Finanzen
22.07.2015 - 22:13 Uhr
Zitat von Lauterer85
Also ich hätte nichts gegen Ausgliederung/ Investor. Hauptsache man macht sich davon nicht lebensabhängig und hält 50+1 vor Augen.
50+1 ist keine Verhandlungssache, das muss man einhalten. Also ich hätte nichts gegen Ausgliederung/ Investor. Hauptsache man macht sich davon nicht lebensabhängig und hält 50+1 vor Augen.
@Lullaby und @2Kampfmonster: Theoretisch bin ich bei euch, was die Vorteile einer Ausgliederung angeht. Praktisch dürfte für den FCK im Jahr 2016 die Relevanz gegen Null gehen. Investoren und Kreditgeber warten derzeit nicht händeringend auf die nächste JHV, um uns nach der Ausgliederung endlich Kohle geben zu können und sich einen Teil des Vereins zu kaufen.
Praktischen dürften aus wirtschaftlicher Perspektive die Konsequenzen einer Ausgliederung sehr überschaubar sein.
Praktischen dürften aus wirtschaftlicher Perspektive die Konsequenzen einer Ausgliederung sehr überschaubar sein.
Nachdem ich direkt angesprochen wurde, was eine Ausgliederung bringt, will ich darauf auch antworten, wobei die meisten Gründe schon genannt wurden:
1. Aus vereinsrechtlichen Gründen. Kicker.de schreibt heute, dass Mainz05 ausgliedern muss, weil sie kein Idealverein mehr sind. Auch unser Verein, dessen Mitglied ich bin, will ja Gewinn machen und ist ein Wirtschaftsunternehmen, müsste deshalb die Rechtsform des e.V. verlassen, deshalb ausgliedern.
2. Die Ausgliederung wollte Stefan Kuntz schon vorantreiben, wurde aber von den Mitgliedern zurück gepfiffen. Er hat damals argumentiert, dass Anteile zu verkaufen an einen Investor in Zeiten, in denen der Verein nicht mit dem Rücken zur Wand steht, mehr bringt, als es zu tun, weil man es tun muss und es dann fast schon zu spät ist. Dann bekommst du nämlich für deine Anteile weniger .
Ein Investor will möglichst eine Gegenleistung. Es gibt keine Garantie, dass Investoren kommen werden, aber die Möglichkeit zu schaffen, sollte in jedem Fall vorangetrieben werden.
Der e.V. kann aufgrund geltendem Recht ja nach wie vor wegen der 50+1 Regel Mehrheitsgesellschafter bleiben.
3. Auch der Name des Stadions muss diskutiert werden. Ggf. müsste eine Satzungsänderung vorgenommen werden. Meines Wissens war das in der Satzung des e.V. verankert oder? Fritz Walter würde das bestimmt nicht stören, er würde es begrüßen, wenn der FCK damit wieder in die Bundesliga kommen kann.
Ich fasse zusammen: Gries will von den Mitgliedern einen klaren Auftrag: Entweder "führe uns in die erste Liga und besorge uns Geld, auf welchen Wegen und mit welchen rechtlichen Mitteln auch immer" oder "halte uns in der 2.Liga - wir sind damit zufrieden!" So einfach ist das.
1. Aus vereinsrechtlichen Gründen. Kicker.de schreibt heute, dass Mainz05 ausgliedern muss, weil sie kein Idealverein mehr sind. Auch unser Verein, dessen Mitglied ich bin, will ja Gewinn machen und ist ein Wirtschaftsunternehmen, müsste deshalb die Rechtsform des e.V. verlassen, deshalb ausgliedern.
2. Die Ausgliederung wollte Stefan Kuntz schon vorantreiben, wurde aber von den Mitgliedern zurück gepfiffen. Er hat damals argumentiert, dass Anteile zu verkaufen an einen Investor in Zeiten, in denen der Verein nicht mit dem Rücken zur Wand steht, mehr bringt, als es zu tun, weil man es tun muss und es dann fast schon zu spät ist. Dann bekommst du nämlich für deine Anteile weniger .
Ein Investor will möglichst eine Gegenleistung. Es gibt keine Garantie, dass Investoren kommen werden, aber die Möglichkeit zu schaffen, sollte in jedem Fall vorangetrieben werden.
Der e.V. kann aufgrund geltendem Recht ja nach wie vor wegen der 50+1 Regel Mehrheitsgesellschafter bleiben.
3. Auch der Name des Stadions muss diskutiert werden. Ggf. müsste eine Satzungsänderung vorgenommen werden. Meines Wissens war das in der Satzung des e.V. verankert oder? Fritz Walter würde das bestimmt nicht stören, er würde es begrüßen, wenn der FCK damit wieder in die Bundesliga kommen kann.
Ich fasse zusammen: Gries will von den Mitgliedern einen klaren Auftrag: Entweder "führe uns in die erste Liga und besorge uns Geld, auf welchen Wegen und mit welchen rechtlichen Mitteln auch immer" oder "halte uns in der 2.Liga - wir sind damit zufrieden!" So einfach ist das.
Zitat von Waterhead
@Lullaby und @2Kampfmonster: Theoretisch bin ich bei euch, was die Vorteile einer Ausgliederung angeht. Praktisch dürfte für den FCK im Jahr 2016 die Relevanz gegen Null gehen. Investoren und Kreditgeber warten derzeit nicht händeringend auf die nächste JHV, um uns nach der Ausgliederung endlich Kohle geben zu können und sich einen Teil des Vereins zu kaufen.
Praktischen dürften aus wirtschaftlicher Perspektive die Konsequenzen einer Ausgliederung sehr überschaubar sein.
Ich denke wenn sie nicht mehr Kosten verursacht als gleichzeitig spart, quasi im ersten Jahr, ist sie akut kein Thema. Da dies aber sowieso eine langfristige und keine kurzfristige Geschichte ist sollte man das Thema mal grundsätzlich erörtern. @Lullaby und @2Kampfmonster: Theoretisch bin ich bei euch, was die Vorteile einer Ausgliederung angeht. Praktisch dürfte für den FCK im Jahr 2016 die Relevanz gegen Null gehen. Investoren und Kreditgeber warten derzeit nicht händeringend auf die nächste JHV, um uns nach der Ausgliederung endlich Kohle geben zu können und sich einen Teil des Vereins zu kaufen.
Praktischen dürften aus wirtschaftlicher Perspektive die Konsequenzen einer Ausgliederung sehr überschaubar sein.
Zitat von 2Kampfmonster
Zitat von Waterhead
@Lullaby und @2Kampfmonster: Theoretisch bin ich bei euch, was die Vorteile einer Ausgliederung angeht. Praktisch dürfte für den FCK im Jahr 2016 die Relevanz gegen Null gehen. Investoren und Kreditgeber warten derzeit nicht händeringend auf die nächste JHV, um uns nach der Ausgliederung endlich Kohle geben zu können und sich einen Teil des Vereins zu kaufen.
Praktischen dürften aus wirtschaftlicher Perspektive die Konsequenzen einer Ausgliederung sehr überschaubar sein.
Ich denke wenn sie nicht mehr Kosten verursacht als gleichzeitig spart, quasi im ersten Jahr, ist sie akut kein Thema. Da dies aber sowieso eine langfristige und keine kurzfristige Geschichte ist sollte man das Thema mal grundsätzlich erörtern.@Lullaby und @2Kampfmonster: Theoretisch bin ich bei euch, was die Vorteile einer Ausgliederung angeht. Praktisch dürfte für den FCK im Jahr 2016 die Relevanz gegen Null gehen. Investoren und Kreditgeber warten derzeit nicht händeringend auf die nächste JHV, um uns nach der Ausgliederung endlich Kohle geben zu können und sich einen Teil des Vereins zu kaufen.
Praktischen dürften aus wirtschaftlicher Perspektive die Konsequenzen einer Ausgliederung sehr überschaubar sein.
kicker.de beziffert die Kosten zwischen 250.000 und 300.000 bei MZ05. Also ein überschaubarer Betrag.
Bei den Chancen, die sie bietet, sollte man nicht lange überlegen. Was verliert man dabei außer eben den Kosten? Nichts, man hat nur eine zusätzliche Option für etwaige Investoren.
Zumal momentan zuviel Billiggeld unterwegs ist, Leitzins liegt bei 0,0%. Draghi mit seinem Anleihekaufprogramm hat es ermöglicht und wird es noch bis Nov. 17 weitermachen. Viele Banken verlangen ein Gebühr für das Geld auf dem Konto. MMn perfekter Zeitpunkt für eine Ausgliederung.
Ich bin kein genereller Freund der Ausgliederung. Wenn man sie betreiben will, muss man sich im Klaren sein, was man sich dadurch alles auch an Folgekosten einfängt. Ein e.V. kann mit wesentlich geringerem gesellschaftsrechtlichen und rechnungstechnischen Aufwand geführt werden, als eine Kapitalgesellschaft - ERST RECHT, wenn die Ausgliederung ja nur bedeutet, dass neben den e.V. eine Kapitalgesellschaft tritt.
Für mich schimmern nur zwei Argumente durch, deren Validität ich aber nicht zu 100% beurteilen kann. Dies ist zum Einen die steuerliche Facette - hier mag tatsächlich die Ausgliederung in Bezug auf Umsatzsteuer oder andere Themen Vorteile bieten. Zum Anderen ist es die Thematik mit der Gemeinnützigkeit. Hier könnte der FCK e.V. auf absehbare Zeit auch Probleme bekommen, dem könnte man also vorbeugen.
Die Theorie, dass man so einen Investor anlockt, sehe ich wiederum eher kritisch. Es wurde hier schon oft genug geschrieben und das abschreckende Beispiel der Löwen müsste jedem bewusst sein. Daher wäre mein Modell, wenn man es denn versuchen wollte, auch eher der Versuch eine möglichst breite Basis an Kapitalzeichnern zu gewinnen - die Fans. Die Fananleihe hat meiner Meinung nach gezeigt, dass es durchaus ein größeres Potential identifikationsfreudiger Menschen gibt, die dem FCK auch Geld gegen Gegenleistung bieten würden.
Das muss auch nicht unbedingt ideal sein, könnte aber angenehmer werden als einen Scheich oder russischen Oligarchen am Bein zu haben. Beim BVB hat man gesehen, dass auch das Probleme bereiten kann aber:
Wenn der FCK e.V. seinen Profispielerbereich ausgliedert und dabei Kapital in Höhe seiner Verbindlichkeiten einbringt, könnte der Profispielerbereich im Anschluss gegebenenfalls freier atmen als bisher. Das neu eingespielte Kapital könnte herangezogen werden Verbindlichkeiten (seien es Betzeanleihe, Fremdkredit etc.) zu tilgen. Dort sind die Zinsen im Bereich über 5%. Selbst wenn Investoren und Aktionäre eine moderate Rendite erwarten würden, könnte diese derzeit bei 2-3% und damit unter den Fremdfinanzierungskosten liegen. Equity günstiger als Fremdkapital, das gibt's natürlich in der Wirtschaft sonst nicht, mit dem "Herzblutbonus" eines FCK könnte das aber gehen.
Ein Szenario:
Der FCK emittiert 3.000.000 Aktien mit einem Nennwert von 10 EURO und erwirtschaftet damit 30 Mio. EURO. Die Hälfte (genauer 51%) bleiben beim Verein, also werden 1.470.000 Aktien verkauft. Ein paar zehn Euro-Aktien würde ich jederzeit in mein Depot nehmen, sagen wir mal so 20 oder 30 Stück. Wenn es ein paar tausend Fans wie mich gibt, wovon ich ausgehe, sind da schnell 25.000 zusammen. Dann gibt es noch Leute, mit deutlich mehr auf der Tasche die den FCK mögen und auch mal 10-20.000 EURO für sowas ausgeben können. Da sind dann schnell nochmal 2-300.000 Aktien weg. Im Ergebnis sind dann mindestens nochmal 15-25% "in Fan Hand" - der Rest ist Spielwiese für Spekulanten, Investoren und Zufallsanleger.
Für mich schimmern nur zwei Argumente durch, deren Validität ich aber nicht zu 100% beurteilen kann. Dies ist zum Einen die steuerliche Facette - hier mag tatsächlich die Ausgliederung in Bezug auf Umsatzsteuer oder andere Themen Vorteile bieten. Zum Anderen ist es die Thematik mit der Gemeinnützigkeit. Hier könnte der FCK e.V. auf absehbare Zeit auch Probleme bekommen, dem könnte man also vorbeugen.
Die Theorie, dass man so einen Investor anlockt, sehe ich wiederum eher kritisch. Es wurde hier schon oft genug geschrieben und das abschreckende Beispiel der Löwen müsste jedem bewusst sein. Daher wäre mein Modell, wenn man es denn versuchen wollte, auch eher der Versuch eine möglichst breite Basis an Kapitalzeichnern zu gewinnen - die Fans. Die Fananleihe hat meiner Meinung nach gezeigt, dass es durchaus ein größeres Potential identifikationsfreudiger Menschen gibt, die dem FCK auch Geld gegen Gegenleistung bieten würden.
Das muss auch nicht unbedingt ideal sein, könnte aber angenehmer werden als einen Scheich oder russischen Oligarchen am Bein zu haben. Beim BVB hat man gesehen, dass auch das Probleme bereiten kann aber:
Wenn der FCK e.V. seinen Profispielerbereich ausgliedert und dabei Kapital in Höhe seiner Verbindlichkeiten einbringt, könnte der Profispielerbereich im Anschluss gegebenenfalls freier atmen als bisher. Das neu eingespielte Kapital könnte herangezogen werden Verbindlichkeiten (seien es Betzeanleihe, Fremdkredit etc.) zu tilgen. Dort sind die Zinsen im Bereich über 5%. Selbst wenn Investoren und Aktionäre eine moderate Rendite erwarten würden, könnte diese derzeit bei 2-3% und damit unter den Fremdfinanzierungskosten liegen. Equity günstiger als Fremdkapital, das gibt's natürlich in der Wirtschaft sonst nicht, mit dem "Herzblutbonus" eines FCK könnte das aber gehen.
Ein Szenario:
Der FCK emittiert 3.000.000 Aktien mit einem Nennwert von 10 EURO und erwirtschaftet damit 30 Mio. EURO. Die Hälfte (genauer 51%) bleiben beim Verein, also werden 1.470.000 Aktien verkauft. Ein paar zehn Euro-Aktien würde ich jederzeit in mein Depot nehmen, sagen wir mal so 20 oder 30 Stück. Wenn es ein paar tausend Fans wie mich gibt, wovon ich ausgehe, sind da schnell 25.000 zusammen. Dann gibt es noch Leute, mit deutlich mehr auf der Tasche die den FCK mögen und auch mal 10-20.000 EURO für sowas ausgeben können. Da sind dann schnell nochmal 2-300.000 Aktien weg. Im Ergebnis sind dann mindestens nochmal 15-25% "in Fan Hand" - der Rest ist Spielwiese für Spekulanten, Investoren und Zufallsanleger.
@mjw: Kosten M05 = Kosten FCK ist eine Gleichung die nicht zwingend aufgehen muss, für uns ist das aber aktuell viel Geld. Wenn sich das durch Steuertricks einsparen lässt bin ich auch für machen. Massive Chancen bieten sich aber in unserer aktuellen finanziellen Situation wohl nicht.
@Lauterer85: ich glaube Zinsverluste oder gar Strafzinsen auf Haben ist die geringste Sorge des FCK anno 2016


@BenMic: Prinzipiell stimme ich Dir zu, Börsengang wäre mir auch lieber als Investor, und auch wahrscheinlicher als ein solcher, die Anleihe gibt da schon ein Indiz. Allerdings wurde gerade durch diese Anleihe sehr viel Vertrauen der Fans in solche Kapitalmarktspielchen in Zusammenhang mit ihrem FCK verspielt das man hier wohl eher etwas Gras über die Sache wachsen und die Vereinsführung erst mal fester im Sattel sitzen und die Struktur des Vereins noch wachsen lassen sollte.
@Lauterer85: ich glaube Zinsverluste oder gar Strafzinsen auf Haben ist die geringste Sorge des FCK anno 2016



@BenMic: Prinzipiell stimme ich Dir zu, Börsengang wäre mir auch lieber als Investor, und auch wahrscheinlicher als ein solcher, die Anleihe gibt da schon ein Indiz. Allerdings wurde gerade durch diese Anleihe sehr viel Vertrauen der Fans in solche Kapitalmarktspielchen in Zusammenhang mit ihrem FCK verspielt das man hier wohl eher etwas Gras über die Sache wachsen und die Vereinsführung erst mal fester im Sattel sitzen und die Struktur des Vereins noch wachsen lassen sollte.
Zitat von 2Kampfmonster
@Lauterer85: ich glaube Zinsverluste oder gar Strafzinsen auf Haben ist die geringste Sorge des FCK anno 2016



@Lauterer85: ich glaube Zinsverluste oder gar Strafzinsen auf Haben ist die geringste Sorge des FCK anno 2016




Ich meine für die Investoren. Das Geld liegt auf der Bank und bringt nur Verluste. Und wenn man das Geld als langfristige Investition beim FCK tätigt, dann bekommt man zumindest etwas zurück. So war das gemeint
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