Finanzen
02.12.2019 - 16:18 Uhr
Zitat von Roon_Bub
Auf dbb wurde das mehrfach skizziert. Ken Kinscher beschreibt das immer mal wieder auf dbb (zuletzt als Antworten oder Korrekturen zu Behauptungen des dortigen users "Don FCK" der sich hier bei uns @TazDevil nennt). Wilhelm hatte das skizziert.
Im Prinzip geht es um den Streit, ob man eine Insolvenz des e.V., genau so wie die der KGaA, als Planinsolvenz (also mit ausgearbeitetem und dem Gericht vorgelegten Insolvenzplan in Eigenregie) hätte durchführen können. Oder ob eine Insolvenz des e.V. sicher in einer Regelinsolvenz geendet (und somit den Verlust der Spiellizenz nach sich gezogen) hätte.
Auf dbb wurde das mehrfach skizziert. Ken Kinscher beschreibt das immer mal wieder auf dbb (zuletzt als Antworten oder Korrekturen zu Behauptungen des dortigen users "Don FCK" der sich hier bei uns @TazDevil nennt). Wilhelm hatte das skizziert.
Im Prinzip geht es um den Streit, ob man eine Insolvenz des e.V., genau so wie die der KGaA, als Planinsolvenz (also mit ausgearbeitetem und dem Gericht vorgelegten Insolvenzplan in Eigenregie) hätte durchführen können. Oder ob eine Insolvenz des e.V. sicher in einer Regelinsolvenz geendet (und somit den Verlust der Spiellizenz nach sich gezogen) hätte.
War eigentlich dieser Ken Kinscher schon jemals mit irgendetwas einverstanden was beim FCK gemacht wurde? Der garnieren doch nur das was hier einige mit Zweizeiler machen mit ein paar Fachbegriffen und schon steigen die meisten aus und glauben alles.
Quattrex hat halt auch einiges an Verhandlungsmasse gehabt. Was ist wenn die z.B. gesagt haben, wenn ihr auch noch mit dem e.V. in die Insolvenz geht und wir ganz leer ausgehen dann stimmen wir dem Insolvenzplan nicht zu. Dann wäre die Spiellizenz samt FCK weg gewesen. Die sind ja auch nicht doof und wollen möglichst viel von ihrem Geld wieder haben.
Aber es ist ja immer alles so einfach. "Dann schicken wir den noch in die Insolvenz, dann kündigen wir einfach unseren Pachtvertrag. Wir zahlen zwar die Pacht nicht vollständig und wissen dann nicht wo wir spielen, aber kündigen wir mal "usw. Ich kann mir diese rosa Wölkchen Argumentationen bald nicht mehr anhören. Es gibt halt immer noch eine Gegenseite die auch ihre Interessen vertritt. Stadt, Gläubiger usw. Es wird immer so getan als wäre das ganz einfach bei denen die Interessen des FCK durchzubringen. Ist es aber halt nicht, die haben auch ihre Stellen wo Sie sich rechtfertigen müssen (z.B. Stadt beim Rechnungshof). Eigentlich müsste bei jeder Aufsichtsratwahl die Kandidaten Schlange stehen bei so vielen schlauen Leute im FCK Umfeld.
Mal abgesehen davon hat der e.V. ein Großteil seiner Schulden bei den Fans und bei der KGaA.
Zitat von Roon_Bub
Ist bei einer Pleite der Stadiongesellschaft das Stadion plötzlich verschwunden? Kann man dort nicht mehr spielen? Wird dann von Seiten der Stadt noch weniger als NULL in die Sanierung des Stadions gesteckt?
Ist bei einer Pleite der Stadiongesellschaft das Stadion plötzlich verschwunden? Kann man dort nicht mehr spielen? Wird dann von Seiten der Stadt noch weniger als NULL in die Sanierung des Stadions gesteckt?
Die Stadiongesellschaft gehört der Stadt Kaiserslautern. Die Stadt Kaiserlautern haftet für die Schulden der Stadiongesellschaft. Die Bänker sichern sich da schon ab, wenn Sie einen Kredit vergeben. Eine Stadt kann nicht pleitegehen. Somit kann auch die Stadiongesellschaft nicht pleitegehen.
Die Idee hat natürlich einen gewissen Charme. "Wir lassen die Stadiongesellschaft pleitegehen und spielen dann umsonst im Stadion." Wahnsinn das da noch keiner draufgekommen ist. Geht aber leider nicht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von TazDevil am 08.01.2022 um 21:14 Uhr bearbeitet Zitat von TazDevil
Quattrex hat halt auch einiges an Verhandlungsmasse gehabt. Was ist wenn die z.B. gesagt haben, wenn ihr auch noch mit dem e.V. in die Insolvenz geht und wir ganz leer ausgehen dann stimmen wir dem Insolvenzplan nicht zu.
Quattrex hat halt auch einiges an Verhandlungsmasse gehabt. Was ist wenn die z.B. gesagt haben, wenn ihr auch noch mit dem e.V. in die Insolvenz geht und wir ganz leer ausgehen dann stimmen wir dem Insolvenzplan nicht zu.
Auch das wurde dir schon mehrfach erklärt: liegt ein Plan vor der den Kreditgeber besser stellt als eine Totalpleite, dann kann der Kreditgeber gar nicht sagen wir stimmen nicht zu. Er muss dann die Besserstellung akzeptieren.
Ich habe mir heute schon mal anhören dürfen ad hominem argumentiert zu haben. Deshalb lasse ich das mal bei dir.
Zitat von Roon_Bub
Auch das wurde dir schon mehrfach erklärt: liegt ein Plan vor der den Kreditgeber besser stellt als eine Totalpleite, dann kann der Kreditgeber gar nicht sagen wir stimmen nicht zu. Er muss dann die Besserstellung akzeptieren.
Ich habe mir heute schon mal anhören dürfen ad hominem argumentiert zu haben. Deshalb lasse ich das mal bei dir.
Zitat von TazDevil
Quattrex hat halt auch einiges an Verhandlungsmasse gehabt. Was ist wenn die z.B. gesagt haben, wenn ihr auch noch mit dem e.V. in die Insolvenz geht und wir ganz leer ausgehen dann stimmen wir dem Insolvenzplan nicht zu.
Quattrex hat halt auch einiges an Verhandlungsmasse gehabt. Was ist wenn die z.B. gesagt haben, wenn ihr auch noch mit dem e.V. in die Insolvenz geht und wir ganz leer ausgehen dann stimmen wir dem Insolvenzplan nicht zu.
Auch das wurde dir schon mehrfach erklärt: liegt ein Plan vor der den Kreditgeber besser stellt als eine Totalpleite, dann kann der Kreditgeber gar nicht sagen wir stimmen nicht zu. Er muss dann die Besserstellung akzeptieren.
Ich habe mir heute schon mal anhören dürfen ad hominem argumentiert zu haben. Deshalb lasse ich das mal bei dir.
Das ist auch so eine Legende die ein gewisser Herr in die Welt gesetzt hat. Zustimmen muss überhaupt niemand. Letztendlich bestimmt das Gericht ob der Plan angenommen wird oder nicht. Dazu muss der wirtschaftliche Wert der durch den Plan entsteht der Gläubigergruppe in angemessener Form zufließen. Wo der beim FCK herkommen soll wenn e.V. und KGaA in die Insolvenz gehen ist mir ein Rätsel. Sonst könnte ich einfach jedem einen Euro geben, dann ist er bessergestellt und weiter geht's.
Hier kann man das ganze nachlesen:
https://www.advocado.de/ratgeber/insolvenzrecht/firmeninsolvenz/insolvenzplan-und-insolvenzplanverfahren.html
Bei einem anderen Forum hat man mich schon verbannt nachdem ich mit Quellangeben so einige Thesen und Mythen widerlegt habe. Deshalb belasse ich es jetzt dabei und klinke mich aus der Diskussion aus.
Zitat von TazDevil
Bei einem anderen Forum hat man mich schon verbannt nachdem ich mit Quellangeben so einige Thesen und Mythen widerlegt habe. Deshalb belasse ich es jetzt dabei und klinke mich aus der Diskussion aus.
Bei einem anderen Forum hat man mich schon verbannt nachdem ich mit Quellangeben so einige Thesen und Mythen widerlegt habe. Deshalb belasse ich es jetzt dabei und klinke mich aus der Diskussion aus.
Dort hat dir jemand, der in seinem Berufsleben schon einige Restrukturierungsverfahren begleitet hat (hast du das schon mal?) dein gefährliches Halbwissen zurechtgerückt. Da halfen auch keine Verlinkungsorgien.
Dass du dort, nach immer weiterem Insistieren, wegen Stimmungsmache gesperrt wurdest (und nicht er) ist kein Wunder.
Man kann dort alles nachlesen und selbst bewerten. Das Internet vergisst nicht so schnell.
Zitat von Newtrial
@Betzemaster - In der Geschichtsaufarbeitung werden wir uns da nicht mehr einig, da bin ich persönlich ganz bei @Lullaby . Außerdem mache ich mich mal in der Faktenlage wirklich angreifbar und nackig: Nach meinem Wissensstand war/ist es keineswegs so, dass gut 5 Mio aus der Anleihe seinerzeit tatsächlich ins NLZ geflossen sind; ich wüsste auch nicht zu sagen, in welche Baracken soviel Geld da versenkt worden sein sollte. Die Kuntzsche Mär von den "rollenden Baggern" auf der JHV und von hoch gehaltenen Bauzeichnungen, die nie Realität wurden, habe ich aber noch sehr wohl in übler Erinnerung. Vielleicht muss ich mich da korrigieren lassen, da werde ich dann aber nicht der einzige sein.
Ich hatte seinerzeit jegliches Vertrauen in SK verloren, obwohl ich seine "All In"-Strategie auch hier im Forum sehr lange vehement verteidigt habe - und eigentlich auch heute noch im Nachgang für richtig halte. Auch gehe ich konform damit, dass dieses Kalkül bei einem Aufstieg 2015 wohl auch mittelfristig aufgegangen wäre. Es war in meinen Augen richtig, "groß zu denken" - nur hatte SK sein Mojo in der Kaderentwicklung eingebüßt und einfach auf die falschen Pferde gesetzt. Seine "Schnäppchenjagd" und nicht-positionsbezogenen Spielerverpflichtungen waren das Problem, nicht die Höhe des Ressourceneinsatzes als solche. Er schien mir da getrieben und ohne klare sportliche Entwicklungsperspektive zu agieren.
Wer weiß aber, ob Stefan ohne das absolut unsägliche Fritz'l Grünewalt nicht doch noch die Kurve gekriegt hätte; das würde ich keineswegs ausschließen. So allerdings war das ein völlig aus dem Ruder gelaufener Vorstand, der vom Rombach-AR wirklich Null kontrolliert wurde. Dafür gab es dann für alle Beteiligten völlig zurecht die Quittung!
Was aber wirklich gar nicht geht, ist eine rückwirkende Betrachtung, die SK schlicht deshalb glorifiziert, weil es danach immer schlimmer wurde. Man wird hier sicherlich schnell Einigkeit darüber erzielen können, dass der Niedergang des FCK zu einem sehr großen Teil dem völligen Versagen von Verantwortlichen in der Post-Kuntz-Ära zu verdanken ist. Das ist aber überhaupt kein gültiges Argument, wenn man die Arbeit von SK und den Gremien nach 2011 beurteilen möchte. Sonst müsste man ja jeder Vereinsführung die Treue halten, weil es ohne sie immer noch schlimmer werden könnte. Das ist ein Wissen, das wir im Nachhinein haben, weil wir nun um das "weltweite Netzwerk" eines Riesenkampff und um den Führungsstil eines Banf wissen. Dass wir Mitglieder immer wieder auf Schaumschläger reingefallen sind, ist ebenso wahr, wie die Frage erlaubt ist, woher und auf welcher Informationsgrundlage man es denn hätte besser wissen können. Diese nachträgliche, verbitterte Polemik ist wenig hilfreich, zumal diese Flanke auch für die Zukunft noch genauso offen ist wie damals: diese personellen Fehlgriffe der JHV können uns jederzeit wieder so passieren. Ich habe dafür keine Lösung parat. Ihr?
@Betzemaster - In der Geschichtsaufarbeitung werden wir uns da nicht mehr einig, da bin ich persönlich ganz bei @Lullaby . Außerdem mache ich mich mal in der Faktenlage wirklich angreifbar und nackig: Nach meinem Wissensstand war/ist es keineswegs so, dass gut 5 Mio aus der Anleihe seinerzeit tatsächlich ins NLZ geflossen sind; ich wüsste auch nicht zu sagen, in welche Baracken soviel Geld da versenkt worden sein sollte. Die Kuntzsche Mär von den "rollenden Baggern" auf der JHV und von hoch gehaltenen Bauzeichnungen, die nie Realität wurden, habe ich aber noch sehr wohl in übler Erinnerung. Vielleicht muss ich mich da korrigieren lassen, da werde ich dann aber nicht der einzige sein.
Ich hatte seinerzeit jegliches Vertrauen in SK verloren, obwohl ich seine "All In"-Strategie auch hier im Forum sehr lange vehement verteidigt habe - und eigentlich auch heute noch im Nachgang für richtig halte. Auch gehe ich konform damit, dass dieses Kalkül bei einem Aufstieg 2015 wohl auch mittelfristig aufgegangen wäre. Es war in meinen Augen richtig, "groß zu denken" - nur hatte SK sein Mojo in der Kaderentwicklung eingebüßt und einfach auf die falschen Pferde gesetzt. Seine "Schnäppchenjagd" und nicht-positionsbezogenen Spielerverpflichtungen waren das Problem, nicht die Höhe des Ressourceneinsatzes als solche. Er schien mir da getrieben und ohne klare sportliche Entwicklungsperspektive zu agieren.
Wer weiß aber, ob Stefan ohne das absolut unsägliche Fritz'l Grünewalt nicht doch noch die Kurve gekriegt hätte; das würde ich keineswegs ausschließen. So allerdings war das ein völlig aus dem Ruder gelaufener Vorstand, der vom Rombach-AR wirklich Null kontrolliert wurde. Dafür gab es dann für alle Beteiligten völlig zurecht die Quittung!
Was aber wirklich gar nicht geht, ist eine rückwirkende Betrachtung, die SK schlicht deshalb glorifiziert, weil es danach immer schlimmer wurde. Man wird hier sicherlich schnell Einigkeit darüber erzielen können, dass der Niedergang des FCK zu einem sehr großen Teil dem völligen Versagen von Verantwortlichen in der Post-Kuntz-Ära zu verdanken ist. Das ist aber überhaupt kein gültiges Argument, wenn man die Arbeit von SK und den Gremien nach 2011 beurteilen möchte. Sonst müsste man ja jeder Vereinsführung die Treue halten, weil es ohne sie immer noch schlimmer werden könnte. Das ist ein Wissen, das wir im Nachhinein haben, weil wir nun um das "weltweite Netzwerk" eines Riesenkampff und um den Führungsstil eines Banf wissen. Dass wir Mitglieder immer wieder auf Schaumschläger reingefallen sind, ist ebenso wahr, wie die Frage erlaubt ist, woher und auf welcher Informationsgrundlage man es denn hätte besser wissen können. Diese nachträgliche, verbitterte Polemik ist wenig hilfreich, zumal diese Flanke auch für die Zukunft noch genauso offen ist wie damals: diese personellen Fehlgriffe der JHV können uns jederzeit wieder so passieren. Ich habe dafür keine Lösung parat. Ihr?
Lieber @Newtrial
Gerne kannst du nochmal in alte Quellen tauchen. Die Zahlen habe ich nicht mehr 100% präsent, bin mir aber sehr sicher, dass ich näherungsweise richtig liege - sofern du mich jetzt nicht auf 500.000 Differenz festnagelst. Das NLZ wurde jedenfalls gekauft und auch die Planungskosten lagen bei mehr als 1Mio. In einem Fernsehbericht wurde auch mal gezeigt, dass im Bestand renoviert / saniert wurde. Es sind daher sicherlich 4-5 Mio reingeflossen.
Der Streit drehte sich damals "nur" um den Verbleib des Anleihe-Rest. Von rund 1,5 Mio.
Auch ich war nie ein SK-Jünger. Es gab sicherlich auch viel Schatten. Und über Fritzl brauchen wir gar nicht reden, völlig klar. Den Umgang mit ihm, also SK, am Ende fand ich dennoch unsäglich. Alles Gute war Schupp, Abel oder sonstwer. Alles schlechte, selbst ungeputzte Schuhe, war seine Schuld.
Du kannst ja gern mal im alten Thread lesen, wie sich das hochgeschaukelt hat. Widerlich, unsachlich, ungerechtfertigt. Wie ich schon schrieb - aus meiner Sicht musste einfach ein Sündenbock her für den endgültig gerissenen Geduldsfaden 2015. Und es wurde alles abgeladen auf demjenigen, der - im Rückblick - der die Kiste als letztes in der Spur gehalten hat.
Und der Blick in den Spiegel ist natürlich erlaubt. SK hatte das Erbe von Jäggi, Buchholz und Göbel. Der Blick zurück wird gern vergessen. Im alten Thread hat einer wörtlich geschrieben: "ohne SK sehe ich uns 2017 in der 3.Liga." - knapp daneben. Aber leider so wahr.
Otto Rehhagel wurde übrigens auf Platz 10 (glaub ich) in der ersten Liga wegen Erfolgslosigkeit entlassen. Runjaic auf Platz 8 in Liga 2 (SK wollte ihnen halten, aber der Druck war zu groß). Die Zeit nach SK ist das dunkelste Kapitel dieses Vereins.
Wir sollten nicht darüber reden müssen, dass wir offenkundig sehr viel falsch gemacht haben seit Kuntz. Und ihn mit Schimpf und Schande ohne Entlastung vom Berg zu jagen, war der Startschuss des endgültigen Niedergangs.
Gruß
Master
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Betzemaster am 08.01.2022 um 21:59 Uhr bearbeitet Zitat von Betzemaster
Lieber @Newtrial
Gerne kannst du nochmal in alte Quellen tauchen. Die Zahlen habe ich nicht mehr 100% präsent, bin mir aber sehr sicher, dass ich näherungsweise richtig liege - sofern du mich jetzt nicht auf 500.000 Differenz festnagelst. Das NLZ wurde jedenfalls gekauft und auch die Planungskosten lagen bei mehr als 1Mio. In einem Fernsehbericht wurde auch mal gezeigt, dass im Bestand renoviert / saniert wurde. Es sind daher sicherlich 4-5 Mio reingeflossen.
Der Streit drehte sich damals "nur" um den Verbleib des Anleihe-Rest. Von rund 1,5 Mio.
Auch ich war nie ein SK-Jünger. Es gab sicherlich auch viel Schatten. Und über Fritzl brauchen wir gar nicht reden, völlig klar. Den Umgang mit ihm, also SK, am Ende fand ich dennoch unsäglich. Alles Gute war Schupp, Abel oder sonstwer. Alles schlechte, selbst ungeputzte Schuhe, war seine Schuld.
Du kannst ja gern mal im alten Thread lesen, wie sich das hochgeschaukelt hat. Widerlich, unsachlich, ungerechtfertigt. Wie ich schon schrieb - aus meiner Sicht musste einfach ein Sündenbock her für den endgültig gerissenen Geduldsfaden 2015. Und es wurde alles abgeladen auf demjenigen, der - im Rückblick - der die Kiste als letztes in der Spur gehalten hat.
Und der Blick in den Spiegel ist natürlich erlaubt. SK hatte das Erbe von Jäggi, Buchholz und Göbel. Der Blick zurück wird gern vergessen. Im alten Thread hat einer wörtlich geschrieben: "ohne SK sehe ich uns 2017 in der 3.Liga." - knapp daneben. Aber leider so wahr.
Otto Rehhagel wurde übrigens auf Platz 10 (glaub ich) in der ersten Liga wegen Erfolgslosigkeit entlassen. Runjaic auf Platz 8 in Liga 2 (SK wollte ihnen halten, aber der Druck war zu groß). Die Zeit nach SK ist das dunkelste Kapitel dieses Vereins.
Wir sollten nicht darüber reden müssen, dass wir offenkundig sehr viel falsch gemacht haben seit Kuntz. Und ihn mit Schimpf und Schande ohne Entlastung vom Berg zu jagen, war der Startschuss des endgültigen Niedergangs.
Gruß
Master
Lieber @Newtrial
Gerne kannst du nochmal in alte Quellen tauchen. Die Zahlen habe ich nicht mehr 100% präsent, bin mir aber sehr sicher, dass ich näherungsweise richtig liege - sofern du mich jetzt nicht auf 500.000 Differenz festnagelst. Das NLZ wurde jedenfalls gekauft und auch die Planungskosten lagen bei mehr als 1Mio. In einem Fernsehbericht wurde auch mal gezeigt, dass im Bestand renoviert / saniert wurde. Es sind daher sicherlich 4-5 Mio reingeflossen.
Der Streit drehte sich damals "nur" um den Verbleib des Anleihe-Rest. Von rund 1,5 Mio.
Auch ich war nie ein SK-Jünger. Es gab sicherlich auch viel Schatten. Und über Fritzl brauchen wir gar nicht reden, völlig klar. Den Umgang mit ihm, also SK, am Ende fand ich dennoch unsäglich. Alles Gute war Schupp, Abel oder sonstwer. Alles schlechte, selbst ungeputzte Schuhe, war seine Schuld.
Du kannst ja gern mal im alten Thread lesen, wie sich das hochgeschaukelt hat. Widerlich, unsachlich, ungerechtfertigt. Wie ich schon schrieb - aus meiner Sicht musste einfach ein Sündenbock her für den endgültig gerissenen Geduldsfaden 2015. Und es wurde alles abgeladen auf demjenigen, der - im Rückblick - der die Kiste als letztes in der Spur gehalten hat.
Und der Blick in den Spiegel ist natürlich erlaubt. SK hatte das Erbe von Jäggi, Buchholz und Göbel. Der Blick zurück wird gern vergessen. Im alten Thread hat einer wörtlich geschrieben: "ohne SK sehe ich uns 2017 in der 3.Liga." - knapp daneben. Aber leider so wahr.
Otto Rehhagel wurde übrigens auf Platz 10 (glaub ich) in der ersten Liga wegen Erfolgslosigkeit entlassen. Runjaic auf Platz 8 in Liga 2 (SK wollte ihnen halten, aber der Druck war zu groß). Die Zeit nach SK ist das dunkelste Kapitel dieses Vereins.
Wir sollten nicht darüber reden müssen, dass wir offenkundig sehr viel falsch gemacht haben seit Kuntz. Und ihn mit Schimpf und Schande ohne Entlastung vom Berg zu jagen, war der Startschuss des endgültigen Niedergangs.
Gruß
Master
Danke mehr kann man eigentlich nicht sagen. Nur noch eins...
Ich habe irgendwann mal angemerkt, dass der Standortnachteil in zweierlei Hinsicht ein Nachteil sein kann.
Zum einen in Bezug auf Sponsoren. Des Weiteren geht es auch um die Mentalität der Menschen, die den Verein ausmachen.
Zwar ist der FCK ein bundesweiter Verein, aber die Prägung ist hauptsächlich regional und hat etwas von Pfälzer Provinz.
Ich persönlich glaube, Achtung Vorurteil, dass in solchen noch in gewisser Weise provinziell geprägten Strukturen die Mentalität von Fackel und Mistgabel größer ist als das zum Beispiel in Düsseldorf und Frankfurt der Fall ist.
Das wirkt sich definitiv negativ aus. Besonders in einer Zeit, wo alles total durch professionalisiert ist und du dir viele Emotionen gar nicht mehr leisten kannst, wenn du ganz oben dabei sein willst. Zumindest nicht in der Führungsstruktur.
Das kann auch ein Vorteil sein, aber dafür brauchst du die richtigen Leute an der richtigen Stelle. Die hat der FCK nicht und die Chance diese mit Dubai damals zu bekommen hat man verspielt. Das es funktioniert hätte sagt niemand, aber es wäre eine Chance mit einem wirklichen Wandel gewesen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Josh_Simpson am 08.01.2022 um 22:28 Uhr bearbeitet Zitat von Josh_Simpson
Ich habe irgendwann mal angemerkt, dass der Standortnachteil in zweierlei Hinsicht ein Nachteil sein kann.
Zum einen in Bezug auf Sponsoren. Des Weiteren geht es auch um die Mentalität der Menschen, die den Verein ausmachen.
Zwar ist der FCK ein bundesweiter Verein, aber die Prägung ist hauptsächlich regional und hat etwas von Pfälzer Provinz.
Ich persönlich glaube, Achtung Vorurteil, dass in solchen noch in gewisser Weise provinziell geprägten Strukturen die Mentalität von Fackel und Mistgabel größer ist als das zum Beispiel in Düsseldorf und Frankfurt der Fall ist.
Das wirkt sich definitiv negativ aus. Besonders in einer Zeit, wo alles total durch professionalisiert ist und du dir viele Emotionen gar nicht mehr leisten kannst, wenn du ganz oben dabei sein willst. Zumindest nicht in der Führungsstruktur.
Das kann auch ein Vorteil sein, aber dafür brauchst du die richtigen Leute an der richtigen Stelle. Die hat der FCK nicht und die Chance diese mit Dubai damals zu bekommen hat man verspielt. Das es funktioniert hätte sagt niemand, aber es wäre eine Chance mit einem wirklichen Wandel gewesen.
Ich habe irgendwann mal angemerkt, dass der Standortnachteil in zweierlei Hinsicht ein Nachteil sein kann.
Zum einen in Bezug auf Sponsoren. Des Weiteren geht es auch um die Mentalität der Menschen, die den Verein ausmachen.
Zwar ist der FCK ein bundesweiter Verein, aber die Prägung ist hauptsächlich regional und hat etwas von Pfälzer Provinz.
Ich persönlich glaube, Achtung Vorurteil, dass in solchen noch in gewisser Weise provinziell geprägten Strukturen die Mentalität von Fackel und Mistgabel größer ist als das zum Beispiel in Düsseldorf und Frankfurt der Fall ist.
Das wirkt sich definitiv negativ aus. Besonders in einer Zeit, wo alles total durch professionalisiert ist und du dir viele Emotionen gar nicht mehr leisten kannst, wenn du ganz oben dabei sein willst. Zumindest nicht in der Führungsstruktur.
Das kann auch ein Vorteil sein, aber dafür brauchst du die richtigen Leute an der richtigen Stelle. Die hat der FCK nicht und die Chance diese mit Dubai damals zu bekommen hat man verspielt. Das es funktioniert hätte sagt niemand, aber es wäre eine Chance mit einem wirklichen Wandel gewesen.
Hört mir doch auf immer von diesem Standortnachteil zu quatschen, da stellen sich mir direkt die Nackenhaare! Das war einer von einer Reihe von schlimmen Sätzen von Kuntz und er braucht sich nicht zu wundern, dass er am Ende nicht entlastet wurde!
Zunächst Thema Standortnachteil: Es ist 2022 und wir leben in einer globalisierten Welt, wo ich, wenn ich gerade beruflich in Malaysia bin, mal eben mit meinem Sohn ein Videotelefonat machen kann, was mich nichts kostet! Es ist heute doch total egal, wo man einen Verein aus dem Boden stampft, ob man Sponsoren findet liegt vielleicht an der Fähigkeit derjenigen, die sie suchen und derjenigen, die die schon bestehenden vergrault haben.
Was ist denn Manchester oder Gelsenkirchen oder meinetwegen der HSV? Nach diesem Kredo müssten ja alle reichen Städte in der Championsleague spielen und die armen halt in Liga 3. Das einzige, warum Kuntz dieses Kackwort in die Welt gesetzt hat, war um von seiner eigenen Unfähigkeit abzulenken!
Ich bin Stefan Kuntz für vieles dankbar, die ersten Jahre seiner Amtszeit waren schließlich die letzten schönen, die wir erleben durften. Aber mit seiner ständigen Rumheulerei, seinem Kleinreden unseres Vereins, hat er nachhaltig viel kaputt gemacht.
Deshalb sollten wir uns einfach der derzeitigen sportlichen Situation erfreuen und das Kapitel Stefan Kuntz einfach ruhen lassen!
Zitat von Schdolberhannes
Zunächst Thema Standortnachteil: Es ist 2022 und wir leben in einer globalisierten Welt, wo ich, wenn ich gerade beruflich in Malaysia bin, mal eben mit meinem Sohn ein Videotelefonat machen kann, was mich nichts kostet!
Zunächst Thema Standortnachteil: Es ist 2022 und wir leben in einer globalisierten Welt, wo ich, wenn ich gerade beruflich in Malaysia bin, mal eben mit meinem Sohn ein Videotelefonat machen kann, was mich nichts kostet!
Ja, das ist klasse.
In der globalisierten Welt haben aber auch Spieler nicht mehr so die Verbundenheit zu ihrem Heimverein (Ausnahmen bestätigen die Regel) und Kuntz hat vom Standortnachteil gesprochen als Laki zu Wolfsburg wechselte und SK erwähnte, dass KL eben kein Industriestandort ist, wo man wie in WB einfach als Fußballclub mal ne Schippe drauflegen kann. Das war 2011.
Im Übrigen ist das Stadion mit dem ganzen Finanz- und Vertragskonstrukt außer in der 1. Bundesliga sehr wohl ein Standortnachteil (in Liga 3 eklatant, wenn ein direkter Konkurrenten noch nicht mal 10% unserer Stadionausgaben stemmen muss:.Waldhof: 50.000€ statt 1.FCK 625.000€).
Wir mussten schon immer besser als die anderen arbeiten um nicht in der Versenkung zu verschwinden. So lange ich zurückdenke war es ein riesen Erfolg wenn der "kleine FCK" einem der Großen ein Bein stellen konnte. Am liebsten den Bayern. Da waren die aber bei weitem noch nicht so weit davon wie es seit der Einführung der CL der Fall ist.
Zitat von Roon_Bub
Ja, das ist klasse.
In der globalisierten Welt haben aber auch Spieler nicht mehr so die Verbundenheit zu ihrem Heimverein (Ausnahmen bestätigen die Regel) und Kuntz hat vom Standortnachteil gesprochen als Laki zu Wolfsburg wechselte und SK erwähnte, dass KL eben kein Industriestandort ist, wo man wie in WB einfach als Fußballclub mal ne Schippe drauflegen kann. Das war 2011.
Zitat von Schdolberhannes
Zunächst Thema Standortnachteil: Es ist 2022 und wir leben in einer globalisierten Welt, wo ich, wenn ich gerade beruflich in Malaysia bin, mal eben mit meinem Sohn ein Videotelefonat machen kann, was mich nichts kostet!
Zunächst Thema Standortnachteil: Es ist 2022 und wir leben in einer globalisierten Welt, wo ich, wenn ich gerade beruflich in Malaysia bin, mal eben mit meinem Sohn ein Videotelefonat machen kann, was mich nichts kostet!
Ja, das ist klasse.
In der globalisierten Welt haben aber auch Spieler nicht mehr so die Verbundenheit zu ihrem Heimverein (Ausnahmen bestätigen die Regel) und Kuntz hat vom Standortnachteil gesprochen als Laki zu Wolfsburg wechselte und SK erwähnte, dass KL eben kein Industriestandort ist, wo man wie in WB einfach als Fußballclub mal ne Schippe drauflegen kann. Das war 2011.
Ja und genau damit hatte er damals meiner Meinung nach von eigenen Fehlern abgelenkt.
Es war nämlich Kuntz der den Vertrag nach dem Aufstieg mit Lakic nicht gleich verlängert hat. Lakic war in der Rückrunde der Aufstiegssaison nach Vereltzung wieder in Tritt gekommen und hatte noch ein paar wichtige Tore gemacht. Hätte man da verlängert bin ich sicher, dass Lakic unterschrieben hätte. Als er dann in der Bundesliga in der Vorrunde durchgestartet ist, war es zu spät. Man hätte Lakic sicher nicht halten können, aber von Wolfsburg eine stattliche Abfindung erhalten können. So sind wir mit Null rausgegangen. Das erachte ich als eklatanten Fehler von Kuntz der uns vor allem wirtschaftlich enorm geschadet hat. Deshalb auch die Ausrede mit dem Standortnachteil. Eine ordentliche Ablöse für Lakic und wir hätten uns gezielt und richtig verstärken können.
Zitat von Roon_Bub
Auf dbb wurde das mehrfach skizziert. Ken Kinscher beschreibt das immer mal wieder auf dbb (zuletzt als Antworten oder Korrekturen zu Behauptungen des dortigen users "Don FCK" der sich hier bei uns @TazDevil nennt). Wilhelm hatte das skizziert.
Im Prinzip geht es um den Streit, ob man eine Insolvenz des e.V., genau so wie die der KGaA, als Planinsolvenz (also mit ausgearbeitetem und dem Gericht vorgelegten Insolvenzplan in Eigenregie) hätte durchführen können. Oder ob eine Insolvenz des e.V. sicher in einer Regelinsolvenz geendet (und somit den Verlust der Spiellizenz nach sich gezogen) hätte.
Zitat von FCK-Tribun
Für einen Zweizeiler - notfalls hoch theoretisch, ich lese mich gerne ein - wie man die Insolvenz so hätte gestalten können, dass wir heute wesentlich besser dastehen würden, wäre ich äußerst dankbar. Ich lese hier in regelmäßigen Abständen, dass man sie hätte viel besser abwickeln können, aber ich verstehe nicht, wieso das nicht ein einziges Mal skizzenhaft nachvollzogen wurde.
Für einen Zweizeiler - notfalls hoch theoretisch, ich lese mich gerne ein - wie man die Insolvenz so hätte gestalten können, dass wir heute wesentlich besser dastehen würden, wäre ich äußerst dankbar. Ich lese hier in regelmäßigen Abständen, dass man sie hätte viel besser abwickeln können, aber ich verstehe nicht, wieso das nicht ein einziges Mal skizzenhaft nachvollzogen wurde.
Auf dbb wurde das mehrfach skizziert. Ken Kinscher beschreibt das immer mal wieder auf dbb (zuletzt als Antworten oder Korrekturen zu Behauptungen des dortigen users "Don FCK" der sich hier bei uns @TazDevil nennt). Wilhelm hatte das skizziert.
Im Prinzip geht es um den Streit, ob man eine Insolvenz des e.V., genau so wie die der KGaA, als Planinsolvenz (also mit ausgearbeitetem und dem Gericht vorgelegten Insolvenzplan in Eigenregie) hätte durchführen können. Oder ob eine Insolvenz des e.V. sicher in einer Regelinsolvenz geendet (und somit den Verlust der Spiellizenz nach sich gezogen) hätte.
Das vollziehe ich bis zu dem Punkt nach, an dem von einer nachhaltigen Verbesserung der Gesamtlage die Rede ist. Und das war dann auch irgendwann mein Problem mit Wilhelms Position.
E.V. in Planinsolvenz, dann Pachtvertrag für das FWS weg - und dann?
Eine insolvente Stadiongesellschaft, die das Darlehen für den Stadionkauf nicht mehr bedienen kann, sodass die Stadt KL einspringt? Und dann? Eine neue, weniger nachteilige Finanzierung für den Kredit? Und dann?
Mir fehlt bis heute der Link von „erfolgreicher Planinsolvenz des e.V.“ hinzu „neuer Pachtvertrag, bei dem wir nur noch 100.000 Euro ein Beispiel!) an Pacht zahlen und die Betriebskosten ein anderer trägt“ bzw. „Kauf des Stadions zu einem darstellbaren Preis zzgl Finanzierungsmöglichkeit der Betriebskosten des FWS aus eigener Tasche“.
Inwiefern hätte also eine Planinsolvenz des e.V. das strukturelle Defizit, das viel eher das Damoklesschwert ist, das über uns schwebt als der Einfluss irgendwelcher Investoren, beheben können?
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