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Taktiktisch

19.02.2006 - 19:37 Uhr
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Taktiktisch |#71
26.07.2022 - 12:51 Uhr
Es ist doch gar nicht so, dass Forte den Spielern unbedingt das System aufzwängen will. Im Gegenteil. eigentlich haben wir bis auf Hüsing, Ramos und Jäkel fast nur Spieler, die bestenfalls Fünferkette spielen.

Wir haben Das Problem hauptsächlich im Zentrum vor der Dreierkette, die Kette als solche halte ich gar nicht für so problematisch. Gegen Sandhausen lässt sich beide male einer rausziehen, weil vor der Kette kein Zugriff herrschte und gegen Regensburg machen die beiden 6er die Tore, weil sie beide mutterseelenallein aus dem Rückraum angeschlichen kommen.

Prietl interpretiert seine Rolle zu defensiv, wenn hinter ihm eine Dreierkette spielt. Wenn man sich in der Zusammenfassung des Spiels einmal die Entstehung des 1:0 anguckt, sieht man auch, was gemeint ist. https://www.youtube.com/watch?v=fm7Crd2Bkn0 Hier die Sequenz von Minute 1:45 bis 1:52. Am Ende sieht es so aus, als hätte Prietl einen Mann gehabt mit Albers, aber da war die Situation schon abgeschlossen. Nach der Mittelfeldaktion nimmt Vasiliadis den RV Saller auf, was auch richtig ist als rechter 8er. Nachdem dieser seinen Pass gespielt hat, bleibt er aber tief und hinterläuft nicht. Vasiliadis macht dann den Raum nach innen zu und wäre auch noch bei einem Rückpass erneut auf Saller in der Lage einzugreifen.

Im Zentrum spielen die 3 Innenverteidiger 1 gegen 1, Serra ist bei Thalhammer, der aber tief bleibt. Bereits da sieht man ein weiteres 1 gegen 1, was nicht sein darf. Da steht schon der kleine, schmächtige Okugawa gegen den späteren Torschützen Gimber. Vasiliadis und Bello sind dann zu zaghaft beim Verhindern der Flanke, Gimber läuft ein und hat in einer solchen Situation natürlich massive Vorteile gegenüber Okugawa, Hüsing, der sich dann auch nicht direkt von Mees lösen kann, kann auch nicht mehr eingreifen.

Und Prietls Rolle? Das weiß niemand so recht. In der Entstehung der Flanke bewegt er sich irgendwo im luftleeren Raum zwischen Albers (bei Andrade) und Gimber (bei Okugawa). Steht er 5 Meter weiter in der Mitte, ist er dort, wo die flanke landet und hat ein recht einfaches Kopfballduell vor sich.

Beim 2:0 erkennt man dann einen taktischen Komplettausfall(Video ab 3:11). Wir stellen auf Viererkette um, Linksverteidiger ist hierbei der ultra offensive Bello, RV Jäkel. Es kommt zu einem (normalerweise harmlosen) Konter. Dadurch, dass wir aber im Grunde genommen keinen linken Mittelfeldspieler haben, da Okugawa eigentlich hängende Spitze spielt, entsteht nach einem harmlosen Ball eine 3 gegen 2 Situation auf dem rechten Regensburger Flügel. Vasiliadis rückt raus, bzw. geht mit dem Ballführenden Albers mit. Problem: 1. RV Saller hat in der Situation überhaupt keinen Gegenspieler, 2. in dem Raum, in dem ein 6er (oder zumindest ein 8er) spielen müsste, kann man auch ein Netz spannen, Linien ziehen und Tennis spielen.

Auf diesen Tennisplatz läuft dann Thalhammer, der nach unserer Offensivaktion schneller dort ist als Okugawa UND Rzatkowski. Dann müsste vielleicht Jäkel einrücken. Entweder auf den Tennisplatz oder in die IV und Hüsing rausschicken, läuft aber "seine" RV Position einfach ab. Pass, Ballmitnahme und Abschluss sind dann denkbar einfach, weil dann alle, die theoretisch was tun könnten, einfach zu spät in die Aktion kommen. Andrade hätte nur noch mit einer hyper aggressiven, aber auch riskanten Aktion eingreifen können (was Ramos mE getan hätte) Hierzu die These: Mit Dreierkette ODER Ramos auf dem Platz fällt DAS Tor nicht.

Daraus ergibt sich aus meiner Sicht: Bei einer Dreierkette muss der alleinige 6er viel aggressiver spielen und tatsächlich nach vorne verteidigen, denn für "passives" bzw. absicherndes Verhalten sind die 3 IVs dahinter ja da. Also: Dreierkette nur ohne Prietl. Bei einer Viererkette brauchen wir zwangsläufig eine Doppel 6, bei der ich nicht weiß, ob ich dort Consbruch oder Rzatkowski sehen will, was das Defensivverhalten angeht. Außerdem traue ich den nominellen Außenverteidigern eigentlich kaum zu, allein außen zu verteidigen. Zudem will ich weiterhin Serra UND Klos auf dem Platz haben, weswegen wir 2 klare Außenmittelfeldspieler brauchen.

Fazit für mich also anhand des Kaders: Dreierkette ja, aber (Stand jetzt) ohne Prietl.
Taktiktisch |#72
15.08.2022 - 14:44 Uhr
Zitat von Arminia-Horst
Zitat von TG-DSC-Arminia

Zitat von Arminia-Horst

Zitat von Thor1911

Zitat von Arminia-Horst

Wäre für das nächste Spiel wirklich mal für eine Frischzellenkur.


Okugawa und de Medina gehören wohl zur Nullbockfraktion. Die haben erst mal nichts mehr in der Startelf verloren. Lass da Ince und Klünter ran und ich würde das so gerne sehen


Oha, hab ich gar nicht mitbekommen. Dann gern wie von dir vorgeschlagen ersetzen.

Bei de Medina kann ich es aber, leider, sehr gut nachvollziehen.


Bei Okugawa habe ich auch noch keine wirkliche Motivation oder Einsatzbereitschaft feststellen können.
Unabhängig davon ob er jetzt wirklich beim Vorstand antanzen muss, hat der da erstmal wirklich nichts mehr verloren.


Dann so vielleicht?


Ich würde tatsächlich Jäkel anstatt Andrade spielen lassen, aber das ist Geschmacksache.

Vorne würde ich Lasme oder Krüger raus nehmen und Klos oder Serra bringen.
So hätten wir an offensiven Optionen von der Bank in erster Linie, Serra und Klos.
Das die beiden zusammen nicht so gut funktionieren konnte man sehen.

Ich würde mit Hack, Serra, Lasme starten.

Und dann im Spielverlauf, Ince, Krüger und Klos bringen.

Sollte der neue Coach Okugawa wieder in die Spur bekommen ist er natürlich immer ne Option.
Taktiktisch |#73
15.08.2022 - 15:21 Uhr
Ich hätte nicht gedacht, dass meine Vorstellung einer Aufstellung nach 4 Spieltagen über den Haufen geworfen wird...

Aber unter der bitteren Umständen würde ich es vllt. mal so angehen... Größe , Erfahrung, Unbekümmertheit und Geschwindigkeit, eigentlich ist alles dabei. daumen-hoch

•     •     •

Stur, hartnäckig, kämpferisch...

Und spaß am Fussball schauen...
Taktiktisch |#74
10.10.2022 - 09:45 Uhr
Ich würde gerne so aufstellen.

Primär geht es um das Spiel gegen den Ball und dazu benötigen wir anscheinend 3 defensiv denkende Zentrumspieler.

Vasiliadis hat aber auch immer wieder seine Schwächen, wenn er weit hinten mit aushilft. So jetzt auch beim 1-2 des KSC als er einfach hintertrabt.
Vorne hatte er zuletzt immer wieder gute Ideen und als Spieler der vorne mit zur ersten Pressinglinie aufläuft, ist er durchaus geeignet.

Vor der Abwehr möchte ich gerne ein Bollwerk aufbauen. Ramos gewinnt bei uns die meisten Zweikämpfe, wie auf ihn verzichten?
Er ist oft der Bruderleichtfuß aber vielleicht gibt es ihm die Sicherheit, wenn hinter ihm noch die IV steht.

Zusätzlich kann Ramos durch seine dynamischen Vorstöße und seiner Übersicht im Spielaufbau uns ein deutlicher Mehrwert sein. Ebenso ist seine Körpergröße von Vorteil.

Bei Prietl habe ich lange überlegt, man kann auch Kanuric neben Ramos bringen.
Ich wollte mit Pritti einfach etwas Erfahrung auf den Platz haben.

Ich Hannover müssen wir es schaffen, erst einmal sicher zu stehen.
Ebenso muss das Spiel gegen den Ball deutlichst verbessert werden. Es kann nicht sein, dass wir derart wenig Ballbesitz haben.

Auch wenn Serra ein schönes Tor gemacht hat, brauchen wir jemanden, er die Bälle festmacht.
Serra ist gut, wenn wir das Spiel dominieren und er im Strafraum angespielt wird.
Davon sind wir aber weit weg und brauchen jemanden vorne, der den Ball verarbeiten kann.
Da wir hier leider nicht den Wunschspielertypen von mir verpflichtet haben, kann Okugawa diese Position am besten ausfüllen, auch wenn er dafür nicht ideal ist.

Es ist mir immer noch schleierhaft warum man hier seit 2 Saisons nicht nachgebessert hat. Auch in Liga 1 war der Verzicht auf diesen Stürmertypen eines der Gründe, warum wir in die Abwärtsspirale gekommen sind. Natürlich gab es mehrere Gründe aber es war ein Puzzleteil des Abstieges.

•     •     •

Arminia!!!
Taktiktisch |#75
10.10.2022 - 18:45 Uhr
Die 3er/5er Kette wird für mich auch immer attraktiver, weil es Stabilität bringt. Und um was anderes darfs bei uns zur Zeit nicht gehen. Um die Mitte zu eng wie möglich und doch halbwegs offensiv zu halten, geh ich eher mit nem 3-5-2 als ein 3-4-3.

Die einzige Frage die sich mir in der Kette stellt ist ob Jäkel wieder fit wird. Ich geh nicht davon aus, deswegen kommt da nur Ramos in Frage. Ramos hängt sich zwar immer ordentlich rein, ist mir aber häufig zu ungeduldig und ungestüm, daher wäre Jäkel eigentlich mein Favorit.

Ich fand Lepinjica nicht schlecht und auch Kanuric hat mMn Potential erkennen lassen. Ein Vasiliadis ist natürlich auch eine Option. Prietl seh ich zur Zeit nicht wirklich in der ersten Elf.

Auf außen ist Oczipka gesetzt, da brauchen wir nicht drum rum reden. Wenn Klünter wieder fit wird, geh ich davon aus dass er spielt. Wenn nicht seh ich da ein Problem. Sidler bringt keine Leistung und von Gebauer halt ich nicht viel. Der hat zwar Tempo, aber mehr leider nicht.

Als Kreativkopf find ich Klimowicz sehr gut. Auch nach seiner Einwechslung kamen von ihm gute Ideen, die leider im Sand verlaufen sind.

Hack ist generell gesetzt, daneben seh ich eher ein Serra als ein Lasme. Damit hat man verschiedene Spielertypen vorne drin. Lasme kommt auch viel über den Antritt und Bälle halten kann Serra grundsätzlich besser.
Außerdem muss ich sagen ich finds schwierig unsere einzigen beiden Stürmer von Beginn an spielen zu lassen. Und gerade Lasme kann mit seiner Geschwindigkeit, wenn der Gegner n bissle platt ist meiner Meinung nach mehr reißen.

Dann hat man noch Lasme, Okugawa, Ince und Consbruch zum reinwerfen und auch Bello kann für 10 Minuten nochmal Geschwindigkeit auf den außen bringen.
Taktiktisch |#76
10.10.2022 - 20:01 Uhr
Ich denke momentan geht es bei uns sehr viel weniger um die Taktik und die damit verbundene Aufstellung, als um die Frage welche Spieler können aufgestellt werden die den Kopf frei haben und keine Angst haben.

Die erste 11 ist vom Papier ja fast schnell gestellt, nur wer von denen fällt nicht gleich wieder in ein persönliches Loch wenn der pass nicht ankommt oder das Dribbling schief geht?!

Für mich sind die Spieler, die keine Angst haben dem Gegner auch mal weh zu tun die momentan logischste Variante. Wir müssen über den Kampf kommen, treten beißen und mal richtig aggressiv dran gehen.

•     •     •

Arminia

Und ganz bestimmt nichts Anderes!
Taktiktisch |#77
12.10.2022 - 11:58 Uhr
Zitat von daduck
Zitat von bbr1905

Ich denke momentan geht es bei uns sehr viel weniger um die Taktik und die damit verbundene Aufstellung, als um die Frage welche Spieler können aufgestellt werden die den Kopf frei haben und keine Angst haben.

Die erste 11 ist vom Papier ja fast schnell gestellt, nur wer von denen fällt nicht gleich wieder in ein persönliches Loch wenn der pass nicht ankommt oder das Dribbling schief geht?!

Für mich sind die Spieler, die keine Angst haben dem Gegner auch mal weh zu tun die momentan logischste Variante. Wir müssen über den Kampf kommen, treten beißen und mal richtig aggressiv dran gehen.


Wie bereits von einem Vorgänger hier geschrieben, sehe ich dann Vasiliadis leider nicht mehr in der Startformation. Wie der kurz vor dem 2-1 durch Karlsruhe in der eigenen Hälfte da Richtung 16er trottet anstatt die Beine in die Hand zu nehmen und so Consbruch alleine lässt (der wiederum dann einen Gegner blocken kann, nicht aber auch noch den Pass zum Torschützen verhindern kann) ist schon erschreckend. Prietl ist aber auch leider keine Option. Es mag zwar experimentell klingen, aber der Vorschlag Ramos ins DM zu stellen und Nebenmann Kanuric - gerne!


Ich denke man kann die Taktik nicht außen vor lassen, denn aus dem, was der Trainer spielen lassen will, ergibt sich gern auch mal eine Aufstellung.

Der Arminia fehlt es aber, schlimmer noch als unter Kramer, genau daran. Dass sich eine komplett neue Defensive erst finden muss, versteht sich von selbst. Aber (scheinbar) ohne klare Vorgabe, wie die Mannschaft verteidigen soll, geht es halt nicht. Man schaue sich nur mal das Anlaufverhalten an. Gegen den KSC wurde vereinzelt vorn angelaufen - hinter der ersten Linie klaffte aber ein großes Loch. Teilweise wurden Gegenspieler völlig unnötig gedoppelt oder schlecht übernommen, so dass Räume entstanden sind, die vor dem 16er nicht entstehen dürfen. Die Defensive auf den Flügeln ist seit Saisonbeginn mehr als fraglich. Unzählige Flanken landen in unserem Strafraum.

Für die Offensive gilt leider auch, dass es keine klare Marschrichtung gibt. Hoch und weit hat mMn. nichts mehr mit Fußball zu tun. Unter Neuhaus gab es die klare Anweisung sich spielerisch aus der Bedrängnis zu lösen - der lange Ball auf Klos war eher ein gefährliches Stilmittel, dass durch die Präzision von Ortega gegen hoch pressende Gegner gelegentlich eingestreut wurde und dann für Gefahr gesorgt hat.

Scherning täte mMn. gut daran zunächst vor allem möglichst einfache Konzepte zu vermitteln. Flügelspieler doppeln auf den Außen bzw. rücken auf der ballfernen Seite ein, 6er verdichten die Räume vor dem 16er. Angelaufen wird ab Mittellinie usw. So bekloppt das klingen mag, selbst einer verunsicherten Kreisligamannschaft helfen einfache Konzepte dabei Sicherheit zu gewinnen. Man muss nicht viel denken und kann sich aufs Spielen konzentrieren.

Offensiv hätte Scherning sogar die Wahl sich auszusuchen, ob er eher über die Flügel oder durch die Mitte gespielt werden soll. MMn. sollte man aber in Anbetracht unserer Flügelspieler und der körperlichen Voraussetzungen von Serra, Klos und Lasme das Flügelspiel favorisieren. Ob die Hereingaben dann hoch oder flach von der Grundlinie kommen ist beliebig - die Stärken unserer Stürmer liegen aber nach meinem Empfinden klar in der Luft bzw. zwischen 16er Linie und 5m Raum. Aus der Tiefe heraus kam bislang keiner der Drei richtig zum Abschluss. Klar dürfen bei der Grundidee auch mal die Hacks und Okugawas dieser Welt in der Zentrale ins Dribbling gehen.

Zum Abschluss noch meine Wunschaufstellung für Hannover, unter Berücksichtigung der Dinge, die ich da angeführt habe.
Taktiktisch |#78
22.08.2023 - 12:26 Uhr
Zitat von Leineweber05
Hat jemand den Auszug vom NW+ Artikel über den Taktikcheck zu Arminia? Es handelt sich wohl dabei um Özkan der als RV in der Offensive ins ZDM gewechselt ist.

https://www.nw.de/sport/fussball/dsc_arminia_bielefeld/23643377_Taktikcheck-Wo-Arminia-Bielefeld-agierte-wie-Guardiolas-Manchester-City.html


Hab den Artikel grade gelesen. Manchmal lohnt es sich schon die paar € auszugeben und interessante Artikel zu lesen und damit die heimische Presse zu unterstützen. An dieser Stelle auf jeden Fall. Ich werde natürlich hier jetzt keine Details wiedergeben. Im wesentlichen wird unser Aufbauspiel beleuchtet, mit Özcan der ins DM zieht und so Platz frei macht auf den Außen für Biankadi und Boujellab in dem Fall. Hier auch der Vergleich zu City, die das wohl auch so spielen.
Ansonsten geht dann noch um Spielerpositionierung und eventuelle Ansatzpunkte um das ganze noch zu verbessern.
Taktiktisch |#79
07.09.2023 - 11:17 Uhr
Ich konnte das Spiel gestern nicht gucken - daher schaue ich gerade das vod. Ich hab jetzt 10 Minuten durch und mir sind schon zwei Sachen aufgefallen, die ich extrem schwierig finde und bei denen mir die taktische Idee nicht klar ist.

1. Offensiver Spielaufbau
Geerkens soll scheinbar die Offensivaktion initiieren. Dafür wählt er meist einen langen Flachpass über 15 bis 25m (grobe Schätzung). Aufgrund der Distanz muss er die relativ scharf spielen, so dass die Ballannahme auch mal schief geht. Darüber hinaus gibt das den Gegnern Zeit den Zielspieler direkt zu doppeln.
Mir fehlen da Biankadi und MIzuta in den Halbräumen, vielleicht nur mit 10-15m Distanz zu Geerkens. Damit sind kürzere Passwege, bessere Rotationen und vor allem der Umstand gegeben, dass man nach dem ersten Pass nicht direkt vor den Ketten steht und es direkt unfassbar eng wird. Die vorderste Linie hat überhaupt keine Möglichkeit mehr in die Tiefe zu starten, da die 4er Kette direkt auf der 16er Kante klebt. Das nützt unseren schnellen Außenspielern herzlich wenig. Auch können die AVs so nicht in die Offensive eingreifen.

2. Defensives Stellungsspiel und Gegenpressing
Nach dem Anstoß nach dem 0:1 rücken MF und Offensive direkt tief in die gegnerische Hälfte vor und üben Druck aus. Dann folgt ein langer Ball von Clarholz und man offenbart ein Loch von locker 20-30m zwischen Mittelfeld und 4er Kette (habe Mizuta und Belkahia (schlecht zu erkennen) als Bezugspunkte gewählt). Geerkens steht zentral im luftleeren Raum. Das darf so nieeeee passieren. Im schlimmsten Fall hebelt man so mit einer Kopfballverlängerung die Kette aus und Clarholz hat freie Bahn zum Tor. Entweder schiebt man gemeinsam hoch und riskiert das lange Ding mit einer Kette kurz vor der Mittellinie oder man presst nicht prinzipiell so hoch sondern situativer.

Ich guck das noch zu Ende und schreib ggf. noch meinen Senf dazu.
Taktiktisch |#80
09.09.2023 - 07:15 Uhr
Zitat von Strategos
Zitat von ArmineInEssen

Zitat von Ballverlust

Zitat von Arminia-Horst

Ich konnte das Spiel gestern nicht gucken - daher schaue ich gerade das vod. Ich hab jetzt 10 Minuten durch und mir sind schon zwei Sachen aufgefallen, die ich extrem schwierig finde und bei denen mir die taktische Idee nicht klar ist.

1. Offensiver Spielaufbau
Geerkens soll scheinbar die Offensivaktion initiieren. Dafür wählt er meist einen langen Flachpass über 15 bis 25m (grobe Schätzung). Aufgrund der Distanz muss er die relativ scharf spielen, so dass die Ballannahme auch mal schief geht. Darüber hinaus gibt das den Gegnern Zeit den Zielspieler direkt zu doppeln.
Mir fehlen da Biankadi und MIzuta in den Halbräumen, vielleicht nur mit 10-15m Distanz zu Geerkens. Damit sind kürzere Passwege, bessere Rotationen und vor allem der Umstand gegeben, dass man nach dem ersten Pass nicht direkt vor den Ketten steht und es direkt unfassbar eng wird. Die vorderste Linie hat überhaupt keine Möglichkeit mehr in die Tiefe zu starten, da die 4er Kette direkt auf der 16er Kante klebt. Das nützt unseren schnellen Außenspielern herzlich wenig. Auch können die AVs so nicht in die Offensive eingreifen.

2. Defensives Stellungsspiel und Gegenpressing
Nach dem Anstoß nach dem 0:1 rücken MF und Offensive direkt tief in die gegnerische Hälfte vor und üben Druck aus. Dann folgt ein langer Ball von Clarholz und man offenbart ein Loch von locker 20-30m zwischen Mittelfeld und 4er Kette (habe Mizuta und Belkahia (schlecht zu erkennen) als Bezugspunkte gewählt). Geerkens steht zentral im luftleeren Raum. Das darf so nieeeee passieren. Im schlimmsten Fall hebelt man so mit einer Kopfballverlängerung die Kette aus und Clarholz hat freie Bahn zum Tor. Entweder schiebt man gemeinsam hoch und riskiert das lange Ding mit einer Kette kurz vor der Mittellinie oder man presst nicht prinzipiell so hoch sondern situativer.

Ich guck das noch zu Ende und schreib ggf. noch meinen Senf dazu.


Das trifft es aber so ganz gut und wird sich auch mit fortlaufender Spieldauer nicht ändern.

Generell sind das, was du sehr treffend beschreibst ja zwei Seiten der selben Medaille, die da heißt: Abstände und Bewegung im Mittelfeld.

Da kann man auch die Außenverteidiger mit einbeziehen. Die stehen nämlich bei Ballbesitz des Torwarts bzw. der IV auch besonders hoch. Mit der besonderen Betonung auf "stehen". Das Aufbauspiel kann so nicht funktionieren, wenn wir hinten mit TW und IV lange den Ball halten und im Grunde nur auf die erste Pressingreihe des Gegners warten, aber der Rest so statisch agiert. Das kriegt (bei allem Respekt an Clarholz) auch eine Oberligamannschaft relativ easy verteidigt, in dem man die Räume, auf die gewartet wird einfach nicht preisgibt. Dann bleibt oft nur der von dir beschriebene Risikoball, das Dribbling oder Langholz.

Alles schon zur Genüge nach dem Köln-Spiel hier ausgebreitet und langsam sollte man in dieses Konstrukt mal eine Stabilität bekommen.


Ich bin aktuell im Urlaub und konnte das Spiel daher live auch nicht verfolgen und habe mir jetzt die Wiederholung bis zur 65. Minute angeschaut und kann sagen, dass mir die Spieleröffnung in der ersten Halbzeit auch überhaupt nicht gefallen hat. Das Risiko steht in keinem Verhältnis zu dem Nutzen, wenn der Ball direkt lang gespielt wird, sobald die erste Linie überspielt ist. Hier würde ich mir deutlich mehr Aktivität in den Halbräumen wünschen.

Bei der 2. Halbzeit habe ich allerdings eine starke Veränderung wahrgenommen. Die beiden Außenverteidiger schieben nicht wie gewohnt nach Außen und kleben auf der Linie, sondern positionieren sich nach Innen auf Höhe des 6ers und die offensiven Flügelspieler lassen sich dadurch tiefer fallen. Dadurch entstand folgendes Muster:

————— Schneider——-Belkahia————-
———-Özkan——Geerkens——Oppie———
—Bazee————————————-Biankadi
————— Boujelab———-Putaro————
——————————Klos—————————-

Hierdurch ergaben sich mehr Anspielstationen in der Mitte und die Wege zwischen den Ketten waren nicht mehr so weit auseinander wie noch in Halbzeit 1 und es wurde mehr Kurzpassspiel möglich.

Ich würde mir grundsätzlich einfach wünschen, dass das Fanumfeld noch Ruhe bewahrt und wir nicht direkt wieder eine negative Stimmung erzeugen, die automatisch auf diese junge Truppe übertragen wird.


Das mit der Umstellung in der 2. HZ ist mir auch aufgefallen. So bindest du die offensiven Außen des Gegners in der Mitte. Wenn dann der Pass auf unsere Außen kommt, stehen diese meist 1gegen1 und können gefährliche Situationen kreieren. Ich glaube so wird diese Saison noch das ein oder andere Tor fallen, wenn Sarenren Bazee erstmal in diese Situationen kommt.

Ball flach halten, gebt Kniat und der Mannschaft noch Zeit. Bei Arsenal mit Arteta hat es auch mind. eine Saison gedauert und die spielen jetzt echt geilen Fußball.


Bei allen taktischen Geplänkel hin oder her...letzendlich gibt es nicht die eine Taktik.
Es muss verschiedene Lösungsansätze geben, je nach dem wie der Gegner anläuft.

Die Außenverteidiger auf die 6 ziehen und die offensiven Außen fallen lassen, sind da nur ein probates Mittel.
Wichtig ist doch, dass das Team SELBSSTÄNDIG situativ umdenken kann.

Deshalb ist das Ganze ja ein Prozess.
1. Es müssen die verschiedenen Eröffnungen verinnerlicht werden. Was meistens schon min. 10 Spieltage dauert.

2. Das Team muss, wie oben beschrieben, selbstständig umstellen können

3. Der schwerste Punkt ist dann der, dass man bei einer hohen Flexibilität des Spielaufbaus, die Defensive Ordnung nicht vernachlässigt.
D. h. Jeder Spieler muss haargenau wissen was zu tun ist und alle müssen genau erkennen, wann anders eröffnet wird, da sich dadurch auch das Positionsspiel in der Defensive extrem verändert.

Dieser gesamte Prozess ist eigentlich nie abgeschlossen, da man ihn aufgrund der Komplexität immer wieder verinnerlichen und trainieren muss.

Und das war "nur" die Spieleröffnung!
Der weitere Verlauf des Angriffsspiel muss ja auch trainiert werden.
Ganz zu Schweigen vom Spiel gegen den Ball, welches übrigens Union Berlin, aus meiner Sicht in Perfektion beherrscht.

•     •     •

Arminia!!!
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