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Finanzen

02.12.2019 - 16:18 Uhr
Finanzen |#1271
02.04.2020 - 12:51 Uhr
Zitat von CrackPitt
Zitat von running-man

Zitat von DanielFranklin

https://www.liga3-online.de/geht-der-fck-in-die-insolvenz-pruefen-alle-optionen/

Der Gute Mann aus Bexbach droht wieder via Bildzeitung den FCK bei einer Insolvenz zu verklagen.
Abgesehen davon, dass er damit keinen Erfolg haben wird, spricht das doch mal wieder Bände. Auch wenn im Artikel "Regionale Investoren" steht, wissen wir glaube ich alle, von wem das kommt. Falls der FCK das überlebt, gehört Buchholz aus dem Verein geworfen. Das Maß an Intrigen und vereinschädigendem Verhalten ist lange überschritten.


Das ist aber mal wieder nicht mehr als das übliche oberflächliche Säbelrasseln.

Der strafrechtliche Vorwurf der Insolvenzverschleppung wird von der B...-Zeitung darauf gestützt, dass man bereits vor Corona die Becca-Bürgschaft ziehen musste, dementsprechend schon damals, vor einigen Wochen insolvent gewesen sei. Das ist natürlich Blödsinn, da die Becca-Bürgschaft, bzw. der hierdurch eröffnete Kreditrahmen bei den Banken ja gerade Teil der Liquidität des FCK war und ist.

Gruß aus der Pfalz


1. das
2. wurde nun auch die Handhabung der Insolvenzordnung geändert.

Im COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetz vom 27.03.2020 heißt es in § 1 Aussetzung der Insolvenzantragspflicht unteranderem "Die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantragsist bis zum 30. September ausgesetzt"

und "Dies gilt nicht, wenn die Insolvenzreife nicht auf den Folgen der Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus beruht"

und "War der Schuldner am 31. Dezember 2019 NICHT zahlungsunfähig, wird vermutet, dass die Insolvenzreife auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruht und Aussichten darauf bestehen, eine bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen"

Da wir am 31.12.2019 also nicht zahlungsunfähig waren, sollte wir von der Insolvenzantragspflicht befreit sein, was eine Insolvenzverschleppung also ausschließt.

Soweit mein Verständnis.


Das stimmt so nicht ganz.

Die Vermutung reicht als solche nicht aus. Denn eine Vermutung kann (im Gegensatz zu einer Fiktion) stets widerlegt werden. Sie bewirkt letztlich lediglich eine Umkehr der (Darlegungs- und) Beweislast. Könnte also nachgewiesen werden, dass wir z.B. Ende Februar dauerhaft zahlungsunfähig waren (mit negativer Fortführungsprognose), so wäre durchaus Raum für eine Insolvenzverschleppung.

Im Ergebnis sind wir aber wohl einer Meinung:
Die Tatsache, dass die Becca-Bürgschaft aktiviert wurde, sagt absolut nichts in Richtung Insolvenzverschleppung aus.

Gruß aus der Pfalz
Finanzen |#1272
02.04.2020 - 13:13 Uhr
Na wir wissen doch alle wie sehr Buchholz der fck an Herzen liegt, und daß er immer nur das Beste für den FCK will.
Ich denke der FCK ist nur noch Zukunftsfähig durch eine Planinsolvenz, und wenn da Buchholz nicht mitmacht, dann gehen wir halt in die Regelinsolvenz und dann sollte sich der gute Herr aber bitte nicht mehr in Kaiserslautern und Umgebung blicken lassen. Ja sollte er den FCK verklagen wollen sollte man ein Vereinsausschluß Verfahren anstreben, obwohl wartet dann gibt es den FCK vielleicht garnicht mehr.

•     •     •

Lauterer geben niemals auf sie kämpfen!!



"Wenn Deutsche so gedemütigt wurden, hält sie nichts mehr auf - die sind glatt in der Lage, uns zu überrennen. Ich weiß das. Ich war in Kaiserslautern. Damit bin ich genug bedient."

Pep Guardiola
Finanzen |#1273
02.04.2020 - 15:32 Uhr
Zitat von Fck_Fan
Na wir wissen doch alle wie sehr Buchholz der fck an Herzen liegt, und daß er immer nur das Beste für den FCK will.
Ich denke der FCK ist nur noch Zukunftsfähig durch eine Planinsolvenz, und wenn da Buchholz nicht mitmacht, dann gehen wir halt in die Regelinsolvenz und dann sollte sich der gute Herr aber bitte nicht mehr in Kaiserslautern und Umgebung blicken lassen. Ja sollte er den FCK verklagen wollen sollte man ein Vereinsausschluß Verfahren anstreben, obwohl wartet dann gibt es den FCK vielleicht garnicht mehr.


Buchholz könnte nur im Rahmen der Gläubigerversammlung wegen eventueller Forderungen und zusammen mit anderen Gläubigern die Planinsolvenz verhindern. Ob und welche Forderungen seinerseits hier bestehen, weiß ich nicht. Dass das aber von Seiten der Vereinsmitglieder und Fans Druck auf Buchholz ausüben würde und er sich dadurch alles andere als beliebt machen würde ist klar.

Die Frage der Insolvenzverschleppung betrifft auch nicht den FCK sondern vielmehr die verantwortlichen Entscheidungsträger. Unabhängig von einer strafrechtlichen Komponente, versucht in solchen Fällen meist der Insolvenzverwalter gegen die Geschäftsführer vorzugehen, diese in Regress zu nehmen, um so zusätzlich Insolvenzmasse zu kreieren.
Eine Klage gegen den FCK ist jedenfalls nicht sehr wahrscheinlich bzw. von vornherein aussichtslos.
Finanzen |#1274
02.04.2020 - 17:25 Uhr
Zitat von HorstEckel
Aber die Stadt wäre doch in diesem Fall vertreten durch die Stadiongesellschaft. Und der Kreditvertrag seitens der Sparkasse wurde doch mit der Stadiongesellschaft geschlossen und nicht mit der Stadt, oder?

Und selbst wenn die Stadt als Bürge für die Stadiongesellschaft in Verträgen stehen sollte: Greif mal nem nackten Mann in die Tasche, liebe Sparkasse.

Wobei andererseits würde das ja wiederum bedeuten, dass auch die Stadt vor der Sparkasse alles offenlegen müsste. Und so lange es Steuereinnahmen gibt und auch nicht das letzte Schwimmbad geschlossen ist, ist die Stadt ja nicht bankrott. Also scheint das tatsächlich nicht zu klappen. Es ginge nur, wenn die Stadiongesellschaft von der Stadt unabhängig wäre, bzw. dort keine Verbindung bestünde.


Auch meine Edith sagt: Also wie ich bereits vermutet habe. Aber du warst schneller. Danke für den Link! Unterm Strich könnten wir uns also mit einer Planinsolvenz zwar ggf. von den Schulden von Quattrex und den anderen Gläubigern ggf. lösen, allerdings ist die Stadionproblematik dadurch noch lange nicht gelöst und der Mühlstein hängt uns noch weiter um den Hals. Oh mann, ich hoffe das wir diesen irgendwann wirklich mal ablegen können, dann wäre ein Großteil unserer Sorgen auf einen Schlag passé


Die Stadionproblematik sehe ich wesentlich entspannter. Wenn der FCK in die Planinsolvenz gehen
sollte, geht auch die Stadiongesellschaft in Insolvenz. Damit ist die Bürgschaft der Stadt fällig. Wenn die
60 Mios. ausreichen, um das Stadion und das Gelände auszulösen, geht das Stadion an die Stadt.
Wenn die 60 Mios. nicht ausreichen, bleibt das Stadion bei der Bank oder den Banken. Derjenige,
bei dem das Stadion verbleibt, muss das Stadion instandhalten ohne Miete zu erzielen. Das werden
weder Stadt noch Banken wollen und sich so schnell als möglich von dem Stadion trennen, egal zu
welchem Preis. Und da kommt der FCK ins Spiel.

Der einzige, der verhindern kann, dass das Stadion seinen Wert vollständig verliert, ist der FCK. Insofern ist Stadion und Stadiongelände nach wie vor der Hebel für ein Fortbestehen des FCK. Auch in einem Plan-
insolvenzverfahren kann nachjustiert werden, wenn sich Gegebenheiten ändern. Da wird nicht so heiß
gegessen wie gekocht.

Ich könnte mir z.B. Herrn Wilhelm gut als Insolvenzverwalter vorstellen, oder ist der befangen ? Spaß beiseite,
aber ein Insolvenzverwalter will ja auch verdienen und Erfolg haben.
Finanzen |#1275
02.04.2020 - 22:10 Uhr
Zitat von running-man


Das stimmt so nicht ganz.

Die Vermutung reicht als solche nicht aus. Denn eine Vermutung kann (im Gegensatz zu einer Fiktion) stets widerlegt werden. Sie bewirkt letztlich lediglich eine Umkehr der (Darlegungs- und) Beweislast. Könnte also nachgewiesen werden, dass wir z.B. Ende Februar dauerhaft zahlungsunfähig waren (mit negativer Fortführungsprognose), so wäre durchaus Raum für eine Insolvenzverschleppung.

Im Ergebnis sind wir aber wohl einer Meinung:
Die Tatsache, dass die Becca-Bürgschaft aktiviert wurde, sagt absolut nichts in Richtung Insolvenzverschleppung aus.

Gruß aus der Pfalz


Danke für den Hinweis!
Finanzen |#1276
02.04.2020 - 22:17 Uhr
Zitat von pulder
Wenn der FCK in die Planinsolvenz gehen
sollte, geht auch die Stadiongesellschaft in Insolvenz.


Wieso sollte sie das? Nur wenn der FCK komplett ausfällt, also Regelinsolvenz, muss auch die Stadiongesellschaft sofort mit in die Insolvenz. Bei einer Planinsolvenz nicht. Erklär doch mal, wie du darauf kommst, dass diese sofort in die Insolvenz folgt? Die Stadt kann dort weiterhin das Geld reinschieben und die Zahlungsfähigkeit erhalten. Kommt die Stadt nun mal wesentlich günstiger. Und dann ändert sich für den FCK nichts.
Finanzen |#1277
02.04.2020 - 22:21 Uhr
Zitat von running-man


Das stimmt so nicht ganz.

Die Vermutung reicht als solche nicht aus. Denn eine Vermutung kann (im Gegensatz zu einer Fiktion) stets widerlegt werden. Sie bewirkt letztlich lediglich eine Umkehr der (Darlegungs- und) Beweislast. Könnte also nachgewiesen werden, dass wir z.B. Ende Februar dauerhaft zahlungsunfähig waren (mit negativer Fortführungsprognose), so wäre durchaus Raum für eine Insolvenzverschleppung.

Im Ergebnis sind wir aber wohl einer Meinung:
Die Tatsache, dass die Becca-Bürgschaft aktiviert wurde, sagt absolut nichts in Richtung Insolvenzverschleppung aus.

Gruß aus der Pfalz


Danke für den Hinweis!
Finanzen |#1278
03.04.2020 - 08:35 Uhr
Hi

Mal eine kurze Frage, bei einer Plan Insolvenz muss man doch Zahlungsunfähig sein ?,
haben wir nicht um genau dies zu Vermeiden die Bürgschaft von Becca gezogen ?

Gruß
Finanzen |#1279
03.04.2020 - 08:45 Uhr
Zitat von Namprikong
Hi

Mal eine kurze Frage, bei einer Plan Insolvenz muss man doch Zahlungsunfähig sein ?,
haben wir nicht um genau dies zu Vermeiden die Bürgschaft von Becca gezogen ?

Gruß


Als die Bürgschaft gezogen wurde, gab es noch keine Entscheidung der DFL zu diesem Thema. Bisher gibt es auch noch keine Entscheidung des DFB dazu. Ohne die Bürgschaft wäre man schon insolvent. Dazu braucht es Zeit so etwas vorzubereiten. Dazu gehören Gespräche mit Gläubigern. Wenn einfach den Laden einfach insolvent gehen lässt, verärgerst du die Leute, die natürlich ihr Geld dabei verlieren. Wenn du allerdings im Vorfeld schon eine grundlegende Einigung mit beispielsweise Quattrex hast, dann fällt der Stress nach der Insolvenz kleiner aus.
Finanzen |#1280
03.04.2020 - 09:07 Uhr
Zitat von Previal
Zitat von pulder

Wenn der FCK in die Planinsolvenz gehen
sollte, geht auch die Stadiongesellschaft in Insolvenz.


Wieso sollte sie das? Nur wenn der FCK komplett ausfällt, also Regelinsolvenz, muss auch die Stadiongesellschaft sofort mit in die Insolvenz. Bei einer Planinsolvenz nicht. Erklär doch mal, wie du darauf kommst, dass diese sofort in die Insolvenz folgt? Die Stadt kann dort weiterhin das Geld reinschieben und die Zahlungsfähigkeit erhalten. Kommt die Stadt nun mal wesentlich günstiger. Und dann ändert sich für den FCK nichts.


Das will ich gerne tun.

Wenn der FCK in Planinsolvenz geht, stellt der Insolvenzverwalter alle Kosten auf den Prüfstand, die nicht
zwingend notwendig sind zur Fortführung des Betriebes. Die Miete ist nicht zwingend notwendig, also wird
der Mietvertrag gekündigt, zudem wohl in der Präambel des Mietvertrages vereinbart ist die Miete den
Gegebenheiten anzupassen. Die Instandhaltungskosten obliegen normalerweise dem Vermieter. Die wird
der Insolvenzverwalter also mit Sicherheit nicht zahlen. Damit hat die Stadiongesellschaft keine Einnahmen
mehr, muß aber den Kredit bedienen ( Zinsen ) und die Instandhaltungskosten zahlen. Sind die Rücklagen
der Stadiongesellschaft verbraucht und kann sie den Kredit und die laufenden Kosten nicht mehr bedienen,
ist sie zahlungsunfähig und muss Insolvenz anmelden.

Zu diesem Zeitpunkt und auch im Laufe des Verfahrens darf die Stadt kein Geld reinschieben, wie Du schreibst. Jetzt ist der Zeitpunkt da, an welchem die Bürgschaft der Stadt ( 60 Mios. ) gezogen wird
und der Kredit im Rahmen der Bürgschaftshöhe getilgt wird und die Banken ausgezahlt werden.

Übrig bleibt evtl., höchstwahrscheinlich, noch ein Restbetrag. Die Banken werden den Betze versteigern
und hoffen, dass sie noch ein paar Mark von einem Interessenten erhalten. In der Zwischenzeit wird das
Stadion verfallen und schlussendlich zur Ruine werden, wie es Weichel richtig formuliert hat.

Deshalb glaube ich, dass der FCK nach überstandener Planinsolvenz, das Stadion billig, sehr billig,
kaufen kann. Wenn man jetzt in die Planinsolvenz ginge und die Sache in 4-6 Monaten durchziehen
würde, stände der FCK gut da.

Moralisch und ethisch verwerflich; rein wirtschaftlich gesehen wahrscheinlich alternativlos.
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