| Geburtsdatum | 11.09.1976 |
|---|---|
| Alter | 49 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | AFC Bournemouth |
Marco Rose [Trainer]
15.02.2021 - 16:59 Uhr
29.07.2021 - 10:03 Uhr
Zitat von AwesomeOne_86
Ich glaube du verstehst Pressing etwas falsch. Gerade gegen "Kleine" Gegner ist das wichtig um deren Konterversuche direkt im Keim zu ersticken, sie unter Dauerstress zu setzen und somit Fehler zu erzwingen. Gegen große Gegner kann es zb schlauer sein etwas tiefer zu spielen, weil diese Gegner mitspielen und somit Räume zum Kontern anbieten...
Umso mehr Zeit du in der Gegnerischen Hälfte bist, umso wichtiger ist auch ein gut funktionierendes Pressing.
Zitat von Polylemma
Das Pressing ist aber auch gegen Teams, die selber das Spiel machen relevanter, als gegen Bus-Parker. Frankfurt wird vermutlich ein recht "wilder" Auftakt (für mich ein klassisches Spiel, wo beide Teams 2 oder mehr Tore machen). Ist für mich schwierig einzuschätzen, aber zum Glück ein Heimspiel. Da muss ein Sieg auch über individuelle Klasse + Emotionen drin sein. Freiburg danach wird hart. Eingespielter Kader, konstanter Trainer, auswärts...das ist zu Beginn der Saison immer schwierig. Hoffenheim danach ist machbar und Spieltag 4 ist für mich der erste Spieltag, an dem es dann gegen Leverkusen zu einem Spiel kommt, wo man über Pressing viel bewegen kann.
Fein getuntes Pressing ist in der Liga eigentlich nur gegen Bayern, Leipzig und Leverkusen essentiell. Evtl. noch Gladbach und Wolfsburg, je nach deren Ausrichtung. Typischerweise versucht von den restlichen Teams dann evtl. noch ein Team munter-offensiv zu agieren, der Rest stellt eher sehr defensiv gegen uns auf. Das gilt auch für Mannschaften, mit guter Spielanlage. Freiburg kann z.B. auch schön Fußball spielen, hat gegen uns aber oft eher den Abwehrriegel gefahren.
In der CL sehe ich Pressing als wichtiger an. Gegen die Gruppenköpfe und evtl. sogar einen weiteren Gegner können wir die "Außenseiterrolle" annehmen und dann über Pressing+Haaland brutal zuschlagen. Das selbe gilt meist ab der K.O.-Runde. In der BL müssen wir meist eher selber spielerische Mittel finden.
Zitat von mba123
Ich denke, Flick bei den Bayern und Tuchel bei Chelsea haben taktisch ebenfalls viel geändert und quasi direkt, ohne Vorbereitung, Erfolg gehabt.
Es kann auch schnell gehen.
Allerdings glaube ich, dass unser Kader es Rose nicht einfach machen wird, seine Spielphilosophie umzusetzen.
Einige Spieler sind nicht die idealen Spieler für ein intensives, taktisch forderndes Pressing.
Auch haben einige Spieler ein ausgeprägtes Stärken/Schwächen-Profil, worauf Rose die Taktik abstimmen muss.
Ein starkes Pressing zu implementieren, gleichzeitig das spielerische Niveau, trotz Sanchos Abgang, hochzuhalten und jedem Spieler seine taktische Rolle maßzuschneidern, stelle ich mir schwierig vor.
Ohne den Kader beisammen zu haben, kann Rose das nur theoretisch erarbeiten.
Zitat von AwesomeOne_86
Also Doppelsturm hat man letzte Saison so 150 Minuten gespielt in etwa. Das kam man gepflegt ignorieren.
Dein letzter Absatz ist in meinen Augen auch komplett falsch. Ein funktionierendes Schema, System, besetzen von Räumen und einstudierte Abläufe und Laufwege sind das absolut wichtigste im Fussball!
Wenn du etwas neues einstudieren willst, dann sind 14 Tage ultra viel!
Nach allem was man so gehört hat von Rose selber und den Spielern hat Rose vor einige Dinge zu ändern. Erstmal unabhängig von anderen und verschiedenen Systemen. Er will aktiver spielen, offensiver pressen, höher stehen und deutlich schneller und vertikaler spielen. Das ist so ziemlich das Gegenteil von Favres Spielweise und auch ein Terzic hat iwann aufgegeben ein konsequentes Pressung zu installieren.
Es geht nicht drum Roses Fussball aus Salzburg oder der kleinen Borussia zu übernehmen, es geht drum Rose BVB Fussball zu entwickeln. Und entwickeln kannst du nur wenn die Mannschaft zusammen ist, du trainieren und spielen kannst. Entwicklung brauch immer Zeit!
Was ich mir sofort wünsche und erwarte ist das die Mannschaft brennt unter Rose. Das hat Erling ja auch so ähnlich gesagt, dass genau das in Salzburg der Fall war. Das war übrigens auch unsere Stärke unter Terzic, denn spielerisch und taktisch gab's da gar nicht so viele Unterschiede. Alle anderen Entwicklungen wie eben Systeme, Spielideen, Spielzüge und die allgemeine Ausrichtung wird einfach Zeit brauchen. Das ist ein Prozess der in Schritten verläuft und vor der Saison kann man da eben auf Grund der Situation wenig Schritte gehen. Deshalb ist es normal das alles nach und nach kommen wird. Das heißt jetzt nicht das noch gar nichts gehen wird zu Beginn, aber die Zeiten wo man sagt geht raus und spielt Fussball und alles läuft sind einfach auch vorbei!
Zitat von GonzoFronzo
Die Bedenken, dass ein neuer Stil nicht funktioniert und erst angepasst werden muss, kann ich auch nicht nachvollziehen. Ein guter Trainer hat nicht den einen Stil, sondern passt einfach alles auch an die Spieler an. Denke nicht, dass ManCity unter Guardiola genauso aussieht wie Bayern oder Barca unter ihm.
Hoffe auch nicht dass der BVB wie Gladbach spielt oder wie Salzburg unter Rose.
Es ist doch offensichtlich, dass man z.B. offensiv schwach war, weil man eher einen Spielmacher in Guerreiro hat und einen eher verpeilten Meunier. Die beiden haben keinerlei Impact was Flankenläufe und gute Flanken angeht, daher wird es sowieso eher nicht möglich sein, daran was zu ändern. Ein Hakimi ist da ein anderes Kaliber. Man hat doch gesehen, dass Piszu als RV deutlich mehr Schwung in die Offensive gebracht hat und es dadurch viel schwerer war zu verteidigen. Daher muss man auf Wolf warten und sollte evtl auf links einen anderen LV holen, oder man wird an der offensiven Spielweise nicht viel ändern können. Guerreiro wird weiterhin eher klein, klein in die Mitte ziehen und Abschlüße suchen und nicht auf einmal immer auf Außen durchziehen und den Ball in die Mitte flanken und Meunier wird nicht auf einmal seine Flanken alle an den Mann bringen... Daher wird das Offensivspiel ähnlich wie unter Terzic aussehen, oder man hat den 2-Mann Sturm, der aber auch schon oft gespielt wurde, vor allem dann wenn man unbedingt ein Tor gebraucht hat. Moukoko kam dann oft oder auch Tigges zusätzlich zu Haaland, oder nicht?
Ein Spiel besteht ja auch nicht aus einem Schema und das funktioniert dann einfach, sondern es gibt einfach so viele unbekannte Variablen, dass man eine Taktik oder einen Spielstil doch nie 100% umsetzen kann. Entscheidend werden eher die Entscheidungen sein, also wer spielt, wann wird wie gewechselt, wie verteidigt man Standards... nicht ob jetzt die Spieler schon 14 Tage mehr oder weniger zusammen trainiert haben.
Zitat von mba123
Hätte Terzic eine Vorbereitung gehabt, wäre die letzte Saison womöglich viel entspannter verlaufen.
Terzic hatte viel ausprobiert und geändert in den ersten Monaten. Dabei sollte er die Mannschaft perfekt gekannt haben. Dennoch ging es nicht nur darum, das Team mental aufzubauen und neue Automatismen einzustudieren. Terzic veränderte ständig die Taktik und das Personal. Letztendlich ließ er ganz anderen Fußball spielen als es zu Beginn geplant war.
Die ersten sechzehn Bundesliga-Spiele unter Terzic mit einem Punkteschnitt von 1,5 sollten eine Wahrnung sein, dass ein Trainer besser eine Zeit mit der Mannschaft arbeiten sollte, um das passende Spielsystem zu entwickeln.
Wobei Rose mehr Erfahrung hat. Einige Fehler würde ich bei Terzic auf Unerfahrenheit zurückzuführen.
Trotzdem will Rose wohl einen neuen, offensiven Stil implementieren, von dem er nicht genau weiß, ob die Spieler das direkt umsetzen können oder ob fehlende Automatismen zum Problem werden könnten oder nur das passende Personal gefunden werden muss oder die Taktik schlicht ungeeignet für die Mannschaft ist.
Mit einer gewissen Anpassungsphase in die Saison hinein, rechne ich jedenfalls.
Zitat von GonzoFronzo
Mal ganz ehrlich, was sind das hier schon direkt auch für Ausreden, sollte es am Anfang nicht klappen..
Rose ist Trainer und Trainer haben schon ganz andere Situationen gemeistert. Ebenso wird teils die Vorbereitung auch überbewertet. Es gibt doch genug Beispiele, z.B. Haaland, der kam und gefunkt hat. Die Vorbereitung ist sicher wichtig, wenn man wenig bis nichts getan hat in der Sommerpause, für taktische Zwecke sicher auch, aber am Ende ist es Fußball und wenn dann Spieler XY die Vorbereitung nicht mitmachen konnte und dann reingeworfen wird, heißt das nicht, dass es Probleme gibt. Rose hat doch sogar den "fast" perfekten Kader übernommen, einzig der Abgang von Sancho wiegt schwer, ansonsten ist das Team doch nahezu unverändert und kommt gerade aus dem Siegesserien-Flow und dem Pokalsieg-Flow. Was soll da schon schiefgehen?
Bayern und Leipzig haben es z.B. deutlich schwerer, also auch deren Trainer. Bei Bayern und Leipzig musst du die Abwehr komplett neu "einrichten". Die haben doch mindestens genauso viele EM-Fahrer... Und der Druck bei Bayern wird für Nagelsmann immens sein, da alle von ihm erwarten, dass er der neue, bessere Klopp wird und Flick erstmal steigern muss, bzw. das Niveau halten muss.
Leipzigs Trainer muss auch Silva als neue Sturmspitze integrieren, Spieler wie Halstenberg und auch irgendwie Sabitzer wollen eig. weg, sind aber keine Ergänzungsspieler. Also mal die Kirche im Dorf lassen, als hier schon den armen, armen Rose darstellen zu wollen, der es ja so schwer hat. Was soll denn bitte jetzt an der Situation so schwer sein?
Ich meine das Team kennt sich, die 1-2 neuen Spieler wird man schnell integrieren und an der Kondition oder der Taktik hat es meist nicht gelegen, wenn man verloren hat, sondern eher daran wie man sich als Mannschaft präsentiert hat..
Haaland hat es doch heute im Interview gut beschrieben, dass in Salzburg unter Rose jeder für jeden gerannt ist etc.
Das wird erstmal reichen :-D
Zitat von ForzaBorussia
Würde er den Kader so schlecht finden, hätte er sicher nicht als Trainer hier angeheuert. Er kannte den Kader da nämlich schon.
Zitat von tipper317
Rose ist aktuell nicht zu beneiden, die Vorbereitung ist einfach fürchterlich.
Kaum Spieler, viele Verletzte, Malen Transfer zieht sich wie ein Kaugummi, schlechte Kaderzusammenstellung. Das Training besteht ja überwiegend aus Ersatz- und Jugendspieler, da wird es locker bis in den Oktober hinein gehen bis eine kleine Bewertung überhaupt möglich ist. Es wird eine extrem schwere Saison, da muss man aufpassen nicht gleich mit einem großen Rückstand zu starten.
Rose ist aktuell nicht zu beneiden, die Vorbereitung ist einfach fürchterlich.
Kaum Spieler, viele Verletzte, Malen Transfer zieht sich wie ein Kaugummi, schlechte Kaderzusammenstellung. Das Training besteht ja überwiegend aus Ersatz- und Jugendspieler, da wird es locker bis in den Oktober hinein gehen bis eine kleine Bewertung überhaupt möglich ist. Es wird eine extrem schwere Saison, da muss man aufpassen nicht gleich mit einem großen Rückstand zu starten.
Würde er den Kader so schlecht finden, hätte er sicher nicht als Trainer hier angeheuert. Er kannte den Kader da nämlich schon.
Mal ganz ehrlich, was sind das hier schon direkt auch für Ausreden, sollte es am Anfang nicht klappen..
Rose ist Trainer und Trainer haben schon ganz andere Situationen gemeistert. Ebenso wird teils die Vorbereitung auch überbewertet. Es gibt doch genug Beispiele, z.B. Haaland, der kam und gefunkt hat. Die Vorbereitung ist sicher wichtig, wenn man wenig bis nichts getan hat in der Sommerpause, für taktische Zwecke sicher auch, aber am Ende ist es Fußball und wenn dann Spieler XY die Vorbereitung nicht mitmachen konnte und dann reingeworfen wird, heißt das nicht, dass es Probleme gibt. Rose hat doch sogar den "fast" perfekten Kader übernommen, einzig der Abgang von Sancho wiegt schwer, ansonsten ist das Team doch nahezu unverändert und kommt gerade aus dem Siegesserien-Flow und dem Pokalsieg-Flow. Was soll da schon schiefgehen?
Bayern und Leipzig haben es z.B. deutlich schwerer, also auch deren Trainer. Bei Bayern und Leipzig musst du die Abwehr komplett neu "einrichten". Die haben doch mindestens genauso viele EM-Fahrer... Und der Druck bei Bayern wird für Nagelsmann immens sein, da alle von ihm erwarten, dass er der neue, bessere Klopp wird und Flick erstmal steigern muss, bzw. das Niveau halten muss.
Leipzigs Trainer muss auch Silva als neue Sturmspitze integrieren, Spieler wie Halstenberg und auch irgendwie Sabitzer wollen eig. weg, sind aber keine Ergänzungsspieler. Also mal die Kirche im Dorf lassen, als hier schon den armen, armen Rose darstellen zu wollen, der es ja so schwer hat. Was soll denn bitte jetzt an der Situation so schwer sein?
Ich meine das Team kennt sich, die 1-2 neuen Spieler wird man schnell integrieren und an der Kondition oder der Taktik hat es meist nicht gelegen, wenn man verloren hat, sondern eher daran wie man sich als Mannschaft präsentiert hat..
Haaland hat es doch heute im Interview gut beschrieben, dass in Salzburg unter Rose jeder für jeden gerannt ist etc.
Das wird erstmal reichen :-D
Hätte Terzic eine Vorbereitung gehabt, wäre die letzte Saison womöglich viel entspannter verlaufen.
Terzic hatte viel ausprobiert und geändert in den ersten Monaten. Dabei sollte er die Mannschaft perfekt gekannt haben. Dennoch ging es nicht nur darum, das Team mental aufzubauen und neue Automatismen einzustudieren. Terzic veränderte ständig die Taktik und das Personal. Letztendlich ließ er ganz anderen Fußball spielen als es zu Beginn geplant war.
Die ersten sechzehn Bundesliga-Spiele unter Terzic mit einem Punkteschnitt von 1,5 sollten eine Wahrnung sein, dass ein Trainer besser eine Zeit mit der Mannschaft arbeiten sollte, um das passende Spielsystem zu entwickeln.
Wobei Rose mehr Erfahrung hat. Einige Fehler würde ich bei Terzic auf Unerfahrenheit zurückzuführen.
Trotzdem will Rose wohl einen neuen, offensiven Stil implementieren, von dem er nicht genau weiß, ob die Spieler das direkt umsetzen können oder ob fehlende Automatismen zum Problem werden könnten oder nur das passende Personal gefunden werden muss oder die Taktik schlicht ungeeignet für die Mannschaft ist.
Mit einer gewissen Anpassungsphase in die Saison hinein, rechne ich jedenfalls.
Die Bedenken, dass ein neuer Stil nicht funktioniert und erst angepasst werden muss, kann ich auch nicht nachvollziehen. Ein guter Trainer hat nicht den einen Stil, sondern passt einfach alles auch an die Spieler an. Denke nicht, dass ManCity unter Guardiola genauso aussieht wie Bayern oder Barca unter ihm.
Hoffe auch nicht dass der BVB wie Gladbach spielt oder wie Salzburg unter Rose.
Es ist doch offensichtlich, dass man z.B. offensiv schwach war, weil man eher einen Spielmacher in Guerreiro hat und einen eher verpeilten Meunier. Die beiden haben keinerlei Impact was Flankenläufe und gute Flanken angeht, daher wird es sowieso eher nicht möglich sein, daran was zu ändern. Ein Hakimi ist da ein anderes Kaliber. Man hat doch gesehen, dass Piszu als RV deutlich mehr Schwung in die Offensive gebracht hat und es dadurch viel schwerer war zu verteidigen. Daher muss man auf Wolf warten und sollte evtl auf links einen anderen LV holen, oder man wird an der offensiven Spielweise nicht viel ändern können. Guerreiro wird weiterhin eher klein, klein in die Mitte ziehen und Abschlüße suchen und nicht auf einmal immer auf Außen durchziehen und den Ball in die Mitte flanken und Meunier wird nicht auf einmal seine Flanken alle an den Mann bringen... Daher wird das Offensivspiel ähnlich wie unter Terzic aussehen, oder man hat den 2-Mann Sturm, der aber auch schon oft gespielt wurde, vor allem dann wenn man unbedingt ein Tor gebraucht hat. Moukoko kam dann oft oder auch Tigges zusätzlich zu Haaland, oder nicht?
Ein Spiel besteht ja auch nicht aus einem Schema und das funktioniert dann einfach, sondern es gibt einfach so viele unbekannte Variablen, dass man eine Taktik oder einen Spielstil doch nie 100% umsetzen kann. Entscheidend werden eher die Entscheidungen sein, also wer spielt, wann wird wie gewechselt, wie verteidigt man Standards... nicht ob jetzt die Spieler schon 14 Tage mehr oder weniger zusammen trainiert haben.
Also Doppelsturm hat man letzte Saison so 150 Minuten gespielt in etwa. Das kam man gepflegt ignorieren.
Dein letzter Absatz ist in meinen Augen auch komplett falsch. Ein funktionierendes Schema, System, besetzen von Räumen und einstudierte Abläufe und Laufwege sind das absolut wichtigste im Fussball!
Wenn du etwas neues einstudieren willst, dann sind 14 Tage ultra viel!
Nach allem was man so gehört hat von Rose selber und den Spielern hat Rose vor einige Dinge zu ändern. Erstmal unabhängig von anderen und verschiedenen Systemen. Er will aktiver spielen, offensiver pressen, höher stehen und deutlich schneller und vertikaler spielen. Das ist so ziemlich das Gegenteil von Favres Spielweise und auch ein Terzic hat iwann aufgegeben ein konsequentes Pressung zu installieren.
Es geht nicht drum Roses Fussball aus Salzburg oder der kleinen Borussia zu übernehmen, es geht drum Rose BVB Fussball zu entwickeln. Und entwickeln kannst du nur wenn die Mannschaft zusammen ist, du trainieren und spielen kannst. Entwicklung brauch immer Zeit!
Was ich mir sofort wünsche und erwarte ist das die Mannschaft brennt unter Rose. Das hat Erling ja auch so ähnlich gesagt, dass genau das in Salzburg der Fall war. Das war übrigens auch unsere Stärke unter Terzic, denn spielerisch und taktisch gab's da gar nicht so viele Unterschiede. Alle anderen Entwicklungen wie eben Systeme, Spielideen, Spielzüge und die allgemeine Ausrichtung wird einfach Zeit brauchen. Das ist ein Prozess der in Schritten verläuft und vor der Saison kann man da eben auf Grund der Situation wenig Schritte gehen. Deshalb ist es normal das alles nach und nach kommen wird. Das heißt jetzt nicht das noch gar nichts gehen wird zu Beginn, aber die Zeiten wo man sagt geht raus und spielt Fussball und alles läuft sind einfach auch vorbei!
Ich denke, Flick bei den Bayern und Tuchel bei Chelsea haben taktisch ebenfalls viel geändert und quasi direkt, ohne Vorbereitung, Erfolg gehabt.
Es kann auch schnell gehen.
Allerdings glaube ich, dass unser Kader es Rose nicht einfach machen wird, seine Spielphilosophie umzusetzen.
Einige Spieler sind nicht die idealen Spieler für ein intensives, taktisch forderndes Pressing.
Auch haben einige Spieler ein ausgeprägtes Stärken/Schwächen-Profil, worauf Rose die Taktik abstimmen muss.
Ein starkes Pressing zu implementieren, gleichzeitig das spielerische Niveau, trotz Sanchos Abgang, hochzuhalten und jedem Spieler seine taktische Rolle maßzuschneidern, stelle ich mir schwierig vor.
Ohne den Kader beisammen zu haben, kann Rose das nur theoretisch erarbeiten.
Das Pressing ist aber auch gegen Teams, die selber das Spiel machen relevanter, als gegen Bus-Parker. Frankfurt wird vermutlich ein recht "wilder" Auftakt (für mich ein klassisches Spiel, wo beide Teams 2 oder mehr Tore machen). Ist für mich schwierig einzuschätzen, aber zum Glück ein Heimspiel. Da muss ein Sieg auch über individuelle Klasse + Emotionen drin sein. Freiburg danach wird hart. Eingespielter Kader, konstanter Trainer, auswärts...das ist zu Beginn der Saison immer schwierig. Hoffenheim danach ist machbar und Spieltag 4 ist für mich der erste Spieltag, an dem es dann gegen Leverkusen zu einem Spiel kommt, wo man über Pressing viel bewegen kann.
Fein getuntes Pressing ist in der Liga eigentlich nur gegen Bayern, Leipzig und Leverkusen essentiell. Evtl. noch Gladbach und Wolfsburg, je nach deren Ausrichtung. Typischerweise versucht von den restlichen Teams dann evtl. noch ein Team munter-offensiv zu agieren, der Rest stellt eher sehr defensiv gegen uns auf. Das gilt auch für Mannschaften, mit guter Spielanlage. Freiburg kann z.B. auch schön Fußball spielen, hat gegen uns aber oft eher den Abwehrriegel gefahren.
In der CL sehe ich Pressing als wichtiger an. Gegen die Gruppenköpfe und evtl. sogar einen weiteren Gegner können wir die "Außenseiterrolle" annehmen und dann über Pressing+Haaland brutal zuschlagen. Das selbe gilt meist ab der K.O.-Runde. In der BL müssen wir meist eher selber spielerische Mittel finden.
Ich glaube du verstehst Pressing etwas falsch. Gerade gegen "Kleine" Gegner ist das wichtig um deren Konterversuche direkt im Keim zu ersticken, sie unter Dauerstress zu setzen und somit Fehler zu erzwingen. Gegen große Gegner kann es zb schlauer sein etwas tiefer zu spielen, weil diese Gegner mitspielen und somit Räume zum Kontern anbieten...
Umso mehr Zeit du in der Gegnerischen Hälfte bist, umso wichtiger ist auch ein gut funktionierendes Pressing.
Sorry, nur um das noch einmal klar zu stellen. Ich spreche von klassischem Pressing (Anlaufen des Gegners bei dessen Ballbesitz), nicht Gegenpressing (direktes Anlaufen nach Ballverlust). Letzteres ist eine sehr gute Konterabsicherung, muss dann aber auch in Perfektion funktionieren. Wenn sich da ein Spieler "verpresst" und dann die Gesamtformation falsch steht, hat man den Konter eher gefährlicher gemacht, als ihn zu unterbinden, weil der Spieler nicht einen gefährdeten Raum zugelaufen hat, sondern auf den Gegner gerückt ist (und im Worst Case zusätzlich die Mitspieler nicht schnell genug reagiert haben).
Für mich ist aggressives Gegenpressing ein zweischneidiges Schwert. Paradoxerweise funktioniert es gegen schwächere Gegner (die den Ball seltener haben) aus meiner Sicht am besten, da es dort als Konterabsicherungsinstrument funktioniert. Oft sind die Gegenspieler technisch überfordert, wenn sie direkt angelaufen werden und der Ball kann zurückerobert werden. Gegen technisch sehr starke Teams habe ich aber immer Bauchschmerzen bei zu aggressivem Gegenpressing, weil sich die guten Einzelspieler oft einfach lösen können, oder trotzdem präzise passen. Und beim Gegenpressing ist das Risiko, die Formation zu verlieren immer recht hoch, wenn das nicht extrem eingespielt ist, da die Pressingsituation viel dynamischer entsteht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Polylemma am 29.07.2021 um 10:11 Uhr bearbeitet
29.07.2021 - 13:06 Uhr
Zitat von Nic
Sorry, aber wann genau haben wir zuletzt einen aggressiv offensiven Spielstil auf den Rasen gebracht, ohne defensiv total offen zu sein? Das ist nichtmal ironisch gemeint, nach meiner Erinnerung müsste das ca. 2012 oder 2013 gewesen sein. Weder unter Tuchel, Bosz, Stöger, Favre oder Terzic hat man das hingekriegt.
Die Behauptung, die Mannschaft hätte die Bereitschaft zu einem höheren Stehen signalisiert ist doch überhaupt nicht zutreffend. Terzic wollte das zu Beginn einführen, doch das Team ist gleich in alte Muster gefallen. Die Kette wurde zu einfach überspielbar und hat sich daraufhin recht schnell zu weit in eine eigene Komfortzone zurückfallen lassen. Dadurch war die Aufteilung auf dem Feld und der Abstand der Mannschaftsteile dann in der ersten Zeit unter Terzic katastrophal. Das ist aber nicht nur Terzic passiert, ähnliche Phänomene -also das Mannschaftsteile von der eigentlichen Taktik mehr oder weniger selbstständig dahingehend abweichen- und Teile des Teams haben sich in eigene Komfortzonen zurückgezogen, sodass es insgesamt gar nicht mehr funktionierte. Gab es unter Bosz und auch bei Favre schon zu sehen.
Er ist dann auch nicht nur ein wenig davon abgerückt, sondern fundamental. Man spielte sogar wesentlich defensiver und passiver als im Endstadium unter Favre. Er musste quasi das Gegenteil davon tun, was er eigentlich vor hatte.
Also ich meine das nicht persönlich, aber der Post steckt irgendwie eher voller Wunschvorstellungen, Realitäten kommen da eher am Rande vor.
Ich habe dabei aber auch gar keine Ahnung was Rose hier genau vor hat, dafür gab es viel zu wenig zu sehen, bin aber auch heiss darauf zu erfahren, wie er uns ausrichten wird und wie er die Problemfelder angehen möchte. Bin daher mehr als gespannt auf das Spiel morgen gegen Bologna und den Auftritt im Pokal, da man in der Generalprobe und auch beim Pflichtspielauftakt wohl schon etwas erkennen können müsste, wohin die Reise geht.
Zitat von tirobvb
Ich sehe bei Rose noch einen Vorteil, den er gegenüber Terzic und dessen Versuch hat:
Er kann auf der Arbeit von Edin aufbauen. Das Team hat ja die Bereitschaft signalisiert, den Weg von hoch stehen und aggressiver anzulaufen mitgehen zu wollen. Nur musste Edin bei nahezu null starten und das mitten in der Saison, mit dem Druck als Neuling Platz 4 zu erreichen.
Dass er dann ein wenig davon abgerückt ist und seine Vorstellung dem Erfolg untergeordnet hat (sich also anpassen konnte) zeigt, wie intelligent der Mann ist und was ein guter Trainer er sein kann.
Rose hat nun allerdings mehr Zeit (auch wenn ihm wichtige Spieler fehlen) und schon eine Basis, auf die er bauen kann.
Von daher glaube ich weiterhin, dass wir durchaus auch mit diesem Kader einen aggressiv offensiven Spielstil auf den Rasen bringen, ohne defensiv total offen zu sein.
Ich sehe bei Rose noch einen Vorteil, den er gegenüber Terzic und dessen Versuch hat:
Er kann auf der Arbeit von Edin aufbauen. Das Team hat ja die Bereitschaft signalisiert, den Weg von hoch stehen und aggressiver anzulaufen mitgehen zu wollen. Nur musste Edin bei nahezu null starten und das mitten in der Saison, mit dem Druck als Neuling Platz 4 zu erreichen.
Dass er dann ein wenig davon abgerückt ist und seine Vorstellung dem Erfolg untergeordnet hat (sich also anpassen konnte) zeigt, wie intelligent der Mann ist und was ein guter Trainer er sein kann.
Rose hat nun allerdings mehr Zeit (auch wenn ihm wichtige Spieler fehlen) und schon eine Basis, auf die er bauen kann.
Von daher glaube ich weiterhin, dass wir durchaus auch mit diesem Kader einen aggressiv offensiven Spielstil auf den Rasen bringen, ohne defensiv total offen zu sein.
Sorry, aber wann genau haben wir zuletzt einen aggressiv offensiven Spielstil auf den Rasen gebracht, ohne defensiv total offen zu sein? Das ist nichtmal ironisch gemeint, nach meiner Erinnerung müsste das ca. 2012 oder 2013 gewesen sein. Weder unter Tuchel, Bosz, Stöger, Favre oder Terzic hat man das hingekriegt.
Die Behauptung, die Mannschaft hätte die Bereitschaft zu einem höheren Stehen signalisiert ist doch überhaupt nicht zutreffend. Terzic wollte das zu Beginn einführen, doch das Team ist gleich in alte Muster gefallen. Die Kette wurde zu einfach überspielbar und hat sich daraufhin recht schnell zu weit in eine eigene Komfortzone zurückfallen lassen. Dadurch war die Aufteilung auf dem Feld und der Abstand der Mannschaftsteile dann in der ersten Zeit unter Terzic katastrophal. Das ist aber nicht nur Terzic passiert, ähnliche Phänomene -also das Mannschaftsteile von der eigentlichen Taktik mehr oder weniger selbstständig dahingehend abweichen- und Teile des Teams haben sich in eigene Komfortzonen zurückgezogen, sodass es insgesamt gar nicht mehr funktionierte. Gab es unter Bosz und auch bei Favre schon zu sehen.
Er ist dann auch nicht nur ein wenig davon abgerückt, sondern fundamental. Man spielte sogar wesentlich defensiver und passiver als im Endstadium unter Favre. Er musste quasi das Gegenteil davon tun, was er eigentlich vor hatte.
Also ich meine das nicht persönlich, aber der Post steckt irgendwie eher voller Wunschvorstellungen, Realitäten kommen da eher am Rande vor.
Ich habe dabei aber auch gar keine Ahnung was Rose hier genau vor hat, dafür gab es viel zu wenig zu sehen, bin aber auch heiss darauf zu erfahren, wie er uns ausrichten wird und wie er die Problemfelder angehen möchte. Bin daher mehr als gespannt auf das Spiel morgen gegen Bologna und den Auftritt im Pokal, da man in der Generalprobe und auch beim Pflichtspielauftakt wohl schon etwas erkennen können müsste, wohin die Reise geht.
Tiro hat doch recht mit dem was er schreibt? Hast du die ersten Spiele unter Terzic nicht gesehen? Da hat die Mannschaft versucht permanent zu pressen und die Bereitschaft gezeigt.
Leider hatte man dann auch durch Pech nicht sofort die Ergebnisse eingefahren, obwohl man meist überlegen war. Ich erinnere da an nicht gegebene Elfer, über Özunlai Traumtor, bis hin zu verschossenen Elfmetern.
Das man danach nur noch auf Ergebnis spielt, weil jedes Spiel ein Endspiel ist, und sich auch mal hinten reinstellt, wenn man führt, ist vollkommen normal. Er ist nicht mal fundamental von seinem offensiveren Ansatz abgerückt. Er blieb konsequent bei 4er Kette und setzte eher auf Spielstärke (Dahoud) als auf Absicherung (Delaney).
Dein Post ist absolut nicht nachvollziehbar.
29.07.2021 - 14:15 Uhr
Zitat von Nic
Sorry, aber wann genau haben wir zuletzt einen aggressiv offensiven Spielstil auf den Rasen gebracht, ohne defensiv total offen zu sein? Das ist nichtmal ironisch gemeint, nach meiner Erinnerung müsste das ca. 2012 oder 2013 gewesen sein. Weder unter Tuchel, Bosz, Stöger, Favre oder Terzic hat man das hingekriegt.
Die Behauptung, die Mannschaft hätte die Bereitschaft zu einem höheren Stehen signalisiert ist doch überhaupt nicht zutreffend. Terzic wollte das zu Beginn einführen, doch das Team ist gleich in alte Muster gefallen. Die Kette wurde zu einfach überspielbar und hat sich daraufhin recht schnell zu weit in eine eigene Komfortzone zurückfallen lassen. Dadurch war die Aufteilung auf dem Feld und der Abstand der Mannschaftsteile dann in der ersten Zeit unter Terzic katastrophal. Das ist aber nicht nur Terzic passiert, ähnliche Phänomene -also das Mannschaftsteile von der eigentlichen Taktik mehr oder weniger selbstständig dahingehend abweichen- und Teile des Teams haben sich in eigene Komfortzonen zurückgezogen, sodass es insgesamt gar nicht mehr funktionierte. Gab es unter Bosz und auch bei Favre schon zu sehen.
Er ist dann auch nicht nur ein wenig davon abgerückt, sondern fundamental. Man spielte sogar wesentlich defensiver und passiver als im Endstadium unter Favre. Er musste quasi das Gegenteil davon tun, was er eigentlich vor hatte.
Also ich meine das nicht persönlich, aber der Post steckt irgendwie eher voller Wunschvorstellungen, Realitäten kommen da eher am Rande vor.
Ich habe dabei aber auch gar keine Ahnung was Rose hier genau vor hat, dafür gab es viel zu wenig zu sehen, bin aber auch heiss darauf zu erfahren, wie er uns ausrichten wird und wie er die Problemfelder angehen möchte. Bin daher mehr als gespannt auf das Spiel morgen gegen Bologna und den Auftritt im Pokal, da man in der Generalprobe und auch beim Pflichtspielauftakt wohl schon etwas erkennen können müsste, wohin die Reise geht.
Zitat von tirobvb
Ich sehe bei Rose noch einen Vorteil, den er gegenüber Terzic und dessen Versuch hat:
Er kann auf der Arbeit von Edin aufbauen. Das Team hat ja die Bereitschaft signalisiert, den Weg von hoch stehen und aggressiver anzulaufen mitgehen zu wollen. Nur musste Edin bei nahezu null starten und das mitten in der Saison, mit dem Druck als Neuling Platz 4 zu erreichen.
Dass er dann ein wenig davon abgerückt ist und seine Vorstellung dem Erfolg untergeordnet hat (sich also anpassen konnte) zeigt, wie intelligent der Mann ist und was ein guter Trainer er sein kann.
Rose hat nun allerdings mehr Zeit (auch wenn ihm wichtige Spieler fehlen) und schon eine Basis, auf die er bauen kann.
Von daher glaube ich weiterhin, dass wir durchaus auch mit diesem Kader einen aggressiv offensiven Spielstil auf den Rasen bringen, ohne defensiv total offen zu sein.
Ich sehe bei Rose noch einen Vorteil, den er gegenüber Terzic und dessen Versuch hat:
Er kann auf der Arbeit von Edin aufbauen. Das Team hat ja die Bereitschaft signalisiert, den Weg von hoch stehen und aggressiver anzulaufen mitgehen zu wollen. Nur musste Edin bei nahezu null starten und das mitten in der Saison, mit dem Druck als Neuling Platz 4 zu erreichen.
Dass er dann ein wenig davon abgerückt ist und seine Vorstellung dem Erfolg untergeordnet hat (sich also anpassen konnte) zeigt, wie intelligent der Mann ist und was ein guter Trainer er sein kann.
Rose hat nun allerdings mehr Zeit (auch wenn ihm wichtige Spieler fehlen) und schon eine Basis, auf die er bauen kann.
Von daher glaube ich weiterhin, dass wir durchaus auch mit diesem Kader einen aggressiv offensiven Spielstil auf den Rasen bringen, ohne defensiv total offen zu sein.
Sorry, aber wann genau haben wir zuletzt einen aggressiv offensiven Spielstil auf den Rasen gebracht, ohne defensiv total offen zu sein? Das ist nichtmal ironisch gemeint, nach meiner Erinnerung müsste das ca. 2012 oder 2013 gewesen sein. Weder unter Tuchel, Bosz, Stöger, Favre oder Terzic hat man das hingekriegt.
Die Behauptung, die Mannschaft hätte die Bereitschaft zu einem höheren Stehen signalisiert ist doch überhaupt nicht zutreffend. Terzic wollte das zu Beginn einführen, doch das Team ist gleich in alte Muster gefallen. Die Kette wurde zu einfach überspielbar und hat sich daraufhin recht schnell zu weit in eine eigene Komfortzone zurückfallen lassen. Dadurch war die Aufteilung auf dem Feld und der Abstand der Mannschaftsteile dann in der ersten Zeit unter Terzic katastrophal. Das ist aber nicht nur Terzic passiert, ähnliche Phänomene -also das Mannschaftsteile von der eigentlichen Taktik mehr oder weniger selbstständig dahingehend abweichen- und Teile des Teams haben sich in eigene Komfortzonen zurückgezogen, sodass es insgesamt gar nicht mehr funktionierte. Gab es unter Bosz und auch bei Favre schon zu sehen.
Er ist dann auch nicht nur ein wenig davon abgerückt, sondern fundamental. Man spielte sogar wesentlich defensiver und passiver als im Endstadium unter Favre. Er musste quasi das Gegenteil davon tun, was er eigentlich vor hatte.
Also ich meine das nicht persönlich, aber der Post steckt irgendwie eher voller Wunschvorstellungen, Realitäten kommen da eher am Rande vor.
Ich habe dabei aber auch gar keine Ahnung was Rose hier genau vor hat, dafür gab es viel zu wenig zu sehen, bin aber auch heiss darauf zu erfahren, wie er uns ausrichten wird und wie er die Problemfelder angehen möchte. Bin daher mehr als gespannt auf das Spiel morgen gegen Bologna und den Auftritt im Pokal, da man in der Generalprobe und auch beim Pflichtspielauftakt wohl schon etwas erkennen können müsste, wohin die Reise geht.
Es ist aber auch etwas übertrieben, dass man hinten offen war wie ein Scheunentor... Es gab 2 Spiele, gegen Bayern und Gladbach, die man alles andere als aggressiv offensiv angegangen ist, unter Terzic, in denen man mehr als 2 Gegentore kassiert hat. Das war auch die Philosophie von Terzic, lieber vorne eins mehr....
Ausserdem bringt ein offensiver Spielstil bei jeder Mannschaft der Welt eine teils ungeordnete Defensive. Bayern ist nicht mit einer geordneten Defensive CL-Sieger geworden, alleine das Barca Spiel hätte ja auch 8:4 anstatt 8:2 ausgehen können, das Finale gegen Paris wurde eher glücklich ohne Gegentor gewonnen.
Italien stand defensiv bei der EM zwar gut, aber da waren einige brenzlige Szenen dabei, in denen man durch individuelle Klasse kein Gegentor bekommen hat, dafür war aber eben auch die Offensive viel stärker im Fokus und viel drückender als sonst bei Italien (Catenaccio)
Man ist auch nicht in die Bedroullie geraten, weil man z.B. gegen Köln und Frankfurt 2 Gegentore kassiert hat, sondern weil man vorne den Sack nicht zugemacht hat.
Man braucht eine gewisse offensive Herangehensweise und die kann man sich von Rose zumindest erhoffen. Bayern unter Flick im Unterschied zu Kovac ist doch einfach das beste Beispiel.. Auf einmal sind dann wieder Spiele mit 6,7,8 Bayerntoren in einem Spiel dazugekommen, oder nicht. Davor war das oft Ergebnisfußball. In solchen Spielen kassiert Bayern oft ein Gegentor... oder wie gegen Mainz: HZ 0:2 - Endergebnis 5:2
Unter Tuchel z.B. war das genauso, unter Bosz war das gar nicht mal so anders, mit dem Unterschied, dass man vorne unglaublich viele Hochkaräter vergeben hat.
Also defensive Stabilität ist doch echt überbewertet, nicht, dass die Defensive nicht wichtig ist und gut stehen sollte, sondern dass man dann eben auch mal ein Kontertor fängt.
Die meisten Spiele waren aber kein offensives Powerplay, die man letztendlich verloren hat. Das ist doch auch klar. Köln z.B. mit 2:2 war einfach ein schlechtes Spiel des BVB und da ging offensiv gar nichts.
Also es ist nicht der "aggressive" Offensivfußball, der dazu führt, dass man nicht gewinnt oder hinten Tore kassiert en masse, sondern eben der eher passive, mit Fehlpässen und schlechten Zweikämpfen/Balleroberungen Fußball.
Z.b. war das 1:5 gegen Stuttgart absolut kein aggressiv offensives Powerfußball Spiel, sondern da war man einfach in allen Belangen schlecht... Unter Bosz war das noch so, ja: alles nach vorne und hinten ein Gegentor mit nem langen Ball nach dem anderen. Ok..
Aber unter Tuchel, Stöger und Favre waren das ganz andere Spielweisen oder eben unter Tuchel kein "offen wie ein Scheunentor" sondern vor allem in der 2.ten Saison ein "vorne Chancen verschwenden und den Lucky Punch der anderen Mannschaft abbekommen".
Wie gesagt nur Bosz-Fußball war wirklich krass offen..
29.07.2021 - 19:15 Uhr
Zitat von Williwuerzig
Ja, mit dieser Ansicht kann ich mitgehen. Ich denke hier gilt es abzuwarten, was genau Rose vor hat. Wir wissen ja aktuell noch nicht mal, ob Rose seinen ultraoffensiven Fussball aus Salzburger Zeiten hier adaptieren möchte. Dass er aktuell viel Pressing übt heißt ja da noch nichts. Es kann auch gut sein, dass wir situativ oder nur in bestimmten Spielphasen dominant und hoch pressen wollen und in anderen Spielphasen uns etwas mehr zurückziehen und tiefer stehen.
Aus meiner Sicht ist ein 90- minütiges Pressing für uns kein geeigneter Spielstil bzw. weltweit gibt es eigentlich nur wenige Mannschaften, die das erfolgreich gegen jeden Gegner durchziehen können. Selbst Mannschaften wie PSG, Juve oder beispielsweise Real Madrid gehen nicht mit so einer Herangehensweise an die Spiele heran, sondern da wird auch zwischenzeitlich gerne mal die Kontrolle abgegeben und auf Konter gespielt.
Was man im Übrigen nicht vergessen darf: Auch unter Terzic haben wir zeitweise sehr dominant gespielt, trotz einer defensiveren Herangehensweise. So hatte man beispielsweise im Heimspiel gegen Bremen 69% Ballbesitz (4-1 Sieg, Sancho nicht dabei) oder beim Auswärtsspiel in Mainz 63% Ballbesitz.
Bedeudend weniger Ballbesitz in der Siegesserie zum Schluss hatte man eigentlich nur in den Leipzig-Spielen, wo man aber gesehen hat, dass diese Herangehensweise beim aggressiven Pressing der Leipziger offenbar die richtige war, da man so über Haaland und Sancho gezielt auskontern konnte.
Hier wird man unter Rose sicherlich wieder versuchen, etwas aktiver zu sein, aber ich fände es schon wünschenswert, wenn man die Basis, die Terzic gelegt hat in puncto defensiver Stabilität beibehalten könnte. Heißt, wenn man mal unter Druck gerät und sich tiefer zurückziehen muss, muss das Team die Gewissheit haben, auch eine tiefe Position im Feld erfolgreich verteidigen zu können und die Gewissheit haben, über Konter jederzeit gefährlich werden zu können.
Zitat von WalterFroschsErbe
Ich denke, hier ist es wichtig zu unterscheiden, unter welcher Prämisse die Mannschaft geschlossen, also abgestimmt, aufgetreten ist. Damit meine ich--und so lese ich auch den Beitrag, auf den Du Dich beziehst--welchen Anspruch stellt der Trainer an sein Team.
Der Unterschied von "Terzic am Anfang" und "Terzic am Ende" ist für mich nicht die bloße Wirkdauer von Terzic, der unter einer gleichbleibenden Vorgabe das Team besser abgestimmt hat. Vielmehr hat der das offensive, hochstehende Spiel, mit dem er einen aktiveren Spielstil implementieren wollte, wieder einkassiert. Es gab offensichtlich zu viele Schwächen, die die Gegner beliebig bespielen konnten. In der Folge hat er aber nicht den Spielern mehr Möglichkeiten an die Hand gegeben, besser mit ihren Problemen umzugehen, sondern hat--in meinen Augen extremer noch als Favre--die Probleme vermieden.
Jetzt ist die Frage, ob Terzic die Zeit, oder die Fähigkeiten dazu fehlten, die Probleme direkt zu beheben, es Rose aber lösen könnte.
Denn mit Rose soll es ja wieder raus gehen aus dem tiefen Spielschwerpunkt, hin zu hohem Pressing. Dann kommen aber, bei gleichem Kader, die gleichen Probleme auf den Tisch, wie gegen Union, Leverkusen, Gladbach, Hoffenheim. Die geringen Abstände zu halten, wenn man hoch steht und recht einfach mit tiefen Bällen überspielt werden könnte, ist dann eine andere Nummer, als wenn man es für den Gegner so tief verdichtet, wie im letzten Saisondrittel.
Hoch zu stehen, aktiv und dominant zu sein, verlangt sehr viele Qualitäten zu vereinen, was meiner Ansicht nach nicht allein über taktische Vorgaben zu lösen ist.
Natürlich ist prinzipiell möglich, dass ein Trainer noch nicht ausgeschöpfte Reserven nutzen kann, in dem er Spielern neue Lösungen an die Hand gibt. Dabei ist die Qualität des Spielers aber ein begrenzender Faktor. Das gilt für jede Dimension; die technische, die athletische, die taktische.
Für mich war es ein deutliches Zeichen, dass Piszczek in der Schlussphase unverzichtbarer Teil der Viererkette war. Obwohl er schon in vielen physischen Kategorien Probleme mit dem Bundesliganiveau hatte. Die Qualität im Aufbau und in der Organisation war mit Meunier und Morey, und zwischendurch mit Can, nicht zu machen; auch nicht nach vier Monaten Arbeit mit Terzic.
Rose wird schon was in Meunier sehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leitung anderenfalls untätig bliebe. Dafür wäre das Risiko viel zu hoch angesichts dessen, dass sowohl unter Favre, als auch unter Terzic, in allen Varianten diese Position als Schwachpunkt ausgemacht wurde.
Die Zweifel daran, dass Rose es allein taktisch lösen könnte, finde ich aber gerade deswegen begründet. Der Eindruck der letzten Saison war, dass man eben, wenn alle Schwächen bestmöglich balanciert sind, man besser fährt, wenn man vom aktiven Spiel abkehrt und die Schwachstellen vermeidet. Das wird Rose nicht wollen und es wird spannend, welche Lösung er anbietet.
Um auf den ersten zitierten Punkt zu kommen: Natürlich können Spieler individuell bessere Leistungen bringen, aber vor allem dann, wenn die Spieler um sie herum in der Lage sind, ihnen die Möglichkeit dazu zu geben und das wird der begrenzende Faktor für taktische Anpassungen und die Teamleistung sein.
Zitat von Williwuerzig
Dem gebe ich dir unumwunden Recht, und habe oben auch nicht wiedersprochen. Aber die Frage ist doch, wie man mannschaftliche Geschlossenheit definiert. Du gehst jetzt auf die Mentalitätsebene ein, die ich ebenfalls als wichtig erachte und explizit oben angesprochen habe. Ich verstehe unter mannschaftlicher Geschlossenheit aber auch die taktische Ebene. Das taktische Korsett, vor allem aber die Abgestimmtheit der einzelnen Mannschaftsteile ist für mich ein wesentliches Merkmal für den sportlichen Erfolg.
Und dieser Schlüssel war unter Terzic wieder zu sehen. Taktische Diszplin in der Defensive, geringe Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen, kein planlos einzelnes Anlaufen in der Offensive (was man zum Beispiel zu Beginn bei Terzic auch noch stark sehen konnte, zum Beispiel gegen Bremen). Hier sagt der User, auf den ich mich beziehe ja mehr oder weniger aus, dass dieser Teil nicht verbessert werden kann von Rose, da die Mannschaft individuell schlecht und falsch zusammen gestellt ist.
Hier würde ich halt wie gesagt stark wiedersprechen, da es aus meiner Erfahrung heraus mit einer unveränderten Mannschaft absolut möglich ist, sich enorm zu verbessern - mannschaftlich als auch individuell. Und diese Voraussetzungen hat Terzic in meinen Augen geschaffen und ich hoffe und denke, dass auf dieser Basis auch unter dem neuen Trainerteam gute Leistungen möglich sind.
Zitat von WalterFroschsErbe
Dass es sich von um verkopfte Ansichten handle, wäre zu belegen. Du hältst nur Deine eigene Wahrnehmung aus dem aktiven Fußball dagegen. Interessant wäre aber ein anschauliches Indiz.
Es sprechen aus meiner Sicht--in Bezug auf diesen Thread--direkt zwei Beobachtungen dagegen, dass mannschaftliche Geschlossenheit, durch den Trainer gefördert, ein entscheidender Faktor ist.
1. Die Vereine in der Bundesliga werden zunehmend von Trainern trainiert, die ein analytischer Stil auszeichnet. Allein geht die neue Saison mit 9 Trainern los, die aus einer von Rangnick implementierten Trainerschule kommen (Nagelsmann, Matarazzo, Svensson, Hütter, Glasner, Rose, Marsch, Hoeneß, Kramer).
2. Zeigt jede empirische Studie, dass Trainerwechsel in der Saison im Schnitt einen negativen Leistungseffekt haben.
Mentalität und Geschlossenheit zu romantisieren ist nett für die Fans, um Erfolg zu erklären. Ich halte es aber für reichlich naiv, dass Erfolg im Profifußball in irgendeiner Weise entscheidend von diesen Faktoren abhängen soll. Es ist ein hochgradig professionelles Business, bei dem alle Beteiligten enorme Anreize haben, auf das gemeinsame Ziel hinzuarbeiten. Die Spieler haben ihr Leben seit der Teenageralter dem Profisport untergeordnet. Da ist nicht viel Luft für Einstellungsfragen.
Zitat von Williwuerzig
Ok, wieso hat sich Dahoud denn auf einmal so massiv gesteigert in den letzten 1,5 Jahren?
Wieso hat ein Reus in der Rückrunde wieder performt?
Wie erklärst du dir die enorme Steigerung von Akanji?
Wieso hat Witsel nach dem ersten starken halben Jahr individuell abgebaut?
Die Liste könnte ich ewig fortführen. Individuelle Steigerungen oder auch Leistungseinbuße sind bei jedem Spieler möglich. Vieles hängt vom Gesamtkonstrukt zusammen - und vom Trainer. Wie hat es Tuchel denn geschafft, aus der Lampard- Elf bei Chelsea innerhalb weniger Wochen eine Spitzenmannschaft zu formen?
Ich bleibe dabei, dass ich deine Ansichten vom Fussball sehr verkopft finde und sie sich nicht mit meinen persönlichen Erfahrungen im aktiven Fussballerleben decken.
P.S.: und mit Gesamtkonstrukt meine ich vor allem die Team- Performance und die mannschaftliche Geschlossenheit. Diese hat die Truppe in der Rückrunde unter Terzic, verbunden mit einem anderen Ansatz des Fussballs, wieder für sich entdeckt. Und darauf aufbauen sind aus meiner Sicht auch wieder individuelle Leistungssteigerungen, beispielsweise von Meunier möglich.
Zitat von BVBBC
Blödsinn ist, dass du das für dich mitnimmst, obwohl das so nicht die Aussage war, sondern an Bedingungen geknüpft war, die es nicht zu einer allgemeingültigen Aussage machen. Es gibt Gründe, warum die Spieler spielen, wie sie spielen und an diesen Gründen hat sich für mich mit dem Trainerwechsel nichts geändert. Die Möglichkeiten, die ihnen der BVB daher eröffnet, sind für mich daher nahezu dieselben. Das bedeutet nicht, dass sich Spieler individuell nicht steigern können, sondern es in diesem Konstrukt meines Erachtens nicht können. Bei Brandt gebe ich dir durchaus recht, dass es da Chancen gibt, dass Rose da einen etwas anderen Kontext liefern, kann, indem er bspw. die Rolle mit Reus tauscht. Damit allein sähe ich aber Sancho noch nicht ersetzt und davon abgesehen glaube ich eben nicht, dass so viele Spieler unter ihren Möglichkeiten blieben, wie sie der BVB für sie eröffnet. Vor allem Meuniers Upside wird mir massiv überschätzt.
Zitat von Williwuerzig
Alleine die Aussage, dass einzelne Spieler sich nicht steigern können, halte ich ja tatsächlich für totalen Blödsinn, sorry.
Alleine die Aussage, dass einzelne Spieler sich nicht steigern können, halte ich ja tatsächlich für totalen Blödsinn, sorry.
Blödsinn ist, dass du das für dich mitnimmst, obwohl das so nicht die Aussage war, sondern an Bedingungen geknüpft war, die es nicht zu einer allgemeingültigen Aussage machen. Es gibt Gründe, warum die Spieler spielen, wie sie spielen und an diesen Gründen hat sich für mich mit dem Trainerwechsel nichts geändert. Die Möglichkeiten, die ihnen der BVB daher eröffnet, sind für mich daher nahezu dieselben. Das bedeutet nicht, dass sich Spieler individuell nicht steigern können, sondern es in diesem Konstrukt meines Erachtens nicht können. Bei Brandt gebe ich dir durchaus recht, dass es da Chancen gibt, dass Rose da einen etwas anderen Kontext liefern, kann, indem er bspw. die Rolle mit Reus tauscht. Damit allein sähe ich aber Sancho noch nicht ersetzt und davon abgesehen glaube ich eben nicht, dass so viele Spieler unter ihren Möglichkeiten blieben, wie sie der BVB für sie eröffnet. Vor allem Meuniers Upside wird mir massiv überschätzt.
Ok, wieso hat sich Dahoud denn auf einmal so massiv gesteigert in den letzten 1,5 Jahren?
Wieso hat ein Reus in der Rückrunde wieder performt?
Wie erklärst du dir die enorme Steigerung von Akanji?
Wieso hat Witsel nach dem ersten starken halben Jahr individuell abgebaut?
Die Liste könnte ich ewig fortführen. Individuelle Steigerungen oder auch Leistungseinbuße sind bei jedem Spieler möglich. Vieles hängt vom Gesamtkonstrukt zusammen - und vom Trainer. Wie hat es Tuchel denn geschafft, aus der Lampard- Elf bei Chelsea innerhalb weniger Wochen eine Spitzenmannschaft zu formen?
Ich bleibe dabei, dass ich deine Ansichten vom Fussball sehr verkopft finde und sie sich nicht mit meinen persönlichen Erfahrungen im aktiven Fussballerleben decken.
P.S.: und mit Gesamtkonstrukt meine ich vor allem die Team- Performance und die mannschaftliche Geschlossenheit. Diese hat die Truppe in der Rückrunde unter Terzic, verbunden mit einem anderen Ansatz des Fussballs, wieder für sich entdeckt. Und darauf aufbauen sind aus meiner Sicht auch wieder individuelle Leistungssteigerungen, beispielsweise von Meunier möglich.
Dass es sich von um verkopfte Ansichten handle, wäre zu belegen. Du hältst nur Deine eigene Wahrnehmung aus dem aktiven Fußball dagegen. Interessant wäre aber ein anschauliches Indiz.
Es sprechen aus meiner Sicht--in Bezug auf diesen Thread--direkt zwei Beobachtungen dagegen, dass mannschaftliche Geschlossenheit, durch den Trainer gefördert, ein entscheidender Faktor ist.
1. Die Vereine in der Bundesliga werden zunehmend von Trainern trainiert, die ein analytischer Stil auszeichnet. Allein geht die neue Saison mit 9 Trainern los, die aus einer von Rangnick implementierten Trainerschule kommen (Nagelsmann, Matarazzo, Svensson, Hütter, Glasner, Rose, Marsch, Hoeneß, Kramer).
2. Zeigt jede empirische Studie, dass Trainerwechsel in der Saison im Schnitt einen negativen Leistungseffekt haben.
Mentalität und Geschlossenheit zu romantisieren ist nett für die Fans, um Erfolg zu erklären. Ich halte es aber für reichlich naiv, dass Erfolg im Profifußball in irgendeiner Weise entscheidend von diesen Faktoren abhängen soll. Es ist ein hochgradig professionelles Business, bei dem alle Beteiligten enorme Anreize haben, auf das gemeinsame Ziel hinzuarbeiten. Die Spieler haben ihr Leben seit der Teenageralter dem Profisport untergeordnet. Da ist nicht viel Luft für Einstellungsfragen.
Dem gebe ich dir unumwunden Recht, und habe oben auch nicht wiedersprochen. Aber die Frage ist doch, wie man mannschaftliche Geschlossenheit definiert. Du gehst jetzt auf die Mentalitätsebene ein, die ich ebenfalls als wichtig erachte und explizit oben angesprochen habe. Ich verstehe unter mannschaftlicher Geschlossenheit aber auch die taktische Ebene. Das taktische Korsett, vor allem aber die Abgestimmtheit der einzelnen Mannschaftsteile ist für mich ein wesentliches Merkmal für den sportlichen Erfolg.
Und dieser Schlüssel war unter Terzic wieder zu sehen. Taktische Diszplin in der Defensive, geringe Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen, kein planlos einzelnes Anlaufen in der Offensive (was man zum Beispiel zu Beginn bei Terzic auch noch stark sehen konnte, zum Beispiel gegen Bremen). Hier sagt der User, auf den ich mich beziehe ja mehr oder weniger aus, dass dieser Teil nicht verbessert werden kann von Rose, da die Mannschaft individuell schlecht und falsch zusammen gestellt ist.
Hier würde ich halt wie gesagt stark wiedersprechen, da es aus meiner Erfahrung heraus mit einer unveränderten Mannschaft absolut möglich ist, sich enorm zu verbessern - mannschaftlich als auch individuell. Und diese Voraussetzungen hat Terzic in meinen Augen geschaffen und ich hoffe und denke, dass auf dieser Basis auch unter dem neuen Trainerteam gute Leistungen möglich sind.
Ich denke, hier ist es wichtig zu unterscheiden, unter welcher Prämisse die Mannschaft geschlossen, also abgestimmt, aufgetreten ist. Damit meine ich--und so lese ich auch den Beitrag, auf den Du Dich beziehst--welchen Anspruch stellt der Trainer an sein Team.
Der Unterschied von "Terzic am Anfang" und "Terzic am Ende" ist für mich nicht die bloße Wirkdauer von Terzic, der unter einer gleichbleibenden Vorgabe das Team besser abgestimmt hat. Vielmehr hat der das offensive, hochstehende Spiel, mit dem er einen aktiveren Spielstil implementieren wollte, wieder einkassiert. Es gab offensichtlich zu viele Schwächen, die die Gegner beliebig bespielen konnten. In der Folge hat er aber nicht den Spielern mehr Möglichkeiten an die Hand gegeben, besser mit ihren Problemen umzugehen, sondern hat--in meinen Augen extremer noch als Favre--die Probleme vermieden.
Jetzt ist die Frage, ob Terzic die Zeit, oder die Fähigkeiten dazu fehlten, die Probleme direkt zu beheben, es Rose aber lösen könnte.
Denn mit Rose soll es ja wieder raus gehen aus dem tiefen Spielschwerpunkt, hin zu hohem Pressing. Dann kommen aber, bei gleichem Kader, die gleichen Probleme auf den Tisch, wie gegen Union, Leverkusen, Gladbach, Hoffenheim. Die geringen Abstände zu halten, wenn man hoch steht und recht einfach mit tiefen Bällen überspielt werden könnte, ist dann eine andere Nummer, als wenn man es für den Gegner so tief verdichtet, wie im letzten Saisondrittel.
Hoch zu stehen, aktiv und dominant zu sein, verlangt sehr viele Qualitäten zu vereinen, was meiner Ansicht nach nicht allein über taktische Vorgaben zu lösen ist.
Natürlich ist prinzipiell möglich, dass ein Trainer noch nicht ausgeschöpfte Reserven nutzen kann, in dem er Spielern neue Lösungen an die Hand gibt. Dabei ist die Qualität des Spielers aber ein begrenzender Faktor. Das gilt für jede Dimension; die technische, die athletische, die taktische.
Für mich war es ein deutliches Zeichen, dass Piszczek in der Schlussphase unverzichtbarer Teil der Viererkette war. Obwohl er schon in vielen physischen Kategorien Probleme mit dem Bundesliganiveau hatte. Die Qualität im Aufbau und in der Organisation war mit Meunier und Morey, und zwischendurch mit Can, nicht zu machen; auch nicht nach vier Monaten Arbeit mit Terzic.
Rose wird schon was in Meunier sehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leitung anderenfalls untätig bliebe. Dafür wäre das Risiko viel zu hoch angesichts dessen, dass sowohl unter Favre, als auch unter Terzic, in allen Varianten diese Position als Schwachpunkt ausgemacht wurde.
Die Zweifel daran, dass Rose es allein taktisch lösen könnte, finde ich aber gerade deswegen begründet. Der Eindruck der letzten Saison war, dass man eben, wenn alle Schwächen bestmöglich balanciert sind, man besser fährt, wenn man vom aktiven Spiel abkehrt und die Schwachstellen vermeidet. Das wird Rose nicht wollen und es wird spannend, welche Lösung er anbietet.
Um auf den ersten zitierten Punkt zu kommen: Natürlich können Spieler individuell bessere Leistungen bringen, aber vor allem dann, wenn die Spieler um sie herum in der Lage sind, ihnen die Möglichkeit dazu zu geben und das wird der begrenzende Faktor für taktische Anpassungen und die Teamleistung sein.
Ja, mit dieser Ansicht kann ich mitgehen. Ich denke hier gilt es abzuwarten, was genau Rose vor hat. Wir wissen ja aktuell noch nicht mal, ob Rose seinen ultraoffensiven Fussball aus Salzburger Zeiten hier adaptieren möchte. Dass er aktuell viel Pressing übt heißt ja da noch nichts. Es kann auch gut sein, dass wir situativ oder nur in bestimmten Spielphasen dominant und hoch pressen wollen und in anderen Spielphasen uns etwas mehr zurückziehen und tiefer stehen.
Aus meiner Sicht ist ein 90- minütiges Pressing für uns kein geeigneter Spielstil bzw. weltweit gibt es eigentlich nur wenige Mannschaften, die das erfolgreich gegen jeden Gegner durchziehen können. Selbst Mannschaften wie PSG, Juve oder beispielsweise Real Madrid gehen nicht mit so einer Herangehensweise an die Spiele heran, sondern da wird auch zwischenzeitlich gerne mal die Kontrolle abgegeben und auf Konter gespielt.
Was man im Übrigen nicht vergessen darf: Auch unter Terzic haben wir zeitweise sehr dominant gespielt, trotz einer defensiveren Herangehensweise. So hatte man beispielsweise im Heimspiel gegen Bremen 69% Ballbesitz (4-1 Sieg, Sancho nicht dabei) oder beim Auswärtsspiel in Mainz 63% Ballbesitz.
Bedeudend weniger Ballbesitz in der Siegesserie zum Schluss hatte man eigentlich nur in den Leipzig-Spielen, wo man aber gesehen hat, dass diese Herangehensweise beim aggressiven Pressing der Leipziger offenbar die richtige war, da man so über Haaland und Sancho gezielt auskontern konnte.
Hier wird man unter Rose sicherlich wieder versuchen, etwas aktiver zu sein, aber ich fände es schon wünschenswert, wenn man die Basis, die Terzic gelegt hat in puncto defensiver Stabilität beibehalten könnte. Heißt, wenn man mal unter Druck gerät und sich tiefer zurückziehen muss, muss das Team die Gewissheit haben, auch eine tiefe Position im Feld erfolgreich verteidigen zu können und die Gewissheit haben, über Konter jederzeit gefährlich werden zu können.
Die Ballbesitzanteile in den letzten sieben erfolgreichen Bundesligaspielen betrugen, laut tm, 53% gegen Leverkusen, 65% gegen Mainz, 44% gegen Leipzig, 46% gegen Wolfsburg, 52% gegen Union, 69% gegen Werder und 51% gegen Stuttgart.
Insgesamt ein gutes Stück weniger Ballbesitz als ich normalerweise gegen diese Mannschaften erwarten würde. Aber das ist erst einmal egal, wenn es funktioniert.
Ich bin auch der Meinung, dass eine Kontertaktik vielversprechend ist. Allerdings muss der Gegner auch mitspielen.
Ich fand es erstaunlich, dass uns Union und Stuttgart den Ball nicht mehr überlassen haben. Aber auch für Wolfsburg, Leverkusen und Leipzig hätte es sich eigentlich eher angeboten. Denn Kontern können wir. Außerdem konnten wir auf diese Weise hinten die Kompaktheit herstellen. Mir scheint das eigentlich ein simples Prinzip, um die Stabilität zu erhöhen (mit einem Schnitt von einem Gegentor pro Spiel war die am Ende aber auch nicht sonderlich hoch). Erst einmal hinten sicher stehen, ist eine Maßnahme die viele Trainer ergreifen, wenn die Mannschaft Probleme hat. Taktisch scheint mir das einer Mannschaft viel weniger abzuverlangen als ein hohes Pressing. Die Kompaktheit und Ordnung kann man so wohl leicht aufrechterhalten. Stöger hatte dadurch ebenfalls ein gewisse, defensive Grundstabilität bei uns hergestellt, meine ich.
04.08.2021 - 08:35 Uhr
Quelle: www.sport1.de
Und dieser Hinsicht wurde er offenbar von Rose enttäuscht. “Am Ende muss man sagen, dass er die Identifikation, die er am Anfang gepredigt hat, nicht unbedingt in dem Maße gelebt hat”, fügte Eberl an: “Er hat sich für den vermeintlich größeren Klub entschieden, bei dem er für sich gefühlt hat, eher Deutscher Meister werden zu können als bei uns.”
Also wenn das alles ist, was Eberl Rose "vorwirft", bin ich da noch recht entspannt. Zumal die Wahrscheinlichkeit, mit dem BVB deutscher Meister zu werden, ebenso hoch sein dürfte wie in Gladbach
Zumindest kann man charakterlich keine große Delle an Rose konstatieren, das dürfte im Presseumfeld schon mal die Unruhe verhindern, die es mit Favre damals gab, von wegen haut einfach ab, schwieriger Mensch usw.
Inwieweit er uns sportlich und fachlich voranbringt, bleibt abzuwarten, aber große Sorgen mache ich mir eigentlich nicht. Zumindest nicht, dass wir mit ihm total abstürzen
Und ich weiß auch nicht, ob man jetzt von jedem Trainer die totale Identifikation mit dem Verein verlangen kann, wie es beispielsweise Streich mit Freiburg hält oder seinerzeit Klopp mit dem BVB. Ja, schön wäre es, aber heutzutage keine Grundvoraussetzung für eine Anstellung. Daher seh ich das jetzt nicht unbedingt als Qualitätsmerkmal für oder gegen Rose.
04.08.2021 - 09:55 Uhr
Zitat von crosseo
Zumindest kann man charakterlich keine große Delle an Rose konstatieren, das dürfte im Presseumfeld schon mal die Unruhe verhindern, die es mit Favre damals gab, von wegen haut einfach ab, schwieriger Mensch usw.
Inwieweit er uns sportlich und fachlich voranbringt, bleibt abzuwarten, aber große Sorgen mache ich mir eigentlich nicht. Zumindest nicht, dass wir mit ihm total abstürzen
Und ich weiß auch nicht, ob man jetzt von jedem Trainer die totale Identifikation mit dem Verein verlangen kann, wie es beispielsweise Streich mit Freiburg hält oder seinerzeit Klopp mit dem BVB. Ja, schön wäre es, aber heutzutage keine Grundvoraussetzung für eine Anstellung. Daher seh ich das jetzt nicht unbedingt als Qualitätsmerkmal für oder gegen Rose.
Quelle: https://www.sport1.de/news/fussball/bundesliga/2021/08/borussia-monchengladbach-was-max-eberl-marco-rose-vorwirft
Und dieser Hinsicht wurde er offenbar von Rose enttäuscht. “Am Ende muss man sagen, dass er die Identifikation, die er am Anfang gepredigt hat, nicht unbedingt in dem Maße gelebt hat”, fügte Eberl an: “Er hat sich für den vermeintlich größeren Klub entschieden, bei dem er für sich gefühlt hat, eher Deutscher Meister werden zu können als bei uns.”
Also wenn das alles ist, was Eberl Rose "vorwirft", bin ich da noch recht entspannt. Zumal die Wahrscheinlichkeit, mit dem BVB deutscher Meister zu werden, ebenso hoch sein dürfte wie in Gladbach
Zumindest kann man charakterlich keine große Delle an Rose konstatieren, das dürfte im Presseumfeld schon mal die Unruhe verhindern, die es mit Favre damals gab, von wegen haut einfach ab, schwieriger Mensch usw.
Inwieweit er uns sportlich und fachlich voranbringt, bleibt abzuwarten, aber große Sorgen mache ich mir eigentlich nicht. Zumindest nicht, dass wir mit ihm total abstürzen
Und ich weiß auch nicht, ob man jetzt von jedem Trainer die totale Identifikation mit dem Verein verlangen kann, wie es beispielsweise Streich mit Freiburg hält oder seinerzeit Klopp mit dem BVB. Ja, schön wäre es, aber heutzutage keine Grundvoraussetzung für eine Anstellung. Daher seh ich das jetzt nicht unbedingt als Qualitätsmerkmal für oder gegen Rose.
Für mich spricht da eigentlich nur der verletzte Stolz von Eberl, der aus seiner Sicht das Verhältnis zwischen dem BVB und dem VFL naturgemäß ein wenig optimistischer in Richtung VFL sieht.
Finde ich schade, dass er diese Wäsche meint in der Öffentlichkeit waschen zu müssen.
04.08.2021 - 10:06 Uhr
Zitat von scorpiifornax
Für mich spricht da eigentlich nur der verletzte Stolz von Eberl, der aus seiner Sicht das Verhältnis zwischen dem BVB und dem VFL naturgemäß ein wenig optimistischer in Richtung VFL sieht.
Finde ich schade, dass er diese Wäsche meint in der Öffentlichkeit waschen zu müssen.
Zitat von crosseo
Zumindest kann man charakterlich keine große Delle an Rose konstatieren, das dürfte im Presseumfeld schon mal die Unruhe verhindern, die es mit Favre damals gab, von wegen haut einfach ab, schwieriger Mensch usw.
Inwieweit er uns sportlich und fachlich voranbringt, bleibt abzuwarten, aber große Sorgen mache ich mir eigentlich nicht. Zumindest nicht, dass wir mit ihm total abstürzen
Und ich weiß auch nicht, ob man jetzt von jedem Trainer die totale Identifikation mit dem Verein verlangen kann, wie es beispielsweise Streich mit Freiburg hält oder seinerzeit Klopp mit dem BVB. Ja, schön wäre es, aber heutzutage keine Grundvoraussetzung für eine Anstellung. Daher seh ich das jetzt nicht unbedingt als Qualitätsmerkmal für oder gegen Rose.
Quelle: https://www.sport1.de/news/fussball/bundesliga/2021/08/borussia-monchengladbach-was-max-eberl-marco-rose-vorwirft
Und dieser Hinsicht wurde er offenbar von Rose enttäuscht. “Am Ende muss man sagen, dass er die Identifikation, die er am Anfang gepredigt hat, nicht unbedingt in dem Maße gelebt hat”, fügte Eberl an: “Er hat sich für den vermeintlich größeren Klub entschieden, bei dem er für sich gefühlt hat, eher Deutscher Meister werden zu können als bei uns.”
Also wenn das alles ist, was Eberl Rose "vorwirft", bin ich da noch recht entspannt. Zumal die Wahrscheinlichkeit, mit dem BVB deutscher Meister zu werden, ebenso hoch sein dürfte wie in Gladbach
Zumindest kann man charakterlich keine große Delle an Rose konstatieren, das dürfte im Presseumfeld schon mal die Unruhe verhindern, die es mit Favre damals gab, von wegen haut einfach ab, schwieriger Mensch usw.
Inwieweit er uns sportlich und fachlich voranbringt, bleibt abzuwarten, aber große Sorgen mache ich mir eigentlich nicht. Zumindest nicht, dass wir mit ihm total abstürzen
Und ich weiß auch nicht, ob man jetzt von jedem Trainer die totale Identifikation mit dem Verein verlangen kann, wie es beispielsweise Streich mit Freiburg hält oder seinerzeit Klopp mit dem BVB. Ja, schön wäre es, aber heutzutage keine Grundvoraussetzung für eine Anstellung. Daher seh ich das jetzt nicht unbedingt als Qualitätsmerkmal für oder gegen Rose.
Für mich spricht da eigentlich nur der verletzte Stolz von Eberl, der aus seiner Sicht das Verhältnis zwischen dem BVB und dem VFL naturgemäß ein wenig optimistischer in Richtung VFL sieht.
Finde ich schade, dass er diese Wäsche meint in der Öffentlichkeit waschen zu müssen.
Ich kann ihn da schon verstehen, dass er sowas öffentlich macht. Gerade mit dem Aspekt, dass er danach gefragt wurde. Die letzte Saison hat einen kleinen graben zwischen Fans und Vorstand/Führungsetage erschaffen. Eberl versucht damit natürlich den Fans zu erklären, warum und wieso gewisse Entscheidungen in der Causa Rose getroffen worden sind. Das hat nichts mit verletztem Stolz o.ä. zutun, er versucht einfach diesen Graben wieder etwas kleiner werden zu lassen.
Diesen Satz mit der Identifikation hat er so gesagt, da die beiden Herren von dem besagten Podcast diese Folge unter dem Namen "Identifikation" gesetzt hat, diese hat nämlich nach der Bekanntgabe des Wechsels etwas bei uns am Niederrhein gelitten. Soweit ich das in Erinnerungen habe, hat er sich auch nie abfällig in Richtung Rose/BvB geäußert. Sein Ziel ist es lediglich, die Fans etwas zu beschwichtigen und zu zeigen "ich fühle was ihr denkt, wir sitzen in einem Boot".
Meiner Meinung nach sollte Eberl jetzt aber die causa Rose auch ad acta legen. Er hat sich nochmals ausführlich rund um die Situation erklärt und wir können die ganze Geschichte etwas besser verstehen.
Rose passt sehr gut zum BvB würde ich meinen. Das könnte ein super Match werden
Wenn wir in Gladbach dieses Jahr nicht meister werden, dann doch bitte ihr..
Liebe grüße vom Niederrhein!
04.08.2021 - 10:39 Uhr
Zitat von AstraOPC
Ich kann ihn da schon verstehen, dass er sowas öffentlich macht. Gerade mit dem Aspekt, dass er danach gefragt wurde. Die letzte Saison hat einen kleinen graben zwischen Fans und Vorstand/Führungsetage erschaffen. Eberl versucht damit natürlich den Fans zu erklären, warum und wieso gewisse Entscheidungen in der Causa Rose getroffen worden sind. Das hat nichts mit verletztem Stolz o.ä. zutun, er versucht einfach diesen Graben wieder etwas kleiner werden zu lassen.
Diesen Satz mit der Identifikation hat er so gesagt, da die beiden Herren von dem besagten Podcast diese Folge unter dem Namen "Identifikation" gesetzt hat, diese hat nämlich nach der Bekanntgabe des Wechsels etwas bei uns am Niederrhein gelitten. Soweit ich das in Erinnerungen habe, hat er sich auch nie abfällig in Richtung Rose/BvB geäußert. Sein Ziel ist es lediglich, die Fans etwas zu beschwichtigen und zu zeigen "ich fühle was ihr denkt, wir sitzen in einem Boot".
Meiner Meinung nach sollte Eberl jetzt aber die causa Rose auch ad acta legen. Er hat sich nochmals ausführlich rund um die Situation erklärt und wir können die ganze Geschichte etwas besser verstehen.
Zitat von scorpiifornax
Für mich spricht da eigentlich nur der verletzte Stolz von Eberl, der aus seiner Sicht das Verhältnis zwischen dem BVB und dem VFL naturgemäß ein wenig optimistischer in Richtung VFL sieht.
Finde ich schade, dass er diese Wäsche meint in der Öffentlichkeit waschen zu müssen.
Zitat von crosseo
Zumindest kann man charakterlich keine große Delle an Rose konstatieren, das dürfte im Presseumfeld schon mal die Unruhe verhindern, die es mit Favre damals gab, von wegen haut einfach ab, schwieriger Mensch usw.
Inwieweit er uns sportlich und fachlich voranbringt, bleibt abzuwarten, aber große Sorgen mache ich mir eigentlich nicht. Zumindest nicht, dass wir mit ihm total abstürzen
Und ich weiß auch nicht, ob man jetzt von jedem Trainer die totale Identifikation mit dem Verein verlangen kann, wie es beispielsweise Streich mit Freiburg hält oder seinerzeit Klopp mit dem BVB. Ja, schön wäre es, aber heutzutage keine Grundvoraussetzung für eine Anstellung. Daher seh ich das jetzt nicht unbedingt als Qualitätsmerkmal für oder gegen Rose.
Quelle: https://www.sport1.de/news/fussball/bundesliga/2021/08/borussia-monchengladbach-was-max-eberl-marco-rose-vorwirft
Und dieser Hinsicht wurde er offenbar von Rose enttäuscht. “Am Ende muss man sagen, dass er die Identifikation, die er am Anfang gepredigt hat, nicht unbedingt in dem Maße gelebt hat”, fügte Eberl an: “Er hat sich für den vermeintlich größeren Klub entschieden, bei dem er für sich gefühlt hat, eher Deutscher Meister werden zu können als bei uns.”
Also wenn das alles ist, was Eberl Rose "vorwirft", bin ich da noch recht entspannt. Zumal die Wahrscheinlichkeit, mit dem BVB deutscher Meister zu werden, ebenso hoch sein dürfte wie in Gladbach
Zumindest kann man charakterlich keine große Delle an Rose konstatieren, das dürfte im Presseumfeld schon mal die Unruhe verhindern, die es mit Favre damals gab, von wegen haut einfach ab, schwieriger Mensch usw.
Inwieweit er uns sportlich und fachlich voranbringt, bleibt abzuwarten, aber große Sorgen mache ich mir eigentlich nicht. Zumindest nicht, dass wir mit ihm total abstürzen
Und ich weiß auch nicht, ob man jetzt von jedem Trainer die totale Identifikation mit dem Verein verlangen kann, wie es beispielsweise Streich mit Freiburg hält oder seinerzeit Klopp mit dem BVB. Ja, schön wäre es, aber heutzutage keine Grundvoraussetzung für eine Anstellung. Daher seh ich das jetzt nicht unbedingt als Qualitätsmerkmal für oder gegen Rose.
Für mich spricht da eigentlich nur der verletzte Stolz von Eberl, der aus seiner Sicht das Verhältnis zwischen dem BVB und dem VFL naturgemäß ein wenig optimistischer in Richtung VFL sieht.
Finde ich schade, dass er diese Wäsche meint in der Öffentlichkeit waschen zu müssen.
Ich kann ihn da schon verstehen, dass er sowas öffentlich macht. Gerade mit dem Aspekt, dass er danach gefragt wurde. Die letzte Saison hat einen kleinen graben zwischen Fans und Vorstand/Führungsetage erschaffen. Eberl versucht damit natürlich den Fans zu erklären, warum und wieso gewisse Entscheidungen in der Causa Rose getroffen worden sind. Das hat nichts mit verletztem Stolz o.ä. zutun, er versucht einfach diesen Graben wieder etwas kleiner werden zu lassen.
Diesen Satz mit der Identifikation hat er so gesagt, da die beiden Herren von dem besagten Podcast diese Folge unter dem Namen "Identifikation" gesetzt hat, diese hat nämlich nach der Bekanntgabe des Wechsels etwas bei uns am Niederrhein gelitten. Soweit ich das in Erinnerungen habe, hat er sich auch nie abfällig in Richtung Rose/BvB geäußert. Sein Ziel ist es lediglich, die Fans etwas zu beschwichtigen und zu zeigen "ich fühle was ihr denkt, wir sitzen in einem Boot".
Meiner Meinung nach sollte Eberl jetzt aber die causa Rose auch ad acta legen. Er hat sich nochmals ausführlich rund um die Situation erklärt und wir können die ganze Geschichte etwas besser verstehen.
Denk ich auch. Davon abgesehen hat er auch am Ende noch einmal betont, dass sie im Guten auseinander gingen. Also weniger ein Nachtreten als eine schlichte Antwort auf eine Frage zum Thema Identifikation. Und wir müssen ja auch nicht unter den Tisch kehren, dass selbstverständlich beim Thema Rose von den Journalisten gerne mal so lange gebohrt wird, bis etwas Schreibbares zustande kommt.
04.08.2021 - 10:57 Uhr
Zitat von scorpiifornax
Für mich spricht da eigentlich nur der verletzte Stolz von Eberl, der aus seiner Sicht das Verhältnis zwischen dem BVB und dem VFL naturgemäß ein wenig optimistischer in Richtung VFL sieht.
Finde ich schade, dass er diese Wäsche meint in der Öffentlichkeit waschen zu müssen.
Zitat von crosseo
Zumindest kann man charakterlich keine große Delle an Rose konstatieren, das dürfte im Presseumfeld schon mal die Unruhe verhindern, die es mit Favre damals gab, von wegen haut einfach ab, schwieriger Mensch usw.
Inwieweit er uns sportlich und fachlich voranbringt, bleibt abzuwarten, aber große Sorgen mache ich mir eigentlich nicht. Zumindest nicht, dass wir mit ihm total abstürzen
Und ich weiß auch nicht, ob man jetzt von jedem Trainer die totale Identifikation mit dem Verein verlangen kann, wie es beispielsweise Streich mit Freiburg hält oder seinerzeit Klopp mit dem BVB. Ja, schön wäre es, aber heutzutage keine Grundvoraussetzung für eine Anstellung. Daher seh ich das jetzt nicht unbedingt als Qualitätsmerkmal für oder gegen Rose.
Quelle: https://www.sport1.de/news/fussball/bundesliga/2021/08/borussia-monchengladbach-was-max-eberl-marco-rose-vorwirft
Und dieser Hinsicht wurde er offenbar von Rose enttäuscht. “Am Ende muss man sagen, dass er die Identifikation, die er am Anfang gepredigt hat, nicht unbedingt in dem Maße gelebt hat”, fügte Eberl an: “Er hat sich für den vermeintlich größeren Klub entschieden, bei dem er für sich gefühlt hat, eher Deutscher Meister werden zu können als bei uns.”
Also wenn das alles ist, was Eberl Rose "vorwirft", bin ich da noch recht entspannt. Zumal die Wahrscheinlichkeit, mit dem BVB deutscher Meister zu werden, ebenso hoch sein dürfte wie in Gladbach
Zumindest kann man charakterlich keine große Delle an Rose konstatieren, das dürfte im Presseumfeld schon mal die Unruhe verhindern, die es mit Favre damals gab, von wegen haut einfach ab, schwieriger Mensch usw.
Inwieweit er uns sportlich und fachlich voranbringt, bleibt abzuwarten, aber große Sorgen mache ich mir eigentlich nicht. Zumindest nicht, dass wir mit ihm total abstürzen
Und ich weiß auch nicht, ob man jetzt von jedem Trainer die totale Identifikation mit dem Verein verlangen kann, wie es beispielsweise Streich mit Freiburg hält oder seinerzeit Klopp mit dem BVB. Ja, schön wäre es, aber heutzutage keine Grundvoraussetzung für eine Anstellung. Daher seh ich das jetzt nicht unbedingt als Qualitätsmerkmal für oder gegen Rose.
Für mich spricht da eigentlich nur der verletzte Stolz von Eberl, der aus seiner Sicht das Verhältnis zwischen dem BVB und dem VFL naturgemäß ein wenig optimistischer in Richtung VFL sieht.
Finde ich schade, dass er diese Wäsche meint in der Öffentlichkeit waschen zu müssen.
Ich finde es auch unnötig.
Vor allem tut er auch ein bisschen so, als würden ansonsten nur Leute bei BMG sein, die total am Club hängen.
Hat man ja bei Hütter direkt gesehen. Wie war das noch? Bis auf die Farben hätte sich nichts geändert...
04.08.2021 - 15:53 Uhr
Ich frage mich eher, wieso diese Aussagen jetzt aufgegriffen werden, das Gespräch mit diesem Postcast hat irgendwann im Juli stattgefunden und die Aussagen waren schon damals auf dem Tisch, warum wird das jetzt nochmal aufgewärmt und Passagen so zitiert, dass es nach einem Nachtreten von Eberl in Richtung Rose aussieht?
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