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Finanzen

02.12.2019 - 16:18 Uhr
Finanzen |#2921
07.07.2020 - 01:57 Uhr
Zitat von DanielFranklin

Zitat von Fck_Fan

Also ich weiß ja nicht. Aber alles was er auf die Fragen geantwortet hat klingt gut.
Na nach diesen öffentlichen Antworten von dem Investor. Wird es für Merk und seinen Kollegen schwer ihn abzulehnen.
Zu mal die Investoren dem FCK nicht gerade die Bude einrennen.
Wenn der Deal also scheitert weil die FCK Führung nicht will, und sie sich doch für die regionalen entscheidet. Dann sollte Die Führung hoffen das es gut geht, denn wenn wir nächstes Jahr an der gleichen Stelle stehen wie jetzt gerade.
Dann ist Merk verbrannt, also der fck dürfte und kann dieses Angebot eigentlich garnicht ablehnen.


Zum xten mal, die Führung des 1. FC Kaiserslautern in Person von Merk, Wilhelm und Co. hat genauso über das Angebot der Investoren zu entscheiden, wie jeder User in diesem Forum. Maßgeblich für die Entscheidung sind Gläubiger und die Haltung des Sachverwalters. Wenn morgen Hassan Ismaik den Gläubigern 20 Prozent bietet dann ist der Deal übermorgen durch. Und was Merk dazu sagt oder wir, juckt niemanden.

Haben die Gläubiger bzw. der Sachverwalter aber nicht auch mal ein Ultimatum ab wann die sich entscheiden müssen? Also gibt es einen Stichtag?
Das Ultimatum des Investors haben die ja schon einmal verstreichen lassen, warum sollte ich also glauben, dass sie das diesmal bis zum 31.07. nicht so tun?

Denn wenn die Gläubiger ja Bock haben, können die das ja dann bis ein Tag vor der Planinsolvenz (oder dann Regelinsolvenz?) hinauszögern, was ja absolut bekloppt für den FCK und dessen Planung für die nächste Saison wäre. Oder man wartet bis der Dubai-Investor sein Angebot zurückzieht und auf einmal liegt nur noch das der regionalen Investoren vor. Die Gläubiger werden genauso entschädigt aber dem FCK ist weitaus weniger geholfen. Das Angebot muss dann aber angenommen werden, da ja dann nur noch eins auf dem Tisch liegt.

Habe ich da einen Denkfehler oder ist das im Bereich des möglichen?

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--- 1. FC Kaiserslautern ---

NHL: Colorado Avalanche
NFL: Atlanta Falcons

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Betzebacher am 07.07.2020 um 02:12 Uhr bearbeitet
Finanzen |#2922
07.07.2020 - 02:24 Uhr
Kurz zwei Anmerkungen:

1. Der FCK e.V. ist immer noch Hauptaktionär.
Auch in einem Insolvenzverfahren kann man nicht einfach eine Kapitalerhöhung durchführen, ohne dass die bisherigen Aktionäre dem zustimmen.
Der Gläubigerausschuss und Sachwalter haben gerade nur so großen Einfluss, weil beide Angebote einen drastischen Schuldenschnitt fordern.
Aber sie können nicht gegen den Willen von Geschäftsführung und Aktionäre handeln.
Wenn, muss das Gericht gewisse notwendige Zustimmungen - ähnlich wie bei den Gläubigern - ersetzen. Dafür müssen aber auch wieder gewisse Voraussetzungen erfüllt sein.

2. Der potenzielle Investor sagt ja im Interview deutlich, dass er die qualifizierte Mehrheit möchte, um sein Konzept auch gegen etwaige Widerstände durchdrücken zu können.
Fakt ist aber, dass er selbst mit 75,1% der Anteile nur beschränkt Einfluss auf das operative Geschäft nehmen kann. Die Geschäftsführung obliegt immer noch der Komplementärin und diese gehört zu 100% dem e.V.. Selbst wenn er dort im Beirat Mitspracherecht und Vetomöglichkeiten inne hat, so wird er nie aktiv Entscheidungen im operativen Geschäft treffen dürfen, sondern maximal Entscheidungen der vom Verein ernannten Geschäftsführung blockieren können.

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Personal Stats

Besuchte Pflichtspiele von Hertha BSC: 375
Meiste Einsätze: 1. Lustenberger (207), 2. Pekarik (139), 3. Kraft (138)
Meiste Tore: 1. Ramos (42), 2. Ibisevic (32), 3. Kalou (29)
Meiste Vorlagen: 1. Ramos (26), 2. Ronny (23), 3. Plattenhardt (22)
Höchster Sieg: 8:1 gegen Nistru Otaci am 17.07.2008 - 1. Qualifikationsrunde zum Uefa-Cup 08/09 Hinspiel
Höchste Niederlage: 0:6 gegen Bayern München am 17.03.2012 - 26. Spieltag der Bundesliga-Saison 11/12
Finanzen |#2923
07.07.2020 - 02:49 Uhr
Zitat von Miltiades
Zitat von OutsideFCK

Hast du Alternativen? Ein weiter so zb? Oder ein wir schaffen das auch so?


Ja. Es gibt immer Alternativen. Zum Beispiel abmelden. Zumindest ich mich. Vom FCK, bzw. dem, was dann noch diesen Namen trägt. Bevor man sich endgültig der Lächerlichkeit preisgibt und vorher noch schnell das letzte bisschen aufgibt, was diesen stolzen Verein mal ausgemacht hat.


Puh. Ich weiß nicht was ich mit der Aussage so richtig anfangen soll. Zum einen finde ich Stolz, ist so eine Sache, die kann dir keiner nehmen außer du selbst und das trifft beim Verein genauso zu. Was hat den Verein denn so ausgemacht? Ja es gibt/gab gewisse Werte, die man gelebt hat oder dies vllt. auch immer noch tut. Doch ich bin mir ziemlich sicher, dass es Werte sind, die viele gerne hätten, die aber in den meisten Bereichen des Lebens einfach verschwunden sind, weil es der Lauf der Dinge ist. Gibts die Werte, die für euch den Stolz definieren, die ihr auf den FCK projiziert, denn noch in euren privaten Umfeldern oder sind diese dort auch immer im Laufe der Zeit verschwunden oder haben sich verringert? Ich glaub, das größte Problem was hier vorherrscht liegt in den Köpfen der Leute, die sich alte Zeiten zurücksehnen, was ja kein Verbrechen ist, und auch mir zu gewissen Teilen zusagt, aber einfach nicht mehr in den Lauf der Dinge passen.
Tradition nimmt dir auch keiner, die beerdigst du auch nur selbst und das würde mit dem was du als Abmeldeoption beschreibst passieren. Denn dann verschwindet irgendwann alles. Nicht nur die letzten Jahre/Jahrzehnte der Misswirtschaft, sondern auch die glorreichen Zeiten verschwinden dann irgendwann.
Und die Leute, die sich über Retortenvereine lustig gemacht haben permanent, haben einfach die Welt, wie sie heute funktioniert nicht verstanden oder wollen sie nicht verstehen, weil es vielleicht nicht in ihr Weltbild passt. Du kannst keine Stoppuhr kaufen, die die Evolution anhält. Und ohne Kommerz kann heute kein Verein mehr leben auf einem professionellen Niveau. Fragt doch mal bei den Fanlagern von Vereinen, die dieses Schicksal ereilt hat nach, ob die lieber so ein Investment eingehen würden und noch existent im Profigeschäft wären oder ob sie lieber in Vergessenheit der Geschichte geraten und dafür investorenfrei geblieben sind. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Ergebnis relativ eindeutig pro Erhalt des Vereins ausfallen würde.
Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass ein Fritz Walter in einer heutigen Zeit mit der Einstellung von damals ( Gesellschaft und den Werten, die er gelebt hat) nur eine beliebige Nummer wäre und vllt. maximal regionale Reichweite/Ansehen hätte, weil er für die heutige Welt zu uninteressant und unspektakulär wäre. Sicherlich es gibt Menschen die schätzen das, und ja ich zähle mich dazu und kann mich mit dieser Bodenständigkeit sehr gut identifizieren. Aber in der heutigen Zeit, wird es einem als etwas Positives zwar ausgelegt, aber ausschlaggebend ist es für die meisten Teile der Gesellschaft leider nicht mehr.
Die Frage, die man sich dann vllt. stellen muss, wenn man das ganz weit überdenken will, ob Fritz Walter für seine Zeit wirklich eine Persönlichkeit war, deren Werte zur damaligen Zeit ein Alleinstellungsmerkmal waren, was ich eher verneinen würde, denn diese Werte wurden zur damaligen Zeit einfach von dem größten Teil der Gesellschaft gelebt ( Damals ging nichts über Kameradschaft, Familie, Bodenständigkeit usw.) Seine Fähigkeiten als Fußballer waren da schon eher ein Alleinstellungsmerkmal zu dieser Zeit und das die Persönlichkeit zu der damaligen Zeit einfach perfekt passte, macht einfach das passende Bild zu Fritz Walter und dessen Werte. Wenn man es quasi möchte könnte man sagen, dass Fritz Walter quasi der Messi/Ronaldo seiner Generation war, nur eben mit anderen gesellschaftlichen Werten und anderen ( eingeschränkteren/ geringeren) Mitteln bzw. Möglichkeiten.
Ich meine das auch nicht abwertend, aber für uns ist Fritz Walter denke ich auch etwas an Vorbild, weil er Werte gelebt hat, die viele nicht in dem Ausmaß kennen, als sie zu seiner Zeit präsent waren und man eben deshalb einen anderen Blick auf die Dinge hat und es deswegen auch mehr schätzt weil es in der eigenen Zeit weniger vorhanden ist.
Und die Liebe zu etwas kann euch keiner nehmen. Wenn ihr diesen Verein liebt, werdert ihr ihn auch noch nach Einstieg eines Investors lieben, weil euch das niemand nehmen kann, auch kein Geldberg eines Investors kann euch das abkaufen, was ihr für den FCK empfindet wenn ihr in der Kurve steht oder vorm Fernseher das Spiel verfolgt.
Der Investor ist lediglich derjenige, der dem FCK in die Neuzeit helfen will, in der leider andere Werte viel mehr Bewandtnis haben und für ein Überleben in professionellen sportlichen Strukturen wichtig sind.
Sicherlich hätte der Lauf der Dinge ein anderer sein können, wenn immer so gewirtschaftet worden wäre und Visionäre in den Schaltzentralen gesessen hätten, um den Verein immer in sichere Gefilde zu führen. Der Punkt wurde aber versäumt und nun sind die Pfade in diese Neuzeit, in der es zu überleben gilt einfach limitiert. Man kann sich gerne hinsetzen und an der Kreuzung verhungern, so das die gewünschte Option ist, aber Hand aufs Herz, das kann sich ein Fan, der seinen Verein liebt doch nicht wirklich wünschen.
Das Wichtigste ist: Wenn das im Inneren intakt ist, kann es nie von außen zerstört werden, denn die Bande die ihr dort geknüpft habt, die lasst ihr nicht abreißen, sie mögen sich vllt. verändern aber was in euren Augen intakt ist, werdet ihr am Leben halten (in welcher Form auch immer!).
Nicht nur weil jemand mit "Geldscheinen wedelt" und ein neues Zeitalter einläuten will, muss das eure Einstellung/Liebe/Prinzipien zu dem Verein oder einer Sache verändern.
Der Kern bleibt einem jedem selbst.

Just my 2 cents
Finanzen |#2924
07.07.2020 - 06:32 Uhr
Es wird Zeit, dass der FCK endlich mal geführt wird wie ein echtes Wirtschaftsunternehmen. Mit jemandem an der Spitze dem das wirtschaftliche Wohl des FCK als Ganzes am Herzen liegt, nicht nur das eigene.

Der FCK wurde doch vor lauter "Tradition" immer geführt wie ein Familiengeschäft. Unter Thines hat das noch halbwegs funktioniert, aber spätestens dann war die Führung des Vereins im harten Profigeschäft nicht mehr zeitgemäß und das machte Selbstdarstellern und Leuten, die nur ihren eigenen Vorteil sahen, Tür und Tor weit auf.

Was jetzt noch bleibt: Endlich mit der Zeit gehen und aus dem FCK ein echtes, modernes Wirtschaftsunternehmen machen. Sich in diesem Bereich ein Stück weit vom schweren Stein "Tradition" trennen, der uns nur nach unten zieht. Seht euch an, wohin all diese Tradition uns gebracht hat.

Und noch ein Satz zur Mitbestimmung durch die Mitglieder: Hat ja super geklappt die letzten Jahrzente, bei all den Luschen und Selbstdarstellern die wir so gewählt haben.

•     •     •

Rugby ist ein Sport für Rowdies, der von Gentlemen gespielt wird.
Fußball ist ein Sport für Gentlemen, der von Rowdies gespielt wird.
Finanzen |#2925
07.07.2020 - 06:46 Uhr
Zitat von Betzebacher
Zitat von DanielFranklin

Zitat von Fck_Fan

Also ich weiß ja nicht. Aber alles was er auf die Fragen geantwortet hat klingt gut.
Na nach diesen öffentlichen Antworten von dem Investor. Wird es für Merk und seinen Kollegen schwer ihn abzulehnen.
Zu mal die Investoren dem FCK nicht gerade die Bude einrennen.
Wenn der Deal also scheitert weil die FCK Führung nicht will, und sie sich doch für die regionalen entscheidet. Dann sollte Die Führung hoffen das es gut geht, denn wenn wir nächstes Jahr an der gleichen Stelle stehen wie jetzt gerade.
Dann ist Merk verbrannt, also der fck dürfte und kann dieses Angebot eigentlich garnicht ablehnen.


Zum xten mal, die Führung des 1. FC Kaiserslautern in Person von Merk, Wilhelm und Co. hat genauso über das Angebot der Investoren zu entscheiden, wie jeder User in diesem Forum. Maßgeblich für die Entscheidung sind Gläubiger und die Haltung des Sachverwalters. Wenn morgen Hassan Ismaik den Gläubigern 20 Prozent bietet dann ist der Deal übermorgen durch. Und was Merk dazu sagt oder wir, juckt niemanden.

Haben die Gläubiger bzw. der Sachverwalter aber nicht auch mal ein Ultimatum ab wann die sich entscheiden müssen? Also gibt es einen Stichtag?
Das Ultimatum des Investors haben die ja schon einmal verstreichen lassen, warum sollte ich also glauben, dass sie das diesmal bis zum 31.07. nicht so tun?

Denn wenn die Gläubiger ja Bock haben, können die das ja dann bis ein Tag vor der Planinsolvenz (oder dann Regelinsolvenz?) hinauszögern, was ja absolut bekloppt für den FCK und dessen Planung für die nächste Saison wäre. Oder man wartet bis der Dubai-Investor sein Angebot zurückzieht und auf einmal liegt nur noch das der regionalen Investoren vor. Die Gläubiger werden genauso entschädigt aber dem FCK ist weitaus weniger geholfen. Das Angebot muss dann aber angenommen werden, da ja dann nur noch eins auf dem Tisch liegt.

Habe ich da einen Denkfehler oder ist das im Bereich des möglichen?


Ja das ist unser Kernproblem. Spannend ist allerdings auch, wann uns das Geld ausgeht. Weil die 10 Prozent die wir bieten, müssen ja auch irgendwo herkommen. Und wir haben immer noch keine Einnahmen sprich Dauerkarten usw.
Finanzen |#2926
07.07.2020 - 07:02 Uhr
Zitat von DanielFranklin
Zitat von Betzebacher

Zitat von DanielFranklin

Zitat von Fck_Fan

Also ich weiß ja nicht. Aber alles was er auf die Fragen geantwortet hat klingt gut.
Na nach diesen öffentlichen Antworten von dem Investor. Wird es für Merk und seinen Kollegen schwer ihn abzulehnen.
Zu mal die Investoren dem FCK nicht gerade die Bude einrennen.
Wenn der Deal also scheitert weil die FCK Führung nicht will, und sie sich doch für die regionalen entscheidet. Dann sollte Die Führung hoffen das es gut geht, denn wenn wir nächstes Jahr an der gleichen Stelle stehen wie jetzt gerade.
Dann ist Merk verbrannt, also der fck dürfte und kann dieses Angebot eigentlich garnicht ablehnen.


Zum xten mal, die Führung des 1. FC Kaiserslautern in Person von Merk, Wilhelm und Co. hat genauso über das Angebot der Investoren zu entscheiden, wie jeder User in diesem Forum. Maßgeblich für die Entscheidung sind Gläubiger und die Haltung des Sachverwalters. Wenn morgen Hassan Ismaik den Gläubigern 20 Prozent bietet dann ist der Deal übermorgen durch. Und was Merk dazu sagt oder wir, juckt niemanden.

Haben die Gläubiger bzw. der Sachverwalter aber nicht auch mal ein Ultimatum ab wann die sich entscheiden müssen? Also gibt es einen Stichtag?
Das Ultimatum des Investors haben die ja schon einmal verstreichen lassen, warum sollte ich also glauben, dass sie das diesmal bis zum 31.07. nicht so tun?

Denn wenn die Gläubiger ja Bock haben, können die das ja dann bis ein Tag vor der Planinsolvenz (oder dann Regelinsolvenz?) hinauszögern, was ja absolut bekloppt für den FCK und dessen Planung für die nächste Saison wäre. Oder man wartet bis der Dubai-Investor sein Angebot zurückzieht und auf einmal liegt nur noch das der regionalen Investoren vor. Die Gläubiger werden genauso entschädigt aber dem FCK ist weitaus weniger geholfen. Das Angebot muss dann aber angenommen werden, da ja dann nur noch eins auf dem Tisch liegt.

Habe ich da einen Denkfehler oder ist das im Bereich des möglichen?


Ja das ist unser Kernproblem. Spannend ist allerdings auch, wann uns das Geld ausgeht. Weil die 10 Prozent die wir bieten, müssen ja auch irgendwo herkommen. Und wir haben immer noch keine Einnahmen sprich Dauerkarten usw.


Grill und Pick Transfer?

Ich kann nur hoffen man entscheidet sich für das Angebot, für mich hört sich das sehr gut an und das ein Experten Team kommt heißt ja nicht gleich das sie alles auf den Kopf stellen dafür hat der Investor nicht die Mehrheit vor allem nicht im operativen Geschäft.
Finanzen |#2927
07.07.2020 - 08:50 Uhr
"Wir haben einen Plan und wollen den durchziehen. Wenn wir nicht willkommen sind, dann war's das halt. Auch haben wir unser Sports Management Programm vorgestellt und hierzu keine Fragen bekommen. ... Jeder der guten Willens und professionell daran mitarbeiten möchte, ist mehr als willkommen."
Quelle: https://www.der-betze-brennt.de/artikel/3131-interview-in-drei-bis-fuenf-jahren-zurueck-in-die-bundesliga.php

Hmm. Auch "Team Merk" hat einen Plan und will den durchziehen. Mit dem Unterschied, dass sie dafür von den Mitgliedern legitimiert wurden.

Ich bin verhalten. Der Profi-Fußball ist ein sehr eigenes Feld, mit dem man Erfahrung haben muss, wenn man was erreichen will. Da kommt man nicht einfach so als Newcomer rein und mischt den Laden auf. Auch ein Mateschitz hatte einen Rangnick! Wen hat dieser Investor? Wer ist sein "Kompetenzteam"? Diese entscheidenden Fragen sind offen.

Masterpläne sind meist schlechte Pläne. Gute Pläne entstehen auf der Basis von Visionen, davon abgeleiteten strategischen Zielen und dann in einer inkrementellen Form der Umsetzung, die überhaupt erst eine lernende, agile Organisation ermöglicht. Davon erkenne ich hier nix: Der Plan steht fest, wer mithelfen will, kann dies tun, aber eine organische Verbindung zu dem, was im letzten halben Jahr entstanden ist, wird nicht gesucht. Friss oder strib! Keinerlei Suche nach Commitment und Anschlussfähigkeit, kein Aufgreifen der lokalen Expertise (etwa im AR und bei SOV), keine Analyse der sportlichen Situation Stattdessen: Tabula rasa, nötigenfalls einschließlich Stadionneubau.

Mir geht es gar nicht so sehr darum, ob diese intendierte totale Entmachtung aller bisherigen Strukturen und Verantwortlichen - Regularien und Mehrheitsverhältnisse hin, keine formal Dominanz im operativen Geschäft her - für einen Neuanfang nötig ist oder nicht. Es geht mir darum, dass jemand, der die lokale Expertise nicht aufgreift und nicht namentlich (Kompetenzteam) klarmacht, dass er sich im Geschäftsfeld Profi-Fußball in der Tat sehr gut auskennt (und Olympia gehört da NICHT dazu), mit seinem Masterplan möglicherweise jämmerlich Schiffbruch erleiden wird. Und was dann? Verliert der Investor dann die Lust an seinem Spielzeug, weil alles doch viel schwerer ist, als gedacht?

Stand Jetzt habe ich keinen Anlass dazu, die sportliche Expertise dieses Investors anzuerkennen. Team Merk, SOV, Schommers, Notzon - sie alle schwimmen tief und tagtäglich im Haifischbecken "Dritte Liga" - und versuchen uns da - ohne Masterplan, aber mit schrittweisen Lern- und Anpassungsprozessen - rauszuführen. Bei dem neuen Investor vermisse ich den Impuls, dieses lokale Wissen zu nutzen und mit seinen eigenen Impulsen und Leitideen zu verbinden. Selbst Becca kann auf mehr Erfahrung im Fußball-Geschäft aufbauen als dieser Investor.

Kurzum: Ich bezweifle die sportliche Expertise dieses Investors! Und seine "Tabula rasa"-Vorgehensweise passt m. E. nicht zu diesem extrem komplexen Handlungsfeld. Überblickt er letzteres überhaupt? Wer ist sein Kompetenzteam?

Fertige Masterpläne machen meist eine Bauchlandung und scheitern an der Realität. Fachkundige Protagonisten wählen deshalb eine schrittweise. feedbackorientierte Vorgehensweise als Weg zum Erfolg. Hier aber ist jemand sehr von sich überzeugt - ohne erkennbaren Nachweis seiner feldbezogenen Expertise. Wenn er kommt, braucht es Team Merk und SOV nicht mehr. Und die werden auch Platz machen, wenn das Konzept stimmt und die Karte des Investors sticht. Ich schätze mal, genau das können sie aber - Stand Jetzt - ebenso wenig erkennen wie ich.

Ohne wenigstens zu wissen, wer sich hinter dem Namen "Kompetenzteam" versammelt, schreie ich da noch nicht Hurra. Ganz davon abgesehen, dass mit der 75,1%-Fordeung das Vier-Säulen-Modell dann nur noch auf dem Papier existiert und man genauso gut 100% an ihn hätte veräußern können. Für dieses Modell haben wir aber votiert! Und "Team Merk" ist angetreten, es umzusetzen. Kein Wunder also, dass die damit jetzt ein Problem haben.

Wird dieses Angebot angenommen, ist "Team Merk" Geschichte, das steht für mich zu 100% fest! Dafür hängt der FCK dann von jemandem ab, den wir Null kennen - einschließlich seiner Statthalter vor Ort. Hmm.

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502 Bad Gateway
nginx

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 07.07.2020 um 08:58 Uhr bearbeitet
Finanzen |#2928
07.07.2020 - 09:21 Uhr
Zitat von Newtrial
"Wir haben einen Plan und wollen den durchziehen. Wenn wir nicht willkommen sind, dann war's das halt. Auch haben wir unser Sports Management Programm vorgestellt und hierzu keine Fragen bekommen. ... Jeder der guten Willens und professionell daran mitarbeiten möchte, ist mehr als willkommen."
Quelle: https://www.der-betze-brennt.de/artikel/3131-interview-in-drei-bis-fuenf-jahren-zurueck-in-die-bundesliga.php

Hmm. Auch "Team Merk" hat einen Plan und will den durchziehen. Mit dem Unterschied, dass sie dafür von den Mitgliedern legitimiert wurden.

Ich bin verhalten. Der Profi-Fußball ist ein sehr eigenes Feld, mit dem man Erfahrung haben muss, wenn man was erreichen will. Da kommt man nicht einfach so als Newcomer rein und mischt den Laden auf. Auch ein Mateschitz hatte einen Rangnick! Wen hat dieser Investor? Wer ist sein "Kompetenzteam"? Diese entscheidenden Fragen sind offen.

Masterpläne sind meist schlechte Pläne. Gute Pläne entstehen auf der Basis von Visionen, davon abgeleiteten strategischen Zielen und dann in einer inkrementellen Form der Umsetzung, die überhaupt erst eine lernende, agile Organisation ermöglicht. Davon erkenne ich hier nix: Der Plan steht fest, wer mithelfen will, kann dies tun, aber eine organische Verbindung zu dem, was im letzten halben Jahr entstanden ist, wird nicht gesucht. Friss oder strib! Keinerlei Suche nach Commitment und Anschlussfähigkeit, kein Aufgreifen der lokalen Expertise (etwa im AR und bei SOV), keine Analyse der sportlichen Situation Stattdessen: Tabula rasa, nötigenfalls einschließlich Stadionneubau.

Mir geht es gar nicht so sehr darum, ob diese intendierte totale Entmachtung aller bisherigen Strukturen und Verantwortlichen - Regularien und Mehrheitsverhältnisse hin, keine formal Dominanz im operativen Geschäft her - für einen Neuanfang nötig ist oder nicht. Es geht mir darum, dass jemand, der die lokale Expertise nicht aufgreift und nicht namentlich (Kompetenzteam) klarmacht, dass er sich im Geschäftsfeld Profi-Fußball in der Tat sehr gut auskennt (und Olympia gehört da NICHT dazu), mit seinem Masterplan möglicherweise jämmerlich Schiffbruch erleiden wird. Und was dann? Verliert der Investor dann die Lust an seinem Spielzeug, weil alles doch viel schwerer ist, als gedacht?

Stand Jetzt habe ich keinen Anlass dazu, die sportliche Expertise dieses Investors anzuerkennen. Team Merk, SOV, Schommers, Notzon - sie alle schwimmen tief und tagtäglich im Haifischbecken "Dritte Liga" - und versuchen uns da - ohne Masterplan, aber mit schrittweisen Lern- und Anpassungsprozessen - rauszuführen. Bei dem neuen Investor vermisse ich den Impuls, dieses lokale Wissen zu nutzen und mit seinen eigenen Impulsen und Leitideen zu verbinden. Selbst Becca kann auf mehr Erfahrung im Fußball-Geschäft aufbauen als dieser Investor.

Kurzum: Ich bezweifle die sportliche Expertise dieses Investors! Und seine "Tabula rasa"-Vorgehensweise passt m. E. nicht zu diesem extrem komplexen Handlungsfeld. Überblickt er letzteres überhaupt? Wer ist sein Kompetenzteam?

Fertige Masterpläne machen meist eine Bauchlandung und scheitern an der Realität. Fachkundige Protagonisten wählen deshalb eine schrittweise. feedbackorientierte Vorgehensweise als Weg zum Erfolg. Hier aber ist jemand sehr von sich überzeugt - ohne erkennbaren Nachweis seiner feldbezogenen Expertise. Wenn er kommt, braucht es Team Merk und SOV nicht mehr. Und die werden auch Platz machen, wenn das Konzept stimmt und die Karte des Investors sticht. Ich schätze mal, genau das können sie aber - Stand Jetzt - ebenso wenig erkennen wie ich.

Ohne wenigstens zu wissen, wer sich hinter dem Namen "Kompetenzteam" versammelt, schreie ich da noch nicht Hurra. Ganz davon abgesehen, dass mit der 75,1%-Fordeung das Vier-Säulen-Modell dann nur noch auf dem Papier existiert und man genauso gut 100% an ihn hätte veräußern können. Für dieses Modell haben wir aber votiert! Und "Team Merk" ist angetreten, es umzusetzen. Kein Wunder also, dass die damit jetzt ein Problem haben.

Wird dieses Angebot angenommen, ist "Team Merk" Geschichte, das steht für mich zu 100% fest! Dafür hängt der FCK dann von jemandem ab, den wir Null kennen - einschließlich seiner Statthalter vor Ort. Hmm.


@Newtrial, Wahnsinn wie man alles kaputtreden kann, ohne die näheren Details zu kennen. Ich finde deine "Analyse" schlicht weg anmaßend. Mit einer solchen Grundeinstellung werden wir nie aus dem Schlamassel kommen. Ich hoffe, die FCK-Verantwortlichen sind ein wenig mutiger als du und sehen bei dem vorliegenden Investorenangebot aus Dubai mehr Chance als Risiko. Und idealerweise gewinnt man die "Regionalen" auch noch als Kleininvestoren. Das wäre aus meiner Sicht eine tragfähige, zukunftweisende Lösung. Mit Ängsten allein kommen wir jedenfalls nicht weiter.
Finanzen |#2929
07.07.2020 - 09:22 Uhr
Jap, Kompetenzteam dieser Begriff fällt all zu oft. Wer ist das denn? Woher wissen wir, dass es hier tatsächlich eine Expertise gibt, die uns weiter bringt?
Ich habe im Interview auch nicht gelesen, dass HPP tatsächlich schon einmal Erfolg im bezahlten Fußball gehabt hätte.
Wir kennen zumindest mal seinen ‚Matchmaker‘. Es erscheint mir jedenfalls völlig klar, dass Wilhelm hier platziert wurde und nicht umgekehrt er den Investor gefunden hat. Für mich hat es ein Geschmäckle.
Finanzen |#2930
07.07.2020 - 09:24 Uhr
@Newtrial Ich bin in allem was du sagst völlig bei dir.

Das Interview ist ganz wohlfeil formuliert und man kann ganz gut die Strategie/Absichten dahinter erkennen, aber an der entscheidenden Stelle fehlt der Nachweis wie er sich denn bitte genau von allen anderen Phrasendreschern abheben will. Sportliches Konzept und Kompetenzteam wabern im Nebel, mehr nicht.

Ich hab eine Nacht drüber geschlafen und ich muss sagen, bei all der Verlockung des großen Geldes, ich würde es begrüßen, wenn Kessler und Merk ihren Weg weitergehen.
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