1. FC Kaiserslautern 1. FC Kaiserslautern
deadline-day banner

Finanzen

02.12.2019 - 16:18 Uhr
Finanzen |#6031
30.03.2022 - 12:54 Uhr
Zitat von Betzemaster
Dennoch bin ich bis heute der Auffassung, dass die Sperrminorität ein Problem darstellt. Auch wenn sich die SPI als wesentlich solider darstellt, als befürchtet. Aber unterschätze nicht die sportliche Einflussnahme im Hintergrund. Die stört mich, massiv.

Hatte ich ja auch geschrieben. daumen-hoch Mich stört da JEGLICHE sportfachliche Einflussnahme, auch die von SPI. Aber das liegt halt nicht an der Sperrminorität per se (das ist halt Aktienrecht), sondern hängt mit den Interessen des jeweiligen Investors zusammen. --- Und völlig panne war es, da den SPI-Einfluss zu kritisieren, das HPP-"Kompetenzteam" aber zu feiern. augen-zuhalten Und auch bei PMG ist das jetzt ein potenzielles Problem - und nicht die langersehnte Lösung, weil endlich mal jemand ein Netzwerk einbringt.

•     •     •

502 Bad Gateway
nginx
Finanzen |#6032
30.03.2022 - 13:02 Uhr
Hab grad etwas bei dbb gelesen und dabei auf die Zeilen von Ken gestossen. Wenn das alles so stimmt, dann ist es doch eine gute Sache für den FCK.

Ke07111978 hat geschrieben:
Und weil es hier schon wieder ein paarmal geschrieben wurde. Meines Wissens wird nichts verkauft. Es gibt eine Kapitalerhöhung in die KGaA. Das heißt der neue Investor gibt sein Geld in das Unternehmen. Dafür erhält er neue Anteile. Die Altaktionäre (also der FCK eV und die SPI) halten danach entsprechend weniger Anteile. Sie verwässern. Geht man davon aus, dass die selbe Bewertung wie bei der SPI Transaktion zugrundgelegt wird (also EUR 33,3 Mio.), dann sieht die Rechnung wie folgt aus:

33,3 Mio. + 3,5 Mio. Kapitalerhöhung = 36,8 Mio. Daraus ergibt sich für die SPI ein Anteil von 29,9 (vorher 33,3%), des FCK eV von 60,6% (vorher 66,6%) und von der PMG von 9,5%.



Heißt, wenn SPI, wie angekündigt, im Sommer nachschießen will, dass haben sie prozentuell wieder mehr Anteile, dafür aber PMG weniger. Um wieder 10% herzustellen, müßte PMG Geld nachschiessen usw. Kommt ein anderer Investor und holt sich die Anteile für 10%, gibt es wieder Werterhöhung und beide vorhandenen Investoren müßten nachschiessen um ihre Prozente zu behalten.

Habe ich es so richtig verstanden? Frage an unsere Experten.
Finanzen |#6033
30.03.2022 - 16:13 Uhr
@Betzemaster

Um das von meiner Seite abzuschließen und damit das nicht so stehen bleibt. Ich habe hier ganz bewusst niemand direkt angesprochen (nur eine Person indirekt, die aber meines Wissens überhaupt nicht in diesem Forum aktiv ist). Ich sehe die SPI bestimmt nicht unkritisch und ich bin sehr dafür, dass man bei allen Vorgängen rund um den FCK wachsam bleibt. Selbstverständlich schließe ich für mich auch nicht aus, die Vereinsführung oder die Investoren irgendwann zu kritisieren.

Es gab aber in der Vergangenheit eine Form von Kritik, die für meinen Geschmack bereits in den Bereich der Stänkerei aus Prinzip abgedriftet ist. Das wird naturgemäß nicht jeder so beurteilen. Diese Form der Kritik wurde nach meiner Wahrnehmung in erster Linie von Personen angeheizt, deren Motivation für mich insofern zweifelhaft ist, weil sie ihre Position in erstaunlich kurzer Zeit mehrfach gewechselt haben und zwar immer genau so, dass sie konträr zur jeweiligen Vereinsführung standen. Man muss das nicht vertiefen, dazu wurde bereits alles gesagt, auch mehrfach.

Es ging mir weder darum alte Fronten aufzumachen, noch wollte ich Vereinskritik als solches in Frage stellen. Kritik ist immer wichtig. Mir ging es um verschiedene Behauptungen und Unterstellungen, mit denen sich die SPI zu Beginn ihres Engagements konfrontiert sah, die bereits zum damaligen Zeitpunkt mindestens fragwürdig waren und die sich im Nachhinein in ihrer Mehrheit als haltlos und unberechtigt erwiesen haben. Da in der Regel niemand von sich aus zugibt, dass er mit seiner Kritik danebengelegen hat, habe ich das übernommen und gebe natürlich gerne zu, dass ich damit auch provozieren wollte.
Finanzen |#6034
30.03.2022 - 16:31 Uhr
Zitat von Newtrial
Zitat von Betzemaster

Dennoch bin ich bis heute der Auffassung, dass die Sperrminorität ein Problem darstellt. Auch wenn sich die SPI als wesentlich solider darstellt, als befürchtet. Aber unterschätze nicht die sportliche Einflussnahme im Hintergrund. Die stört mich, massiv.

Hatte ich ja auch geschrieben. daumen-hoch Mich stört da JEGLICHE sportfachliche Einflussnahme, auch die von SPI. Aber das liegt halt nicht an der Sperrminorität per se (das ist halt Aktienrecht), sondern hängt mit den Interessen des jeweiligen Investors zusammen. --- Und völlig panne war es, da den SPI-Einfluss zu kritisieren, das HPP-"Kompetenzteam" aber zu feiern. augen-zuhalten Und auch bei PMG ist das jetzt ein potenzielles Problem - und nicht die langersehnte Lösung, weil endlich mal jemand ein Netzwerk einbringt.


Weiß nicht, ob dein Vergleich da so angemessen ist. Die SPI hat - bei allem Respekt vor dem Engagement - keine sportliche Kompetenz. Wirtschaftlich ja, sportlich - nein.

Beim HPP "Kompetenzteam" fällt eine Beurteilung schwer - da dessen Ausgestaltung reine Spekulation ist. Aber damals war unser Hauptproblem eben auch, dass der FCK sportlich seit Jahren nur Scheiße gebaut hat. Sei es Kaderplanung, Trainerwahl oder die Kombination aus beidem. Klar haben da diverse Hoffnungen mitgeschwungen, dass sich da durch externe "Berater" etwas bessert.

Ähnliches auch jetzt. PMG hat offensichtlich sportliche Expertise, einen Plan und ein Netzwerk. Wie das ausgestaltet wird, ist unklar. Wenn man da jetzt Spielball werden würde und Spieler als Leihe aufgedrückt bekommt, die man selbst nicht will - oder noch schlimmer, die wenigen sehr guten Spieler von uns bei anderen PMG Vereinen angeboten werden würden - das wäre natürlich Mist. Glaube ich aber nicht. Weder von Seiten PMG, noch von Seiten Hengen. Auch der Einfluss dürfte dafür aktuell nicht groß genug sein.

Aber, dass sie sich sportlich einmischen wollen - sicher. Und das finde ich (bedingt, je nach Ausgestaltung) auch gut. Denn auch wenn die sportliche Entwicklung diese Saison nach oben gezeigt hat, sollte klar sein, dass wir insbesondere im Aufstiegsfall eine entsprechende Unterstützung mehr als gut gebrauchen könnten. Wir sind dann nämlich Budget mäßig ein kleines Licht und werden auch weiterhin mit strukturellen wirtschaftlichen Problemen rechnen müssen - das ändert sich in Liga 2 auch nur bedingt.

Also ich finde den Vergleich unangemessen. Wenn die SPI nämlich einen Antwerpen kicken will, weil kurzfristig kein Erfolg da war - ohne, dass sie mehr Ahnung hätten, als der Fan vorm TV in der Stammkneipe - dann ist das für mich etwas anderes, als wenn ein strategischer Investor sportliche Expertise & Netzwerk einbringen möchte. Aber vielleicht definierst du "sportliche Einflussnahme" auch einfach nur anders. Die Grenze ist da sehr verschwommen im Hinblick auf "Expertise einbringen und gewisse Ausrichtung auch verlangen" und "wir bezahlen euch, also macht, was wir sagen".
Finanzen |#6035
30.03.2022 - 16:45 Uhr
Zitat von Hephaistos1
Hab grad etwas bei dbb gelesen und dabei auf die Zeilen von Ken gestossen. Wenn das alles so stimmt, dann ist es doch eine gute Sache für den FCK.

Ke07111978 hat geschrieben:
Und weil es hier schon wieder ein paarmal geschrieben wurde. Meines Wissens wird nichts verkauft. Es gibt eine Kapitalerhöhung in die KGaA. Das heißt der neue Investor gibt sein Geld in das Unternehmen. Dafür erhält er neue Anteile. Die Altaktionäre (also der FCK eV und die SPI) halten danach entsprechend weniger Anteile. Sie verwässern. Geht man davon aus, dass die selbe Bewertung wie bei der SPI Transaktion zugrundgelegt wird (also EUR 33,3 Mio.), dann sieht die Rechnung wie folgt aus:

33,3 Mio. + 3,5 Mio. Kapitalerhöhung = 36,8 Mio. Daraus ergibt sich für die SPI ein Anteil von 29,9 (vorher 33,3%), des FCK eV von 60,6% (vorher 66,6%) und von der PMG von 9,5%.



Heißt, wenn SPI, wie angekündigt, im Sommer nachschießen will, dass haben sie prozentuell wieder mehr Anteile, dafür aber PMG weniger. Um wieder 10% herzustellen, müßte PMG Geld nachschiessen usw. Kommt ein anderer Investor und holt sich die Anteile für 10%, gibt es wieder Werterhöhung und beide vorhandenen Investoren müßten nachschiessen um ihre Prozente zu behalten.

Habe ich es so richtig verstanden? Frage an unsere Experten.


Nein. Die SPI würde Bezugsrechte erhalten, sofern die Kapitalerhöhung über 10% liegt. Damit würde man lediglich die alten Anteile wiederherstellen. Der Anteil der PMG bliebe in dem Fall unverändert. Wenn die SPI nachschießt in Form eines Anteilskaufs würde sich auch nichts an den Anteilen der PMG ändern. Nur bei einer erneuten Kapitalerhöhung. Und dass man immer wieder eine Kapitalerhöhung nach der anderen durchzieht, ist ziemlich unrealistisch.
Finanzen |#6036
30.03.2022 - 16:54 Uhr
Zitat von Miltiades
Da in der Regel niemand von sich aus zugibt, dass er mit seiner Kritik danebengelegen hat, habe ich das übernommen und gebe natürlich gerne zu, dass ich damit auch provozieren wollte.

Du hast den Finger in die Wunde gelegt und als jemand, der damals gerne (va zwecks der Beendigung aller alten Seilschaften im und um den FCK) den Weg mit „Dubai“ gegangen wäre und damals auch, aber eben nicht nur die Kommunikation der Entscheidung pro „Regionale“ scharf kritisiert hat, bin ich im Nachhinein froh, dass wir diesen sicherlich nicht perfekten, aber immerhin einigermaßen bekannten Pfad eingeschlagen haben, statt uns auf ein in meinen Augen immer wackliger gewordenes EV-Insolvenzexperiment mit Wilhelm einzulassen. Dass ich mit letzterem zunehmend meine Schwierigkeiten hatte, habe ich ja schon des Öfteren geschrieben; ist mE wenig sinnvoll, hier noch einmal in die Details zu gehen.
Die SPI nehme ich heute deutlich positiver wahr als vor zwei Jahren, wobei das natürlich auch an der sportlichen Entwicklung der letzten zwölf Monate liegt. Alles andere wäre gelogen. Diese positive Gesamtwahrnehmung deckt sich zwar nicht mit meiner Wahrnehmung einzelner Gesellschafter dieser GmbH, aber das ist zumindest derzeit ein für mich absolut nachrangiges Thema.

Was hier in den Beiträgen, die ich auf die Schnelle überflogen habe, auch zur Sprache kam, ist die Befürchtung, jetzt so richtig in die Transferpolitik hineingeredet zu bekommen. Diese Sorge teile ich und es wäre ein absurder Witz der FCK-Geschichte, wenn jetzt, wo nach fünf Jahren eines Vakuumzustands auf der wichtigsten Position des Vereins mit Hengen eine fähige Person am Werk ist, diese völlig entmachtet würde, damit der FCK irgendwelche angeblichen Supertalente von irgendwo auf der Welt ausprobiert, damit im unwahrscheinlichen Falle, dass so etwas dann doch einmal klappt, die PMG den fetten Reibach machen kann. Die Berichte über ihre anderen Clubs stimmen mich da nicht gerade optimistisch und in diesem Direktvergleich muss man dann eben auch erwähnen, dass die SPI den Geldbeutel immerhin für kurzfristige sportliche Hilfen aufgemacht hat. Boyd, Götze, Zimmer sind nicht da, um zu ihren Gunsten teuer verkauft zu werden, sondern um den FCK in Gefilde zu führen, in denen die Anteile der SPI deutlich werthaltiger werden.

Naja, man wird sehen, wie es weitergeht. Derzeit sind unsere neuen Gesellschafter der Juniorpartner der SPI und das Investment bewegt sich noch in einem Rahmen, in dem Nardi und Dienes die Anteile notfalls übernehmen können.
Sollten sich diese Kräfteverhältnisse ändern und der FCK nicht mehr Anlage-, sondern Spekulationsobjekt (siehe die oben skizzierten Transfers) werden, hätte ich damit aber ein ernsthaftes Problem. Da würden die Interessen der Investoren meinen als Fan diametral entgegenlaufen und dann wäre ich auch sehr wahrscheinlich raus.
Ich glaube nicht, dass es in dieser Gruppe irgendeinen Hauch von emotionaler Verbundenheit zum FCK gibt - und dementsprechend werde ich auf deren Verhalten blicken.
Finanzen |#6037
30.03.2022 - 17:03 Uhr
Zitat von FCK-Tribun

Was hier in den Beiträgen, die ich auf die Schnelle überflogen habe, auch zur Sprache kam, ist die Befürchtung, jetzt so richtig in die Transferpolitik hineingeredet zu bekommen. Diese Sorge teile ich(...)


Dafür gibt es faktisch keinerlei Anlass.


Zitat von FCK-Tribun

damit im unwahrscheinlichen Falle, dass so etwas dann doch einmal klappt, die PMG den fetten Reibach machen kann.


Ich für meinen Teil hoffe, dass die PMG den fetten Reibach machen kann. Würde nämlich bedeuten, dass der FCK sich stabilisiert hat - sowohl wirtschaftlich, als auch sportlich.
Finanzen |#6038
30.03.2022 - 17:13 Uhr
Zitat von Virez
Zitat von FCK-Tribun

damit im unwahrscheinlichen Falle, dass so etwas dann doch einmal klappt, die PMG den fetten Reibach machen kann.


Ich für meinen Teil hoffe, dass die PMG den fetten Reibach machen kann. Würde nämlich bedeuten, dass der FCK sich stabilisiert hat - sowohl wirtschaftlich, als auch sportlich.

Das war bezogen auf high risk Spekulationen wie das Zocken auf große Transfererlöse für angebliche Toptalente. Wenn die PMG genauso vorgeht wie die SPI und Gelder freigibt, um den FCK zu sportlichem Erfolg zu führen, gönne ich denen jeden Cent, den ihre Anteile infolgedessen mehr wert sind.
Finanzen |#6039
30.03.2022 - 17:20 Uhr
@Fcktribun ... ich bin mir nicht sicher ob deine Angst bezüglich Transferpolitik wirklich begründet ist. Schaut man sich die einzelnen Vereine der PMG an und ihre Transfers, dann hat man durch die etwaige Weiterentwicklung von Talenten nicht wirklich viel Geld eingenommen. Ergo wird das nicht das Hauptaugenmerk des Engagements sein Spieler aus dem eigenen Pool weiterzuentwickeln und dadurch Geld zu verdienen.

Der größte Erfolg von PMG ist die Weiterentwicklung von Nizza aus Liga 3 in Ligue 1 und den Verkauf der Anteile. Damit hat PMG richtig Geld verdient. Darum wird es auch beim Engagement in Kaiserslautern gehen.

Weiterentwicklung und Verkauf. Letztlich ist das die einzige Chance des FCK wieder nach oben zu kommen. Immer mit dem Risiko irgendwann in falsche Hände zu kommen. Aber wie sich die SPI darstellt, möchte sie ihre Sperrminorität behalten. Es muss nicht immer ein Fluch sein, wenn auch das Herz eine gewisse Rolle spielt und es nicht nur um Zahlen geht. Daher ist es vielleicht nicht schlecht wenn die regionalen im Verein verbleiben.

•     •     •

Ein Pessimist wird immer irgendwann mal Recht haben, aber bis dahin hatte er wenig Freude.
Finanzen |#6040
30.03.2022 - 17:32 Uhr
Zitat von Virez
Also ich finde den Vergleich unangemessen. Wenn die SPI nämlich einen Antwerpen kicken will, weil kurzfristig kein Erfolg da war - ohne, dass sie mehr Ahnung hätten, als der Fan vorm TV in der Stammkneipe - dann ist das für mich etwas anderes, als wenn ein strategischer Investor sportliche Expertise & Netzwerk einbringen möchte. Aber vielleicht definierst du "sportliche Einflussnahme" auch einfach nur anders. Die Grenze ist da sehr verschwommen im Hinblick auf "Expertise einbringen und gewisse Ausrichtung auch verlangen" und "wir bezahlen euch, also macht, was wir sagen".

Mir geht es um die doch sehr ungleiche Gewichtung von Vor- und Nachteilen eines Invests, was die - vermutlich zwangsläufige - Einmischung nach dem Motto "Wer die Musik zahlt, bestimmt auch, was gespielt wird" angeht. Ich überspitze es jetzt mal nur der Verdeutlichung wegen, nicht um Öl ins Feuer zu gießen oder irgendwem etwas zu unterstellen:

Narrativ 1: SPI hat keine sportliche Kompetenz, hätte aufgrund kurzfristiger Erfolglosigkeit beinahe Antwerpen gekippt, ist in alte Seilschaften involviert, die den FCK seit vielen Jahrzehnten schwer belasten und beinhaltet mit Dieter Buchholz einen Investor, der als Strippenzieher für all das steht, was wir wohl alle hier gerne für immer überwinden würden.

Narrativ 2: Ein strategischer Investor mit sportfachlichem Plan und Netzwerk könnte den gordischen Knoten der alten Seilschaften bei uns endgültig durchschlagen, müsste dafür eben auch das Sagen haben, wäre langfristig orientiert, anstatt einen kurzfristig erfolglosen Trainer zu canceln, am Berg würde endlich eine neue Professionalität einziehen und wir würden mal perspektivisch nicht von 5-10, sondern von 50-100 Mio Euronen reden, mit denen wir wirklich und nachhaltig nach oben kommen könnten.

Ich finde diese beiden miteinander verknüpften Narrative, die das ausmachen, was man hier "Kritiker" nennt, gegenüber SPI einseitig-ungerecht und gegenüber neuen potenziellen strategischen Partnern blauäugig-naiv:

Zu SPI: Es fehlt jeglicher Ansatz einer Würdigung, dass es ohne diese Gruppe von Mittelständlern und zugleich FCK-Fans (denn das sind sie allesamt) den FCK schon gar nicht mehr geben würde. Dazu habe ich bereits genug geschrieben. Mir geht es dabei nicht um Unterwürfigkeit oder ein "Kritikverbot", sondern darum, dass sich seit der Planinsolvenz praktisch jede Unterstellung gegenüber der Gruppe sukzessive von selbst erledigt hat.

Zu potentiellen Ankerinvestoren: Sowohl die Kompetenz- als auch die Nachhaltigkeitsunterstellung ist da nicht mehr als ein "Prinzip Hoffnung". Aber dennoch lässt man sich nicht davon irritieren, wenn sämtliche Gläubiger, Insolvenzverwalter, Gerichte und Gremien ein Investmentangebot wie das aus Dubai für komplett unseriös erklären. Da wird dann VT gestrickt. Und obwohl wir jahrelang äußerst schlechte Erfahrungen mit einem schwerpunktmäßigen Daten-Scouting gemacht haben und man an Spieler-Verschiebebahnhöfe a'la Becca oder jetzt PMG ja auch mal die Frage stellen könnte, ob die Spielerverwertungsinteressen des Investors da die Frage nach der sportfachlichen Nützlichkeit eines Transfers im Zweifelsfall überlagern könnten - und man das Spektrum potenzieller Neuzugänge dadurch evt. dramatisch verengen würde - wird so etwas einseitig als Chance und nicht auch als Risiko bewertet. Einmal ganz davon abgesehen, dass sich die Einflußnahme des Investors auf das operative sportfachliche Geschäft damit dramatisch potenziert - also genau die Konstellation, zu der "Kritiker" bei SPI (oder früher bei der Kontroverse um Becca) ganz sensibel waren bzw. sind.

Wie gesagt, das ist überzeichnet und ich will niemanden hier einer dieser idealtypischen Positionen in Gänze zuordnen. Aber es wird eben mit zweierlei Maß gemessen, getreu der Weisheit, dass der SPI-Prophet im eigenen Land nix gilt, der Fremde aus Arabien oder Hawaii aber - bar jeglicher Faktizität - mit den schönsten Hoffnungen begrüßt wird. Ich lehne PMG nicht ab, aber ich begleite das eben erstmal kritisch und schaue mir an, wie nachhaltig und strategisch orientiert das dann künftig wirklich aussieht. Und ich spreche SPI nicht von jeglichen Fehlern frei - Antwerpen zu vergrätzen wäre ein absolut unverzeihlicher Fehler (gewesen) - aber ich erkenne auch an, dass sie den FCK effektiv unterstützen, weil er ihnen am Herzen liegt. Was aber nicht geht ist, dass bei einem neuen Investor die Einmischung ins operative Geschäft mit Hoffnungen begleitet, bei SPI aber verurteilt wird.

Wir alle wissen, dass eine Ausgliederung immer mit einem gewissen Autonomieverlust einhergeht und dass es auf die konkrete Konstellation ankommt, wie sich dies dann auswirkt. Aber wenn dies so ist, verurteile ich eben nicht per se die eine Gruppe aufgrund einer mißliebigen Person, während ich die andere Gruppe begrüße, damit sie den Laden endlich mal auf links dreht - scheißegal, was das bedeuten mag, weil ja angeblich alles besser sei als der Status Quo. Dieses Ressentiment zieht halt spätestens dann nicht mehr, wenn man nach langen Jahren erstmals im Saisonendspurt auf einem Aufstiegsplatz steht. In so einer Situation möchte ich eigentlich so viel wie möglich an sportfachlicher Autonomie bewahren, wobei neue Kontakte und frisches Geld immer willkommen sind. Und zwar genau so lange, wie man das Angebot nach sorgfältiger Prüfung seitens GF/SD und Trainergespann dann halt eben auch ablehnen kann!

•     •     •

502 Bad Gateway
nginx

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 30.03.2022 um 17:49 Uhr bearbeitet
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.