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Ex-Lautrer

31.07.2015 - 09:17 Uhr
Ex-Lautrer |#391
12.07.2022 - 17:12 Uhr
Zitat von Lessi_FCK

An den Klose-Aussagen sieht man in meinen Augen vor allen Dingen, dass manche Profis bzw. Ex-Profis letztlich die ganzen Geschichten und Stationen relativ unemotional als Job sehen, nicht mehr und nicht weniger. Was ja auch vollkommen in Ordnung ist, letztlich ist es nicht mehr als Business und genau aus dem Grund ist mir mittlerweile auch echt egal, wer sich noch an die Zeit bei uns erinnert oder nicht. Klar, so Geschichten wie bei Heintz, Zimmer, Sippel, Ruben Jenssen oder auch Josh Simpson, die sich auch heute noch gerne an den FCK erinnern sind schön, aber nicht die Regel.

Sehr gute Analyse @Lessi_FCK !

Bei dieser Passage möchte ich noch hinzufügen, dass es in der Natur des Menschen liegt, dass der/die eine höchst emotional und die/der andere höchst unemotional ist. Und dazwischen liegen eben wieder alle möglichen Spektren zwischen dunkel- und hellgrau. Allerdings ist der Pfälzer von seiner Art her eher der 12.000-Watt-Mensch gegenüber dem doch eher unterkühlten Norddeutschen mit 40 Watt. Wobei ich auch dies schon ganz anders erlebt habe.

Und dass der gute Miro da eben ein wenig aus der Reihe fällt und eher rüberkommt wie eine 15-Watt-Birne in einer Turnhalle, ist dann eben die berühmte Ausnahme. Aber das ist eben so und niemand kann so einfach in eine Steckdose greifen, um sich die hier in der Pfalz notwendige Leuchtkraft zu holen. Miro Klose ist sicherlich das Gegenteil eines emotionalen Pfälzers. Ob es ihm daher leichter gefallen ist, den FCK nicht so tief in sein Herz einzugraben, ist natürlich reine Spekulation. Aber wenn es so ist bzw. war, dann war das eben so. Und manchmal ist es auch nicht die schlechteste Sache, wenn man sich von emotional heißen Dingen nicht so einfach vereinnahmen lässt.

Von daher, alles so in Ordnung. Kein Grund, hier ein Charaktertest-Fass aufzumachen. Punkt.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von bahli77 am 12.07.2022 um 17:18 Uhr bearbeitet
Ex-Lautrer |#392
12.07.2022 - 17:48 Uhr
Klose hatte eben bis er in der Nähe von Kusel gelandet war schon mehr von der Welt gesehen als viele FCK Fans in seinem Alter, die in Vereinsbettwäsche aufgezogen wurden. Der hat das FCK Gen einfach nicht in die Wiege bekommen. Dass er zur Ikonen Fritz Walter (der viel von dem jungen Stürmer Klose hielt) eine besondere Beziehung pflegte hängt vielleicht auch mit dem ähnlichen Charakter zusammen. Beides keine Lautsprecher. Aber für den Verein war er im Endeffekt Verhandlungsmasse oder einfach Humankapital. Hört sich nicht danach an, als müsste man da große sentimentale Gefühle entwickeln, auch wenn sich mancher Fan das wünschen würde.

Ich habe den Mensch Klose immer als grundehrlich wahrgenommen. Kein Phrasendrescher oder Schönredner. Dass der aber zum FCK eine völlig rationale und in keinster Weise gefühlsduselige Beziehung hat konnte man schon vor 20 Jahren ahnen. Das macht ihn aber nicht zu einem schlechteren Menschen.

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(Pier Paolo Pasolini)
Ex-Lautrer |#393
12.07.2022 - 19:01 Uhr
Marky von dbb, der in meinen Augen eine besondere Gabe hat mit Sprache Emotionen zu erzeugen, hat in einem Rückblick auf unseren Aufstieg auch noch einmal ein paar Worte zu Marco Antwerpen verloren.

Ungeachtet der dringenden Notwendigkeit, die ich zum Zeitpunkt vor der Relegation in einem Trainerwechsel gesehen habe - diesen Abschnitt hier kann ich voll und ganz unterschreiben.

Zitat von usernick
Antwerpen war eins mit dem FCK, vor allem in diesen letzten emotionalen Wochen, gefeiert von Tausenden bei Schweinespielen wie in Würzburg. Er erlebte den Betze-Wahnsinn an vorderster Front. Und mal ehrlich, wer konnte nach diesem himmelhoch jauchzenden Sieg über Saarbrücken noch einen klaren, kühlen Kopf bewahren? Unmöglich. Antwerpen hat den Staffelstab fast bis ins Ziel getragen. Mit letzter Kraft. Vielleicht konnte diese Mammut-Aufgabe, diese mission impossible, auch kein Einzelner bewältigen, vielleicht brauchte es dafür einfach zwei Cheftrainer. So will ich Antwerpen in Erinnerung behalten. Für mich ist er ein Held.

Insofern: dass wir am Freitag endlich wieder oberhalb dieser Schweineliga spielen dürfen, geht in großen Teilen auf deine Kappe - danke, Marco!
Ex-Lautrer |#394
13.07.2022 - 07:09 Uhr
Zitat von Ozelot
Oha, da habe ich ja was losgetreten.

Dabei war es gar nicht meine Intention, hier das Klose-FCK-Binnenverhältnis auszubreiten.

Vielmehr vermittelte mir der Artikel einen recht eigenartigen Eindruck von Kloses Auftreten.

Auszüge wie:

"Und die österreichische Liga? "Habe ich mir schon ein bisschen angeschaut. Aber ehrlich gesagt nicht so viel, die italienische, spanische oder französische fand ich dann doch interessanter." Am besten würde er Salzburg kennen. "Aus den Spielen gegen die Bayern."

"Österreichische Klubkollegen fallen ihm auf die Schnelle keine ein."

"Ich darf jetzt da arbeiten, wo andere Urlaub machen."

"Nach dem Ende der Pressekonferenz war Miroslav Klose derjenige, der am schnellsten weg war."

Dazu der Jara-Spruch und die Jogging-Jacke für ein durchschnittliches Monatsnettogehalt.

... lässt ihn alles nicht sonderlich gut vorbereitet und sympathisch wirken.


Ich glaube aber ehrlich gesagt, dass man die Aussagen massiv überbewertet.
Die Aussage mit dem Urlaub macht exakt jeder, der in solche Gebieten als "Auswärtiger" Trainer wird.
Dass ihm keine österreichischen Kollegen einfallen, mit denen er zusammen gespielt hat, finde ich jetzt nicht weiter verwerflich. Ich habe mal kurz drüber geschaut und auf die Schnelle, bis auf Alaba, auch nicht wirklich jemand gefunden.

Um ehrlich zu sein, fand ich den Bericht selbst seltsamer, als die Aussagen Kloses.
Warum ist es wichtig zu erwähnen wie viel Jacke kostet? Der Mann ist mehrfacher Millionär. Warum sollte er sich da keine Jacke für 1.000+€ kaufen?!
Und warum ist es wichtig zu erwähnen, dass er derjenige war, der am schnellsten weg war?
Solche Aussagen finde ich immer mehr als unnötig. Vllt. hatte er andere Termine. Vllt. musste er aufs Klo.
Schreibt man so eine Aussage, erzeugt man damit den Eindruck, dass Klose auf den ganzen Mist keinen Bock hatte.

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Ex-Lautrer |#395
13.07.2022 - 09:57 Uhr
Zitat von AB-1965
Zitat von Ivo_Ilicevic

Yann Sommer wechselt mit großer Wahrscheinlichkeit nach Nizza.
Stand heute, geht Gladbach mit Sippel als Nummer 1 in die neue Saison.

Die Betonung liegt auf "Stand heute"...

Für mich liegt die Betonung auf "als Nummer 1". In Gladbach traut man ihm das völlig problemlos zu, Yann Sommer zu ersetzen. Nur in Lautern macht man ihn wieder schlechter als er ist. Tobias Sippel ist jetzt seit sieben Jahren in Gladbach und hat dort auf Bundesliganiveau trainieren können. Aber scheinbar trauen ihm hier viele eine gute Entwicklung nicht zu. Hört man dagegen die Gladbacher, dann merkt man schnell, dass wir halt wie so oft hinter dem Zaun nix mitkriegen. Da wird sich dann lieber an der Statistik, dass er ja nur eine Handvoll Spiele auf hohem Niveau absolviert hat, festgebissen als dass man sich mit der Einschätzung derer beschäftigt, die ihn seit Jahren hautnah im Training und im Wettkampf erleben.

Ich wünsche ihm eine super Saison mit Gladbach und werde mir häufiger Spiele der Borussia anschauen, wenn er im Tor steht.

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Leonard Cohen (1934-2016)
Ex-Lautrer |#396
16.07.2022 - 10:46 Uhr
Zitat von anniz312
Zitat von Epical

Aber die Cornflakes Geschichte bezog sich doch auf den Schiri?! Warum trägt die Fan Szene ihm das denn nach?


Cornflakes zählen sollte der Schiri, richtig. Aber er hat ja auch (neben der berechtigten Kritik, dass er gefoult wurde - King hat selber auch gesagt, dass er ihn mit dem Ellenbogen erwischt hatte) gegen den FSV gewettert. Wir wissen selbst, dass unsre Jungs über Kampf und Mentalität kommen, "Rumpelfußball" klingt nicht schön, ist aber nicht falsch (und hat uns immerhin die mittlerweile 7. Drittligasaison beschert, bis auf 2018 und 2020 im Mittelfeld der Tabelle). Aber "einen Punkt ergaunern" war dann der kleine Funken zu viel für so manche sensible Sachsenring-Fanseele. Damit hat er dem FSV absichtlichen Betrug unterstellt (wobei ich persönlich das der Erregung des Augenblicks zuschreibe und nicht als direkten Vorwurf der Mannschaft gegenüber verstehe). Der hat unsre Jungs beleidigt!Zwinkernd Der "Standard-Fan" hat einen großen Beschützerinstinkt seinen Spielern gegenüber. Die können auch nur wenig falsch machen, um diese Sympathie zu verlieren.
Seitdem hat(te?) er in Zwickau einen Platz in der Top 5 der unbeliebtesten Fußball-Menschen inne (unangefochtene Nummer 1 ist Euer Ex-Trainer Marco A., wobei der sich das seit vielen Jahren redlich verdient hat, schon lange vor seiner Zeit beim FCK). Die rot-weiße Familie nimmt sowas übel. Hier sind die Fans mehrheitlich Fußballromantiker - der wirtschaftliche Aspekt dahinter wird geflissentlich ignoriert (allen ist klar, dass wir den meist kleinsten Etat der Liga haben, aber die Vereinsführung wird's schon irgendwie schaffen...)
Vielleicht überrascht er ja alle. Die Rostocker zumindest sind der Meinung, dass er kein Störfaktor für die Mannschaftsharmonie war sondern dieser eher gutgetan hat. Sie haben ehrlich zu dem Transfer gratuliert. Und dass die Hallenser es kritischer sehen, liegt in der Natur der Sache - schließlich war er "bis gerade erst" bei ihnen. Aber selbst die meckern nicht über seinen Charakter, eher über die Wechselhäufigkeit.
Dann unterstellen wir mal, dass "das Team ist der Star" auch seiner eigenen Überzeugung entspricht. Und vielleicht wird ja kommenden Sommer tatsächlich die Option gezogen. Er wäre nicht der erste Spieler, der hier zur Ruhe kommt, Wurzeln schlägt. Viele haben in der Stadt eine Heimat gefunden, auch nach ihrer Karriere. Und wenn's doch nicht passt - es ist (erstmal) nur eine Saison. Abwarten... Jetzt gehört er zu uns - und wird natürlich auch beschützt. Er kriegt seine Chance, alle zu überzeugen.


Das Interview war halt direkt nach dem Spiel und Löh war deshalb noch sehr aufgewühlt. Nach dieser Szene kann man das ja auch nachvollziehen. Zumal in dieser Phase glaube ich einige Fehlentscheidungen gegen uns waren. Ich glaube kaum, dass das irgendwas mit euch oder eurer Truppe zu tun hatte.

Was die Teamfähigkeit angeht, müsst ihr euch glaube ich keine Gedanken machen, da haben die Rostocker Recht. Bei unserer neu zusammengestellten Mannschaft hatte er damals gleich einige Grillabende organisiert, um eben das Mannschaftsklima zu stärken. Ein Stinkstiefel ist er bestimmt nicht.

Euch alles Gute für die Saison!
Ex-Lautrer |#397
16.07.2022 - 11:32 Uhr
Zitat von anniz312
Seitdem hat(te?) er in Zwickau einen Platz in der Top 5 der unbeliebtesten Fußball-Menschen inne (unangefochtene Nummer 1 ist Euer Ex-Trainer Marco A., wobei der sich das seit vielen Jahren redlich verdient hat, schon lange vor seiner Zeit beim FCK). Die rot-weiße Familie nimmt sowas übel. Hier sind die Fans mehrheitlich Fußballromantiker - der wirtschaftliche Aspekt dahinter wird geflissentlich ignoriert

Du kannst die Kirche im Dorf lassen bezüglich "rot-weiße Familie". Was bei unserem Auswärtsspiel in Zwickau letzte Saison von den Rängen kam, war weder Family like noch sonst ein Ruhmesblatt. Das war teilweise schon extreme unterste Schublade - ich würde es sogar als asozial bezeichnen. Von daher kann ich jeden Auswärtigen verstehen, der lieber schnell als langsam aus Zwickau raus sein will.

Dieses Verhalten hat auch nichts mit Fußballromantik zu tun. Die Art und Weise, wie Fußball in Zwickau gelebt wird, dagegen schon. In Kaiserslautern war die Stimmung vor allem in den Achtzigern und Neunzigern durchaus ähnlich. Frag' 'mal Uli Hoeneß, was ihm auf dem alten Betzenberg so alles verbal um die Ohren flog. Von daher darfst du natürlich eine Liste der unsympathischsten Personen haben, die jemals bei euch im Stadion "auftraten", du darfst dabei allerdings nicht außer Acht lassen, dass dies meistens auch irgendwie einen Grund hat. Und der ist mitunter genauso scheiße wie das Verhalten der anderen.

Von daher tue dir einen Gefallen und überlege auch einmal, warum Spieler und Trainer bei euch so unsympathisch rüberkommen.

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Leonard Cohen (1934-2016)
Ex-Lautrer |#398
16.07.2022 - 21:14 Uhr
Zitat von bahli77
Zitat von anniz312

Seitdem hat(te?) er in Zwickau einen Platz in der Top 5 der unbeliebtesten Fußball-Menschen inne (unangefochtene Nummer 1 ist Euer Ex-Trainer Marco A., wobei der sich das seit vielen Jahren redlich verdient hat, schon lange vor seiner Zeit beim FCK). Die rot-weiße Familie nimmt sowas übel. Hier sind die Fans mehrheitlich Fußballromantiker - der wirtschaftliche Aspekt dahinter wird geflissentlich ignoriert

Du kannst die Kirche im Dorf lassen bezüglich "rot-weiße Familie". Was bei unserem Auswärtsspiel in Zwickau letzte Saison von den Rängen kam, war weder Family like noch sonst ein Ruhmesblatt. Das war teilweise schon extreme unterste Schublade - ich würde es sogar als asozial bezeichnen. Von daher kann ich jeden Auswärtigen verstehen, der lieber schnell als langsam aus Zwickau raus sein will.

Dieses Verhalten hat auch nichts mit Fußballromantik zu tun. Die Art und Weise, wie Fußball in Zwickau gelebt wird, dagegen schon. In Kaiserslautern war die Stimmung vor allem in den Achtzigern und Neunzigern durchaus ähnlich. Frag' 'mal Uli Hoeneß, was ihm auf dem alten Betzenberg so alles verbal um die Ohren flog. Von daher darfst du natürlich eine Liste der unsympathischsten Personen haben, die jemals bei euch im Stadion "auftraten", du darfst dabei allerdings nicht außer Acht lassen, dass dies meistens auch irgendwie einen Grund hat. Und der ist mitunter genauso scheiße wie das Verhalten der anderen.

Von daher tue dir einen Gefallen und überlege auch einmal, warum Spieler und Trainer bei euch so unsympathisch rüberkommen.


Sorry, das wird länger...

Wisst Ihr, uns ist zwar gar nicht egal, ob uns jemand mag oder nicht, aber die „Gegner“ (nicht sportlich gemeint) halten sich in Grenzen. Es gibt 2 Vereine (bzw. deren Fans), die uns nicht leiden können (so als Ganzes). Der eine ist der 1. FC Kaiserslautern, der andere unser alter Erbfeind aus der 30km entfernten Kleinstadt im Erzgebirge. Das ist seit Generationen gepflegter Hass (da können die Rentner Storys aus ihrer Kindheit erzählen) - wie zwischen Schalke und Dortmund, Halle und Magdeburg,… Und mit Chemnitz verbindet uns auch nicht grade die große Liebe, aber das ist normale Lokalrivalität der harmlosen Sorte (und manche CFC-Fans nehmen uns noch immer übel, dass wir 2020 haarscharf den Klassenerhalt geschafft haben und sie absteigen mussten). Man kann mit FSV-Shirt o.ä. durch Chemnitz gehen, ohne dumme Kommentare schlucken zu müssen - genau wie mit CFC-Symbolen durch Zwickau (in beiden Städten ist dagegen Lila-Weiß keine schlaue Farbwahl, genau wie man in A*e nicht mit Sachen von Chemnitz, Zwickau oder Dresden herumlaufen sollte - man wird natürlich nicht attackiert, aber vielleicht gibt’s ‘ne blöde Bemerkung). Lautern dagegen war den meisten bis vor ein paar Jahren ziemlich egal. Zugegebenermaßen ein recht großer Name, der aber keine besonderen Emotionen ausgelöst hat. Viele Zwickauer sind Fan einer Bundesligamannschaft (vor allem die, die in der Zeit groß geworden sind, als der FSV ganz unten war), aber das teilt sich größtenteils zwischen dem BVB (das ist die leichte Mehrheit) und dem FCB auf. Paar vereinzelte Anhänger anderer Klubs gibt’s auch, aber die sind wirklich selten (darunter ist bestimmt auch mal ein FCK-Fan). An Klamotten, Fahnen etc. gehören eben neben dem FSV auch Dortmund und Bayern zum Stadtbild. Und Dynamo Dresden - Freundschaft verpflichtet. Es gibt ja auch jede Menge gemeinsame Schals, Aufkleber, Fahnen,…

Die Abneigung gegen Lautern kam so wirklich erst durch Marco Antwerpen. Der ist hier schon lange unten durch - er hetzt seit etlichen Jahren gegen Zwickau (und seine persönlichen Attacken gegen Joe Enochs sind noch viel älter). Die Äußerungen nach dem Spiel gegen Braunschweig am 36. Spieltag 2019/20 (nicht im Magenta-Video - da gab’s andere, richtig heftige) haben wir da gar nicht so auf die Goldwaage gelegt, da ging’s für ihn um den Aufstieg.

Apropos Joe - Ihr seid die einzigen, die den mehrheitlich unsympathisch finden. Seine fachliche Kompetenz wird durchaus mal angezweifelt („flexibel wie eine Eisenbahnschiene“), aber von allen Seiten heißt’s „Ihr habt einen sympathischen Trainer“, „ein feiner Kerl“,… - und aus dem Rest des Kommentars wird deutlich, dass das nicht ironisch gemeint ist. Wenn junge Spieler zu uns wechseln, ob aus der Regionalliga oder auch von anderen Drittligisten, dann heißt’s in den dortigen Foren/Facebookseiten etc. „Das ist ’ne tolle Truppe mit einem netten Trainer - da kann er sich entwickeln.“

Dass die Aktion beim Spiel im Februar alles andere als die „feine Art“ gegenüber Marco Antwerpen war, ist hinlänglich erklärt (auch von mir) - aber das hat sich über Jahre aufgestaut. Und es ist faktisch falsch, dass Joe oder der Co.-Trainer Robin Lenk ihn bepöbelt haben. Dazu hatten die gar keine Zeit. Lenker hat Gelb gesehen, weil er an der Seitenlinie gemeckert hatte - über eine Schiri-Entscheidung.

Wie „unsympathisch“ die Truppe ist, wird vielleicht an 2 Beispielen deutlich. Könnt Ihr Euch erinnern, dass Anfang April für Aufsehen gesorgt hat, dass es einen Freispruch nach einer roten Karte gab? Steffen Nkansah (der Euch in seinen beiden Jahren beim FSV 2 Eigentore geschenkt hat) hatte den Ball zwischen die Beine bekommen, der Schiri aber hat das als Handspiel bewertet. Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass der sich tatsächlich die Videoaufzeichnung angesehen und dann sein Urteil revidiert hätte, wenn Steffen oder Joe und die anderen Beteiligten anders reagiert hätten. Sie haben sich nicht wie Rumpelstilzchen aufgeführt sondern ruhig erklärt, dass das eine Fehlentscheidung war, aber ein Schiedsrichter eben auch nur ein Mensch ist und sie hoffen, dass die Strafe nicht zu hoch ausfällt.
https://www.youtube.com/watch?v=8IVMvqkmj6Q
https://www.youtube.com/watch?v=vgr9w7zFp2c

Ende Februar ist ein böses Foul passiert. Lars Lokotsch hat Niklas Lang von 1860 München gegen die Brust getreten. Folgerichtig gab’s Rot. Normalerweise wäre er jetzt für die gegnerischen Fans und Verantwortlichen/Spieler das personifizierte Böse, ein „Attentäter“. Das Gegenteil war der Fall. Die Löwen-Fans waren der (absolut berechtigten) Meinung, dass die Karte verdient gewesen ist - aber die Strafe von 3 Spielen Sperre fanden sie zu hart. Wieso? Lars hat einfach menschlich reagiert. Er war über den Tritt natürlich total erschrocken, hat aber nicht versucht, sich zu rechtfertigen oder so (mal abgesehen davon, dass das eh unsinnig gewesen wäre - viele versuchen’s trotzdem). Er ist direkt zu Niklas Lang in die Kabine gegangen, hat sich nach seinem Befinden erkundigt und sich entschuldigt. Danach kamen noch Entschuldigungen bei der Mannschaft, den Münchner Fans und auch bei den Zwickauern - Spielern wie Anhängern. Und auch die Statements von Trainerteam und Sportdirektor waren fair:
https://www.youtube.com/watch?v=zaG1vMDq_Co
Das war tatsächlich ein blödes Missgeschick. Lars ist kein wilder Treter. Er hat zwar jetzt keinen neuen Vertrag bekommen, weil’s leider momentan sportlich für die 3. Liga (noch) nicht reicht, trotzdem haben viele Fans seinen Weggang bedauert - er ist charakterlich einwandfrei, ein total netter Kerl. Jetzt kann er sich bei Fortuna Köln entwickeln. Vielleicht schafft er ja mit denen den Aufstieg. Wir wünschen ihm von Herzen alles Gute.
Aber wenn wir mal ein Jahr zurückdenken, da gab’s eine ähnliche Szene, als Anil Gözütok Mike Könnecke erwischt hatte. Nicht mitten auf der Brust, aber an Schulter und Schläfe/Ohr. Keiner hat da Absicht unterstellt, aber Euer Trainer hat komplett anders reagiert. Ds war kein Foul - Mike hat „nur geschauspielert“ (er gehört nicht zu den Spielern, die sowas machen, und derartige Neigungen gewöhnen unsere Trainer den Neulingen auch ganz schnell ab - Fallobst spielen ist hier nicht gern gesehen) und so weiter - richtig bösartig. Das war der letzte Tropfen, der in Zwickau das Fass zum Überlaufen gebracht hat (und dann kamen nochmal M. Antwerpens Bemerkungen über den FSV vor den beiden Duellen 2021/22 und nach dem Hinspiel dazu, die aus dem „kleinen Überschwappen“ eine große Überschwemmung gemacht und diese Reaktion beim Februar-Spiel ausgelöst haben). Und wenn Ihr dann vehement überall (nicht nur uns gegenüber - es kam ja zu der Zeit von allen Seiten der Liga Kritik am Trainer) laut verkündet habt, dass er zu Euch passt, weil er laut und impulsiv ist, seine Meinung sagt, nicht kuscht, nicht versucht, diplomatisch zu sein,… - das fördert nicht die Sympathie.

Uns ist unser Joe lieber, der jeden Gegner groß redet, auch wenn der grade auf Platz 20 steht, versucht, mit niemandem in Konflikt zu geraten, der eisern in Interviews und Pressekonferenzen Spitznamen verwendet, wenn er über seine Spieler spricht („Baumi“, Butzi“, „Voigter“, „King“ kann man leicht als Dominic Baumann, Nils Butzen, Yannic Voigt und Ronny König identifizieren, und dass Johannes Brinkies seit seiner Jugend bei Hansa Rostock „Pommes“ heißt, hat sich auch rumgesprochen - aber z.B. „Seani“ als Patrick Göbel zu entschlüsseln, ist nicht so leicht). Aber das ist eben nicht „Herr Enochs“ sondern Joe...

Glaubt Ihr ehrlich, wenn Joe so ein Ekelpaket wäre wie Ihr meint, hätte er bis heute in Osnabrück Kultstatus? Und er wäre seit 4 Jahren FSV-Cheftrainer? An seinen überragenden Qualitäten als Coach liegt’s bestimmt nicht. Nein, ich will ihn keinesfalls schlechtreden, immerhin hat er uns seit 2018 den Klassenerhalt beschert - mit Mini-Etat und vielen Spielern, die gutes Regionalliganiveau haben, aber nicht zu den Spitzenkräften der 3. Liga zählen (solche guten Leute bilden wir aus oder päppeln sie wieder auf, und nach 2 Jahren gehen sie dorthin, wo’s mehr Geld gibt - natürlich ablösefrei). Aber wenn Joe nicht menschlich so toll wäre, hätte er eine der Krisen, die es in jeder Saison gibt, nicht überstanden, auch wenn der Verein nicht zu denen gehört, die schnell wechseln. Seit 2010 ist Joe der 3. Trainer. Der erste davon, Nico Quade, hat 2012, nach dem Aufstieg in die Regionalliga, als Leiter ins Nachwuchszentrum gewechselt und der bisherige Mannschaftskapitän „mutierte“ zum Trainer - für 6 Jahre. Das war Torsten Ziegner. Der war impulsiver als Joe, aber auch nicht arrogant, hat ebenfalls Gegner nicht kleingeredet und bei Niederlagen nicht zuerst die Schuld beim Schiri gesucht. Er wäre vielleicht noch immer hier, wäre er nicht 2018 mit dem Wunsch an den Verein herangetreten, nach Halle zu wechseln. Und hätte er seinen Abgang nicht selbst versaut - er wäre bis heute ein Idol. Beim gleichen Verein vom Mannschaftskapitän direkt zum Cheftrainer… Das hat sein Nachfolger im Kapitänsamt so ähnlich geschafft - vom Spieler nahtlos zum Sportdirektor. Aber Ziege hat etwas getan, was heute leider nicht unüblich ist im Fußballgeschäft, der FSV jedoch nicht verzeihen konnte: Er hat als noch amtierender Cheftrainer Spieler, deren Vertrag auslief, gefragt, ob sie ihn nach Halle begleiten wollen. Zuerst hat er’s bei Pommes Brinkies und Davy Frick versucht - deren Reaktion war eindeutig:
https://www.youtube.com/watch?v=vdu78mMIWV4
https://www.youtube.com/watch?v=inpS8AI6auI (Beide sind noch immer hier, genau wie Ronny König und Mike Könneke.)
Aber bei Bentley Baxter Bahn und Jan Washausen hat’s Ziege geschafft. Die Konsequenz war, dass er wegen Vertrauensbruchs mit sofortiger Wirkung beurlaubt wurde und auch seine feierliche Verabschiedung ins Wasser gefallen ist. Die Vereinsführung empfand das als Verrat. Hätte er sie direkt nach der Saison gefragt, wäre alles okay gewesen.

Übrigens, gegnerische Teams nicht kleinzureden, ist auch bei unseren Spielern üblich - das ist auch eine Frage des Respekts, die anderen nicht als Gurkentruppe abzutun.
https://www.youtube.com/watch?v=kKbl6gW3zYU
Auch nach eindeutigen Siegen wird betont, dass der Gegner es ihnen nicht leicht gemacht hat.

Zusammenfassend kann man sagen, dass uns viele zwar sportlich nicht „für voll nehmen“ (unterschätzt zu werden hat seine Vorteile), aber kaum jemand mit sowas wie „unsympathisch“ um die Ecke kommt. Eher „nett, aber harmlos“…
Ex-Lautrer |#399
16.07.2022 - 22:58 Uhr
Zitat von anniz312

Es gibt 2 Vereine (bzw. deren Fans), die uns nicht leiden können (so als Ganzes). Der eine ist der 1. FC Kaiserslautern,


Nichts für ungut, aber da legst du zuviel Wert auf die Aussagen nach Spielen einiger User hier. Niemand vom FCK kümmert sich ernsthaft um den FSV Zwickau. Ihr seid nen kleiner Ostclub, und wenn du hier nicht regelmäßig Infos zum FSV schreiben würdest wüßte ich fast garnichts über euren Verein zwinker
Und ihr habt bisl über Antwerpen geheult, weil er Enochs nicht die Hand geben wollte. Was Enochs nicht respektiert und den personal space von Antwerpen angreift. Klar, dass wir da - auch nach den Äußerungen eurer "Fans" - auf der Seite unseres damaligen Trainers sind.


Zitat von anniz312

Zusammenfassend kann man sagen, dass uns viele zwar sportlich nicht „für voll nehmen“ (unterschätzt zu werden hat seine Vorteile), aber kaum jemand mit sowas wie „unsympathisch“ um die Ecke kommt. Eher „nett, aber harmlos“…


Tja, so ging es uns auch vor 2 Jahren. Da hat uns jeder zum Klassenerhalt gratuliert. Als wir dann letzte Saison plötzlich oben waren war das vorbei. Da waren wir nimmer sympathisch.
Und vor nen paar Wochen gab es die Gratulationen zum Aufstieg. Und gestern waren wir wieder unsympathisch.

Solange man im Niemandsland der Tabelle rumgurkt oder nichtmal in derselben Liga wie das eigene Team spielt, dann sind viele Vereine sehr sympathisch. Und auch Trainer, wenn man keine gemeinsame Geschichte hat.
Wenn man aber dann plötzlich Spiele dreckig gewinnst (was man beim eigenen Team ja immer abfeiert) und plötzlich die Ambitionen des eigenen Vereins gefährdet kippt die Stimmung.
Wird euch genauso treffen.
Ex-Lautrer |#400
17.07.2022 - 16:22 Uhr
Zitat von anniz312
Zitat von Zocat

....Klar, dass wir da - auch nach den Äußerungen eurer "Fans" - auf der Seite unseres damaligen Trainers sind.

In der aufgeheizten Situation nach dem Spiel hat niemand so viel Bedeutung auf Euer "Beschützen" des Trainers gelegt. Aber es gab in der ganzen Zeit, als er bei Euch war, immer wieder von allen Seiten Kritik, dass er eben nicht der pflegeleichteste Typ Mensch ist. "Damit ist er hier genau richtig. Der passt perfekt zu uns!" hieß es auch in absolut ruhigen "Diskussionen".


Ich "oute" mich mal als Antwerpen Sympathisant, ich bedaure auch nach unserem erfolgreichen Aufstieg und der gelungen 2. Liga Premiere, das Antwerpen nicht mehr unser Trainer ist und wünsche ihm das er einen Job in der 2. Liga bekommt.
Ich persönlich mochte seine Art, dinge anzusprechen. Nach Jahren des Niederganges mit etlichen Trainertypen, die es nicht schafften die "Wohlfühloase FCK" aufzulösen, war er der erste Trainer, der in der Mannschaft wieder ein Feuer entfachen konnte, dem es nicht egal war, das man mal wieder verpfiffen wurde. Es stand jetzt eine Mannschaft auf dem Platz die unbedingt gewinnen wollte, die sich auch durch Rückschläge nicht aufgab. Die ENDLICH einmal ihr Potenzial auf den Platz brachte und man sich in den Tabellenregionen aufhielt die von der Qualität der Mannschaft möglich ist. Wo nichts schön geredet wurde und gefühlt zum ersten mal nach Jahren am Saisonende wirklich eine zielführende Saisonanalyse stattfand.
Schau dir doch mal die Platzierungen an die der FCK vorher belegte. Platz 9 2018/2019 , Platz 10 2019/2020 der fast Abstieg 2020/2021wo uns Antwerpen mit seiner Mentalität, seinem Ehrgeiz am Ende noch auf den 14. Platz rettete.

Antwerpen mag nicht der sympathischste Trainer sein, aber ganz ehrlich es interessiert mich keinen Meter, wie beliebt er ist, dafür kann man sich nichts kaufen.
Ich bin dankbar dafür das er den jahrelangen Niedergang, mit immer schlechter werdenden Platzierungen, der fast im Abstieg in die 4. klassigkeit endende, aufgehalten hat und damit auch die Lethargie im FCK Umfeld durchbrach und auch bei den Fans wieder ein Feuer entfachte. Der das Potenzial der Mannschaft wieder auf den Platz brachte und es keine Wohlfühoase für Spieler gab die nicht mitzogen.

Ich will Antwerpen hier aber gar nicht in den Himmel loben, Dirk Schuster macht das aktuell auch hervorragend. Aber als Fan lag und liegt meine Priorität auf erfolgreichem Fußball, und nicht darauf wie sympathisch unser Trainer ist. Und von diesem Standpunkt aus betrachtet, passte für MICH Antwerpen zum FCK
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