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David Wagner
Geburtsdatum 19.10.1971
Alter 54
Nat. Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten
Funktion Leiter der Nachwuchsabteilung
Akt. Verein RB Leipzig

David Wagner [ehem. Trainer]

09.05.2019 - 21:25 Uhr
David Wagner [ehem. Trainer] |#221
19.08.2020 - 08:40 Uhr
Zitat von McCafe
Trainerwechsel jetzt sofort !


Okay, dann alle Trainer der letzten 7 Jahre nochmal durch in umgekehrter Reihenfolge? Oder alphabetisch sortiert?

Hast du in den letzten Jahren nichts gelernt? Kannst du mir sagen, was nach den vielen Trainerwechseln besser geworden ist?

Vielleicht ist das Problem nicht der Trainer, sondern die Erwartungshaltung von Leuten wie dir! Was erwartest du von einer Mannschaft, die in der Rückrunde 9 Punkte geholt hat? Dass sie 1,5 Monate nach dem letzten Spiel in einer völlig zusammengewürfelten Mannschaft alle Testspiele gewinnt?

Es heißt "Testspiel" und das hat einen guten Grund. Für den verwöhnten Zuschauer gibt es nur Siege und wenn man verliert, dann muss jemand Schuld sein und es muss Konsequenzen geben. Das ist pure Unterhaltung für dich, wenn du das Spiel schaust. Es geht dir nicht mal um den Sport, sondern nur darum, dass DU unterhalten wirst und DEINE Mannschaft gewinnt.
Für einen Trainer geht es in Vorbereitungsspielen um Erkenntnisse über die Mannschaft, darum Dinge auszuprobieren und vielleicht auch mal Dinge zu erkennen, die man so nicht wieder machen sollte - völlig losgelöst von Ergebnissen. Das ist der Sport Fußball, das wird dir jeder halbwegs gebildete Coach sagen können. Aber offenbar ist das an dir völlig vorbeigegangen.

Natürlich lese ich ungern "Schalke blamiert sich" oder "5 Gegentore der Krisen-Schalker gegen Verl". Und natürlich bin ich der Meinung, dass man diese Spiele nicht verlieren MUSS. Aber Auskunft darüber, ob Wagner gute oder schlechte Arbeit leistet oder die kommende Saison gut oder schlecht wird, gibt das alles mit Sicherheit nicht. Und auch das hättest du in den letzten Jahren durchaus lernen können.

Erinnert sich jemand an das Vorbereitungsspiel des FC Bayern gegen den 1. FC Nürnberg vor 7 Monaten? Der FCN hat die Bayern an die Wand gespielt und 5:2 gewonnen, wir haben alle herzlich gelacht und alle glaubten, den FCB kann man für den Rest der Saison vergessen.
Einer der beiden Vereine hat das sensationell Triple vor Augen und der andere hat die Relegation zwischen zweiter und dritter Liga durch die Auswärtstorregel gerade so gewonnen - ich verrate aber nicht wer wer ist. Allein an diesem Extrembeispiel kannst du doch wohl merken, dass Testspiele nicht zur Bewertung der Trainerarbeit dienen, oder?

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Fußball wird gespielt, um Ergebnisse zu erzielen, aber Ergebnisse sind nicht immer der beste Maßstab in der Bewertung
David Wagner [ehem. Trainer] |#222
19.08.2020 - 10:28 Uhr
Das Schöne an der ganzen Geschichte ist doch, dass sich Wagner jetzt wunderbar hinter der finanziellen Situation verstecken kann. Dazu wahrscheinlich mit McKennie eine weitere große Stütze der Mannschaft verkauft werden musste.
Ich hab ja wirklich viel Phantasie, aber wie man nach den Auftritten der letzten Monate inkl. der letzten Testspiele auch nur einen Funken Hoffnung auf Besserung haben kann, erschliesst mir noch nicht. Gerade nach 16 nicht gewonnen Spielen in der BL will ich als Trainer auch jedes ver.dammte Testspiel gegen Drittligisten gewinnen, damit die Jungs endlich mal wieder Erfolgserlebnisse feiern und Selbstvertrauen tanken. Mit solchen Spielen wie gestern fallen die Köpfe nur noch weiter runter von der Brust auf mittlerweile Kniehöhe.
Auch um das Umfeld und die Fans, die die Spiele aktuell nur noch mit Kopfschütteln und Galgenhumor verfolgen, wieder einzufangen, wäre eine erdolgreiche Vorbereitung und dazugehörige Spiel wichtig gewesen. Vorbereitung hin oder her, Niederlagen gegen Dritt- oder Viertligisten bringen uns in der aktuellen Situation null weiter sondern beschleunigen nur die Abwärtsspirale.
David Wagner [ehem. Trainer] |#223
19.08.2020 - 10:37 Uhr
Kennt sich jemand mit dem Regelwerk aus? Zählt das auch für die Bundesliga?
Bei nicht antreten:
Das Spiel wird mit 2:0 Toren und drei Punkten für den Gegner gewertet. Zudem wird je nach Ligazugehörigkeit ein Ordnungsgeld für den Verein fällig, der nicht antritt. Das darf einer Mannschaft zwei Mal innerhalb einer Saison passieren. Beim dritten Mal erfolgt automatisch ein Ausschluss von dem Spielbetrieb.

Wäre das nicht ne Möglichkeit für den 1. Und 3. Spieltag? 0 Punkte und 0:4 Tore hört sich besser an als 0:9. Jedes Tor zählt am Ende. Und Wagner könnte an den freien Tagen, gegen einen Oberliga Verein nochmal Langholz üben.
David Wagner [ehem. Trainer] |#224
19.08.2020 - 20:53 Uhr
Zitat von JPM5282

Ich bitte um eine Erklärung:

Die dritte Liga soll am 18.09.20 starten. Heißt das nicht, dass Verl und KFC aktuell in der Vorbereitung sind? Also theoretisch genau so müde, wie unsere Mannschaft? Taktisch ähnlich viel Zeit aufgewendet haben?

Warum springt unser Trainer, angesichts der Darbietungen und Ergebnisse, nicht aus der Hose? Habe ich eine Regeländerung verpasst? Gibt es ab der neuen Saison Punkte für Sprints, Laufleistung, Zweikämpfe etc? Müssen die Gegner mehr Tore schießen, damit man gewinnt?


Ja, und wir sollten alle begeistert sein, denn: Zur neuen Saison soll das Portfolio entscheidend erweitert werden! Andersson ist der Spieler mit den meisten gewonnenen Kopfballduellen der Liga, der würde uns auch hier auf Anhieb auf die #1 setzen. Nicht auszudenken, was passiert, wenn die blinden langen Bällen endlich von seinem Scheitel in den Lauf von Raman und Uth rutschen, das ganze natürlich 50-60 Mal abzüglich Ecken, die wir ja mit Andersson und Sane auch dominieren würden. Dann hätten wir eine Anzahl an Toren mit denen wir in der oberen Tabellenhälfte landen sollten. Schade nur, dass dessen AK schon abgelaufen ist.

Egal, wenn endlich die lästigen Bentaleb, Rudy, Uth und am besten noch Harit weg ist, können wir uns 1-2 neue Supersprinter kaufen.

Vielleicht können wir aber auch jemanden ausleihen. Von nem großen Verein, der kann was. Todibo wurde ja auch direkt zum Spieler des Monats Februar gewählt und hat starke Ansätze gezeigt. Wenn der Spieler inmitten einer historischen Niederlagenserie ein Gegentor verschuldet, da er Leichtsinnig einen konstruktiven Ansatz im Spielaufbau wählt, kann man ihn pädagogisch wertvoll noch vor der ganzen Mannschaft in der Halbzeit auswechseln und nach dem Spiel im Interview diffamieren. Als Pädagoge sicherlich ein sinnvoller Ansatz bei einer Mannschaft ohne jeglichem Selbstvertrauen. Die Signalwirkung auf Barca und Co., Uns künftig Spieler auszuleihen, war natürlich auch "extremst" gut. Wenn DW mit Pöhler Cappy dann in der ersten Pokalrunde Anfang September erstmal Schweinfurt oder Burghausen ausgecoacht hat, ist die andere bayrische Supermacht auch nicht mehr weit entfernt.

Und das allerbeste? Wenn man da auch 0-5 kassiert, kann man wie in diesem Jahr als Entschuldigung anführen, dass dies "im Mannschaftsgefüge" ja was kaputt gemacht habe und deshalb noch ein paar Spiele verlieren.

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FC Gelsenkirchen-Schalke 1904 e.V.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von elias04 am 19.08.2020 um 20:55 Uhr bearbeitet
David Wagner [ehem. Trainer] |#225
20.08.2020 - 09:48 Uhr
Wenn Wagner jetzt entlassen werden würde hätte der neue Trainer keine drei Wochen Zeit bis zum ersten Pflichtspiel dann die ersten fünf Spiele wo drei " schwierige" Auswärtsspiele sind.
Sollte der neue Trainer auch mit nur 3 Punkten aus den ersten fünf Spielen starten geht der ganze Käse wieder von vorne los.
Ich bin von Wagner nicht überzeugt denke aber das es sinnvoll ist ihn jetzt noch zuhalten.
Nach den dritten Spieltag sind zwei Auswärtsspiele und das Heimspiel gegen Bremen gespielt.
Danach sollte man Abwegen wie die Mannschaft performt hat und ob es Sinn macht wirklich weiter zu machen. Dann kommt die Länderspielpause und das Heimspiel gegen Union, wo dem neuen Trainer etwas Zeit bleibt und der erste Gegner nicht unschlagbar ist.
Hinter den Kulissen sollte Schneider /reschke an einem Kader arbeiten und dann einen Trainer installieren der dem gewollten System der vorhanden Spieler entspricht.

Bei den ersten Tests unter Wagner sehe ich offensiv immer noch keine Handschrift und ich weiß nicht ob sich das bessern wird, ich denke nicht.
Er sollte vllt auch mal eine mögliche s11 beginnen lassen statt da aufzuteilen, gefühlt sind in jeder Mannschaft ( Hälfte 1 und 2 Hälfte stamm und eine Hälfte Bank)
Und sich auf ein System festlegen und nicht mit dem einen Material 4-4-2 breit und dem anderen die Raute.
Ergibt für mich keinen Sinn und das Team wird so nicht einspielen können
David Wagner [ehem. Trainer] |#226
20.08.2020 - 16:15 Uhr
Zitat von Leonidas89

Ich stelle jetzt mal einfach die Frage, was Wagner denn bisher auf Schalke und generell in seiner Vita vorzuweisen hat, was ein derartiges Vertrauen rechtfertigen würde, nachdem er diese historisch schlechte Saison verzapft hat? Mir fällt da offen gestanden wenig ein. Dass er mit Hudderfield aufgestiegen ist und die Klasse gehalten hat, ist jetzt auch kein Hexenwerk. Im Gegenteil. Eigentlich hat man doch regelmäßig überall in Europa Underdogs, die mal einen positiven Ausreißer haben.


Ich kann nicht für andere beschreiben warum man ihm das Vertrauen entgegenbringen sollte, manchem Fan reicht ein Klopfen aufs Wappen, anderen wiederum kann es kein Verlauf und kein Erfolg recht machen.
Dennoch kann ich nachvollziehen warum unsere sportliche Führungsetage durchaus weiter für ihn entscheiden würde, auch abseits eines Szenarios dass er schlicht alternativlos sei (was ich für unwahrscheinlich halte, angesichts der Möglichkeit bei wirklichen Zweifeln auf interne Lösungen zurückgreifen zu können).

Wagner hat mit einem nicht optimalen Kader (so wie jeder Trainer die letzten Jahre, da eben so viel Umbruch herrschte) eine gute Halbrunde auf Schalke gezeigt. Ergebnistechnisch und spielerisch war das absolut in Ordnung bis Zuversicht verbreitend.
Dann der Teil, weswegen ich diesen Beitrag überhaupt aufsetze, den Du versuchst mEn zu unrecht klein zureden. Was er mit Huddersfield geleistet hat war eben doch nah dran am Hexenwerk. Völlig für sich betrachtet waren der Aufstieg wie auch der Nicht-Abstieg absolut unerwartete Erfolgstorys. Im Startbeitrag habe ich noch einen Link zu weiteren Berichten etc. wo man nachlesen kann wie dramatisch es für die Premier League war einen Zwerg wie Huddersfield zu Besuch zu haben. Wagner hat mit seinem Team nicht zwei Jahre lang glück und Ausreißer nach oben gehabt, sondern mit einem Plan Erfolg generiert.
Das mag einem nicht passen um dafür etwas auf Schalke abzuleiten, aber - für sich - bleibt es mEn ein völlig legitimer Leistungsnachweis.

Was steht dem gegenüber? Eine der katastrophalsten Halbserien die wir bislang erlebt haben. Völliger Einbruch und Aufgabe mit einer beispiellosen Niederlagenserie.
Ich verstehe durchaus dass dies allein vielen Ausreichen mag um das Vertrauen verloren zu haben, mir reicht es nicht, da ich gesonderte Umstände erkenne die reichen um zu relativieren.

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"Once you realize what a joke everything is, being the Comedian is the only thing that makes sense."
David Wagner [ehem. Trainer] |#227
20.08.2020 - 17:25 Uhr
Zitat von siggi4peter
Zitat von Socke04

Dann der Teil, weswegen ich diesen Beitrag überhaupt aufsetze, den Du versuchst mEn zu unrecht klein zureden. Was er mit Huddersfield geleistet hat war eben doch nah dran am Hexenwerk. Völlig für sich betrachtet waren der Aufstieg wie auch der Nicht-Abstieg absolut unerwartete Erfolgstorys. Im Startbeitrag habe ich noch einen Link zu weiteren Berichten etc. wo man nachlesen kann wie dramatisch es für die Premier League war einen Zwerg wie Huddersfield zu Besuch zu haben. Wagner hat mit seinem Team nicht zwei Jahre lang glück und Ausreißer nach oben gehabt, sondern mit einem Plan Erfolg generiert.
Das mag einem nicht passen um dafür etwas auf Schalke abzuleiten, aber - für sich - bleibt es mEn ein völlig legitimer Leistungsnachweis.

Was steht dem gegenüber? Eine der katastrophalsten Halbserien die wir bislang erlebt haben. Völliger Einbruch und Aufgabe mit einer beispiellosen Niederlagenserie.
Ich verstehe durchaus dass dies allein vielen Ausreichen mag um das Vertrauen verloren zu haben, mir reicht es nicht, da ich gesonderte Umstände erkenne die reichen um zu relativieren.


Aber wie passt dieser Plan zu Schalke?
Er hat mit Huddersfield als absoluter Underdog überrascht. Auch nicht ganz außer Acht lassen sollte man dabei, dass man nach dem Aufstieg -50 Mio in der Transferbilanz auszeichnen konnte und nach dem Klassenerhalt nochmal -38 Mio. Also auch keine Peanuts mit denen Wagner und Huddersfield da hantiert haben. Nach irgendwelchen großen Marktwert Gewinner oder Spielerentwicklungen muss man in Huddersfield auch suchen. Ein Kongolo hat Wagner für 20 Mio verpflichtet... aber das sollte bei der sportlichen Leistung auch nicht die Priorität sein.


Der Fairness wegen muss ich darauf verweisen in welchem Kontext mein Beitrag entstand. Und zwar deutlich, das habe ich mEn sogar irgendwo vermerkt, nicht als Legitimierung für alles was auf Schalke vor sich geht, sondern noch einmal einordnend die Leistung bei Huddersfield.
Meiner Auffassung nach hat Wagner das wichtigste und bedeutendste bei Huddersfield geschafft: Aufstieg und Klassenerhalt. Ich stimme Dir zu dass er nicht auch noch ein florierendes Fußball-Konstrukt, samt Marktwert-Maschine etc. aufgebaut hat. Das halte ich aber auch für einerseits überzogene Erwartungshaltung, als auch nicht in seinen Aufgabenbereich fallend.


Zitat von siggi4peter
Aber viel wichtiger, will Schalke einen Plan haben um gegen stärkere Gegner mal zu überraschen, wie eventuell gegen Leipzig in der Hinrunde, was definitiv kein Augenschmaus war, oder will man Schalke wieder in die Richtung bringen, wo man sich selbst sieht - im Internationalen Wettbewerb/oberen Tabellendrittel der Buli?

Ich habs in nem anderen Beitrag schon mal erwähnt, gegen die Hälfte der Liga ist Schalke in einem Spiel immernoch Favorit aufgrund vom Kaderwert, Gehaltsniveau etc. Da braucht es eine andere Herangehensweise als "das Spiel des Gegner zu zerstören" um da erfolgreich zu sein. Und die Gegner haben auch schon bei Tedesco relativ schnell erkannt, dass man uns einfach den Ball und die Verantwortung zuschieben muss um relativ ruhig durchs Spiel zu kommen.


Bei dieser Diskussion drehen wir uns seit geraumer Zeit im Kreis - was legitim ist und kein Angriff.
Meiner Meinung nach ist es zu viel erwartet in unserer Situation (x-ter Umbruch samt Austausch der gesamten Infrastruktur, Personaldecke und stetig schrumpfenden Kaderwert und Transferumsatz) bereits die großen Schritte in der Entwicklung der Mannschaft zu sehen. Die Schritte die wir gegangen sind (Etablieren eines griffigen Pressings mit ordentlichem Umschaltspiel) waren so in den Jahren vorher nicht erreicht worden (in der Kürze der Zeit).
Das ist ein Streitthema wo mEn nur die Zeit Antworten liefern wird. Alles bislang ist subjektive Bewertung, abseits der, wenigen, harten Fakten.

Zitat von siggi4peter
Der Erfolg in der Hinrunde war auch oft nur das durchsetzen der individuellen Klasse anstatt einem wirklichen Plan (bspw. Mainz, Augsburg). Und wir haben eben noch zu Großteilen einen Kader, der für die Championsleague zusammengestellt wurde, auch wenn man sich dazu entschieden hat Rudy z.b zu verleihen.
Und spielerisch verarmt unser eigenes Spiel zunehmend. Umschaltmomente und Selbstvertrauen aus einer eigenen Führung kommen seltener weil der Gegner wenig anbietet und dann plätschert man so dahin.
Die Spielanlage unter Wagner sieht es auch absolut nicht vor, einen Vorsprung mal über die Zeit zu bringen.

Die Hinrunde war gut aber zum Teil auch glücklich. Unser bestes Spiel gegen Gladbach zu Beginn der RR war hervorragend. Aber eigentlich kann man das fast aus der Wertung nehmen weil Gladbach nicht viel unternommen hat um unser Spiel einzuschränken. Sie haben uns unheimlich viel Platz gegeben und standen extrem hoch, was danach niemand mehr zugelassen hat.


Wie mehrmals in den letzten Monaten erwähnt: Rückblickend ist das sicher ein Trend den man so sehen kann, meines Erachtens ist es einerseits normal dass Spiele mal rein über individuelle Klasse gewonnen werden (das ist bei den "Großen" nicht anders) und angesichts der Zielsetzung und dem Entwicklungsstand hatte ich nie die hohen Erwartungen an das Team bereits im ersten halben Jahr unter Wagner völlig dominant aufzutreten. Die Kaderqualität hätte Europa ermöglichen können - hat dies eingangs auch - bis dann diverse Gründe dazu beitrugen dass es einfach nicht mehr gereicht hat.
Das mag jeder für sich gewichten, ich habe nur Probleme damit wenn jemand Gründe / Erklärungen versucht in Abrede zu stellen, weil die eigene Sichtweise dies nicht berücksichtigt.

Zitat von siggi4peter
Es ist halt etwas naiv einen Trainer zu verpflichten, der genau das umsetzt für das er bekannt ist (mit den gleichen Schwächen) um dann irgendwann zu sagen jetzt muss aber noch ein weiterer Schritt kommen um spielerisch auch die Favoritenrolle einnehmen zu können. Genau das hat man bei Tedesco nach dem ersten Jahr gemacht und bei Wagner in der Winterpause. Davon sieht man aber nichts erfolgreich umgesetztes.


Angesichts unserer jüngster Vita mit Trainern kann ich völlig nachvollziehen woher Du kommst mit dieser Aussage. Dennoch halte ich es für unpassend um final zu bewerten.
Meines Erachtens sind es einfach zu viele Störfaktoren um es am Trainer fest zu machen, dass wir wieder ohne die erhofften Ergebnisse dastehen. Ich war von dem überzeugt was Wagner angestoßen hat zur Hinrunde. Da war vieles dabei was man sich gewünscht hat. Vieles hat noch gefehlt und angesichts der kurzen Zeit im Verein und dem - zu Teilen - völlig unausgewogenen Kader war das doch zu erwarten. Natürlich blieb der nächste Schritt aus und stattdessen gab es nicht nur einen Dämpfer für die Euphorie sondern die Rückrunde war ein einziges Fratzengeballer für den geneigten Fan.
Wagner ist mEn nicht daran gescheitert den nächsten Schritt einfach nicht umgesetzt zu bekommen. Dem hat die Verletzungsmisere und Schalkes anhaltender Umbruch einfach nicht die ideale Grundlage geboten um ohne außergewöhnliche Arbeit erfolgreich zu sein. Kann ich ihm das ankreiden? Mag jeder für sich entscheiden. Ich finde es aber nach wie vor nachvollziehbar zu bewerten dass die äußeren Faktoren groß genug waren den Trainer nicht als ungeeignet abzuschreiben. Bei aller berechtigter Kritik und herausgestellten Fehlern.

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"Once you realize what a joke everything is, being the Comedian is the only thing that makes sense."
David Wagner [ehem. Trainer] |#228
20.08.2020 - 18:49 Uhr
Zitat von Leonidas89
Zitat von Runaway

Zitat von Leonidas89

Wen willst du denn hochziehen? Elgert!? Der hat in der Vergangenheit oft genug betont, dass er darauf keine Lust hat und das wäre auch das Dümmste, was man machen könnte. Cinel!? Zu schade und unerfahren. Den kann man lieber noch 2-3 Jahre Erfahrung sammeln lassen. Also bitte.

Ich will gar keinen hochziehen. Du hast die These aufgestellt, dass Schneider Wagner nur weitermachen lässt, weil wir kein Geld haben und ich habe die Antithese aufgestellt, dass das nicht der Grund sein kann, weil man zahlreiche Trainer im Verein beschäftigt, wenn wir wirklich so knapp bei Kasse sind, dass wir kein Geld für Tim Walter oder Alexander Zorniger übrig haben.
Fröhlich, Fröhling, Landgraf, Büskens... wirf einen Stein, es geht doch nur darum, dass man den Trainer ersetzt, von dem man weiß, dass er nichts kann.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass du das wirklich so glaubst.


Dass es nur darum geht, den Trainer zu ersetzen, ist deine These, nicht meine. Mir ist natürlich bewusst, dass du mir das nur unterstellst, um deine Antithese zu bekräftigen, dennoch recht dünn. Aber beim Thema „Wagner“ ist man das mittlerweile leider gewohnt.

Schneider dürfte bewusst sein, dass er seine eigene Fallhöhe mit dem Bekenntnis zu Wagner auf ein völlig neues Niveau gelegt hat. Denn schmeißt er ihn nun doch in der Vorbereitung oder kurz nach Saisonstart raus, fliegen ihm seine Aussagen um die Ohren. Ergo bleibt nur eins: Augen zu und durch. Schneider kann also nur hoffen, dass Wagner noch die Kurve bekommt. Denn installiert er nach Wagner die nächste Notlösung (1A Lösungen sind halt weder auf dem Markt noch finanzierbar) und diese floppt auch, dürften auch Schneiders Tage hier gezählt sein. Ergo kommen Namen wie Büskens, Walter und Konsorten natürlich nicht in Frage, aber das weißt du natürlich selbst.

Letztlich lässt sich nicht wegdiskutieren, dass wir unter Wagner die schlechteste Rückrunde der Vereinshistorie gespielt und eine nie dagewesene Negativserie aufgestellt haben. Ein solcher Trainer hätte bei 99 von 100 Vereinen nichtmal die Chance bekommen, so eine Serie aufzustellen. Und speziell bei uns ist das doch eine echte Rarität, denn Schneider fackelte bspw. auch bei Tedesco nicht lange. Und nun will mir jemand erzählen, dass man ausgerechnet in Wagner den Messias sieht, dem man die tiefsten Tiefen verzeiht und trotz anderer Optionen und vorhandenen finanziellen Mitteln, fröhlich weiter prutschen lässt!? Also bitte. Der rosafarbene Elefant steht im Raum und das nicht nur für mich: 0 Geld + 0 Alternativen = Irgendwie hoffen, das Wagner die eh schon drastisch runtergefahrenen Ansprüche irgendwie erfüllt, bis sich finanziell und personell Spielraum ergibt.

Kann man für Quatsch halten, ist für mich aber deutlich wahrscheinlicher, als dass Schneider und der Rest im
Vorstand in Wagner den Messias sieht, der das Schalker-Volk aus dem Jammertal führt.

Damit dir niemand etwas unterstellen muss, kannst du ja deine These nochmal in Kurzform wiederholen. Für mich klang das sehr nach "Wagner bleibt aus finanzieller Alternativlosigkeit Trainer". Weil wir weder das Geld für seine Abfindung hätten, noch Geld um einen Nachfolger holen zu können.
Und darauf ist das Gegenargument, dass wir Wagner beurlauben könnten (kein finanzieller Unterschied zum Status Quo) und einen bereits angestellten Trainer als Nachfolger installieren (ebenfalls keine finanziele Mehrbelastung) dann eben ein valides Argument. Zumindest, wenn man einzig den finanziellen Aspekt als Argument sieht. Das der Nachfolger natürlich qualifiziert sein muss ist klar. Neururer würde das wohl auch ohne Gehalt machen, aber eben auch ohne Kompetenz.

Du argumentierst übrigens auch gerne in Extremen. Niemand hat hier Wagner jemals als Messias angesehen oder angepriesen. Das stärkt deinen Standpunkt nicht, wenn du eine Gegenposition so verzerrst.

Wie kommst du denn zu deiner Einschätzung, der einzige Grund weshalb an Wagner festgehalten wird könne die finanzielle Situation sein? Weil du der Meinung bist, dass jeder andere Einflussfaktor ein eindeutiges Argument gegen Wagner darstellt?

Deine These impliziert, dass Schneider entweder wider besseren Wissens am Trainer festhält oder zu inkompetent ist, eine klare Fehlbesetzung zu erkennen. Andere Sichtweisen und Argumente scheinst du nicht zuzulassen. Bei der Bewertung der Hinrunde gehst du ins Detail, bei der Bewertung der Rückrunde reicht dir ein Gesamtfazit und du hälst eine genauere Analyse nicht für nötig.
Du nimmst letztlich eine Gewichtung vor, nämlich das die Rückrunde deutlich mehr Aussagekraft hat als die Hinrunde. Was für sich genommen nicht problematisch, sondern legitim ist. Für diese Sichtweise gibt es Argumente. Aber es gibt keine stichhaltigen Argumente, weshalb diese Sichtweise exklusiv richtig sein sollte.

Wagner hat in der Hinrunde innerhalb kürzester Zeit eine Spielweise implementieren können, die Wiedererkennungswert hatte, der Vorgabe des Vereins sehr nahe kommt und die, über die Hinrunde bilanziert erfolgreich war. Ja, mit einigen Problemen und Schwächen, aber das ist bei einer Entwicklung in den Anfangsstadien durchaus erwartbar. Es wurden Fehler gemacht und die Fehler hatten Folgen. Es gab aber auch äußere Einflüsse und auch die haben Konsequenzen gezeigt. Ich bin mir beispielsweise relativ sicher, dass der Ausfall von Stambouli eine herbe Schwächung war, weil er auf dem Platz sowohl spielerisch, taktisch als auch mental elementar war.
Wenn man ins Detail gehen möchte, weshalb die Hinrunde "erfolgreich" war, welche Ursachen es hat und wie groß Wagners Anteil daran war (im Gegensatz zu Umständen, Glück/Zufall), dann sollte man die selbe Sorgfalt auch bei der Rückrunde walten lassen.

Ganz allgemein gesagt: Wenn du die Argumente der einen Seite nicht gelten lässt, kann nur heraus kommen, dass die andere Seite im Recht ist. Nochmal: Deine Meinung darf so aussehen und du kannst sie begründen. Sie genügt aber nicht den Ansprüchen, um ihrerseits Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben zu können. Für dich subjektiv mag es so eindeutig sein, aber akzeptiere bitte, dass es das für andere nicht ist. Und sei dann offen für diese andere Perspektive. Wenn du dennoch im Recht bist, dann überzeug mit Argumenten. Das du durchaus diskutieren kannst und deine Meinung verständlich erklären kannst hast du bewiesen! Du hast es aber nicht nötig von der Sachebene abzuweichen, auch weil du durchaus gute Argumente auf deiner Seite hast. Nur der Absolutheitsanspruch der mitschwingt passt nicht.
David Wagner [ehem. Trainer] |#229
21.08.2020 - 01:18 Uhr
Eure beiden Reaktionen zeigen aber auch ein Problem mal wieder auf: Dieses schwarz-weiß und Lagerdenken ist bei vielen eben stark verbreitet.

Und nein, ich finde bei mir ist das nicht der Fall. Ich habe nicht geschrieben, dass jeder der Wagner negativ sieht dumm ist. Ich habe gesagt, dass viele hier alles positive Wagner grundsätzlich absprechen und alles negative ihm anlasten und diese Leute wollen die Welt nur brennen sehen oder brauchen einen Blitzableiter. Das ist eine schwarz weiß Ansicht und nicht besonders reflektiert. Wagner hat sowohl an der Hinrunde als auch an der Rückrunde seinen Anteil, das hat der Cheftrainer immer. Und sei es in der positiven Hinrunde "nur", dass er Mascarell und Harit neues Vertrauen gegeben hat und die Mannschaft so trainiert hat, dass sie ihn Frühform ist. Über seine Anteile kann man diskutieren, darüber ob es die individuelle Form nur war oder auch die - für mich sehr klar zu erkennenden Muster wie Pressing und umschalten - darüber kann man diskutieren. Aber grundsätzlich zu sagen: An dem guten war er nicht beteiligt - an dem schlechten ist er der alleinschuldige - ist eben schwarz weiß und böse Absicht. Mir dann zu unterstellen, ich würde jeden, der Wagner negativ sehen als dumm bezeichnen, ist eben auch wieder Lagerdenken und schwarz-weiß.

Genauso wie mich "pro Wagner" zu betiteln. Ich bin nicht grundsätzlich pro Wagner. Das gespiegelte Gegenteil zu den "Anti" Leuten hier wäre jemand, der meint alles positive läge an Wagner, er hätte diese schwache Mannschaft in der Hinrunde über ihrem Niveau gehalten und in der Rückrunde hätte er alles richtig gemacht, es wäre nur alles gegen ihn gelaufen. So habe ich aber null argumentiert, sondern ich habe es reflektiert gesehen und betont, dass er Fehler gemacht hat und ich mir auch unsicher bin, ob er noch lange hier Trainer ist. Ich war von seiner Verpflichtung auch nicht restlos begeistert. Roger Schmidt zum Beispiel hätte mit deutlich besser gefallen. Warum man dann, wenn man anerkennt, dass er sowohl gutes als auch schlechtes hier geleistet hat, als "pro Wagner" angesehen wird, erschließt sich mir nicht. Sicher, man ist mehr Pro als die Leute, die ihm jede Kompetenz absprechen und meinen er hätte nichts gutes gemacht, alles gute hätte nur seine schlechte Arbeit übertüncht, aber man ist dann nicht grundsätzlich "pro Wagner". Auch das ist schwarz - weiß denken. Nach dem Motto: Er sieht auch positive Sachen, oh er ist ein klarer Befürworter.

Auch, warum diese klaren Lager braucht, erschließt sich mir nicht. Weder bin ich - noch wahrscheinlich die meisten Leute hier - in dem Lager pro oder anti, sondern dazwischen. Sind unsicher, sehen positives und negatives und wägen ab. Dieses klare ingroup outgroup denken halte ich weder für zutreffend noch für insgesamt förderlich und vom Stil her korrekt.

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Seit Geburt 1997 Schalker. Erste Bundesligaspiele in Bochum. Dazu Sympathie für den Club, die Fortuna und Ruhrgebiets- und Traditionsklubs. Top Elf der auf Schalke erlebten Spieler:
Raul Huntelaar
Böhme Lincoln Jones Farfan
Pander Naldo Bordon Rafinha
Fährmann
Bank: Rost, Nastasic, Höwedes, Kobiashvili, Rakitic, Sane, Asamoah, Kuranyi, Sand Trainer: Stevens/Rangnick Manager: Assauer

Dieser Beitrag wurde zuletzt von nibo1904 am 21.08.2020 um 01:19 Uhr bearbeitet
David Wagner [ehem. Trainer] |#230
21.08.2020 - 08:41 Uhr
Quelle: www.n-tv.de
Auch in der Kabine soll das Vertrauen schwinden: Zu Zweifeln an der taktischen Kompetenz des einstigen Premier-League-Coaches soll jetzt auch seine Glaubwürdigkeit infrage stehen. Der Grund laut "Bild"-Zeitung: Der Umgang mit Mark Uth. Den Stürmer hatte Wagner noch im Winter leihweise nach Köln ziehen lassen, wo der Nationalspieler überzeugen konnte. Ein Uth-Wechsel in die Domstadt wird es aus finanziellen Gründen wohl nicht geben, jetzt soll sich Wagner "plötzlich auffällig anschmeicheln". Dieser Zickzack-Kurs soll im Team nicht gut ankommen.
Die BILD ist ja jetzt schon kräftig am zündeln und nutzt die schlechten Testergebnisse um Schlagzeilen zu machen. Der Rest der Medienlandschaft greift es natürlich dankbar auf, beispielhaft hier ntv. Sport.de schreibt dazu auch noch von generellen Zweifeln der Mannschaft an Wagners "Taktik-Kompetenz".

Die Situation ist schon sehr undankbar. Mit neuem Trainer hätte man zumindest mehr Ruhe gehabt, da dieser natürlicherweise am Anfang etwas mehr Kredit gehabt hätte. Wagner schleppt jetzt eben seinen fetten Rucksack aus der Rückrunde mit sich rum, hat aber wohl das volle Vertrauen von Schneider. Man kann da nur hoffen, dass die beiden wissen, was sie tun.
Uth hätte auch nicht schlechter laufen können. Wagner hatte erst überhaupt keine Ahnung, wie er ihn eingebaut bekommt, die paar Spiele die Uth hatte waren in meiner Erinnerung lustlos Auftritte. Die Leihe im Winter war folgerichtig und ohne Corona wäre er wohl auch einfach fest in Köln geblieben. Nun kann man sich aber auf keine Ablöse einigen und ein anderer Verein, der Uths Gehalt bezahlen will, ist auch erstmal schwer zu finden. Dementsprechend muss sich Wagner natürlich etwas anbiedern und alles versuchen, um Uth irgendwie zu integrieren. Auch völlig logisch, dass das dann inkonsequent wirkt. Generell hätte man wahrscheinlich die Situation der Leihspieler hier enorm vereinfachen können, wenn man den Trainer ausgetauscht hätte und so einen Neustart ermöglicht hätte. Die Entscheidung war aber wie gesagt eine andere und jetzt müssen Wagner und Schneider sehen, wie sie dieses Dilemma lösen.
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