Schiedsrichterleistungen
25.11.2020 - 14:14 Uhr
04.08.2025 - 12:10 Uhr
Zitat von Hanse-Loewe
Du hast den Artikel ja selbst verlinkt: die Absicht, eine aussichtsreiche Situation zu unterbinden, spielt keine Rolle mehr, sobald auf Vorteil entschieden wurde. Nur wegen der taktischen Absicht, die Situation durch das Foul zu unterbinden, darfst du den Spieler nicht mit gelb bestrafen.
Die einzige Absicht, die dann noch eine Rolle spielt, ist die, eine Verletzung des Gegenspielers in Kauf zu nehmen: nur in diesem Fall wäre es ein rücksichtsloses Foul und damit mit gelb zu ahnden.
Zitat von a-hoid-wer
Wie gesagt Kraulich weiß was er tut und nimmt durch sein Foul wissentlich Einfluss auf die Situation auch wenn Volland weiterspielt verschlechtert sich die Chance klar und daher hätte RWE nur noch Zehnt sein dürfen.
Wie gesagt Kraulich weiß was er tut und nimmt durch sein Foul wissentlich Einfluss auf die Situation auch wenn Volland weiterspielt verschlechtert sich die Chance klar und daher hätte RWE nur noch Zehnt sein dürfen.
Du hast den Artikel ja selbst verlinkt: die Absicht, eine aussichtsreiche Situation zu unterbinden, spielt keine Rolle mehr, sobald auf Vorteil entschieden wurde. Nur wegen der taktischen Absicht, die Situation durch das Foul zu unterbinden, darfst du den Spieler nicht mit gelb bestrafen.
Die einzige Absicht, die dann noch eine Rolle spielt, ist die, eine Verletzung des Gegenspielers in Kauf zu nehmen: nur in diesem Fall wäre es ein rücksichtsloses Foul und damit mit gelb zu ahnden.
Ich sehe das ein bisschen anders als Hanse-Loewe.
Zugegebenermaßen ist meine Schiri-Prüfung schon Jahrzehnte her, weshalb ich mich nochmal ein bisschen neu eingelesen habe. Ich bin ehrlich gesagt immer noch davon ausgegangen, bzw. ist das halt auch einfach noch meine persönliche Meinung, dass Beinstellen, selbst der Versuch, eine Gelbe Karte nach sich zu ziehen hat. Das scheint nicht mehr 1:1 zu stimmen.
Unterscheidung von "Notbremse"
SPA (= "stopping a promising attack"), oder auch inoffiziell als "taktisches Foul" bezeichnet, ist der kleine Bruder der Notbremse (DOGSO = "denying an obvious goal scoring opportunity"). Im Unterschied dazu ist in der Bewertung a) die Distanz zum Tor größer, b) der Angreifer nicht zwingend in Ballkontrolle, c) die Richtung des Spiels nicht zwingend in Richtung zum Tor und natürlich d) ein Eingriff durch Verteidiger möglich (was wir umgsprl. als "letzter Mann" bezeichnen).
Foul außerhalb des Strafraums: Verwarnung (VW)
Foul innerhalb des Strafraums: keine persönliche Strafe (PS)
Foul innerhalb des Strafr. mannorientiert: VW
Vorteilsanwendung: keine PS – außer Härte Foul.
Also ja, bei SPA und normalem Foul gibt es keine gelbe Karte. Aber war es ein normales Foul und war es wirklich ein SPA?
Das ist auch eher unerwartet für mich: wenn man sich die Kriterien ganz genau anschaut, dann war das Foul an Volland womöglich sogar näher an einer Notbremse als ein sog. SPA. Es wurde eine klare Torchance verhindert. Wäre Volland nicht zu Fall gebracht worden, wäre es eine 2 gegen 1 Situation direkt vor dem Essener Tor. Bei Anwendung der Vorteilsregelung würde das eine Verwarnung nach sich ziehen (außer die härte des Fouls erfordert Rot).
Meine erste Einschätzung war aber eher: keine Notbremse. Aber trotzdem nach Vorteil eine Verwarnung aufgrund
a) der Härte des Fouls. Der Verteidiger grätscht mit voller Geschwindigkeit ("hohe Dynamik") von schräg hinten (!) in Volland. Dass er ihn nicht schwer trifft ist halb Glück halb Können. Aber wenn wir von einer gekonnten Grätsche ausgehen, dann muss man auch ansprechen, dass der RWE-Verteidiger, das sieht man in der Wiederholung ganz gut, im Laufe der Grätsche sogar noch das Bein hochzieht um auf jeden Fall den Angreifer zu treffen (Treffer oberhalb des Knöchels; Gefährdung der Sicherheit + Kraulich trifft Volland auch noch am anderen Sprunggelenk was auch knapp war).
und b) weil der vom Schiri gegebene Vorteil sich eigentlich sofort auflöst. Demnach hätte der Schiedsrichter (im eigentlichen Sinne der Vorteilsregelung) auch noch auf Foul und Freistoß pfeifen können.
Generell zur Unterscheidung der persönlichen Strafen:
Keine PS: Fahrlässigkeit liegt vor, wenn ein Spieler unachtsam, unbesonnen oder unvorsichtig in einen Zweikampf geht. Es ist keine Disziplinarmaßnahme erforderlich.
Bsp. unbeabsichtigtes Beinstellen, keine Intensität, keine Absicht, „Allerweltsfoul“, ...
Gelbe Karte (VW): Rücksichtslosigkeit liegt vor, wenn ein Spieler ohne Rücksicht auf die Gefahr oder die Folgen für einen Spieler handelt. Ein solcher Spieler muss verwarnt werden.
Bsp. seitliches Tackling, Trefferbild unterhalb des Knöchels, Trikotziehen, Meckern, ...
Rote Karte: Brutales Spiel liegt vor, wenn ein Spieler übertrieben hart vorgeht und die Sicherheit bzw. Gesundheit eines Spielers gefährdet. Ein solcher Spieler muss des Feldes verwiesen werden.
Bsp. Grätsche von hinten, Trefferbild oberhalb des Knöchels, hohe Dynamik, Beleidigung,
Tätlichkeit, grob unsportliches Verhalten,
Quelle: Bayerischer Fußball Verband.
Nochmal zur Erinnerung, was die Vorteilsbestimmung eigentlich sein soll (aus Wikipedia):
"Der Schiedsrichter soll bei einem gegen eine Mannschaft gerichteten Vergehen das Spiel weiterlaufen lassen, wenn daraus gegenüber der Spielunterbrechung, die durch Ahndung des Vergehens gemäß den Regeln entstünde, ein größerer Vorteil für diese Mannschaft zu erwarten ist („Vorteilsbestimmung“) als durch die Spielstrafe (Freistoß bzw. Strafstoß). Wenn sich der erwartete Vorteil nach einigen Sekunden nicht ergibt, kann der Schiedsrichter das Vergehen nachträglich doch noch ahnden, soweit sich keine neue Spielsituation ergeben hat."
Ja, es lässt sich argumentieren, dass der Schiedsrichter regelkonform gehandelt hat. Es war keine klare Fehlentscheidung. Für mich steht aber fest, dass er im Ergebnis auch entgegen der eigentlichen Idee der Vorteilsregel gehandelt hat und es besser hätte lösen können.
Ohne jetzt noch weitere Spielszenen im Detail ausbreiten zu wollen fand ich die Leistung des Schiedsrichters allgemein eher schwach. Meines Erachtens hätte er mit seiner Linie schon nach wenigen Minuten die Kontrolle über das Spiel verlieren können und hatte eigentlich nur Glück, dass keine der Mannschaften ein Interesse an einer Eskalation hatte. Er tat sich glaube ich keinen Gefallen damit, so wenige Gelbe Karten zu verteilen. Der Wunsch dieser Linie der wenigen Verwarnungen treu zu bleiben hatte sicher Einfluss auf die Volland-Szene.
Und nochmal: Dass Volland weiterspielt und nicht den sterbenden Schwan mimt, ist das was eigentlich ALLE Fußballfans sehen wollen! Und schon alleine deshalb bin ich dafür, dass die Fußballregeln so umgesetzt werden, dass sie keine Schauspieleinlagen erfordern um durchgesetzt zu werden. Das zu tun lag am Freitag absolut im Ermessensspielraum des Schiedsrichters.
04.08.2025 - 12:19 Uhr
Quelle: www.liga3-online.de
Somit liegt eine richtige Entscheidung vor, Kraulich keine weitere Karte zu zeigen. Der Grund ist, dass die Regel unterscheidet, ob der Vorteil eingetreten ist oder doch nicht. Hier wurde der Angriff nicht unterbunden und der Vorteil konnte ausgespielt werden. Fazit: Hätte der Schiedsrichter keinen Vorteil gewährt, hätte es die gelbe Karte geben müssen.
Auch Rafati sieht die Entscheidung als richtig an. Der Fehler liegt hier mMn im RegelwerkDieser Beitrag wurde zuletzt von Tbyyy am 04.08.2025 um 12:19 Uhr bearbeitet
04.08.2025 - 12:19 Uhr
Babak Rafati meint Folgendes zu der Szene:
https://www.liga3-online.de/strittige-szenen-am-1-spieltag-die-analyse-von-babak-rafati-10/
Szene 7: Der bereits verwarnte Tobias Kraulich (Essen) setzt zur Grätsche gegen Kevin Volland (1860) an und trifft nur den Gegenspieler. Schiedsrichter Felix Weller pfeift nicht.
Babak Rafati: Das Foulspiel von Kraulich an Gegenspieler Volland ist im Normalfall, wenn es keinen Vorteil gibt, eine klare gelbe Karte. Wenn der Schiedsrichter aber Vorteil gewährt, was in dieser Situation absolut angemessen ist, da Volland sofort wieder aufsteht und weiterspielt, entfällt wegen der Vorteilsauslegung die gelbe Karte. Es gibt nämlich zwei Ausnahmen, zu denen diese Situation zählt. Handelt es sich beim Vergehen um das Unterbinden eines aussichtsreichen Angriffs, wird der fehlbare Spieler nicht verwarnt (wie in diesem Fall). Es erfolgt somit eine sogenannte "Rabattierung." Eine weitere Rabattierung würde bei einer Vereitelung einer klaren Torchance erfolgen. Es würde statt die rote nur die gelbe Karte geben. Somit liegt eine richtige Entscheidung vor, Kraulich keine weitere Karte zu zeigen. Der Grund ist, dass die Regel unterscheidet, ob der Vorteil eingetreten ist oder doch nicht. Hier wurde der Angriff nicht unterbunden und der Vorteil konnte ausgespielt werden. Fazit: Hätte der Schiedsrichter keinen Vorteil gewährt, hätte es die gelbe Karte geben müssen. In diesem Fall entfällt diese aber regeltechnisch.
Babak Rafati: Das Foulspiel von Kraulich an Gegenspieler Volland ist im Normalfall, wenn es keinen Vorteil gibt, eine klare gelbe Karte. Wenn der Schiedsrichter aber Vorteil gewährt, was in dieser Situation absolut angemessen ist, da Volland sofort wieder aufsteht und weiterspielt, entfällt wegen der Vorteilsauslegung die gelbe Karte. Es gibt nämlich zwei Ausnahmen, zu denen diese Situation zählt. Handelt es sich beim Vergehen um das Unterbinden eines aussichtsreichen Angriffs, wird der fehlbare Spieler nicht verwarnt (wie in diesem Fall). Es erfolgt somit eine sogenannte "Rabattierung." Eine weitere Rabattierung würde bei einer Vereitelung einer klaren Torchance erfolgen. Es würde statt die rote nur die gelbe Karte geben. Somit liegt eine richtige Entscheidung vor, Kraulich keine weitere Karte zu zeigen. Der Grund ist, dass die Regel unterscheidet, ob der Vorteil eingetreten ist oder doch nicht. Hier wurde der Angriff nicht unterbunden und der Vorteil konnte ausgespielt werden. Fazit: Hätte der Schiedsrichter keinen Vorteil gewährt, hätte es die gelbe Karte geben müssen. In diesem Fall entfällt diese aber regeltechnisch.
https://www.liga3-online.de/strittige-szenen-am-1-spieltag-die-analyse-von-babak-rafati-10/
04.08.2025 - 12:27 Uhr
Zitat von fredclever77
Babak Rafati meint Folgendes zu der Szene:
https://www.liga3-online.de/strittige-szenen-am-1-spieltag-die-analyse-von-babak-rafati-10/
Babak Rafati meint Folgendes zu der Szene:
Szene 7: Der bereits verwarnte Tobias Kraulich (Essen) setzt zur Grätsche gegen Kevin Volland (1860) an und trifft nur den Gegenspieler. Schiedsrichter Felix Weller pfeift nicht.
Babak Rafati: Das Foulspiel von Kraulich an Gegenspieler Volland ist im Normalfall, wenn es keinen Vorteil gibt, eine klare gelbe Karte. Wenn der Schiedsrichter aber Vorteil gewährt, was in dieser Situation absolut angemessen ist, da Volland sofort wieder aufsteht und weiterspielt, entfällt wegen der Vorteilsauslegung die gelbe Karte. Es gibt nämlich zwei Ausnahmen, zu denen diese Situation zählt. Handelt es sich beim Vergehen um das Unterbinden eines aussichtsreichen Angriffs, wird der fehlbare Spieler nicht verwarnt (wie in diesem Fall). Es erfolgt somit eine sogenannte "Rabattierung." Eine weitere Rabattierung würde bei einer Vereitelung einer klaren Torchance erfolgen. Es würde statt die rote nur die gelbe Karte geben. Somit liegt eine richtige Entscheidung vor, Kraulich keine weitere Karte zu zeigen. Der Grund ist, dass die Regel unterscheidet, ob der Vorteil eingetreten ist oder doch nicht. Hier wurde der Angriff nicht unterbunden und der Vorteil konnte ausgespielt werden. Fazit: Hätte der Schiedsrichter keinen Vorteil gewährt, hätte es die gelbe Karte geben müssen. In diesem Fall entfällt diese aber regeltechnisch.
Babak Rafati: Das Foulspiel von Kraulich an Gegenspieler Volland ist im Normalfall, wenn es keinen Vorteil gibt, eine klare gelbe Karte. Wenn der Schiedsrichter aber Vorteil gewährt, was in dieser Situation absolut angemessen ist, da Volland sofort wieder aufsteht und weiterspielt, entfällt wegen der Vorteilsauslegung die gelbe Karte. Es gibt nämlich zwei Ausnahmen, zu denen diese Situation zählt. Handelt es sich beim Vergehen um das Unterbinden eines aussichtsreichen Angriffs, wird der fehlbare Spieler nicht verwarnt (wie in diesem Fall). Es erfolgt somit eine sogenannte "Rabattierung." Eine weitere Rabattierung würde bei einer Vereitelung einer klaren Torchance erfolgen. Es würde statt die rote nur die gelbe Karte geben. Somit liegt eine richtige Entscheidung vor, Kraulich keine weitere Karte zu zeigen. Der Grund ist, dass die Regel unterscheidet, ob der Vorteil eingetreten ist oder doch nicht. Hier wurde der Angriff nicht unterbunden und der Vorteil konnte ausgespielt werden. Fazit: Hätte der Schiedsrichter keinen Vorteil gewährt, hätte es die gelbe Karte geben müssen. In diesem Fall entfällt diese aber regeltechnisch.
https://www.liga3-online.de/strittige-szenen-am-1-spieltag-die-analyse-von-babak-rafati-10/
Interessant, man lernt nie aus. Dann war es wirklich Dummheit von Volland, ärgerlich. (Nicht bös gemeint...)
04.08.2025 - 12:31 Uhr
naja es geht halt wiede rum vorteil, da stimme ich zum teil zu. aber das faul ansich wurde nicht bewertet und das ist der fehler, siehe auch kawum ausführung.
04.08.2025 - 12:32 Uhr
Fragt euch doch mal selbst: Wäre jemand empört oder würde irgendjemand von einer Fehlentscheidung sprechen,
a) hätte der Schiri sofort auf Freistoß für 1860 und Gelbe Karte (bzw. Gelb-Rot) für RWE-Verteidiger Kraulich entschieden?
b) hätte der Schiri den Vorteil laufen lassen und Kraulich später die Verwarnung ausgesprochen (und damit in diesem Fall die Gelb-Rote Karte)?
c) ?
b) scheint für mich die beste Lösung im Sinne der Regel.
Aber würde ich wie Rafati gefragt werden, würde ich (nach abermaligen Lesens der Regeln) auch antworten mit "keine Fehlentscheidung".
a) hätte der Schiri sofort auf Freistoß für 1860 und Gelbe Karte (bzw. Gelb-Rot) für RWE-Verteidiger Kraulich entschieden?
b) hätte der Schiri den Vorteil laufen lassen und Kraulich später die Verwarnung ausgesprochen (und damit in diesem Fall die Gelb-Rote Karte)?
c) ?
b) scheint für mich die beste Lösung im Sinne der Regel.
Aber würde ich wie Rafati gefragt werden, würde ich (nach abermaligen Lesens der Regeln) auch antworten mit "keine Fehlentscheidung".
04.08.2025 - 12:41 Uhr
Zitat von Downlow2009
Interessant, man lernt nie aus. Dann war es wirklich Dummheit von Volland, ärgerlich. (Nicht bös gemeint...)
Interessant, man lernt nie aus. Dann war es wirklich Dummheit von Volland, ärgerlich. (Nicht bös gemeint...)
Zumindest ein Anlass diese Regel zu hinterfragen.
Wir wollen doch alle, dass es so läuft wie Volland es gemacht hat, nicht groß rumjammern sondern schnellw eiterspielen.
Durch diese Regel wird aber das faire Weiterspielen bestraft und der Angreifer quasi aufgefordert liegenzubleiben.
Das kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein.
Auch die "Rabattierung" einer Notbremse ist doch ein schlechter Witz.
Die persönliche Strafe sollte sich, zumindest meiner Meinung nach, immer nach der Aktion an sich richten, nicht nach den Folgen. (Was übrigens auch andersrum gilt. Wenn durch nen leichten Schubser ausm Tritt kommt und umknickt, sich deshalb die Bänder reißt, muss doch auch nicht die persönliche Strafe schärfer ausfallen).
04.08.2025 - 12:43 Uhr
Zitat von vanenburg
Zumindest ein Anlass diese Regel zu hinterfragen.
Wir wollen doch alle, dass es so läuft wie Volland es gemacht hat, nicht groß rumjammern sondern schnellw eiterspielen.
Durch diese Regel wird aber das faire Weiterspielen bestraft und der Angreifer quasi aufgefordert liegenzubleiben.
Das kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein.
Auch die "Rabattierung" einer Notbremse ist doch ein schlechter Witz.
Die persönliche Strafe sollte sich, zumindest meiner Meinung nach, immer nach der Aktion an sich richten, nicht nach den Folgen. (Was übrigens auch andersrum gilt. Wenn durch nen leichten Schubser ausm Tritt kommt und umknickt, sich deshalb die Bänder reißt, muss doch auch nicht die persönliche Strafe schärfer ausfallen).
Zitat von Downlow2009
Interessant, man lernt nie aus. Dann war es wirklich Dummheit von Volland, ärgerlich. (Nicht bös gemeint...)
Interessant, man lernt nie aus. Dann war es wirklich Dummheit von Volland, ärgerlich. (Nicht bös gemeint...)
Zumindest ein Anlass diese Regel zu hinterfragen.
Wir wollen doch alle, dass es so läuft wie Volland es gemacht hat, nicht groß rumjammern sondern schnellw eiterspielen.
Durch diese Regel wird aber das faire Weiterspielen bestraft und der Angreifer quasi aufgefordert liegenzubleiben.
Das kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein.
Auch die "Rabattierung" einer Notbremse ist doch ein schlechter Witz.
Die persönliche Strafe sollte sich, zumindest meiner Meinung nach, immer nach der Aktion an sich richten, nicht nach den Folgen. (Was übrigens auch andersrum gilt. Wenn durch nen leichten Schubser ausm Tritt kommt und umknickt, sich deshalb die Bänder reißt, muss doch auch nicht die persönliche Strafe schärfer ausfallen).
Seh ich 100% genau so
04.08.2025 - 14:02 Uhr
Zitat von vanenburg
Zumindest ein Anlass diese Regel zu hinterfragen.
Wir wollen doch alle, dass es so läuft wie Volland es gemacht hat, nicht groß rumjammern sondern schnellw eiterspielen.
Durch diese Regel wird aber das faire Weiterspielen bestraft und der Angreifer quasi aufgefordert liegenzubleiben.
Das kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein.
Auch die "Rabattierung" einer Notbremse ist doch ein schlechter Witz.
Die persönliche Strafe sollte sich, zumindest meiner Meinung nach, immer nach der Aktion an sich richten, nicht nach den Folgen. (Was übrigens auch andersrum gilt. Wenn durch nen leichten Schubser ausm Tritt kommt und umknickt, sich deshalb die Bänder reißt, muss doch auch nicht die persönliche Strafe schärfer ausfallen).
Zitat von Downlow2009
Interessant, man lernt nie aus. Dann war es wirklich Dummheit von Volland, ärgerlich. (Nicht bös gemeint...)
Interessant, man lernt nie aus. Dann war es wirklich Dummheit von Volland, ärgerlich. (Nicht bös gemeint...)
Zumindest ein Anlass diese Regel zu hinterfragen.
Wir wollen doch alle, dass es so läuft wie Volland es gemacht hat, nicht groß rumjammern sondern schnellw eiterspielen.
Durch diese Regel wird aber das faire Weiterspielen bestraft und der Angreifer quasi aufgefordert liegenzubleiben.
Das kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein.
Auch die "Rabattierung" einer Notbremse ist doch ein schlechter Witz.
Die persönliche Strafe sollte sich, zumindest meiner Meinung nach, immer nach der Aktion an sich richten, nicht nach den Folgen. (Was übrigens auch andersrum gilt. Wenn durch nen leichten Schubser ausm Tritt kommt und umknickt, sich deshalb die Bänder reißt, muss doch auch nicht die persönliche Strafe schärfer ausfallen).
Klingt erstmal plausibel, was du schreibst, dass Strafen sich an der Aktion/am Motiv, und nicht den Folgen des Tuns ausrichten sollten.
Auf der anderen Seite: es gibt ja unterschiedliche Begründungen für die Bestrafung:
(1) Eine Bestrafung des Spielers für das Fehlverhalten an sich
(2) Eine Bestrafung des Spielers als Kompensation für einen Vorteil, den dieser Spieler seinem Team durch sein Fehlverhalten verschafft hat.
Und im Fall der Vorteilsauslegung orientiert man sich am zweiten von mir erwähnten Motiv. Und wenn man so argumentiert, ist es auch folgerichtig, dass die gelbe Karte dann bei „normalen“ Fouls entfällt, weil es dann ja keine Kompensation für einen Vorteil mehr braucht. Hier schaut man dann zurecht nur auf die Folgen des Tuns.
Auf die Aktion/das Motiv – unabhängig von den Folgen der Aktion – schaut man dagegen beim ersten Motiv der Bestrafung. Deswegen gäbe es bei rücksichtslosen Fouls auch trotz Vorteilsauslegung eine persönliche Strafe (keine Rabattierung).
04.08.2025 - 14:07 Uhr
Zitat von salantar
naja es geht halt wiede rum vorteil, da stimme ich zum teil zu. aber das faul ansich wurde nicht bewertet und das ist der fehler, siehe auch kawum ausführung.
naja es geht halt wiede rum vorteil, da stimme ich zum teil zu. aber das faul ansich wurde nicht bewertet und das ist der fehler, siehe auch kawum ausführung.
Richtig, Rafati unterschlägt hier die ebenfalls relevante Frage nach der Schwere des Foulspiels.
Auf der anderen Seite: allein das ist ja vielleicht schon ein Hinweis darauf, dass er vielleicht gar nicht auf die Idee kommt, dass es sich um ein „rücksichtsloses Foul“ gehandelt haben könnte. Genauso wie der Schiri im Spiel: weil der bei einem solchen rücksichtslosen Foul in jedem Fall gelb-rot hätte geben müssen, Vorteil hin oder her. Auch der hat es also nicht als rücksichtslos gewertet.
Und seien wir mal ehrlich: im Spiel selbst haben wir doch alle aus ganz anderen Gründen von einer Fehlentscheidung gesprochen: wahrscheinlich alle – mich eingeschlossen – gingen davon aus, dass eine gelbe Karte automatisch nachgereicht werden müsste, wenn sie ohne Vorteilsauslegung gezeigt hätte werden müssen – und Letzteres ist ja unstrittig. Ich hab am Spieltag aber keine einzige Stimme gehört, dass der Schiri gelb-rot hätte geben müssen wegen der Rücksichtslosigkeit des Fouls.
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