Neues von alten Wolfsburgern
01.11.2005 - 18:30 Uhr
03.04.2006 - 08:53 Uhr
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Duell zweier Ex-VfLer in Spanien: Fernando Baiano gewann mit Celta Vigo bei Martin Petrov und Atlético Madrid mit 3:0.
03.04.2006 - 08:53 Uhr
Biliskov enttäuscht: „Zu viel Dummheit“
Bundesliga: Duisburger hadern mit Stürmern
(rs) Bei seiner Rückkehr in die VW-Arena hätte sich Ex-VfLer Marino Biliskov beinahe verlaufen: Nach dem 1:1 gegen den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten rannte der Nun-Duisburger in die Gastgeber-Kabine. Grund: Bili war tief enttäuscht über das späte Ausgleichstor.
„Uns jetzt so mies zu fühlen, haben wir nicht verdient“, sagte Biliskov gleich nach dem Spiel. Denn: „Wir haben das Spiel dominiert, aber verpasst, das zweite Tor nachzulegen.“ Das bemängelte auch MSV-Trainer Jürgen Kohler. „Da geht der Egoismus zu weit“, haderte er mit Stürmer Klemen Lavric, der eine Konterchance vergeben hatte.
Für Duisburg war‘s die große Chance, wieder an die Nichtabstiegs-Ränge heranzurücken. „Wir hatten geplant, einen großen Satz nach oben zu machen“, schimpfte Biliskov. „Aber dass es am Ende so läuft, ist typisch für uns. Die Dummheit von uns allen war zu groß.“ Und: „Wir waren nicht in der Lage, den Sieg über die Zeit zu bringen.“
Statt dessen schlug der VfL in der Nachspielzeit zu. „Wolfsburg darf gar nicht mehr in die Situation kommen, ein Tor zu erzielen. Da müssen wir mit elf Mann im eigenen Strafraum stehen“, erklärte der Abwehr-Mann, der sechs Jahre beim VfL gespielt hatte. Die Lage des MSV laut Bili: „Wir sind in einer scheiß Situation!“
03.04.2006 - 08:54 Uhr
Scherze: April, April
Sportteil der AZ/WAZ-Samstagsausgabe
April, April! Sie haben es gemerkt, oder? In unserer Samstag-Ausgabe verbargen sich im Lokalsportteil zwei Aprilscherze.
Die Geschichte, dass Ex-VfL-Manager Thomas Strunz als Sportdirektor beim MTV Gifhorn einsteigt, war ebenso frei erfunden wie die Story, dass der neue Pay-TV-Sender „Arena“ eine Samstags-Serie unter dem Titel „Effes Elf“ startet, in der der ehemalige Fußballstar und Ex-VfL-Spielmacher Stefan Effenberg Gifhorner Amateur-Fußballer durch die Saison begleitet.
04.04.2006 - 08:33 Uhr
Streit: Bei den Summen, die VW investiert, kommt zu wenig heraus
Ex-Wolfsburger weint dem VfL keine Träne nach und kündigt Abstiegsendspiel an
Von Lars Stöhr
WOLFSBURG. "Ich weine dem VfL keine Träne nach", sagt Albert Streit. Der Mittelfeldspieler des 1. FC Köln trug bis zur Winterpause 2003 noch das Trikot des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Am Samstag (15.30 Uhr, Rhein-Energie-Stadion) gibt es für ihn im Abstiegskampf ein Wiedersehen mit seinem ungeliebten Ex-Klub.
Große positive Emotionen verbindet der 26-Jährige aber nicht damit. "Für uns ist die Heimpartie gegen Wolfsburg ein Abstiegsendspiel. Holen wir drei Punkte, haben wir noch eine kleine Chance auf den Klassenerhalt. Dass ich mal ein halbes Jahr in Wolfsburg gespielt habe, interessiert mich dabei überhaupt nicht", sagt Streit. Große Kontakte zum VfL oder gar zur Stadt hat er ohnehin nicht mehr. "Mit Maik Franz telefoniere ich ab und zu. Ansonsten habe ich in Wolfsburg noch einen guten Freund, der aber nichts mit dem Fußballgeschäft zu tun hat."
Über den aktuellen Tabellenplatz des VfL kann sich Streit – wie so viele Fußballfans – nur wundern. "Ein Verein mit einer solchen Mannschaft darf einfach nicht dort unten stehen", meint Streit. Eine Erklärung für die derzeitige Misere hat er nicht. "Das kann ich aus der Ferne nur schwer beurteilen. Aber bei den Summen, die der VW-Konzern in den Verein investiert, kommt am Ende offenbar sportlich einfach zu wenig heraus", kritisiert er.
Rückblick: Zuerst hatte der VfL Streit nur nach Köln ausgeliehen. Mittlerweile besitzt der offensive Mittelfeldspieler bei den Rheinländern aber einen Vertrag bis zum Sommer des nächsten Jahres. "Ich fühle mich hier wohl und habe mich sportlich weiter entwickelt. Es wäre schade, wenn wir in die 2. Liga absteigen müssten."
Doch so weit soll es erst gar nicht kommen: "Der Trainer wird uns für das Spiel am Samstag schon die richtige Taktik vorgeben. Aber mit Schönspielerei kommen wir gegen einen angeschlagenen Gegner wie Wolfsburg bestimmt nicht weiter." Streit klingt kampfeslustig. Die VfL-Mannschaft von Trainer Klaus Augenthaler kann sich am Samstag auf aggressive Kölner gefasst machen – mit einem Ex-"Wolf" im Geißpelz.
Ex-Wolfsburger weint dem VfL keine Träne nach und kündigt Abstiegsendspiel an
Von Lars Stöhr
WOLFSBURG. "Ich weine dem VfL keine Träne nach", sagt Albert Streit. Der Mittelfeldspieler des 1. FC Köln trug bis zur Winterpause 2003 noch das Trikot des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Am Samstag (15.30 Uhr, Rhein-Energie-Stadion) gibt es für ihn im Abstiegskampf ein Wiedersehen mit seinem ungeliebten Ex-Klub.
Große positive Emotionen verbindet der 26-Jährige aber nicht damit. "Für uns ist die Heimpartie gegen Wolfsburg ein Abstiegsendspiel. Holen wir drei Punkte, haben wir noch eine kleine Chance auf den Klassenerhalt. Dass ich mal ein halbes Jahr in Wolfsburg gespielt habe, interessiert mich dabei überhaupt nicht", sagt Streit. Große Kontakte zum VfL oder gar zur Stadt hat er ohnehin nicht mehr. "Mit Maik Franz telefoniere ich ab und zu. Ansonsten habe ich in Wolfsburg noch einen guten Freund, der aber nichts mit dem Fußballgeschäft zu tun hat."
Über den aktuellen Tabellenplatz des VfL kann sich Streit – wie so viele Fußballfans – nur wundern. "Ein Verein mit einer solchen Mannschaft darf einfach nicht dort unten stehen", meint Streit. Eine Erklärung für die derzeitige Misere hat er nicht. "Das kann ich aus der Ferne nur schwer beurteilen. Aber bei den Summen, die der VW-Konzern in den Verein investiert, kommt am Ende offenbar sportlich einfach zu wenig heraus", kritisiert er.
Rückblick: Zuerst hatte der VfL Streit nur nach Köln ausgeliehen. Mittlerweile besitzt der offensive Mittelfeldspieler bei den Rheinländern aber einen Vertrag bis zum Sommer des nächsten Jahres. "Ich fühle mich hier wohl und habe mich sportlich weiter entwickelt. Es wäre schade, wenn wir in die 2. Liga absteigen müssten."
Doch so weit soll es erst gar nicht kommen: "Der Trainer wird uns für das Spiel am Samstag schon die richtige Taktik vorgeben. Aber mit Schönspielerei kommen wir gegen einen angeschlagenen Gegner wie Wolfsburg bestimmt nicht weiter." Streit klingt kampfeslustig. Die VfL-Mannschaft von Trainer Klaus Augenthaler kann sich am Samstag auf aggressive Kölner gefasst machen – mit einem Ex-"Wolf" im Geißpelz.
29.04.2006 - 11:30 Uhr
"Das war Gänsehaut-Atmosphäre"
Anlässlich des Pokalfinales erinnern sich die VfL-Helden von 1995 an ihr Spiel in Berlin
Von Lars Stöhr
WOLFSBURG. Neben dem Gewinn der deutschen Meisterschaft ist das Erreichen des DFB-Pokalfinales im Berliner Olympiastadion wohl der Traum jedes Profi-Fußballers. Heute Abend treffen Bayern München und Eintracht Frankfurt aufeinander. Doch auch der VfL Wolfsburg hatte schon einmal die Chance, den Pokal zu gewinnen. Das ist elf Jahre her.
24. Juni 1995: Vor 75 000 Zuschauern stehen die "Wölfe" als Zweitligist im Endspiel dem Erstligisten Mönchengladbach gegenüber. "Als wir damals ins Stadion kamen, war das eine Gänsehaut-Atmosphäre", erinnert sich Ex-VfL-Spieler Detlev Dammeier. In den Runden zuvor hatten sich die gegen Schalke 04 II, Eintracht Frankfurt, TSV Vestenbergsgreuth, FC Bayern München II und den 1. FC Köln durchgesetzt. Erst die Gladbacher um den späteren VfL-Mittelfeldstar Stefan Effenberg und VfL-Trainer Holger Fach stoppten die Erfolgsserie.
"Das Spiel lief nicht gut für uns. Beim 0:3 konnten wir spielerisch nichts ausrichten", erklärt Dammeier die Final-Niederlage. Mit auf dem Platz war damals auch Stefan Meißner. "Es ist zwar schon ein paar Jahre her, aber ich denke immer noch gerne daran zurück", sagt Meißner. In seinem ersten Jahr als Profi beim VfL war das Pokalfinale für ihn die Krönung. "Ich war noch sehr jung und wollte unbedingt den Sprung nach Berlin schaffen." Garant für den Erfolg im Pokal war die mannschaftliche Geschlossenheit. Meißner: "Siege gegen Erstligisten wie Frankfurt oder Köln waren nur möglich, weil wir von der Nummer 1 bis zur 25 zusammengehalten haben."
Für die Tore in der 2. Liga und im Pokal sorgte damals Siggi Reich. Auch für ihn sind die Erinnerungen immer noch präsent. "Das Finale in Berlin werde ich nie vergessen, auch wenn wir nicht als Sieger vom Platz gegangen sind. Im Leben eines Profi-Fußballers kommt das eben nicht so oft vor", sagt Reich und gerät dabei jetzt noch ins Schwärmen.
Zurück in die Gegenwart. Der FC Bayern will heute gegen Frankfurt seinen ersten Titel in diesem Jahr holen. Meißner verfolgt die Partie vor dem Fernseher. "In einem Endspiel hat zwar auch der Außenseiter gute Chancen. Ich tippe aber auf ein 3:1 für die Bayern." Reich sieht die Münchner ebenfalls als Sieger. "Die sind klarer Favorit." Auch Dammeier erwartet einen Erfolg des Rekordmeisters.
Und kann der VfL Wolfsburg bald auch mal wieder ins DFB-Pokalfinale einziehen? Meißner ist guter Dinge. "Jetzt ist zwar erst mal der Klassenerhalt in der Bundesliga wichtig. Mit ein wenig Losglück kann es aber schon im nächsten Jahr soweit sein."
Anlässlich des Pokalfinales erinnern sich die VfL-Helden von 1995 an ihr Spiel in Berlin
Von Lars Stöhr
WOLFSBURG. Neben dem Gewinn der deutschen Meisterschaft ist das Erreichen des DFB-Pokalfinales im Berliner Olympiastadion wohl der Traum jedes Profi-Fußballers. Heute Abend treffen Bayern München und Eintracht Frankfurt aufeinander. Doch auch der VfL Wolfsburg hatte schon einmal die Chance, den Pokal zu gewinnen. Das ist elf Jahre her.
24. Juni 1995: Vor 75 000 Zuschauern stehen die "Wölfe" als Zweitligist im Endspiel dem Erstligisten Mönchengladbach gegenüber. "Als wir damals ins Stadion kamen, war das eine Gänsehaut-Atmosphäre", erinnert sich Ex-VfL-Spieler Detlev Dammeier. In den Runden zuvor hatten sich die gegen Schalke 04 II, Eintracht Frankfurt, TSV Vestenbergsgreuth, FC Bayern München II und den 1. FC Köln durchgesetzt. Erst die Gladbacher um den späteren VfL-Mittelfeldstar Stefan Effenberg und VfL-Trainer Holger Fach stoppten die Erfolgsserie.
"Das Spiel lief nicht gut für uns. Beim 0:3 konnten wir spielerisch nichts ausrichten", erklärt Dammeier die Final-Niederlage. Mit auf dem Platz war damals auch Stefan Meißner. "Es ist zwar schon ein paar Jahre her, aber ich denke immer noch gerne daran zurück", sagt Meißner. In seinem ersten Jahr als Profi beim VfL war das Pokalfinale für ihn die Krönung. "Ich war noch sehr jung und wollte unbedingt den Sprung nach Berlin schaffen." Garant für den Erfolg im Pokal war die mannschaftliche Geschlossenheit. Meißner: "Siege gegen Erstligisten wie Frankfurt oder Köln waren nur möglich, weil wir von der Nummer 1 bis zur 25 zusammengehalten haben."
Für die Tore in der 2. Liga und im Pokal sorgte damals Siggi Reich. Auch für ihn sind die Erinnerungen immer noch präsent. "Das Finale in Berlin werde ich nie vergessen, auch wenn wir nicht als Sieger vom Platz gegangen sind. Im Leben eines Profi-Fußballers kommt das eben nicht so oft vor", sagt Reich und gerät dabei jetzt noch ins Schwärmen.
Zurück in die Gegenwart. Der FC Bayern will heute gegen Frankfurt seinen ersten Titel in diesem Jahr holen. Meißner verfolgt die Partie vor dem Fernseher. "In einem Endspiel hat zwar auch der Außenseiter gute Chancen. Ich tippe aber auf ein 3:1 für die Bayern." Reich sieht die Münchner ebenfalls als Sieger. "Die sind klarer Favorit." Auch Dammeier erwartet einen Erfolg des Rekordmeisters.
Und kann der VfL Wolfsburg bald auch mal wieder ins DFB-Pokalfinale einziehen? Meißner ist guter Dinge. "Jetzt ist zwar erst mal der Klassenerhalt in der Bundesliga wichtig. Mit ein wenig Losglück kann es aber schon im nächsten Jahr soweit sein."
03.05.2006 - 07:02 Uhr
Ex-Wolfsburger und Ex-Mainzer: Wem drückt Akrapovic die Daumen?
(mé) Er spielte drei Jahre für den VfL Wolfsburg und drei Jahre für den FSV Mainz 05. Sitzt Bruno Akrapovic also heute in der VW-Arena beim Keller-Knaller der Fußball-Bundesliga zwischen Wolfsburg und Mainz – emotional – zwischen den Stühlen? „Jein!“, sagt der Spielertrainer des Niedersachsenligisten SSV Vorsfelde. „Ich hoffe auf ein Ergebnis, das beiden weiterhilft, weil mein Herz für beide Vereine schlägt. Aber für Wolfsburg schlägt es lauter.“
Was natürlich auch sportliche Gründe hat. Denn während Akrapovic mit dem VfL einen Höhepunkt seiner Karriere erlebte, den Zweitliga-Aufstieg 1992, verbindet ihn mit dem FSV eher ein Tiefpunkt – das Scheitern im legendären Bundesliga-Aufstiegs-Endspiel 1997 in Wolfsburg (4:5). „Die positiven Erinnerungen überwiegen dabei aber“, sagt der Bosnier. „Als wir nach Mainz zurückkamen, haben uns 25.000 Fans empfangen – unglaublich!“
Vom Drama vor neun Jahren kann Akrapovic erzählen, als wäre es gestern gewesen. Etwa von der Halbzeitpause. „Wir waren durch Herzbergers Platzverweis ein Mann weniger, lagen 1:3 hinten, in der Kabine herrschte völlige Niedergeschlagenheit“, schildert der 38-Jährige. „Da bin ich aufgestanden, habe appelliert: ,Männer, lasst uns unser wahres Gesicht zeigen, denkt an die zigtausend Fans, die das erwarten!‘“ Tatsächlich machte es der FSV mit dem Ausgleich nochmal spannend…“
Letztlich nahm Akrapovic‘ Abschiedsspiel (er wechselte zu Tennis Borussia Berlin) für ihn und Mainz kein gutes Ende. Anders die Zeit beim VfL. „Das Erlebnis des Aufstiegs hat mich geprägt, war für meinen Charakter eine unglaublich wertvolle Erfahrung“, schwärmt der Mittelfeldspieler. „Zudem sind Freundschaften mit Mannschaftskollegen entstanden, die bis heute Bestand haben. Wann immer ich Probleme hatte, habe ich Zuflucht in Wolfsburg gesucht – diese Stadt und dieser Verein sind für mich eine Herzensangelegenheit!“
Auch deshalb schlägt sein Herz heute lauter für den VfL. Bei seiner Prognose gibt er sich aber bewusst diplomatisch. Akrapovic: „Das Spiel endet 1:1 – und am Ende bleiben beide drin!“
(mé) Er spielte drei Jahre für den VfL Wolfsburg und drei Jahre für den FSV Mainz 05. Sitzt Bruno Akrapovic also heute in der VW-Arena beim Keller-Knaller der Fußball-Bundesliga zwischen Wolfsburg und Mainz – emotional – zwischen den Stühlen? „Jein!“, sagt der Spielertrainer des Niedersachsenligisten SSV Vorsfelde. „Ich hoffe auf ein Ergebnis, das beiden weiterhilft, weil mein Herz für beide Vereine schlägt. Aber für Wolfsburg schlägt es lauter.“
Was natürlich auch sportliche Gründe hat. Denn während Akrapovic mit dem VfL einen Höhepunkt seiner Karriere erlebte, den Zweitliga-Aufstieg 1992, verbindet ihn mit dem FSV eher ein Tiefpunkt – das Scheitern im legendären Bundesliga-Aufstiegs-Endspiel 1997 in Wolfsburg (4:5). „Die positiven Erinnerungen überwiegen dabei aber“, sagt der Bosnier. „Als wir nach Mainz zurückkamen, haben uns 25.000 Fans empfangen – unglaublich!“
Vom Drama vor neun Jahren kann Akrapovic erzählen, als wäre es gestern gewesen. Etwa von der Halbzeitpause. „Wir waren durch Herzbergers Platzverweis ein Mann weniger, lagen 1:3 hinten, in der Kabine herrschte völlige Niedergeschlagenheit“, schildert der 38-Jährige. „Da bin ich aufgestanden, habe appelliert: ,Männer, lasst uns unser wahres Gesicht zeigen, denkt an die zigtausend Fans, die das erwarten!‘“ Tatsächlich machte es der FSV mit dem Ausgleich nochmal spannend…“
Letztlich nahm Akrapovic‘ Abschiedsspiel (er wechselte zu Tennis Borussia Berlin) für ihn und Mainz kein gutes Ende. Anders die Zeit beim VfL. „Das Erlebnis des Aufstiegs hat mich geprägt, war für meinen Charakter eine unglaublich wertvolle Erfahrung“, schwärmt der Mittelfeldspieler. „Zudem sind Freundschaften mit Mannschaftskollegen entstanden, die bis heute Bestand haben. Wann immer ich Probleme hatte, habe ich Zuflucht in Wolfsburg gesucht – diese Stadt und dieser Verein sind für mich eine Herzensangelegenheit!“
Auch deshalb schlägt sein Herz heute lauter für den VfL. Bei seiner Prognose gibt er sich aber bewusst diplomatisch. Akrapovic: „Das Spiel endet 1:1 – und am Ende bleiben beide drin!“
05.05.2006 - 16:01 Uhr
>kann mir jmd sagen ob andres allesandro back kommt..
>spielt ja derzeit bei portsmouth sehr gut...
Er wird höchst wahrscheinlich dort bleiben.
Es geht wohl nur um die Ablöse.
>spielt ja derzeit bei portsmouth sehr gut...
Er wird höchst wahrscheinlich dort bleiben.
Es geht wohl nur um die Ablöse.
16.05.2006 - 17:56 Uhr
Sven Müller...wechselt von Nürnberg in die 2te Liga zum Absteiger Kaiserslautern
17.05.2006 - 08:45 Uhr
Ex-VfLer Kennedy: Außenseiter
Bei der WM dabei: Der Australier, der mit 17 nach Wolfsburg kam
(apa) Ex-Bayern-Profi Sören Lerby hatte im Frühjahr 2000 eine ziemlich gute Idee: Warum dieses australische Talent nicht in Deutschland anbieten? Und so machte sich der damals 17-jährige Joshua Kennedy vom Carlton Soccer Club auf den Weg.
Berater Lerby machte das Probetraining in Wolfsburg klar, Cheftrainer Wolfgang Wolf entschied sofort: „Den lassen wir hier nicht mehr weg!“ Kennedy spielte für die VfL-A-Jugend, schaffte den Sprung in den Profi-Kader und erzielte zwei Bundesliga-Tore. Eines davon war ein Rekordtreffer: Nach seiner Einwechslung in Cottbus brauchte er nur 23 Sekunden, um den 3:3-Endstand zu erzielen.
2002 zog es ihn aus Wolfsburg weg – zunächst auf Vermittlung Wolfs zu den Stuttgarter Kickers. Dann ging’s zu Kölns Amateuren, viermal half er auch bei den Profis aus. Der richtige Durchbruch kam aber erst bei Dynamo Dresden, wo er in zwei Zweitliga-Jahren immerhin 16 Mal traf. Der Lohn: Ein Vertrag beim 1. FC Nürnberg zur neuen Saison – und Außenseiter Australien holte ihn ins WM-Aufgebot, wo er allerdings nur als Joker eingeplant ist.
17.05.2006 - 08:45 Uhr
Ex-VfLer McBride: Kopfballstark
Bei der WM dabei: Der Stürmer, der heute für FulhamTore macht
(apa) Als er 1994 auf Vermittlung des Ex-HSV-Profis Horst Bertl nach Wolfsburg kam, war er ein kleiner, schüchterner 21-Jähriger. Heute ist Brian McBride einer der bekanntesten Fußball-Spieler der USA und im WM-Team eine feste Größe.
In Wolfsburg wurde er nie richtig heimisch – Trainer Eckhard Krautzun versuchte damals sogar persönlich, dem smarten US-Boy eine Freundin zu vermitteln, damit er sich ein bisschen heimischer fühlt. Doch McBride, dessen spektakulärer Fallrückzieher im Pokalspiel bei Bayerns Amateuren noch immer in Erinnerung ist, hatte Heimweh, spielte die Saison nicht einmal zu Ende und ging nach weniger als einem Jahr Wolfsburg in die US-Profiliga zu Columbus Crew. Der Ablösestreit um diesen Transfer ist bis heute nicht wirklich beendet – der VfL sah nie Geld.
Nach sechs Jahren in Columbus ging es hin und her: Ein halbes Jahr Preston North End in England, dann wieder Columbus, dann zum FC Everton, wieder zurück zu Columbus, 2004 wieder nach England, diesmal zum FC Fulham. Dort wurde McBride Leistungsträger – und gilt heute als kopfballstärkster Spieler, den die USA je hatten.
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