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Finanzen

22.07.2015 - 22:13 Uhr
Finanzen |#2911
23.08.2017 - 09:12 Uhr
Zitat von pulder
Also hier verstehe ich BastiBetze schon, denn ich habe nach der Vorlage der Bilanz keine eindeutige Aussage von Klatt gehört, wieviel Rückstellungen für die 8 Mio. Anleihe er schon gebildet hat.
Hat er keine vorgenommen, dann wäre das mehr als grob fahrlässig


"grob fahrlässig"

Welches Adjektiv du da wohl für das Tun und Handeln von Grünewalt und Kuntz verwendet hättest?Das waren nämlich die Ersten, die keine Rückstellung gebildet haben.
Finanzen |#2912
23.08.2017 - 09:29 Uhr
Zitat von pulder
Also hier verstehe ich BastiBetze schon, denn ich habe nach der Vorlage der Bilanz keine eindeutige
Aussage von Klatt gehört, wieviel Rückstellungen für die 8 Mio. Anleihe er schon gebildet hat.
Hat er keine vorgenommen, dann wäre das mehr als grob fahrlässig, hat er 2 Mios. zurückgestellt,
hat er 4 Mios. zurückgestellt ?


Die Möglichkeiten, Rückstellungen zu bilden, sind rechtlich sehr stark eingeschränkt. Ich nehme an, du meinst nicht Rückstellungen, sondern Rücklagen.

Grundsätzlich arbeitet man im Verein daran, das Anleiheproblem über die Ausgliederung und die Vergabe von Anteilen zu lösen. Allerdings sollte parallel ein Plan B und ggf. C verfolgt werden. Dass die Mitglieder der Ausgliederung zustimmen, ist zwar sehr wahrscheinlich, aber nicht gesichert, und auch dann kann ich mir nicht vorstellen, dass man den Anleihezeichnern die Anteile an der KGaA aufzwingen kann.

Beste Grüße
Lullaby
Finanzen |#2913
23.08.2017 - 09:43 Uhr
Zitat von pulder

Nach Ende der Transferperiode erwarte ich da aber von Klatt mehr Transparenz, die er versprochen
hatte. Derzeit ist es für Außenstehende, auch unter Kenntnis der Bilanz und des prognostizierten
Ergebnisses, so gut wie unmöglich ein klares Bild über die Finanzlage zu bekommen. Ohne Internas
nur nebulös. Klatt hat auch einiges getan, um ein so nebulöses Bild entstehen zu lassen; ich denke
politisch bedingt wegen der Ausgliederungsfrage.


Wo genau hat Klatt was versprochen? Wir sind keine AG und ich verstehe nicht, woher so viele das Recht ableiten, als Mitglied oder auch nur Fan außerhalb der Jahreshauptversammlung regelmäßig im Detail über die finanzielle Lage des FCK informiert zu werden. Liest Du diesbezüglich etwas von anderen Vereinen? Egal, wie es um den Verein steht, es ist für alle Geschäftsbereiche unklug, komplett die Hosen runterzulassen.

Zeigt man, wie gut es einem geht, fordern Spieler / Mitarbeiter / andere Vereine (bei Transfers) mehr Geld, Gönner sind nicht so großzügig. Zeigt man den leeren Geldbeutel, schreckt das u.a. Sponsoren und Spieler ab und man hat bei Abgängen eine schlechte Verhandlungsbasis.

•     •     •

Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg (George Bernard Shawn)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von sow42195 am 23.08.2017 um 09:44 Uhr bearbeitet
Finanzen |#2914
23.08.2017 - 12:08 Uhr
elbepower

Das Adjektiv will ich nicht benutzen, aber es fängt mit k an und endet mit l.

Lullaby

Ich meine sowohl Rücklagen als auch Rückstellungen, mit beiden Kostenarten kann man in dem
Fall Vorsorge treffen. Mir geht es einfach nur um die Höhe der Abdeckung der Gläubigerforderung.

Also will man in Plan A mit neuem Fremdgeld altes Fremdgeld bedienen. Wird schwer sein einem
serösen Investor zu verkaufen, dass er noch Altschulden ausgleichen muss.
Plan B und C sind ja wohl abenteuerlich. Da will man seinen Anteilseignern sein Geld nicht zurück-
zahlen, sondern ihnen Anteile an Nichts aufdrücken. Das kann man rechtlich natürlich nicht und
schon die Absicht dies zu tun würde zu Prozessen führen.

Wenn es wirklich so sein sollte, dass es keinen anderen Plan gibt, dann Gute Nacht FCK; aber das
kann und will ich mir nicht vorstellen.

sow42195

Bei der Amtsübernahme hat es Klatt versprochen und bei der JHV hat er sich dafür entschuldigt,
dass er es nicht ausreichend getan hat. Wenn ein Vorstand seine Anhänger mitnehmen will und
sie evtl. noch als Geldgeber benötigt, dann muss er in gewissem Maße schon in seinem eigenen
Interesse für Transparenz sorgen. Mit einer AG hat das nichts zu tun, wie kommst Du da drauf ?
Finanzen |#2915
23.08.2017 - 12:49 Uhr
Zitat von pulder
elbepower

Das Adjektiv will ich nicht benutzen, aber es fängt mit k an und endet mit l.

Lullaby

Ich meine sowohl Rücklagen als auch Rückstellungen, mit beiden Kostenarten kann man in dem
Fall Vorsorge treffen. Mir geht es einfach nur um die Höhe der Abdeckung der Gläubigerforderung.

Also will man in Plan A mit neuem Fremdgeld altes Fremdgeld bedienen. Wird schwer sein einem
serösen Investor zu verkaufen, dass er noch Altschulden ausgleichen muss.
Plan B und C sind ja wohl abenteuerlich. Da will man seinen Anteilseignern sein Geld nicht zurück-
zahlen, sondern ihnen Anteile an Nichts aufdrücken. Das kann man rechtlich natürlich nicht und
schon die Absicht dies zu tun würde zu Prozessen führen.


Das ist gleich auf mehren Ebenen falsch. Zum einen dürfen für die Anleihe keine Rückstellungen gebildet werden. Die Anleihe steht bereits in voller Höhe auf der Passivaseite der Bilanz. Zum anderen wäre der Austausch von Anleihepapieren gegen Anteile an der KGaA ein Tausch von Fremd- gegen Eigenkapital.

Dass wir ohne Anteilverkauf ein Problem kriegen, die Rückzahlung der Anleihe zu finanzieren, liegt aber auf der Hand. Das gilt unabhängig davon, ob die Anteile direkt durch Umwandlung der Anleiheansprüche in Aktien über den Ladentisch gehen oder über Verkäufe an Investoren.

Letzter Ausweg wäre eine erneute Fremdkapitalaufnahme zur Rückzahlung der bestehenden Forderungen. Etwas vergleichbares hat man letzte Saison mit der Rückzahlung der Schulden an die Stadt aus dem aufgenommen 3-Millionen-Kredit bereits gemacht. Hat man den Cash Flow im Verein bis dahin gerade gezogen, sollten sich da auch akzeptable Zinssätze erreichen lassen. Prio muss allerdings die Ausgliederung und Investorensuche haben.

Beste Grüße
Lullaby
Finanzen |#2916
23.08.2017 - 12:54 Uhr
Es ist meiner Meinung nach Unsinn, zu behaupten, es müssten zwingend jetzt schon Rückstellungen für eine Rückzahlung der Anleihe am 1.8.2019 gebildet werden. Sicher wäre es sinnvoll, ja vielleicht sogar hochgradig angezeigt, das zu tun. Aber zwingend notwendig ist es nicht. Voraussetzung für das Unterlassen der Bildung von Rückstellungen wäre freilich, dass ich ein anderweitiges Konzept habe, dessen Funktionieren ausreichend sicher ist.

Angesichts der angedachten Umtauschaktion (Bonds gegen Anteile) scheint dies aber gerade nicht zu sein - ein solcher Umtausch wird nie 100% erreichen und ist eher eine unsichere Sache. Man müsste also Rückstellungen zumindest für ein erwartetes Delta an nicht Umtauschwilligen bilden.

Wiederum andererseits wäre es - rein bilanztechnisch - vollkommen ausreichend, wenn ich sichergestellt habe, dass ich eine Option für eine Anschlussfinanzierung habe, falls andere Pläne scheitern. Das halte ich, gerade wenn wir das EK ausgleichen und das strukturelle Defizit erfolgreich beseitigen, für nicht fernliegend. Dann könnte der FCK die Anleihe mit Fremdkapital ablösen, ob vorübergehend oder dauerhaft. Es wäre dann möglich, ohne vorherige Rückstellungsbildung zu arbeiten. Diese Vorgehensweise wäre, insbesondere wenn man schon vorbereitende Kreditlinien oder zumindest Absichtsvereinbarungen hat auch nicht "grob fahrlässig" sondern eher "marktüblich".

Meine Prognose lautet:
- Ein gewisser Anteil an Anleihen, insbesondere die niedrigeren Denominationen, wird in Anteile getauscht werden. In einem günstigen Fall könnten das 20% sein.
- Ein noch geringerer Anteil hat oder verzichtet noch. Das könnten vielleicht 5% sein.
- Der übrige Teil wird mindestens vorerst mit Fremdkapital refinanziert (mindestens 75%).

Diese 75% können dann, wenn die Ausgliederung einen Investor findet, abgelöst werden oder, falls man diesen nicht findet, müssen aus Überschüssen aus dem laufenden Betrieb rückgeführt werden. Letzteres wäre eine jahrelange Bürde, wobei die derzeitigen Zinsbedingungen es möglich machen würden, falls wir bis dahin unser strukturelles Defizit losgeworden wären. Die Zinszahlungen für die Anleihe hatten wir ja auch bislang schon, für 5-7% können wir uns vermutlich auch refinanzieren.
Finanzen |#2917
23.08.2017 - 13:20 Uhr
Wofür wollen hier einige eine Rückstellung bilden?
Die Anleihe ist doch als Verbindlichkeit verbucht. Würde man eine Rückstellung bilden, würde in dieser Höhe auch Aufwand entstehen, der dementsprechend das Jahresergebnis belastet.
Der Aufwand entsteht dem FCK aber nur durch bevorstehende Zinszahlungen. Und ob man für diese Rückstellungen bilden kann, bin ich mir nicht sicher.
Sollte ich gerade Blödsinn schreiben, bitte korrigieren smile
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BerlinDevil am 23.08.2017 um 13:21 Uhr bearbeitet
Finanzen |#2918
23.08.2017 - 13:47 Uhr
Muss ich nich im Moment noch die Bilanzierung bei uns von der bei einer Kapitalgesellschaft unterscheiden, zumindest was die Regelungen betrifft?

Dann hätten maximal eine GbR, bzw einen stinknormalen Verein. Wird für den genau gleich bilanziert wie anderswo auch? Denn durch die Transfereinnahmen erhöht sich doch erstmal das Vereinskapital, dass durch die Dfl Auflagen bei uns doch eh steigen muss. Oder gibt es durch DFB/DFL wieder Sonderregeln? Die Einnahmen dürften doch auch der Haben-Seite gebucht werden, wie soll das dann unsere Jahresbilanz belasten? Das ist was ich nicht verstehe
Finanzen |#2919
23.08.2017 - 13:48 Uhr
Zitat von BerlinDevil
Wofür wollen hier einige eine Rückstellung bilden?
Die Anleihe ist doch als Verbindlichkeit verbucht. Würde man eine Rückstellung bilden, würde in dieser Höhe auch Aufwand entstehen, der dementsprechend das Jahresergebnis belastet.
Der Aufwand entsteht dem FCK aber nur durch bevorstehende Zinszahlungen. Und ob man für diese Rückstellungen bilden kann, bin ich mir nicht sicher.
Sollte ich gerade Blödsinn schreiben, bitte korrigieren smile


Die User verwechseln hier lediglich Rückstellungen mit Rücklagen.

Rückstellungen können hier maximal für Zinsen gebildet werden, wenn diese in irgendeiner Weise unsicher sind, ansonsten spielen die keine Rolle. Die Anleihe wird mit liquiden Mitteln bezahlt, welche entweder aus Eigenkapital ( Rücklagen aus Gewinnen oder eben eingebrachte Mittel durch eine Ausgliederung ) oder aus Fremdkapital bestehen. Übersteigt der Anleihewert diese Mittel, muss neues FK aufgenommen werden.

Wirkung für den FCK: Man dürfte Stand jetzt einiges an "Kassenbestand" haben, irgendwas um die 8/9 Millionen wenn ich die Zahlen halbwegs richtig im Kopf habe. Und auch das Bilanzergebnis des nächsten Jahres wird positiv ausfallen und EK gebildet werden - das darf man jetzt allerdings auf keinen Fall als "chillig" sehen. Operativ fahren wir immer noch jedes Jahr Verluste, diese 7-8 Mio. an "außerordentlichen Erträgen" sind nunmal nicht planbar und vrsl. auch nicht wiederholbar in den nächsten Jahren. D.h., ein zukünftiges negatives Geschäftsergebnis kann diese gebildeten Rücklagen wieder auffressen. Weswegen unser gewonnenes Geld auch nicht einfach reinvestiert werden kann - Operatives Defizit, dazu zusätzliche Abschreibungen für heutige Ablösesummen = noch größerer Druck, in den nächsten Jahren Spieler zu verkaufen(!!!!!!!!!!), um das EK positiv zu halten. Wobei ich die Laufzeit für unsere EK Auflage jetzt nicht kenne.

Dass wir also nicht ( stark ) reinvestieren, ist aus finanzieller Hinsicht unsere einzige und richtige Möglichkeit und mich nervt es schon ein wenig, dass Klatt und co. dafür angegriffen werden.
Finanzen |#2920
23.08.2017 - 13:53 Uhr
Zitat von fcksupporter96
Muss ich nich im Moment noch die Bilanzierung bei uns von der bei einer Kapitalgesellschaft unterscheiden, zumindest was die Regelungen betrifft?

Dann hätten maximal eine GbR, bzw einen stinknormalen Verein. Wird für den genau gleich bilanziert wie anderswo auch? Denn durch die Transfereinnahmen erhöht sich doch erstmal das Vereinskapital, dass durch die Dfl Auflagen bei uns doch eh steigen muss. Oder gibt es durch DFB/DFL wieder Sonderregeln? Die Einnahmen dürften doch auch der Haben-Seite gebucht werden, wie soll das dann unsere Jahresbilanz belasten? Das ist was ich nicht verstehe


Nein, es wird anders bilanziert. Aber das Grundprinzip bleibt. Wie kommst du denn darauf, dass Transfereinnahmen das Kapital belasten? Die Einnahmen werden sowohl auf Aktivseite ( Bank / Kassenbestand ), als auch auf der Passivseite gebucht ( Über GuV als Ertrag, welcher Aufwendungen in diesem Jahr übersteigen soll und wird und damit EK iFv. Gewinnrücklagen bildet ).
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