Finanzen
02.12.2019 - 16:18 Uhr
Quelle: www.kicker.de
Fragen und Antworten rund um die kritische Situation
FCK: Das mögliche Insolvenzplanverfahren und seine Folgen
Gute Zusammenfassung zum Thema Planinsolvenz
FCK: Das mögliche Insolvenzplanverfahren und seine Folgen
Zitat von Newtrial
@FckTribun - Ich bin kein Experte, aber das, was @klami gerade geschrieben hat, halte ich für wichtig! Die Plan-Insolvenz ist kein Wünsch-Dir-Was für Robin Hoods, vielmehr muss man genau mit den ganz großen Gläubigern ein Agreement finden, wenn das Ergebnis Zustimmung finden soll. Also gehe ich mal davon aus, dass insbesondere Quattrex seine Interessen weitaus besser schützen kann als die Anleihen zeichnenden Fans. Ich gehe fest davon aus, dass unsere Anleihengelder da unter die Räder kommen.
Und was dann aus der SG wird, steht ja auch noch in den Sternen. Sollte sie in der Folge ebenfalls in die Insolvenz gehen, wird die ganze Nummer schwer berechenbar. Darüber habe ich hier im Thread die Tage schon genug geschrieben.
Ich habe also sowohl Fragezeichen, was die Machbarkeit als auch was die Legitimität der ganzen Geschichte angeht. Mag sein, dass ein Ertrinkender, dem ein Rettungsring zugeworfen wird, nicht groß danach fragt, ob das Material gesundheitsschädliche Weichmacher enthält...
Markus Merk hatte eine ganz andere große Lösung unter Einbezug der Stadionfrage im Sinn. Noch vor ca. einer Woche beliefen sich die zusätzlichen Corona-Belastungen nach Voigt auf eine gute Million. Lass es jetzt mal zwei, vielleicht drei sein. Das ist noch nicht zwingend die Größenordnung, wo man alle vorhandenen Pläne über Bord schmeißt. Ist ja nicht so, dass unsere Verbindlichkeiten sich bislang verdoppelt hätten, oder so. Sollte es also die Möglichkeit geben, "Kurs zu halten", so wäre das für mich immer noch Plan A - und die Plan-Insolvenz evt. Plan B oder C. Niemand von uns hat Einblicke in das Paket, das Team Merk nach eigenem Bekunden bis Ende Januar schon so gut wie geschnürt hätte, wäre Weichel da nicht dazwischen gekommen. Und niemand von uns weiß, wie unrealistisch ein Erfolg der derzeit unterbrochenen Investorengespräche in Zukunft sein wird. Dass es nicht rosig aussieht, ist aber natürlich klar.
@FckTribun - Ich bin kein Experte, aber das, was @klami gerade geschrieben hat, halte ich für wichtig! Die Plan-Insolvenz ist kein Wünsch-Dir-Was für Robin Hoods, vielmehr muss man genau mit den ganz großen Gläubigern ein Agreement finden, wenn das Ergebnis Zustimmung finden soll. Also gehe ich mal davon aus, dass insbesondere Quattrex seine Interessen weitaus besser schützen kann als die Anleihen zeichnenden Fans. Ich gehe fest davon aus, dass unsere Anleihengelder da unter die Räder kommen.
Und was dann aus der SG wird, steht ja auch noch in den Sternen. Sollte sie in der Folge ebenfalls in die Insolvenz gehen, wird die ganze Nummer schwer berechenbar. Darüber habe ich hier im Thread die Tage schon genug geschrieben.
Ich habe also sowohl Fragezeichen, was die Machbarkeit als auch was die Legitimität der ganzen Geschichte angeht. Mag sein, dass ein Ertrinkender, dem ein Rettungsring zugeworfen wird, nicht groß danach fragt, ob das Material gesundheitsschädliche Weichmacher enthält...
Markus Merk hatte eine ganz andere große Lösung unter Einbezug der Stadionfrage im Sinn. Noch vor ca. einer Woche beliefen sich die zusätzlichen Corona-Belastungen nach Voigt auf eine gute Million. Lass es jetzt mal zwei, vielleicht drei sein. Das ist noch nicht zwingend die Größenordnung, wo man alle vorhandenen Pläne über Bord schmeißt. Ist ja nicht so, dass unsere Verbindlichkeiten sich bislang verdoppelt hätten, oder so. Sollte es also die Möglichkeit geben, "Kurs zu halten", so wäre das für mich immer noch Plan A - und die Plan-Insolvenz evt. Plan B oder C. Niemand von uns hat Einblicke in das Paket, das Team Merk nach eigenem Bekunden bis Ende Januar schon so gut wie geschnürt hätte, wäre Weichel da nicht dazwischen gekommen. Und niemand von uns weiß, wie unrealistisch ein Erfolg der derzeit unterbrochenen Investorengespräche in Zukunft sein wird. Dass es nicht rosig aussieht, ist aber natürlich klar.
Ein Planinsolvenzverfahren muss normalerweise gut vorbereitet sein; es müssen Gespräche mit den
Gläubigern geführt werden und den Gläubigern Perspektiven in Aussicht gestellt werden, damit das Plan-
insovenzverfahren überhaupt ins Rollen kommt. Dabei spielt die Quattrex die Hauptrolle. Allein schon
aus dem Grund sollte und muss man mit seinen Gläubigern fair umgehen und schnell zu Lösungen
kommen.
Durch die Corona Krise sind die Investoren sicherlich nicht verschwunden, sie wollen nur nicht, was
verständlich ist, in ein schwarzes Loch investieren. Was für mich aber denkbar wäre, dass sich alle
bisherigen Kreditgeber und alle möglichen Investoren an einen Tisch setzen ( bildlich ), sodass man
die Möglichkeiten einer Planinsolvenz und einer Fortführung nach der Planinsolvenz bespricht.
Dies alles mit der Stadt und der SG zusammen, damit das Stadion an den FCK geht.
In Richtung Plan A zu denken, bringt uns nicht weiter. Derzeit haben wir 11.7 Mios. Altschulden,
dazu kommen jetzt die weiteren " Corona Schulden " die niemand beziffern kann, da niemand weiß
wann wieder wie gespielt wird. Selbst wenn wieder gespielt wird, werden es Geisterspiele sein, die
nichts bringen. Insofern könnte es gut sein, dass wir Ende des Jahres 15 Millionen Schulden haben.
Das ist in der 3. Liga unmöglich abzufangen.
Mir ist vollkommen klar, dass das ein schwieriger Weg ist und alle mitziehen müssen, aber ich sehe
keine Alternativen. Die Regelinsolvenz ist keine Alternative und der Druck auf FCK, Stadt, SG und die
Kreditgeber ist hoch. Entweder die Stadt, die die mit Abstand schlechtesten Karten hat, gibt nach
in der Stadionfrage oder da oben steht wirklich jahrelang eine immer weiter zerfallende Ruine.
Ich kann der Diskussion hier gerade nur noch bedingt folgen. Soweit ich weiß kann nicht einfach so Insolvenz anmelden, es muss ein Insolvenzgrund vorliegen. Man darf auch eine Insolvenz nicht absichtlich herbeiführen. Liegen Zahlungsunfähig oder Überschuldung vor, muss man unverzüglich den Antrag stellen. Das Insolvenzplanverfahren ist hier nur eine spezielle Ausprägung, bei der das Verfahren vom Normalfall der Regelinsolvenz abweicht. Der Gesetgeber sieht dieses Verfahren vor, damit Schuldner und Gläubiger Regelungen abseits des normalen Verfahrens finden können, die für sie besser sind.
Es ist also in keiner Weise so, dass man sich irgendetwas hier aussuchen kann. Vielmehr kann man im Fall einer Insolvenz den Gläubigern eine Option anbieten, die sie eben besser stellt als dies bei der Regelinsolvenz der Fall wäre. Denn wenn der FCK ohne Lizenz in eine Regelinsolvenz rutscht, dann gibts da schlichtweg nicht mehr viel rauszuholen.
Mit moralischen Fragen hat das alles überhaupt nix zu tun. Wenn der FCK die Möglichkeit hat die Insolvenz abzuwenden und die Schulden zu bedienen, dann muss das natürlich auch gemacht werden - sonst würden sich die handelnden Personen strafbar machen.
Sprich: Im Fall einer Insolvenz gibt es die Möglichkeit den Gläubigern einen Schuldenschnitt anzubieten, sei es für Anteile oder nur basierend auf der Hoffnung, dass man später einen höheren Teil der Schulden begleichen kann als das bei einer Liquidierung des Unternehms der Fall wäre.
Es ist also in keiner Weise so, dass man sich irgendetwas hier aussuchen kann. Vielmehr kann man im Fall einer Insolvenz den Gläubigern eine Option anbieten, die sie eben besser stellt als dies bei der Regelinsolvenz der Fall wäre. Denn wenn der FCK ohne Lizenz in eine Regelinsolvenz rutscht, dann gibts da schlichtweg nicht mehr viel rauszuholen.
Mit moralischen Fragen hat das alles überhaupt nix zu tun. Wenn der FCK die Möglichkeit hat die Insolvenz abzuwenden und die Schulden zu bedienen, dann muss das natürlich auch gemacht werden - sonst würden sich die handelnden Personen strafbar machen.
Sprich: Im Fall einer Insolvenz gibt es die Möglichkeit den Gläubigern einen Schuldenschnitt anzubieten, sei es für Anteile oder nur basierend auf der Hoffnung, dass man später einen höheren Teil der Schulden begleichen kann als das bei einer Liquidierung des Unternehms der Fall wäre.
@Muh87 - Ja, da gibt es scheinbar(e) Widersprüchlichkeiten. Laut kicker ist die Plan-Insolvenz kein selbstständiges Verfahren, sondern Teil einer geregelten Insolvenz. Laut SWR ist die Plan-Insolvenz allerdings nur dann möglich, wenn noch keine Zahlungsunfähigkeit gegeben ist, da ansonsten die Regelinsolvenz unausweichlich sei - es bedürfe daher großen "Managementgeschicks", den richtigen Zeitpunkt für die Beantragung der Plan-Insolvenz abzupassen.
Alle aktuellen Aussagen in den Medien laufen jedenfalls darauf hinaus, dass der FCK sehr wohl die Plan-Insolvenz "erwägen" kann, sich also dafür oder dagegen entscheiden darf. Erst beim Eintreten der Zahlungsunfähigkeit gebe es dann keine Wahl mehr; aber eben auch nicht mehr die Option der Plan-Insolvenz.
Vielleicht kann jemand von den Spezialisten dieses Fragezeichen auflösen. Noch mal auf den Punkt gebracht: Wieso scheint es im Falle der Plan-Insolvenz einen Handlungsspielraum VOR Eintreten der Zahlungsunfähigkeit zu geben, wenn sie doch Verfahrensteil der erst beim Eintritt der Zahlungsunfähigkeit alternativlosen Regelinsolvenz ist?
Gibt es also eine Art proaktive Form von Regelinsolvenz, die man VOR dem Eintritt der Zahlungsunfähigkeit anmelden kann, aber nicht muss? Und die dann die Plan-Insolvenz als Verfahrensbestandteil enthält? Nur so scheint es folgerichtig zu sein. Oder?
Alle aktuellen Aussagen in den Medien laufen jedenfalls darauf hinaus, dass der FCK sehr wohl die Plan-Insolvenz "erwägen" kann, sich also dafür oder dagegen entscheiden darf. Erst beim Eintreten der Zahlungsunfähigkeit gebe es dann keine Wahl mehr; aber eben auch nicht mehr die Option der Plan-Insolvenz.
Vielleicht kann jemand von den Spezialisten dieses Fragezeichen auflösen. Noch mal auf den Punkt gebracht: Wieso scheint es im Falle der Plan-Insolvenz einen Handlungsspielraum VOR Eintreten der Zahlungsunfähigkeit zu geben, wenn sie doch Verfahrensteil der erst beim Eintritt der Zahlungsunfähigkeit alternativlosen Regelinsolvenz ist?
Gibt es also eine Art proaktive Form von Regelinsolvenz, die man VOR dem Eintritt der Zahlungsunfähigkeit anmelden kann, aber nicht muss? Und die dann die Plan-Insolvenz als Verfahrensbestandteil enthält? Nur so scheint es folgerichtig zu sein. Oder?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 04.04.2020 um 17:42 Uhr bearbeitet Zitat von Newtrial
Vielleicht kann jemand von den Spezialisten dieses Fragezeichen auflösen. Noch mal auf den Punkt gebracht: Wieso scheint es im Falle der Plan-Insolvenz einen Handlungsspielraum VOR Eintreten der Zahlungsunfähigkeit zu geben, wenn sie doch Verfahrensteil der erst beim Eintritt der Zahlungsunfähigkeit alternativlosen Regelinsolvenz ist?
Vielleicht kann jemand von den Spezialisten dieses Fragezeichen auflösen. Noch mal auf den Punkt gebracht: Wieso scheint es im Falle der Plan-Insolvenz einen Handlungsspielraum VOR Eintreten der Zahlungsunfähigkeit zu geben, wenn sie doch Verfahrensteil der erst beim Eintritt der Zahlungsunfähigkeit alternativlosen Regelinsolvenz ist?
Die Planinsolvenz ist ein reguläres Insolvenzverfahren und wird auch so beantragt. Es gibt lediglich die Möglichkeit, das Insolvenzverfahren eben über einen Insolvenzplan zu verlassen.
Insolvenzordnung (InsO)
§ 217 Grundsatz
§ 217 Grundsatz
Man muss dafür eben aber die Zustimmung der Gläubiger erreichen, indem man ihnen ein Angebot zur Vergütung macht. Den Zeitpunkt kann man durchaus ein Stück weit beeinflussen. Im bsp. FCK kann bspw. gesagt werden, dass man die notwendige Liquidität für die nächste Saison weder über FK noch EK Geber erreicht. Damit wäre man dann im Insolvenzverfahren.
Zitat von pulder
Sorry Brownie, wenn meine Vorstellungen den Deinigen nicht entsprechen und ich die Dinge etwas
FCK bezogener und nüchterner sehe.
Dass der FCK seit 20 Jahren sowohl sportlich als auch wirtschaftlich mit wenigen Ausnahmen desaströs
agiert ist jedem bekannt und wird auch von jedem FCK Fan hingenommen.
Deine Sachdarstellung ist in vielen Punkten falsch, deckt sich in wesentlichen Punkten nicht mit meinen
Wahrnehmungen. Ich bin auf die Punkte schon oft eingegangen und erspare mir das an dieser Stelle. Ich
blase auch nicht in das Horn, der arme FCK ist von Becca reingelegt worden ( ist er nicht ) und die
Quattrex, die uns Risikokredite gegeben hat, ist zu bedauern, wenn sie nicht zu 100% entschädigt wird.
Jeder Wirtschaftsteilnehmer hat die Möglichkeit sich innerhalb der gesetzlichen Vorgaben so zu verhalten,
dass er das für ihn Beste herausholt. Da ist der FCK traditionell an die Werte Fritz Walters gebunden.
Fritz Walter hätte gewollt, dass der FCK weiter erfolgreich Fußball spielt und alle Chancen nutzt.
Von der derzeitigen Geschäftsleitung erwarte ich, dass sie den bestmöglichen Weg geht und wenn dass der
der Planinsolvenz ist, dann ist der zu gehen. An dieser Stelle bin ich auch nicht der Meinung von Newtrial,
dass man aus Zeitgründen zögert eine Planinsolvenz abzulehnen, um dann in einer eventuellen Regel-
insolvenz ( wo ist moralisch der Unterschied ) zu scheitern.
Wenn, und das deutest Du ja auch an, der FCK aufgrund dieser Verhaltensweise zu Vorteilen gegenüber
anderen, derzeit hoch gesponserten Plastikvereinen oder sogar anders finanzierten Vereinen kommt,
dann hätten, noch ist es ja nicht soweit, diese das auch zu akzeptieren. Dieser Kampf am Markt findet
derzeit in fast allen Branchen statt.
Ich kann Deine Position akzeptieren, das ist aber auch schon alles. Alles Gute nach Köln.
Zitat von Brownie72
Ich hatte bereits an anderer Stelle, mal möglichst neutral, meine Meinung zu der Stadionthematik kundgetan. Wenn man deine Beiträge hier so liest ist dass für einen Außenstehenden schon krass.
Kurz zusammengefasst ist die Meinung vieler hier im Forum die, dass ihr durch die Planinsolvenz alle Schulden los seid, indem ihr die Gläubiger, die euch die letzten Jahre überhaupt am Leben gehalten haben, mit geringen Beträgen abspeist. Frei nach dem Motto friss oder stirb. Hier handelt es sich meines Wissens nach auch um regionale Geldgeber. Was ihr da an Verhandlungsmasse habt, dürfte im Vergleich zu euren Verbindlichkeiten nicht der Rede wert sein.
Danach steigt dann der große Investor ein. Jetzt muss natürlich noch der Stadt die Pistole auf die Brust gedrückt werden. Da es ja nur einen Mieter gibt kann man sicher die ohnehin seit Jahren lächerliche Miete nochmal drücken. Am besten bis auf null. Vielleicht Zahlt ja die Stadt noch was, weil der FCK zahlt ja auch Steuern. Alternativ wäre man eventuell auch bereit das Stadion für einen Appel und ein Ei zu kaufen.
Ist das alles dann durch kann man endlich einen Etat aufstellen, der Meilenweit über dem der Konkurrenz liegt und einen Aufstieg so gut wie garantiert. Sorry ist vielleicht etwas überspitzt aber so ähnlich liest sich das schon in eurem Forum.
Es gibt auch einige User hier im Forum, die das ganze deutlich realistischer sehen. Bei den Meisten ist von Demut oder dergleichen nicht viel zu sehen. Es geht immer nur darum, dass andere für die Fehler des FCK gerade stehen sollen und müssen. Das ist bei euch seit gefühlten 20 Jahren so. Mir fällt auch kein anderer Verein ein, bei dem das inzwischen derart zum Selbstverständnis gehört, über seine Verhältnisse zu leben und dafür andere die Zeche zahlen zu lassen (Stichwort Stadionmiete).
Zum Schluss noch ein Paar Worte zur Stadionsituation. Es ist glaube ich immer gut, sich mal in die Situation der Gegenseite zu versetzen. Letztlich kann die Stadt bei einer Partnerschaft mit dem FCK nichts gewinnen. Die Mieten die ihr seit Jahren zahlt betragen nur einen Bruchteil der Zinslast. Das einzig wirkliche Pfund was ihr habt ist m.E. dass niemand Schuld am Untergang des FCK sein will. Eine Vermarktung des gesamten Geländes wäre für die Stadt die einzige Möglichkeit aus der Situation herauszukommen. Hier wäre die Insolvenz der optimale Zeitpunkt für die Stadt. Ich hoffe, das ihr das nicht unterschätzt. Die Stadt braucht kein Stadion, ganz im Gegenteil. Ihr schon.
Leider verfestigt sich bei mir und auch bei vielen aus meinem Umfeld das Gefühl, das es beim FCK immer so läuft, dass man Jahrelang auf viel zu großem Fuß lebt und irgendwann dann irgendwer die Zeche zahlen soll. Das kostet euch leider viele Sympathien in der Region.
Mir ist natürlich bewusst, dass es nicht viele Alternativen gibt. Aber ein wenig mehr Anstand und Demut sind glaube ich manchmal nicht verkehrt.
Zitat von pulder
Previal,
die Stadiongesellschaft ist Eigentümer und Vermieter des Stadions. Sie kann ihr Grundstück auch verkommen lassen. Allerdings erhält sie dann schon aus der Pflichtverletzung heraus keine Miete mehr. Für wie lange die Rücklagen der Stadiongesellschaft reichen, weiß wahrscheinlich keiner von uns. Aber sie sind endlich, wenn
nur Kosten und keine Erträge entstehen.
Stadt und Stadiongesellschaft sind eigenständige Rechtspersonen. Wo soll da die rechtliche Grundlage
für " Hin- und Herschieben " sein ( Verträge ). Für die Kreditsicherung ist gerade die Bürgschaft vereinbart
worden und diese wäre definitiv fällig.
Sinn und Zweck der Planinsolvenz ist, zumindest de jure nicht, dass der FCK wieder im Fritz Walter Stadion
spielen kann. Sinn und Zweck ist die Sanierung des Vereins. Ein Stadion für Geisterspiele wird sich finden
lassen im nächsten halben Jahr, falls überhaupt gespielt wird. Zur Not spielen wir auf dem Fröhnerhof.
Previal,
die Stadiongesellschaft ist Eigentümer und Vermieter des Stadions. Sie kann ihr Grundstück auch verkommen lassen. Allerdings erhält sie dann schon aus der Pflichtverletzung heraus keine Miete mehr. Für wie lange die Rücklagen der Stadiongesellschaft reichen, weiß wahrscheinlich keiner von uns. Aber sie sind endlich, wenn
nur Kosten und keine Erträge entstehen.
Stadt und Stadiongesellschaft sind eigenständige Rechtspersonen. Wo soll da die rechtliche Grundlage
für " Hin- und Herschieben " sein ( Verträge ). Für die Kreditsicherung ist gerade die Bürgschaft vereinbart
worden und diese wäre definitiv fällig.
Sinn und Zweck der Planinsolvenz ist, zumindest de jure nicht, dass der FCK wieder im Fritz Walter Stadion
spielen kann. Sinn und Zweck ist die Sanierung des Vereins. Ein Stadion für Geisterspiele wird sich finden
lassen im nächsten halben Jahr, falls überhaupt gespielt wird. Zur Not spielen wir auf dem Fröhnerhof.
Ich hatte bereits an anderer Stelle, mal möglichst neutral, meine Meinung zu der Stadionthematik kundgetan. Wenn man deine Beiträge hier so liest ist dass für einen Außenstehenden schon krass.
Kurz zusammengefasst ist die Meinung vieler hier im Forum die, dass ihr durch die Planinsolvenz alle Schulden los seid, indem ihr die Gläubiger, die euch die letzten Jahre überhaupt am Leben gehalten haben, mit geringen Beträgen abspeist. Frei nach dem Motto friss oder stirb. Hier handelt es sich meines Wissens nach auch um regionale Geldgeber. Was ihr da an Verhandlungsmasse habt, dürfte im Vergleich zu euren Verbindlichkeiten nicht der Rede wert sein.
Danach steigt dann der große Investor ein. Jetzt muss natürlich noch der Stadt die Pistole auf die Brust gedrückt werden. Da es ja nur einen Mieter gibt kann man sicher die ohnehin seit Jahren lächerliche Miete nochmal drücken. Am besten bis auf null. Vielleicht Zahlt ja die Stadt noch was, weil der FCK zahlt ja auch Steuern. Alternativ wäre man eventuell auch bereit das Stadion für einen Appel und ein Ei zu kaufen.
Ist das alles dann durch kann man endlich einen Etat aufstellen, der Meilenweit über dem der Konkurrenz liegt und einen Aufstieg so gut wie garantiert. Sorry ist vielleicht etwas überspitzt aber so ähnlich liest sich das schon in eurem Forum.
Es gibt auch einige User hier im Forum, die das ganze deutlich realistischer sehen. Bei den Meisten ist von Demut oder dergleichen nicht viel zu sehen. Es geht immer nur darum, dass andere für die Fehler des FCK gerade stehen sollen und müssen. Das ist bei euch seit gefühlten 20 Jahren so. Mir fällt auch kein anderer Verein ein, bei dem das inzwischen derart zum Selbstverständnis gehört, über seine Verhältnisse zu leben und dafür andere die Zeche zahlen zu lassen (Stichwort Stadionmiete).
Zum Schluss noch ein Paar Worte zur Stadionsituation. Es ist glaube ich immer gut, sich mal in die Situation der Gegenseite zu versetzen. Letztlich kann die Stadt bei einer Partnerschaft mit dem FCK nichts gewinnen. Die Mieten die ihr seit Jahren zahlt betragen nur einen Bruchteil der Zinslast. Das einzig wirkliche Pfund was ihr habt ist m.E. dass niemand Schuld am Untergang des FCK sein will. Eine Vermarktung des gesamten Geländes wäre für die Stadt die einzige Möglichkeit aus der Situation herauszukommen. Hier wäre die Insolvenz der optimale Zeitpunkt für die Stadt. Ich hoffe, das ihr das nicht unterschätzt. Die Stadt braucht kein Stadion, ganz im Gegenteil. Ihr schon.
Leider verfestigt sich bei mir und auch bei vielen aus meinem Umfeld das Gefühl, das es beim FCK immer so läuft, dass man Jahrelang auf viel zu großem Fuß lebt und irgendwann dann irgendwer die Zeche zahlen soll. Das kostet euch leider viele Sympathien in der Region.
Mir ist natürlich bewusst, dass es nicht viele Alternativen gibt. Aber ein wenig mehr Anstand und Demut sind glaube ich manchmal nicht verkehrt.
Sorry Brownie, wenn meine Vorstellungen den Deinigen nicht entsprechen und ich die Dinge etwas
FCK bezogener und nüchterner sehe.
Dass der FCK seit 20 Jahren sowohl sportlich als auch wirtschaftlich mit wenigen Ausnahmen desaströs
agiert ist jedem bekannt und wird auch von jedem FCK Fan hingenommen.
Deine Sachdarstellung ist in vielen Punkten falsch, deckt sich in wesentlichen Punkten nicht mit meinen
Wahrnehmungen. Ich bin auf die Punkte schon oft eingegangen und erspare mir das an dieser Stelle. Ich
blase auch nicht in das Horn, der arme FCK ist von Becca reingelegt worden ( ist er nicht ) und die
Quattrex, die uns Risikokredite gegeben hat, ist zu bedauern, wenn sie nicht zu 100% entschädigt wird.
Jeder Wirtschaftsteilnehmer hat die Möglichkeit sich innerhalb der gesetzlichen Vorgaben so zu verhalten,
dass er das für ihn Beste herausholt. Da ist der FCK traditionell an die Werte Fritz Walters gebunden.
Fritz Walter hätte gewollt, dass der FCK weiter erfolgreich Fußball spielt und alle Chancen nutzt.
Von der derzeitigen Geschäftsleitung erwarte ich, dass sie den bestmöglichen Weg geht und wenn dass der
der Planinsolvenz ist, dann ist der zu gehen. An dieser Stelle bin ich auch nicht der Meinung von Newtrial,
dass man aus Zeitgründen zögert eine Planinsolvenz abzulehnen, um dann in einer eventuellen Regel-
insolvenz ( wo ist moralisch der Unterschied ) zu scheitern.
Wenn, und das deutest Du ja auch an, der FCK aufgrund dieser Verhaltensweise zu Vorteilen gegenüber
anderen, derzeit hoch gesponserten Plastikvereinen oder sogar anders finanzierten Vereinen kommt,
dann hätten, noch ist es ja nicht soweit, diese das auch zu akzeptieren. Dieser Kampf am Markt findet
derzeit in fast allen Branchen statt.
Ich kann Deine Position akzeptieren, das ist aber auch schon alles. Alles Gute nach Köln.
Alles gut. Ich habe nicht damit gerechnet, das du meine Ansicht teilst. Das ist auch absolut in Ordnung. Es liegt vielleicht auch in der Natur der Sache, das man als Fan einer Mannschaft Dinge anders sieht als jemand der das ganze neutral beobachtet.
Es ist ja auch unbestritten das es nicht viele Alternativen zu einer Insolvenz/Planinsolvenz gibt. Was das moralische bei so etwas angeht liegen wir denke ich ziemlich weit auseinander.
Ich denke auch, das man über die Sachthemen gar nicht diskutieren muss. Schuldenstand, Etat im Vergleich zur Konkurrenz, gezahlte Miete etc. sind ja Fakten über die man gar nicht diskutieren muss.
Vielleicht liest du dir mal den Beitrag #1318 von Bruchwegkind durch. Der deckt sich zu fast 100 % mit meinen Beiträgen. Vielleicht ist da ja doch was dran.
Ich erinnere mich gerne an die 80 er und 90 er Jahre zurück, als der FCK den Ruf als sympathischer Underdog mit toller Fanbasis hatte. An die vielen Spiele in denen die Bayern die Hosen auf dem Betze voll hatten und auch an einige schmerzliche Niederlagen des FC gegen und in Lautern.
Ich hoffe ihr schafft es, ein wenig von diesem Ruf zu bewahren.
Grüße in die Pfalz
Zitat von Newtrial
@Muh87 - Ja, da gibt es scheinbar(e) Widersprüchlichkeiten. Laut kicker ist die Plan-Insolvenz kein selbstständiges Verfahren, sondern Teil einer geregelten Insolvenz. Laut SWR ist die Plan-Insolvenz allerdings nur dann möglich, wenn noch keine Zahlungsunfähigkeit gegeben ist, da ansonsten die Regelinsolvenz unausweichlich sei - es bedürfe daher großen "Managementgeschicks", den richtigen Zeitpunkt für die Beantragung der Plan-Insolvenz abzupassen.
@Muh87 - Ja, da gibt es scheinbar(e) Widersprüchlichkeiten. Laut kicker ist die Plan-Insolvenz kein selbstständiges Verfahren, sondern Teil einer geregelten Insolvenz. Laut SWR ist die Plan-Insolvenz allerdings nur dann möglich, wenn noch keine Zahlungsunfähigkeit gegeben ist, da ansonsten die Regelinsolvenz unausweichlich sei - es bedürfe daher großen "Managementgeschicks", den richtigen Zeitpunkt für die Beantragung der Plan-Insolvenz abzupassen.
Ich glaube der SWR verwechselt hier das Insolvenzplanverfahren mit dem Schutzschirmverfahren (Variante des vorläufigen Insolvenzverfahrens), welches bei Zahlungsunfähigkeit nicht mehr möglich ist.
Allerdings würde es für den FCK Sinn machen auch diesen Schutzschirm in Anspruch zu nehmen.
Der Ablauf wäre dann:
--> Insolvenzantrag + Antrag auf Eigenverwaltung + Antrag auf Schutzschirmverfahren
--> 3 Monate Zeit um Insolvenzplan zu erstellen und mit Gläubiger zu verhandeln
--> Eröffnung des Hauptverfahrens + Vorlage des Insolvenzplans (damit endet das Schutzschirmverfahren)
--> Zustimmung der Gläubiger und des Gerichts zum Insolvenzplan (bei keiner Zustimmung folgt die Regelinsolvenz)
--> Aufhebung des Insolvenzverfahrens
--> Durchführung des Insolvenzplans unter Aufsicht des Gerichts
Wer sich mal mit den ganzen Möglichkeiten, die es vor und in einem Insolvenzverfahren gibt, näher auseinandersetzen möchte, dem kann ich die Website Insoguide empfehlen.
Dort werden viele Begriffe ausführlich erklärt und mit Strukturbäumen untermauert.
Zitat von FckTribun
Meine diesbezüglichen Fragen zielten eher darauf ab, wie die Rechtslage ist - ob das Planinsolvenzverfahren es also ermöglicht, Anteile abzutreten, um die Gläubiger zur Zustimmung zu bewegen.
Für mich wäre eine positive Antwort aber nicht gut, sondern würde für mich gegen diesen Weg sprechen.
Meine diesbezüglichen Fragen zielten eher darauf ab, wie die Rechtslage ist - ob das Planinsolvenzverfahren es also ermöglicht, Anteile abzutreten, um die Gläubiger zur Zustimmung zu bewegen.
Für mich wäre eine positive Antwort aber nicht gut, sondern würde für mich gegen diesen Weg sprechen.
Ja, das ist im Rahmen des Insolvenzplans möglich.
Thomas hat auf dbb das Ganze mal mit etwas mehr FCK-Brille als der kicker beleuchtet (s. auch Pressethread). Ein paar Aussagen:
"Nach Informationen von Der Betze brennt ist eine Planinsolvenz aber noch keinesfalls beschlossene Sache. Zuerst soll vielmehr weiter an einer Sanierung des Vereins gearbeitet werden" --- das sei das (im Artikel näher beschriebene) Verfahren, das der BVB 2004/05 gewählt habe
"Das Endergebnis, ob große Schulden erlassen, gestundet und/oder umgewandelt werden, oder ob die Gläubiger stur bei ihren Forderungen bleiben, hängt maßgeblich vom Verhandlungsgeschick der FCK-Verantwortlichen ab" --- also kein "Schuldenschnitt" per se, sondern evt. auch eine Verlagerung von Teilverbindlichkeiten in die Zukunft. Dies zu dem manchmal verbreiteten Eindruck, die Entledigung aller Schulden sei ein Selbstläufer beim Erfolg des Verfahrens
"Die Roten Teufel ... würden alleine durch gesparte Zinszahlungen rund eine Million Euro pro Jahr zusätzlich zur Verfügung haben"
"Die Kehrseite der Medaille wäre jedoch der Image- und Vertrauensverlust, den eine Insolvenz unweigerlich mit sich bringen würde. ... Aber potenzielle zukünftige Geldgeber würden sich für lange Zeit an die Insolvenz des FCK erinnern und in Frage stellen, ob sie diesem Unternehmen ihre Millionen wirklich anvertrauen sollen."
"Knapp 3 Millionen Euro hat der FCK vor einem Jahr als Fremdkapital von seinen treuen Fans gesammelt, kombiniert in der Betze-Anleihe II und im Crowdlending ("Kapilendo"). Diese 3 Millionen Euro von den Fans wären bei einer Insolvenz höchstwahrscheinlich verbrannt, zumal von der Insolvenzmasse zunächst andere Gläubiger wie beispielsweise wieder Quattrex vorrangig bedient würden. Zwar nicht alle, aber doch viele dieser Betroffenen werden sich gut überlegen, ob sie dem FCK nochmal ihr oft knapp bemessenes Geld geben."
"Weil nach der Ausgliederung kraft Gesetzes eine fünfjährige Haftungsgemeinschaft gilt, würde eine jetzige Insolvenz nicht nur die Kapitalgesellschaft betreffen, sondern auch den eingetragenen Verein mit allen seinen Abteilungen und Werten. Alleine hier würden sich zahlreiche Folgefragen auftun: Wie geht es weiter mit der Gemeinnützigkeit des e.V.? Inwiefern sind Identitätsmerkmale wie das Vereinslogo abgesichert? Was passiert mit den Mitgliedsbeiträgen, immerhin rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr?"
"Mit fast jeder Frage, die man zum komplexen Thema (Plan-)Insolvenz beantwortet, ergeben sich weitere Folgefragen. Beispielsweise ist im gut vernetzten Vereinsumfeld immer wieder zu hören, dass zukünftige Einnahmen oder sonstige Vereinswerte wie das Nachwuchsleistungszentrum schon verpfändet wurden. Was würde hiermit im Insolvenzfall passieren? Auch juristisch wären noch viele heikle Details zu klären, da jeder grobe Fehler im Insolvenzverfahren schwerwiegende Konsequenzen mit sich bringen könnte."
"Ein "Ankerinvestor" im zweistelligen Millionenbereich ist nach jetzigem Stand weiterhin nicht in Sicht."
"Nach Informationen von Der Betze brennt ist eine Planinsolvenz aber noch keinesfalls beschlossene Sache. Zuerst soll vielmehr weiter an einer Sanierung des Vereins gearbeitet werden" --- das sei das (im Artikel näher beschriebene) Verfahren, das der BVB 2004/05 gewählt habe
"Das Endergebnis, ob große Schulden erlassen, gestundet und/oder umgewandelt werden, oder ob die Gläubiger stur bei ihren Forderungen bleiben, hängt maßgeblich vom Verhandlungsgeschick der FCK-Verantwortlichen ab" --- also kein "Schuldenschnitt" per se, sondern evt. auch eine Verlagerung von Teilverbindlichkeiten in die Zukunft. Dies zu dem manchmal verbreiteten Eindruck, die Entledigung aller Schulden sei ein Selbstläufer beim Erfolg des Verfahrens
"Die Roten Teufel ... würden alleine durch gesparte Zinszahlungen rund eine Million Euro pro Jahr zusätzlich zur Verfügung haben"
"Die Kehrseite der Medaille wäre jedoch der Image- und Vertrauensverlust, den eine Insolvenz unweigerlich mit sich bringen würde. ... Aber potenzielle zukünftige Geldgeber würden sich für lange Zeit an die Insolvenz des FCK erinnern und in Frage stellen, ob sie diesem Unternehmen ihre Millionen wirklich anvertrauen sollen."
"Knapp 3 Millionen Euro hat der FCK vor einem Jahr als Fremdkapital von seinen treuen Fans gesammelt, kombiniert in der Betze-Anleihe II und im Crowdlending ("Kapilendo"). Diese 3 Millionen Euro von den Fans wären bei einer Insolvenz höchstwahrscheinlich verbrannt, zumal von der Insolvenzmasse zunächst andere Gläubiger wie beispielsweise wieder Quattrex vorrangig bedient würden. Zwar nicht alle, aber doch viele dieser Betroffenen werden sich gut überlegen, ob sie dem FCK nochmal ihr oft knapp bemessenes Geld geben."
"Weil nach der Ausgliederung kraft Gesetzes eine fünfjährige Haftungsgemeinschaft gilt, würde eine jetzige Insolvenz nicht nur die Kapitalgesellschaft betreffen, sondern auch den eingetragenen Verein mit allen seinen Abteilungen und Werten. Alleine hier würden sich zahlreiche Folgefragen auftun: Wie geht es weiter mit der Gemeinnützigkeit des e.V.? Inwiefern sind Identitätsmerkmale wie das Vereinslogo abgesichert? Was passiert mit den Mitgliedsbeiträgen, immerhin rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr?"
"Mit fast jeder Frage, die man zum komplexen Thema (Plan-)Insolvenz beantwortet, ergeben sich weitere Folgefragen. Beispielsweise ist im gut vernetzten Vereinsumfeld immer wieder zu hören, dass zukünftige Einnahmen oder sonstige Vereinswerte wie das Nachwuchsleistungszentrum schon verpfändet wurden. Was würde hiermit im Insolvenzfall passieren? Auch juristisch wären noch viele heikle Details zu klären, da jeder grobe Fehler im Insolvenzverfahren schwerwiegende Konsequenzen mit sich bringen könnte."
"Ein "Ankerinvestor" im zweistelligen Millionenbereich ist nach jetzigem Stand weiterhin nicht in Sicht."
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 05.04.2020 um 19:05 Uhr bearbeitet Zitat von Newtrial
Diese 3 Millionen Euro von den Fans wären bei einer Insolvenz höchstwahrscheinlich verbrannt, zumal von der Insolvenzmasse zunächst andere Gläubiger wie beispielsweise wieder Quattrex vorrangig bedient würden.
Diese 3 Millionen Euro von den Fans wären bei einer Insolvenz höchstwahrscheinlich verbrannt, zumal von der Insolvenzmasse zunächst andere Gläubiger wie beispielsweise wieder Quattrex vorrangig bedient würden.
Was schon mal nicht der Wahrheit entspricht.
Der Insolvenzverwalter sichert und verwertet das Vermögen und verteilt es – nach Abzug der Verfahrenskosten und Masseverbindlichkeiten – gleichmäßig an die Insolvenzgläubiger, deren angemeldete Forderungen zur Insolvenztabelle festgestellt worden sind.
Zitat von Lautern4ever
Was schon mal nicht der Wahrheit entspricht.
Der Insolvenzverwalter sichert und verwertet das Vermögen und verteilt es – nach Abzug der Verfahrenskosten und Masseverbindlichkeiten – gleichmäßig an die Insolvenzgläubiger, deren angemeldete Forderungen zur Insolvenztabelle festgestellt worden sind.
Zitat von Newtrial
Diese 3 Millionen Euro von den Fans wären bei einer Insolvenz höchstwahrscheinlich verbrannt, zumal von der Insolvenzmasse zunächst andere Gläubiger wie beispielsweise wieder Quattrex vorrangig bedient würden.
Diese 3 Millionen Euro von den Fans wären bei einer Insolvenz höchstwahrscheinlich verbrannt, zumal von der Insolvenzmasse zunächst andere Gläubiger wie beispielsweise wieder Quattrex vorrangig bedient würden.
Was schon mal nicht der Wahrheit entspricht.
Der Insolvenzverwalter sichert und verwertet das Vermögen und verteilt es – nach Abzug der Verfahrenskosten und Masseverbindlichkeiten – gleichmäßig an die Insolvenzgläubiger, deren angemeldete Forderungen zur Insolvenztabelle festgestellt worden sind.
Hmm, sicher, dass das nicht nur bei der Regel- OHNE Planinsolvenz so ist? Bei letzterer habe ich es so verstanden, dass man sich mit der Gläubigergemeinschaft mehrheitlich einigen muss, wobei es nach Kapitalmehrheit geht. Quattrex hat da also deutlich mehr Stimmanteile als Becca oder die Fans und ist daher in Bezug auf eine Einigung auch wichtiger für den FCK. Da wird die Insolvenzmasse doch nicht gleichmäßig veräußert, sondern man trifft differenzierte Absprachen (Stundungen, künftige Gewinnbeteiligungen, Schuldenerlass) mit den einzelnen Gläubigern und versucht, eine positive Fortführungsprognose für das Unternehmen hinzubekommen. So habe ich das bislang jedenfalls verstanden und in den Medien auch so gelesen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 05.04.2020 um 20:36 Uhr bearbeitet
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