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Dr. Thomas Wüstefeld
Geburtsdatum 20.12.1968
Alter 57
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Vorstandsvorsitzender
Akt. Verein Vereinslos

Tschüss Thomas Wüstefeld!

04.01.2022 - 20:34 Uhr
Zeige Ergebnisse 11-20 von 76.
Tschüss Thomas Wüstefeld! |#11
30.06.2022 - 14:46 Uhr
Es trägt nicht durch Diskussion bei, wenn einzelne User persönliche Fehden austragen. Es ist ermüdend und sorgt dafür, dass weniger User sich am Forum beteiligen. Tragt eure Unstimmigkeiten untereinander per PN aus und nicht hier, wo es nicht hingehört. Danke für euer Verständnis!

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HSV
⭐️ (Verliehen von Kaylee)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von 7zidan7 am 24.08.2022 um 11:27 Uhr bearbeitet
Tschüss Thomas Wüstefeld! |#12
30.06.2022 - 14:55 Uhr
Zitat von gringo73

...

1. Wir wissen alle das momentan auf dem Weltmarkt einige Materialien nicht zu bekommen sind. Das irgendwer in Lieferverzug kommt ist heute gang und gäbe. Und da kannst du dich teilweise auf den Kopf stellen, es ist nichts zu ändern.
2. Meines Wissens nach ist es unüblich das Großprojekte zu 100% in Vorkasse vor Auslieferung bezahlt sind. "Normalerweise" 30% und der Rest bei Lieferung. 100% bezahlt und weniger als 5% geliefert klingt für mich nicht als Wahrheitsgemäß. Möglicherweise gibt es aber auch Branchen wo es üblich ist?


Es handelt sich dabei aber nicht um ein Großprojekt, sondern um fest bepreiste haptische Gegenstände. Die Diskrepanz zwischen gelieferter und versprochener Menge ist eklatant hoch und es gibt wohl keinen Grund an dieser Angabe zu zweifeln. Was die (guten?) Gründe dafür sind, ist hingegen Spekulation.

Der Schaden rührt nach meinem Verständnis daher, dass der Käufer als Zwischenhändler agiert hat und eventuell seinerseits Lieferverpflichtungen eingegangen ist. Inwiefern das nun durchsetzbar ist, müssen ggf. Gerichte beurteilen.

Ich denke, aufgrund eines Abendblattartikels sollte man Dr. Wüstefeld weder von aller Schuld freisprechen, noch unlauteres Geschäftsgebaren unterstellen. Wir tun gut daran abzuwarten. Genauso wie der AR, der im Zweifel Schaden vom Verein abhalten sollte. Dennoch sollte er ruhig kritische Fragen stellen, wenn es Marcel Jansen schon nicht macht.
Tschüss Thomas Wüstefeld! |#13
02.08.2022 - 08:59 Uhr
Auf der MV führte Wüstefeld ja aus, dass er bzw. seine Berater/Wirtschaftsprüfer im Vorfeld des Erwerbs der Anteile von Kühne eine umfassende Due Diligence durch geführt und er dabei viel Bedrohliches festgestellt hätte. Im Einzelne nannte er damals eine „bedrohliche Finanzlage vorgefunden zu haben“, man habe „einen Einkaufswagen voller Probleme“, „negative Beraterverträge“ usw.

Wenn man sich zurecht sehr viel Zeit nimmt den HSV zu durchleuchten, dann würde man erwarten, dass alle relevanten Themen da inkludiert sind. Das HA berichtet, dass Wüstefeld den Deal für die von Kühne gekauften Anteile nun neu verhandeln will. Dies ist nach Angaben des HA auch von Wüstefeld bestätigt worden.
Zitat von Thomas Wüstefeld

Wir sind in Gesprächen mit der Kühne Holding, leider wurden uns im Due Diligence nicht alle relevanten Unterlagen und Informationen zur Verfügung gestellt. (…). Relevante Unterlagen und Informationen für die gesamte Instandhaltung und Sanierung des Volksparkstadions sind nicht zur Verfügung gestellt worden. Des Weiteren wurden uns die Anforderungen und Bedingungen aus dem Vertrag für die EM 2024 nicht vollständig dargelegt sowie alle notwendigen Informationen über die gesamte betriebswirtschaftliche Situation.

https://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article236047803/hsv-news-thomas-wuestefeld-kuehne-anteile-kauf-neu-verhandeln.html

Insbesondere die Selbstverpflichtungserklärung soll nicht vorgelegt worden sein. Hallo? Diese ist öffentlich einsehbar, selbst hier auf TM wurde dieser Sachverhalt ausgiebig diskutiert, alle öffentlich zugänglichen Unterlagen verlinkt und dies alles zeitlich deutlich vor seinem Einstieg. Zudem sind die Verpflichtungen zur Stadionsanierung als sonstige finanzielle Verpflichtungen im Jahresabschluss zum 30.6.2021 erstmals angegeben (auch wenn nicht namentlich genannt, man erkennt es aber am betragsmäßigen Anstieg). Das man diese Informationen nicht gehabt habe bzw. Sie sich nicht verschafft hat, ist völlig unglaubwürdig.

Und welche „betriebswirtschaftliche Situation“ soll denn noch unbekannt gewesen sein, hat er doch auf der MV vollmundig über die bedrohliche Lage gesprochen, die auch zur Insolvenz hätte führen können. Was soll denn nun dazu gekommen sein? Das ist alles ebenfalls unglaubwürdig. Hätte man dann ein Transferdefizit verantworten können? Und dies, obwohl noch kein Finanzplan für 2022/23 vorliegt?=

Zudem stelle ich mir jetzt vor, wenn er gegen Kühne vor Gericht zieht, welche Wirkung das haben könnte, sicher nicht zum Vorteil für den HSV. Hier werden private Angelegenheiten und Probleme zu denen des HSV.

Bei seinem Einstiegsinterview auf HSV.de äußerte er seine Motivation („Ich war und bin Fan des Hamburger SV, so wurde ich zum Anteilseigner“, https://www.hsv.de/news/dr-wuestefeld-im-interview-leitplanken-definieren). Wenn, so das HA, es ist richtig ist, dass seine Wirtschaftsprüfer ihm geraten haben nicht beim HSV einzusteigen, er dies aber auf Wunsch seines Sohnes trotzdem gemacht habe, dann ist dem Mann echt nicht mehr zu helfen. Wie ernst kann man ihn nehmen in wirtschaftlichen Fragen, seine Seriösität und sein Urteilsvermögen? Zudem beschreibt es seine wirkliche Motivation zum Einstieg: er wollte gerne in die Öffentlichkeit und öffentliche Anerkennung, wollte wichtig sein. So einen brauchen wir nicht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von fanbeauftragter am 02.08.2022 um 09:17 Uhr bearbeitet
Tschüss Thomas Wüstefeld! |#14
02.08.2022 - 09:10 Uhr
Bevor auch wir noch den Kübel Schmutz über Herrn Wüstefeld ausleeren, sollten wir mal erst abwarten, was er heute Abend verkündet.
Wenn er als Vorstand zurücktreten sollte und und es dann wirklich zu einer Klagen kommen sollte, ist das eine Privatsache. Für mich deuten diese Anschuldigungen darauf hin, dass er seine Aktien am HSV verkaufen will und nicht das von Herrn Dinsel geboten kommt, was er Herrn Kühne geboten hat. Also wäre das ein Ausstieg aus dem Projekt HSV und das ist doch mittlerweile eigentlich das, was wir alle wollen. Aber noch ist das alles Spekulation.

Wenn diese Spekulation nicht stimmen sollte, können wir alle unseren KÜbel Mist noch über Herrn Wüstefeld ausleeren. Die Bildzeitung macht ja auch schon fleißig mit, Angeblich würde uns ein Aufsichtsratsmitglied mit Geld aushelfen, nur die Person Wüstefeld hindere ihn daran. Glauben tue ich das erst, wenn das Geld geflossen ist, nachdem die Person Wüstefeld den HSV verlassen hat.

•     •     •

_________________________________________________

Man gebe den Volk Brot und Spiele und es wird zufrieden sein.
Tschüss Thomas Wüstefeld! |#15
02.08.2022 - 16:38 Uhr
Zitat von Perpo

Gewundert hat mich tatsächlich, dass die Journalie wirklich mal hart nachgefragt hat. Wüstefeld hat immer schön ausweichend geantwortet und Friede , Freude, Eierkuchen ausgerufen.

Die einzig substantielle Aussage war für mich, dass die Finanzierung der Stadionsanierung "so gut wie" in trockenen Tüchern sei und man danach Geld für eventuelle Verstärkungen freigeben kann. In diesem Fall kann ich das auch absolut nachvollziehen und halte diese Reihenfolge für geboten.

Die ganzen Streitereien hat er versucht weg zu bügeln. Gelungen wäre das nur, wenn beide Vorstände gleichzeitig vor die Presse getreten wären und unisono dieses "Zerwürfnis" für nicht vorhanden erklärt hätten.

Viel schlauer ist man nach dieser Aktion jedenfalls nicht....


Zum Thema 'gemeinsamer Auftritt': Hammer - Nagel - Kopf.


Wir haben einen ganzen Stab für Öffentlichkeitsarbeit - um dann so etwas zuzulassen?

Was wollte Herr Wüstefeld uns vermitteln?
Ich weiß es wirklich nicht.

Dass es mächtig arbeitssam ist, ja davon war ich ausgegangen.

WENN er denn zu diesem Zeitpunkt kommunizieren will, dann

a) gemeinschaftlich als Vorstand, um den Gerüchten um ein Zerwürfnis auch symbolträchtig etwas entgegenzusetzen. Mit einem Soloritt wird doch die Phantasie nur befeuert, das konnte er für mich auch nicht im Ansatz aus dem Weg räumen.

b) mit der konkreten Aussage, welche Teile der Stadionrenovierung (EM & 'Spielbetrieb' - whatever that means) in welchen Zeiträumen anstehen und welche Finanzmittel dafür notwendig und derzeit in der Beschaffung sind. Die 10 Mio und 20 Mio kamen ja auch nur rausgedrückt auf die 2. Nachfrage hin.

Herr Wüstefeld ging da rein wie ich in ein Plaudergespräch mit dem Nachbarn übern zaun - unvorbereitet, unkonkret, alle Allgemeinplätze der ausgelutschten Fußballprosa bedienend.
In einer Zeit, da die Blätterwälder nur so rauschen.

Und haben die Journalisten denn wirklich so richtig kritisch nachgefragt?
Ich wartete z.B. die ganze Zeit auf weitere Fragen zur Causa Mutzel, eidesstattliche Erklärung, ob das arbeitsrechtliche Vorgehen abgestimmt war,wie 7 Mio Transfers sich mit dem Zeitplan zur Renovierung vereinbaren lassen etc. pp.

Ich verstehe diejenigen, die sagen: "Na, er hat wenigstens keine schmutzige Wäsche gewaschen.", frage aber auch: Ist das nicht eine Selbstverständlichkeit? Der Mann ist bestelltes Organ der HSV AG, verdammt nochmal.

Nein, ich bin wirklich erschüttert - mag an mir liegen, das soll man ja auch nie ausschliessen.

Gruß
Jottkah1887

•     •     •

Es gibt Dinge, für die es sich lohnt, eine kompromisslose Haltung einzunehmen.
Natur, Familie, Freunde – und Blaufränkisch.

(Website Wachter Wiesler)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jottkah1887 am 02.08.2022 um 16:41 Uhr bearbeitet
Tschüss Thomas Wüstefeld! |#16
02.08.2022 - 19:18 Uhr
Zitat von Jottkah1887


Zum Thema 'gemeinsamer Auftritt': Hammer - Nagel - Kopf.


Wir haben einen ganzen Stab für Öffentlichkeitsarbeit - um dann so etwas zuzulassen?

Was wollte Herr Wüstefeld uns vermitteln?
Ich weiß es wirklich nicht.

Dass es mächtig arbeitssam ist, ja davon war ich ausgegangen.

WENN er denn zu diesem Zeitpunkt kommunizieren will, dann

a) gemeinschaftlich als Vorstand, um den Gerüchten um ein Zerwürfnis auch symbolträchtig etwas entgegenzusetzen. Mit einem Soloritt wird doch die Phantasie nur befeuert, das konnte er für mich auch nicht im Ansatz aus dem Weg räumen.

b) mit der konkreten Aussage, welche Teile der Stadionrenovierung (EM & 'Spielbetrieb' - whatever that means) in welchen Zeiträumen anstehen und welche Finanzmittel dafür notwendig und derzeit in der Beschaffung sind. Die 10 Mio und 20 Mio kamen ja auch nur rausgedrückt auf die 2. Nachfrage hin.

Herr Wüstefeld ging da rein wie ich in ein Plaudergespräch mit dem Nachbarn übern zaun - unvorbereitet, unkonkret, alle Allgemeinplätze der ausgelutschten Fußballprosa bedienend.
In einer Zeit, da die Blätterwälder nur so rauschen.

Und haben die Journalisten denn wirklich so richtig kritisch nachgefragt?
Ich wartete z.B. die ganze Zeit auf weitere Fragen zur Causa Mutzel, eidesstattliche Erklärung, ob das arbeitsrechtliche Vorgehen abgestimmt war,wie 7 Mio Transfers sich mit dem Zeitplan zur Renovierung vereinbaren lassen etc. pp.

Ich verstehe diejenigen, die sagen: "Na, er hat wenigstens keine schmutzige Wäsche gewaschen.", frage aber auch: Ist das nicht eine Selbstverständlichkeit? Der Mann ist bestelltes Organ der HSV AG, verdammt nochmal.

Nein, ich bin wirklich erschüttert - mag an mir liegen, das soll man ja auch nie ausschliessen.

Gruß
Jottkah1887


Lieber Jottkah, ich zitiere dich mal stellvertretend, hätte auch den guten @fanbeauftragter zitieren können, ihr habt mehr Wörter zur Verfügung als ich.

Ich habe mir diese 'Pressekonferenz' jetzt auch Mal gegeben...
Für mich war das eine Mischung aus einem schmierigen Gebrauchtwagenhändler und einem kleinen Schuljungen, der gerade seine Rechtfertigung zur Besetzung des Vorsitzenden des Ballkomitees der Quinta b zum Abschluss der Orientierungsstufe erklärt.
Das bereitet man auch auf der Busfahrt zur Schule vor, neben der Mathe Hausaufgaben...

Als würde man versuchen Wackelpudding an die Wand zu nageln...

Viel schlimmer war Jarchow auch nicht.

Aber eins ist wohl klar, sollten diese Grabenkämpfe tatsächlich real sein und so weiter gehen, hat er sich damit keinen Gefallen getan!

Er muss jetzt liefern, Finanzierung der Stadionsanierung, Finanzierung der nötigen Transfers, und respektvoller Umgang mit JB, ansonsten ist er doch geliefert, oder?
Tschüss Thomas Wüstefeld! |#17
03.08.2022 - 09:07 Uhr
Mich irritiert bei der ganzen Sache und dies ist für mich durch diesen Pressetermin deutlicher geworden, dass ich keinen Vorstand Finanzen gesehen habe sondern einen Vorstandsvorsitzenden.
Eventuell liegt das auch an meiner Vorstellung oder Definition eines Vorstands Finanzen, aber dazu können sich andere auch gern noch mal äußern.

In meiner Vorstellung arbeitet ein Vorstand Finanzen im Hintergrund, da er keine repräsentative Funktion für den Verein in den Medien einnimmt, außer es gibt besondere Situation (dazu später). Er gibt einen klaren Rahmen vor, in dem sich die anderen Abteilungen finanziell bewegen können und gibt Risiko Einschätzungen ab.

Des Weiteren sollte ein Vorstand Finanzen ein guter interner Kommunikator und Vermittler sein. Er muss entweder schwierige Nachrichten überbringen und am Besten schon Lösungen präsentieren oder andere darauf hinweisen, dass hier Risiken entstehen und ein Strategie Wechsel notwendig ist. Bei all diesen Aufgaben benötigt es Fingerspitzengefühl ansonsten kann man das interne Betriebsklima gleich vergessen.

Gerade der Punkt der Kommunikation scheint nicht zu klappen, wenn man die Vorfälle mit Boldt und Walter in Betracht zieht. Selbst wenn Wüstefeld in den Außeinandersetzungen die richten Schritte vorgenommen hat (was wir nicht beurteillen können) ist er an der Kommunikation gescheitert und die ist fast genauso wichtig wie die Entscheidung selbst.

Aktuell sind wir scheinbar in einer schwierigen Situation auf Grund des Stadion Problems und dies ist einer der besonderen Situationen wo es Sinn macht, dass der Vorstand Finanzen nach Außen kommuniziert. ABER, wenn ich der Vorstand Finanzen wäre, hätte ich diese Pressekonferenz und Situation ganz anders genutzt. Zu erst hätte man ganz prägnant und kurz die Problematik vorstellen müssen und darauf eingehen warum das Geld nicht mehr da ist (ohne direkte Schuldzuweisung) und dann dazu überleiten wie jetzt der Lösungsweg aussieht, aber deutlich konkreter. Wenn das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich ist, wartet man noch mit der Pressekonferenz.

Darüber hinaus verstehe ich nicht, warum er diese Situation nicht für seine angekündigten Sparmaßnahmen nutzt. Es gäbe doch keine bessere Situation als die aktuelle Lage, um die unbequemen Umstrukturierungen anzugehen. Kündigungen sind richtiger Mist, aber es wäre doch sehr nachvollziehbar, wenn diese im Zusammenhang mit der Finanzierung des Stadions kommen, weil man den Verein retten muss. Eine bessere Situation wird nicht mehr kommen. Wahrscheinlich wären sogar betriebsbedingte Kündigungen möglich und man müsste keine Abfindungen zahlen.

In meiner persönlichen wahrnehmung sehe ich jemanden der gern der Chef vom HSV wäre, aber scheinbar seinen aktuellen Job als Vorstand Finanzen nicht gut ausführt und dem als potenzieller Vorstandsvorsitzender die nötigen repräsentativen Fähigkeiten fehlen. Die Pressekonferenz war einfach viel zu unsouverän, als das er diese Rolle einnehmen könnte.
Tschüss Thomas Wüstefeld! |#18
03.08.2022 - 09:21 Uhr
Zitat von Pascal101199

Ich bin immer noch der Auffassung, dass Wüstefeld viel zu kritisch gesehen wird.


Da triffst du einen Punkt, der mir auch auf den Magen schlägt. Da sollte sich jeder mal hinterfragen, ob er die Personalie Wüstenfeld objektiv beurteilt und wenn nicht, warum.

Die Situation VOR Wüstenfeld.
Wettstein und Boldt waren Vorstandsdou, nachdem sie einen Machtkampf gegen Bernd Hoffmann gewonnen hatten. Dieser Machtkampf eskalierte und hatte im AR sicherlich nicht nur Befürworter, selbst wenn Hoffmann am Ende verloren hat. Dann befanden wir uns aufgrund Corona in einer finanziellen Notlage, in welcher Löcher gestopft werden mussten. Zudem kommt hinzu, dass der Aufstieg im dritten Jahr in Folge nicht geschafft wurde und die Finanzen sehr schwammig und klamm blieben. Man kann also festhalten, dass Boldt und Wettstein bei weitem nicht so positiv dastanden, wie man es vielleicht in der Fankurve wahr nahm bzw. haben wollte.

Dann springt Wettstein frühzeitig vom Boot und der AR musste handeln. Dass sich dann jemand aus dem AR anbot kommissarisch als FV zu agieren, passt doch erstmal prima, um handlungsfähig zu bleiben. Es hätte eine andere Lösung geben können, klar.

Und dann versucht der neue FV Dinge erstmal anzupacken. Unerfreuliche Dinge für den HSV und seine Belegschaft.

- Reduzierung des Personals: Klar, dass dann intern die Angst umgeht. Aber mal ehrlich. Der Verein ist so unglaublich groß, dass es finanziell ein Desaster ist. Klar, dass ein Verein, wie der HSV nicht so wenig Mitarbeiter haben kann, wie Sandhausen oder Aue. Aber man muss gewiss auch nicht so viele haben, wie Bayern oder Dortmund. Erster Punkt, weswegen Wüstenfeld intern unbeliebt ist. Aber handelt er da falsch?

- zweiter Punkt: Transfergelder besorgen über Investoren, was bisher nicht geklappt hat. Wir wissen nicht weshalb, aber anscheinend ein Streitpunkt zwischen Boldt und Wüstenfeld. Boldt ist beleidigt, weil er von Geldern hörte, die nicht gekommen sind. Aber ist Wüstenfeld daran schuld? Niemand weiß, warum die Gelder nicht kamen und wie sie über Investoren besorgt werden sollten.

- dritter Punkt Stadionsanierung: Dieser schwebt über allem. Nach einigen Wochen wurde bekannt, dass Wettstein die Gelder verbraten hatte. Ob zurecht oder zu unrecht, sei mal dahin gestellt. Aber es ist weg. Wüstenfeld hat dies nun mehrfach angesprochen und will daran arbeiten. Da immer noch die Frage nach Transfermillionen im Raum steht, könnte auch dort die Lösung liegen. Dass das Geld nun fürs Stadion verwandt wird. In den nächsten Tagen soll dazu ja eine Lösung präsentiert werden. Auf jeden Fall war Wüstenfeld mit UEFA, Stadt etc. sehr umtriebig, um das Problem zu lösen.

- Walter/Mutzel/Boldt: Das ist wohl der entscheidenste Punkt, weswegen Wüstenfeld bei den Fans durchfällt. mMn aber der unsinnigste. Boldt ist wie gesagt vorbelastet, sicherlich auch innerhalb des ARs und wird Wüstenfeld skeptisch ggü. stehen, nachdem er unter Wettstein frei walten und schalten konnte. Dann kam raus, dass Mutzel sich bei Walter einmischte, als der HSV sich anschickte abermals den Aufstieg zu verspielen. Ein Wunder? Natürlich tut er das und das ist auch gut so. Nichts anderes macht ein Sportdirektor/-vorstand in der Rückrunde, wenn die Felle davon schwimmen. Boldt klammerte sich an Walter. Wohlwissend, dass es auf ihn zurückfällt, wenn er abermals sportlich versagen würde. So kommt es dann zum Bruch von Boldt und Mutzel. Hätte Boldt die Personalie Walter neutral bewertet im Februar/März, dann wäre Mutzels Handeln normal gewesen. Nach dem Kielspiel waren wir klinisch tot - klar, dass es dann eskaliert.

Wir warne am 29.Spieltag auf Platz 6 mit 7 Punkten Rückstand auf Platz 3. Dass wir dann Platz 3 erreichten, ist kein Argument sondern einfach unglaubliches Glück. Glück, dass wir alles gewannen und vor allem Glück, dass die anderen so extrem verloren. Und genau dieser Punkt trübt die Objektivität wohl am meisten.
JEDER andere Sportdirektor hätte Walter ebenso in Frage gestellt in dieser Situation. Und selbst Boldt tat dies 1 Jahr zuvor mit Thioune. Da es jedoch Boldt letzte Patrone war, klammerte er sich an Walter.

Und was soll die ganze Aufregung gerade?
Alle internen Vorwürfe, welche bei der Mutzelverhandlung zum Vorschein kamen, sind alte Dinge, die VOR/BIS zum Kielspiel passierten. Da war nichts aktuelles dabei. Logisch, dass Wüstenfeld gestern sagt, er sieht kein Zerwürfnis.

Wo soll auch das akute Zerwürfnis liegen, außer bei der unterschiedlichen Sichtweise, wie man die letzte Saison in der Rückrunde erfolgreich beendet?

PS:
Boldt soll mal keine Faxen machen sondern seinen Job.
Er durfte mit Königsdörffer, Benes, Raab, Bilbija 4 neue gute Spieler verpflichten. Durfte mit Vuskovic und Muheim 2 Spieler binden. Den Vertrag mit Glatzel verlängern.
Wo bitte war Boldt in seiner Arbeit also gehemmt?

Boldt sollte sich eher mal fragen, ob er der Grund ist, dass es abermals eskaliert innerhalb des Vorstandes.
Die Arie mit Bernd Hoffmann, dann die Arie mit Wüstenfeld/Mutzel und die peinliche Schlammschlacht, ausgehend allein von Boldt öffentlich, und dann die etwas peinliche Transferverhandlung mit Stuttgart wegen Vagnoman, wo man 7 bis 8 mio.€ fordert und sich Wochen später statt bei 3 mio.€ bei 3,7 mio.€ einigt. Bei den Peanuts konnte das auch geräuschloser laufen.

Ja, vielleicht war Wüstenfeld von Boldt etwas vorbelastet, weswegen der den Weg fälschlicher Weise über Mutzel nahm. Aber an dieser Vorbelastung ist Boldt ganz gewiss nicht unschuldig. Er hat in seiner vorherigen HSV-Zeit eben schon viel angerichtet und war dabei sportlich nicht erwartend erfolgreich.

Das passiert eben, wenn man jemanden in einer Führungsrolle behält, der vorbelastet ist.
Nach nach dem Hoffmann-Streit auch Boldt und Wettstein beschadet da raus gehen, hätte allen klar sein müssen. Und auch jetzt erneut.

•     •     •

"Jatta trifft manchmal die Maschen und manchmal den Maschsee."
(Tim Walter 26.08.2023)

"Wenn du weißt, wie nicht aufsteigen geht, dann ändere es doch und steig auf."
(Steffen Baumgart)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von WillyWinzig04 am 03.08.2022 um 09:27 Uhr bearbeitet
Tschüss Thomas Wüstefeld! |#19
03.08.2022 - 13:34 Uhr
Zitat von Starfox
Zitat von Hope

Und danach hoffen wir auf einen Finanzvorstand, der Ich-Jonas machen lässt, damit dieser den HSV weiter von Erfolg zu Erfolg führen kann? Weil, war ja schön ruhig, so lange Jonas tun und lassen konnte was er wollte und ist auch super für den HSV, wenn am Ende vom Sportvorstand handverlesene Vertraute in allen entscheidenden Positionen sitzen.


Nein aber einen Finanzvorstand, der solche Dinge professionell intern regelt.

Jonas hat einen Trainer installiert, der ein wenn auch streitbares aber immerhin klares Konzept vorgibt - das hatten wir seit Jahren nicht. Mit diesem Trainer haben wir in der letzten Saison den dritten Platz erreicht und sind erst im Rückspiel der Relegation gescheitert.
Wir haben eine entwicklungsfähige Mannschaft mit guter Mentalität. Spieler mit Wiederverkaufswert und die Medien unter Kontrolle.
Ja, von mir aus können das alles Boldt-Vertraute sein, wenn man professionell im Sinne des HSV zusammenarbeitet. Das tut Boldt meiner Meinung nach. Er ist hier angetreten als es schwierig war und hat diesen Job ganz gut gemacht. Für meinen Geschmack deutlich besser als seine Vorgänger Todt (ich bekomme heute noch Gänsehaut) und Becker.


Dieses Schwarz-Weiß Bild ist schon ein bisschen witzig. Ja, Boldt ist hier angetreten, als es schwierig war. Er hat ja oft genug betont, wie katastrophal alles war, bevor er kam .... waren es sieben Mio. plus diverser Leihen, mit denen er den HSV von Platz vier auf Platz vier führte?
Und ja, sein dritter Trainer ist sehr klar hinsichtlich seines Konzeptes, so wie Boldt, der mit Terodde, Leistner, Ulreich und Gjasula das neue Ziel der Perspektivsteigerung in Angriff nahm, nachdem er ein Jahr vorher das jùngste Team der Liga übernahm.
Ja, Boldt ist eine Konstante, auf die man bauen kann. Kein öffentliches kokettieren mehr mit Rom vor der Vertragsverlängerung, kein kokettieren mit Frankfurt, wenn er bestimmte Personalien im AR geregelt sehen möchte und auch keine Durchstechereien, wenn er nicht gerade einen Machtkampf führt.

Ich bin definitiv nicht pro Wüstefeld, aber hier spielen zwei ihr Spielchen und da fällt es mir wirklich sehr schwer, Boldt als unschuldiges Lamm dargestellt zu sehen, der da nicht mitspielt. Boldt hat in der kurzen Zeit bewiesen, dass er genau weiß, wie das Spiel gespielt wird und dass er bei dem Spiel gerne die Nase vorn hat. Warum Du Dir einen Finanzvorstand wünschst, der sowas professionell intern regelt, es aber beim Sportvorstand unbedenklich findest, wenn der seine Kampagnen öffentlich führt, kann ich nicht nachvollziehen. Und dass ein Sportvorstand, der drei Jahre keinen sportlichen Erfolg hatte, damit die Basis geschaffen hat, dass man ihm und seinen Weisungsempfängern den Verein überlässt, da sehe ich doch ein Problem.

•     •     •

"Wer es nicht schafft, gegen den HSV zu punkten, sollte nicht auf dem Rücken eines Flüchtlings, der niemandem etwas getan hat, versuchen, einen Vorteil herauszuholen, sondern besser auf die eigenen sportlichen Fehler schauen"

Thioune, Fußball-Spruch des Jahres 2020
Tschüss Thomas Wüstefeld! |#20
03.08.2022 - 16:20 Uhr
Zitat von Dirksch

Witzig wie der Abstieg immer auf einzelne geschoben wird
Und ich dachte die Mannschaft ist abgestiegen weil sie zu schlecht war


Ist es denn jetzt anders? Außer, dass wir jetzt mit unserem Budget und der logischen Qualität um den Aufstieg spielen, als in der BuLi gegen den Abstieg?

Inwiefern ist das Team denn homogen, wenn es 3 Jahre in Folge nach tollen Hinrunden auseinander bricht?
Wenn mit Hecking, Thioune, Hrubesch und Walter in 3 Jahren 4 Trainer am Werk waren.
Wenn der Kader sowohl 2019, 2020 und 2021 auf links gedreht wurde?

Hrubesch mal außen vor gelassen, aber warum zählst du Boldt nicht zu den Bekloppten bzw. was qualifiziert diesen Mann nicht dazu gezählt zu werden? Top-Leistung in seinem Bereich sicherlich nicht.

Siehe Teamentwicklung, Kaderentwicklung, Trainerverschleiß, Ausrichtungswechsel und immer wiederkehrende verkopfte Einbrüche.

Schwarz auf Weiß - was ist in 3 Jahren Boldt passiert, seit seinem Amtsantritt?
Außer dass der Kaderwert von 50 auf 35 mio.€ geschrumpft ist, stehen wir doch vor dem gleichen Scherbenhaufen.

Fazit:
Wenn man HSVer in Bekloppte und Gute einteilen möchte, dann sollte klar sein, auf welcher Seite Boldt zu stehen hat.

(Paten-Edit / mit WillyWinzig04 abgesprochen)

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"Jatta trifft manchmal die Maschen und manchmal den Maschsee."
(Tim Walter 26.08.2023)

"Wenn du weißt, wie nicht aufsteigen geht, dann ändere es doch und steig auf."
(Steffen Baumgart)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von 7zidan7 am 04.08.2022 um 15:10 Uhr bearbeitet
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