Real Madrid C.F.
02.07.2013 - 01:57 Uhr
28.06.2019 - 14:21 Uhr
Theo wechselt zu Milan für 20 Mio. €, bestätigt die Gazzetta
https://www.gazzetta.it/Calcio/Serie-A/Milan/27-06-2019/milan-donnarumma-sblocca-club-psg-hernandez-il-mercato-340421752976.shtml
https://www.gazzetta.it/Calcio/Serie-A/Milan/27-06-2019/milan-donnarumma-sblocca-club-psg-hernandez-il-mercato-340421752976.shtml
28.06.2019 - 14:27 Uhr
28.06.2019 - 14:31 Uhr
Langsam lichten sich die Reihen, allerdings auch die der Kandidaten, bei denen ein Abgang von Anfang an realistisch erschien. Wird schwer diesen Monsterkader vollständig auf 23-24 Mann inklusive drei Torhütern runterzukürzen, aber ist ja auch keine Pflicht.
Große Überraschungen sind nicht mehr zu erwarten, ich gehe relativ sicher von der Pogba-Verpflichtung aus. Am spannendsten finde ich die Personalie Bale : Wie trainiert er und präsentiert sich, wird er eingesetzt in den Testspielen oder wohlmöglich tatsächlich keine Sekunde eingesetzt.
Letzteres könnten Zidane und Madrid eigentlich kaum bringen im Falle eines Bale der sich voll reinhängt und im Training liefert. Dafür sind Bales "Skandale" (Golf, kaum spanisch) zu albern. Somit hätte er es schlussendlich dann doch noch selber in der Hand, sich für den Kader zu qualifizieren, selbst wenn Madrid ihn bis zum Schluss am liebsten verkaufen würde. Für mich ist er nach Hazard der beste Stürmer von Madrid, habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass er zurückkehrt.
Ohne einen wiedererstarkten Bale würde mich unsere Offensive nominell auch überhaupt nicht vom Hocker hauen. Ganz passabel, aber mehr nicht. Zwei Klassen unter dem Monstrum was man sich in Barcelona grade zusammenstellt, ein Weltklasse-Bale könnte immerhin auf eine darunter verkürzen.
Große Überraschungen sind nicht mehr zu erwarten, ich gehe relativ sicher von der Pogba-Verpflichtung aus. Am spannendsten finde ich die Personalie Bale : Wie trainiert er und präsentiert sich, wird er eingesetzt in den Testspielen oder wohlmöglich tatsächlich keine Sekunde eingesetzt.
Letzteres könnten Zidane und Madrid eigentlich kaum bringen im Falle eines Bale der sich voll reinhängt und im Training liefert. Dafür sind Bales "Skandale" (Golf, kaum spanisch) zu albern. Somit hätte er es schlussendlich dann doch noch selber in der Hand, sich für den Kader zu qualifizieren, selbst wenn Madrid ihn bis zum Schluss am liebsten verkaufen würde. Für mich ist er nach Hazard der beste Stürmer von Madrid, habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass er zurückkehrt.
Ohne einen wiedererstarkten Bale würde mich unsere Offensive nominell auch überhaupt nicht vom Hocker hauen. Ganz passabel, aber mehr nicht. Zwei Klassen unter dem Monstrum was man sich in Barcelona grade zusammenstellt, ein Weltklasse-Bale könnte immerhin auf eine darunter verkürzen.
28.06.2019 - 14:42 Uhr
Zitat von Tarambar
Langsam lichten sich die Reihen, allerdings auch die der Kandidaten, bei denen ein Abgang von Anfang an realistisch erschien. Wird schwer diesen Monsterkader vollständig auf 23-24 Mann inklusive drei Torhütern runterzukürzen, aber ist ja auch keine Pflicht.
Große Überraschungen sind nicht mehr zu erwarten, ich gehe relativ sicher von der Pogba-Verpflichtung aus. Am spannendsten finde ich die Personalie Bale : Wie trainiert er und präsentiert sich, wird er eingesetzt in den Testspielen oder wohlmöglich tatsächlich keine Sekunde eingesetzt.
Letzteres könnten Zidane und Madrid eigentlich kaum bringen im Falle eines Bale der sich voll reinhängt und im Training liefert. Dafür sind Bales "Skandale" (Golf, kaum spanisch) zu albern. Somit hätte er es schlussendlich dann doch noch selber in der Hand, sich für den Kader zu qualifizieren, selbst wenn Madrid ihn bis zum Schluss am liebsten verkaufen würde. Für mich ist er nach Hazard der beste Stürmer von Madrid, habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass er zurückkehrt.
Ohne einen wiedererstarkten Bale würde mich unsere Offensive nominell auch überhaupt nicht vom Hocker hauen. Ganz passabel, aber mehr nicht. Zwei Klassen unter dem Monstrum was man sich in Barcelona grade zusammenstellt, ein Weltklasse-Bale könnte immerhin auf eine darunter verkürzen.
Langsam lichten sich die Reihen, allerdings auch die der Kandidaten, bei denen ein Abgang von Anfang an realistisch erschien. Wird schwer diesen Monsterkader vollständig auf 23-24 Mann inklusive drei Torhütern runterzukürzen, aber ist ja auch keine Pflicht.
Große Überraschungen sind nicht mehr zu erwarten, ich gehe relativ sicher von der Pogba-Verpflichtung aus. Am spannendsten finde ich die Personalie Bale : Wie trainiert er und präsentiert sich, wird er eingesetzt in den Testspielen oder wohlmöglich tatsächlich keine Sekunde eingesetzt.
Letzteres könnten Zidane und Madrid eigentlich kaum bringen im Falle eines Bale der sich voll reinhängt und im Training liefert. Dafür sind Bales "Skandale" (Golf, kaum spanisch) zu albern. Somit hätte er es schlussendlich dann doch noch selber in der Hand, sich für den Kader zu qualifizieren, selbst wenn Madrid ihn bis zum Schluss am liebsten verkaufen würde. Für mich ist er nach Hazard der beste Stürmer von Madrid, habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass er zurückkehrt.
Ohne einen wiedererstarkten Bale würde mich unsere Offensive nominell auch überhaupt nicht vom Hocker hauen. Ganz passabel, aber mehr nicht. Zwei Klassen unter dem Monstrum was man sich in Barcelona grade zusammenstellt, ein Weltklasse-Bale könnte immerhin auf eine darunter verkürzen.
Ich teile deine Meinung. Ist halt fraglich ob Bale sich noch mal aufraffen kann, sich voll rein zu hauen. Irgendwie hat der die Nase voll von Madrid und umgekehrt scheint es auch der Fall zu sein dass jeder in Madrid die Nase voll von Bale hat. Dazu dienen solche Aussagen wie die, dass er dann eben Golf spielen geht. Geht ihm scheinbar rein um die Kohle.
Hat er aber Bock und ist topfit, dann führt in der Offensive eigentlich aktuell kaum ein Weg an ihm vorbei. Dann kann er da den Unterschied machen.
28.06.2019 - 14:57 Uhr
Über die Qualität eines fitten und motivierten Bales brauchen wir überhaupt gar nicht diskutieren. Doch wie oft kommt das schon vor? Viel zu selten als das sman mit ihm planen(!) könnte.
28.06.2019 - 15:27 Uhr
Zitat von everaceS
Über die Qualität eines fitten und motivierten Bales brauchen wir überhaupt gar nicht diskutieren. Doch wie oft kommt das schon vor? Viel zu selten als das sman mit ihm planen(!) könnte.
Über die Qualität eines fitten und motivierten Bales brauchen wir überhaupt gar nicht diskutieren. Doch wie oft kommt das schon vor? Viel zu selten als das sman mit ihm planen(!) könnte.
eben.
das argument galt doch jedes jahr (!) zur neuen runde. was man erwarten kann sieht man. parallel: das argument scheint gar nicht so viel zu zählen bzw. überhaupt zu greifen, andernfalls müssten andere vereine ja schlange stehen.
der spieler ist zu inkonstant und zu häufig verletzt. beides kann man einfach mit ausreichend evidenzen nachvollziehen. damit kann man als klub mit den höchsten ansprüchen nur schwerlich planen. es ist unrealistisch, dass sich dies mit 30 nun ändert. dafür ist der spieler parallel aber viel (!) zu teuer. bale ist das teuerste prinzip hoffnung am markt. deswegen kann man das ganze auch maximal über den preis regeln.
28.06.2019 - 15:57 Uhr
Von mir aus, aber dann ist das vorne Beta. 1,5 Topleute (Hazard plus Benzema an guten Tagen) plus ungewisse Talente und Mittelmaß ist nicht prickelnd. In erster Linie gemessen am Madrider Offensivstandard der letzten Jahrzehnte.
Wenn der durchaus pompös angekündigte Umbruch dann eher ein Invest in die Ersatzbank ist, während der Erzrivale (zur Erinnerung: Eigentlich zu 99,9 % schon Triple-Sieger ohne das Liverpool-Debakel) sich zwei der größten Stars der Welt und ein weiteres Top-Transferziel in die Erste Elf neudazustellt, hinterlässt bei mir irgendwie nen zusätzlichen schalen Beigeschmack.
Für mich ist Madrid nach aktuellem Stand klarer Außenseiter gegen Barcelona, sowohl was Titelentscheidungen als auch das direkte Duell angeht.
Wenn der durchaus pompös angekündigte Umbruch dann eher ein Invest in die Ersatzbank ist, während der Erzrivale (zur Erinnerung: Eigentlich zu 99,9 % schon Triple-Sieger ohne das Liverpool-Debakel) sich zwei der größten Stars der Welt und ein weiteres Top-Transferziel in die Erste Elf neudazustellt, hinterlässt bei mir irgendwie nen zusätzlichen schalen Beigeschmack.
Für mich ist Madrid nach aktuellem Stand klarer Außenseiter gegen Barcelona, sowohl was Titelentscheidungen als auch das direkte Duell angeht.
28.06.2019 - 16:59 Uhr
Zitat von Tarambar
Von mir aus, aber dann ist das vorne Beta. 1,5 Topleute (Hazard plus Benzema an guten Tagen) plus ungewisse Talente und Mittelmaß ist nicht prickelnd. In erster Linie gemessen am Madrider Offensivstandard der letzten Jahrzehnte.
Wenn der durchaus pompös angekündigte Umbruch dann eher ein Invest in die Ersatzbank ist, während der Erzrivale (zur Erinnerung: Eigentlich zu 99,9 % schon Triple-Sieger ohne das Liverpool-Debakel) sich zwei der größten Stars der Welt und ein weiteres Top-Transferziel in die Erste Elf neudazustellt, hinterlässt bei mir irgendwie nen zusätzlichen schalen Beigeschmack.
Für mich ist Madrid nach aktuellem Stand klarer Außenseiter gegen Barcelona, sowohl was Titelentscheidungen als auch das direkte Duell angeht.
Von mir aus, aber dann ist das vorne Beta. 1,5 Topleute (Hazard plus Benzema an guten Tagen) plus ungewisse Talente und Mittelmaß ist nicht prickelnd. In erster Linie gemessen am Madrider Offensivstandard der letzten Jahrzehnte.
Wenn der durchaus pompös angekündigte Umbruch dann eher ein Invest in die Ersatzbank ist, während der Erzrivale (zur Erinnerung: Eigentlich zu 99,9 % schon Triple-Sieger ohne das Liverpool-Debakel) sich zwei der größten Stars der Welt und ein weiteres Top-Transferziel in die Erste Elf neudazustellt, hinterlässt bei mir irgendwie nen zusätzlichen schalen Beigeschmack.
Für mich ist Madrid nach aktuellem Stand klarer Außenseiter gegen Barcelona, sowohl was Titelentscheidungen als auch das direkte Duell angeht.
Wir stünden immerhin besser da, als letzte Saison. Und wie bereits von Bobby erläutert, dieses ständige Warten darauf, dass Bale endlich mal konstant zeigt, dass er ein 1A+-Spieler ist, bringt uns einfach nicht weiter. Insbesondere letzte Saison hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Ich würde ihn für einen einigermaßen erträglichen Verlust verkaufen und das Gehalt anderweitig nutzen. Sollte das nicht funktionieren, habe ich genau 0,0 % Prozent Hoffnung und Vertrauen darauf, dass er noch eine wichtige Rolle spielen wird (und natürlich würde ich mich über das Gegenteil freuen).
Und ja, wenn Barça es hinbekommt Neymar und Griezmann zu holen ohne dafür Dembélé opfern zu müssen, ist das ein FIFA-Move, der sie offensiv dann komplett in eine andere Galaxie hievt. Aber was soll man tun? Dembélé wollte zu Barcelona, Griezmann käme nie zu Real und bei Neymar hatte man jüngst wohl seine Zweifel bzw. hofft da eher auf die jungen Versprechen und die Möglichkeit nächste oder übernachste Saison den vielversprechendsten Fisch der Weltmeere, nämlich Mbappé, einzufangen und parallel mit den Finanzen weitestgehend gemäß seiner Prämissen zu bleiben, wahrscheinlich präferiert Neymar auch ein Comeback bei seinen Kumpels.
Klar wäre ein Mbappé jetzt schon ein großer Gewinn. Aber für welches Geld und vor allem macht PSG da überhaupt mit? Klar wäre ein Tausch Neymar gegen Bale super, aber es funktioniert nunmal nicht so.
Jetzt viel Geld in schwer zu verpflichtende Sterlings, Sanés zu investieren, wäre mMn aus mehreren Gründen nicht richtig. Daher bleibe ich zufrieden mit der aktuellen Transferphase. Militao, Mendy, Hazard, Rodrygo und Jovic sind allesamt mehr oder weniger hervorragende Transfers.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Afejah am 28.06.2019 um 17:02 Uhr bearbeitet
28.06.2019 - 18:48 Uhr
Zitat von Tarambar
Von mir aus, aber dann ist das vorne Beta. 1,5 Topleute (Hazard plus Benzema an guten Tagen) plus ungewisse Talente und Mittelmaß ist nicht prickelnd. In erster Linie gemessen am Madrider Offensivstandard der letzten Jahrzehnte.
Von mir aus, aber dann ist das vorne Beta. 1,5 Topleute (Hazard plus Benzema an guten Tagen) plus ungewisse Talente und Mittelmaß ist nicht prickelnd. In erster Linie gemessen am Madrider Offensivstandard der letzten Jahrzehnte.
Und welche Transfers würdest du vorschlagen, die auch realistisch sind und für welchen Preis mit der Berücksichtigung eines Mbappé-Transfers
28.06.2019 - 19:00 Uhr
ich hoffe weiterhin drauf, dass barcelona da wirklich ihr persönliches dreamteam bauen wird. ganz im ernst. mich erinnert das alles eher an ein galactico 1.0+ in sachen spieler. und an ein galactico 1.0- in sachen wirtschaftlichkeit. das kann man machen. und als anhänger eines vereines, der etwas grob ähnliches - nicht: gleiches - auch schon gemacht hat, möchte ich diese expansivere politik gar nicht grundsätzlich verdammen.
schaut man die großen züge an, sieht man, dass es immerzu zyklen waren. und natürlich erleben wir seit einiger zeit nichts anderes als einen barcelona zyklus auf nationaler ebene. dies kommt sicher durch die goldene generation, aber eben auch durch den überspieler schlecht hin - ich hatte dazu ja einiges an evidenzen angeführt in früheren posts, dass man vereinfacht schon von einem messi-faktor reden kann. und mein eindruck ist, dass man diese verbleibenden 2 - 4 messi jahr noch maximal vergolden möchte. wer würde das nicht ebenso wollen in einer vergleichbaren situation?!
ich gehe aber auch stark davon aus, dass diese art überspieler eben nicht alle 5 oder 10 jahre auftaucht. und wenn er dies täte, er nicht zwingend seine schuhe bei barcelona schnürt von anfang bis ende. wir hatten unserseits das glück (!), dass es einen zweiten überspieler - jedoch klar irdischer natur - gab, der uns half den abstand zu minimieren und intrenational sogar weit, weit besser zu punkten im gleiche zeitraum. man scheint also selbst nicht zu schlafen... weiterhin half u.a. die durch diesen spieler begründete ära uns wirtschaftlich nicht nur zu genesen, sondern mEn zu dem (!) powerhouse des europäischen fußballs zu machen. alles basierend auf eigener leistung und arbeit. keine investoren, keine grundstücksverkäufe, keine "externen" umstände. konnten wir uns früher primär für unsere g&v und stark wachsende und den spitzenplatz einnehmende umsätze rühmen, so hatten wir damals durchaus unwuchten in der bilanz. dem ist praktisch nicht mehr so. obwohl wir "nur" international eine sehr gute phase hatten.
parallel erkenne ich trotz dieses nationalen hochs, dieser goldenen generation und des überspielers erhebliche unwuchten in der g&v und der bilanz von barcelona. und eines ist klar: das absehbare zyklusende messis wird einen einfluss auf barcelona haben - logisch: andernfalls wäre er ja nicht der überspieler... parallel wird auch das finden des richtigen zeitpunkts des abgangs durchaus eine herausforderung. wann wird die absolute genialität durch eine dann zu geringe kilometerleistung, zu vielen phasen des abtauchens, etc. aufgewogen? das ist ja nicht nur eine rational-analytisch zu bewertende frage, sondern eben auch eine wahnsinnig schwere historisch-emotionale. das heißt für mich, dass barcelona gerade eine extremere strategie versucht mit diesen kraftanstrangungen - sicher um (für oder mit) messi nochmals die CL gewinnen zu können. die äußerungen vor letzter und nun vor dieser saison könnten ja nicht klarer sein. aber andernfalls macht es kaum sinn ggf. in gleich zwei dieser weiteren absoluten schwergewichte zu investieren und dabei ein - bilanziell- und g&v technisch - erhebliches risiko einzugehen.
das problem der mittlerweile durch die bank weg utopisch hohen ablösen, ist nicht deren (direkte) finanzierungsmöglichkeit, sondern das enorme kapitalrisiko im falle dessen der spieler floppt. und floppt ist hier nicht als eigentliches floppen zu sehen. es reicht schon ein "nicht den erwartungen" entsprechen. man kann die meisten dieser transfers auch im angesichte der umsätze rechtfertigen - ich habe das ja gestern kurz mit mbappé gemacht, zu zeigen, dass die fiktiven ca. 250mio für mbappé "morgen" letztlich genaugenommen nichts anderes sind als die damals utopischen 94mio für cristiano, die mit das beste - wirtschaftlich - investment überhaupt waren rückblickend. das problem sind eher die hazards, coutinhos, etc. da hast du ein restrisiko. und dann tut es dir eben schon weh bis sehr weh, wenn man auf einmal eben in ein oder zwei runden nicht angemessen geliefert wird und du, um dein neues spielzeug zu kaufen, das alte liquidieren musst, wenn du die flexibilität durch gebildete rücklagen eben nicht hast. und dann merkst du das nämlich erheblich. bilanziell und in sachen liquidität. und die wirtschaftliche struktur ist die sportliche kraft oder flexibilität von morgen. und es ist schlicht unrealistisch, dass die cantera immerzu genug spitzentalent ausspuckt. und sei sie noch so gut oder angeblich überlegen. das eine ist das talent und die grundausbildung. das kann (!) sie liefern. der sprung aber in eine oder die europäische spitzenmannschaft ist verdammt groß. das heißt, dass wir immerzu damit kalkulieren müssen im worst-case eine spitzenmannschaft basierend auf transfers auf die beine zu stellen. sowohl die bilanz als auch die g&v als auch das FFP werden hierbei einfach irgendwann zum limitierenden faktor. gerade wenn ich sie vorher nicht ausreichend konsolidiert habe oder gar überstrapaziert habe.
und genau das macht mir perspektivisch durchaus hoffnung. denn wir sind eine cash maschine geworden über die letzten 15 jahre. und erstmalig können wir uns das locker und ohne den hauch eines schlechten gewissens leisten. nur mal zum vergleich: all die jahre der zurückhaltung bei bayern und des extremen betonens der absoluten wirtschaftlichen solidität haben zu einem sogenannten festgeldkonto ("cash & cash equivalents") von - so berichten die medien - 220mio geführt (+ 40mio aus nochmals anderen konten). wir hatten derer in der bilanz 17/18 etwa 190mio - noch ohne zB die 100mio aus dem cristiano transfer zu juventus. ich würde behaupten, dass man das trotz unserer vergleichsweise aggressiveren und international auch erfolgreicheren strategie dann wohl auch schlicht als "solide" bezeichnen kann. ohne, dass wir dies tagein-tagaus betonen würden mit querverweisen nach münchen.
und ehrlicherweise haben wir das geschafft mit (sehr) gutem gesamtmanagement. gleichwohl und logischerweise ist es nicht perfekt. sportlich wissen wir alle, dass national zu wenig dabei herausgekommen ist. und wirtschaftlich hat man nicht alles in perfekter ordnung gehabt. kurz gesagt - auch wenn das rückblickend immerzu viel zu leicht ist - haben wir ja diverse assets (= spieler) nicht ordentlich genutzt in anbetracht des in sie investieren kapitals. das zeigt ja recht deutlich unsere ellenlange "operacion salida" verkaufsliste. und mancher teurer name darauf, bei dem wir schauen, dass wir zumindest noch einen deckungsbeitrag aus ihm machen (auf das projekt bezogen), aber nicht mit einem echten gewinn rechnen können. hätten wir mehr kaderbereinigung sukzessiver betrieben und nicht so ad hoc wie dieses jahr wären wir wirtschaftlich noch stärker dastehend. wobei dies natürlich feine kritik auf ziemlich hohem niveau ist.
was ich damit sagen will: es ist aktuell mEn nicht die ausgangslage für große hauruck aktionen. wir haben nicht maue jahre und calderon'sche misswirtschaft hinter uns und sind nicht zum internationalen b-club verkommen. wir haben eine unfassbar starke mannschaft mit großer historie und großer potenz als unseren erzrivalen in der gleichen liga. der hat einen peak seiner historie. manche sagen ja sogar den peak. das kann und will ich anerkennen. wie ich vor schon gut zehn jahren im bayern forum zum besten gab: nicht nur an der isar kann man wirtschaften und managen. auch in der spanischen hauptstadt (schon damals). und natürlich macht auch barcelona viel, viel mehr richtig als falsch. ich erkenne lediglich, dass der aktuell eigeschlagene weg deutlich, deutlich riskanter ist als den wir gerade einschlagen. und wir sind nun wirklich nicht verschrien sehr "konservativ-regressiv zu agieren. barcelona scheint sich, was das ausgabeverhalten angeht, viel mehr an den neureichen zu orientieren als wir dies tun - ohne jedoch deren finanzierungs- und vereinsstruktur ihr eigen nennen zu können. das ist schon eine interessante beobachtung. weder in paris noch in (manchester) city gibt es soetwas wie opposition im verein. das ist komplett autoritär "inhaber-"geführt. strukturell sind sich barcelona und wir deutlich ähnlicher. bei uns gibt es jeweilig diskurs im verein - zum glück. ich halte dies für ein großes asset, dass bei uns um den besten weg gestritten wird. den einzigen widerspruch der neureichen droht mit und durch das FFP oder nationale regulationen. das FFP wiederum haben aber unsere stolzen vereine maßgeblich mitgestaltet, um nicht zu sagen geschehen lassen. im prinzip ist damit dann doch wieder die bilanz, bzw. die g&v maßgeblich(er). nicht eine einzelne, sondern ein zeitraum. mit dem ein oder anderen grundlegenden schlupfloch bzw. graubereich aber eben nicht sehr vielen. das fair value prinzip limitiert da schon gehörig.
und das bringt mich zu einem für meine perspektive ganz entscheidenden punkt: wir dürfen nicht "durchdrehen" wegen der liga aktuell. kompetitiv(er) aufstellen, verjüngen, auffrischen. klar! aber keinen wahnsinn, der die "periode messi" oder deren versuchte krönung mit der sehr teuren extragarnitur suarez, neymar, dembele, coutinho, de jong, griezmann und ggf. wieder neymar krampfhaft zu kontern versucht, veranstalten. es können weiter genau 11 spieler spielen. meistens maximal 3, allerhöchstens 4 nominelle offensive kräfte. andernfalls nutzt man extrem teure assets nicht richtig, was sich meistens auf sicht nicht auszahlt. schon die letzten ansätze haben aber gezeigt, dass die CL mehr erfordert als nur die nominell beste offensive. die schadet sicher nicht. reicht aber alleine auch nicht. die wenige vereinskonkurrenz, die dann die überbleibsel und "unterperformer" dieses konglomerats an a-spielern auslösen soll, ist enorm beschränkt und bestens informiert über das, was in der wirtschaft am ende eben doch sehr viel zählt: die vehandlungsmacht. und hier machen wir mit bale ja gerade eindrückliche erfahrungen, die nicht 100% deckungsgleich sind, aber eben doch durchaus den grundtenor aufzeigen, wenn man eben nicht zum idealen zeitpunkt verkauft oder gar verkaufen muss. parallel: die theoretisch aufnehmepotenten vereine operieren ja meist eh an der grenze des FFP. das heißt selbst wenn sie wollen, haben sie kurzfristig nicht die spielräume solch ein asset für einen aus verkäufersicht guten preis auszulösen. das heißt sie lösen aus, aber zu konditionen, die in der tendenz eine erhebliche abschreibung für den verkäufer bedeuten wird. nicht umsonst habe ich ja versucht zumindest näherungsweise die buchwerte zu errechnen bei uns... ab da beginnt es dann halt wirklich zu schmerzen.
und deswegen hoffe ich auf griezmann und (!) neymar. von mir aus gerne sogar noch de ligt. dieses projizieren und idealisieren bei spielern führt meistens zu wenig, auch wenn es sich kurzfristig richtig anfühlen mag. ich bin dessen bei mbappé ja auch in gewisser weise schuldig (, wenngleich ich ihn damals viel klarer geholt hätte, als ich dies jetzt noch tun würde. der "sinn" war mEn vor zwei jahren deutlich größer als nächstes oder übernächstes jahr... alleine schon unter wirtschaftlichen abwägungen). je mehr, je besser. denn zum einen kann nicht jeder spielen, zum anderen bleibt das risiko, dass jemand eben dann mal nicht ideal einschlägt oder sich gar schwerer verletzt. das ganze garniert mit durch die altersstruktur schwierigeren generationsfolgeplanungen, weil der spieler nach 2, 3 oder 4 jahren - selbst wenn er geliefert hat - wenig bis nichts mehr wert ist und dann vss. aber auch wieder extreme liquiditäten von nöten sind, um dann die nachfolger zu holen. das ist ja gerader der entscheidende punkt, warum ich diksussionen mit @Castellano um hazard hatte - nicht, weil ich dessen sportlichen wert in frage stelle, sondern weil er durchaus als sportliches pflaster zu sehen ist, bei dem wir am ende der laufzeit des pflasters genauso wie nun bei bale mit wenig bis nichts dastehen werden. während das (ausnahme-)beispiel cristiano zeigt, warum mbappé (oder eben auch de ligt) da eine ganz andere kategorie ist, einfach weil diese spieler danach zumindest noch so jung sind, dass die anderen potenten vereine zumindest noch ins grübeln kommen im angesichte der gesamtkosten und der wenigstens noch ordentlichen "restlaufzeit des assets". bale will ja nicht keiner, weil er so dermaßen schlecht ist. sondern weil keiner bereit ist dieses horrende gehalt zu bezahlen und (!) ablöse obendrauf, wenn er weiß, dass in nur zwei bis drei jahren sehr viel geld schlicht weg ist und nichts für ihn reinkommt...
die wirtschaftliche potenz von heute ist die sportliche stärke von morgen. oder die flexibilität bzw. freiheit sich diese stärke auch mal ad hoc kaufen und leisten zu können. und genau das macht mir ausreichend mut. die ära messi habe ich für mich ohnehin noch verbucht (wenngleich es natürlich nicht so monokausal ist! aber das ist hier nicht das thema.). danach wird das spielfeld wieder offener sein. unter ansatzweise normalen umständen sollten viele grundlegende faktoren dann durchaus eher wieder etwas mehr zu unseren gunsten drehbar sein oder bereits gedreht sein. einfach weil die darunter liegenden parameter mEn ohnehin schon tendenziell in diese richtung zeigen. es sei denn, die ultra aggressive investitionsstrategie barcelonas, die eben nicht überwiegend auf eigenmitteln basiert, schlägt sich in enormem umsatzwachstum wieder - ohne parallel die kosten 1:1 mit diesem wachstum mitlaufen zu lassen. nur so könnte man echte substanz aufbauen. aktuell sieht es nicht ansatzweise danach aus. da wachsen die kosten eher stärker als der umsatz. rechnet man die verkaufserlöse heraus, war man - laut bayern forum, ich habe das noch nicht nachgerechnet... - anscheinend schon jetzt nichtmals mehr profitabel. das ist nur eine perspektive, da man durchaus die sinnhaftigkeit des herausrechnens von transfererlösen diskutieren kann, aber sie zeigt eben ein gewisses "zwischenzeugnis" dieser strategie. parallel stehen ja enorme investitionen an. recht vergleichbar mit dem, was wir gerade so unternehmen ("beine und steine": spieler + infrastruktur + stadion). die investitionskosten sind relativ vergleichbar. aber die basis ist deutlich verschieden. in sachen der bereits aufgebauten substanz. und eben dessen, was den aufbau dieser substanz vorher bedingte: den kostenstrukturen. die strategie ist mEn recht extrem - das heißt nicht, dass sie nicht chancen hätte aufzugehen - und ich frage mich eher, warum man in zeiten großen bis sehr großen erfolges so viel risiko geht. als selbst durchaus risikoaffiner mensch freue ich mich, dass auch in zeiten der stärke dort erkannt wird, dass man nicht einschlafen darf. das ist mEn vollkommen richtig. aber hier geht es ja nicht um einschlafen vs. auf kokain eine spending spree orgie feiern. sondern um das grau dazwischen. ich finde, wir haben da ein ganz ordentliches grau getroffen. die schattierungen kann man immer diskutieren. eine mindestens kleine "line" des lustigen, weißen marschpulvers erkenne ich aber bei barcelonas munterem treiben aktuell schon. materialisiert sich dann wirklich auch noch neymar hinzu zu den anderen, freut mich das nicht nur wegen der entsprechenden zitatesammlung @Castellano s, sondern auch, weil auf jedes marschpulverhigh das nachgelagerte low folgen kann...
auch wenn mir nach solchen einordnungen gerne mit einfachsten populistischen, aber immerzu vorhersehbaren oder naiven stilmitteln untergangsszenarien gegenüber unserem rivalen nachgesagt werden, erkennt der aufmerksame leser einfach nur eine kritische reflektion dessen, was zunächst einmal wir tun und wie wir es tun. dann aber auch verglichen mit dem, was unsere peer group macht. spannend ist, dass man uns ja gerne die nationalen titel um die ohren schlagen darf - zu recht! - aber wir oder ich nicht betrachten darf, wie sich das ganze dahinter denn konstituiert. dann wird einem apodiktistisches untergangsherbeireden unterstellt. was keiner hier auch nur einmal getan hätte - ich las hier keinen einzigen hoeness'schen verriss. aber genau so wie wir nicht abgestiegen sind, wenn barcelona meister wurde, sondern eben immernoch zweiter oder dritter wurden, geht es in der wirtschaftlichen betrachtung ja logischerweise auch nicht um "meister oder abstieg". sondern eine einfache einordnung des tuns im kontext des (hier: ) internationalen wettbewerbsumfeldes. wirtschaftlich sind unsere primären gegner eben nicht nur national zu suchen. und dem versuch mit den einfachen, zur verfügung stehenden mitteln annähernd ein zukunftsszenario zu entwerfen und dessen einflüsse auf ein recht grundlegendes wirksystem zu veranschaulichen. das ist der versuch einer diskussion dessen - man kann ja gerne unseren weg (, der ja nicht meiner ist!) erörtern. oder den von city oder psg. oder eben barcelona, weil sie in der gleichen liga kicken. das wird aber immerzu intellektuell eher pragmatisch abgetan als sei der weg barcelonas verantwortet von den hier schreibenden und könnte deswegen nicht kritisch relfektiert werden völlig unabhängig des jeweiligen wappens... fair enough.
(jeweils) vereinfacht: genau wie der ball nur eine funktion des raumes (auf dem spielfeld) ist, so ist die sportliche potenz nur eine zeitverzögerte funktion der wirtschaftlichen potenz und solidität. santiago bernabeu hat das "nuevo estadio chamartín" ja nicht nur (ausschließlich) wegen des geltungsdranges gebaut. sondern weil es der wesentlich befähigende wirtschaftliche faktor in seiner sportlichen strategie war. damit möchte ich nicht sagen, dass nur geld regiert. aber eben ungemein hilft. und in schlechten zeiten oder zeiten des größeren korrekturbedarfes hilft. und in zeiten des FFP kann ich eben nicht mehr beliebig anderweitig finanzieren.
daher bin ich auch ohne messi, griezmann und/oder neymar und "nur" mit hazard, jovic und vinicius bzw. rodrygo ganz zufrieden. und schlafe auch ganz entspannt. es können nur 11 spielen. und party von morgen kommt bestimmt. so war es noch immer. die frage wird sein, wie einfach barcelona dann reagieren können wird.
ich freue mich auf etwaige antworten, perspektiven und erörterungen. dafür bin ich hier.
edit: selbst wenn man der hypothese zustimmt oder überwiegend zustimmt, wir hätten exkl. hazard in unsere bank investiert, dann kann man konstatieren, dass wir u.a. deshalb die letzte nationale liga geholt haben. da war der gap zwischen erster und zweiter elf nicht so eklatant. da saßen den vermeintlichen a+-spielern a--spieler im nacken. die konnten einerseits auch liefern und frischen wind bringen. aber sie brachten auch entlastung und - das halte ich für das wichtigste - ordentlichen konkurrenzkampf. mEn war es dies und dieser "wer gegen uns gewinnen will, muss 93min durchhalten. das ist verdammt lang, weil wir verdammt stark sind und an uns und unsere eigene sportliche und mentale stärke glauben"-spirit, der durch zidane induziert wurde.
schaut man die großen züge an, sieht man, dass es immerzu zyklen waren. und natürlich erleben wir seit einiger zeit nichts anderes als einen barcelona zyklus auf nationaler ebene. dies kommt sicher durch die goldene generation, aber eben auch durch den überspieler schlecht hin - ich hatte dazu ja einiges an evidenzen angeführt in früheren posts, dass man vereinfacht schon von einem messi-faktor reden kann. und mein eindruck ist, dass man diese verbleibenden 2 - 4 messi jahr noch maximal vergolden möchte. wer würde das nicht ebenso wollen in einer vergleichbaren situation?!
ich gehe aber auch stark davon aus, dass diese art überspieler eben nicht alle 5 oder 10 jahre auftaucht. und wenn er dies täte, er nicht zwingend seine schuhe bei barcelona schnürt von anfang bis ende. wir hatten unserseits das glück (!), dass es einen zweiten überspieler - jedoch klar irdischer natur - gab, der uns half den abstand zu minimieren und intrenational sogar weit, weit besser zu punkten im gleiche zeitraum. man scheint also selbst nicht zu schlafen... weiterhin half u.a. die durch diesen spieler begründete ära uns wirtschaftlich nicht nur zu genesen, sondern mEn zu dem (!) powerhouse des europäischen fußballs zu machen. alles basierend auf eigener leistung und arbeit. keine investoren, keine grundstücksverkäufe, keine "externen" umstände. konnten wir uns früher primär für unsere g&v und stark wachsende und den spitzenplatz einnehmende umsätze rühmen, so hatten wir damals durchaus unwuchten in der bilanz. dem ist praktisch nicht mehr so. obwohl wir "nur" international eine sehr gute phase hatten.
parallel erkenne ich trotz dieses nationalen hochs, dieser goldenen generation und des überspielers erhebliche unwuchten in der g&v und der bilanz von barcelona. und eines ist klar: das absehbare zyklusende messis wird einen einfluss auf barcelona haben - logisch: andernfalls wäre er ja nicht der überspieler... parallel wird auch das finden des richtigen zeitpunkts des abgangs durchaus eine herausforderung. wann wird die absolute genialität durch eine dann zu geringe kilometerleistung, zu vielen phasen des abtauchens, etc. aufgewogen? das ist ja nicht nur eine rational-analytisch zu bewertende frage, sondern eben auch eine wahnsinnig schwere historisch-emotionale. das heißt für mich, dass barcelona gerade eine extremere strategie versucht mit diesen kraftanstrangungen - sicher um (für oder mit) messi nochmals die CL gewinnen zu können. die äußerungen vor letzter und nun vor dieser saison könnten ja nicht klarer sein. aber andernfalls macht es kaum sinn ggf. in gleich zwei dieser weiteren absoluten schwergewichte zu investieren und dabei ein - bilanziell- und g&v technisch - erhebliches risiko einzugehen.
das problem der mittlerweile durch die bank weg utopisch hohen ablösen, ist nicht deren (direkte) finanzierungsmöglichkeit, sondern das enorme kapitalrisiko im falle dessen der spieler floppt. und floppt ist hier nicht als eigentliches floppen zu sehen. es reicht schon ein "nicht den erwartungen" entsprechen. man kann die meisten dieser transfers auch im angesichte der umsätze rechtfertigen - ich habe das ja gestern kurz mit mbappé gemacht, zu zeigen, dass die fiktiven ca. 250mio für mbappé "morgen" letztlich genaugenommen nichts anderes sind als die damals utopischen 94mio für cristiano, die mit das beste - wirtschaftlich - investment überhaupt waren rückblickend. das problem sind eher die hazards, coutinhos, etc. da hast du ein restrisiko. und dann tut es dir eben schon weh bis sehr weh, wenn man auf einmal eben in ein oder zwei runden nicht angemessen geliefert wird und du, um dein neues spielzeug zu kaufen, das alte liquidieren musst, wenn du die flexibilität durch gebildete rücklagen eben nicht hast. und dann merkst du das nämlich erheblich. bilanziell und in sachen liquidität. und die wirtschaftliche struktur ist die sportliche kraft oder flexibilität von morgen. und es ist schlicht unrealistisch, dass die cantera immerzu genug spitzentalent ausspuckt. und sei sie noch so gut oder angeblich überlegen. das eine ist das talent und die grundausbildung. das kann (!) sie liefern. der sprung aber in eine oder die europäische spitzenmannschaft ist verdammt groß. das heißt, dass wir immerzu damit kalkulieren müssen im worst-case eine spitzenmannschaft basierend auf transfers auf die beine zu stellen. sowohl die bilanz als auch die g&v als auch das FFP werden hierbei einfach irgendwann zum limitierenden faktor. gerade wenn ich sie vorher nicht ausreichend konsolidiert habe oder gar überstrapaziert habe.
und genau das macht mir perspektivisch durchaus hoffnung. denn wir sind eine cash maschine geworden über die letzten 15 jahre. und erstmalig können wir uns das locker und ohne den hauch eines schlechten gewissens leisten. nur mal zum vergleich: all die jahre der zurückhaltung bei bayern und des extremen betonens der absoluten wirtschaftlichen solidität haben zu einem sogenannten festgeldkonto ("cash & cash equivalents") von - so berichten die medien - 220mio geführt (+ 40mio aus nochmals anderen konten). wir hatten derer in der bilanz 17/18 etwa 190mio - noch ohne zB die 100mio aus dem cristiano transfer zu juventus. ich würde behaupten, dass man das trotz unserer vergleichsweise aggressiveren und international auch erfolgreicheren strategie dann wohl auch schlicht als "solide" bezeichnen kann. ohne, dass wir dies tagein-tagaus betonen würden mit querverweisen nach münchen.
und ehrlicherweise haben wir das geschafft mit (sehr) gutem gesamtmanagement. gleichwohl und logischerweise ist es nicht perfekt. sportlich wissen wir alle, dass national zu wenig dabei herausgekommen ist. und wirtschaftlich hat man nicht alles in perfekter ordnung gehabt. kurz gesagt - auch wenn das rückblickend immerzu viel zu leicht ist - haben wir ja diverse assets (= spieler) nicht ordentlich genutzt in anbetracht des in sie investieren kapitals. das zeigt ja recht deutlich unsere ellenlange "operacion salida" verkaufsliste. und mancher teurer name darauf, bei dem wir schauen, dass wir zumindest noch einen deckungsbeitrag aus ihm machen (auf das projekt bezogen), aber nicht mit einem echten gewinn rechnen können. hätten wir mehr kaderbereinigung sukzessiver betrieben und nicht so ad hoc wie dieses jahr wären wir wirtschaftlich noch stärker dastehend. wobei dies natürlich feine kritik auf ziemlich hohem niveau ist.
was ich damit sagen will: es ist aktuell mEn nicht die ausgangslage für große hauruck aktionen. wir haben nicht maue jahre und calderon'sche misswirtschaft hinter uns und sind nicht zum internationalen b-club verkommen. wir haben eine unfassbar starke mannschaft mit großer historie und großer potenz als unseren erzrivalen in der gleichen liga. der hat einen peak seiner historie. manche sagen ja sogar den peak. das kann und will ich anerkennen. wie ich vor schon gut zehn jahren im bayern forum zum besten gab: nicht nur an der isar kann man wirtschaften und managen. auch in der spanischen hauptstadt (schon damals). und natürlich macht auch barcelona viel, viel mehr richtig als falsch. ich erkenne lediglich, dass der aktuell eigeschlagene weg deutlich, deutlich riskanter ist als den wir gerade einschlagen. und wir sind nun wirklich nicht verschrien sehr "konservativ-regressiv zu agieren. barcelona scheint sich, was das ausgabeverhalten angeht, viel mehr an den neureichen zu orientieren als wir dies tun - ohne jedoch deren finanzierungs- und vereinsstruktur ihr eigen nennen zu können. das ist schon eine interessante beobachtung. weder in paris noch in (manchester) city gibt es soetwas wie opposition im verein. das ist komplett autoritär "inhaber-"geführt. strukturell sind sich barcelona und wir deutlich ähnlicher. bei uns gibt es jeweilig diskurs im verein - zum glück. ich halte dies für ein großes asset, dass bei uns um den besten weg gestritten wird. den einzigen widerspruch der neureichen droht mit und durch das FFP oder nationale regulationen. das FFP wiederum haben aber unsere stolzen vereine maßgeblich mitgestaltet, um nicht zu sagen geschehen lassen. im prinzip ist damit dann doch wieder die bilanz, bzw. die g&v maßgeblich(er). nicht eine einzelne, sondern ein zeitraum. mit dem ein oder anderen grundlegenden schlupfloch bzw. graubereich aber eben nicht sehr vielen. das fair value prinzip limitiert da schon gehörig.
und das bringt mich zu einem für meine perspektive ganz entscheidenden punkt: wir dürfen nicht "durchdrehen" wegen der liga aktuell. kompetitiv(er) aufstellen, verjüngen, auffrischen. klar! aber keinen wahnsinn, der die "periode messi" oder deren versuchte krönung mit der sehr teuren extragarnitur suarez, neymar, dembele, coutinho, de jong, griezmann und ggf. wieder neymar krampfhaft zu kontern versucht, veranstalten. es können weiter genau 11 spieler spielen. meistens maximal 3, allerhöchstens 4 nominelle offensive kräfte. andernfalls nutzt man extrem teure assets nicht richtig, was sich meistens auf sicht nicht auszahlt. schon die letzten ansätze haben aber gezeigt, dass die CL mehr erfordert als nur die nominell beste offensive. die schadet sicher nicht. reicht aber alleine auch nicht. die wenige vereinskonkurrenz, die dann die überbleibsel und "unterperformer" dieses konglomerats an a-spielern auslösen soll, ist enorm beschränkt und bestens informiert über das, was in der wirtschaft am ende eben doch sehr viel zählt: die vehandlungsmacht. und hier machen wir mit bale ja gerade eindrückliche erfahrungen, die nicht 100% deckungsgleich sind, aber eben doch durchaus den grundtenor aufzeigen, wenn man eben nicht zum idealen zeitpunkt verkauft oder gar verkaufen muss. parallel: die theoretisch aufnehmepotenten vereine operieren ja meist eh an der grenze des FFP. das heißt selbst wenn sie wollen, haben sie kurzfristig nicht die spielräume solch ein asset für einen aus verkäufersicht guten preis auszulösen. das heißt sie lösen aus, aber zu konditionen, die in der tendenz eine erhebliche abschreibung für den verkäufer bedeuten wird. nicht umsonst habe ich ja versucht zumindest näherungsweise die buchwerte zu errechnen bei uns... ab da beginnt es dann halt wirklich zu schmerzen.
und deswegen hoffe ich auf griezmann und (!) neymar. von mir aus gerne sogar noch de ligt. dieses projizieren und idealisieren bei spielern führt meistens zu wenig, auch wenn es sich kurzfristig richtig anfühlen mag. ich bin dessen bei mbappé ja auch in gewisser weise schuldig (, wenngleich ich ihn damals viel klarer geholt hätte, als ich dies jetzt noch tun würde. der "sinn" war mEn vor zwei jahren deutlich größer als nächstes oder übernächstes jahr... alleine schon unter wirtschaftlichen abwägungen). je mehr, je besser. denn zum einen kann nicht jeder spielen, zum anderen bleibt das risiko, dass jemand eben dann mal nicht ideal einschlägt oder sich gar schwerer verletzt. das ganze garniert mit durch die altersstruktur schwierigeren generationsfolgeplanungen, weil der spieler nach 2, 3 oder 4 jahren - selbst wenn er geliefert hat - wenig bis nichts mehr wert ist und dann vss. aber auch wieder extreme liquiditäten von nöten sind, um dann die nachfolger zu holen. das ist ja gerader der entscheidende punkt, warum ich diksussionen mit @Castellano um hazard hatte - nicht, weil ich dessen sportlichen wert in frage stelle, sondern weil er durchaus als sportliches pflaster zu sehen ist, bei dem wir am ende der laufzeit des pflasters genauso wie nun bei bale mit wenig bis nichts dastehen werden. während das (ausnahme-)beispiel cristiano zeigt, warum mbappé (oder eben auch de ligt) da eine ganz andere kategorie ist, einfach weil diese spieler danach zumindest noch so jung sind, dass die anderen potenten vereine zumindest noch ins grübeln kommen im angesichte der gesamtkosten und der wenigstens noch ordentlichen "restlaufzeit des assets". bale will ja nicht keiner, weil er so dermaßen schlecht ist. sondern weil keiner bereit ist dieses horrende gehalt zu bezahlen und (!) ablöse obendrauf, wenn er weiß, dass in nur zwei bis drei jahren sehr viel geld schlicht weg ist und nichts für ihn reinkommt...
die wirtschaftliche potenz von heute ist die sportliche stärke von morgen. oder die flexibilität bzw. freiheit sich diese stärke auch mal ad hoc kaufen und leisten zu können. und genau das macht mir ausreichend mut. die ära messi habe ich für mich ohnehin noch verbucht (wenngleich es natürlich nicht so monokausal ist! aber das ist hier nicht das thema.). danach wird das spielfeld wieder offener sein. unter ansatzweise normalen umständen sollten viele grundlegende faktoren dann durchaus eher wieder etwas mehr zu unseren gunsten drehbar sein oder bereits gedreht sein. einfach weil die darunter liegenden parameter mEn ohnehin schon tendenziell in diese richtung zeigen. es sei denn, die ultra aggressive investitionsstrategie barcelonas, die eben nicht überwiegend auf eigenmitteln basiert, schlägt sich in enormem umsatzwachstum wieder - ohne parallel die kosten 1:1 mit diesem wachstum mitlaufen zu lassen. nur so könnte man echte substanz aufbauen. aktuell sieht es nicht ansatzweise danach aus. da wachsen die kosten eher stärker als der umsatz. rechnet man die verkaufserlöse heraus, war man - laut bayern forum, ich habe das noch nicht nachgerechnet... - anscheinend schon jetzt nichtmals mehr profitabel. das ist nur eine perspektive, da man durchaus die sinnhaftigkeit des herausrechnens von transfererlösen diskutieren kann, aber sie zeigt eben ein gewisses "zwischenzeugnis" dieser strategie. parallel stehen ja enorme investitionen an. recht vergleichbar mit dem, was wir gerade so unternehmen ("beine und steine": spieler + infrastruktur + stadion). die investitionskosten sind relativ vergleichbar. aber die basis ist deutlich verschieden. in sachen der bereits aufgebauten substanz. und eben dessen, was den aufbau dieser substanz vorher bedingte: den kostenstrukturen. die strategie ist mEn recht extrem - das heißt nicht, dass sie nicht chancen hätte aufzugehen - und ich frage mich eher, warum man in zeiten großen bis sehr großen erfolges so viel risiko geht. als selbst durchaus risikoaffiner mensch freue ich mich, dass auch in zeiten der stärke dort erkannt wird, dass man nicht einschlafen darf. das ist mEn vollkommen richtig. aber hier geht es ja nicht um einschlafen vs. auf kokain eine spending spree orgie feiern. sondern um das grau dazwischen. ich finde, wir haben da ein ganz ordentliches grau getroffen. die schattierungen kann man immer diskutieren. eine mindestens kleine "line" des lustigen, weißen marschpulvers erkenne ich aber bei barcelonas munterem treiben aktuell schon. materialisiert sich dann wirklich auch noch neymar hinzu zu den anderen, freut mich das nicht nur wegen der entsprechenden zitatesammlung @Castellano s, sondern auch, weil auf jedes marschpulverhigh das nachgelagerte low folgen kann...
auch wenn mir nach solchen einordnungen gerne mit einfachsten populistischen, aber immerzu vorhersehbaren oder naiven stilmitteln untergangsszenarien gegenüber unserem rivalen nachgesagt werden, erkennt der aufmerksame leser einfach nur eine kritische reflektion dessen, was zunächst einmal wir tun und wie wir es tun. dann aber auch verglichen mit dem, was unsere peer group macht. spannend ist, dass man uns ja gerne die nationalen titel um die ohren schlagen darf - zu recht! - aber wir oder ich nicht betrachten darf, wie sich das ganze dahinter denn konstituiert. dann wird einem apodiktistisches untergangsherbeireden unterstellt. was keiner hier auch nur einmal getan hätte - ich las hier keinen einzigen hoeness'schen verriss. aber genau so wie wir nicht abgestiegen sind, wenn barcelona meister wurde, sondern eben immernoch zweiter oder dritter wurden, geht es in der wirtschaftlichen betrachtung ja logischerweise auch nicht um "meister oder abstieg". sondern eine einfache einordnung des tuns im kontext des (hier: ) internationalen wettbewerbsumfeldes. wirtschaftlich sind unsere primären gegner eben nicht nur national zu suchen. und dem versuch mit den einfachen, zur verfügung stehenden mitteln annähernd ein zukunftsszenario zu entwerfen und dessen einflüsse auf ein recht grundlegendes wirksystem zu veranschaulichen. das ist der versuch einer diskussion dessen - man kann ja gerne unseren weg (, der ja nicht meiner ist!) erörtern. oder den von city oder psg. oder eben barcelona, weil sie in der gleichen liga kicken. das wird aber immerzu intellektuell eher pragmatisch abgetan als sei der weg barcelonas verantwortet von den hier schreibenden und könnte deswegen nicht kritisch relfektiert werden völlig unabhängig des jeweiligen wappens... fair enough.
(jeweils) vereinfacht: genau wie der ball nur eine funktion des raumes (auf dem spielfeld) ist, so ist die sportliche potenz nur eine zeitverzögerte funktion der wirtschaftlichen potenz und solidität. santiago bernabeu hat das "nuevo estadio chamartín" ja nicht nur (ausschließlich) wegen des geltungsdranges gebaut. sondern weil es der wesentlich befähigende wirtschaftliche faktor in seiner sportlichen strategie war. damit möchte ich nicht sagen, dass nur geld regiert. aber eben ungemein hilft. und in schlechten zeiten oder zeiten des größeren korrekturbedarfes hilft. und in zeiten des FFP kann ich eben nicht mehr beliebig anderweitig finanzieren.
daher bin ich auch ohne messi, griezmann und/oder neymar und "nur" mit hazard, jovic und vinicius bzw. rodrygo ganz zufrieden. und schlafe auch ganz entspannt. es können nur 11 spielen. und party von morgen kommt bestimmt. so war es noch immer. die frage wird sein, wie einfach barcelona dann reagieren können wird.
ich freue mich auf etwaige antworten, perspektiven und erörterungen. dafür bin ich hier.
edit: selbst wenn man der hypothese zustimmt oder überwiegend zustimmt, wir hätten exkl. hazard in unsere bank investiert, dann kann man konstatieren, dass wir u.a. deshalb die letzte nationale liga geholt haben. da war der gap zwischen erster und zweiter elf nicht so eklatant. da saßen den vermeintlichen a+-spielern a--spieler im nacken. die konnten einerseits auch liefern und frischen wind bringen. aber sie brachten auch entlastung und - das halte ich für das wichtigste - ordentlichen konkurrenzkampf. mEn war es dies und dieser "wer gegen uns gewinnen will, muss 93min durchhalten. das ist verdammt lang, weil wir verdammt stark sind und an uns und unsere eigene sportliche und mentale stärke glauben"-spirit, der durch zidane induziert wurde.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BobbyAxelrod am 28.06.2019 um 19:29 Uhr bearbeitet
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