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David Wagner
Geburtsdatum 19.10.1971
Alter 54
Nat. Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten
Funktion Leiter der Nachwuchsabteilung
Akt. Verein RB Leipzig

David Wagner [ehem. Trainer]

09.05.2019 - 21:25 Uhr
David Wagner [ehem. Trainer] |#191
30.06.2020 - 11:39 Uhr
Zitat von MrSatan2
Immer diese peinliche Androhungen. Wenn wir nächste die ersten zwei oder drei Spiele verlieren, brennt der Baum egal ob der Trainer Wagner, Klopp oder Hecking heißt. Klar gleich kommen wieder die, behaupten, dass sie dem neuen Trainer auf jeden Fall Zeit geben werden und dann wieder den ersten Stein werfen werden.


Ist das so?
Eigentlich ist es doch bei den letzten Krisen bei uns relativ ruhig geblieben. Sei es nun Tedescos 2. Saison oder davor Weinzierl, der historisch schlecht startete und trotzdem fest im Sattel saß.

Gerade neue Trainer haben automatisch eine gewisse Schonzeit. Natürlich brennt auf Schalke der Baum trotzdem gerne, aber bei einem neuen Traienr wird der Kopf wohl kaum nach 2-3 Spielen gefordert.
Wie sähe das aus, wenn Wagner Trainer bleibt und Schalke einen Fehlstart hinlegt? Die Medien werden die sieglos Serie immer wieder aufwärmen, die Fans die hier aktuell für einen Rauswurf sind werden direkt wieder aus ihren Löchern kommen und den Rauswurf fordern und ja - der Baum wird mit ihm viel mehr brennen als mit einem neuen Trainer. Oder siehst du das wirklich anders?


Dennoch darf eine Trainerentlassung natürlich nicht darauf basieren, wie das Umfeld im Fall eines Misserfolgs reagiert. Viel mehr muss man sich die Frage stellen: Traue ich Wagner nach so einer katastrophalen Rückrunde zu, hier im Sommer eine wieder an vielen Stellen neues Team zusammenzuschweißen und in eine bessere Zukunft zu führen?
Die Hinrunde dient als gutes Argument, warum man das Wagner zutrauen könnte.
Die Rückrunde, warum nicht.
Ich kann beide Seiten inzwischen gut verstehen, neige allerdings eher zum Trainerwechsel. Hauptgrund ist für mich einfach der fehlende Glaube, dass ein Trainer mit historischem Misserfolg das Ruder herumreißen kann. Ich wüsste nicht, wem das schonmal wirklich gelungen ist. Dazu kommen eben die Aussagen von Wagner in der Rückrunde, die mich stutzig gemacht haben.
Es ist natürlich trotzdem falsch, ihn als alleinigen Sündenbock hinzustellen, viele Kommentare (einige hier, mehr auf social media) gegen ihn waren einfach nur ekelhaft unter der Gürtellinie. Die Entscheidung, wer auf Schalke Trainer wird/bleibt, muss nun auf sachlicher Basis getroffen werden - egal in welche Richtung.
David Wagner [ehem. Trainer] |#192
30.06.2020 - 14:16 Uhr
Es ist und bleibt verdammt mutig, einen Trainer der uns mit 16 sieglosen Partien beinahe in die zweite Liga geführt hätte, oft zum Abschuss freigegeben hat, viele Ausflüchte sucht, Angsthasenfussball verordnet, nicht nicht nur in die neue Saison zu nehmen, sondern auch in einer Zeit, wo der Klub nicht mehr viele Chancen besitzen dürfte aus der Nummer in der er sich befindet nochmal rauskommen zu können, und eigentlich verdammt ist, so gut wie alles richtig machen zu müssen, das kann man Mut nennen oder eben schon fast Naivität oder zur Dummheit tendieren.

Und das Traineramt ist da ein sehr richtungsweisende Position. Ich würde das mal nicht so unterschätzen.

Es ist nicht so, dass Wagner hier Verdienste besitzt eines damaligen Klopps (BVB, Mainz), Tuchels (Mainz), Streichs (SCF), Favre (BMG) oder Nagelsmann (Hoffenheim), wo man sagen kann, der Mann kann das besser/viel besser oder tatsächlich als Außenstehender die Ursachen woanders sehen oder vermuten könnte.

In unserer Situation:
Als Fan/Mitglied ist man schon sehr auf den Sportvorstand angewiesen, aber unsere bisherigen Vorständen haben viele Trainer als sehr gute Trainer betitelt, und hinzukommt, dass Schneider hier erst quasi angefangen hat. Und seine "Erklärung", Wagner ist ein guter Trainer, wenn er eine gute Mannschaft hätte ist einfach haarsträubend gewesen. Da fasst man sich einfach an den Kopf, aber die Kommunikation ist bei uns ohnehin ein großes Problem. Ein wenig mehr Transparenz, wie bspw. Heidel bei Tedesco an den Tag legte wäre schon besser. Was sicherlich u.a auch dazugeführt hat, dass dieser Mann bis zum bitteren Ende noch großes Vertrauen besaß.

Was macht ihn denn so besonders, was macht ihn denn so als guten Trainer aus? Sein bisheriger Werdegang fällt unter die Kategorie "Einer der schlechtesten Trainer auf Schalke".

Hier ist großer Erklärungsbedarf. Es wird nur eine Jobgarantie nach der anderen ausgesprochen, und eine haarsträubende Erklärung nach Außen getragen, die kein Vertrauen gewinnt, sondern noch den Sportvorstand anzweifeln lässt.

Kann man nur auf Mittwoch hoffen, wenigstens ein paar Prozente Vertrauen zu gewinnen. Aber wer's glaubt....
David Wagner [ehem. Trainer] |#193
30.06.2020 - 21:09 Uhr
Zitat von Socke04

Zitat von RGB277740

Was macht ihn denn so besonders, was macht ihn denn so als guten Trainer aus? Sein bisheriger Werdegang fällt unter die Kategorie "Einer der schlechtesten Trainer auf Schalke".


Ich habe oft genug versucht es halbwegs objektiv zu erklären in der Vergangenheit, zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht eine ganz kompakte Beschreibung meines Erklärungsansatz und der eigenen Sichtweise bzgl. Deiner konkreten Frage:

Die Hinrunde. Sowohl der spielerische Ansatz, die Spielführung und der Einsatz der Spieler gemäß ihrer Fähigkeiten / der Kadersituation.
Meines Erachtens hat Wagner gezeigt, dass er mit dem Kader in der Lage war eine Spielidee auf den Rasen zu bringen die zudem erfolgreich, wie auch gut anzusehen war.

Ich (!) für meinen Teil bin bereit aufgrund der Sachen die ich bislang gesehen habe unter "guten" Bedingungen, jene Misere der Rückrunde, unter teils haarsträubenden Bedingungen, zu akzeptieren. Dafür gibt es kein Lob, das Krisenmanagement hat nicht geklappt oder war sonst wie vielversprechend. Dies gestehe ich aber einem neuen Trainer bei einem Verein im Umbruch zu.

Desweiteren Rechne ich mit einem weiteren völligen Umbruch des Kaders. Dafür hätte ich gerne einen Trainer der bereits gezeigt hat auch mit einem sub-optimal zusammengestellten Kader etwas zu schaffen. Dies kann man Wagner mEn nicht absprechen.

Unterm Strich bin ich also der Meinung eine Verbesserung auf der Trainerposition ist grundsätzlich möglich, wenn auch alles andere als leicht oder mEn überhaupt von Nöten.
Sollten die übrigen Baustellen (Kaderzusammenstellung primär) angegangen werden, könnte es schon wieder völlig reichen um ein Fundament für die kommenden Spielzeiten aufzubauen, mit dem sich der Verein saniert, ein Kernteam bildet und eine Spielphilosophie ergibt.


Der Übersicht wegen habe ich die Zitate mal etwas entwirrt.

Zitat von RGB277740

Aus meiner Sicht muss man die guten Ansätze der Hinrunde mit auf die Pro-Seite hiefen, aber sie dennoch hinterfragen, um sich am Ende nicht doch hat blenden lassen?

Schließlich haben schon viele Trainer, die am Ende nicht einmal Durchschnitt waren eine solche Leistung vollbracht. Selbst ein Brehme hat mal direkt zur Anfang 7 Spiele in Folge gewonnen mit dem kaputten Lautern. Bei uns konnte ein Di Matteo mit einer netten Halbserie glänzen. Diese Liste ist lang, was auch eine logische Konsequenz ist, denn wenn was einfach wäre könnte es jeder. Gute Trainer werden halt selten "geboren".

Schneiders Argument, was auf der Hinrunde baut, ist für mich viel zu schwach. Wenn man bedenkt, dass dieser Mann Sportvorstand eines der größten Sportklub dieses Landes ist mit über 100k Mitgliedern im Rücken. Und wie bereits erwähnt, inhaltlich eher haarsträubend. Da ist deine Erläuterung schon zig mal besser.


Hinterfragen sollte man mEn ohnehin jedes Argument, ob pro oder contra, von daher sicherlich kein Widerspruch. Ich habe ja bereits erklärt warum für mich die Hinrunde massiv wiegt: Es dient mir als Beleg für die Qualität oder als Arbeitsprobe. Ich sehe keine äußeren Umstände die diese Leistung so deutlich relativieren würden um folgendes zu negieren:
Unter all den Trainern der letzten Jahre hatten wir auch mal Erfolg, ne Halbserie, ne ganze Saison - nie aber seit Rangnick haben wir mEn schönen und "nachvollziehbar" koordinierten Fußball gespielt.
Unter Keller war es solide, erfolgreich aber dank der starken Offensive. Unter Tedesco und Matteo war es die eiserne Defensive und vereinzelt die individuelle Leistung einzelner Spieler.
Unter Wagner war es ein geschlossenes, starkes Pressing mit Umschaltspiel über die wenigen spielstarken Spieler.
Ob das am Ende genug ist, ein anderer Trainer mehr verspricht... reine Spekulation vermutlich. Mir taugt es aber absolut, da ich es als das wichtige Fundament für die Zukunft sehen kann. Wenn der Verein ein passendes Kaderkorsett bietet.


Zitat von RGB277740
Aber zurück zum eigentlich Kern des Ganzen. Trainer befinden sich so ziemlich immer am Rande einer bevorstehenden Krise, Liverpool wäre auch mehrmals abgestürzt, wenn Klopp nicht Wege gegangen wäre und zu Mittel gegriffen hätte, die den Erfolg gefährden hätten. Liverpool hat viele unansehnliche Spiele geboten, sehr geprägt von taktischer Natur oder teils sogar recht defensiver Natur. Sich dreckige Siege abgeholt. Die aber einfach eine Reaktion auf Form, Fitness oder Ausfällen waren und/oder den Spielertypen besser angepasst waren.

Für mich beginnt die Trainerarbeit genau da, wo die Grenze zwischen Gut oder Schlecht stattfindet, oder wenn man von solide sprechen mag, die sich stets auf dieser Grenze bewegen - die halt kein Klub positiv oder negativ prägen werden. Und die findet dann statt, wenn die obligatorischen Probleme und Widerstände innerhalb einer Spielzeit größer oder stärker werden, dann beginnt die Trainerarbeit, Trainerarbeit ist an Problemen zu arbeiten. Und da gibt es ein Maximum und ein Minuium was den Rahm von Möglichkeiten anbelangt. Und da will uns Wagner ein Bild vermitteln, als sei nicht mehr möglich gewesen als quasi abzusteigen? Na, komm.


Ich ahne gerade nicht woher Du den vorletzten Satz her hast, das wundert mich etwas.
Grundsätzlich kann man das so sehen wie von Dir beschrieben - mEn liegen unsere Probleme auf Schalke seit Jahren aber so tief, dass wir nicht erst den Finetuner benötigen, sondern einen für die Statik und den Sockel. Aber das geht vermutlich ins Philosophische, weil ich nicht erkenne wo wir hier eine auswertbare Metrik finden.

Zitat von RGB277740
Mir geht es auch nicht um die Qualität eines Herrn Wagners, die entspricht sicherlich nicht dem was uns die Rückrunde zeigte, aber vielleicht auch nicht was uns die anfängliche Hinrunde zeigte. Prinzipell geht's mir erstmal um den Job den er hier gemacht hat, und dieser war, solange mich Schneider durch transparente Erklärungen nicht abholen kann, nicht gut, ganz und gar nicht gut.

Und Schuld von sich zu weisen, mit dem Finger auf andere zeigen, dem Trainer sogar eine Jobgarantie aussprechen, obwohl es eine logische Konsequenz ist, wenn man 16 Spiele ohne Sieg dasteht, sich mehrere Klatschen einfing, viel zu oft während eines Spiels auf offensichtliche Probleme wenig bis gar nicht reagierte und beinahe teilnahmslos sich das Spetakel ansah, und immer wieder die gleichen Fehler und Probleme sah, manchmal in viel schlimmerer Form, dann ist der Trainer mindestens in einer Mitschuld. Es sei, fast der komplette Kader hat sich zur einer Einheit verschworen gegen den Trainer spielen zu wollen. Doch diese Verschwörungstheorie fällt in ungefähr die gleiche Schublade als wenn Bill Gates Schuld hat.


Ich finde es gut dass Du zum Ende relativierst, hat mich beim Lesen durchaus etwas zweifeln lassen zwinker.
Woher nimmst Du, dass die Mitschuld nicht an Wagner haftet - oder besser: Dass dies versucht wird so darzustellen? Die Aufzählung wirkt mir etwas zu gewollt und gleichermaßen höchst subjektiv bis spekulativ (Deutung der Teilnahme am Spielfeldrand etwa).
Ich denke nicht dass Wagner drastische Fehlentscheidungen getroffen hat. Die Torwartfrage war eklig, die Umkehr auf Defensive Stabilität (besser: der Versuch) nach der Corona-Pause, gelegentliche Wechsel oder Interviews. Das alles sind sub-optimale oder verkehrte Entscheidungen. Meines Erachtens aber nichts was mich daran zweifeln lässt dass er als Trainer eine Zukunft haben sollte.
Denn die größte Last und Hypothek war mEn ganz klar die brutale Verletzungsorgie unseres Kaders. Ob es nun besser hätte gehandelt werden können oder nicht, ist mEn gerade nicht mal so wichtig.


Zitat von RGB277740
Und solange der Sportvorstand uns kein Bild liefert, weshalb er Wagner so vehement aus der Schusslinie nimmt oder nehmen kann, ist eine weitere Zusammenarbeit für einen Fan einfach fahrlässig.
Fehler kann man verzeihen, dann weiß man wie man es besser machen kann, doch dafür muss man sie auch erstmal erkennen und das Bild muss uns erstmal jemand vermitteln.

Momentan sind alle anderen Schuld, der Trainer nicht. Das ist unglaubwürdig oder pure Inkompetenz. Und solch ein Bild wird uns bis Dato einfach vermittelt.


Den ersten Teil gehe ich sogar mit und ich erwarte auch noch einige deutliche Ansagen als Retrospektive zur Saison. Denn trotz allem Optimismus in meiner Natur sehe ich auch eine katastrophale Leistung in der Rückrunde - ungeachtet der Umstände. Aber ich erwarte die Analyse eben adressiert an jeden Beteiligten.
Ich gehe davon aus, dass dies auch noch öffentlich kommuniziert werden wird.

Dem zweiten Teil würde ich klar widersprechen. Sicherlich stellt sich Schneider auf diese Art auch vor die Person die am ehesten angeschossen wird. Wenn man intern die Auffassung vertritt - kollektiv - man erkenne die Probleme oder ist sich im Klaren darüber wo es hakt, und hierbei ist es nicht der Trainer per se.. dann muss man mEn handeln wie zuletzt getan.
Davon ab halte ich es nicht für so deutlich dass man versucht Wagner von Schuld freizusprechen, man übersteuert allerdings unbestritten in die andere Richtung um Gegenzulenken.

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"Once you realize what a joke everything is, being the Comedian is the only thing that makes sense."
David Wagner [ehem. Trainer] |#194
01.07.2020 - 13:42 Uhr
Habe nichts von dieser PK erwartet und bin dennoch enttäuscht.

Ich finde man macht es sich viel zu einfach immer von einer Saison zu sprechen die 2/3 "großartig" war und 1/3 der "richtig" schlecht war.

Meiner Meinung nach waren 1/3 richtig gut - Teamgeist, spielerische Weiterentwicklung und das Pressing haben gestimmt. Der Teil hat, unabhängig von den Ergebnissen, endlich mal Hoffnung gemacht, dass es vor allem spielerisch bergauf geht.
Zum ersten Mal seit langem hatte ich, vor der Saison, das Gefühl dass es auch den Fans jetzt erstmal wichtiger ist spielerisch voranzukommen und der Tabellenplatz zunächst zweitrangig ist.
Wie gesagt, das erste Drittel war wirklich gut, Wagner hat vieles richtig gemacht. Muss man ihm zugestehen.

Das zweite Drittel war dann okay. Es kam der erste Break. Die Energie war nicht mehr so da wie am Anfang, spielerisch ging es da schon bergab und es kam mir persönlich so vor als wäre der frische Wind jetzt erst mal weg.
Kein Problem, in einer Entwicklung wird es immer Rückschritte geben. Dazu ein junges Team. Völlig verständlich.
Eine wichtige Ursache sehe ich aber auch hier bei Wagner: Die Gegner haben sich auf uns eingestellt, standen deutlich tiefer und das hat es uns schwer gemacht. Wagner hat hierauf aber nicht reagiert und da fehlt einfach der Plan B.
Ein Beispiel ist sicherlich der Spielaufbau über Mascarell, der ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr nötig war und sogar irgendwann albern wurde. Wir wurden gar nicht mehr so hoch angelaufen. Es war also eine reine Verschwendung ihn nach hinten zu ziehen und eine Anspielstation weiter vorne weniger zu haben. - Nur als ein Beispiel für fehlende Anpassungen in der Phase.

Kommen wir zum letzten Drittel:

Ich glaube hier brauche ich gar nicht so viel sagen.
Ja die Verletzten sind eine Erklärung. Das die ein nicht zu vernachlässigender Punkt ist braucht man nicht abstreiten.
Ich frage mich nur, ob das 16 Spiele ohne Sieg rechtfertigt, mit einer Klatsche nach der anderen, mit einer Spielweise die teilweise einfach nur peinlich war und ob das auch die diversen, beschissenen Aussagen von Wagner rechtfertigt.

Nein.

Wagner wirkte zu der Zeit irgendwann ratlos, ohne Idee wie es anders gehen könnte und gab die Saison irgendwann auf. Er stand an der Linie teilweise als ginge ihn das gar nichts an.

Und eine Sache, eine Charaktereigenschaft die ich nicht leiden kann ist fehlende Selbstreflexion. Nicht einen Moment habe ich die bei Wagner vernommen.

- Verletzte
- Individuelle Fehler
- Dies und das

Ja mag alles stimmen aber wo sind deine Fehler, David? Was hast du falsch gemacht? Bei 16 Spielen ohne Sieg hast du keine Fehler gemacht?
Auch auf der heutigen PK keine Spur von Einsicht. Nein, er kündigt an nichts gravierendes zu ändern. Nach so einer Saison...

Wie gesagt, die Saison wird von Wagner und Schneider komplett falsch eingeschätzt. Nicht 2/3 waren großartig sondern 1/3 und das macht einen Unterschied von ~10 Spielen in der Wahrnehmung. Und das ist schon ein gravierender Unterschied.

Würde gerne viel mehr sagen, mehr Punkte weiter ausführen aber mir reichts grad erstmal.
Vom fehlenden Offensivkonzept und der Abhängigkeit von Einzelleistungen, welche große Punkte der Analyse sein müssten, ist noch nicht mal die Rede.

*sorry für sicher viele Rechtschreib -und Grammatikfehler. Am Handy in dieses Forum zu schreiben ist ein einziger k(r)ampf.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von OVOKN am 01.07.2020 um 13:46 Uhr bearbeitet
David Wagner [ehem. Trainer] |#195
01.07.2020 - 13:56 Uhr
Ein Trainer-(Team) hat immer eine gewisse Mitverantwortung, bei einer sportlichen "Talfahrt". Wie hoch diese zu beziffern ist, falls man das kann, sollte einem jeden selbst überlassen werden. Aber ich bin der Meinung, dass Wagner die Situation richtig einschätzt.

Ich entdecke im Fall Schalke einige Parallelel zu den Fohlen vor zwei Jahren. Es waren auch viele Verletzte zu beklagen und da gebe ich beiden Trainern (Wagner&Hecking) Recht. Es ist nicht nur das, was auf dem Feld steht. Man muss auch die Spieler berücksichtigen, die am Training teilnehmen.
Und wenn ein Sturm, gegen eine Verteidigung trainieren darf, die nicht das Niveau der Top Drei in einer Mannschaft hat, sieht das im Training vielleicht toll aus, aber gegen "richtige" Verteidiger des Gegners schon wieder Grotte aus.
Heißt, wenn ein Raman, oder Burgstaller gegen einen Becker, Kabak oder Ocipka als IV trainieren muss ist das für den etwas anderes, als wenn er gegen einen Stambouli, oder Sané agieren darf.
Die Trainingsqualität ist eine ganz andere.
Und wenn ein Trainer 14 "gestandene" Bundesligaspieler zur Verfügung hat, wobei da ja schon mit U23 aufgefüllt war, davon zwei Torhüter sind, ist der Konkurrenzkampf nicht grade groß.
Verletzungen in dem Maße, wie Schalke sie zu verkraften hatte, gehen auch anderen Teams an die Nieren.

Das Funktionsteam um Reha und Fitness wurde durch Schlumberger im Winter ja bereits erweitert. Glückwunsch zu dem Mann. Der ist gut. Nach unserer "Verletztensaison" haben wir den extra installiert. Aus familiären Gründen dann aber Richtung Schalke ziehen lassen.
Das wird auch Schalke dann nicht mehr so schnell passieren, dass so viele Stammspieler ausfallen.

Die erste 11 bei Schalke war eine klasse Mannschaft. Aber der zweite Anzug passt scheinbar gar nicht. Da gilt es irgendwie nachzubessern.
Da würde ich mir als Beispiel Union Berlin nehmen. Zwei, drei erfahrene Hunde, die vorangehen und dann junge Hüfper, die geil auf "Maloche" auf dem Feld sind. dann sollte das drin sein. Wie sich die Finanzen dann entwickeln muss man abwarten. Aber dann gesund wachsen und nicht bei der nächsten "Herzensmeisterschaft" abheben und es erzwingen wollen. Die CL ist für die meisten Vereine außer eurem Erzrivalen und den Bayern kein Selbstläufer.

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Bunt ist das Dasein und granatenstark.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Gribsy am 01.07.2020 um 13:58 Uhr bearbeitet
David Wagner [ehem. Trainer] |#196
01.07.2020 - 14:29 Uhr
Es gibt für mich aus der heutigen PK zwei wesentliche Erkenntnisse, zu denen Wagner offensichtlich gekommen ist in der Analyse:

- Er selber übernimmt zwar die Verantwortung für die guten und die schlechten Phasen, aber viel ändern muss er nicht, wie er gleich zweifach wiederholte. Lediglich kleinere Anpassungen hier und da seien notwendig.

- Wenn er seine 12-13 Stammspieler topfit zur Verfügung hat, geht es wieder ab. Dann hoffen wir mal, dass wir diesmal nicht so viele Verletzte haben und Leuthard einen guten Job macht.


Alles in allem mega-enttäuschend. Auch von Schneider, der wieder mal die Leichtathletik-Schiene fuhr, indem er ausführte, dass man in der Hinrunde in vielen Kategorien oben mit dabei gewesen sei. Die für ihn wichtigen Kategorien waren abgespulte Kilometer, Sprints und intensive Läufe, Zweikämpfe. Torschüsse oder gar Qualität der Torchancen, Passquoten, etc., das scheint weder für Herrn Schneider noch für Herrn Wagner von übergeordneter Bedeutung zu sein. In diesen Kategorien waren wir nämlich schon am Ende der Hinrunde in der unteren Tabellenhälfte.

Und wenn dann noch der Hinweis kommt, dass das Schalke von heute nicht mehr das Schalke von vor zehn Jahren ist und dementsprechend die Anspruchshaltung angepasst werden muss, dann wird da schon unterschwellig der Eindruck erweckt, dass man nächste Saison froh ist, wenn man irgendwo zwischen Platz 9 und 13 rumpimmeln kann ("konsolidieren" nennt man das dann wohl). Hauptsache, der Rasen brennt. Aber auch nur, wenn die absolute Kernmannschaft zur Verfügung steht und fit ist.

Habe auch absolut nicht verstanden, was die die ganze Zeit von einer 2/3 guten Saison gefaselt haben (nur vier Niederlagen in 25 Spielen - ja, aber auch nur 12 Siege). Sehr beklemmend, dass die in ihrer Analyse offensichtlich andere Schwerpunkte gesetzt haben als jeder normal denkende Mensch.


Hätte mir echt gewünscht, dass die Journalisten da mal etwas mehr ***** in der Hose gehabt hätten und fragen, ob nicht auch an der Herangehensweise gegen Mannschaften wie Düsseldorf und Augsburg etwas geändert werden muss, ob neben dem ganzen Gerenne nicht auch fußballerische Komponenten auf dem Platz sichtbar sein müssen, also sowas wie einstudierte Laufwege, Fähigkeiten am Ball, etc., ob in Krisenzeiten vielleicht auch andere Maßnahmen angezeigt sind, als sich hinten zu verbarrikadieren und auf 25% Ballbesitz zu spielen. Ich bin so fertig mit dem Verein, das kann man sich echt nicht vorstellen sad

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"Der Sieg ist nur ein Bonus."
David Wagner [ehem. Trainer] |#197
01.07.2020 - 15:55 Uhr
Zitat von suarez04
Ich kann mittlerweile nur noch schmunzeln über die Aussagen einiger Leute. Da wird also gefragt warum er entlassen werden soll.

Wir haben einen Trainer, unter dem wir 16 Bundesligaspiele nicht gewonnen haben, mehrere Klatschen kassiert haben und der Höhepunkt ist, dass der Mann sich dann auch noch vor die Kameras stellt und Dinge von sich gibt wie, dass momentan eben nicht mehr möglich sei mit der Mannschaft und das wir gezwungen wären so zu spielen. Und genauso spielt die Mannschaft auch. Sie geht ins Spiel rein und lässt sich abschlachten.

Jeder Bundesligist hätte diesen Mann schon längst gefeuert.

Und eine Sache noch. Diejenigen, die die sich erhoffen, irgendwann einen dauerhaft offensiven und attraktiven Fußaball unter Wagner zu sehen, leben in einer Parallelwelt.

Ich habe das nachgefragt, nenn mich ruhig beim Namen.
Ich wollte eine Erklärung haben, um deine Argumente nachvollziehen zu können. Denn nur dann kann man deine Meinung kritisch hinterfragen, statt sie nur anzugreifen. Dann kann man auf Basis von Fakten diskutieren und nicht über Interpretationen und Meinungen.

1. Es würde also einen Unterschied machen, hätte Wagner zwischendurch 2 Spiele gewonnen, sodass die Serie gerissen wäre, auch wenn die Punkteausbeute am Ende gleich geblieben wäre?

2. Sind die Umstände des Zustandekommens dieser Serie für dich in irgendeiner Weise relevant oder begnügst du dich mit der bloßen Zahl 16 als Spiele in Folge ohne Sieg?

3. Die Klastchen (mindestens 4 Gegentore) waren gegen Bayern, Leipzig, Dortmund, Wolfsburg und Freiburg. Bei den ersten drei Gegnern ist auch eine Klatsche immer möglich, auch in Bestbesetzung. Die letzten beiden waren an den letzten beiden Spieltagen und mit einem verbliebenen Rumpfkader.

4. Er hat davon gesprochen, dass die Mannschaft in der Zusammenstellung den eigentlich geplanten Fußball unter den gegebenen Umständen nicht erfolgsstabil umsetzen kann. Was ihm gerne vorgeworfen wird, er habe explizit den Spielern die Qualität abgesprochen; hat er nicht.

5. Eine verletzungsgeplagte Mannschaft ohne Selbstvertrauen schränkt die Möglichkeiten eines Trainers ein. Wechselndes Personal, unerfahrene Spieler und fehlende Sicherheit sind Gift um eine Spielweise einstudieren zu können. Im Kader waren auch ohne Ausfälle Schwachstellen vorhanden. Einige Spieler wie Serdar, Harit, Mascarell, Kenny und mit Abstrichen Oczipka sind nicht gleichwertig ersetzbar gewesen.

6. "Die Mannschaft ließ sich abschlachten" ist eine Kritik an den Spielern oder am Trainer? In welcher Weise hätten Spieler und Trainer reagieren sollen, um ein "abschlachten" zu vermeiden? Welchen taktischen Ansatz hätte man wählen sollen, um dies abwenden zu können und weshalb wäre er erfolgsversprechend gewesen? Fehlender Einsatzwille ist aus meiner Sicht schwer zu diagnostizieren. Dazu müssten bewusst Laufwege und Zweikämpfe verweigert werden. Ohne ein kollektives Konzept bringen aber auch einzelne Statistiken wie Laufdistanz, Anzahl Sprints, Zweikampfquote und ähnliches nur wenig Mehrwert.

Den Vorwurf den man Wagner machen kann ist, dass er es nicht geschafft hat einen Plan B zu entwickeln, der konsequent umgesetzt werden konnte und Erfolg versprach. Gemessen an den Umständen war diese Aufgabe aber sicherlich keine leichte.

7. Es ist völlig egal was andere Bundesligisten machen oder gemacht hätten! Bremen hat zudem an Kohfeld festgehalten, obwohl der mit Bremen durch die gesamte Saison taumelte. Die Hertha hat Klinsmann als Trainer verpflichtet, was ein Scheitern mit Ansage war.
Es ist entscheidend zu welchen Überzeugungen man kommt und das man zu diesen steht, auch wenn es öffentlichen Gegenwind gibt. Der Automatismus, dass Misserfolg konsequent zeitnah eine Entlassung nach sich ziehen muss ist ungesund für den Sport. Und eine Analyse rein auf Basis von Ergebnissen ohne Einordnung des Kontextes ist unprofessionell.
Damit sage ich nicht, dass Wagner zwingend Trainer bleiben muss, sondern nur, dass seine Ablösung mit mehr begründet sein sollte als einem Verweis auf die Ergebnisse der Rückrunde.

8. Diejenigen, die Wagner "in Schutz nehmen" sind nicht zwingend der Meinung, dass Wagner ein sehr guter Trainer ist und das er uns spielerisch ins neue Sphären heben wird. Was ich viel mehr vernehme ist ein Relativieren der Absolutheit, in der hier einige User ihre Urteile fällen. Ein Hinterfragen, ein ins Detail gehen. Wenn du glaubst die Diskussion bestünde zwischen Wagner-Jüngern und Wagner-Hatern, dann unterliegst du einer Fehlwahrnehmung. Wenn ein Mob einen Verdächtigen lynchen möchte und einige sich dem entgegenstellen und ein faires Gerichtsverfahren fordern, dann fordern sie nicht die Freilassung/-sprechung des Verdächtigen, sondern eine faire Verhandlung.

Wenn du in einem Diskussionsforum kein Interesse an dem Austausch von Argumenten hast und widersprüchliche Meinungen nicht respektieren kannst, dann ist das vllt nicht der richtige Ort für dich.
David Wagner [ehem. Trainer] |#198
01.07.2020 - 18:24 Uhr
Enttäuscht bin ich von den Verantwortlichen nicht, es war klar, dass sie einen eigenen Spießroutenlauf nicht noch selber durch unnötige Details befeuern. Wer keine Angriffsfläche bieten möchte, der formuliert eben möglichst vage und allgemein.

Enttäuscht darf man da eher von den Journalisten sein, deren Nachfragen schwach waren oder teils repetitiv.

Ich hätte Schneider und Wagner an deren Worten zur Antritts-PK "RB-Fussball, Heft des Handelns etc." Gemessen, konkret nach der Einschätzung einzelner Personalien (Schubert, Fährmann, Kutucu) gefragt und vor allem die Frage gestellt, wie man denn bitte das Problem der fehlenden Kaderbreite lösen soll, wenn man quasi kein Geld hat und zum heutigen Stichtag 5 (?) Spieler den Verein verlassen haben, die eine größere Rolle als ein einfacher Jugendspieler gespielt haben.

Auch hier Stelle ich die These auf, dass eine Runde aus 7-8 erfahrenen Usern das nicht schlechter gemacht hätte.

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FC Gelsenkirchen-Schalke 1904 e.V.
David Wagner [ehem. Trainer] |#199
01.07.2020 - 22:20 Uhr
Eigentlich hätte er heute auch zuhause bleiben können.

Aber sehr schön, dass man nun die knallharte Analyse durchgezogen hat und wir nun alle wissen, wo die wahren Probleme lagen. Gut, dass es am Ende doch nur die vielen Verletzten waren, ich dachte nämlich schon, wir hätten richtig tiefgreifende Probleme. Dann hätten wir nämlich noch über einen neuen Übungsleiter, Sportpsychologen und ähnliches diskutieren müssen. Puh, nochmal Glück gehabt.

Schön, dass ein neues Physio-Team reicht, um wieder ordentlich zu performen. Und nicht nur ein Neues, nein ihr Lieben, das Beste! Damit war für den VFB sogar die Champions League drin und Wolfsburg haben die zum Meister massiert. Was für ein kluger und weitsichtiger Kniff, die jetzt für Schalke zu verpflichten. Ich bin schon richtig euphorisch. Endlich keine Verletzten mehr! Vielleicht wächst dem Serdar sogar ein neuer Zeh. Ich wusste doch immer, dass unsere Physios richtig kacke sind. Die hätten schon lange weg gemusst. Eigentlich könnten unsere ehemaligen Busfahrer die doch jetzt nach Hause fahren. Das wäre doch eine feine Geste, so für's Leitbild halt.

Und meine Güte, was wäre das für eine geile Saison geworden, wenn der nervige Corona nicht gewesen wäre. Auf Schalke war der auch viel, viel schlimmer als bei den anderen Teams. Über zwei Drittel haben wir mega performt und was wäre noch alles möglich gewesen, wenn dann noch die Stürmer getroffen hätten. Nicht auszudenken.

Auch gut, dass es laut der intensiven Analyse nicht an der Einstellung und Mentalität lag. Ha, in der Sache sind wir wohl doch die Nummer 1 im Pott. Nicht dass der Watzke noch auf die Idee kommt unsere Mentaltainer zu holen. Im Coaching macht uns eben keiner was vor.

Zuzugeben in der Winterpause nur Grütze zu verpflichten macht auch nix. Kann ja jedem mal passieren. Die kann man dann wenigstens ordentlich kritisieren. Sind ja eh nicht mehr da, die Loser.

Naja, wichtig ist nur Ruhe zu bewahren. Ganz viel Ruhe. Ich denke, wenn in der zweiten Liga gegen Sandhausen und Co. nicht mehr ganz so viele Fans ins Stadion kommen, ist es auch viel besser und es lässt sich schön in Ruhe am stabilen Fundament arbeiten. War eh immer viel zu laut und zu kritisch in der ollen Bolzplatzhalle mit den ganzen erfolgsverwöhnten Dauernörglern.

Neues oder altes Motto, hmm, weiß ich gar nicht so genau. Auf jeden Fall Leitbild leben und ganz viel Transparenz. Vertrauen wiederherstellen. Wieder was in Sachen Marketing gelernt, von unserem Leitbild Creative Managing Director Specialist und General Functionality Improver.

Aber ist ja auch alles egal, der zwei Drittel Performer macht das schon. Ich bin schon gespannt, welche von den beiden erwähnten Mannschaften dann nächste Saison auf dem Platz steht. Ich hoffe, die hat dann wenigstens noch die schönen blauen Trikots an, dass ich wenigstens optisch noch erkennen kann, wenn da mein Schalke spielt.

Gut ist natürlich auch, dass unsere russischen Leitbild und Transparenz Freunde, bis auf weiteres, auch weiter an Bord bleiben, sonst hätte man ja noch einen neuen Sponsor suchen müssen. Das wäre doof, weil dieser schon so perfekt zum Verein passt. Und wer hätte sich ausmalen können, dass das schäbige Schalke Image jemals auf das glanzvolle Gazprom abfärbt. Utopisch! Atombusig!

Allerdings haben wir mit dem neuen Auftrag Klassenerhalt endlich den richtigen Trainer für unsere ambitionierten Ziele. Eine richtige Schalker Kampfsau. Das passt schon.

Die neue Idee von unserem netten Schlarmann Dutzer Jochen finde ich auch richtig clever. Man schaut sich seinen Coach an und kommt zum Schluss: Der packt höchstens Mittelmaß, genau wie ich, der isses! Freunde, genau so kommt man langfristig wieder nach oben, ich bin absolut überzeugt. Kontinuität ist einfach das GEilste!

Erwartungen klein halten klappt auch immer gut in der Familie, wenn der faule Sohnemann wieder nur Fünfen nach Hause bringt. Dann muss man nicht lernen und Druck machen, damit er sich verbessert, sondern einfach nichts mehr erwarten von seinem Sprössling. Alles gut, man liebt ihn ja trotzdem.

Warum also nicht auch auf Schalke? Danke lieber Vorstand, ihr habt mir die Augen geöffnet. Auf jeden Fall wird jetzt wieder alles gut. Da bin ich sehr beruhigt.

PS: Es könnte Sarkasmus in diesem Beitrag zu finden sein. Jedoch wurde er sehr transparent platziert.

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FC Schalke 04 --- 1. FC Nürnberg --- FC Würzburger Kickers --- Celtic FC

Danke Jens! Danke Benni!
David Wagner [ehem. Trainer] |#200
02.07.2020 - 00:16 Uhr
Zitat von BOCKMOCKL
David Wagner hat mich in keinster Weise überzeugen können. Der Ankündigung "Wir wissen woran es liegt" folgte letztendlich ein Verweis auf die vielen verletzten Spieler und die verbesserungswürdige Arbeit der "Fitness- und Reha-Abteilung (Konsequenzen wurden dort bereits gezogen). Da auch der Kader nicht homogen war spielte man also zwangsläufig eine miserable Rückrunde.

Ich frage mich momentan ernsthaft welcher Trainer mit unserer Truppe weniger heraus geholt hätte. Was hat uns der "Angsthasenfußball" z.B. gegen Bremen oder Düsseldorf gebracht? Eine verunsicherte Truppe braucht einen starken Trainer und keinen, der die verbliebenen Spieler schwach redet oder ihnen die Qualität abspricht.

Auch nächste Saison können Spieler ausfallen, erleben wir dann einen anderen David Wagner mit Leidenschaft, Überzeugung, Mut der die Mannschaft stark redet und den Glauben an eigene Stärke vermittelt?

Wagner ist Schneiders Mann und hat noch zwei Jahre Vertrag, wir haben zur Zeit extreme finanzielle Schwierigkeiten. Mögliche Alternativen sind dünn gesät und die Fans haben aufgrund der Corona-Krise keinen Unmut im Stadion äußern können - das dürften die Hauptgründe sein, dass DW weiter unser Trainer ist. Vielleicht ist der richtige Weg, den Schneider einschlägt, (starke) Zweifel sollten aber geäußert werden dürfen. Falls diese falsch sind - umso besser.

Wagner soll/muss gerade in unserer bedrohlich schweren Phase der starke Mann sein, der voran geht und nicht der Ausreden suchende lethargisch wirkende Überleiter, der ratlos wirkt. Er muss die Mannschaft zu einer Einheit formen, sie hinter sich bringen und ihnen vermitteln was es bedeutet für Schalke zu spielen.
Dafür sollte er sich mittlerweile persönlich bereits selbst hinterfragt haben.

1. Sind die Verletzten und die Arbeit der Fitnesstrainer und ein inhomogener Kader aus deiner Sicht keine relevanten Faktoren auf die Leistungsfähigkeit der Mannschaft gewesen? Welche weiteren Punkte hast du hier erwartet, bzw. welche Faktoren wurden ausgeblendet?

2. Wagner hat den Spielern nicht die Qualität abgesprochen. Er hat auf den PKs gesagt, dass die Mannschaft in der Besetzung, unter den Umständen die eigentliche Spielidee nicht umsetzen kann. Das als Begründung für die veränderte Spielweise angeführt und damit erklärt, wie diese zustande kommt. Es ist da sehr viel schief gelaufen und am Ende trägt Wagner dafür die Verantwortung. Aber nur weil es schlecht lief, bedeutet dies nicht, dass hieran der Trainer Schuld ist. Der Trainer kann Einfluss nehmen, aber der Einfluss ist begrenzt. Zumindest existieren auch weitere Einflussfaktoren und einige davon kann der Trainer nicht oder nicht gezielt beeinflussen.

3. In der Hinrunde hatten wir bereits einige Ausfälle, darunter mit Stambouli einen ganz entscheidenden Charakter für die Mannschaft. Davon hat sich Wagner zu dem Zeitpunkt nicht verunsichern lassen, sondern hat den Kurs weiter vorgegeben. Es wird wieder Verletzte geben, aber hoffentlich nicht so viele gleichzeitig und hoffentlich kann der Kader angepasst werden und so mögliche Ausfälle besser kompensiert werden.

Das ab einem gewissen Zeitpunkt Resignation einsetzte und die Überzeugung das Ruder herum reißen zu können nicht mehr erkannbar war stimmt aber.

4. Finde ich fair, dass du zugestehst, dass du dich in deiner Einschätzung irren kannst und stimme dir zu, dass bezüglich der weiteren Zusammenarbeit mit Wagner Skepsis durchaus begründet ist und kritische Stimmen erlaubt sein müssen. Bei der Begründung der weiteren Zusammenarbeit sehe ich es aber anders. Die Trainerposition ist die wichtigste Position im Verein. Hier bewusst einen Trainer zu dulden, von dem man nicht überzeugt ist, ist auch angesichts von schwierigen Finanzen fatal. Sollten die Finanzen so gruselig aussehen, dass wir einem Trainer dem man nur noch eingeschränkt vertraut keine Abfindung gezahlt werden kann, dann haben wir definitiv noch größere Probleme.
Aus meiner Wahrnehmung scheint Wagner immer noch die Grundidee der angedachten Spielphilosophie abzubilden und deshalb steht man zu ihm. Wagner steht für aggressives Pressing und laufintensives Spiel. So wie ich es verstanden habe soll das letztlich die DNA der Mannschaft sein. Solange die Verantwortlichen der Meinung sind, dass Wagner die Mannschaft erreicht und es keinen zwischenmenschlichen Bruch gab, sehe ich diesbeüglich keinen Grund Wagner zu entlassen.

5. In der Hinrunde hat es Wagner geschafft seine Spielidee recht schnell zu implementieren und da hat auch die Mannschaft allem Anschein nach gut mitgezogen. Grundsätzlich ist es Wagner also zuzutrauen, die Mannschaft zu führen und eine Einheit zu bilden. In wie weit in dieser Hinsicht die grausige Rückrunde Spuren hinterlassen hat, ist von außen schwer einzuschätzen. Dazu müsste man die interne Kommunikation kennen und wissen wie das Verhältnis zwischen Spielern und Trainer ist.

Es wird spannend in der nächsten Saison. Einerseits sehe ich schon das Potenzial, dass wir mit Wagner wieder in die Erfolgsspur finden, anderseits besteht doch ein ernstzunehmendes Risiko, da die Rückrunde Wagners Standing bei großen Teilen des Fans vermutlich nachhaltig beschädigt hat. Solange sich unsere Verantwortlichen aber bewusst und aus Überzeugung zu diesem Weg entschieden haben, sollten wir Fans ihn mittragen. Skepsis und Kritik ist damit aber nicht verboten. Schalke wird seine Fans brauchen, um eine positive Entwicklung angehen zu können. Wenn wir mit Wagner scheitern, sind die Verantwortlich genau das, was die Bezeichung aussagt: verantwortlich.
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