Westfalenstadion
12.07.2008 - 18:21 Uhr
18.07.2012 - 16:33 Uhr
Du hast auch keine Anbindung zur Fankultur, keine Erfahrung mit dieser und legst darauf auch keinen Wert. Machen wir es kurz, du hast noch nicht mal verstanden worum es in dieser geht geschweige denn was sie bedeutet.
18.07.2012 - 16:37 Uhr
Zitat von Poschiii:
Zitat von 19BVB87:
"Fankultur kaputt machen" - so ein Blödsinn, Leute. Also ob man dann nichtmehr singen, jubeln, Spruchbänder etc pp....
Kann ich mir nicht vorstellen.
Klar ich war bei allen drei Champions-League-Heimspielen, aber es war was anderes, ich fand es nicht so geil, aber es ging noch - getragen natürlich von der Euphorie endlich wieder Champions League zu spielen, aber auf Dauer - niemals.
Sitzplätze würde mir meinen Spaß an der Borussia aber mal sowas von verderben.
Es ist aber auch unrealistisch zu verlangen, dass sich ein System innerhalb 3 unabhängiger Spiele etablieren kann. Natürlich ist kurzfristig ein Loch da, aber ich wäre gespannt wie sich die Stimmung mittelfristig entwickeln würde ohne Ultragruppen, die diese diktieren. Stimmungslöcher wären sicherlich da, interessiert doch sowieso auf dem Platz keine Sau dieser monotone Singsang, wurde oft genug von Spieler so bestätigt. Wenn aber dann Stimmung aufbreist, durch das Geschehen auf dem Platz, dann geht das jedem durch Haut und Mark.
Echte Stimmung erlebe ich oft im Stadion, aber selten durch den Singsang der Ultras.
Zitat von 19BVB87:
"Fankultur kaputt machen" - so ein Blödsinn, Leute. Also ob man dann nichtmehr singen, jubeln, Spruchbänder etc pp....
Kann ich mir nicht vorstellen.
Klar ich war bei allen drei Champions-League-Heimspielen, aber es war was anderes, ich fand es nicht so geil, aber es ging noch - getragen natürlich von der Euphorie endlich wieder Champions League zu spielen, aber auf Dauer - niemals.
Sitzplätze würde mir meinen Spaß an der Borussia aber mal sowas von verderben.
Es ist aber auch unrealistisch zu verlangen, dass sich ein System innerhalb 3 unabhängiger Spiele etablieren kann. Natürlich ist kurzfristig ein Loch da, aber ich wäre gespannt wie sich die Stimmung mittelfristig entwickeln würde ohne Ultragruppen, die diese diktieren. Stimmungslöcher wären sicherlich da, interessiert doch sowieso auf dem Platz keine Sau dieser monotone Singsang, wurde oft genug von Spieler so bestätigt. Wenn aber dann Stimmung aufbreist, durch das Geschehen auf dem Platz, dann geht das jedem durch Haut und Mark.
Echte Stimmung erlebe ich oft im Stadion, aber selten durch den Singsang der Ultras.
18.07.2012 - 16:47 Uhr
Was ich nicht verstehe. Warum würden Sitzplätze eurer Meinung nach den Spass an der Borussia verderben?
Man geht wegen den Spielen ins Stadion, einige evtl noch wegen den Spielern und Andere wegen dem reinen Fussball ohne Fan zu sein. Diese erfreuen sich am Spiel, jubeln, raunen und klatschen zum Spiel... Solche Besucher möchte ich.
Wer mit seinen Kumpeln einen saufen will, Dauersingsang trällern möchte, auf Selbsinzinierung steht (zB Pyro) und das Spiel eher weniger beachtet - der brauch nicht ins Stadion zu gehen.
Diese Fankultur, die oft im Internet angesprochen wird mit den Ultras - das ist für mich nicht die Fankultur oder evtl sogar der Mittelpunkt dieser. Jeder Fan hat das Recht sein Fantum auszuleben wie er mag. Ich tue das mit im Stadion klatschen, jubeln, pfeifen... im täglichen Leben habe ich viele Bezugspunkte zum BVB und stelle andere Dinge hinter dem Verein, wenn Saison ist.
Ich mach aber keine Spruchbänder oder mache bei monotonem Singsang mit - weil das eben in meinen Augen keinerlei Bedeutung hat.
Zudem Spruchband fertigen von einzelnen Personen sowieso sinnlos ist. Vor der Süd kannste es zwar hängen, wird von den Ultras aber wieder abgerissen, weil sie ihren Banner aufhängen wollen. :rolleyes (die Szene hat sich in meinen Kopf gebrannt - das war so wiederlich, daher haben sie auch meinen Respekt schon lange nichtmehr)
Man geht wegen den Spielen ins Stadion, einige evtl noch wegen den Spielern und Andere wegen dem reinen Fussball ohne Fan zu sein. Diese erfreuen sich am Spiel, jubeln, raunen und klatschen zum Spiel... Solche Besucher möchte ich.
Wer mit seinen Kumpeln einen saufen will, Dauersingsang trällern möchte, auf Selbsinzinierung steht (zB Pyro) und das Spiel eher weniger beachtet - der brauch nicht ins Stadion zu gehen.
Diese Fankultur, die oft im Internet angesprochen wird mit den Ultras - das ist für mich nicht die Fankultur oder evtl sogar der Mittelpunkt dieser. Jeder Fan hat das Recht sein Fantum auszuleben wie er mag. Ich tue das mit im Stadion klatschen, jubeln, pfeifen... im täglichen Leben habe ich viele Bezugspunkte zum BVB und stelle andere Dinge hinter dem Verein, wenn Saison ist.
Ich mach aber keine Spruchbänder oder mache bei monotonem Singsang mit - weil das eben in meinen Augen keinerlei Bedeutung hat.
Zudem Spruchband fertigen von einzelnen Personen sowieso sinnlos ist. Vor der Süd kannste es zwar hängen, wird von den Ultras aber wieder abgerissen, weil sie ihren Banner aufhängen wollen. :rolleyes (die Szene hat sich in meinen Kopf gebrannt - das war so wiederlich, daher haben sie auch meinen Respekt schon lange nichtmehr)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von 19BVB87 am 18.07.2012 um 16:48 Uhr bearbeitet
18.07.2012 - 16:50 Uhr
Zitat von Bowoiser:
Stimmungslöcher wären sicherlich da, interessiert doch sowieso auf dem Platz keine Sau dieser monotone Singsang, wurde oft genug von Spieler so bestätigt.
Diese Bestätigung hätte ich gerne mal.
Zitat von Bowoiser:
Echte Stimmung erlebe ich oft im Stadion, aber selten durch den Singsang der Ultras.
Du redest aber jetzt nicht von diesen "aahh's" und "oohh's" bei Torchancen oder ?
Stimmungslöcher wären sicherlich da, interessiert doch sowieso auf dem Platz keine Sau dieser monotone Singsang, wurde oft genug von Spieler so bestätigt.
Diese Bestätigung hätte ich gerne mal.
Zitat von Bowoiser:
Echte Stimmung erlebe ich oft im Stadion, aber selten durch den Singsang der Ultras.
Du redest aber jetzt nicht von diesen "aahh's" und "oohh's" bei Torchancen oder ?
18.07.2012 - 17:24 Uhr
Zitat von Cedi_BVB:
Du pfeifst im Stadion ? Dann hast du im Westfalenstadion schonmal gar nichts zu suchen.
Echt? :o
http://www.youtube.com/watch?v=f1NpyQ-i_tM
Du pfeifst im Stadion ? Dann hast du im Westfalenstadion schonmal gar nichts zu suchen.
Echt? :o
http://www.youtube.com/watch?v=f1NpyQ-i_tM
18.07.2012 - 17:28 Uhr
Zitat von Cedi_BVB:
Du pfeifst im Stadion ? Dann hast du im Westfalenstadion schonmal gar nichts zu suchen. Und was den "monotonen Singsang" angeht, das kann ja wohl nicht dein Ernst sein. Du bist der Meinung, dass alles, was von der Süd kommt, monotoner Singsang ist ? Natürlich ist das oftmals so, dass geht von den Ultras und deren Vorsängern aus, das war am Anfang der Saison unerträglich, zum Ende hin besser. Aber von der Süd kommt noch deutlich mehr. Es kommt auf den situationsbezogenen Support an, das hilft der Mannschaft. Und dieser situationsbezogene Support kommt nunmal von der Süd, denn es ist einfach die stimmgewaltigste Stehplatztribüne in Deutschland. Außerdem ist dieser Singsang manchmal auch sehr sinnvoll, wenn alle auf der Süd mitmachen. Es schafft eine Athmosphäre, die den Gegner verunsichern kann. Man denke dabei nur an das Derby in der Hinrunde, das lautstarke Pfeifen der gesamten Süd bei Ballbesitz der Schalker, was vor allem Unnerstall enorm verunsichert hat.
Was den situationsbezogenen Support angeht kann ich dir so überhaupt nicht zustimmen.
In Dortmund und ganz Deutschland nehmen diese "peaks" immer mehr ab.
Was das angeht ist England nachwievor Spitzenreiter im europäischen Fußball.
Auch erlebe ich es eher so, dass dieser situationsbezogene Support auch oder sogar hauptsächlich von den Sitzplatztribünen kommt, während auf der Süd Dauergesänge immer mehr Einzug erhalten.
Du pfeifst im Stadion ? Dann hast du im Westfalenstadion schonmal gar nichts zu suchen. Und was den "monotonen Singsang" angeht, das kann ja wohl nicht dein Ernst sein. Du bist der Meinung, dass alles, was von der Süd kommt, monotoner Singsang ist ? Natürlich ist das oftmals so, dass geht von den Ultras und deren Vorsängern aus, das war am Anfang der Saison unerträglich, zum Ende hin besser. Aber von der Süd kommt noch deutlich mehr. Es kommt auf den situationsbezogenen Support an, das hilft der Mannschaft. Und dieser situationsbezogene Support kommt nunmal von der Süd, denn es ist einfach die stimmgewaltigste Stehplatztribüne in Deutschland. Außerdem ist dieser Singsang manchmal auch sehr sinnvoll, wenn alle auf der Süd mitmachen. Es schafft eine Athmosphäre, die den Gegner verunsichern kann. Man denke dabei nur an das Derby in der Hinrunde, das lautstarke Pfeifen der gesamten Süd bei Ballbesitz der Schalker, was vor allem Unnerstall enorm verunsichert hat.
Was den situationsbezogenen Support angeht kann ich dir so überhaupt nicht zustimmen.
In Dortmund und ganz Deutschland nehmen diese "peaks" immer mehr ab.
Was das angeht ist England nachwievor Spitzenreiter im europäischen Fußball.
Auch erlebe ich es eher so, dass dieser situationsbezogene Support auch oder sogar hauptsächlich von den Sitzplatztribünen kommt, während auf der Süd Dauergesänge immer mehr Einzug erhalten.
18.07.2012 - 17:29 Uhr
Zitat von Poschiii:
Zitat von 19BVB87:
"Fankultur kaputt machen" - so ein Blödsinn, Leute. Also ob man dann nichtmehr singen, jubeln, Spruchbänder etc pp....
Kann ich mir nicht vorstellen.
Klar ich war bei allen drei Champions-League-Heimspielen, aber es war was anderes, ich fand es nicht so geil, aber es ging noch - getragen natürlich von der Euphorie endlich wieder Champions League zu spielen, aber auf Dauer - niemals.
Sitzplätze würde mir meinen Spaß an der Borussia aber mal sowas von verderben.
Das sehe ich auch so wie du !!! Sitzplätze sind zum Kotzen . Das ein ganz anderes Feeling international . Da ist wenn ich ehrlich bin schwerer es Stimmung zu machen als sonst . Und dazu sieht es komisch aus wenn ich diese Scheiß Schalen auf unserer Heiligen gelben Wand sehe !!!
Zitat von 19BVB87:
"Fankultur kaputt machen" - so ein Blödsinn, Leute. Also ob man dann nichtmehr singen, jubeln, Spruchbänder etc pp....
Kann ich mir nicht vorstellen.
Klar ich war bei allen drei Champions-League-Heimspielen, aber es war was anderes, ich fand es nicht so geil, aber es ging noch - getragen natürlich von der Euphorie endlich wieder Champions League zu spielen, aber auf Dauer - niemals.
Sitzplätze würde mir meinen Spaß an der Borussia aber mal sowas von verderben.
Das sehe ich auch so wie du !!! Sitzplätze sind zum Kotzen . Das ein ganz anderes Feeling international . Da ist wenn ich ehrlich bin schwerer es Stimmung zu machen als sonst . Und dazu sieht es komisch aus wenn ich diese Scheiß Schalen auf unserer Heiligen gelben Wand sehe !!!
18.07.2012 - 17:44 Uhr
Zitat von Cedi_BVB:
Zitat von 19BVB87:
Zitat von Cedi_BVB:
Du pfeifst im Stadion ? Dann hast du im Westfalenstadion schonmal gar nichts zu suchen.
Echt? :o
http://www.youtube.com/watch?v=f1NpyQ-i_tM
Missverständnis. Ich bin von Pfiffen gegen Dortmund ausgegangen.
Also gegen meinem Verein würde ich nie Pfeifen. Genaugenommen habe ich bissher nur einen Spieler richtig bös ausgebuht und ausgepfiffen. Torsten Frings am 08.05.2004 (Hertha - BVB 6:2) :D
Zitat von 19BVB87:
Zitat von Cedi_BVB:
Du pfeifst im Stadion ? Dann hast du im Westfalenstadion schonmal gar nichts zu suchen.
Echt? :o
http://www.youtube.com/watch?v=f1NpyQ-i_tM
Missverständnis. Ich bin von Pfiffen gegen Dortmund ausgegangen.
Also gegen meinem Verein würde ich nie Pfeifen. Genaugenommen habe ich bissher nur einen Spieler richtig bös ausgebuht und ausgepfiffen. Torsten Frings am 08.05.2004 (Hertha - BVB 6:2) :D
18.07.2012 - 17:50 Uhr
Zitat von Bowoiser:
Zitat von M_V_P:
Zitat von Squizzo:
Zudem funktionieren die Selbstreinigungskräfte auf der Süd wirklich gut. Man muss sich doch nur an die homophoben Banner im Spiel gegen Bremen erinnern. Da gab es direkt eine Reaktion innerhalb der eigenen Szene. Eine weitere Anekdote aus der letzten Saison kann ich aus dem Spiel gegen Bayern berichten. Da hat ein komischer Vogel gemeint, er könne, inmitten von dicht gedrängt stehenden Leuten, auf der Süd Böller zünden. Der arme Irre hat sich nur wenige Minuten später, aufgrund der um ihn herum stehenden Fans, die daraufhin die zuständigen Ordner alarmierten, außerhalb des Stadions befunden und die Schlussphase der Partie, sowie die Siegesfeier mit der Mannschaft, nicht mehr miterleben dürfen. Ebenso konnte er sich bestimmt auch, neben den beiden letzten Heimspielen inklusive der Übergabe der Schale, ein Reservierungsschreiben für die nun anstehende Saison klemmen.
Ich stimme deinem Beitrag soweit zu. Ich frage mich allerdings inzwischen warum erkennen die handelnden Personen der Pyrobefürworter nicht das ein viel höheres Gut durch sie gefährdet wird im Gegensatz zur emotionalen Untermalung der Unterstützung durch Pyro(die mal nebenbei angemerkt nie vor der Ultrakultur in dieser Form und diesem Ausmaß in deutschen Stadien auftauchte)?
Warum setzen sie die Vorteile vieler Fans aufs Spiel um ihre zum Teil neuen Vorstellungen durchzuboxen?
Ich war lange ggü. dem Verhalten neutral eingestellt und bei vielen Sachen positiv überrascht, aber man muss doch irgendwann mal erkennen, dass man unterlegen ist und höhere Güter vor die Hunde gehen lässt oder dies zumindest billigend in Kauf nimmt.
Guter Punkt. Im Endeffekt sind wir aber da wieder beim Grundproblem. Es geht um Selbstdarstellung, nicht um den Sport. Ich halte nach längerem hin und her echt nichts mehr von Ultragruppen. Selbst das Argument ohne diese gäbe es keine Stimmung bezweifle ich stark. Mittelfristig gäbe es die sicherlich. Und zwar echte Emotion, kein einstudierter singsang.
Vor allem akzeptiere ich die Ultras in keinster Weise als Repräsentanten der Stadiongänger.
Ich kann unsere Ultragruppen auch nur als Außenstehender, also aus der Ferne, beurteilen. Ich stehe entweder in den Blöcken 81, 82 oder 83, dort (83) hat sich auch der Böller-Vorfall zugetragen. Mit dem harten Kern in Block drölf hab ich nix am Hut.
Nach meinem Empfinden, ich pflichte Bowoiser bei, ist vieles einer extremen Form der Selbstdarstellung unterzuordnen. Das Ganze gewinnt m.M.n. zusätzlich an Dynamik durch eine Art szeneninternen Wettbewerb, in dem sich die verschiedenen Gruppierungen, seien es welche innerhalb der Fanszene eines Klubs oder unterschiedliche Gruppen verschiedener Vereine, gegenseitig übertreffen wollen. Man will sich einen Ruf erarbeiten und muss diesem immer wieder aufs Neue gerecht werden, um sein eigenes Ehrgefühl, das eng mit dem Verein verbunden ist, zu befriedigen und seine Stellung innerhalb der Szene zu wahren. Die Zurückhaltung gegenüber vereinsschädigendem Verhalten tritt dann in den Hintergrund und, sofern eine imaginäre Gewichtung verschiedener, verbotener Aktionen, hinsichtlich ihres schädigenden Potenzials im Verhältnis zum szeneninternen Nutzen noch stattfindet, verliert immer mehr an Bedeutung, da man sich in seiner eigenen Welt, mit eigenen Werten und Regeln bewegt.
Das der "gemeine" Fan wie ihr und ich so etwas nicht immer ebenso toll findet und derartiges Verhalten als Selbstdarstellung und eine Überordnung der eigenen Interessen über denen des Vereins betrachtet, wird, so glaube ich, für diese Leute nur schwer verständlich sein. Ich glaube, diese Leute sehen sich viel mehr als eine Art Schutzschild zur Verteidigung der Ehre des Vereins, die von anderen Ultragruppierungen quasi permanent angegriffen wird.
Natürlich gibt es auch etliche Dinge, wie z.B. die Planung, Erstellung und Durchführung atemberaubender und überaus beeindruckender Choreographien, die unbedingte Unterstützung der Mannschaft in jedem Stadion der Welt, egal ob man in Timbuktu oder in Feuerland spielt oder die durch Banner und Fahnen immer wiederkehrende Ehrung altgedienter und verdienter Spieler der Vereinsgeschichte, die man lobend erwähnen kann, jedoch weiß ich für mich ganz klar, auf welcher Seite ich stehe, wenn dem Verein Schaden zugefügt wird und gesetzeswidriges Verhalten zur Demontage eines Fußballmythos, nämlich zur Abschaffung der größten Stehplatztribüne Europas, führt.
PS: Außerdem würde es mich rein hypothetisch mal interessieren, ob der Verein diejenigen, die der aktuell populistisch geführten Politik den Weg geebnet haben, bestrafen würde und den Wegfall eines erheblichen Anteiles der Dauerkarten auf der Süd, auf die Ultragruppen abwälzen würde oder ob vermehrt Leute wie ich, die sich im Stadion nie etwas zu Schulden haben kommen lassen, mit dem Entzug der Dauerkarte rechnen müssten. Ich glaube leider an letztgenanntes Szenario.
Zitat von M_V_P:
Zitat von Squizzo:
Zudem funktionieren die Selbstreinigungskräfte auf der Süd wirklich gut. Man muss sich doch nur an die homophoben Banner im Spiel gegen Bremen erinnern. Da gab es direkt eine Reaktion innerhalb der eigenen Szene. Eine weitere Anekdote aus der letzten Saison kann ich aus dem Spiel gegen Bayern berichten. Da hat ein komischer Vogel gemeint, er könne, inmitten von dicht gedrängt stehenden Leuten, auf der Süd Böller zünden. Der arme Irre hat sich nur wenige Minuten später, aufgrund der um ihn herum stehenden Fans, die daraufhin die zuständigen Ordner alarmierten, außerhalb des Stadions befunden und die Schlussphase der Partie, sowie die Siegesfeier mit der Mannschaft, nicht mehr miterleben dürfen. Ebenso konnte er sich bestimmt auch, neben den beiden letzten Heimspielen inklusive der Übergabe der Schale, ein Reservierungsschreiben für die nun anstehende Saison klemmen.
Ich stimme deinem Beitrag soweit zu. Ich frage mich allerdings inzwischen warum erkennen die handelnden Personen der Pyrobefürworter nicht das ein viel höheres Gut durch sie gefährdet wird im Gegensatz zur emotionalen Untermalung der Unterstützung durch Pyro(die mal nebenbei angemerkt nie vor der Ultrakultur in dieser Form und diesem Ausmaß in deutschen Stadien auftauchte)?
Warum setzen sie die Vorteile vieler Fans aufs Spiel um ihre zum Teil neuen Vorstellungen durchzuboxen?
Ich war lange ggü. dem Verhalten neutral eingestellt und bei vielen Sachen positiv überrascht, aber man muss doch irgendwann mal erkennen, dass man unterlegen ist und höhere Güter vor die Hunde gehen lässt oder dies zumindest billigend in Kauf nimmt.
Guter Punkt. Im Endeffekt sind wir aber da wieder beim Grundproblem. Es geht um Selbstdarstellung, nicht um den Sport. Ich halte nach längerem hin und her echt nichts mehr von Ultragruppen. Selbst das Argument ohne diese gäbe es keine Stimmung bezweifle ich stark. Mittelfristig gäbe es die sicherlich. Und zwar echte Emotion, kein einstudierter singsang.
Vor allem akzeptiere ich die Ultras in keinster Weise als Repräsentanten der Stadiongänger.
Ich kann unsere Ultragruppen auch nur als Außenstehender, also aus der Ferne, beurteilen. Ich stehe entweder in den Blöcken 81, 82 oder 83, dort (83) hat sich auch der Böller-Vorfall zugetragen. Mit dem harten Kern in Block drölf hab ich nix am Hut.
Nach meinem Empfinden, ich pflichte Bowoiser bei, ist vieles einer extremen Form der Selbstdarstellung unterzuordnen. Das Ganze gewinnt m.M.n. zusätzlich an Dynamik durch eine Art szeneninternen Wettbewerb, in dem sich die verschiedenen Gruppierungen, seien es welche innerhalb der Fanszene eines Klubs oder unterschiedliche Gruppen verschiedener Vereine, gegenseitig übertreffen wollen. Man will sich einen Ruf erarbeiten und muss diesem immer wieder aufs Neue gerecht werden, um sein eigenes Ehrgefühl, das eng mit dem Verein verbunden ist, zu befriedigen und seine Stellung innerhalb der Szene zu wahren. Die Zurückhaltung gegenüber vereinsschädigendem Verhalten tritt dann in den Hintergrund und, sofern eine imaginäre Gewichtung verschiedener, verbotener Aktionen, hinsichtlich ihres schädigenden Potenzials im Verhältnis zum szeneninternen Nutzen noch stattfindet, verliert immer mehr an Bedeutung, da man sich in seiner eigenen Welt, mit eigenen Werten und Regeln bewegt.
Das der "gemeine" Fan wie ihr und ich so etwas nicht immer ebenso toll findet und derartiges Verhalten als Selbstdarstellung und eine Überordnung der eigenen Interessen über denen des Vereins betrachtet, wird, so glaube ich, für diese Leute nur schwer verständlich sein. Ich glaube, diese Leute sehen sich viel mehr als eine Art Schutzschild zur Verteidigung der Ehre des Vereins, die von anderen Ultragruppierungen quasi permanent angegriffen wird.
Natürlich gibt es auch etliche Dinge, wie z.B. die Planung, Erstellung und Durchführung atemberaubender und überaus beeindruckender Choreographien, die unbedingte Unterstützung der Mannschaft in jedem Stadion der Welt, egal ob man in Timbuktu oder in Feuerland spielt oder die durch Banner und Fahnen immer wiederkehrende Ehrung altgedienter und verdienter Spieler der Vereinsgeschichte, die man lobend erwähnen kann, jedoch weiß ich für mich ganz klar, auf welcher Seite ich stehe, wenn dem Verein Schaden zugefügt wird und gesetzeswidriges Verhalten zur Demontage eines Fußballmythos, nämlich zur Abschaffung der größten Stehplatztribüne Europas, führt.
PS: Außerdem würde es mich rein hypothetisch mal interessieren, ob der Verein diejenigen, die der aktuell populistisch geführten Politik den Weg geebnet haben, bestrafen würde und den Wegfall eines erheblichen Anteiles der Dauerkarten auf der Süd, auf die Ultragruppen abwälzen würde oder ob vermehrt Leute wie ich, die sich im Stadion nie etwas zu Schulden haben kommen lassen, mit dem Entzug der Dauerkarte rechnen müssten. Ich glaube leider an letztgenanntes Szenario.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Squizzo am 18.07.2012 um 17:58 Uhr bearbeitet
18.07.2012 - 17:53 Uhr
Zitat von Cedi_BVB:
Mit einem Verbot der Stehplätze ginge die Athmosphäre, die auch besonders unseren Verein auszeichnet, vollkommen verloren. Das wär für unser Stadion eine Katastrophe.
So ist es auch. Ich will den Leuten auf den Sitzplätzen gar nicht zu nahe treten, aber meistens kommt von ihnen nur was bei entsprechenden Spielverlauf. Schaut euch das Spiel gegen Stuttgart an, als nach dem 2:3 viele Leute auf den Sitzplätzen das Stadion verlassen haben! Dies wurde auch von Klopp und der mannschaft deutlich angemerkt
Der BVB ist ohne die gelbe Wand einfach nicht vorstellbar!
Mit einem Verbot der Stehplätze ginge die Athmosphäre, die auch besonders unseren Verein auszeichnet, vollkommen verloren. Das wär für unser Stadion eine Katastrophe.
So ist es auch. Ich will den Leuten auf den Sitzplätzen gar nicht zu nahe treten, aber meistens kommt von ihnen nur was bei entsprechenden Spielverlauf. Schaut euch das Spiel gegen Stuttgart an, als nach dem 2:3 viele Leute auf den Sitzplätzen das Stadion verlassen haben! Dies wurde auch von Klopp und der mannschaft deutlich angemerkt
Der BVB ist ohne die gelbe Wand einfach nicht vorstellbar!
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