1. FC Köln 1. FC Köln
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Thomas Kessler
Geburtsdatum 20.01.1986
Alter 40
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Geschäftsführer Sport
Akt. Verein 1.FC Köln

Thomas Kessler [Geschäftsführer Sport]

26.05.2025 - 20:09 Uhr
Zitat von wuerzbock


Ich glaube man muss sich aber auch als FC-Fan davon verabschieden, dass man einen Trainer finden wird, der hier 5 Jahre Erfolg bringt.


Wir reden hier doch nicht fünf 5 Jahren. Es geht darum einfach mal konsequent zu sein und eine Saison einen Weg zu gehen. Es geht darum, dass man mal die eigenen Worte mehr glaubt als das Geseier von Express und Südkurve.

Häh? grins In welchem Kontext jetzt?
Dass Trainer nach ner Dreiviertelsaison entlassen werden, liegt doch nicht daran, dass die Medien und Fans das wollen, falls du das überhaupt meinst. Beim FC zumindest schon länger nicht mehr. Eher wirft sie der Verein raus, bevor die Fans sich diesbezüglich einig wären.
Ansonsten hält kein Verein an einem Trainer fest, der "abgenutzt" ist. Eher wird teilweise vorschnell abgebrochen. Und ja, ist halt Fantasie, sich hier eine romantische, langfristige Beziehung zu einem Trainergespann vorzustellen. So läuft 's im Fußball ja einfach generell kaum mehr.
Zitat von LuLuLu
Zitat von wuerzbock

Ich glaube man muss sich aber auch als FC-Fan davon verabschieden, dass man einen Trainer finden wird, der hier 5 Jahre Erfolg bringt.


Wir reden hier doch nicht fünf 5 Jahren. Es geht darum einfach mal konsequent zu sein und eine Saison einen Weg zu gehen. Es geht darum, dass man mal die eigenen Worte mehr glaubt als das Geseier von Express und Südkurve.

Häh? grins In welchem Kontext jetzt?
Dass Trainer nach ner Dreiviertelsaison entlassen werden, liegt doch nicht daran, dass die Medien und Fans das wollen, falls du das überhaupt meinst. Beim FC zumindest schon länger nicht mehr. Eher wirft sie der Verein raus, bevor die Fans sich diesbezüglich einig wären.
Ansonsten hält kein Verein an einem Trainer fest, der "abgenutzt" ist. Eher wird teilweise vorschnell abgebrochen. Und ja, ist halt Fantasie, sich hier eine romantische, langfristige Beziehung zu einem Trainergespann vorzustellen. So läuft 's im Fußball ja einfach generell kaum mehr.


Natürlich gab es einen zunehmenden Druck auf "Kwasniyok", der durch die lange Serie ohne Sieg sicher nicht ganz ohne Grund entstand. Da war aber viel grundsätzliches Raunen dabei, weil Teile der Fans Kwasniok von Beginn an auf dem Kieker hatten. Teils lag das auch daran, dass er mit seinen Ansichten nicht zu 100% konform war. Schließlich haben die Medien dann zum Derby das Ultimatum aufgebauscht. Ich hatte das Gefühl, dass Kessler hier viel mehr einem Gesichtsverlust vorgreifen wollte, wenn er Kwasniok nicht entließe.

In der Rückschau ist es einfacher, aber ich habe leider damals schon mit meinen Warnungen recht behalten. Wir haben keinen besseren Punkteschnitt und es hat sich nicht herausgestellt, dass die Mannschaft eine andere Dynamik entwickelt als unter Kwasniok.

Die Entlassung bleibt für mich weiterhin total unnötig. Als nächstes wäre es ja schon fast naheliegend einen Kandidaten wie Gisdol zu wählen, weil der die einfachen Dinge macht. Als Gisdol und Heldt kamen, habe ich mit dieser Argumentation versucht zu arbeiten. Aber eine mittel- bis langfristige Entwicklung des Clubs ist in diesem Modus von damals nicht möglich. Und sie wird auch nicht möglich sein, wenn man dem Trainer keine Saison gibt. Vorher braucht man auch gar nicht erst von Fünfjahreszeiträumen fabulieren, völlig utopisch.
Zitat von wuerzbock
Zitat von LuLuLu

Zitat von wuerzbock

Ich glaube man muss sich aber auch als FC-Fan davon verabschieden, dass man einen Trainer finden wird, der hier 5 Jahre Erfolg bringt.


Wir reden hier doch nicht fünf 5 Jahren. Es geht darum einfach mal konsequent zu sein und eine Saison einen Weg zu gehen. Es geht darum, dass man mal die eigenen Worte mehr glaubt als das Geseier von Express und Südkurve.

Häh? grins In welchem Kontext jetzt?
Dass Trainer nach ner Dreiviertelsaison entlassen werden, liegt doch nicht daran, dass die Medien und Fans das wollen, falls du das überhaupt meinst. Beim FC zumindest schon länger nicht mehr. Eher wirft sie der Verein raus, bevor die Fans sich diesbezüglich einig wären.
Ansonsten hält kein Verein an einem Trainer fest, der "abgenutzt" ist. Eher wird teilweise vorschnell abgebrochen. Und ja, ist halt Fantasie, sich hier eine romantische, langfristige Beziehung zu einem Trainergespann vorzustellen. So läuft 's im Fußball ja einfach generell kaum mehr.


Natürlich gab es einen zunehmenden Druck auf "Kwasniyok", der durch die lange Serie ohne Sieg sicher nicht ganz ohne Grund entstand. Da war aber viel grundsätzliches Raunen dabei, weil Teile der Fans Kwasniok von Beginn an auf dem Kieker hatten. Teils lag das auch daran, dass er mit seinen Ansichten nicht zu 100% konform war. Schließlich haben die Medien dann zum Derby das Ultimatum aufgebauscht. Ich hatte das Gefühl, dass Kessler hier viel mehr einem Gesichtsverlust vorgreifen wollte, wenn er Kwasniok nicht entließe.

In der Rückschau ist es einfacher, aber ich habe leider damals schon mit meinen Warnungen recht behalten. Wir haben keinen besseren Punkteschnitt und es hat sich nicht herausgestellt, dass die Mannschaft eine andere Dynamik entwickelt als unter Kwasniok.

Die Entlassung bleibt für mich weiterhin total unnötig. Als nächstes wäre es ja schon fast naheliegend einen Kandidaten wie Gisdol zu wählen, weil der die einfachen Dinge macht. Als Gisdol und Heldt kamen, habe ich mit dieser Argumentation versucht zu arbeiten. Aber eine mittel- bis langfristige Entwicklung des Clubs ist in diesem Modus von damals nicht möglich. Und sie wird auch nicht möglich sein, wenn man dem Trainer keine Saison gibt. Vorher braucht man auch gar nicht erst von Fünfjahreszeiträumen fabulieren, völlig utopisch.

Ich hätte Kwasniok - obwohl ich ihn nicht mag - auch die volle Saison gegeben, aber es liegt oft noch eine andere inzwischen gar nicht mehr so seltene Strategie in der vorzeitigen Entlassung, als das was du hier in Punkto "Gesichtsverlust für den Verantwortlichen" spekulierst: einer internen Lösung noch die letzten paar Saisonspiele geben, um zu schauen, ob man die als einen schnellen, sinnvollen Nachfolger aufbauen kann.
Baumgart hätte auch die Saison bei Union noch zu Ende trainieren können und es wäre kaum anders gekommen.
Das zeigt bei diesen Vereinen aber auch, dass sie zu diesem Zeitpunkt halt noch keinen "richtigen" Nachfolger haben und ich habe die Befürchtung, die hat Kesser bis heute auch noch nicht, während Union offenbar kurz vor Ankündigung des Trainers zur neuen Saison steht.

Das so als alternativer Ansatz zu "der Sportchef ist so unter Druck von den Fans, dass er _irgendwas_ machen muss". Wenn es so wäre, wäre es peinlich. Allerdings kommt mir das auch vor wie eine etwas angestaubte Theorie, wenn ich ehrlich bin.
Klar hat der FC brutale Fans und die angebliche Nähe Kesslers zu den Ultras wäre... unschön. Aber dass Fans hier entscheiden, wann ein Trainer gehen muss, sehe ich hier nicht so unmittelbar. Vielleicht bin ich aber auch zu weit weg davon.
Ich glaube hier felsenfest an die These, dass Kessler Druck gespürt hat und kalte Füße bekam. Statt sich abzuschirmen und die erdachte Strategie konsequent durchzuziehen, hat er Kwasniok geopfert. Ich will auch nicht ausschließen, dass diverse Menschen aus der Ultraszene die Nummer von Kessler haben und da nicht auch mal Nachrichten verschickt werden. Das Kwasniyok-Plakat schlug ja schon recht hohe Welle, weil es ansonsten angenehm ruhig um den Verein war. Da können die Ultras natürlich gerne mal mit ihrem Einfluss drohen, denen man ihnen willfährig zugesteht. Weil die machen ja so coole Stimmung und so.
Zitat von wuerzbock
Ich glaube hier felsenfest an die These, dass Kessler Druck gespürt hat und kalte Füße bekam. Statt sich abzuschirmen und die erdachte Strategie konsequent durchzuziehen, hat er Kwasniok geopfert. Ich will auch nicht ausschließen, dass diverse Menschen aus der Ultraszene die Nummer von Kessler haben und da nicht auch mal Nachrichten verschickt werden. Das Kwasniyok-Plakat schlug ja schon recht hohe Welle, weil es ansonsten angenehm ruhig um den Verein war. Da können die Ultras natürlich gerne mal mit ihrem Einfluss drohen, denen man ihnen willfährig zugesteht. Weil die machen ja so coole Stimmung und so.


Das ist mir ein bisschen zu sehr Boulevard. Kwasniok hat leider teils durch ungeschickte Kommunikation und teils wohl auch intern gerade im Winter Teile der Kabine verloren. Dazu schreibt der GBK aktuell einen guten Artikel. Daher darf es jetzt im Sommer auch einen größeren Umbruch geben.

Letztendlich sind dann seit dem Winter auch die Ergebnisse ausgeblieben, was LK schließlich zum Verhängnis geworden ist.
Ich hatte nicht den Eindruck, dass TK sich hier von irgendwem hat treiben lassen.

Man ist als chefcoach des effzeh aber nicht nur der fähige Trainer mit Lizenz, sondern muss den Laden eben auch steuern können. Das war bei LK leider immer wieder mit einigen Äußerungen schwierig. Dann musste eben reagiert werden. Bei allem Bedauern, habe ich den Umgang mit der Situation von TK sehr souverän und führungsstark empfunden.

Man sieht ja jetzt so langsam, dass die Entscheidung pro Kwasniok strategisch richtig war. Am Ende haben schlicht Punkte / Ergebnisse gefehlt. Wenngleich man äußere Strömungen nicht komplett ignorieren kann, hatte ich zu keinem Zeitpunkt das gefühl, dass das ein wesentlicher Treiber war.
Zitat von wuerzbock
Ich glaube hier felsenfest an die These, dass Kessler Druck gespürt hat und kalte Füße bekam. Statt sich abzuschirmen und die erdachte Strategie konsequent durchzuziehen, hat er Kwasniok geopfert. Ich will auch nicht ausschließen, dass diverse Menschen aus der Ultraszene die Nummer von Kessler haben und da nicht auch mal Nachrichten verschickt werden. Das Kwasniyok-Plakat schlug ja schon recht hohe Welle, weil es ansonsten angenehm ruhig um den Verein war. Da können die Ultras natürlich gerne mal mit ihrem Einfluss drohen, denen man ihnen willfährig zugesteht. Weil die machen ja so coole Stimmung und so.


Eine sehr Laute Gruppe war schon Monate dabei Kwasnioks aus zu fordern. Druck gab es schon eine ganze Weile und Kessler hatte hier keine kalten Füße bekommen.

Ich finde deshalb, du überhöhst das Thema. Tabellensituation und vor allem die Tendenz nach dem Remies gegen Gladbach sind doch ein absolut nachvollziehbarer Grund. Ob man die Maßnahmen nun teilt, oder nicht, ändert mmn. nichts daran, dass man das so entscheiden kann.
Ja, aber gerade das Spiel gegen Gladbach zeigte doch erneut, dass die Mentalität der Mannschaft intakt war und das wir diese Saison enorm viel Pech damit hatten, dass Akteure wie Jens Castrop immer gegen uns das Tor des Monats erzielen wollten. Es ist eine andere Debatte zu untersuchen, ob wir vielleicht dazu einladen.
Ich denke, dass hier eines ins Andere greift.

Kwasniok hat sich sicher intern bei Teilen des Teams etwas unbeliebt gemacht. Wobei ich hier die Bewertung, wer hier eigentlich objektiv Recht hat, offen lasse.

Die Ultras haben Kwasniok dann angezählt.

Damit war es schlicht nicht mehr möglich die nächste Serie mit weniger Ergebnissen zu überstehen.

Alles was es dann noch brauchte, war ein Spielplan mit ein paar unangenehmen Spielen in Folge um ein paar Wochen ohne Sieg zu bleiben. Und die Geschichte ist erzählt.

Nicht, dass die Ergebnisse nicht gestimmt oder nicht ausgereicht hätten. Es kann ja jeder mal ausrechnen, dass ein paar Wochen ohne Sieg bei nur 7 Saisonsiegen eher völlig zu erwarten gewesen sind. Und auch die Matches in dem Zeitraum waren ja eher von der schwierigeren Sorte.

Aber im Verein und Umfeld hat man einfach nicht mehr das Selbstbewusstsein und die Abgeklärtheit eine solche Phase mit dem nötigen Augenmaß zu durchschreiten und mit breiter Brust die nötigen paar Punkte eben im Anschluss zu holen, wenn die Spiele wieder leichter werden. Und das reicht eben der Spielplan und ein etwas künstlich angeschlagener Trainer aus für eine Entlassung...

Und das passiert ja hier in Köln nicht erstmalig, sondern das ist ja die Regel. Ich sehe ehrlich gesagt nicht, wie wir mit solchem Handeln irgendwie mal eine Konstanz reinbekommen wollen (nicht unbedingt auf der Trainer Position, sondern allgemein im Verein), die es uns erlaubt uns auch mal in der Liga zu etablieren....

•     •     •

ich bin nicht Domspatz sondern D0Mspatz, mit einer Null =)
Zitat von D0Mspatz
Und das passiert ja hier in Köln nicht erstmalig, sondern das ist ja die Regel. Ich sehe ehrlich gesagt nicht, wie wir mit solchem Handeln irgendwie mal eine Konstanz reinbekommen wollen (nicht unbedingt auf der Trainer Position, sondern allgemein im Verein), die es uns erlaubt uns auch mal in der Liga zu etablieren....

Na ja, aber dann lag es doch deinen Ausführungen zufolge gar nicht unbedingt am am FC, sondern an den Umständen und halt dem Pech, dass Kwasniok eben "so ne Type" ist.

Mein ursprünglicher Ansatz ist ja sogar, dass das kein FC-typisches "Problem" ist, sondern eher eine derzeit fast schon übliche Begebenheit im Fußball, dass ein Trainer keine volle Saison überlebt.

Denn wie du schreibst, offenbar war man mit Kwasniok nicht wirklich zufrieden und sah sich in der Position, dass man den Klassenerhalt auch ohne ihn erstmal schaffen wird. Wieso sollte der Verein dann trotz des bereits leicht bitteren Geschmacks nochmal in eine weitere Saison mit Kwasniok gehen?
Da ändern doch auch die paar letzten Saisonspiele kaum mehr was, oder hat jemand damit gerechnet, dass Kwasniok da plötzlich noch 4 Siege einfährt? Besser als Wagner hätte das wohl ausgesehen, aber was machste dann am Ende damit, wenn du dich eigentlich sowieso schon vom ihm trennen wolltest?
Du stellst Annahmen in den Raum, die nicht stimmen. Ich hätte nicht 4 Siege prognostiziert, ebenso wenig eine Trennung nach dem Saisonende.

Wir haben ein tiefviolettes Veilchen auf dem Auge mit dem Klassenerhalt. Unter Wagner ist meiner Meinung nach nichts besser geworden. Gegen die Mentalität spricht für mich das Spiel bei Union als auch die verpasste Chance gegen St. Pauli und vor allem Heidenheim. Die Ergebnisse sind unterm Strich auch nicht besser geworden.

Der Trade "dann kann man Wagner einfach mal ausprobieren" wäre um ein Haar in die Hose gegangen aufgrund künstlicher Unruhe, die sich unter anderem daraus spies, dass Waldschmidt mal einen Nebensatz gesagt hat. Wohlgemerkt jener Waldschmidt, der zwar ein feiner Fußballer ist, aber sich in den Jahren in Köln nie zum Leistungsträger entwickeln konnte oder nachhaltig durchgesetzt hat. Und nun auch nicht den Status eines Publikumslieblings inne hat.

Es ist auch eine reichlich ambivalente Haltung von Kwasniok zu verlangen, dass in der Kabine eine Wohlfühlatmosphäre herrscht, während man einen derartigen Druck auf ihn als Trainer ausübt. Und das ist ein Thema, das völlig unabhängig dieser Einzelpersonalie existiert.
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