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Marco Rose
Geburtsdatum 11.09.1976
Alter 49
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein AFC Bournemouth

Marco Rose [Trainer]

15.02.2021 - 16:59 Uhr
Marco Rose [Trainer] |#1461
28.07.2021 - 05:06 Uhr
Zitat von GonzoFronzo
Zitat von mba123

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von ForzaBorussia

Zitat von tipper317

Rose ist aktuell nicht zu beneiden, die Vorbereitung ist einfach fürchterlich.
Kaum Spieler, viele Verletzte, Malen Transfer zieht sich wie ein Kaugummi, schlechte Kaderzusammenstellung. Das Training besteht ja überwiegend aus Ersatz- und Jugendspieler, da wird es locker bis in den Oktober hinein gehen bis eine kleine Bewertung überhaupt möglich ist. Es wird eine extrem schwere Saison, da muss man aufpassen nicht gleich mit einem großen Rückstand zu starten.


Würde er den Kader so schlecht finden, hätte er sicher nicht als Trainer hier angeheuert. Er kannte den Kader da nämlich schon.


Mal ganz ehrlich, was sind das hier schon direkt auch für Ausreden, sollte es am Anfang nicht klappen..
Rose ist Trainer und Trainer haben schon ganz andere Situationen gemeistert. Ebenso wird teils die Vorbereitung auch überbewertet. Es gibt doch genug Beispiele, z.B. Haaland, der kam und gefunkt hat. Die Vorbereitung ist sicher wichtig, wenn man wenig bis nichts getan hat in der Sommerpause, für taktische Zwecke sicher auch, aber am Ende ist es Fußball und wenn dann Spieler XY die Vorbereitung nicht mitmachen konnte und dann reingeworfen wird, heißt das nicht, dass es Probleme gibt. Rose hat doch sogar den "fast" perfekten Kader übernommen, einzig der Abgang von Sancho wiegt schwer, ansonsten ist das Team doch nahezu unverändert und kommt gerade aus dem Siegesserien-Flow und dem Pokalsieg-Flow. Was soll da schon schiefgehen?

Bayern und Leipzig haben es z.B. deutlich schwerer, also auch deren Trainer. Bei Bayern und Leipzig musst du die Abwehr komplett neu "einrichten". Die haben doch mindestens genauso viele EM-Fahrer... Und der Druck bei Bayern wird für Nagelsmann immens sein, da alle von ihm erwarten, dass er der neue, bessere Klopp wird und Flick erstmal steigern muss, bzw. das Niveau halten muss.

Leipzigs Trainer muss auch Silva als neue Sturmspitze integrieren, Spieler wie Halstenberg und auch irgendwie Sabitzer wollen eig. weg, sind aber keine Ergänzungsspieler. Also mal die Kirche im Dorf lassen, als hier schon den armen, armen Rose darstellen zu wollen, der es ja so schwer hat. Was soll denn bitte jetzt an der Situation so schwer sein?

Ich meine das Team kennt sich, die 1-2 neuen Spieler wird man schnell integrieren und an der Kondition oder der Taktik hat es meist nicht gelegen, wenn man verloren hat, sondern eher daran wie man sich als Mannschaft präsentiert hat..

Haaland hat es doch heute im Interview gut beschrieben, dass in Salzburg unter Rose jeder für jeden gerannt ist etc.
Das wird erstmal reichen :-D

Hätte Terzic eine Vorbereitung gehabt, wäre die letzte Saison womöglich viel entspannter verlaufen.
Terzic hatte viel ausprobiert und geändert in den ersten Monaten. Dabei sollte er die Mannschaft perfekt gekannt haben. Dennoch ging es nicht nur darum, das Team mental aufzubauen und neue Automatismen einzustudieren. Terzic veränderte ständig die Taktik und das Personal. Letztendlich ließ er ganz anderen Fußball spielen als es zu Beginn geplant war.

Die ersten sechzehn Bundesliga-Spiele unter Terzic mit einem Punkteschnitt von 1,5 sollten eine Wahrnung sein, dass ein Trainer besser eine Zeit mit der Mannschaft arbeiten sollte, um das passende Spielsystem zu entwickeln.

Wobei Rose mehr Erfahrung hat. Einige Fehler würde ich bei Terzic auf Unerfahrenheit zurückzuführen.
Trotzdem will Rose wohl einen neuen, offensiven Stil implementieren, von dem er nicht genau weiß, ob die Spieler das direkt umsetzen können oder ob fehlende Automatismen zum Problem werden könnten oder nur das passende Personal gefunden werden muss oder die Taktik schlicht ungeeignet für die Mannschaft ist.
Mit einer gewissen Anpassungsphase in die Saison hinein, rechne ich jedenfalls.


Die Bedenken, dass ein neuer Stil nicht funktioniert und erst angepasst werden muss, kann ich auch nicht nachvollziehen. Ein guter Trainer hat nicht den einen Stil, sondern passt einfach alles auch an die Spieler an. Denke nicht, dass ManCity unter Guardiola genauso aussieht wie Bayern oder Barca unter ihm.

Hoffe auch nicht dass der BVB wie Gladbach spielt oder wie Salzburg unter Rose.

Es ist doch offensichtlich, dass man z.B. offensiv schwach war, weil man eher einen Spielmacher in Guerreiro hat und einen eher verpeilten Meunier. Die beiden haben keinerlei Impact was Flankenläufe und gute Flanken angeht, daher wird es sowieso eher nicht möglich sein, daran was zu ändern. Ein Hakimi ist da ein anderes Kaliber. Man hat doch gesehen, dass Piszu als RV deutlich mehr Schwung in die Offensive gebracht hat und es dadurch viel schwerer war zu verteidigen. Daher muss man auf Wolf warten und sollte evtl auf links einen anderen LV holen, oder man wird an der offensiven Spielweise nicht viel ändern können. Guerreiro wird weiterhin eher klein, klein in die Mitte ziehen und Abschlüße suchen und nicht auf einmal immer auf Außen durchziehen und den Ball in die Mitte flanken und Meunier wird nicht auf einmal seine Flanken alle an den Mann bringen... Daher wird das Offensivspiel ähnlich wie unter Terzic aussehen, oder man hat den 2-Mann Sturm, der aber auch schon oft gespielt wurde, vor allem dann wenn man unbedingt ein Tor gebraucht hat. Moukoko kam dann oft oder auch Tigges zusätzlich zu Haaland, oder nicht?

Ein Spiel besteht ja auch nicht aus einem Schema und das funktioniert dann einfach, sondern es gibt einfach so viele unbekannte Variablen, dass man eine Taktik oder einen Spielstil doch nie 100% umsetzen kann. Entscheidend werden eher die Entscheidungen sein, also wer spielt, wann wird wie gewechselt, wie verteidigt man Standards... nicht ob jetzt die Spieler schon 14 Tage mehr oder weniger zusammen trainiert haben.


Also Doppelsturm hat man letzte Saison so 150 Minuten gespielt in etwa. Das kam man gepflegt ignorieren.

Dein letzter Absatz ist in meinen Augen auch komplett falsch. Ein funktionierendes Schema, System, besetzen von Räumen und einstudierte Abläufe und Laufwege sind das absolut wichtigste im Fussball!

Wenn du etwas neues einstudieren willst, dann sind 14 Tage ultra viel!

Nach allem was man so gehört hat von Rose selber und den Spielern hat Rose vor einige Dinge zu ändern. Erstmal unabhängig von anderen und verschiedenen Systemen. Er will aktiver spielen, offensiver pressen, höher stehen und deutlich schneller und vertikaler spielen. Das ist so ziemlich das Gegenteil von Favres Spielweise und auch ein Terzic hat iwann aufgegeben ein konsequentes Pressung zu installieren.

Es geht nicht drum Roses Fussball aus Salzburg oder der kleinen Borussia zu übernehmen, es geht drum Rose BVB Fussball zu entwickeln. Und entwickeln kannst du nur wenn die Mannschaft zusammen ist, du trainieren und spielen kannst. Entwicklung brauch immer Zeit!

Was ich mir sofort wünsche und erwarte ist das die Mannschaft brennt unter Rose. Das hat Erling ja auch so ähnlich gesagt, dass genau das in Salzburg der Fall war. Das war übrigens auch unsere Stärke unter Terzic, denn spielerisch und taktisch gab's da gar nicht so viele Unterschiede. Alle anderen Entwicklungen wie eben Systeme, Spielideen, Spielzüge und die allgemeine Ausrichtung wird einfach Zeit brauchen. Das ist ein Prozess der in Schritten verläuft und vor der Saison kann man da eben auf Grund der Situation wenig Schritte gehen. Deshalb ist es normal das alles nach und nach kommen wird. Das heißt jetzt nicht das noch gar nichts gehen wird zu Beginn, aber die Zeiten wo man sagt geht raus und spielt Fussball und alles läuft sind einfach auch vorbei!
Marco Rose [Trainer] |#1462
28.07.2021 - 09:21 Uhr
Zitat von AwesomeOne_86
Zitat von GonzoFronzo

Zitat von mba123

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von ForzaBorussia

Zitat von tipper317

Rose ist aktuell nicht zu beneiden, die Vorbereitung ist einfach fürchterlich.
Kaum Spieler, viele Verletzte, Malen Transfer zieht sich wie ein Kaugummi, schlechte Kaderzusammenstellung. Das Training besteht ja überwiegend aus Ersatz- und Jugendspieler, da wird es locker bis in den Oktober hinein gehen bis eine kleine Bewertung überhaupt möglich ist. Es wird eine extrem schwere Saison, da muss man aufpassen nicht gleich mit einem großen Rückstand zu starten.


Würde er den Kader so schlecht finden, hätte er sicher nicht als Trainer hier angeheuert. Er kannte den Kader da nämlich schon.


Mal ganz ehrlich, was sind das hier schon direkt auch für Ausreden, sollte es am Anfang nicht klappen..
Rose ist Trainer und Trainer haben schon ganz andere Situationen gemeistert. Ebenso wird teils die Vorbereitung auch überbewertet. Es gibt doch genug Beispiele, z.B. Haaland, der kam und gefunkt hat. Die Vorbereitung ist sicher wichtig, wenn man wenig bis nichts getan hat in der Sommerpause, für taktische Zwecke sicher auch, aber am Ende ist es Fußball und wenn dann Spieler XY die Vorbereitung nicht mitmachen konnte und dann reingeworfen wird, heißt das nicht, dass es Probleme gibt. Rose hat doch sogar den "fast" perfekten Kader übernommen, einzig der Abgang von Sancho wiegt schwer, ansonsten ist das Team doch nahezu unverändert und kommt gerade aus dem Siegesserien-Flow und dem Pokalsieg-Flow. Was soll da schon schiefgehen?

Bayern und Leipzig haben es z.B. deutlich schwerer, also auch deren Trainer. Bei Bayern und Leipzig musst du die Abwehr komplett neu "einrichten". Die haben doch mindestens genauso viele EM-Fahrer... Und der Druck bei Bayern wird für Nagelsmann immens sein, da alle von ihm erwarten, dass er der neue, bessere Klopp wird und Flick erstmal steigern muss, bzw. das Niveau halten muss.

Leipzigs Trainer muss auch Silva als neue Sturmspitze integrieren, Spieler wie Halstenberg und auch irgendwie Sabitzer wollen eig. weg, sind aber keine Ergänzungsspieler. Also mal die Kirche im Dorf lassen, als hier schon den armen, armen Rose darstellen zu wollen, der es ja so schwer hat. Was soll denn bitte jetzt an der Situation so schwer sein?

Ich meine das Team kennt sich, die 1-2 neuen Spieler wird man schnell integrieren und an der Kondition oder der Taktik hat es meist nicht gelegen, wenn man verloren hat, sondern eher daran wie man sich als Mannschaft präsentiert hat..

Haaland hat es doch heute im Interview gut beschrieben, dass in Salzburg unter Rose jeder für jeden gerannt ist etc.
Das wird erstmal reichen :-D

Hätte Terzic eine Vorbereitung gehabt, wäre die letzte Saison womöglich viel entspannter verlaufen.
Terzic hatte viel ausprobiert und geändert in den ersten Monaten. Dabei sollte er die Mannschaft perfekt gekannt haben. Dennoch ging es nicht nur darum, das Team mental aufzubauen und neue Automatismen einzustudieren. Terzic veränderte ständig die Taktik und das Personal. Letztendlich ließ er ganz anderen Fußball spielen als es zu Beginn geplant war.

Die ersten sechzehn Bundesliga-Spiele unter Terzic mit einem Punkteschnitt von 1,5 sollten eine Wahrnung sein, dass ein Trainer besser eine Zeit mit der Mannschaft arbeiten sollte, um das passende Spielsystem zu entwickeln.

Wobei Rose mehr Erfahrung hat. Einige Fehler würde ich bei Terzic auf Unerfahrenheit zurückzuführen.
Trotzdem will Rose wohl einen neuen, offensiven Stil implementieren, von dem er nicht genau weiß, ob die Spieler das direkt umsetzen können oder ob fehlende Automatismen zum Problem werden könnten oder nur das passende Personal gefunden werden muss oder die Taktik schlicht ungeeignet für die Mannschaft ist.
Mit einer gewissen Anpassungsphase in die Saison hinein, rechne ich jedenfalls.


Die Bedenken, dass ein neuer Stil nicht funktioniert und erst angepasst werden muss, kann ich auch nicht nachvollziehen. Ein guter Trainer hat nicht den einen Stil, sondern passt einfach alles auch an die Spieler an. Denke nicht, dass ManCity unter Guardiola genauso aussieht wie Bayern oder Barca unter ihm.

Hoffe auch nicht dass der BVB wie Gladbach spielt oder wie Salzburg unter Rose.

Es ist doch offensichtlich, dass man z.B. offensiv schwach war, weil man eher einen Spielmacher in Guerreiro hat und einen eher verpeilten Meunier. Die beiden haben keinerlei Impact was Flankenläufe und gute Flanken angeht, daher wird es sowieso eher nicht möglich sein, daran was zu ändern. Ein Hakimi ist da ein anderes Kaliber. Man hat doch gesehen, dass Piszu als RV deutlich mehr Schwung in die Offensive gebracht hat und es dadurch viel schwerer war zu verteidigen. Daher muss man auf Wolf warten und sollte evtl auf links einen anderen LV holen, oder man wird an der offensiven Spielweise nicht viel ändern können. Guerreiro wird weiterhin eher klein, klein in die Mitte ziehen und Abschlüße suchen und nicht auf einmal immer auf Außen durchziehen und den Ball in die Mitte flanken und Meunier wird nicht auf einmal seine Flanken alle an den Mann bringen... Daher wird das Offensivspiel ähnlich wie unter Terzic aussehen, oder man hat den 2-Mann Sturm, der aber auch schon oft gespielt wurde, vor allem dann wenn man unbedingt ein Tor gebraucht hat. Moukoko kam dann oft oder auch Tigges zusätzlich zu Haaland, oder nicht?

Ein Spiel besteht ja auch nicht aus einem Schema und das funktioniert dann einfach, sondern es gibt einfach so viele unbekannte Variablen, dass man eine Taktik oder einen Spielstil doch nie 100% umsetzen kann. Entscheidend werden eher die Entscheidungen sein, also wer spielt, wann wird wie gewechselt, wie verteidigt man Standards... nicht ob jetzt die Spieler schon 14 Tage mehr oder weniger zusammen trainiert haben.


Also Doppelsturm hat man letzte Saison so 150 Minuten gespielt in etwa. Das kam man gepflegt ignorieren.

Dein letzter Absatz ist in meinen Augen auch komplett falsch. Ein funktionierendes Schema, System, besetzen von Räumen und einstudierte Abläufe und Laufwege sind das absolut wichtigste im Fussball!

Wenn du etwas neues einstudieren willst, dann sind 14 Tage ultra viel!

Nach allem was man so gehört hat von Rose selber und den Spielern hat Rose vor einige Dinge zu ändern. Erstmal unabhängig von anderen und verschiedenen Systemen. Er will aktiver spielen, offensiver pressen, höher stehen und deutlich schneller und vertikaler spielen. Das ist so ziemlich das Gegenteil von Favres Spielweise und auch ein Terzic hat iwann aufgegeben ein konsequentes Pressung zu installieren.

Es geht nicht drum Roses Fussball aus Salzburg oder der kleinen Borussia zu übernehmen, es geht drum Rose BVB Fussball zu entwickeln. Und entwickeln kannst du nur wenn die Mannschaft zusammen ist, du trainieren und spielen kannst. Entwicklung brauch immer Zeit!

Was ich mir sofort wünsche und erwarte ist das die Mannschaft brennt unter Rose. Das hat Erling ja auch so ähnlich gesagt, dass genau das in Salzburg der Fall war. Das war übrigens auch unsere Stärke unter Terzic, denn spielerisch und taktisch gab's da gar nicht so viele Unterschiede. Alle anderen Entwicklungen wie eben Systeme, Spielideen, Spielzüge und die allgemeine Ausrichtung wird einfach Zeit brauchen. Das ist ein Prozess der in Schritten verläuft und vor der Saison kann man da eben auf Grund der Situation wenig Schritte gehen. Deshalb ist es normal das alles nach und nach kommen wird. Das heißt jetzt nicht das noch gar nichts gehen wird zu Beginn, aber die Zeiten wo man sagt geht raus und spielt Fussball und alles läuft sind einfach auch vorbei!

Ich denke, Flick bei den Bayern und Tuchel bei Chelsea haben taktisch ebenfalls viel geändert und quasi direkt, ohne Vorbereitung, Erfolg gehabt.
Es kann auch schnell gehen.

Allerdings glaube ich, dass unser Kader es Rose nicht einfach machen wird, seine Spielphilosophie umzusetzen.
Einige Spieler sind nicht die idealen Spieler für ein intensives, taktisch forderndes Pressing.
Auch haben einige Spieler ein ausgeprägtes Stärken/Schwächen-Profil, worauf Rose die Taktik abstimmen muss.
Ein starkes Pressing zu implementieren, gleichzeitig das spielerische Niveau, trotz Sanchos Abgang, hochzuhalten und jedem Spieler seine taktische Rolle maßzuschneidern, stelle ich mir schwierig vor.
Ohne den Kader beisammen zu haben, kann Rose das nur theoretisch erarbeiten.
Marco Rose [Trainer] |#1463
28.07.2021 - 10:00 Uhr
Zitat von mba123
Zitat von AwesomeOne_86

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von mba123

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von ForzaBorussia

Zitat von tipper317

Rose ist aktuell nicht zu beneiden, die Vorbereitung ist einfach fürchterlich.
Kaum Spieler, viele Verletzte, Malen Transfer zieht sich wie ein Kaugummi, schlechte Kaderzusammenstellung. Das Training besteht ja überwiegend aus Ersatz- und Jugendspieler, da wird es locker bis in den Oktober hinein gehen bis eine kleine Bewertung überhaupt möglich ist. Es wird eine extrem schwere Saison, da muss man aufpassen nicht gleich mit einem großen Rückstand zu starten.


Würde er den Kader so schlecht finden, hätte er sicher nicht als Trainer hier angeheuert. Er kannte den Kader da nämlich schon.


Mal ganz ehrlich, was sind das hier schon direkt auch für Ausreden, sollte es am Anfang nicht klappen..
Rose ist Trainer und Trainer haben schon ganz andere Situationen gemeistert. Ebenso wird teils die Vorbereitung auch überbewertet. Es gibt doch genug Beispiele, z.B. Haaland, der kam und gefunkt hat. Die Vorbereitung ist sicher wichtig, wenn man wenig bis nichts getan hat in der Sommerpause, für taktische Zwecke sicher auch, aber am Ende ist es Fußball und wenn dann Spieler XY die Vorbereitung nicht mitmachen konnte und dann reingeworfen wird, heißt das nicht, dass es Probleme gibt. Rose hat doch sogar den "fast" perfekten Kader übernommen, einzig der Abgang von Sancho wiegt schwer, ansonsten ist das Team doch nahezu unverändert und kommt gerade aus dem Siegesserien-Flow und dem Pokalsieg-Flow. Was soll da schon schiefgehen?

Bayern und Leipzig haben es z.B. deutlich schwerer, also auch deren Trainer. Bei Bayern und Leipzig musst du die Abwehr komplett neu "einrichten". Die haben doch mindestens genauso viele EM-Fahrer... Und der Druck bei Bayern wird für Nagelsmann immens sein, da alle von ihm erwarten, dass er der neue, bessere Klopp wird und Flick erstmal steigern muss, bzw. das Niveau halten muss.

Leipzigs Trainer muss auch Silva als neue Sturmspitze integrieren, Spieler wie Halstenberg und auch irgendwie Sabitzer wollen eig. weg, sind aber keine Ergänzungsspieler. Also mal die Kirche im Dorf lassen, als hier schon den armen, armen Rose darstellen zu wollen, der es ja so schwer hat. Was soll denn bitte jetzt an der Situation so schwer sein?

Ich meine das Team kennt sich, die 1-2 neuen Spieler wird man schnell integrieren und an der Kondition oder der Taktik hat es meist nicht gelegen, wenn man verloren hat, sondern eher daran wie man sich als Mannschaft präsentiert hat..

Haaland hat es doch heute im Interview gut beschrieben, dass in Salzburg unter Rose jeder für jeden gerannt ist etc.
Das wird erstmal reichen :-D

Hätte Terzic eine Vorbereitung gehabt, wäre die letzte Saison womöglich viel entspannter verlaufen.
Terzic hatte viel ausprobiert und geändert in den ersten Monaten. Dabei sollte er die Mannschaft perfekt gekannt haben. Dennoch ging es nicht nur darum, das Team mental aufzubauen und neue Automatismen einzustudieren. Terzic veränderte ständig die Taktik und das Personal. Letztendlich ließ er ganz anderen Fußball spielen als es zu Beginn geplant war.

Die ersten sechzehn Bundesliga-Spiele unter Terzic mit einem Punkteschnitt von 1,5 sollten eine Wahrnung sein, dass ein Trainer besser eine Zeit mit der Mannschaft arbeiten sollte, um das passende Spielsystem zu entwickeln.

Wobei Rose mehr Erfahrung hat. Einige Fehler würde ich bei Terzic auf Unerfahrenheit zurückzuführen.
Trotzdem will Rose wohl einen neuen, offensiven Stil implementieren, von dem er nicht genau weiß, ob die Spieler das direkt umsetzen können oder ob fehlende Automatismen zum Problem werden könnten oder nur das passende Personal gefunden werden muss oder die Taktik schlicht ungeeignet für die Mannschaft ist.
Mit einer gewissen Anpassungsphase in die Saison hinein, rechne ich jedenfalls.


Die Bedenken, dass ein neuer Stil nicht funktioniert und erst angepasst werden muss, kann ich auch nicht nachvollziehen. Ein guter Trainer hat nicht den einen Stil, sondern passt einfach alles auch an die Spieler an. Denke nicht, dass ManCity unter Guardiola genauso aussieht wie Bayern oder Barca unter ihm.

Hoffe auch nicht dass der BVB wie Gladbach spielt oder wie Salzburg unter Rose.

Es ist doch offensichtlich, dass man z.B. offensiv schwach war, weil man eher einen Spielmacher in Guerreiro hat und einen eher verpeilten Meunier. Die beiden haben keinerlei Impact was Flankenläufe und gute Flanken angeht, daher wird es sowieso eher nicht möglich sein, daran was zu ändern. Ein Hakimi ist da ein anderes Kaliber. Man hat doch gesehen, dass Piszu als RV deutlich mehr Schwung in die Offensive gebracht hat und es dadurch viel schwerer war zu verteidigen. Daher muss man auf Wolf warten und sollte evtl auf links einen anderen LV holen, oder man wird an der offensiven Spielweise nicht viel ändern können. Guerreiro wird weiterhin eher klein, klein in die Mitte ziehen und Abschlüße suchen und nicht auf einmal immer auf Außen durchziehen und den Ball in die Mitte flanken und Meunier wird nicht auf einmal seine Flanken alle an den Mann bringen... Daher wird das Offensivspiel ähnlich wie unter Terzic aussehen, oder man hat den 2-Mann Sturm, der aber auch schon oft gespielt wurde, vor allem dann wenn man unbedingt ein Tor gebraucht hat. Moukoko kam dann oft oder auch Tigges zusätzlich zu Haaland, oder nicht?

Ein Spiel besteht ja auch nicht aus einem Schema und das funktioniert dann einfach, sondern es gibt einfach so viele unbekannte Variablen, dass man eine Taktik oder einen Spielstil doch nie 100% umsetzen kann. Entscheidend werden eher die Entscheidungen sein, also wer spielt, wann wird wie gewechselt, wie verteidigt man Standards... nicht ob jetzt die Spieler schon 14 Tage mehr oder weniger zusammen trainiert haben.


Also Doppelsturm hat man letzte Saison so 150 Minuten gespielt in etwa. Das kam man gepflegt ignorieren.

Dein letzter Absatz ist in meinen Augen auch komplett falsch. Ein funktionierendes Schema, System, besetzen von Räumen und einstudierte Abläufe und Laufwege sind das absolut wichtigste im Fussball!

Wenn du etwas neues einstudieren willst, dann sind 14 Tage ultra viel!

Nach allem was man so gehört hat von Rose selber und den Spielern hat Rose vor einige Dinge zu ändern. Erstmal unabhängig von anderen und verschiedenen Systemen. Er will aktiver spielen, offensiver pressen, höher stehen und deutlich schneller und vertikaler spielen. Das ist so ziemlich das Gegenteil von Favres Spielweise und auch ein Terzic hat iwann aufgegeben ein konsequentes Pressung zu installieren.

Es geht nicht drum Roses Fussball aus Salzburg oder der kleinen Borussia zu übernehmen, es geht drum Rose BVB Fussball zu entwickeln. Und entwickeln kannst du nur wenn die Mannschaft zusammen ist, du trainieren und spielen kannst. Entwicklung brauch immer Zeit!

Was ich mir sofort wünsche und erwarte ist das die Mannschaft brennt unter Rose. Das hat Erling ja auch so ähnlich gesagt, dass genau das in Salzburg der Fall war. Das war übrigens auch unsere Stärke unter Terzic, denn spielerisch und taktisch gab's da gar nicht so viele Unterschiede. Alle anderen Entwicklungen wie eben Systeme, Spielideen, Spielzüge und die allgemeine Ausrichtung wird einfach Zeit brauchen. Das ist ein Prozess der in Schritten verläuft und vor der Saison kann man da eben auf Grund der Situation wenig Schritte gehen. Deshalb ist es normal das alles nach und nach kommen wird. Das heißt jetzt nicht das noch gar nichts gehen wird zu Beginn, aber die Zeiten wo man sagt geht raus und spielt Fussball und alles läuft sind einfach auch vorbei!

Ich denke, Flick bei den Bayern und Tuchel bei Chelsea haben taktisch ebenfalls viel geändert und quasi direkt, ohne Vorbereitung, Erfolg gehabt.
Es kann auch schnell gehen.

Allerdings glaube ich, dass unser Kader es Rose nicht einfach machen wird, seine Spielphilosophie umzusetzen.
Einige Spieler sind nicht die idealen Spieler für ein intensives, taktisch forderndes Pressing.
Auch haben einige Spieler ein ausgeprägtes Stärken/Schwächen-Profil, worauf Rose die Taktik abstimmen muss.
Ein starkes Pressing zu implementieren, gleichzeitig das spielerische Niveau, trotz Sanchos Abgang, hochzuhalten und jedem Spieler seine taktische Rolle maßzuschneidern, stelle ich mir schwierig vor.
Ohne den Kader beisammen zu haben, kann Rose das nur theoretisch erarbeiten.

Das Pressing ist aber auch gegen Teams, die selber das Spiel machen relevanter, als gegen Bus-Parker. Frankfurt wird vermutlich ein recht "wilder" Auftakt (für mich ein klassisches Spiel, wo beide Teams 2 oder mehr Tore machen). Ist für mich schwierig einzuschätzen, aber zum Glück ein Heimspiel. Da muss ein Sieg auch über individuelle Klasse + Emotionen drin sein. Freiburg danach wird hart. Eingespielter Kader, konstanter Trainer, auswärts...das ist zu Beginn der Saison immer schwierig. Hoffenheim danach ist machbar und Spieltag 4 ist für mich der erste Spieltag, an dem es dann gegen Leverkusen zu einem Spiel kommt, wo man über Pressing viel bewegen kann.

Fein getuntes Pressing ist in der Liga eigentlich nur gegen Bayern, Leipzig und Leverkusen essentiell. Evtl. noch Gladbach und Wolfsburg, je nach deren Ausrichtung. Typischerweise versucht von den restlichen Teams dann evtl. noch ein Team munter-offensiv zu agieren, der Rest stellt eher sehr defensiv gegen uns auf. Das gilt auch für Mannschaften, mit guter Spielanlage. Freiburg kann z.B. auch schön Fußball spielen, hat gegen uns aber oft eher den Abwehrriegel gefahren.

In der CL sehe ich Pressing als wichtiger an. Gegen die Gruppenköpfe und evtl. sogar einen weiteren Gegner können wir die "Außenseiterrolle" annehmen und dann über Pressing+Haaland brutal zuschlagen. Das selbe gilt meist ab der K.O.-Runde. In der BL müssen wir meist eher selber spielerische Mittel finden.
Marco Rose [Trainer] |#1464
28.07.2021 - 10:19 Uhr
Zitat von Polylemma
Zitat von mba123

Zitat von AwesomeOne_86

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von mba123

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von ForzaBorussia

Zitat von tipper317

Rose ist aktuell nicht zu beneiden, die Vorbereitung ist einfach fürchterlich.
Kaum Spieler, viele Verletzte, Malen Transfer zieht sich wie ein Kaugummi, schlechte Kaderzusammenstellung. Das Training besteht ja überwiegend aus Ersatz- und Jugendspieler, da wird es locker bis in den Oktober hinein gehen bis eine kleine Bewertung überhaupt möglich ist. Es wird eine extrem schwere Saison, da muss man aufpassen nicht gleich mit einem großen Rückstand zu starten.


Würde er den Kader so schlecht finden, hätte er sicher nicht als Trainer hier angeheuert. Er kannte den Kader da nämlich schon.


Mal ganz ehrlich, was sind das hier schon direkt auch für Ausreden, sollte es am Anfang nicht klappen..
Rose ist Trainer und Trainer haben schon ganz andere Situationen gemeistert. Ebenso wird teils die Vorbereitung auch überbewertet. Es gibt doch genug Beispiele, z.B. Haaland, der kam und gefunkt hat. Die Vorbereitung ist sicher wichtig, wenn man wenig bis nichts getan hat in der Sommerpause, für taktische Zwecke sicher auch, aber am Ende ist es Fußball und wenn dann Spieler XY die Vorbereitung nicht mitmachen konnte und dann reingeworfen wird, heißt das nicht, dass es Probleme gibt. Rose hat doch sogar den "fast" perfekten Kader übernommen, einzig der Abgang von Sancho wiegt schwer, ansonsten ist das Team doch nahezu unverändert und kommt gerade aus dem Siegesserien-Flow und dem Pokalsieg-Flow. Was soll da schon schiefgehen?

Bayern und Leipzig haben es z.B. deutlich schwerer, also auch deren Trainer. Bei Bayern und Leipzig musst du die Abwehr komplett neu "einrichten". Die haben doch mindestens genauso viele EM-Fahrer... Und der Druck bei Bayern wird für Nagelsmann immens sein, da alle von ihm erwarten, dass er der neue, bessere Klopp wird und Flick erstmal steigern muss, bzw. das Niveau halten muss.

Leipzigs Trainer muss auch Silva als neue Sturmspitze integrieren, Spieler wie Halstenberg und auch irgendwie Sabitzer wollen eig. weg, sind aber keine Ergänzungsspieler. Also mal die Kirche im Dorf lassen, als hier schon den armen, armen Rose darstellen zu wollen, der es ja so schwer hat. Was soll denn bitte jetzt an der Situation so schwer sein?

Ich meine das Team kennt sich, die 1-2 neuen Spieler wird man schnell integrieren und an der Kondition oder der Taktik hat es meist nicht gelegen, wenn man verloren hat, sondern eher daran wie man sich als Mannschaft präsentiert hat..

Haaland hat es doch heute im Interview gut beschrieben, dass in Salzburg unter Rose jeder für jeden gerannt ist etc.
Das wird erstmal reichen :-D

Hätte Terzic eine Vorbereitung gehabt, wäre die letzte Saison womöglich viel entspannter verlaufen.
Terzic hatte viel ausprobiert und geändert in den ersten Monaten. Dabei sollte er die Mannschaft perfekt gekannt haben. Dennoch ging es nicht nur darum, das Team mental aufzubauen und neue Automatismen einzustudieren. Terzic veränderte ständig die Taktik und das Personal. Letztendlich ließ er ganz anderen Fußball spielen als es zu Beginn geplant war.

Die ersten sechzehn Bundesliga-Spiele unter Terzic mit einem Punkteschnitt von 1,5 sollten eine Wahrnung sein, dass ein Trainer besser eine Zeit mit der Mannschaft arbeiten sollte, um das passende Spielsystem zu entwickeln.

Wobei Rose mehr Erfahrung hat. Einige Fehler würde ich bei Terzic auf Unerfahrenheit zurückzuführen.
Trotzdem will Rose wohl einen neuen, offensiven Stil implementieren, von dem er nicht genau weiß, ob die Spieler das direkt umsetzen können oder ob fehlende Automatismen zum Problem werden könnten oder nur das passende Personal gefunden werden muss oder die Taktik schlicht ungeeignet für die Mannschaft ist.
Mit einer gewissen Anpassungsphase in die Saison hinein, rechne ich jedenfalls.


Die Bedenken, dass ein neuer Stil nicht funktioniert und erst angepasst werden muss, kann ich auch nicht nachvollziehen. Ein guter Trainer hat nicht den einen Stil, sondern passt einfach alles auch an die Spieler an. Denke nicht, dass ManCity unter Guardiola genauso aussieht wie Bayern oder Barca unter ihm.

Hoffe auch nicht dass der BVB wie Gladbach spielt oder wie Salzburg unter Rose.

Es ist doch offensichtlich, dass man z.B. offensiv schwach war, weil man eher einen Spielmacher in Guerreiro hat und einen eher verpeilten Meunier. Die beiden haben keinerlei Impact was Flankenläufe und gute Flanken angeht, daher wird es sowieso eher nicht möglich sein, daran was zu ändern. Ein Hakimi ist da ein anderes Kaliber. Man hat doch gesehen, dass Piszu als RV deutlich mehr Schwung in die Offensive gebracht hat und es dadurch viel schwerer war zu verteidigen. Daher muss man auf Wolf warten und sollte evtl auf links einen anderen LV holen, oder man wird an der offensiven Spielweise nicht viel ändern können. Guerreiro wird weiterhin eher klein, klein in die Mitte ziehen und Abschlüße suchen und nicht auf einmal immer auf Außen durchziehen und den Ball in die Mitte flanken und Meunier wird nicht auf einmal seine Flanken alle an den Mann bringen... Daher wird das Offensivspiel ähnlich wie unter Terzic aussehen, oder man hat den 2-Mann Sturm, der aber auch schon oft gespielt wurde, vor allem dann wenn man unbedingt ein Tor gebraucht hat. Moukoko kam dann oft oder auch Tigges zusätzlich zu Haaland, oder nicht?

Ein Spiel besteht ja auch nicht aus einem Schema und das funktioniert dann einfach, sondern es gibt einfach so viele unbekannte Variablen, dass man eine Taktik oder einen Spielstil doch nie 100% umsetzen kann. Entscheidend werden eher die Entscheidungen sein, also wer spielt, wann wird wie gewechselt, wie verteidigt man Standards... nicht ob jetzt die Spieler schon 14 Tage mehr oder weniger zusammen trainiert haben.


Also Doppelsturm hat man letzte Saison so 150 Minuten gespielt in etwa. Das kam man gepflegt ignorieren.

Dein letzter Absatz ist in meinen Augen auch komplett falsch. Ein funktionierendes Schema, System, besetzen von Räumen und einstudierte Abläufe und Laufwege sind das absolut wichtigste im Fussball!

Wenn du etwas neues einstudieren willst, dann sind 14 Tage ultra viel!

Nach allem was man so gehört hat von Rose selber und den Spielern hat Rose vor einige Dinge zu ändern. Erstmal unabhängig von anderen und verschiedenen Systemen. Er will aktiver spielen, offensiver pressen, höher stehen und deutlich schneller und vertikaler spielen. Das ist so ziemlich das Gegenteil von Favres Spielweise und auch ein Terzic hat iwann aufgegeben ein konsequentes Pressung zu installieren.

Es geht nicht drum Roses Fussball aus Salzburg oder der kleinen Borussia zu übernehmen, es geht drum Rose BVB Fussball zu entwickeln. Und entwickeln kannst du nur wenn die Mannschaft zusammen ist, du trainieren und spielen kannst. Entwicklung brauch immer Zeit!

Was ich mir sofort wünsche und erwarte ist das die Mannschaft brennt unter Rose. Das hat Erling ja auch so ähnlich gesagt, dass genau das in Salzburg der Fall war. Das war übrigens auch unsere Stärke unter Terzic, denn spielerisch und taktisch gab's da gar nicht so viele Unterschiede. Alle anderen Entwicklungen wie eben Systeme, Spielideen, Spielzüge und die allgemeine Ausrichtung wird einfach Zeit brauchen. Das ist ein Prozess der in Schritten verläuft und vor der Saison kann man da eben auf Grund der Situation wenig Schritte gehen. Deshalb ist es normal das alles nach und nach kommen wird. Das heißt jetzt nicht das noch gar nichts gehen wird zu Beginn, aber die Zeiten wo man sagt geht raus und spielt Fussball und alles läuft sind einfach auch vorbei!

Ich denke, Flick bei den Bayern und Tuchel bei Chelsea haben taktisch ebenfalls viel geändert und quasi direkt, ohne Vorbereitung, Erfolg gehabt.
Es kann auch schnell gehen.

Allerdings glaube ich, dass unser Kader es Rose nicht einfach machen wird, seine Spielphilosophie umzusetzen.
Einige Spieler sind nicht die idealen Spieler für ein intensives, taktisch forderndes Pressing.
Auch haben einige Spieler ein ausgeprägtes Stärken/Schwächen-Profil, worauf Rose die Taktik abstimmen muss.
Ein starkes Pressing zu implementieren, gleichzeitig das spielerische Niveau, trotz Sanchos Abgang, hochzuhalten und jedem Spieler seine taktische Rolle maßzuschneidern, stelle ich mir schwierig vor.
Ohne den Kader beisammen zu haben, kann Rose das nur theoretisch erarbeiten.

Das Pressing ist aber auch gegen Teams, die selber das Spiel machen relevanter, als gegen Bus-Parker. Frankfurt wird vermutlich ein recht "wilder" Auftakt (für mich ein klassisches Spiel, wo beide Teams 2 oder mehr Tore machen). Ist für mich schwierig einzuschätzen, aber zum Glück ein Heimspiel. Da muss ein Sieg auch über individuelle Klasse + Emotionen drin sein. Freiburg danach wird hart. Eingespielter Kader, konstanter Trainer, auswärts...das ist zu Beginn der Saison immer schwierig. Hoffenheim danach ist machbar und Spieltag 4 ist für mich der erste Spieltag, an dem es dann gegen Leverkusen zu einem Spiel kommt, wo man über Pressing viel bewegen kann.

Fein getuntes Pressing ist in der Liga eigentlich nur gegen Bayern, Leipzig und Leverkusen essentiell. Evtl. noch Gladbach und Wolfsburg, je nach deren Ausrichtung. Typischerweise versucht von den restlichen Teams dann evtl. noch ein Team munter-offensiv zu agieren, der Rest stellt eher sehr defensiv gegen uns auf. Das gilt auch für Mannschaften, mit guter Spielanlage. Freiburg kann z.B. auch schön Fußball spielen, hat gegen uns aber oft eher den Abwehrriegel gefahren.

In der CL sehe ich Pressing als wichtiger an. Gegen die Gruppenköpfe und evtl. sogar einen weiteren Gegner können wir die "Außenseiterrolle" annehmen und dann über Pressing+Haaland brutal zuschlagen. Das selbe gilt meist ab der K.O.-Runde. In der BL müssen wir meist eher selber spielerische Mittel finden.

Gegen viele Gegner bringt das Pressing nichts, um Torchancen zu kreieren. Das sehe ich genauso.

Allerdings halte ich das Pressing für die Konterabsicherung für elementar.
Wir müssen gegen diese Mannschaft Konter direkt unterbinden. Denn kontern können die meisten Mannschaften. Das ist quasi deren einziges Angriffskonzept.
Wie oft haben wir das Spiel gemacht und sind in billige Konter gelaufen?

Ich denke, dass Pressing muß auch gegen passive Gegner sitzen. Ansonsten muss Rose einen offensiveren opfern, um hinten eine weitere Absicherung zu bekommen oder er verzichtet darauf, wie Terzic, dass wir hoch stehen und Druck machen.
Marco Rose [Trainer] |#1465
28.07.2021 - 10:35 Uhr
Zitat von Polylemma
Zitat von mba123

Zitat von AwesomeOne_86

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von mba123

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von ForzaBorussia

Zitat von tipper317

Rose ist aktuell nicht zu beneiden, die Vorbereitung ist einfach fürchterlich.
Kaum Spieler, viele Verletzte, Malen Transfer zieht sich wie ein Kaugummi, schlechte Kaderzusammenstellung. Das Training besteht ja überwiegend aus Ersatz- und Jugendspieler, da wird es locker bis in den Oktober hinein gehen bis eine kleine Bewertung überhaupt möglich ist. Es wird eine extrem schwere Saison, da muss man aufpassen nicht gleich mit einem großen Rückstand zu starten.


Würde er den Kader so schlecht finden, hätte er sicher nicht als Trainer hier angeheuert. Er kannte den Kader da nämlich schon.


Mal ganz ehrlich, was sind das hier schon direkt auch für Ausreden, sollte es am Anfang nicht klappen..
Rose ist Trainer und Trainer haben schon ganz andere Situationen gemeistert. Ebenso wird teils die Vorbereitung auch überbewertet. Es gibt doch genug Beispiele, z.B. Haaland, der kam und gefunkt hat. Die Vorbereitung ist sicher wichtig, wenn man wenig bis nichts getan hat in der Sommerpause, für taktische Zwecke sicher auch, aber am Ende ist es Fußball und wenn dann Spieler XY die Vorbereitung nicht mitmachen konnte und dann reingeworfen wird, heißt das nicht, dass es Probleme gibt. Rose hat doch sogar den "fast" perfekten Kader übernommen, einzig der Abgang von Sancho wiegt schwer, ansonsten ist das Team doch nahezu unverändert und kommt gerade aus dem Siegesserien-Flow und dem Pokalsieg-Flow. Was soll da schon schiefgehen?

Bayern und Leipzig haben es z.B. deutlich schwerer, also auch deren Trainer. Bei Bayern und Leipzig musst du die Abwehr komplett neu "einrichten". Die haben doch mindestens genauso viele EM-Fahrer... Und der Druck bei Bayern wird für Nagelsmann immens sein, da alle von ihm erwarten, dass er der neue, bessere Klopp wird und Flick erstmal steigern muss, bzw. das Niveau halten muss.

Leipzigs Trainer muss auch Silva als neue Sturmspitze integrieren, Spieler wie Halstenberg und auch irgendwie Sabitzer wollen eig. weg, sind aber keine Ergänzungsspieler. Also mal die Kirche im Dorf lassen, als hier schon den armen, armen Rose darstellen zu wollen, der es ja so schwer hat. Was soll denn bitte jetzt an der Situation so schwer sein?

Ich meine das Team kennt sich, die 1-2 neuen Spieler wird man schnell integrieren und an der Kondition oder der Taktik hat es meist nicht gelegen, wenn man verloren hat, sondern eher daran wie man sich als Mannschaft präsentiert hat..

Haaland hat es doch heute im Interview gut beschrieben, dass in Salzburg unter Rose jeder für jeden gerannt ist etc.
Das wird erstmal reichen :-D

Hätte Terzic eine Vorbereitung gehabt, wäre die letzte Saison womöglich viel entspannter verlaufen.
Terzic hatte viel ausprobiert und geändert in den ersten Monaten. Dabei sollte er die Mannschaft perfekt gekannt haben. Dennoch ging es nicht nur darum, das Team mental aufzubauen und neue Automatismen einzustudieren. Terzic veränderte ständig die Taktik und das Personal. Letztendlich ließ er ganz anderen Fußball spielen als es zu Beginn geplant war.

Die ersten sechzehn Bundesliga-Spiele unter Terzic mit einem Punkteschnitt von 1,5 sollten eine Wahrnung sein, dass ein Trainer besser eine Zeit mit der Mannschaft arbeiten sollte, um das passende Spielsystem zu entwickeln.

Wobei Rose mehr Erfahrung hat. Einige Fehler würde ich bei Terzic auf Unerfahrenheit zurückzuführen.
Trotzdem will Rose wohl einen neuen, offensiven Stil implementieren, von dem er nicht genau weiß, ob die Spieler das direkt umsetzen können oder ob fehlende Automatismen zum Problem werden könnten oder nur das passende Personal gefunden werden muss oder die Taktik schlicht ungeeignet für die Mannschaft ist.
Mit einer gewissen Anpassungsphase in die Saison hinein, rechne ich jedenfalls.


Die Bedenken, dass ein neuer Stil nicht funktioniert und erst angepasst werden muss, kann ich auch nicht nachvollziehen. Ein guter Trainer hat nicht den einen Stil, sondern passt einfach alles auch an die Spieler an. Denke nicht, dass ManCity unter Guardiola genauso aussieht wie Bayern oder Barca unter ihm.

Hoffe auch nicht dass der BVB wie Gladbach spielt oder wie Salzburg unter Rose.

Es ist doch offensichtlich, dass man z.B. offensiv schwach war, weil man eher einen Spielmacher in Guerreiro hat und einen eher verpeilten Meunier. Die beiden haben keinerlei Impact was Flankenläufe und gute Flanken angeht, daher wird es sowieso eher nicht möglich sein, daran was zu ändern. Ein Hakimi ist da ein anderes Kaliber. Man hat doch gesehen, dass Piszu als RV deutlich mehr Schwung in die Offensive gebracht hat und es dadurch viel schwerer war zu verteidigen. Daher muss man auf Wolf warten und sollte evtl auf links einen anderen LV holen, oder man wird an der offensiven Spielweise nicht viel ändern können. Guerreiro wird weiterhin eher klein, klein in die Mitte ziehen und Abschlüße suchen und nicht auf einmal immer auf Außen durchziehen und den Ball in die Mitte flanken und Meunier wird nicht auf einmal seine Flanken alle an den Mann bringen... Daher wird das Offensivspiel ähnlich wie unter Terzic aussehen, oder man hat den 2-Mann Sturm, der aber auch schon oft gespielt wurde, vor allem dann wenn man unbedingt ein Tor gebraucht hat. Moukoko kam dann oft oder auch Tigges zusätzlich zu Haaland, oder nicht?

Ein Spiel besteht ja auch nicht aus einem Schema und das funktioniert dann einfach, sondern es gibt einfach so viele unbekannte Variablen, dass man eine Taktik oder einen Spielstil doch nie 100% umsetzen kann. Entscheidend werden eher die Entscheidungen sein, also wer spielt, wann wird wie gewechselt, wie verteidigt man Standards... nicht ob jetzt die Spieler schon 14 Tage mehr oder weniger zusammen trainiert haben.


Also Doppelsturm hat man letzte Saison so 150 Minuten gespielt in etwa. Das kam man gepflegt ignorieren.

Dein letzter Absatz ist in meinen Augen auch komplett falsch. Ein funktionierendes Schema, System, besetzen von Räumen und einstudierte Abläufe und Laufwege sind das absolut wichtigste im Fussball!

Wenn du etwas neues einstudieren willst, dann sind 14 Tage ultra viel!

Nach allem was man so gehört hat von Rose selber und den Spielern hat Rose vor einige Dinge zu ändern. Erstmal unabhängig von anderen und verschiedenen Systemen. Er will aktiver spielen, offensiver pressen, höher stehen und deutlich schneller und vertikaler spielen. Das ist so ziemlich das Gegenteil von Favres Spielweise und auch ein Terzic hat iwann aufgegeben ein konsequentes Pressung zu installieren.

Es geht nicht drum Roses Fussball aus Salzburg oder der kleinen Borussia zu übernehmen, es geht drum Rose BVB Fussball zu entwickeln. Und entwickeln kannst du nur wenn die Mannschaft zusammen ist, du trainieren und spielen kannst. Entwicklung brauch immer Zeit!

Was ich mir sofort wünsche und erwarte ist das die Mannschaft brennt unter Rose. Das hat Erling ja auch so ähnlich gesagt, dass genau das in Salzburg der Fall war. Das war übrigens auch unsere Stärke unter Terzic, denn spielerisch und taktisch gab's da gar nicht so viele Unterschiede. Alle anderen Entwicklungen wie eben Systeme, Spielideen, Spielzüge und die allgemeine Ausrichtung wird einfach Zeit brauchen. Das ist ein Prozess der in Schritten verläuft und vor der Saison kann man da eben auf Grund der Situation wenig Schritte gehen. Deshalb ist es normal das alles nach und nach kommen wird. Das heißt jetzt nicht das noch gar nichts gehen wird zu Beginn, aber die Zeiten wo man sagt geht raus und spielt Fussball und alles läuft sind einfach auch vorbei!

Ich denke, Flick bei den Bayern und Tuchel bei Chelsea haben taktisch ebenfalls viel geändert und quasi direkt, ohne Vorbereitung, Erfolg gehabt.
Es kann auch schnell gehen.

Allerdings glaube ich, dass unser Kader es Rose nicht einfach machen wird, seine Spielphilosophie umzusetzen.
Einige Spieler sind nicht die idealen Spieler für ein intensives, taktisch forderndes Pressing.
Auch haben einige Spieler ein ausgeprägtes Stärken/Schwächen-Profil, worauf Rose die Taktik abstimmen muss.
Ein starkes Pressing zu implementieren, gleichzeitig das spielerische Niveau, trotz Sanchos Abgang, hochzuhalten und jedem Spieler seine taktische Rolle maßzuschneidern, stelle ich mir schwierig vor.
Ohne den Kader beisammen zu haben, kann Rose das nur theoretisch erarbeiten.

Das Pressing ist aber auch gegen Teams, die selber das Spiel machen relevanter, als gegen Bus-Parker. Frankfurt wird vermutlich ein recht "wilder" Auftakt (für mich ein klassisches Spiel, wo beide Teams 2 oder mehr Tore machen). Ist für mich schwierig einzuschätzen, aber zum Glück ein Heimspiel. Da muss ein Sieg auch über individuelle Klasse + Emotionen drin sein. Freiburg danach wird hart. Eingespielter Kader, konstanter Trainer, auswärts...das ist zu Beginn der Saison immer schwierig. Hoffenheim danach ist machbar und Spieltag 4 ist für mich der erste Spieltag, an dem es dann gegen Leverkusen zu einem Spiel kommt, wo man über Pressing viel bewegen kann.

Fein getuntes Pressing ist in der Liga eigentlich nur gegen Bayern, Leipzig und Leverkusen essentiell. Evtl. noch Gladbach und Wolfsburg, je nach deren Ausrichtung. Typischerweise versucht von den restlichen Teams dann evtl. noch ein Team munter-offensiv zu agieren, der Rest stellt eher sehr defensiv gegen uns auf. Das gilt auch für Mannschaften, mit guter Spielanlage. Freiburg kann z.B. auch schön Fußball spielen, hat gegen uns aber oft eher den Abwehrriegel gefahren.

In der CL sehe ich Pressing als wichtiger an. Gegen die Gruppenköpfe und evtl. sogar einen weiteren Gegner können wir die "Außenseiterrolle" annehmen und dann über Pressing+Haaland brutal zuschlagen. Das selbe gilt meist ab der K.O.-Runde. In der BL müssen wir meist eher selber spielerische Mittel finden.


Ich glaube du verstehst Pressing etwas falsch. Gerade gegen "Kleine" Gegner ist das wichtig um deren Konterversuche direkt im Keim zu ersticken, sie unter Dauerstress zu setzen und somit Fehler zu erzwingen. Gegen große Gegner kann es zb schlauer sein etwas tiefer zu spielen, weil diese Gegner mitspielen und somit Räume zum Kontern anbieten...

Umso mehr Zeit du in der Gegnerischen Hälfte bist, umso wichtiger ist auch ein gut funktionierendes Pressing.
Marco Rose [Trainer] |#1466
28.07.2021 - 11:32 Uhr
Absolut! Und natürlich bringt dir ein funktionierendes Pressing auch offensive Freiheiten, wenn man nicht bei jedem Ballverlust sofort die Hosen voll haben muss, weil die erste und zweite Verteidigungslinie quasi nicht existiert hatte dass oft auch eine lähmende Wirkung auf die Kreativität und de Mut der Offensivspieler, mit der Folge dass der Risikopass in die Tiefe gescheut wurde, der Angriff wieder abgebrochen wird, und man die Betongegner mental erst stark macht, dass ist dann passiver Fußball mit 90% Ballbesitz.

Wenn man allerdings den Ballverlust zumindest mit einkalkuliert und die Möglichkeit des sofortigen Konters durch konsequentes Pressing unterbindet entwickelt man erst die Dominanz die man beispielsweise bei den Bayern oft sieht. Unter Druck kommt dann eben anstatt eines gefährlichen langen Balles ein Befreiungsschlag in den leeren Raum. Oder der lange Ball wird bereits erfolgreich versperrt so dass der Aufbau auf gefährliche Kurzpässe in der eigenen Hälfte verlagert wird, und in diesen Situationen kann die eigene zahlenmäßige Überzahl, das tiefe stehen der Mannschaft zum Boomerang werden, wenn sich der dominante Gegner festsetzt.

Bestes Beispiel sind regelmäßig die Partien gegen Bayern, wie zuletzt als man versuchte die Führung über die Zeit zu bringen, und nicht mehr aus der eigenen Hälfte kam, weil die Bayern eben nicht nur ballsicher kombinierten, sondern weil sie bei Ballverlust sofort jeden Angriff im Keim erstickten, selbst wenn man da anstatt Tigges einen besseren Konterstürmer gehabt hätte, kam man selbst ja kaum dazu überhaupt einen überlegten Ball in die Tiefe zu spielen geschweige denn sich spielerisch zu befreien.

In der Favre Ära wurde indes der Ballverlust komplett vermieden, und wenn er dann erfolgte war es doch verheerend. Anstatt einige Sekunden high-speed Attacke, mehrere Sekunden und zig Meter nach hinten Rennen, verzögern, bis dann endlich der Ball gewonnen wird (oder auch nicht) während der Gegner mit 7-8 Mann Verschnaufen konnte.

Auch im Spielverlauf bringt einem doch grundsätzliches Pressing mehr. Es ist viel einfacher einen Gegner von Beginn an zu stutzen und am Ende vielleicht noch mal ein Aufbäumen abzuwehren, als 60 Minuten mit Fuß nur halb auf dem Gas anzurennen, sich dann doch einen dummen Rückstand einzufangen, und dann nochmal 30 Minuten Vollgas abzurufen.

Es wird auf alle Fälle interessant sein, ob und wie Rose Teile des Kaders auf einen solchen Fußball bringt, speziell bei Brandt und Witsel aber auch Reyna. Aber auch da muss man sich erinnern, dass der Kloppfußball beim BVB als Pressingparadebeispiel galt, und da neben Spielern wie Bender und Großkreutz eben auch Götze, Kagawa, Sahin, Gündogan etc. spielten.
Marco Rose [Trainer] |#1467
28.07.2021 - 11:47 Uhr
Zitat von tipper317

Zitat von BVBBC

Zitat von tipper317

Zitat von BVBBC

Zitat von Cosmo112

Zitat von mba123

Bezüglich der möglichen Positionen wird Kehl bei bvb.de folgendermaßen zitiert:
"Er kann in verschiedenen Systemen eingesetzt werden, sei es in der Spitze, als alleiniger Stürmer oder als einer von zwei Angreifern, aber auch auf den Außenpositionen. Die BVB Fans können sich auf Donyell freuen.“

Klingt für mich jetzt erstmal nicht so, dass Malen der 1zu1-Ersatz von Sancho werden soll. Das hatten einige ja "befürchtet".


Richtig. Die Aussage lässt hoffen, dass es einen vernünftigeren Plan mit Malen gibt als ihn einfach auf die Position von Sancho zu stellen. Wir werden sehen.


Wobei die Aussage es auch nicht ausschließt, da das berühmte "kann das auch" ja im Grunde dennoch enthalten ist. Wie oft das zuletzt nicht ohne spürbaren Qualitätsverlust gestimmt hat und auch in diesem Fall nicht zu erwarten ist, dass es stimmt, ist ja bekannt. Malen kann sehr wohl in einer Situation landen, in der er Sancho 1zu1 ersetzen muss. Dass er als Einzelspitze, statt Haland, spielt, ist jedenfalls nicht zu erwarten und somit bliebe nur bei einer Doppelspitze die Option, dass Malen Sancho nicht 1zu1 ersetzen muss und Malen nah am Optimum eingesetzt wird. Wobei das mit "muss Sancho dann nicht mehr 1zu1 ersetzen, so auch nur halb stimmt, da es immer noch darauf ankommt, dass das dann im Verbund geschieht, mit Optionen, die man schon hatte, als Sancho da war. Dass das System Sancho ersetzt und nicht das Personal, glaubt hoffentlich niemand. Ein System ist lediglich dazu da, die eigenen Spieler in eine möglichst komfortable und die gegnerischen Spieler in eine unkomfortable Situation zu bringen. Es kann aber nicht zaubern und individuelle Fähigkeiten ersetzen. Schon gar nicht in dem Maß, wie sie verloren gegangen sind.


Irgendwie macht es wenig Sinn was du schreibst. Einen Sancho wird keiner 1 zu 1 ersetzen können, also muss man über ein Systemwechsel versuchen zu kompensieren. Also kann man durch eine besseres System sich unabhängiger von Einzelspieler machen und somit am Ende doch Sancho damit ersetzen. Anders wird es auch nicht funktionieren.


Für mich klingt das viel zu einfach gedacht. Ein "besseres System" hätte man sonst schon mit Sancho spielen können. Man hätte auch mit Sancho unabhängiger von Einzelspielern sein können. Außer alle vorherigen Trainer sind doof und sind nicht fähig so ein System zu finden. Ich wüsste jedenfalls nicht, welche Vorzüge Malen in dem Maße mitbringt, dass mit ihm allein ein "besseres System" etablierbar sei. Wenn man auf weiteren Positionen hilft, um verlorene Fähigkeiten von Sancho zu ersetzen, dann geschieht das mit dem aktuellen Personal nicht ohne neue Probleme, die nun mal bisher schon nicht von Sancho ausgingen. Brandt oder Reyna für Can oder Delaney zu bringen, hilft bspw. Sanchos Kreativität in Kombination mit Malen zu ersetzen, aber defensiv geht man damit Risiko und verstärkt bereits bestehende Probleme, die unabhängig von Sancho waren, nochmals.


Hat doch nichts mit "doof" zu tun, ein Favre war lange zu stur um von seiner Philosophie abzurücken und ich würde schon behaupten das ein Reus unter Tersic wieder stärker geworden ist. Mach halt aus dem "besserem " zur Mannschaft "passenderem" System. Und nochmal, ein Sancho werden wir nicht 1 zu 1 ersetzen, also kann es nur über Umstellungen gehen. Genau hier liegt für mich auch die Chance das andere Spieler ihre Stärken besser zur Geltung bringen. Alleine schon etwas unberechenbarer zu werden, könnte uns einen Vorteil verschlafen.

Mir machen eher die AV´s bei uns sorgen, hier hat man sich zur Vorsaison eher verschlechtert.


Wo hat Sancho denn ein passenderes System verhindert? Es hat sich doch sonst erst mal nichts am Feldspieler-Personal geändert, außer Malen für Sancho. Was für ein passenderes System ermöglicht Malen denn nun, das Sancho verhinderte? Ist dann bspw. die LIV-LV-Problematik weg? Kann Rose so pressen, wie Terzic es wollte, der aber einsehen musste, dass es mit dem Kader nicht möglich ist, sodass er sogar noch tiefer verteidigen musste als Favre, von dem man abrücken wollte? Inwiefern hat Malen hier einen anderen Hebel drauf als Sancho? Verbessert er das Pressing dermaßen entscheidend?

Ich glaube hier hangeln sich immer noch zu viele an der Hoffnung, dass viele Spieler unter ihren Möglichkeiten blieben, obwohl genau das in meinen Augen nicht der Fall war, weil die Bedürfnisse aller Spieler kaum ausbalancierbar sind. Für mich ändert Malen daran leider nichts. Ich wüsste nicht, welchen Hebel Malen darauf hat, dass sich die AV auf einmal massiv steigern - ob offensiv oder defensiv, je nachdem, welche Seite man betrachtet. Ich würde bspw. bei Guerreiro fürchten, dass Malen ihn noch stärker in die Offensivarbeit zwingt, um Sanchos kreative Impulse zu ersetzen, weil Brandt/Reyna für Can/Delaney noch nicht reicht. Entsprechend würde ich fürchten, dass der Problematik mit Hummels und der nötigen Absicherung durch den LV oder zumindest DM gar nicht mehr beizukommen ist, will man die Offensive auf einem Level halten, das man mit Sancho hatte.

Falls mit einem System gemeint ist, dass Spielzüge individuelle Qualität ersetzen, dann muss man meines Erachtens auf einigen Positionen ein höheres Niveau fahren, da es dafür dann eben keine Schwachstellen geben darf, an denen diese Spielzüge scheitern. Wobei auch dann immer noch die Gefahr besteht, dass ein Gegner diese Spielzüge erkennt und dann auch abstellen kann. Individuelle Qualität fordert demgegenüber mehr Opfer vom Gegner, um effektiv dagegen vorzugehen. Zumal das dann eben auch heißt, dass man oben geschilderte Problematik wahrscheinlicher macht. Da wird Rose nicht zaubern können in meinen Augen, weil kaum Schwächen zu verstecken sind, ohne neue Schwächen aufzudecken.

Der Saisonendspurt hat dahingehend meines Erachtens auch gar nix bewiesen, dass es ein funktionales System gibt. Man hat nicht den Fussball gespielt, den man von Terzic erwartete und auch nicht den Fussball, für den Rose steht. Es war eine Anpassung, hin zu einem temporär stabilen System. Temporär deswegen, da jeder Gegner, der sich zu einem Nichtangriffspakt entscheidet, den BVB früher oder später ja doch lockt und von ihm Dinge erwartet, an denen er letztendlich gescheitert ist. Dann kann der BVB nicht mehr zurückgezogen verteidigen, muss im Ballbesitz mehr Risiken eingehen oder man spielt eben Unentschieden, was auf Dauer beides ungesund ist. Für mich hatte der Terzic Fussball vom Saisonende nichts, was man über eine komplette Saison vielversprechend durchziehen kann. Underdogfussball als Topdog ist für mich dafür schlicht zu widersprüchlich und warum Rose nun Topdogfussball bieten soll, den mehrere Trainer vor ihm nicht hinbekamen, wüsste ich im Moment noch nicht. Dafür musste jeder Trainer zu viele Probleme mit Problemen bekämpfen.

Generell wird mir dabei auch unterschätzt, dass Rose in Gladbach einen auf ihn ausgerichteten Kader hatte, aber verschiedenste Dinge nicht funktioniert haben, wie er sie sich vorstellte. Roses Raute war trotz entsprechender Wunschspielerzugänge für die Liga bspw. nicht gut genug in Gladbach, sodass er anpassen musste, obwohl er das Spielermaterial an sich hatte. Spätestens in der zweiten Saison. Ein passender Kader garantiert dir eben noch lange nicht, dass ein Trainer dadurch indidivuelle Probleme oder Probleme in der Zusammenstellung, die ja trotz entsprechender Präferenzen qualitativ bestehen können, überspielen kann. Er garantiert ja noch nicht mal, dass ein Trainer seine Vorstellungen, die bei Rose angesichts seiner pragmatischen Vorgehensweise eh noch vage sind, durchsetzen kann. Dafür sind am Ende die individuellen Möglichkeiten entscheidend und was man davon gegen einen typischen Gegner ausspielen kann.

Zitat von Williwuerzig

Rose präferiert einen gänzlich anderen Fussball als Favre, Probleme die bei Favre durch eine falsche Kaderzusammenstellung aufgetreten sind, könnten bei Rose, wenn alle Rädchen in einander greifen, nicht auftreten.



Wenn alle Rädchen ineinander greifen, treten logischerweise nicht dieselben Probleme auf. Nur sorgt ein Trainer ohne passende Transferpolitik nicht dafür, dass alle Rädchen ineinandergreifen, wenn sie es bislang nicht taten und ein Kader wird nicht durch einen anderen Trainer automatisch passend für diesen Trainer. Zumal wir sehr viele trainerunabhängige Probleme im Kader haben. Dass die AV gar nicht bzw. nicht zum IV passen, das wird auch der beste Trainer nicht ändern können, ohne Alternativen, die es bislang nicht gab. Im Mittelfeld hat man zudem sehr extreme Spielertypen, die große Stärken aber auch große Schwächen mitbringen. Damit ist grundsätzlich nur schwer eine Balance zu finden, insbesondere wenn rotiert werden muss, aber wenn damit dann auch noch vorne Fähigkeiten verloren gehen, die letztendlich doch auf den Platz kommen sollten, dann nimmt die Komplexität weiter zu, um den Kader auszubalancieren. Sancho hat für mich jedenfalls keine Probleme in der Balance verursacht, als dass man auf ihn taktisch mehr abstellen musste als man nun auf Malen abstellen muss - Guerreiro als Unterstützer war meines Erachtens schon die einzige größere Anpassung, die man an Sancho machte. Favre hat beim BVB meines Erachtens genau ein Halbjahr sein System durchziehen können und musste danach pragmatisch sein, was ihm heute als "stur" ausgelegt wird, weil er das nicht so gut konnte, wie sein System ...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 28.07.2021 um 11:50 Uhr bearbeitet
Marco Rose [Trainer] |#1468
28.07.2021 - 12:10 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von tipper317

Zitat von BVBBC

Zitat von tipper317

Zitat von BVBBC

Zitat von Cosmo112

Zitat von mba123

Bezüglich der möglichen Positionen wird Kehl bei bvb.de folgendermaßen zitiert:
"Er kann in verschiedenen Systemen eingesetzt werden, sei es in der Spitze, als alleiniger Stürmer oder als einer von zwei Angreifern, aber auch auf den Außenpositionen. Die BVB Fans können sich auf Donyell freuen.“

Klingt für mich jetzt erstmal nicht so, dass Malen der 1zu1-Ersatz von Sancho werden soll. Das hatten einige ja "befürchtet".


Richtig. Die Aussage lässt hoffen, dass es einen vernünftigeren Plan mit Malen gibt als ihn einfach auf die Position von Sancho zu stellen. Wir werden sehen.


Wobei die Aussage es auch nicht ausschließt, da das berühmte "kann das auch" ja im Grunde dennoch enthalten ist. Wie oft das zuletzt nicht ohne spürbaren Qualitätsverlust gestimmt hat und auch in diesem Fall nicht zu erwarten ist, dass es stimmt, ist ja bekannt. Malen kann sehr wohl in einer Situation landen, in der er Sancho 1zu1 ersetzen muss. Dass er als Einzelspitze, statt Haland, spielt, ist jedenfalls nicht zu erwarten und somit bliebe nur bei einer Doppelspitze die Option, dass Malen Sancho nicht 1zu1 ersetzen muss und Malen nah am Optimum eingesetzt wird. Wobei das mit "muss Sancho dann nicht mehr 1zu1 ersetzen, so auch nur halb stimmt, da es immer noch darauf ankommt, dass das dann im Verbund geschieht, mit Optionen, die man schon hatte, als Sancho da war. Dass das System Sancho ersetzt und nicht das Personal, glaubt hoffentlich niemand. Ein System ist lediglich dazu da, die eigenen Spieler in eine möglichst komfortable und die gegnerischen Spieler in eine unkomfortable Situation zu bringen. Es kann aber nicht zaubern und individuelle Fähigkeiten ersetzen. Schon gar nicht in dem Maß, wie sie verloren gegangen sind.


Irgendwie macht es wenig Sinn was du schreibst. Einen Sancho wird keiner 1 zu 1 ersetzen können, also muss man über ein Systemwechsel versuchen zu kompensieren. Also kann man durch eine besseres System sich unabhängiger von Einzelspieler machen und somit am Ende doch Sancho damit ersetzen. Anders wird es auch nicht funktionieren.


Für mich klingt das viel zu einfach gedacht. Ein "besseres System" hätte man sonst schon mit Sancho spielen können. Man hätte auch mit Sancho unabhängiger von Einzelspielern sein können. Außer alle vorherigen Trainer sind doof und sind nicht fähig so ein System zu finden. Ich wüsste jedenfalls nicht, welche Vorzüge Malen in dem Maße mitbringt, dass mit ihm allein ein "besseres System" etablierbar sei. Wenn man auf weiteren Positionen hilft, um verlorene Fähigkeiten von Sancho zu ersetzen, dann geschieht das mit dem aktuellen Personal nicht ohne neue Probleme, die nun mal bisher schon nicht von Sancho ausgingen. Brandt oder Reyna für Can oder Delaney zu bringen, hilft bspw. Sanchos Kreativität in Kombination mit Malen zu ersetzen, aber defensiv geht man damit Risiko und verstärkt bereits bestehende Probleme, die unabhängig von Sancho waren, nochmals.


Hat doch nichts mit "doof" zu tun, ein Favre war lange zu stur um von seiner Philosophie abzurücken und ich würde schon behaupten das ein Reus unter Tersic wieder stärker geworden ist. Mach halt aus dem "besserem " zur Mannschaft "passenderem" System. Und nochmal, ein Sancho werden wir nicht 1 zu 1 ersetzen, also kann es nur über Umstellungen gehen. Genau hier liegt für mich auch die Chance das andere Spieler ihre Stärken besser zur Geltung bringen. Alleine schon etwas unberechenbarer zu werden, könnte uns einen Vorteil verschlafen.

Mir machen eher die AV´s bei uns sorgen, hier hat man sich zur Vorsaison eher verschlechtert.


Wo hat Sancho denn ein passenderes System verhindert? Es hat sich doch sonst erst mal nichts am Feldspieler-Personal geändert, außer Malen für Sancho. Was für ein passenderes System ermöglicht Malen denn nun, das Sancho verhinderte? Ist dann bspw. die LIV-LV-Problematik weg? Kann Rose so pressen, wie Terzic es wollte, der aber einsehen musste, dass es mit dem Kader nicht möglich ist, sodass er sogar noch tiefer verteidigen musste als Favre, von dem man abrücken wollte? Inwiefern hat Malen hier einen anderen Hebel drauf als Sancho? Verbessert er das Pressing dermaßen entscheidend?

Ich glaube hier hangeln sich immer noch zu viele an der Hoffnung, dass viele Spieler unter ihren Möglichkeiten blieben, obwohl genau das in meinen Augen nicht der Fall war, weil die Bedürfnisse aller Spieler kaum ausbalancierbar sind. Für mich ändert Malen daran leider nichts. Ich wüsste nicht, welchen Hebel Malen darauf hat, dass sich die AV auf einmal massiv steigern - ob offensiv oder defensiv, je nachdem, welche Seite man betrachtet. Ich würde bspw. bei Guerreiro fürchten, dass Malen ihn noch stärker in die Offensivarbeit zwingt, um Sanchos kreative Impulse zu ersetzen, weil Brandt/Reyna für Can/Delaney noch nicht reicht. Entsprechend würde ich fürchten, dass der Problematik mit Hummels und der nötigen Absicherung durch den LV oder zumindest DM gar nicht mehr beizukommen ist, will man die Offensive auf einem Level halten, das man mit Sancho hatte.

Falls mit einem System gemeint ist, dass Spielzüge individuelle Qualität ersetzen, dann muss man meines Erachtens auf einigen Positionen ein höheres Niveau fahren, da es dafür dann eben keine Schwachstellen geben darf, an denen diese Spielzüge scheitern. Wobei auch dann immer noch die Gefahr besteht, dass ein Gegner diese Spielzüge erkennt und dann auch abstellen kann. Individuelle Qualität fordert demgegenüber mehr Opfer vom Gegner, um effektiv dagegen vorzugehen. Zumal das dann eben auch heißt, dass man oben geschilderte Problematik wahrscheinlicher macht. Da wird Rose nicht zaubern können in meinen Augen, weil kaum Schwächen zu verstecken sind, ohne neue Schwächen aufzudecken.

Der Saisonendspurt hat dahingehend meines Erachtens auch gar nix bewiesen, dass es ein funktionales System gibt. Man hat nicht den Fussball gespielt, den man von Terzic erwartete und auch nicht den Fussball, für den Rose steht. Es war eine Anpassung, hin zu einem temporär stabilen System. Temporär deswegen, da jeder Gegner, der sich zu einem Nichtangriffspakt entscheidet, den BVB früher oder später ja doch lockt und von ihm Dinge erwartet, an denen er letztendlich gescheitert ist. Dann kann der BVB nicht mehr zurückgezogen verteidigen, muss im Ballbesitz mehr Risiken eingehen oder man spielt eben Unentschieden, was auf Dauer beides ungesund ist. Für mich hatte der Terzic Fussball vom Saisonende nichts, was man über eine komplette Saison vielversprechend durchziehen kann. Underdogfussball als Topdog ist für mich dafür schlicht zu widersprüchlich und warum Rose nun Topdogfussball bieten soll, den mehrere Trainer vor ihm nicht hinbekamen, wüsste ich im Moment noch nicht. Dafür musste jeder Trainer zu viele Probleme mit Problemen bekämpfen.

Generell wird mir dabei auch unterschätzt, dass Rose in Gladbach einen auf ihn ausgerichteten Kader hatte, aber verschiedenste Dinge nicht funktioniert haben, wie er sie sich vorstellte. Roses Raute war trotz entsprechender Wunschspielerzugänge für die Liga bspw. nicht gut genug in Gladbach, sodass er anpassen musste, obwohl er das Spielermaterial an sich hatte. Spätestens in der zweiten Saison. Ein passender Kader garantiert dir eben noch lange nicht, dass ein Trainer dadurch indidivuelle Probleme oder Probleme in der Zusammenstellung, die ja trotz entsprechender Präferenzen qualitativ bestehen können, überspielen kann. Er garantiert ja noch nicht mal, dass ein Trainer seine Vorstellungen, die bei Rose angesichts seiner pragmatischen Vorgehensweise eh noch vage sind, durchsetzen kann. Dafür sind am Ende die individuellen Möglichkeiten entscheidend und was man davon gegen einen typischen Gegner ausspielen kann.

Zitat von Williwuerzig

Rose präferiert einen gänzlich anderen Fussball als Favre, Probleme die bei Favre durch eine falsche Kaderzusammenstellung aufgetreten sind, könnten bei Rose, wenn alle Rädchen in einander greifen, nicht auftreten.



Wenn alle Rädchen ineinander greifen, treten logischerweise nicht dieselben Probleme auf. Nur sorgt ein Trainer ohne passende Transferpolitik nicht dafür, dass alle Rädchen ineinandergreifen, wenn sie es bislang nicht taten und ein Kader wird nicht durch einen anderen Trainer automatisch passend für diesen Trainer. Zumal wir sehr viele trainerunabhängige Probleme im Kader haben. Dass die AV gar nicht bzw. nicht zum IV passen, das wird auch der beste Trainer nicht ändern können, ohne Alternativen, die es bislang nicht gab. Im Mittelfeld hat man zudem sehr extreme Spielertypen, die große Stärken aber auch große Schwächen mitbringen. Damit ist grundsätzlich nur schwer eine Balance zu finden, insbesondere wenn rotiert werden muss, aber wenn damit dann auch noch vorne Fähigkeiten verloren gehen, die letztendlich doch auf den Platz kommen sollten, dann nimmt die Komplexität weiter zu, um den Kader auszubalancieren. Sancho hat für mich jedenfalls keine Probleme in der Balance verursacht, als dass man auf ihn taktisch mehr abstellen musste als man nun auf Malen abstellen muss - Guerreiro als Unterstützer war meines Erachtens schon die einzige größere Anpassung, die man an Sancho machte. Favre hat beim BVB meines Erachtens genau ein Halbjahr sein System durchziehen können und musste danach pragmatisch sein, was ihm heute als "stur" ausgelegt wird, weil er das nicht so gut konnte, wie sein System ...



Ist mir tatsächlich zu viel Text, um jetzt im Detail auf jeden Punkt eingehen zu wollen. Grundsätzlich sehe ich deine Ansichten als zu schwarzmalerisch und tatsächlich auch als stark "verkopft" an. Solche Meinungen gab es auch nach dem Klopp Rücktritt, wo der halbe Kader weggeschrieben wurde, und dann übernahm Tuchel und hat nahezu mit dem identischen Kader auf einmal eine Bombensaison gespielt. Ich würde empfehlen, mal ruhig durchzuatmen und abzuwarten, wie sich die Mannschaft entwickelt.

Alleine die Aussage, dass einzelne Spieler sich nicht steigern können, halte ich ja tatsächlich für totalen Blödsinn, sorry. Jeder Sportler hat die Möglichkeit, sich zu steigern und gerade im Fussball geht es oftmals ruckzuck, dass Spieler, die vorher totale Grütze gespielt haben, auf einmal performen. Vertrauen durch den Trainer, die Teamleistung, Stabilität, ein "Wir-Gefühl", mentale Verfassung...es gibt so viele Punkte die bei der individuellen Leistung reinspielen. Ein Meunier beispielsweise hat aus meiner Sicht absolut das Potenzial, ein solider RV zu werden, der vielleicht keine Bäume ausreißt, aber routiniert seinen Stiefel runter spielt, so wie man das von ihm erwarten kann mit seiner Erfahrung. Ein Brandt hat schon bewiesen, dass er in der Bundesliga ein Top- Spieler sein kann, wieso soll bei ihm also keine Steigerung möglich sein? Ein Dahoud hat doch gerade erst bewiesen, wie es geht.

Dass sind jetzt nur ein paar Punkte. Grundsätzlich gilt, Saisonziel muss Platz 2 in der Liga sein, und dass ist mit diesem Kader absolut möglich. Für Platz 1 müsste schon sehr viel passen und bei Bayern einiges schief gehen, davon ist eher weniger auszugehen.

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Alemannia Aachen & Borussia Dortmund - Schwarz-Gelb regiert die Welt!
Marco Rose [Trainer] |#1469
28.07.2021 - 12:46 Uhr
Zitat von Williwuerzig


Alleine die Aussage, dass einzelne Spieler sich nicht steigern können, halte ich ja tatsächlich für totalen Blödsinn, sorry.


Blödsinn ist, dass du das für dich mitnimmst, obwohl das so nicht die Aussage war, sondern an Bedingungen geknüpft war, die es nicht zu einer allgemeingültigen Aussage machen. Es gibt Gründe, warum die Spieler spielen, wie sie spielen und an diesen Gründen hat sich für mich mit dem Trainerwechsel nichts geändert. Die Möglichkeiten, die ihnen der BVB daher eröffnet, sind für mich daher nahezu dieselben. Das bedeutet nicht, dass sich Spieler individuell nicht steigern können, sondern es in diesem Konstrukt meines Erachtens nicht können. Bei Brandt gebe ich dir durchaus recht, dass es da Chancen gibt, dass Rose da einen etwas anderen Kontext liefern, kann, indem er bspw. die Rolle mit Reus tauscht. Damit allein sähe ich aber Sancho noch nicht ersetzt und davon abgesehen glaube ich eben nicht, dass so viele Spieler unter ihren Möglichkeiten blieben, wie sie der BVB für sie eröffnet. Vor allem Meuniers Upside wird mir massiv überschätzt.
Marco Rose [Trainer] |#1470
28.07.2021 - 13:05 Uhr
Zitat von BVBBC

Zitat von Williwuerzig

Alleine die Aussage, dass einzelne Spieler sich nicht steigern können, halte ich ja tatsächlich für totalen Blödsinn, sorry.


Blödsinn ist, dass du das für dich mitnimmst, obwohl das so nicht die Aussage war, sondern an Bedingungen geknüpft war, die es nicht zu einer allgemeingültigen Aussage machen. Es gibt Gründe, warum die Spieler spielen, wie sie spielen und an diesen Gründen hat sich für mich mit dem Trainerwechsel nichts geändert. Die Möglichkeiten, die ihnen der BVB daher eröffnet, sind für mich daher nahezu dieselben. Das bedeutet nicht, dass sich Spieler individuell nicht steigern können, sondern es in diesem Konstrukt meines Erachtens nicht können. Bei Brandt gebe ich dir durchaus recht, dass es da Chancen gibt, dass Rose da einen etwas anderen Kontext liefern, kann, indem er bspw. die Rolle mit Reus tauscht. Damit allein sähe ich aber Sancho noch nicht ersetzt und davon abgesehen glaube ich eben nicht, dass so viele Spieler unter ihren Möglichkeiten blieben, wie sie der BVB für sie eröffnet. Vor allem Meuniers Upside wird mir massiv überschätzt.



Ok, wieso hat sich Dahoud denn auf einmal so massiv gesteigert in den letzten 1,5 Jahren?

Wieso hat ein Reus in der Rückrunde wieder performt?

Wie erklärst du dir die enorme Steigerung von Akanji?

Wieso hat Witsel nach dem ersten starken halben Jahr individuell abgebaut?

Die Liste könnte ich ewig fortführen. Individuelle Steigerungen oder auch Leistungseinbuße sind bei jedem Spieler möglich. Vieles hängt vom Gesamtkonstrukt zusammen - und vom Trainer. Wie hat es Tuchel denn geschafft, aus der Lampard- Elf bei Chelsea innerhalb weniger Wochen eine Spitzenmannschaft zu formen?

Ich bleibe dabei, dass ich deine Ansichten vom Fussball sehr verkopft finde und sie sich nicht mit meinen persönlichen Erfahrungen im aktiven Fussballerleben decken.

P.S.: und mit Gesamtkonstrukt meine ich vor allem die Team- Performance und die mannschaftliche Geschlossenheit. Diese hat die Truppe in der Rückrunde unter Terzic, verbunden mit einem anderen Ansatz des Fussballs, wieder für sich entdeckt. Und darauf aufbauen sind aus meiner Sicht auch wieder individuelle Leistungssteigerungen, beispielsweise von Meunier möglich.

•     •     •

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Williwuerzig am 28.07.2021 um 13:09 Uhr bearbeitet
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