nicht mehr stimmten od. wir mal wieder ein schwaches Spiel ablieferten für jene negativen Punkte die Verantwortung zu tragen hat, empfinde ich als untragbare Darstellung der Geschehnisse.
Abschliessend ( wurde verdammt lange, danke für die, die bis hierher gelesen haben ): Meine rein persönliche Sicht ist, dass wir mit einem Frontzeck zu Rundenbeginn nicht abgestiegen wären. Dass mich Frontzeck hinsichtlich seines Auftretens und der Kommunikation nach Außen hin positiv überrascht hat und ich phasenweise ordentlichen ( nicht richtig gut aber auf einem gehobenen Zweitliganiveau ) Fussball unter ihm gesehen habe. Die Mentalität und Einstellung der Truppe, die ich im Verlauf der Hinrunde ebenso in Frage stellte wie die Qualität einiger Akteure, war auffallend anders unter Frontzeck. Ob er der Richtige ist für den Neustart in Iiga 3 vermag ich nicht abschließend zu beurteilen, wenngleich ich mich frage wem wenn nicht ihm, dem Trainer der am ehesten Verstanden hat was man auf dem Berg erwartet, welche Tugenden man sehen will, der genau das zu grossen Teilen der Rückrunde aus der Mannschaft kitzelte, soll man diese Aufgabe anvertrauen? Wir hatten genug Experimente oder Trainer deren Philosophie nicht der des Vereins entsprach ( Runjaic, Foda, Korkut, Fünfstück, Rekdal ).
Genug, ich könnte noch so viel dazu sagen, aber ich lass es für heute gut sein.
02.05.2018 - 01:43 Uhr
Stimme meinem Vorredner absolut zu und würde sogar, bevor ich die Richtung einschlage, die kritisiert wird, sagen, dass wir mit Strasser weniger Punkte geholt hätten. Er hat zwar die Fitness zurückgebracht, jedoch meiner Ansicht nach die Spieler im Kopf nicht freibekommen. Er selbst wirkte sehr angespannt, was bei Frontzeck auf Grund seiner Erfahrung nicht der Fall ist. Und wenn man ehrlich ist: Das 3:0 gegen Fürth und das 1:1 gegen Pauli waren okay. Aber die darauf folgenden Spiele gegen Duisburg (0:1), Regensburg (1:3), Bochum (0:0) und Bielefeld (0:2) waren grottenschlecht und blutleer. Gegen Nürnberg und Ingolstadt, jeweils 1:1, sah es nicht viel besser aus. Wie wir das Ding in Dresden gedreht haben, weiß niemand. Gut der Punktverlust gegen Heidenheim war bitter, das Spiel sehr ordentlich.
Solche blutleeren, harmlosen Spiele gab es unter Frontzeck, mit Ausnahme Dresden und Sandhausen, in dem Maße nicht mehr. Die Mannschaft wollte immer, konnte plötzlich Offensivfußball spielen und es hat wieder Spaß gemacht, Spiele zu schauen. Spiele wie gegen Union oder Duisburg habe ich gefühlte 5 Jahre nicht mehr vom FCK gesehen. Die individuellen Patzer, bei Standards beispielsweise, konnte Frontzeck genauso wenig wie Strasser abstellen. Will ihn auch nicht loben, immerhin sind wir mit ihm abgestiegen, haben die letzten drei Spiele verloren. Aber zu glauben, dass es mit Strasser besser gelaufen wäre ... lässt mich doch gehörig an einer guten Wahrnehmungsfähigkeit zweifeln.
Klar ist es genauso spekulativ zu sagen, dass wir mit Strasser weniger Punkt geholt hätten. Aber auf Basis der Informationen die man HAT, nämlich Punkteschnitt pro Spiel, Auftreten der Mannschaft, geschossene Tore pro Spiel, etc.. sind für diesen Standpunkt deutlich bessere Argumente zu finden. Und sich an Fakten zu halten, damit ist man eigentlich immer gut beraten.
Solche blutleeren, harmlosen Spiele gab es unter Frontzeck, mit Ausnahme Dresden und Sandhausen, in dem Maße nicht mehr. Die Mannschaft wollte immer, konnte plötzlich Offensivfußball spielen und es hat wieder Spaß gemacht, Spiele zu schauen. Spiele wie gegen Union oder Duisburg habe ich gefühlte 5 Jahre nicht mehr vom FCK gesehen. Die individuellen Patzer, bei Standards beispielsweise, konnte Frontzeck genauso wenig wie Strasser abstellen. Will ihn auch nicht loben, immerhin sind wir mit ihm abgestiegen, haben die letzten drei Spiele verloren. Aber zu glauben, dass es mit Strasser besser gelaufen wäre ... lässt mich doch gehörig an einer guten Wahrnehmungsfähigkeit zweifeln.
Klar ist es genauso spekulativ zu sagen, dass wir mit Strasser weniger Punkt geholt hätten. Aber auf Basis der Informationen die man HAT, nämlich Punkteschnitt pro Spiel, Auftreten der Mannschaft, geschossene Tore pro Spiel, etc.. sind für diesen Standpunkt deutlich bessere Argumente zu finden. Und sich an Fakten zu halten, damit ist man eigentlich immer gut beraten.
02.05.2018 - 07:48 Uhr
Zitat von FCK_Timmy
Klar ist es genauso spekulativ zu sagen, dass wir mit Strasser weniger Punkt geholt hätten. Aber auf Basis der Informationen die man HAT, nämlich Punkteschnitt pro Spiel, Auftreten der Mannschaft, geschossene Tore pro Spiel, etc.. sind für diesen Standpunkt deutlich bessere Argumente zu finden. Und sich an Fakten zu halten, damit ist man eigentlich immer gut beraten.
Klar ist es genauso spekulativ zu sagen, dass wir mit Strasser weniger Punkt geholt hätten. Aber auf Basis der Informationen die man HAT, nämlich Punkteschnitt pro Spiel, Auftreten der Mannschaft, geschossene Tore pro Spiel, etc.. sind für diesen Standpunkt deutlich bessere Argumente zu finden. Und sich an Fakten zu halten, damit ist man eigentlich immer gut beraten.
Das sind gute Argumente in dem Gesamtbeitrag, aber sicherlich nicht die einzigen. Vor allem stellt sich für mich zusätzlich noch die Mentalitätsfrage: Macht mich schon nachdenklich, dass wir absteigen, weil wir ALLE 6-Punkte-Spiele gegen direkte Konkurrenten verkaggt haben. Das ist kein Argument im Vergleich zu Jeff, aber darum sollte es m.E. ohnehin nicht so sehr gehen. Die eigentliche Frage ist doch, ob Frontzeck für die kommende Saison der richtige Trainer ist.
Was den (mich eigentlich weniger interessierenden) direkten Vergleich mit Jeff angeht, lässt sich aber in der Tat aus alledem wenig Honig saugen. Eher schon kann man konstatieren, dass Meier die Mannschaft nicht hinreichend fit bekommen hat! Den Vergleich Meier/ Strasser kann man in diesem Punkt durchaus zugunsten des letzteren entscheiden. Was dies in der Fortführung dann für den Vergleich Strasser/ Frontzeck aussagt, weiß ich nicht genau. Es ist aber auffällig, wie stark Frontzeck auf ein laufintensives Spiel setzt. Und dann vielleicht als Frage doch nicht ganz so abwegig, ob der Mannschaft deshalb zum Schluß der Saison die Körner vorzeitig ausgegangen sind - und sie sich deshalb, trotz i.d.R. engagierter Spielweise, immer gerne mal ausgiebige Auszeiten nimmt. Professionelle Trainingssteuerung hin oder her, so etwas passiert durchaus auch im Profigeschäft.
Darüber hinaus wurde ja auch noch die Frage diskutiert, ob Frontzeck taktisch hinreichend flexibel ist, um gegen erwartet tiefstehende Gegner Lösungen zu finden. Mein Argument ist das eher nicht, da ich den FCK keineswegs durchgängig in der Favoritenrolle sehe - und auch nicht glaube, dass unsere Mitbewerber vor unserem großen Namen in Ehrfurcht erstarren. Die werden wohl eher eine zusammengewürfelte Truppe erkennen, die man besser mal gleich unter Druck setzt um sie auseinanderzuspielen. Vor allem aber hat diese Frage nach der taktischen Flexibilität nichts mit dem Vergleich Strasser/ Frontzeck zu tun - die könnte man Jeff nämlich genauso stellen.
Ich lese die Diskussion zu diesem Punkt alles in allem hier nicht so anmaßend und frech wie @papapump21 sie wahrnimmt. Tatsächlich haben wir ja nun mal keine guten Erfahrungen damit gemacht, mit einem angezählten Trainer in die neue Saison zu gehen. Man hätte da m.E. schon mal schauen können, wie das jetzt zu Ende gespielt wird - und dann eben ergebnisoffen prüfen. Aber da diese Frage von Bader bereits entschieden wurde, ist es ja auch ein Streit um Kaisers Bart. Jedenfalls im Moment! Sollte Frontzeck in Liga 3 nicht funktionieren, muss sich der Sportvorstand dann schon unangenehme Fragen stellen lassen. "Mehr richtige als falsche Entscheidungen treffen" hat er als Richtlinie des Führungshandelns vorgegeben. Und die Entscheidung der Trainerfrage ist da in Baders Verantwortungsbereich nunmal eine der wichtigsten.
Dass Jeff hier und heute anders - und kritischer - diskutiert würde, als es durch und nach seiner Erkrankung nun der Fall ist, glaube ich unter'm Strich aber auch. Ich sehe auch wenig bis keine Argumente, wieso ein Klassenerhalt mit ihm eher hätte gelingen können als mit Frontzeck.
11.05.2018 - 16:33 Uhr
Zitat von Nasenkarl
Kosta Runjaic hat Pogon Stetin mit 9 Punkten aus 15 Spielen übernommen. Die waren damals abgeschlagen Tabellenletzter. Jetzt hat er mit Ihnen die Klasse gehalten und in den 16 Spielen seit Mitte Dezember mehr Punkte geholt als jede andere polnische Mannschaft.
Hach wie ich ihn vermisse.
Hat sich jetzt allerdings beim Fussball spielen mit seiner Mannschaft die Patellasehne gerissen. Autsch.
Gute Besserung CK.
Kosta Runjaic hat Pogon Stetin mit 9 Punkten aus 15 Spielen übernommen. Die waren damals abgeschlagen Tabellenletzter. Jetzt hat er mit Ihnen die Klasse gehalten und in den 16 Spielen seit Mitte Dezember mehr Punkte geholt als jede andere polnische Mannschaft.
Hach wie ich ihn vermisse.
Hat sich jetzt allerdings beim Fussball spielen mit seiner Mannschaft die Patellasehne gerissen. Autsch.
Gute Besserung CK.
Servus,
es konnte ja nicht genug gegen ihn gepöbelt werden, bis der Druck so groß war und nichts als der Rücktritt blieb. Diesem Trainer(-team mit Gruev) die Schuld für verpasste Aufstiege zuzurechnen und zum Rücktritt zu zwingen, hat den Stein Richtung Liga3 ins rollen gebracht - und das waren überwiegend Fans und das unzufriedene Umfeld, keine Funktionäre.
Gruß Master
11.05.2018 - 17:51 Uhr
Runjaic hatte genau ein Problem:
Seine Art, Fußball zu spielen, passt nicht hierher.
Der geneigte Fan im Stadion will eine lauf- und kampfstarke Mannschaft sehen, alles andere ist Makulatur.
Im Prinzip passt es nämlich besser zu uns, im Abstiegskampf in einer aussichtslosen Situation zu bestehen, als oben mitzuspielen und dann mit leeren Händen dazustehen.
Dominiert man unterkühlt den Gegner, so ist das den meisten Fans im Stadion nicht genehm. Wenn man sportlich erfolgreich ist, wird diese Spielweise akzeptiert, aber nicht gefeiert.
Unvergessen das Heimspiel im Frühjahr gegen Nürnberg, als man gegen eine gute Mannschaft mit taktisch klugem Fußball 2:0 führte und die Kurve von Ehrmann geweckt werden musste.
Ich war damals im Stadion und wurde auch von der Lethargie angesteckt. Seitdem habe ich mich oft gefragt, an was das lag.
Meine These: Eigentlich gehen wir nicht auf den Betze, um guten Fußball zu sehen. Wir wollen nichts von kreativen neuen Taktiken sehen oder hören, wie innovativ ein Nagelsmann oder Tedesco den Fußball sieht.
Wir wollen ein Raubein in der Abwehr, einen Heißsporn im Mittelfeld, einen Ehrmann-Sprössling im Tor und einen Babbsack im Sturm. Wir wollen, dass der Gegner 2:0 auf dem Betze führt und der Schiri alles gegen uns pfeift, damit wir uns auf unserem Platz aufregen können. Das lädt uns elektrisch auf. Fällt dann das Anschlusstor - am besten aus irgendeiner hingewürgten Aktion - so sind wir da. Dann kommen wir in Fahrt. Fällt dann noch der Ausgleich, explodiert das Stadion und der ganze Frust kann sich entladen.
Und das ist - so meine Theorie - bei ganz ganz vielen nicht nur der Frust über das Spiel, sondern der Ärger, der sich unter der Woche angesammelt hat.
Ein Stadiongang als Therapie sozusagen. Berücksichtigt man dann noch, dass wir hier in einer Region leben, in der das Leben für viele Menschen kein Zuckerschlecken ist, ergibt sich da so allmählich ein Gesamtbild. Man braucht das Gefühl, benachteiligt zu werden, um die Identifikation mit dem eigenen Verein ins Unermessliche zu steigern.
Vielleicht ist es nicht zuletzt dieses Gefühl, das uns immer stark gemacht hat. Ich denke, das ist auch das, was man mit dem gallischen Dorf-Gleichnis meint.
Und dieses Gefühl, das hat einem der Fußball von Kosta Runjaic nie gegeben. Außer beim 3:2 gegen Sechzig. Und was dieses eine Spiel ausgelöst hat, hat man ja damals gesehen.
Kosta ist ein wahnsinnig guter Fachmann. Aber es ist einfach etwas dran, das jeder Spieler und jeder Trainer auch menschlich auf den Betze passen muss. Man nennt das dann gerne Mentalität.
Ein Ehrmann ist hier nicht zuletzt deshalb eine Legende, weil er manchmal drauf und dran ist, einem arroganten Kerl auf des Gegners Bank eine reinzuhauen.
Wir leben von dieser "Wir mit dem Rücken zur Wand gegen alle" - Mentalität. Die Situation in der Rückrunde ist doch eigentlich von den Ausgangsbedingungen genau das gewesen, was uns hier zusammenschweißt.
Dieses Gefühl der Chancenlosigkeit, in der man dann aber die Ärmel hochgekrempelt und alles gibt uns es dann doch schafft: Das ist die Seele des Vereins.
Im Falle von Runjaic wurde sie uns leider zum Nachteil. Vielleicht muss sie sich auch ändern, um in Zukunft sportliche und finanzielle Fortschritte zu ermöglichen.
Aber das erklärt eben auch, wieso ein Dick bis heute mit Applaus empfangen wird.
Man will eben beim Heimgehen das Gefühl haben, auf dem Betze gewesen zu sein und nicht in Mainz oder Hoffenheim.
Seine Art, Fußball zu spielen, passt nicht hierher.
Der geneigte Fan im Stadion will eine lauf- und kampfstarke Mannschaft sehen, alles andere ist Makulatur.
Im Prinzip passt es nämlich besser zu uns, im Abstiegskampf in einer aussichtslosen Situation zu bestehen, als oben mitzuspielen und dann mit leeren Händen dazustehen.
Dominiert man unterkühlt den Gegner, so ist das den meisten Fans im Stadion nicht genehm. Wenn man sportlich erfolgreich ist, wird diese Spielweise akzeptiert, aber nicht gefeiert.
Unvergessen das Heimspiel im Frühjahr gegen Nürnberg, als man gegen eine gute Mannschaft mit taktisch klugem Fußball 2:0 führte und die Kurve von Ehrmann geweckt werden musste.
Ich war damals im Stadion und wurde auch von der Lethargie angesteckt. Seitdem habe ich mich oft gefragt, an was das lag.
Meine These: Eigentlich gehen wir nicht auf den Betze, um guten Fußball zu sehen. Wir wollen nichts von kreativen neuen Taktiken sehen oder hören, wie innovativ ein Nagelsmann oder Tedesco den Fußball sieht.
Wir wollen ein Raubein in der Abwehr, einen Heißsporn im Mittelfeld, einen Ehrmann-Sprössling im Tor und einen Babbsack im Sturm. Wir wollen, dass der Gegner 2:0 auf dem Betze führt und der Schiri alles gegen uns pfeift, damit wir uns auf unserem Platz aufregen können. Das lädt uns elektrisch auf. Fällt dann das Anschlusstor - am besten aus irgendeiner hingewürgten Aktion - so sind wir da. Dann kommen wir in Fahrt. Fällt dann noch der Ausgleich, explodiert das Stadion und der ganze Frust kann sich entladen.
Und das ist - so meine Theorie - bei ganz ganz vielen nicht nur der Frust über das Spiel, sondern der Ärger, der sich unter der Woche angesammelt hat.
Ein Stadiongang als Therapie sozusagen. Berücksichtigt man dann noch, dass wir hier in einer Region leben, in der das Leben für viele Menschen kein Zuckerschlecken ist, ergibt sich da so allmählich ein Gesamtbild. Man braucht das Gefühl, benachteiligt zu werden, um die Identifikation mit dem eigenen Verein ins Unermessliche zu steigern.
Vielleicht ist es nicht zuletzt dieses Gefühl, das uns immer stark gemacht hat. Ich denke, das ist auch das, was man mit dem gallischen Dorf-Gleichnis meint.
Und dieses Gefühl, das hat einem der Fußball von Kosta Runjaic nie gegeben. Außer beim 3:2 gegen Sechzig. Und was dieses eine Spiel ausgelöst hat, hat man ja damals gesehen.
Kosta ist ein wahnsinnig guter Fachmann. Aber es ist einfach etwas dran, das jeder Spieler und jeder Trainer auch menschlich auf den Betze passen muss. Man nennt das dann gerne Mentalität.
Ein Ehrmann ist hier nicht zuletzt deshalb eine Legende, weil er manchmal drauf und dran ist, einem arroganten Kerl auf des Gegners Bank eine reinzuhauen.
Wir leben von dieser "Wir mit dem Rücken zur Wand gegen alle" - Mentalität. Die Situation in der Rückrunde ist doch eigentlich von den Ausgangsbedingungen genau das gewesen, was uns hier zusammenschweißt.
Dieses Gefühl der Chancenlosigkeit, in der man dann aber die Ärmel hochgekrempelt und alles gibt uns es dann doch schafft: Das ist die Seele des Vereins.
Im Falle von Runjaic wurde sie uns leider zum Nachteil. Vielleicht muss sie sich auch ändern, um in Zukunft sportliche und finanzielle Fortschritte zu ermöglichen.
Aber das erklärt eben auch, wieso ein Dick bis heute mit Applaus empfangen wird.
Man will eben beim Heimgehen das Gefühl haben, auf dem Betze gewesen zu sein und nicht in Mainz oder Hoffenheim.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FckTribun am 11.05.2018 um 17:54 Uhr bearbeitet
14.05.2018 - 11:38 Uhr
Zitat von Wizzler
Wenn es normal läuft wird das für Köln nur ein kurzes Intermezzo. Das ist schon stark wie sich die Spieler da reihenweise mit dem FC solidarisieren.
Bin gespannt wie es mit unserem anderen Ex-Lautrer Heintz weitergeht. Schalke? Frankfurt? Oder bleibt er auch? Spannend...
Wenn es normal läuft wird das für Köln nur ein kurzes Intermezzo. Das ist schon stark wie sich die Spieler da reihenweise mit dem FC solidarisieren.
Bin gespannt wie es mit unserem anderen Ex-Lautrer Heintz weitergeht. Schalke? Frankfurt? Oder bleibt er auch? Spannend...
Naja, glorifizieren würde ich das ganze nun auch wieder nicht. Hector und Horn, da ziehe ich meinen Hut vor. Beides sind Spieler die bei jedem CL Verein unterkommen könnten. Die anderen - naja. Die Bilanz des FC war diese Saison desaströs. Ob Zoller wirklich für andere Bundesligisten interessant ist? Gleiches gilt für Clemens oder Jojic Bleiben sie in Köln verdienen sie weiter ordentlich Kohle, werden nächste Saison gefeiert und sind in einem Jahr wieder dort wo sie waren. Warum also wechseln?
Der Abstieg von uns stellt sich komplett anders dar - finanziell wird unser Personaletat mehr als halbiert. Ich glaube nicht, dass viele von uns für die Hälfte weiterspielen...
25.05.2018 - 22:00 Uhr
Nicht dass wir Newtrial, Coach Lullaby, Berti und Co. an andere Foren verlieren!
Es geht nur darum den Inhalt des Geldbeutels zu maximieren, man darf nichts mehr erwarten. Dafür verdienen einfach zu viele Personen an solchen Wechseln. Ich meine..die haben einen der größten Vereine des deutschen Fußballs in die dritte Liga befördert und grinsen dann Tage später in die Kamera des neuen Arbeitgebers. Das ist Realsatire. Wahnsinn.
So abgebrüht muss man erstmal sein. Dazu diese zusammengeschusterten Dankesreden.
Wäre dieser Sport und besonders dieser Verein nicht so toll, wäre ich schon längst beim Curling oder Tennis.
Es geht nur darum den Inhalt des Geldbeutels zu maximieren, man darf nichts mehr erwarten. Dafür verdienen einfach zu viele Personen an solchen Wechseln. Ich meine..die haben einen der größten Vereine des deutschen Fußballs in die dritte Liga befördert und grinsen dann Tage später in die Kamera des neuen Arbeitgebers. Das ist Realsatire. Wahnsinn.
So abgebrüht muss man erstmal sein. Dazu diese zusammengeschusterten Dankesreden.
Wäre dieser Sport und besonders dieser Verein nicht so toll, wäre ich schon längst beim Curling oder Tennis.
26.05.2018 - 09:17 Uhr
Zitat von Mittelschichtler
Es geht nur darum den Inhalt des Geldbeutels zu maximieren, man darf nichts mehr erwarten. Dafür verdienen einfach zu viele Personen an solchen Wechseln. Ich meine..die haben einen der größten Vereine des deutschen Fußballs in die dritte Liga befördert und grinsen dann Tage später in die Kamera des neuen Arbeitgebers. Das ist Realsatire. Wahnsinn.
So abgebrüht muss man erstmal sein. Dazu diese zusammengeschusterten Dankesreden.
Wäre dieser Sport und besonders dieser Verein nicht so toll, wäre ich schon längst beim Curling oder Tennis.
Es geht nur darum den Inhalt des Geldbeutels zu maximieren, man darf nichts mehr erwarten. Dafür verdienen einfach zu viele Personen an solchen Wechseln. Ich meine..die haben einen der größten Vereine des deutschen Fußballs in die dritte Liga befördert und grinsen dann Tage später in die Kamera des neuen Arbeitgebers. Das ist Realsatire. Wahnsinn.
So abgebrüht muss man erstmal sein. Dazu diese zusammengeschusterten Dankesreden.
Wäre dieser Sport und besonders dieser Verein nicht so toll, wäre ich schon längst beim Curling oder Tennis.
Wir Fans sind an dieser Entwicklung aber auch mitschuldig. Wir meckern über die Abgänge und reden uns ein, dass die Neuzugänge aus anderen Gründen den Weg nach Lautern finden. Wo ist der Unterschied zwischen einem Seufert und einem Bergmann? Beide haben Leistung gebracht bei einem Absteiger, beide wechseln nun den Verein. Seufert wird für diesen Schritt kritisiert und über Bergmann freuen wir uns sehr. Den Schritt von beiden kann man jedenfalls sehr gut nachvollziehen.
Dies ändert aber nichts daran, dass es mich sehr nervt, dass die Spieler immer das sagen, was die jeweiligen Fans hören wollen. Die jungen Neuzugänge schwärmen hier vom Stadion, der Stimmung, der Fans... Alles spielt sicherlich eine gewisse Rolle, aber wenn die Perspektive und das Geld nicht stimmen würde, dann würde kein einziger zu uns wechseln.
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