DFB und DFB-Teams

Joachim Löw (Bundestrainer)

14.05.2009 - 11:57 Uhr
Joachim Löw (Bundestrainer) |#1451
08.02.2010 - 14:55 Uhr
Zitat von blocky1982:

Bierhoff ist kein Vorstand sondern Mitglied des Präsidiums, das aber nicht als (ehren)Präsi sondern als Vertreter der nationalmanschaft und das seit 2007. Keine Ahnung wie es vorher war.


Okay, die Vokabeln hab ich nicht drauf. Tschuldigung.

Zitat von blocky1982:

In dieser Funktion hat er sicherlich ein Mitspracherecht, aber ein Vetorecht geht deutlich darüber hinaus. Damit könnte er sich ganz alleine gegen das komplette Präsidium stellen, nur weil ihm der Kandidat nicht passt. Welche begründung solle da gelten? weil er näher an der Nati dran ist, haben alle anderen im präsidium keine Ahnung wer Trainer werden soll?

Dann werde ich mal ein wenig zurückrudern. Als ich davon gehört hatte, dachte ich auch zunächst: Olli, Olli, das ist jatzt aber mal zu viel des Guten. Allerdings weiss ich nicht, wer noch so alles Vetorecht hat. T20 doch sicher - nur warum? Posten vor Sachverstand?
Heisst ja nicht, dass Bierhoff den Trainer aussuchen darf, nur dass er jemanden blockieren kann, den z.B. die Boulevardpresse herbeischreibt und der das Konzept mit dem Hintern umreißen würde...
Aber wie gesagt: Das war Verhandlungssache und sicher einer der "Zockerpunkte".

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Je ne suis pas superstitieux, ça porte malheur

Dieser Beitrag wurde zuletzt von slavesnyder am 08.02.2010 um 14:56 Uhr bearbeitet
Joachim Löw (Bundestrainer) |#1452
08.02.2010 - 14:57 Uhr
Zitat von stimpy_5:
die ergebnisse redet hier niemand klein, aber man sollte sich halt nicht ständig wieder an der vize-em aufgeilen und auch mal sagen, daß das bis auf das portugal-spiel murks war und daß löw bei einem gerechteren turnierverlauf und weniger glück 2008 völlig zurecht rausgeflogen wäre.

Kein Mensch hier geilt sich an der EM 2008 auf, stimpy, kein Mensch. Mit Deinen Maßstäben von "gerecht" und "zurecht" kann ich nichts anfangen. Unverdient gewonnen haben wir genau ein Spiel, das gegen die Türken.

Zitat
und wenn ich an dieses gegurke zurück denke, ist mir die statistik ehrlich gesagt auch scheißegal. mir ist ein taktisch gut eingestelltes, gut und leidenschaftlich spielendes team, daß im viertelfinale (mit etwas pech oder weil der gegner halt doch etwas besser war) erhobenen hauptes rausfliegt, lieber als ein team, daß so einen müll zusammenspielt und mit mehr glück als verstand unverdient ins finale einzieht und dieses dann auch noch völlig herschenkt.

O.K., dann siehst Du das eben so. Verzeih mir, wenn ich es anders sehe. Ich fand das Finish gegen die Türken, dieses Zuückkommen, geil; in so einem Moment ist mir ziemlich egal, wie die B-Note war. Genauso, wie ich mich über die U-21 gefreut hab, weil die unseren Angstgegner Italien mit einem Lucky Punch 1:0 im Halbfinale der EM besiegt hat; oder über die U-20, die Nigeria aus aussichtlosem Spielverlauf trotz mieser Leistung 3:2 niederringt. Ich bin eben ein Deutscher und kein Holländer. :)

Zitat
das hat nix mit ergebnisse kleinreden zu tun, aber nach so einem turnierverlauf kann man einfach nicht stolz auf unsere nationalmannschaft sein.

Ansichtssache.

Zitat
das konnte man bei den europameisterschaften zuvor auch nicht. aber seid dann wenigstens so fair und vergleicht mal die gegner. 2000 hatte man portugal, england und rumänien in der gruppe, 2004 mit tschechien und den niederlanden die 2 spielstärksten teams des turniers.

Tja, nur, dass die Portugiesen 2000 und die Tschechen 2004 jeweils ihr B-Team gegen uns haben auflaufen lassen; uneingespielt; nicht die Klasse Vitor Baia und Jan Koller, sondern die Klasse Quim und Marek Heinz. Und dass wir 2000 gegen Rumänien und 2004 gegen Lettland keinen Sieg hinbekommen haben. Nichtmal einen glücklichen. Nichtmal einen unverdienten. Noch mehr: Wir haben miese Leistungen abgeliefert, und zwar gegen Gegner der B-Klasse. Wenn ich da die Wahl hab: Finale, oder Vorrunde - meine Wahl stünde fest.
Joachim Löw (Bundestrainer) |#1453
08.02.2010 - 15:10 Uhr
Zitat von fcbeinlebenlang:

Gerade in einem Multimillionengeschäft gehört persönliches Vertrauen zum größten Kapital was man aufbauen kann.

Na, dann frag mal in der freien Wirtschaft, was sie so von "Handschlagverträgen" halten... Das ist doch naiv-romantischer Kitsch. Und - natürlich wollte Löw weitermachen, nur eben unter Bedingungen, die noch zu verhandeln waren. Da jetzt von eine Einigung zu faseln ist doch fahrlässig.

Zitat von fcbeinlebenlang:

Es geht um eine Auslagerung der Nationalmannschaft aus den Strukturen des DFB heraus. Ähnlich wie die DFL es schon getan hat.

Und das wäre vielleicht garnicht das Schlechteste, wenn ich mir das ganze so anschaue...

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von slavesnyder am 08.02.2010 um 15:08 Uhr bearbeitet
Joachim Löw (Bundestrainer) |#1454
08.02.2010 - 15:29 Uhr
Zitat von fcbeinlebenlang:
Zitat von slavesnyder:
Zitat von fcbeinlebenlang:

Gerade in einem Multimillionengeschäft gehört persönliches Vertrauen zum größten Kapital was man aufbauen kann.

Na, dann frag mal in der freien Wirtschaft, was sie so von "Handschlagverträgen" halten... Das ist doch naiv-romantischer Kitsch. Und - natürlich wollte Löw weitermachen, nur eben unter Bedingungen, die noch zu verhandeln waren. Da jetzt von eine Einigung zu faseln ist doch fahrlässig.

Ob es fahrlässig war damit an die Öffentlichkeit zu gehen ist eine andere Frage, aber "Handschlagsverträge" (bzw. der Handschlag darauf einen Vertrag einzugehen) ist alles andere als naiver Quatsch.


Wie wichtig die Schriftform bei Verträgen ist, sieht man ja hier.
Dass man sich im Vorfeld schonmal mündlich das Weitermachenwollen versichert ist ja okay, und anscheinend auch geschehen.
Dass man das dann sofort herausposaunt um sich damit den Bauch zu pinseln ist unprofessionell. Gerade weil sicher gesagt wurde, dass die Vertragsunterzeichnung noch an Bedingungen geknüpft sein wird.

Dass einem dann die Bedingungen nicht zusagen, ist legitim.
Dass man dann aber so eine Show abzieht ist dämlich.
Dass dann noch Indiskretionen geschehen und die Presse gefüttert wird (von wem auch immer), zeigt aber mal wieder:
Zitat von fcbeinlebenlang:

Gerade in einem Multimillionengeschäft gehört persönliches Vertrauen zum größten Kapital was man aufbauen kann.

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Joachim Löw (Bundestrainer) |#1455
08.02.2010 - 21:53 Uhr
Das Ja Sagertum hätte ein Ende - ich kann diese Scheinheilichkeit eh überhaupt nicht leiden......

wenn man bedenkt wie Löw einem Spieler wie Ballack niedergemacht hat bzw. kleingemacht hat - fürchterlich -

sägt ihn endlich ab!!!!!!!!!!!!!!!!!

ich bin für einen Mix aus Sammer & einem Typ wie Kloppo - der einfach alles rauskitzeln kann aus dem Team -

Leider steht ein Christoph Daum wohl nicht mehr zur Disposition - ich kenne viele viele Fachleute und Fans die ihn immer wieder nennen...aber dafür ist einfach zu viel passiert-

evtl. spielen wir gg. Ihn ja wenn er türk. Nationaltrainer wird/werden sollte....

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Einmal FC immer FC
Joachim Löw (Bundestrainer) |#1456
08.02.2010 - 22:40 Uhr
Zitat von Korf:

Kein Mensch hier geilt sich an der EM 2008 auf, stimpy, kein Mensch.


Ja nu, diejenigen, die die für sich selbst sprechenden Ergebnisse und Jogis Top-Statistik anführen, ja wohl irgendwie schon.

Zitat von Korf:
O.K., dann siehst Du das eben so. Verzeih mir, wenn ich es anders sehe. Ich fand das Finish gegen die Türken, dieses Zuückkommen, geil; in so einem Moment ist mir ziemlich egal, wie die B-Note war. Genauso, wie ich mich über die U-21 gefreut hab, weil die unseren Angstgegner Italien mit einem Lucky Punch 1:0 im Halbfinale der EM besiegt hat; oder über die U-20, die Nigeria aus aussichtlosem Spielverlauf trotz mieser Leistung 3:2 niederringt. Ich bin eben ein Deutscher und kein Holländer. :)


Ja nu, geht mir ja genauso. Nur geht's mir bei der Trainerfrage für eine anstehende WM nicht um die bloßen Ergebnisse der Turniere bzw. Qualifikationen zuvor, sondern darum, inwiefern die Ergebnisse und deren Zustandekommen Zuversicht oder begründete Zweifel hinsichtlich des Erfolges im anstehenden Turnier aufkommen lassen.

Und da, Duselsieg gegen Türkei II hin, Blamage gegen Kroatien her, sehe ich ehrlich gesagt wenig, was mich nun vor Zuversicht strotzen läßt.

Wenn man Meister wird, indem dem Gegner jedes Spiel vier reguläre Tore aberkannt werden und man selbst zwei Elfmeter geschenkt bekommt, von denen einer drüber geht und einer als Wembley-Tor gegeben wird, und man dann ständig 1:0 gewinnt (dramatisiert), dann darf, soll und - als Deutscher ;) - muß man sich über den Erfolg freuen; von einer Wiederholbarkeit dessen sollte man aber besser nicht ausgehen. Und um diese Wiederholbarkeit geht es, wenn man die Aussichten für anstehende Turniere bewerten will.


Zitat von Korf:
Tja, nur, dass die Portugiesen 2000 und die Tschechen 2004 jeweils ihr B-Team gegen uns haben auflaufen lassen; uneingespielt; nicht die Klasse Vitor Baia und Jan Koller, sondern die Klasse Quim und Marek Heinz. Und dass wir 2000 gegen Rumänien und 2004 gegen Lettland keinen Sieg hinbekommen haben. Nichtmal einen glücklichen. Nichtmal einen unverdienten. Noch mehr: Wir haben miese Leistungen abgeliefert, und zwar gegen Gegner der B-Klasse. Wenn ich da die Wahl hab: Finale, oder Vorrunde - meine Wahl stünde fest.


Ja nu, nur standen da natürlich Figuren an der Seitenlinie, die dem DFB als hauptverantwortliche Trainer keineswegs angemessen sind. Weder Ribbeck 2000 noch Völler 2004. Wenn die Frage nun wäre, ob man nun den Jogi nehmen soll oder Werner Biskup (falls der noch lebt, weiß ich jetzt gerade nicht), dann wäre meine Wahl auch klar; nur, daß der DFB eben nicht mit irgendeiner C-Klasse-Lösung Vorlieb nehmen muß, selbst wenn er das in der Vergangenheit getan hat.

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Jeff... ich heiße Jeff.
Joachim Löw (Bundestrainer) |#1457
08.02.2010 - 22:51 Uhr
Zitat von Novastar:
Zitat von Horst_Uwe:

P.S. Gehe auch gerne eine Wette ein, dass Jogi Trainer der türkischen Nationalmannschaft wird, da kann er endlich in NIKE-Klamotten rumlaufen...


So ist zwar OT :D
Aber auf RTL kam grad eine neue TUI Werbung und ungelogen, am Ende der Werbung wurde folgender Satz eingeblendet:

Jogi Löws neuer Reisetipp: Die Türkei :D


Raus mit dem Stümper :rolleyes


Hier auch nochmal, wenns auch Zufall sein sollte, einfach eine geniale Story.

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Meine Traum-Elf :)

-----------------Clinton----------------------
Sheen----Mathäus---Assange---Zuma----
--------Becker-----Schwarzenegger-------
---Woods----------------------Kachelmann-
------ Berlusconi---Strauß-Kahn------------
Joachim Löw (Bundestrainer) |#1458
09.02.2010 - 01:03 Uhr
Zitat von J_C_Maxwell:
Zitat von Wuldor:
Zitat von Stevo78:
Wenn er in Südafrika Erfolg hat, hat er alles richtig gemacht.
So würde ein vernünftiger Mensch (ich bin fast versucht, "Wissenschaftler wie du und ich" zu sagen ;-) ) an die Sache herangehen,
Nochmal: Für dich wäre "Wenn er Erfolg hat, hat er _alles_ richtig gemacht" eine wissenschaftliche Herangehensweise? Wow, in welchem wissenschaftlichen Fachbereich darf man denn derart undifferenziert vor sich hin arbeiten? Vieleicht hab' ich mir das falsche Fach ausgesucht und verpass' grad ein gemütliches Leben.


sehe ich genauso. mittlerweile gibt es dank der guten nachwuchsarbeit endlich wieder fussballer, die diese berufsbeichnung auch verdienen. die özils, kroos', marins, boatengs oder auch hummels machen hoffnung darauf, dass deutschlands fussball nicht immer als "höchst erfolgreicher rumpelfussball" bezeichnet werden muss.

wieso sollte man nur auf den erfolg schauen und das zu stande kommen ausser acht lassen. eine gewisse spielkultur hat dem mittel- bis langfristigen erfolg nie im wege gestanden. bei der nationalmannschaft wird eshöchste zeit, dass man endlich ein konzept erkennen kann. das spielermaterial, welches nicht nur für die (keinesfalls schlechten, aber schlicht überalteten) "deutschen tugenden" steht, ist herangereift. jetzt braucht man einen fähigen mann mit einem konzept, der aus dem spielermaterial eine mannschaft formt, die eine eigene spielkultur und ein eigenes konzept vertritt.

wie schon geschrieben, dass talent ist mittlerweile vorhanden, dass man einen gegner auch mal mit spielerischen mitteln besiegen kann. ich bezweifle nur stark, dass löw dafür der geeignete mann ist. dafür fehlen mir die ansätze bzw. der fortschritt oder eine kontinutät in seiner arbeit.


Zitat von J_C_Maxwell:
Zitat von Korf:
Man ist Vizeeuropameister geworden, das ist das statistische Ergebnis; das ist viel, viel besser als die Ergebnisse 2000 und 2004 bei einigermaßen gleichbleibenden Spielerpool; daraus kann man im nachhinein nicht eine totale Pleite machen, für die die Mannschaft sich schämen sollte. Über die Leistung kann man lange diskutieren; redet die Ergebnisse nicht klein.
Wenn man die WM 2002 mal mit der EM 2008 vergleicht, tun sich einige Parallelen auf. Bei beiden Turnieren wurden die K.O.-Spiele bis zum Finale alle knapp gewonnen (aufgrund der defensiveren Spielweise 2002 gingen die Spiele 1:0 statt 3:2 aus und waren entsprechend weniger unterhaltsam, aber im Endeffekt stehen da auf beiden Seiten 3 bzw. 2 K.O.-Siege mit jeweils einem Tor Unterschied). Bei beiden Turnieren war die Spielweise insgesamt wenig überzeugend. Bei beiden Turnieren verlor man im Finale gegen eine grundsätzlich spielerisch überlegene Mannschaft.

Der Unterschied: 2002 war man im Finale bis zu Kahns Patzer die bessere Mannschaft (trotz Rudis Rumpeltaktik), während man 2008 nach 10 Minuten nicht nur aufgehört hat zu spielen, sondern gar nicht mehr versucht hat am Spiel teilzunehmen, und sei es nur kämpferisch.

Ergebnis: Rudi Völler gilt heute bei nicht Wenigen (hier im Forum) als zweitschlechtester Nationaltrainer aller Zeiten, nur noch geschlagen durch Erich Ribbeck. Auch bekommt man schon mal zu hören, Völler hätte 2004 nicht mehr auf der Bank sitzen dürfen, weil er einfach zu schlecht war, aber man habe sich damals von der erfolgreichen WM blenden lassen, deren Verlauf hauptsächlich dem Glück zu verdanken sei. Sprich, man habe zu sehr auf die Ergebnisse geachtet und nicht auf deren Zustandekommen.

Nun weiß ich nicht, wie deine Haltung zu Völler ist. Aber wenn man ihn für unfähig hält, den Posten des Nationaltrainers adequat auszufüllen, dann sollte die Konsequenz doch recht klar sein: Nicht nur auf die Ergebnisse pochen, sondern die Ergebnisse im Rahmen ihres Zustandekommens bewerten.


leider hat man beim dfb aus 2002 nichts gelernt. löw hätte nach der em '08 gegangen werden müssen. er hat die vorgaben (em-quali, erfolgreiche em) zwar erfüllt. ein fortschritt zu klinsmann ist ihm keinesfalls gelungen. im gegenteil man erkennt eher einen rückschritt.

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Joachim Löw (Bundestrainer) |#1459
09.02.2010 - 03:22 Uhr
Zitat von maradinho:

leider hat man beim dfb aus 2002 nichts gelernt. löw hätte nach der em '08 gegangen werden müssen. er hat die vorgaben (em-quali, erfolgreiche em) zwar erfüllt. ein fortschritt zu klinsmann ist ihm keinesfalls gelungen. im gegenteil man erkennt eher einen rückschritt.


Ich würde das weniger auf die Klinsmann Zeit beziehen. Die beste Phase der letzten Jahre hatte die NM unter Löw in der EM Quali, solange bis man qualifiziert war, dann kam der Bruch, der nicht wieder in Ordnung gebracht werden konnte, warum auch immer.
Joachim Löw (Bundestrainer) |#1460
09.02.2010 - 03:51 Uhr
Zitat von SexiestManAlive:
Zitat von Korf:

Kein Mensch hier geilt sich an der EM 2008 auf, stimpy, kein Mensch.


Ja nu, diejenigen, die die für sich selbst sprechenden Ergebnisse und Jogis Top-Statistik anführen, ja wohl irgendwie schon.

Zitat von Korf:
O.K., dann siehst Du das eben so. Verzeih mir, wenn ich es anders sehe. Ich fand das Finish gegen die Türken, dieses Zuückkommen, geil; in so einem Moment ist mir ziemlich egal, wie die B-Note war. Genauso, wie ich mich über die U-21 gefreut hab, weil die unseren Angstgegner Italien mit einem Lucky Punch 1:0 im Halbfinale der EM besiegt hat; oder über die U-20, die Nigeria aus aussichtlosem Spielverlauf trotz mieser Leistung 3:2 niederringt. Ich bin eben ein Deutscher und kein Holländer. :)


Ja nu, geht mir ja genauso. Nur geht's mir bei der Trainerfrage für eine anstehende WM nicht um die bloßen Ergebnisse der Turniere bzw. Qualifikationen zuvor, sondern darum, inwiefern die Ergebnisse und deren Zustandekommen Zuversicht oder begründete Zweifel hinsichtlich des Erfolges im anstehenden Turnier aufkommen lassen.

Und da, Duselsieg gegen Türkei II hin, Blamage gegen Kroatien her, sehe ich ehrlich gesagt wenig, was mich nun vor Zuversicht strotzen läßt.

Wenn man Meister wird, indem dem Gegner jedes Spiel vier reguläre Tore aberkannt werden und man selbst zwei Elfmeter geschenkt bekommt, von denen einer drüber geht und einer als Wembley-Tor gegeben wird, und man dann ständig 1:0 gewinnt (dramatisiert), dann darf, soll und - als Deutscher ;) - muß man sich über den Erfolg freuen; von einer Wiederholbarkeit dessen sollte man aber besser nicht ausgehen. Und um diese Wiederholbarkeit geht es, wenn man die Aussichten für anstehende Turniere bewerten will.


Zitat von Korf:
Tja, nur, dass die Portugiesen 2000 und die Tschechen 2004 jeweils ihr B-Team gegen uns haben auflaufen lassen; uneingespielt; nicht die Klasse Vitor Baia und Jan Koller, sondern die Klasse Quim und Marek Heinz. Und dass wir 2000 gegen Rumänien und 2004 gegen Lettland keinen Sieg hinbekommen haben. Nichtmal einen glücklichen. Nichtmal einen unverdienten. Noch mehr: Wir haben miese Leistungen abgeliefert, und zwar gegen Gegner der B-Klasse. Wenn ich da die Wahl hab: Finale, oder Vorrunde - meine Wahl stünde fest.


Ja nu, nur standen da natürlich Figuren an der Seitenlinie, die dem DFB als hauptverantwortliche Trainer keineswegs angemessen sind. Weder Ribbeck 2000 noch Völler 2004. Wenn die Frage nun wäre, ob man nun den Jogi nehmen soll oder Werner Biskup (falls der noch lebt, weiß ich jetzt gerade nicht), dann wäre meine Wahl auch klar; nur, daß der DFB eben nicht mit irgendeiner C-Klasse-Lösung Vorlieb nehmen muß, selbst wenn er das in der Vergangenheit getan hat.


Biskup lebt noch.
Die Frage ist nur, wer sonst noch zur Verfügung stehen würde.
Völler wurde nur deswegen Trainer, weil Daum zu viel gekokst hatte.
Und auch sonst war es immer das gleiche Spiel. Diejenigen die jeder gewollt hätte, hatten keine Lust.
Kann sein, dass Rangnick, Klopp oder sogar Sammer die bessere Wahl wären. Heynckes hätte ein Turnier verdient.
Ich weiß nicht, ob irgendeiner von denen den Job 1.annehmen und 2. so viel besser machen würde als Löw - vielleicht, wahrscheinlich - keine Ahnung.

Aber in einem Punkt hatte Klinsmann recht - nämlich dass der Bundestrainerjob ein Projektjob sein sollte: Qualifikation + Turnier.
Alleine dass schon vor dem Turnier über eine Verlängerung verhandelt wurde, war eine schlechte Idee.
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