Finanzen
22.07.2015 - 22:13 Uhr
Zitat von Lullaby
Das ist gleich auf mehren Ebenen falsch. Zum einen dürfen für die Anleihe keine Rückstellungen gebildet werden. Die Anleihe steht bereits in voller Höhe auf der Passivaseite der Bilanz. Zum anderen wäre der Austausch von Anleihepapieren gegen Anteile an der KGaA ein Tausch von Fremd- gegen Eigenkapital.
Dass wir ohne Anteilverkauf ein Problem kriegen, die Rückzahlung der Anleihe zu finanzieren, liegt aber auf der Hand. Das gilt unabhängig davon, ob die Anteile direkt durch Umwandlung der Anleiheansprüche in Aktien über den Ladentisch gehen oder über Verkäufe an Investoren.
Letzter Ausweg wäre eine erneute Fremdkapitalaufnahme zur Rückzahlung der bestehenden Forderungen. Etwas vergleichbares hat man letzte Saison mit der Rückzahlung der Schulden an die Stadt aus dem aufgenommen 3-Millionen-Kredit bereits gemacht. Hat man den Cash Flow im Verein bis dahin gerade gezogen, sollten sich da auch akzeptable Zinssätze erreichen lassen. Prio muss allerdings die Ausgliederung und Investorensuche haben.
Beste Grüße
Lullaby
Zitat von pulder
elbepower
Das Adjektiv will ich nicht benutzen, aber es fängt mit k an und endet mit l.
Lullaby
Ich meine sowohl Rücklagen als auch Rückstellungen, mit beiden Kostenarten kann man in dem
Fall Vorsorge treffen. Mir geht es einfach nur um die Höhe der Abdeckung der Gläubigerforderung.
Also will man in Plan A mit neuem Fremdgeld altes Fremdgeld bedienen. Wird schwer sein einem
serösen Investor zu verkaufen, dass er noch Altschulden ausgleichen muss.
Plan B und C sind ja wohl abenteuerlich. Da will man seinen Anteilseignern sein Geld nicht zurück-
zahlen, sondern ihnen Anteile an Nichts aufdrücken. Das kann man rechtlich natürlich nicht und
schon die Absicht dies zu tun würde zu Prozessen führen.
elbepower
Das Adjektiv will ich nicht benutzen, aber es fängt mit k an und endet mit l.
Lullaby
Ich meine sowohl Rücklagen als auch Rückstellungen, mit beiden Kostenarten kann man in dem
Fall Vorsorge treffen. Mir geht es einfach nur um die Höhe der Abdeckung der Gläubigerforderung.
Also will man in Plan A mit neuem Fremdgeld altes Fremdgeld bedienen. Wird schwer sein einem
serösen Investor zu verkaufen, dass er noch Altschulden ausgleichen muss.
Plan B und C sind ja wohl abenteuerlich. Da will man seinen Anteilseignern sein Geld nicht zurück-
zahlen, sondern ihnen Anteile an Nichts aufdrücken. Das kann man rechtlich natürlich nicht und
schon die Absicht dies zu tun würde zu Prozessen führen.
Das ist gleich auf mehren Ebenen falsch. Zum einen dürfen für die Anleihe keine Rückstellungen gebildet werden. Die Anleihe steht bereits in voller Höhe auf der Passivaseite der Bilanz. Zum anderen wäre der Austausch von Anleihepapieren gegen Anteile an der KGaA ein Tausch von Fremd- gegen Eigenkapital.
Dass wir ohne Anteilverkauf ein Problem kriegen, die Rückzahlung der Anleihe zu finanzieren, liegt aber auf der Hand. Das gilt unabhängig davon, ob die Anteile direkt durch Umwandlung der Anleiheansprüche in Aktien über den Ladentisch gehen oder über Verkäufe an Investoren.
Letzter Ausweg wäre eine erneute Fremdkapitalaufnahme zur Rückzahlung der bestehenden Forderungen. Etwas vergleichbares hat man letzte Saison mit der Rückzahlung der Schulden an die Stadt aus dem aufgenommen 3-Millionen-Kredit bereits gemacht. Hat man den Cash Flow im Verein bis dahin gerade gezogen, sollten sich da auch akzeptable Zinssätze erreichen lassen. Prio muss allerdings die Ausgliederung und Investorensuche haben.
Beste Grüße
Lullaby
Ein bisschen sehr naiv, was Du da schreibst.
Die Anleihe muss zum Stichtag inclusiv Zinsen an den Anleihegeber zurückgezahlt werden und zwar
mit Geld und nicht mit irgendwelchen nebulösen Umwandlungsaktionen.
Für das Geld, das zurückgezahlt werden muss, muss der Verein Rücklagen bilden. Hat der Verein keine
Rücklagen in Form von Eigenkapital gebildet, so muss er Fremdkapital aufnehmen. Nur der FCK wird
am freien Markt in der Situation in der er sich befindet, Überschuldung und Verlust beim Jahresergebnis
kein Geld am freien Markt bekommen.
Bleibt als einzige Möglichkeit ein freier Investor, der dem FCK Geld gibt, dafür aber eine Sicherheit
benötigt. Dies hat Klatt im Winter mit den 3 Mios. gemacht, die er frei aufgenommen hat. Den Cash
flow hat man nie gerade gezogen, wie Du schreibst, sondern auch in diesem Jahr wird es wohl keinen
positiven Cash Flow geben.
Welche Anteile willst Du denn verkaufen, um die Anleihe zu refinanzieren ?
Was glaubst Du, warum der FCK bisher keinen Investor gefunden hat und auch keinen finden wird ?
Ganz einfach, weil keiner so blöd ist und sein Geld versenkt. Auch wenn die Ausgliederung erfolgt,
kommt sie für die Anleiherückzahlung zu spät und ändert vor allem nichts an der finanziellen Lage des
Vereins.
Ich glaube aber den kolportierten Zahlen von Klatt und Gries nicht und vermute, dass sie die Lage so
darstellen, dass die Mitglieder meinen einer Ausgliederung zustimmen zu müssen.
Zitat von pulder
Die Anleihe muss zum Stichtag inclusiv Zinsen an den Anleihegeber zurückgezahlt werden und zwar
mit Geld und nicht mit irgendwelchen nebulösen Umwandlungsaktionen.
Für das Geld, das zurückgezahlt werden muss, muss der Verein Rücklagen bilden. Hat der Verein keine Rücklagen in Form von Eigenkapital gebildet, so muss er Fremdkapital aufnehmen. Nur der FCK wird am freien Markt in der Situation in der er sich befindet, Überschuldung und Verlust beim Jahresergebnis kein Geld am freien Markt bekommen.
(...)
Die Anleihe muss zum Stichtag inclusiv Zinsen an den Anleihegeber zurückgezahlt werden und zwar
mit Geld und nicht mit irgendwelchen nebulösen Umwandlungsaktionen.
Für das Geld, das zurückgezahlt werden muss, muss der Verein Rücklagen bilden. Hat der Verein keine Rücklagen in Form von Eigenkapital gebildet, so muss er Fremdkapital aufnehmen. Nur der FCK wird am freien Markt in der Situation in der er sich befindet, Überschuldung und Verlust beim Jahresergebnis kein Geld am freien Markt bekommen.
(...)
Die erste Aussage trifft so nicht zu.
Du kannst jederzeit zum Auslauf einer Anleihe eine Prolongation, Umwandlung in EK-Instrumente oder dergleichen anbieten. Das passiert am Kapitalmarkt täglich. Ob ein solches Angebot von einem nennenswerten Anteil der Anleiheinhaber angenommen würde, ist die Frage.
Um für mich, als Inhaber einer schicken Schmuckanleihe, zu sprechen: Ja, ich würde das jederzeit machen, wobei ich die Anleihe notfalls auch entwerten lassen würde, wenn die Lage für den FCK ernst ist (die Zinsscheine habe ich auch nie eingelöst). Die Frage, wie viel Prozent der Anleiheeigentümer da ähnlich ticken (und zwar % der ausstehenden Anleihe nicht % der Anleihegläubiger) ist halt die Masterfrage. Meine vorsichtige Einschätzung: mindestens 5 und höchstens 20%. Aber immerhin.
Die zweite Aussage ist spekulativ und meiner Meinung nach ebenfalls falsch.
Der FCK kann vermutlich Fremdkapital aufnehmen. Er hat letzte Saison, bei schlechteren wirtschaftlichen Daten, 3 Mio. EURO organisieren können, das wird ihm auch wieder gelingen, wenn es dringend nötig würde. Nach dem Koch-Transfer würde ich zudem davon ausgehen, dass wir zum Stand der nächsten Bilanz und damit vor der Fälligkeit der Anliehe (a) kein negatives EK mehr haben werden und (b) wir einen Gewinn in der Bilanz ausweisen können werden.
Problematisch ist für mich weniger das "ob" beim Fremdkapital sondern mehr das "wie", also zu welchen Bedingungen? Die möglicherweise beste Lösung wäre der Versuch, eine weitere Anleihe zu platzieren, aber die Bedingungen dafür sind sicher nicht besser geworden. Jedenfalls muss man damit rechnen, dass der Kupon für eine solche Lösung über 5%, womöglich näher bei 10% liegen wird.
Insgesamt glaube ich wie gesagt, es wird zunächst eine Mischlösung - ein Teil wird verzichten/umwandeln, ein Teil wird mit Rücklagen getilgt (z.B. aus den genannten Transfers) und ein Teil wird refinanziert werden müssen. Die Frage ist, wie groß ist insbesondere der letzte Teil, denn der ist es, den wir als "Klotz" in Zukunft mit uns rumtragen werden.
Ich habe mal eine vllt komisch kingende Frage zur Fananleihe.
Was passiert wenn man bei Fälligkeitsdatum als Anleger Nichts geltend macht?
Ich habe zwar damals gezeichnet, aber die Urkunde und Zinsscheine kann ich nicht auffindbar machen und habe auch nicht vor Etwas geltend zu machen.
Kann ich die Fanleihe zu Gunsten des FCK entwerten, ohne dass ich in irgndeiner Form etwas tun muss.
Sprich was passiert bei Fälligkeitsdatum, wird dann automatisch mit gespeicherten Daten die fällige Summe überwiesen?
Muss man das anmelden?
Was passiert wenn man als Zeichner nicht reagiert?
Sorry wenn diese Frage bzw Gedankengang etwas seltsam gestellt ist
Was passiert wenn man bei Fälligkeitsdatum als Anleger Nichts geltend macht?
Ich habe zwar damals gezeichnet, aber die Urkunde und Zinsscheine kann ich nicht auffindbar machen und habe auch nicht vor Etwas geltend zu machen.
Kann ich die Fanleihe zu Gunsten des FCK entwerten, ohne dass ich in irgndeiner Form etwas tun muss.
Sprich was passiert bei Fälligkeitsdatum, wird dann automatisch mit gespeicherten Daten die fällige Summe überwiesen?
Muss man das anmelden?
Was passiert wenn man als Zeichner nicht reagiert?
Sorry wenn diese Frage bzw Gedankengang etwas seltsam gestellt ist
@Buggy_FCK: Nicht eingelöste Coupon-Scheine verfallen nach einer gewissen Zeit.
Das sollte auch für den letzten Coupon gelten, der zusätzlich zu den Zinsen den Gesamtbetrag als Ausgabe enthält.
Ich rede jetzt aber nur von dem Fall, dass du eine Schmuckanleihe besitzt.
Insofern müsstest du wohl gar nichts machen, wenn du das Geld dem FCK schenken willst.
Wie es mit Ansprüche aussieht, wenn man die Schmuckanleihe verloren hat, weiß ich nicht.
Da solltest du dich direkt mit dem Verein in Verbindung setzen und eine Lösung finden.
Das sollte auch für den letzten Coupon gelten, der zusätzlich zu den Zinsen den Gesamtbetrag als Ausgabe enthält.
Ich rede jetzt aber nur von dem Fall, dass du eine Schmuckanleihe besitzt.
Insofern müsstest du wohl gar nichts machen, wenn du das Geld dem FCK schenken willst.
Wie es mit Ansprüche aussieht, wenn man die Schmuckanleihe verloren hat, weiß ich nicht.
Da solltest du dich direkt mit dem Verein in Verbindung setzen und eine Lösung finden.
@A-Sinned:
Danke ! demzufolge bestehen gute Cahncen dass beim Fälligkeitsdatum des letzten Coupons sprich bei Ablauf einer Frist nochmal ein Batzen von der Fananleihe dem FCK geschenkt wird.
Danke ! demzufolge bestehen gute Cahncen dass beim Fälligkeitsdatum des letzten Coupons sprich bei Ablauf einer Frist nochmal ein Batzen von der Fananleihe dem FCK geschenkt wird.
Zitat von BenMic
Die erste Aussage trifft so nicht zu.
Du kannst jederzeit zum Auslauf einer Anleihe eine Prolongation, Umwandlung in EK-Instrumente oder dergleichen anbieten. Das passiert am Kapitalmarkt täglich. Ob ein solches Angebot von einem nennenswerten Anteil der Anleiheinhaber angenommen würde, ist die Frage.
Um für mich, als Inhaber einer schicken Schmuckanleihe, zu sprechen: Ja, ich würde das jederzeit machen, wobei ich die Anleihe notfalls auch entwerten lassen würde, wenn die Lage für den FCK ernst ist (die Zinsscheine habe ich auch nie eingelöst). Die Frage, wie viel Prozent der Anleiheeigentümer da ähnlich ticken (und zwar % der ausstehenden Anleihe nicht % der Anleihegläubiger) ist halt die Masterfrage. Meine vorsichtige Einschätzung: mindestens 5 und höchstens 20%. Aber immerhin.
Die zweite Aussage ist spekulativ und meiner Meinung nach ebenfalls falsch.
Der FCK kann vermutlich Fremdkapital aufnehmen. Er hat letzte Saison, bei schlechteren wirtschaftlichen Daten, 3 Mio. EURO organisieren können, das wird ihm auch wieder gelingen, wenn es dringend nötig würde. Nach dem Koch-Transfer würde ich zudem davon ausgehen, dass wir zum Stand der nächsten Bilanz und damit vor der Fälligkeit der Anliehe (a) kein negatives EK mehr haben werden und (b) wir einen Gewinn in der Bilanz ausweisen können werden.
Problematisch ist für mich weniger das "ob" beim Fremdkapital sondern mehr das "wie", also zu welchen Bedingungen? Die möglicherweise beste Lösung wäre der Versuch, eine weitere Anleihe zu platzieren, aber die Bedingungen dafür sind sicher nicht besser geworden. Jedenfalls muss man damit rechnen, dass der Kupon für eine solche Lösung über 5%, womöglich näher bei 10% liegen wird.
Insgesamt glaube ich wie gesagt, es wird zunächst eine Mischlösung - ein Teil wird verzichten/umwandeln, ein Teil wird mit Rücklagen getilgt (z.B. aus den genannten Transfers) und ein Teil wird refinanziert werden müssen. Die Frage ist, wie groß ist insbesondere der letzte Teil, denn der ist es, den wir als "Klotz" in Zukunft mit uns rumtragen werden.
Zitat von pulder
Die Anleihe muss zum Stichtag inclusiv Zinsen an den Anleihegeber zurückgezahlt werden und zwar
mit Geld und nicht mit irgendwelchen nebulösen Umwandlungsaktionen.
Für das Geld, das zurückgezahlt werden muss, muss der Verein Rücklagen bilden. Hat der Verein keine Rücklagen in Form von Eigenkapital gebildet, so muss er Fremdkapital aufnehmen. Nur der FCK wird am freien Markt in der Situation in der er sich befindet, Überschuldung und Verlust beim Jahresergebnis kein Geld am freien Markt bekommen.
(...)
Die Anleihe muss zum Stichtag inclusiv Zinsen an den Anleihegeber zurückgezahlt werden und zwar
mit Geld und nicht mit irgendwelchen nebulösen Umwandlungsaktionen.
Für das Geld, das zurückgezahlt werden muss, muss der Verein Rücklagen bilden. Hat der Verein keine Rücklagen in Form von Eigenkapital gebildet, so muss er Fremdkapital aufnehmen. Nur der FCK wird am freien Markt in der Situation in der er sich befindet, Überschuldung und Verlust beim Jahresergebnis kein Geld am freien Markt bekommen.
(...)
Die erste Aussage trifft so nicht zu.
Du kannst jederzeit zum Auslauf einer Anleihe eine Prolongation, Umwandlung in EK-Instrumente oder dergleichen anbieten. Das passiert am Kapitalmarkt täglich. Ob ein solches Angebot von einem nennenswerten Anteil der Anleiheinhaber angenommen würde, ist die Frage.
Um für mich, als Inhaber einer schicken Schmuckanleihe, zu sprechen: Ja, ich würde das jederzeit machen, wobei ich die Anleihe notfalls auch entwerten lassen würde, wenn die Lage für den FCK ernst ist (die Zinsscheine habe ich auch nie eingelöst). Die Frage, wie viel Prozent der Anleiheeigentümer da ähnlich ticken (und zwar % der ausstehenden Anleihe nicht % der Anleihegläubiger) ist halt die Masterfrage. Meine vorsichtige Einschätzung: mindestens 5 und höchstens 20%. Aber immerhin.
Die zweite Aussage ist spekulativ und meiner Meinung nach ebenfalls falsch.
Der FCK kann vermutlich Fremdkapital aufnehmen. Er hat letzte Saison, bei schlechteren wirtschaftlichen Daten, 3 Mio. EURO organisieren können, das wird ihm auch wieder gelingen, wenn es dringend nötig würde. Nach dem Koch-Transfer würde ich zudem davon ausgehen, dass wir zum Stand der nächsten Bilanz und damit vor der Fälligkeit der Anliehe (a) kein negatives EK mehr haben werden und (b) wir einen Gewinn in der Bilanz ausweisen können werden.
Problematisch ist für mich weniger das "ob" beim Fremdkapital sondern mehr das "wie", also zu welchen Bedingungen? Die möglicherweise beste Lösung wäre der Versuch, eine weitere Anleihe zu platzieren, aber die Bedingungen dafür sind sicher nicht besser geworden. Jedenfalls muss man damit rechnen, dass der Kupon für eine solche Lösung über 5%, womöglich näher bei 10% liegen wird.
Insgesamt glaube ich wie gesagt, es wird zunächst eine Mischlösung - ein Teil wird verzichten/umwandeln, ein Teil wird mit Rücklagen getilgt (z.B. aus den genannten Transfers) und ein Teil wird refinanziert werden müssen. Die Frage ist, wie groß ist insbesondere der letzte Teil, denn der ist es, den wir als "Klotz" in Zukunft mit uns rumtragen werden.
BenMic
Meine erste Aussage bestätigst Du selbst mit den Worten ...ob der Anleihegeber die Anteile
( welche Anteile an was ? ) annimmt. Ein normaler Anleger nimmt sie natürlich nicht an und dann
ist zu zahlen.
Was Du machen würdest, steht überhaupt nicht zur Debatte.
Auch bei der zweiten Frage irrst Du Dich gewaltig. Keine Bank der Welt darf dem FCK Geld geben
in dieser Situation.
Der FCK kann natürlich, wenn er eine entsprechende Sicherheit gibt; das waren wahrscheinlich
die 3 Mios. für Bödi, einen Kredit aufnehmen.
Ich glaube, dass Du Dir gar nicht im klaren darüber bist in welcher finanziellen Situation sich
der FCK befindet. Der Verein ist überschuldet, macht jedes Jahr einen operativen Verlust und
kann sich nur mit den Transfers der Jungen überhaupt über Wasser halten, damit keine Illiqui-
dität eintritt und Du willst neue Anteile ausgeben, wenn der Verein die alte Anleihe nicht
zurückzahlen kann.
Überleg doch mal in Ruhe was Du da schreibst. So eine Lösung wie Du sie vorschlägst, wird es
nicht geben, aber ich glaube nicht, dass Klatt und Gries auf so was spekulieren. Dazu weiß
Klatt sicher was die Uhr geschlagen hat, aber er hat sicher vorgesorgt.
@Buggy_FCK:
Das grenzt zwar schon an Rechtsberatung, aber da ich das ja darf in aller Kürze:
Es handelt sich bei der Anleihe um eine Inhaberschuldverschreibung im Sinne der §§ 793 ff. BGB. Bei einer solchen wird an den Inhaber der Urkunde der darin enthaltene Betrag bei Fälligkeit ausgezahlt. Dabei muss die Urkunde vorgelegt und entwertet werden. Eine automatische Zahlung darf nicht erfolgen, da du die Forderung durch Verkauf der Urkunde hättest übertragen können etc.
Hast du die Urkunde verloren, gibt es die Möglichkeit einer Verlustanzeige (§ 804 BGB). Das führt jetzt hier zu weit, du kannst dich per PN an mich wenden, wenn du Details wissen willst, oder du informierst dich bei der Bank oder beim FCK direkt. Ohne eine Verlustanzeige und andere Mittel könnte jeder, der die Urkunde besitzt (auch ein Dieb) das Geld holen und du würdest leer ausgehen.
Macht ein Inhaber seine Forderung nicht gelten (z.B. ich meine Zinsscheine), dann unterliegen diese der Verjährung. Solange sie nicht verjährt sind (Vorlagefrist des § 801 BGB beachten) muss der Verein die Forderungen auch noch bilanzieren, es sei denn ein Verzicht wird erklärt. Die reguläre Verjährungsfrist für Inhaberschuldverschreibungen ist heftige 30 Jahre (nicht für die Zinsen, dort vier Jahre).
Ein kurzer Hinweis: manches des obigen könnte bei der Betzeanleihe leicht anders ausgestaltet sein, ich habe mir nur die Mühe gemacht die allgemeine Rechtslage darzustellen, ohne Prüfung des konkreten Falls.
Das grenzt zwar schon an Rechtsberatung, aber da ich das ja darf in aller Kürze:
Es handelt sich bei der Anleihe um eine Inhaberschuldverschreibung im Sinne der §§ 793 ff. BGB. Bei einer solchen wird an den Inhaber der Urkunde der darin enthaltene Betrag bei Fälligkeit ausgezahlt. Dabei muss die Urkunde vorgelegt und entwertet werden. Eine automatische Zahlung darf nicht erfolgen, da du die Forderung durch Verkauf der Urkunde hättest übertragen können etc.
Hast du die Urkunde verloren, gibt es die Möglichkeit einer Verlustanzeige (§ 804 BGB). Das führt jetzt hier zu weit, du kannst dich per PN an mich wenden, wenn du Details wissen willst, oder du informierst dich bei der Bank oder beim FCK direkt. Ohne eine Verlustanzeige und andere Mittel könnte jeder, der die Urkunde besitzt (auch ein Dieb) das Geld holen und du würdest leer ausgehen.
Macht ein Inhaber seine Forderung nicht gelten (z.B. ich meine Zinsscheine), dann unterliegen diese der Verjährung. Solange sie nicht verjährt sind (Vorlagefrist des § 801 BGB beachten) muss der Verein die Forderungen auch noch bilanzieren, es sei denn ein Verzicht wird erklärt. Die reguläre Verjährungsfrist für Inhaberschuldverschreibungen ist heftige 30 Jahre (nicht für die Zinsen, dort vier Jahre).
Ein kurzer Hinweis: manches des obigen könnte bei der Betzeanleihe leicht anders ausgestaltet sein, ich habe mir nur die Mühe gemacht die allgemeine Rechtslage darzustellen, ohne Prüfung des konkreten Falls.
@pulder
Da du dieses Forum verfolgst dürftest du dir im klaren sein, dass ich die Situation des FCK sehr gut kenne. Ich kenne aber auch den Risikokapitalmarkt und nach dem, was du zuletzt geschrieben hast vermutlich besser als du. Im Einzelnen:
Zunächst einmal ist sehr wohl wichtig, was ich tun würde mit meiner Anleihe - da es eine der Anleihen ist um die es hier geht. Ich bin auch glaube ich kaum der einzige Fan, der bereit wäre, dem FCK durch eine Prolongation oder einen Umtausch zu helfen. Wie geschrieben ist die Frage daher nicht, OB es solche Anleiheinhaber gibt, sondern wie hoch der Anteil an dem Gesamtvolumen des gezeichneten Kapitals ist.
Nur ein kurzer Hinweis, da du offenbar noch nicht verstanden hast was mit dem Tausch gegen Anteile gemeint ist: Hier geht es um den (hypothetischen) Fall, dass bis dahin die Ausgliederung erfolgt ist. Hier würde den Anleiheinhaber dann im Austausch gegen den Verzicht auf die Forderung aus ihrer Anleihe in entsprechendem Gegenwert Anteile an der ausgegliederten Gesellschaft (z.B. KGaA) überschrieben. Letztlich ein Vorgang, wie der bei CoCo-Bonds von sich aus vorgesehen ist im Nachhinein durchgeführt. In Sanierungsfällen keineswegs unüblich.
Kommen wir zu deiner Bankenaussage:
Sorry, aber das ist Bullshit. Erstens kann eine Bank auch völlig unbesicherte Kredite begeben, wenn sie möchte. Das ist zwar aus Risikomanagement- und Kapitalhinterlegungsgesichtspunkten irre teuer, aber keineswegs undenkbar. Banken können auch EK-Beteiligungen machen, wenn sie möchten.
Es gibt sogar eine Bank die sich zumindest früher darauf spezialisiert hat, notleidenden Fußballclubs gegen teils horrendes Entgelt Mittel für die Erreichung der Lizenz zur Verfügung zu stellen. achzulesen hier im Spiegel-Online:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-128859923.html
Die Vorstellung, eine reguläre Bank gibt dem FCK Kredit weil erwartete Summen aus dem Bödvarsson-Transfer als Sicherheit gegeben wurden, ist genauso naiv, wie anzunehmen, man könne jetzt einfach zur Sparkasse gehen und einen Kredit für den FCK bekommen.
Beim FCK sieht die Sache allerdings derzeit so aus: Mit dem Kochtransfer kann man nach vorsichtigen Schätzungen vermuten, dass das negative Eigenkapital ausgeglichen sein dürfte - und das, obwohl auf der Passiv-Seite ja derzeit die Fananleihe steht. Auch ein Gewinn wird damit für den kommenden Jahresabschluss sehr wahrscheinlich, mindestens für die Zwischenbilanz für die Lizensierung. Gleichwohl sehen die wirtschaftlichen Daten keineswegs gut aus: Der FCK ist und bleibt Sanierungsfall.
Andererseits hat der FCK gewisse Einnahmeerwartungen und einen gewissen Cash-Flow. Dementsprechend ist er für Risikokapitalgeber in der Situation interessant, vor allem wenn ein Teil der Anleihe mit Eigenmitteln und ein Teil über Umwandlungen/Verzichte zurückgeführt wird und man damit mehr oder weniger der einzige Fremdkapitalgeber ist. Dann nämlich kann man sich alle möglichen Dinge (Transferrechte, Eintrittsgelder, Fernsehgelder) sicherungsabtreten lassen und hat auch zumindest gewisse Absicherungen.
Ob dann eine risikofreudige Privatbank, ein Darlehensfonds, ein Hedgefonds oder sonst ein Risikokapitalgeber (vielleicht auch eine Gruppe von vereinsfreundlichen wohlhabenden Personen oder Unternehmen) ein solches Darlehen gibt ist eine Aufgabe für die Vereinsführung. Dass ein solches Darlehen in gewisser Höhe - sagen wir 3-5 Millionen EURO - möglich gemacht werden könnte, halte ich aber für keineswegs unrealistisch. Allerdings wären die Kosten erheblich. Bei "nur" 8% auf 5 Mio. EURO haben wir eine FK-Belastung von 400 TEURO je Jahr plus die Kosten für Rückführungen.
Was wieder zu dem Ergebnis führt:
Wenn möglich wird man die Anleihe zurückführen oder umwandeln bzw. prolongieren. Alles andere wäre zwar durchaus denkbar - ich wehre mich gegen kassandrahafte Untergangsszenarien - aber keineswegs schön.
Da du dieses Forum verfolgst dürftest du dir im klaren sein, dass ich die Situation des FCK sehr gut kenne. Ich kenne aber auch den Risikokapitalmarkt und nach dem, was du zuletzt geschrieben hast vermutlich besser als du. Im Einzelnen:
Zunächst einmal ist sehr wohl wichtig, was ich tun würde mit meiner Anleihe - da es eine der Anleihen ist um die es hier geht. Ich bin auch glaube ich kaum der einzige Fan, der bereit wäre, dem FCK durch eine Prolongation oder einen Umtausch zu helfen. Wie geschrieben ist die Frage daher nicht, OB es solche Anleiheinhaber gibt, sondern wie hoch der Anteil an dem Gesamtvolumen des gezeichneten Kapitals ist.
Nur ein kurzer Hinweis, da du offenbar noch nicht verstanden hast was mit dem Tausch gegen Anteile gemeint ist: Hier geht es um den (hypothetischen) Fall, dass bis dahin die Ausgliederung erfolgt ist. Hier würde den Anleiheinhaber dann im Austausch gegen den Verzicht auf die Forderung aus ihrer Anleihe in entsprechendem Gegenwert Anteile an der ausgegliederten Gesellschaft (z.B. KGaA) überschrieben. Letztlich ein Vorgang, wie der bei CoCo-Bonds von sich aus vorgesehen ist im Nachhinein durchgeführt. In Sanierungsfällen keineswegs unüblich.
Kommen wir zu deiner Bankenaussage:
Sorry, aber das ist Bullshit. Erstens kann eine Bank auch völlig unbesicherte Kredite begeben, wenn sie möchte. Das ist zwar aus Risikomanagement- und Kapitalhinterlegungsgesichtspunkten irre teuer, aber keineswegs undenkbar. Banken können auch EK-Beteiligungen machen, wenn sie möchten.
Es gibt sogar eine Bank die sich zumindest früher darauf spezialisiert hat, notleidenden Fußballclubs gegen teils horrendes Entgelt Mittel für die Erreichung der Lizenz zur Verfügung zu stellen. achzulesen hier im Spiegel-Online:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-128859923.html
Die Vorstellung, eine reguläre Bank gibt dem FCK Kredit weil erwartete Summen aus dem Bödvarsson-Transfer als Sicherheit gegeben wurden, ist genauso naiv, wie anzunehmen, man könne jetzt einfach zur Sparkasse gehen und einen Kredit für den FCK bekommen.
Beim FCK sieht die Sache allerdings derzeit so aus: Mit dem Kochtransfer kann man nach vorsichtigen Schätzungen vermuten, dass das negative Eigenkapital ausgeglichen sein dürfte - und das, obwohl auf der Passiv-Seite ja derzeit die Fananleihe steht. Auch ein Gewinn wird damit für den kommenden Jahresabschluss sehr wahrscheinlich, mindestens für die Zwischenbilanz für die Lizensierung. Gleichwohl sehen die wirtschaftlichen Daten keineswegs gut aus: Der FCK ist und bleibt Sanierungsfall.
Andererseits hat der FCK gewisse Einnahmeerwartungen und einen gewissen Cash-Flow. Dementsprechend ist er für Risikokapitalgeber in der Situation interessant, vor allem wenn ein Teil der Anleihe mit Eigenmitteln und ein Teil über Umwandlungen/Verzichte zurückgeführt wird und man damit mehr oder weniger der einzige Fremdkapitalgeber ist. Dann nämlich kann man sich alle möglichen Dinge (Transferrechte, Eintrittsgelder, Fernsehgelder) sicherungsabtreten lassen und hat auch zumindest gewisse Absicherungen.
Ob dann eine risikofreudige Privatbank, ein Darlehensfonds, ein Hedgefonds oder sonst ein Risikokapitalgeber (vielleicht auch eine Gruppe von vereinsfreundlichen wohlhabenden Personen oder Unternehmen) ein solches Darlehen gibt ist eine Aufgabe für die Vereinsführung. Dass ein solches Darlehen in gewisser Höhe - sagen wir 3-5 Millionen EURO - möglich gemacht werden könnte, halte ich aber für keineswegs unrealistisch. Allerdings wären die Kosten erheblich. Bei "nur" 8% auf 5 Mio. EURO haben wir eine FK-Belastung von 400 TEURO je Jahr plus die Kosten für Rückführungen.
Was wieder zu dem Ergebnis führt:
Wenn möglich wird man die Anleihe zurückführen oder umwandeln bzw. prolongieren. Alles andere wäre zwar durchaus denkbar - ich wehre mich gegen kassandrahafte Untergangsszenarien - aber keineswegs schön.
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