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Finanzen

02.12.2019 - 16:18 Uhr
Finanzen |#1281
03.04.2020 - 09:36 Uhr
Zitat von pulder
Damit hat die Stadiongesellschaft keine Einnahmen
mehr, muß aber den Kredit bedienen ( Zinsen ) und die Instandhaltungskosten zahlen. Sind die Rücklagen
der Stadiongesellschaft verbraucht und kann sie den Kredit und die laufenden Kosten nicht mehr bedienen,
ist sie zahlungsunfähig und muss Insolvenz anmelden.


Die Rücklagen reichen Stand jetzt für 2 Jahre bei Zahlung der Instandhaltungskosten und Zinsen. Muss die Stadiongesellschaft das Stadion überhaupt gezwungenermaßen die Instandhaltung weiter vornehmen? Wenn offensichtlich wird, dass der FCK sich über so eine Aktion auf Kosten der Stadt sanieren möchte? Was würde sie daran hindern, das Teil einfach verkommen zu lassen? Du rechnest ja scheinbar nur mit einer kurzfristigen Zeitspanne.

Zitat von pulder
Zu diesem Zeitpunkt und auch im Laufe des Verfahrens darf die Stadt kein Geld reinschieben, wie Du schreibst.

Wieso sollte sie das nicht dürfen, um eine Insolvenz zu verhindern? Wenn der FCK bei einer Planinsolvenz versucht, die Geschäftsfähigkeit fortzuführen, muss die Zahlungsfähigkeit immerhin nur so lange aufrecht erhalten werden, bis diese wieder gewährleistet ist.

Für die Stadt wäre nunmal alles günstiger, als die Bürgschaft begleichen zu müssen und das Stadion für paar Kröten abzutreten. Und aus irgendeinem Grund sagst du "Mietausfall" = "Insolvenz der Stadiongesellschaft". Das ist erstmal nicht korrekt. Sinn und Zweck der Planinsolvenz wäre ja, dass der FCK auch wieder im FWS spielen kann, sofern man keine Ersatzspielstätte findet - was auch unrealistisch ist.
Finanzen |#1282
03.04.2020 - 09:58 Uhr
Bin mittlerweile sicher, dass die Planinsolvenz der einzig mögliche Ausweg ist. Grund: in der aktuellen Situation ist die Chance 0,0 die notwendigen 11-12 Mios zu akquirieren. Folglich ist eine Insolvenz gar nicht zu vermeiden. Es gilt nun nur noch den richtigen und rechtssicheren Weg zu finden. Nach dem Neustart inklusive Lösung der Stadionsproblematik werden sich genügend Investoren finden, um dann neu anzugreifen. Wird ein starkes Stück Arbeit ist aber alternativlos!

•     •     •

Der FCK war jahrelang eine Lachnummer in Deutschland. Wir werden uns den Respekt mit Einsatz und Mut Stück für Stück zurück holen, das war gestern ein erster, wichtiger Schritt." Zitat T. Boyd bei der Aufstiegsfeier
Finanzen |#1283
03.04.2020 - 10:02 Uhr
Previal,

die Stadiongesellschaft ist Eigentümer und Vermieter des Stadions. Sie kann ihr Grundstück auch verkommen lassen. Allerdings erhält sie dann schon aus der Pflichtverletzung heraus keine Miete mehr. Für wie lange die Rücklagen der Stadiongesellschaft reichen, weiß wahrscheinlich keiner von uns. Aber sie sind endlich, wenn
nur Kosten und keine Erträge entstehen.

Stadt und Stadiongesellschaft sind eigenständige Rechtspersonen. Wo soll da die rechtliche Grundlage
für " Hin- und Herschieben " sein ( Verträge ). Für die Kreditsicherung ist gerade die Bürgschaft vereinbart
worden und diese wäre definitiv fällig.

Sinn und Zweck der Planinsolvenz ist, zumindest de jure nicht, dass der FCK wieder im Fritz Walter Stadion
spielen kann. Sinn und Zweck ist die Sanierung des Vereins. Ein Stadion für Geisterspiele wird sich finden
lassen im nächsten halben Jahr, falls überhaupt gespielt wird. Zur Not spielen wir auf dem Fröhnerhof.
Finanzen |#1284
03.04.2020 - 10:16 Uhr
Zitat von pulder

Previal,

die Stadiongesellschaft ist Eigentümer und Vermieter des Stadions. Sie kann ihr Grundstück auch verkommen lassen. Allerdings erhält sie dann schon aus der Pflichtverletzung heraus keine Miete mehr. Für wie lange die Rücklagen der Stadiongesellschaft reichen, weiß wahrscheinlich keiner von uns. Aber sie sind endlich, wenn
nur Kosten und keine Erträge entstehen.

Stadt und Stadiongesellschaft sind eigenständige Rechtspersonen. Wo soll da die rechtliche Grundlage
für " Hin- und Herschieben " sein ( Verträge ). Für die Kreditsicherung ist gerade die Bürgschaft vereinbart
worden und diese wäre definitiv fällig.

Sinn und Zweck der Planinsolvenz ist, zumindest de jure nicht, dass der FCK wieder im Fritz Walter Stadion
spielen kann. Sinn und Zweck ist die Sanierung des Vereins. Ein Stadion für Geisterspiele wird sich finden
lassen im nächsten halben Jahr, falls überhaupt gespielt wird. Zur Not spielen wir auf dem Fröhnerhof.


Wieso sollte man nicht wissen, wie lange die Rücklagen reichen? Ein Blick in den Beteiligungsbericht von 2018: 14,1 Mio.€ Rücklagen, davon 11,4 Mio Finanzanlagen. Dann nimmst du das Ergebnis aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit, rechnest nicht zahlungswirksame Positionen raus, ziehst davon unsere Miete ab und nimmst von mir aus noch die Instandhaltungskosten mit rein. Und schon kann man es abschätzen.

Zum Hin- und Herschieben - Die Stadt hat seit Jahren immer wieder Fehlbeträge ausgleichen müssen. Wieso. sollte das plötzlich nicht mehr gehen? Als Anteilseigner ist das vertraglich nicht schwer. Notfalls eben über einen Kredit.

Sofern für Geisterspiele ein Fröhnerhof akzeptiert wird, mag sein. Da sich die aktuellen 3. Liga Statuten aber nicht für Geisterspiel oder reguläres Zuschauerspiel interessieren, müsste man auch dafür erst wieder eine Genehmigung erreichen. Und dann beziehst du dich wieder auf den komischen "Fakt", die Stadiongesellschaft wäre sofort nach Mietausfall insolvent, und dann würde ja das nächste halbe Jahr ausreichen.

Naja wie auch immer, mir ist es die Diskussion nicht mehr wert. Einen Nenner erreichen wir sowieso nicht mehr zwinker Ich halte das eher für ein Wunschszenario ohne faktische Grundlage, wäre aber nicht allzu traurig, wenn es so kommt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Previal am 03.04.2020 um 10:20 Uhr bearbeitet
Finanzen |#1285
03.04.2020 - 10:36 Uhr
Zitat von Previal
Zitat von pulder

Previal,

die Stadiongesellschaft ist Eigentümer und Vermieter des Stadions. Sie kann ihr Grundstück auch verkommen lassen. Allerdings erhält sie dann schon aus der Pflichtverletzung heraus keine Miete mehr. Für wie lange die Rücklagen der Stadiongesellschaft reichen, weiß wahrscheinlich keiner von uns. Aber sie sind endlich, wenn
nur Kosten und keine Erträge entstehen.

Stadt und Stadiongesellschaft sind eigenständige Rechtspersonen. Wo soll da die rechtliche Grundlage
für " Hin- und Herschieben " sein ( Verträge ). Für die Kreditsicherung ist gerade die Bürgschaft vereinbart
worden und diese wäre definitiv fällig.

Sinn und Zweck der Planinsolvenz ist, zumindest de jure nicht, dass der FCK wieder im Fritz Walter Stadion
spielen kann. Sinn und Zweck ist die Sanierung des Vereins. Ein Stadion für Geisterspiele wird sich finden
lassen im nächsten halben Jahr, falls überhaupt gespielt wird. Zur Not spielen wir auf dem Fröhnerhof.


Wieso sollte man nicht wissen, wie lange die Rücklagen reichen? Ein Blick in den Beteiligungsbericht von 2018: 14,1 Mio.€ Rücklagen, davon 11,4 Mio Finanzanlagen. Dann nimmst du das Ergebnis aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit, rechnest nicht zahlungswirksame Positionen raus, ziehst davon unsere Miete ab und nimmst von mir aus noch die Instandhaltungskosten mit rein. Und schon kann man es abschätzen.

Zum Hin- und Herschieben - Die Stadt hat seit Jahren immer wieder Fehlbeträge ausgleichen müssen. Wieso. sollte das plötzlich nicht mehr gehen? Als Anteilseigner ist das vertraglich nicht schwer. Notfalls eben über einen Kredit.

Sofern für Geisterspiele ein Fröhnerhof akzeptiert wird, mag sein. Da sich die aktuellen 3. Liga Statuten aber nicht für Geisterspiel oder reguläres Zuschauerspiel interessieren, müsste man auch dafür erst wieder eine Genehmigung erreichen. Und dann beziehst du dich wieder auf den komischen "Fakt", die Stadiongesellschaft wäre sofort nach Mietausfall insolvent, und dann würde ja das nächste halbe Jahr ausreichen.

Naja wie auch immer, mir ist es die Diskussion nicht mehr wert. Einen Nenner erreichen wir sowieso nicht mehr zwinker Ich halte das eher für ein Wunschszenario ohne faktische Grundlage, wäre aber nicht allzu traurig, wenn es so kommt.


Kein Problem, jeder hat seine Einschätzung. Hauptsache der FCK überlebt.
Finanzen |#1286
03.04.2020 - 12:52 Uhr
Zitat von pulder
Zitat von Previal

Zitat von pulder

Wenn der FCK in die Planinsolvenz gehen
sollte, geht auch die Stadiongesellschaft in Insolvenz.


Wieso sollte sie das? Nur wenn der FCK komplett ausfällt, also Regelinsolvenz, muss auch die Stadiongesellschaft sofort mit in die Insolvenz. Bei einer Planinsolvenz nicht. Erklär doch mal, wie du darauf kommst, dass diese sofort in die Insolvenz folgt? Die Stadt kann dort weiterhin das Geld reinschieben und die Zahlungsfähigkeit erhalten. Kommt die Stadt nun mal wesentlich günstiger. Und dann ändert sich für den FCK nichts.


Das will ich gerne tun.

Wenn der FCK in Planinsolvenz geht, stellt der Insolvenzverwalter alle Kosten auf den Prüfstand, die nicht
zwingend notwendig sind zur Fortführung des Betriebes. Die Miete ist nicht zwingend notwendig, also wird
der Mietvertrag gekündigt, zudem wohl in der Präambel des Mietvertrages vereinbart ist die Miete den
Gegebenheiten anzupassen. Die Instandhaltungskosten obliegen normalerweise dem Vermieter. Die wird
der Insolvenzverwalter also mit Sicherheit nicht zahlen. Damit hat die Stadiongesellschaft keine Einnahmen
mehr, muß aber den Kredit bedienen ( Zinsen ) und die Instandhaltungskosten zahlen. Sind die Rücklagen
der Stadiongesellschaft verbraucht und kann sie den Kredit und die laufenden Kosten nicht mehr bedienen,
ist sie zahlungsunfähig und muss Insolvenz anmelden.

Zu diesem Zeitpunkt und auch im Laufe des Verfahrens darf die Stadt kein Geld reinschieben, wie Du schreibst. Jetzt ist der Zeitpunkt da, an welchem die Bürgschaft der Stadt ( 60 Mios. ) gezogen wird
und der Kredit im Rahmen der Bürgschaftshöhe getilgt wird und die Banken ausgezahlt werden.

Übrig bleibt evtl., höchstwahrscheinlich, noch ein Restbetrag. Die Banken werden den Betze versteigern
und hoffen, dass sie noch ein paar Mark von einem Interessenten erhalten. In der Zwischenzeit wird das
Stadion verfallen und schlussendlich zur Ruine werden, wie es Weichel richtig formuliert hat.

Deshalb glaube ich, dass der FCK nach überstandener Planinsolvenz, das Stadion billig, sehr billig,
kaufen kann. Wenn man jetzt in die Planinsolvenz ginge und die Sache in 4-6 Monaten durchziehen
würde, stände der FCK gut da.

Moralisch und ethisch verwerflich; rein wirtschaftlich gesehen wahrscheinlich alternativlos.


Da muss ich doch mal dazwischen funken.

Erstmal wird eine Planinsolvenz in der Regel in Eigenverwaltung durchgeführt, somit steht es dem Insolvenzverwalter (bzw. dann Sachwalter) nicht zu, Eingriffe in das operative Geschäft vorzunehmen.
Eine außerordentliche Kündigung des Mietvertrages könnte lediglich von der Geschäftsführung im Rahmen der Insolvenz statt finden.

Dann ist selbst im Falle der Kündigung des Mietvertrages eine Insolvenz der Stadiongesellschaft nicht unausweichlich.
In all den letzten Jahren hat ja die Miete nie gereicht, um überhaupt die Zinsen zu zahlen und trotzdem gibt es die Stadiongesellschaft noch, da die Stadt ihre Einlagen erhöht hat und noch Rücklagen existieren.
Die Rücklagen können vorübergehend aufgebraucht, Einlagen weiterhin erhöht werden.
Ist für die Stadt beides besser, als mal eben ~50 Mio. an die Bank zu zahlen oder verzweifelt nach einem Käufer für das FWS zu suchen - vorallem wenn man weiß, dass der FCK ja ziemlich schnell wieder eine Spielstätte benötigt und dementsprechend einen neuen Mietvertrag eingehen muss.
Das wären nämlich in einer Insolvenz der Stadiongesellschaft die einzigen beiden Optionen, da die Bank sicher nicht das FWS als Asset akzeptiert, sondern auf die Rückzahlung pocht.
Danach wäre das Stadion dementsprechend immernoch im Stadtbesitz, vermutlich sogar weiterhin in der Stadiongesellschaft, da diese weitestgehend durch die Ablösung des Kredits saniert wäre.

Also ist man bei einer Planinsolvenz des FCK in Sachen Stadion weiterhin beim Status Quo, lediglich der Mietvertrag könnte aufgrund beidseitiger Abhängigkeit neu verhandelt werden.
Aber ein günstigen Erwerb des FWS als Folge einer Planinsolvenz seh ich für den FCK definitiv nicht.

•     •     •

Personal Stats

Besuchte Pflichtspiele von Hertha BSC: 375
Meiste Einsätze: 1. Lustenberger (207), 2. Pekarik (139), 3. Kraft (138)
Meiste Tore: 1. Ramos (42), 2. Ibisevic (32), 3. Kalou (29)
Meiste Vorlagen: 1. Ramos (26), 2. Ronny (23), 3. Plattenhardt (22)
Höchster Sieg: 8:1 gegen Nistru Otaci am 17.07.2008 - 1. Qualifikationsrunde zum Uefa-Cup 08/09 Hinspiel
Höchste Niederlage: 0:6 gegen Bayern München am 17.03.2012 - 26. Spieltag der Bundesliga-Saison 11/12
Finanzen |#1287
03.04.2020 - 13:25 Uhr
Dicksen Paule

Was meinst Du was der Betze nach gekündigtem Mietvertrag, evtl. ohne den FCK, noch wert ist ?

Nichts !

Da gebe ich Weichel ausnahmsweise mal recht. Er hat es nur etwas spät begriffen und durch die Corona Krise
sind seine Karten noch schlechter geworden.

Geht der FCK unter gibts keine Miete und keine Instandhaltungskosten, bleibt der FCK bestehen, gibts
eine kleine Miete und die Instandhaltungskosten für das marode Stadion zahlt die Stadt. Entweder die
Stadt geht mit jahrelanger Unterdeckung in die Zukunft oder sie verkauft das Stadion an einen Interessenten
für wenig Geld. Einziger Interessent wird der FCK sein, wer sonst.

Ach ja, Becca käme noch infrage. Da steht man ja kurz vor einem Abschluss.
Finanzen |#1288
03.04.2020 - 13:53 Uhr
Zitat von pulder
Dicksen Paule

Was meinst Du was der Betze nach gekündigtem Mietvertrag, evtl. ohne den FCK, noch wert ist ?

Nichts !

Da gebe ich Weichel ausnahmsweise mal recht. Er hat es nur etwas spät begriffen und durch die Corona Krise
sind seine Karten noch schlechter geworden.

Geht der FCK unter gibts keine Miete und keine Instandhaltungskosten, bleibt der FCK bestehen, gibts
eine kleine Miete und die Instandhaltungskosten für das marode Stadion zahlt die Stadt. Entweder die
Stadt geht mit jahrelanger Unterdeckung in die Zukunft oder sie verkauft das Stadion an einen Interessenten
für wenig Geld. Einziger Interessent wird der FCK sein, wer sonst.

Ach ja, Becca käme noch infrage. Da steht man ja kurz vor einem Abschluss.


Umgekehrt kann man die Frage stellen, was ist der FCK ohne das Stadion wert?
Gibt es eine drittligataugliche Spielstätte in der Nähe?
Will man als Fan, dass der FCK aus dem Betze verschwindet?

Ich sehe hier eine beidseitige Abhängigkeit.
Die Stadt/Stadiongesellschaft braucht den FCK und der FCK braucht das Stadion - zumindest solange man in Liga 1-3 spielt.

Mit dem FCK als Mieter hat die Stadt Zeit bis zur Kreditablösung und kann bei sportlichem Erfolg auf höhere Einnahmen hoffen.
Außerdem ergibt sich in den nächsten Jahren möglicherweise eine neue Option, die heute noch nicht absehbar ist.
Sprich, man lässt sich alle Türen offen.
Bei einem Verkauf zum Schleuderpreis, steht unwiderruflich fest, dass die Stadt mit einem saftigen Betrag an Tag X einstehen muss und bis dahin vom Verkaufserlös weiter brav Zinsen zahlen darf.
Nur wenn die Zuschüsse der Stadt über die nächsten Jahre summiert höher wären, als die Differenz zwischen Bürgschaft und Verkaufserlös, macht ein Verkauf Sinn.
Und dann reden wir von einem Verkaufspreis von mindestens 40 Mio. Euro.

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Personal Stats

Besuchte Pflichtspiele von Hertha BSC: 375
Meiste Einsätze: 1. Lustenberger (207), 2. Pekarik (139), 3. Kraft (138)
Meiste Tore: 1. Ramos (42), 2. Ibisevic (32), 3. Kalou (29)
Meiste Vorlagen: 1. Ramos (26), 2. Ronny (23), 3. Plattenhardt (22)
Höchster Sieg: 8:1 gegen Nistru Otaci am 17.07.2008 - 1. Qualifikationsrunde zum Uefa-Cup 08/09 Hinspiel
Höchste Niederlage: 0:6 gegen Bayern München am 17.03.2012 - 26. Spieltag der Bundesliga-Saison 11/12
Finanzen |#1289
03.04.2020 - 14:20 Uhr
Für mich als Laien hört sich das, was ihr schreibt, derzeit noch nicht schlüssig an. Damit auch die Nicht-Fachleute im Forum in der Diskussion mitgenommen werden, bitte ich euch, die folgenden Punkte und Fragen von mir zu bestätigen, zu differenzieren oder zu widerlegen. Ich bin nicht so wahnsinnig überzeugt von meinem Geschreibsel, wüsste aber gerne, wo ich faktisch und (verfahrens-) rechtlich falsch liege . zwinker

1. Eine Plan-Insolvenz des FCK hätte doch die Fortführung des Spielbetriebs zum Ziel. Von daher würde der FCK den Pachtvertrag nicht ersatzlos aufkündigen, sondern der SG - wie allen anderen Gläubigern auch - offenbaren, dass er seine Verbindlichkeiten nicht mehr in dem vereinbarten Umfang begleichen kann. Ziel des FCK wäre es also, das Stadion weiter zu nutzen - auf Sicht am besten für Umme!

2. Wenn die SG dies nach dem Prinzip Hoffnung akzeptieren würde, weil der temporäre Einnahmenausfall (in Hoffnung auf einen Erfolg der Plan-Insolvenz des FCK) immer noch besser wäre, als gar keine Einnahmen mehr zu erzielen, wäre das dann nicht ihrerseits Insolvenzverschleppung? Wo ist da die Grenze für die SG? Oder könnte sie - als eigenes, von der Stadt formal unabhängiges Rechtsinstitut - ihrerseits in die Insolvenz gehen und mit der HeLaBa (oder wo auch immer der Kredit gerade liegen mag) eine Lösung vereinbaren?

3. Sollte letzteres so sein, dann wäre die SG sich doch selbst am Nächsten. DARF sie (oder ihr Insolvenzverwalter) dann überhaupt auf die Taube auf dem Dach (erfolgreiche Plan-Insolvenz des einzig möglichen Stadionpächters) setzen? Oder müsste sie nicht vielmehr alle halbwegs sicher einlösbaren Werte realisieren - sprich: eine europaweite Ausschreibung von Immobilie und Areal bei vorausgehener fristloser Pachtkündigung veranlassen? Mit dem Ziel, das Gelände an eine solvente Heuschrecke und/oder solventen Immobilieninvestor zur Neubebauung zu veräußern. Und zwar - in Abstimmung mit dem Kreditgeber im Rahmen des Insolvenzverfahrens - ohne Übernahme von Altschulden und ohne Vorfälligkeitsentschädigung durch den Käufer!

Ihr geht ja einfach so davon aus, dass die "Zweckehe" SG/ FCK auch im Falle einer Plan-Insolvenz des FCK mangels Alternativen andauern würde. Das kann ich aber noch gar nicht erkennen, insoweit es sofort zahlungskräftige Interessenten am Areal gäbe. Müsste das nicht zunächst per Ausschreibung erkundet werden? Der Mühlstein einer Übernahme von Altlasten durch den Käufer wäre ja dann weggeräumt.

So sehr ich das Abriß-Szenario bislang immer für abwegig gehalten habe - eine Plan-Insolvenz mit Pachtwegfall wäre nach meinem Dafürhalten auch für unsere "Zweckehe" das Einreichen der Scheidungspapiere! Als Insolvenzverwalter der SG wäre es in diesem Fall jedenfalls mein Ziel, dem Kreditgeber die vorhandenen Rücklagen plus die Erlöse aus dem Immobilienverkauf zu überweisen und dessen Verzicht auf den verbleibenden Restbetrag der Vorfälligkeitsentschädigung auszuhandeln, da der Bürge Stadt nicht zahlungsfähig sei (aber seinerseits auch nicht insolvent gehen kann). Auf eine neue Blüte des FCK würde ich da keinesfalls setzen, das käme m.E. ja fast schon einer Pflichtverletzung gleich.

Wo liegen meine Denk- und Argumentationsfehler?

•     •     •

502 Bad Gateway
nginx

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 03.04.2020 um 14:33 Uhr bearbeitet
Finanzen |#1290
03.04.2020 - 14:58 Uhr
Zitat von Dicksen_Paule
Zitat von pulder

Dicksen Paule

Was meinst Du was der Betze nach gekündigtem Mietvertrag, evtl. ohne den FCK, noch wert ist ?

Nichts !

Da gebe ich Weichel ausnahmsweise mal recht. Er hat es nur etwas spät begriffen und durch die Corona Krise
sind seine Karten noch schlechter geworden.

Geht der FCK unter gibts keine Miete und keine Instandhaltungskosten, bleibt der FCK bestehen, gibts
eine kleine Miete und die Instandhaltungskosten für das marode Stadion zahlt die Stadt. Entweder die
Stadt geht mit jahrelanger Unterdeckung in die Zukunft oder sie verkauft das Stadion an einen Interessenten
für wenig Geld. Einziger Interessent wird der FCK sein, wer sonst.

Ach ja, Becca käme noch infrage. Da steht man ja kurz vor einem Abschluss.


Umgekehrt kann man die Frage stellen, was ist der FCK ohne das Stadion wert?
Gibt es eine drittligataugliche Spielstätte in der Nähe?
Will man als Fan, dass der FCK aus dem Betze verschwindet?

Ich sehe hier eine beidseitige Abhängigkeit.
Die Stadt/Stadiongesellschaft braucht den FCK und der FCK braucht das Stadion - zumindest solange man in Liga 1-3 spielt.

Mit dem FCK als Mieter hat die Stadt Zeit bis zur Kreditablösung und kann bei sportlichem Erfolg auf höhere Einnahmen hoffen.
Außerdem ergibt sich in den nächsten Jahren möglicherweise eine neue Option, die heute noch nicht absehbar ist.
Sprich, man lässt sich alle Türen offen.
Bei einem Verkauf zum Schleuderpreis, steht unwiderruflich fest, dass die Stadt mit einem saftigen Betrag an Tag X einstehen muss und bis dahin vom Verkaufserlös weiter brav Zinsen zahlen darf.
Nur wenn die Zuschüsse der Stadt über die nächsten Jahre summiert höher wären, als die Differenz zwischen Bürgschaft und Verkaufserlös, macht ein Verkauf Sinn.
Und dann reden wir von einem Verkaufspreis von mindestens 40 Mio. Euro.


Eine gewisse beidseitige Abhängigkeit ist da, denn auch nach der Planinsolvenz braucht der FCK ein Stadion.
Natürlich gehört der FCK auf den Betze, aber nicht zu jedem aufgerufenen, unbezahlbaren Miet- oder
Kaufpreis. Das mit der drittligatauglichen Spielstätte ist schwierig, wäre mit Sicherheit auch mit Einbußen,
Fanverlusten verbunden, aber in einer post corona Zeit irgendwie darstellbar. Lieber wäre mir eine Lösung
- kleine Miete - mit der Stadt Kaiserslautern.

Ein Halten des Stadions ohne den FCK ist von der Bezuschussung her den Bürgern wohl kaum zu verkaufen.
Das würde in dieser Zeit bei der total defizitären Stadt Kaiserslautern bedeuten, dass Steuern erhöht werden
müssten oder öffentliche, soziale Maßnahmen zugunsten des Stadions, zurückgefahren werden müssten
oder bezahlt werden müssten. Zudem die Zuschüsse, da sie eine Unterdeckung auffangen müssten, jahre-
lang in ein schwarzes Loch geworfen werden würden und das sehenden Auges.

Und wie kommst Du auf 40 Millionen bei diesem maroden Stadion ?

Da gibt es einen riesigen Erhaltungsaufwand, der sich bei der Sachwertmethode niederschlägt. Aber ich
bin kein Bauingeneur, der da kompetent ist. Im Forum haben dazu aber Experten berichtet.

Die zweite Berechnungsmethode nach dem Ertrag basiert auf der dann zu zahlenden Miete des FCK.
Nach der Methode ist bei 15-18 Millionen sicherlich Schluss für einen Investor, falls es einen geben sollte.
Für den FCK wäre der Preis natürlich niedriger, wenn er der alleinige Interessent/Bieter wäre.

Über sportlichen Erfolg den Wert zu erhöhen versuchen wir schon seit 20 Jahren. Wo wir stehen ist bekannt.

Ich denke, man muss das jetzt durchziehen. Das ist die letzte Chance.
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