Finanzen
02.12.2019 - 16:18 Uhr
Quelle: www.ksc.de
Welche Auswirkungen hätte die Antragsstellung auf die KSC-Fananlage?
Emittentin der Fananlage ist der Karlsruher SC e.V. Die Antragsstellung der Karlsruher SC GmbH & Co. KGaA hätte deshalb keine Auswirkungen auf die Fananlage.
Haben wir bei uns nicht den selben Fall? Emittentin der Fananlage ist der Karlsruher SC e.V. Die Antragsstellung der Karlsruher SC GmbH & Co. KGaA hätte deshalb keine Auswirkungen auf die Fananlage.
Die Anleihe wurde ja auch vom e.V. ausgegeben. Daher dürften die Fans/Zeichner der Anleihe und Kapilendo ja weiterhin Forderungen an den e.V. haben, die nicht verfallen und im Jahr 2022 zurückzuzahlen sind.
Zitat von Brownie72
Ich hatte bereits an anderer Stelle, mal möglichst neutral, meine Meinung zu der Stadionthematik kundgetan. Wenn man deine Beiträge hier so liest ist dass für einen Außenstehenden schon krass.
Kurz zusammengefasst ist die Meinung vieler hier im Forum die, dass ihr durch die Planinsolvenz alle Schulden los seid, indem ihr die Gläubiger, die euch die letzten Jahre überhaupt am Leben gehalten haben, mit geringen Beträgen abspeist. Frei nach dem Motto friss oder stirb. Hier handelt es sich meines Wissens nach auch um regionale Geldgeber. Was ihr da an Verhandlungsmasse habt, dürfte im Vergleich zu euren Verbindlichkeiten nicht der Rede wert sein.
Danach steigt dann der große Investor ein. Jetzt muss natürlich noch der Stadt die Pistole auf die Brust gedrückt werden. Da es ja nur einen Mieter gibt kann man sicher die ohnehin seit Jahren lächerliche Miete nochmal drücken. Am besten bis auf null. Vielleicht Zahlt ja die Stadt noch was, weil der FCK zahlt ja auch Steuern. Alternativ wäre man eventuell auch bereit das Stadion für einen Appel und ein Ei zu kaufen.
Ist das alles dann durch kann man endlich einen Etat aufstellen, der Meilenweit über dem der Konkurrenz liegt und einen Aufstieg so gut wie garantiert. Sorry ist vielleicht etwas überspitzt aber so ähnlich liest sich das schon in eurem Forum.
Es gibt auch einige User hier im Forum, die das ganze deutlich realistischer sehen. Bei den Meisten ist von Demut oder dergleichen nicht viel zu sehen. Es geht immer nur darum, dass andere für die Fehler des FCK gerade stehen sollen und müssen. Das ist bei euch seit gefühlten 20 Jahren so. Mir fällt auch kein anderer Verein ein, bei dem das inzwischen derart zum Selbstverständnis gehört, über seine Verhältnisse zu leben und dafür andere die Zeche zahlen zu lassen (Stichwort Stadionmiete).
Zum Schluss noch ein Paar Worte zur Stadionsituation. Es ist glaube ich immer gut, sich mal in die Situation der Gegenseite zu versetzen. Letztlich kann die Stadt bei einer Partnerschaft mit dem FCK nichts gewinnen. Die Mieten die ihr seit Jahren zahlt betragen nur einen Bruchteil der Zinslast. Das einzig wirkliche Pfund was ihr habt ist m.E. dass niemand Schuld am Untergang des FCK sein will. Eine Vermarktung des gesamten Geländes wäre für die Stadt die einzige Möglichkeit aus der Situation herauszukommen. Hier wäre die Insolvenz der optimale Zeitpunkt für die Stadt. Ich hoffe, das ihr das nicht unterschätzt. Die Stadt braucht kein Stadion, ganz im Gegenteil. Ihr schon.
Leider verfestigt sich bei mir und auch bei vielen aus meinem Umfeld das Gefühl, das es beim FCK immer so läuft, dass man Jahrelang auf viel zu großem Fuß lebt und irgendwann dann irgendwer die Zeche zahlen soll. Das kostet euch leider viele Sympathien in der Region.
Mir ist natürlich bewusst, dass es nicht viele Alternativen gibt. Aber ein wenig mehr Anstand und Demut sind glaube ich manchmal nicht verkehrt.
Zitat von pulder
Previal,
die Stadiongesellschaft ist Eigentümer und Vermieter des Stadions. Sie kann ihr Grundstück auch verkommen lassen. Allerdings erhält sie dann schon aus der Pflichtverletzung heraus keine Miete mehr. Für wie lange die Rücklagen der Stadiongesellschaft reichen, weiß wahrscheinlich keiner von uns. Aber sie sind endlich, wenn
nur Kosten und keine Erträge entstehen.
Stadt und Stadiongesellschaft sind eigenständige Rechtspersonen. Wo soll da die rechtliche Grundlage
für " Hin- und Herschieben " sein ( Verträge ). Für die Kreditsicherung ist gerade die Bürgschaft vereinbart
worden und diese wäre definitiv fällig.
Sinn und Zweck der Planinsolvenz ist, zumindest de jure nicht, dass der FCK wieder im Fritz Walter Stadion
spielen kann. Sinn und Zweck ist die Sanierung des Vereins. Ein Stadion für Geisterspiele wird sich finden
lassen im nächsten halben Jahr, falls überhaupt gespielt wird. Zur Not spielen wir auf dem Fröhnerhof.
Previal,
die Stadiongesellschaft ist Eigentümer und Vermieter des Stadions. Sie kann ihr Grundstück auch verkommen lassen. Allerdings erhält sie dann schon aus der Pflichtverletzung heraus keine Miete mehr. Für wie lange die Rücklagen der Stadiongesellschaft reichen, weiß wahrscheinlich keiner von uns. Aber sie sind endlich, wenn
nur Kosten und keine Erträge entstehen.
Stadt und Stadiongesellschaft sind eigenständige Rechtspersonen. Wo soll da die rechtliche Grundlage
für " Hin- und Herschieben " sein ( Verträge ). Für die Kreditsicherung ist gerade die Bürgschaft vereinbart
worden und diese wäre definitiv fällig.
Sinn und Zweck der Planinsolvenz ist, zumindest de jure nicht, dass der FCK wieder im Fritz Walter Stadion
spielen kann. Sinn und Zweck ist die Sanierung des Vereins. Ein Stadion für Geisterspiele wird sich finden
lassen im nächsten halben Jahr, falls überhaupt gespielt wird. Zur Not spielen wir auf dem Fröhnerhof.
Ich hatte bereits an anderer Stelle, mal möglichst neutral, meine Meinung zu der Stadionthematik kundgetan. Wenn man deine Beiträge hier so liest ist dass für einen Außenstehenden schon krass.
Kurz zusammengefasst ist die Meinung vieler hier im Forum die, dass ihr durch die Planinsolvenz alle Schulden los seid, indem ihr die Gläubiger, die euch die letzten Jahre überhaupt am Leben gehalten haben, mit geringen Beträgen abspeist. Frei nach dem Motto friss oder stirb. Hier handelt es sich meines Wissens nach auch um regionale Geldgeber. Was ihr da an Verhandlungsmasse habt, dürfte im Vergleich zu euren Verbindlichkeiten nicht der Rede wert sein.
Danach steigt dann der große Investor ein. Jetzt muss natürlich noch der Stadt die Pistole auf die Brust gedrückt werden. Da es ja nur einen Mieter gibt kann man sicher die ohnehin seit Jahren lächerliche Miete nochmal drücken. Am besten bis auf null. Vielleicht Zahlt ja die Stadt noch was, weil der FCK zahlt ja auch Steuern. Alternativ wäre man eventuell auch bereit das Stadion für einen Appel und ein Ei zu kaufen.
Ist das alles dann durch kann man endlich einen Etat aufstellen, der Meilenweit über dem der Konkurrenz liegt und einen Aufstieg so gut wie garantiert. Sorry ist vielleicht etwas überspitzt aber so ähnlich liest sich das schon in eurem Forum.
Es gibt auch einige User hier im Forum, die das ganze deutlich realistischer sehen. Bei den Meisten ist von Demut oder dergleichen nicht viel zu sehen. Es geht immer nur darum, dass andere für die Fehler des FCK gerade stehen sollen und müssen. Das ist bei euch seit gefühlten 20 Jahren so. Mir fällt auch kein anderer Verein ein, bei dem das inzwischen derart zum Selbstverständnis gehört, über seine Verhältnisse zu leben und dafür andere die Zeche zahlen zu lassen (Stichwort Stadionmiete).
Zum Schluss noch ein Paar Worte zur Stadionsituation. Es ist glaube ich immer gut, sich mal in die Situation der Gegenseite zu versetzen. Letztlich kann die Stadt bei einer Partnerschaft mit dem FCK nichts gewinnen. Die Mieten die ihr seit Jahren zahlt betragen nur einen Bruchteil der Zinslast. Das einzig wirkliche Pfund was ihr habt ist m.E. dass niemand Schuld am Untergang des FCK sein will. Eine Vermarktung des gesamten Geländes wäre für die Stadt die einzige Möglichkeit aus der Situation herauszukommen. Hier wäre die Insolvenz der optimale Zeitpunkt für die Stadt. Ich hoffe, das ihr das nicht unterschätzt. Die Stadt braucht kein Stadion, ganz im Gegenteil. Ihr schon.
Leider verfestigt sich bei mir und auch bei vielen aus meinem Umfeld das Gefühl, das es beim FCK immer so läuft, dass man Jahrelang auf viel zu großem Fuß lebt und irgendwann dann irgendwer die Zeche zahlen soll. Das kostet euch leider viele Sympathien in der Region.
Mir ist natürlich bewusst, dass es nicht viele Alternativen gibt. Aber ein wenig mehr Anstand und Demut sind glaube ich manchmal nicht verkehrt.
Sorry Brownie, wenn meine Vorstellungen den Deinigen nicht entsprechen und ich die Dinge etwas
FCK bezogener und nüchterner sehe.
Dass der FCK seit 20 Jahren sowohl sportlich als auch wirtschaftlich mit wenigen Ausnahmen desaströs
agiert ist jedem bekannt und wird auch von jedem FCK Fan hingenommen.
Deine Sachdarstellung ist in vielen Punkten falsch, deckt sich in wesentlichen Punkten nicht mit meinen
Wahrnehmungen. Ich bin auf die Punkte schon oft eingegangen und erspare mir das an dieser Stelle. Ich
blase auch nicht in das Horn, der arme FCK ist von Becca reingelegt worden ( ist er nicht ) und die
Quattrex, die uns Risikokredite gegeben hat, ist zu bedauern, wenn sie nicht zu 100% entschädigt wird.
Jeder Wirtschaftsteilnehmer hat die Möglichkeit sich innerhalb der gesetzlichen Vorgaben so zu verhalten,
dass er das für ihn Beste herausholt. Da ist der FCK traditionell an die Werte Fritz Walters gebunden.
Fritz Walter hätte gewollt, dass der FCK weiter erfolgreich Fußball spielt und alle Chancen nutzt.
Von der derzeitigen Geschäftsleitung erwarte ich, dass sie den bestmöglichen Weg geht und wenn dass der
der Planinsolvenz ist, dann ist der zu gehen. An dieser Stelle bin ich auch nicht der Meinung von Newtrial,
dass man aus Zeitgründen zögert eine Planinsolvenz abzulehnen, um dann in einer eventuellen Regel-
insolvenz ( wo ist moralisch der Unterschied ) zu scheitern.
Wenn, und das deutest Du ja auch an, der FCK aufgrund dieser Verhaltensweise zu Vorteilen gegenüber
anderen, derzeit hoch gesponserten Plastikvereinen oder sogar anders finanzierten Vereinen kommt,
dann hätten, noch ist es ja nicht soweit, diese das auch zu akzeptieren. Dieser Kampf am Markt findet
derzeit in fast allen Branchen statt.
Ich kann Deine Position akzeptieren, das ist aber auch schon alles. Alles Gute nach Köln.
Zitat von AlterFritz
Für mich ist das kein Widerspruch zu Tradition und Moral. Man rettet so einen Teil für die Gläubiger, tut man es nicht, bekommen sie nichts. Also nicht verwerflich. Insolvenzen haben seit Jahrzehnten „Tradition“.
Für mich ist das kein Widerspruch zu Tradition und Moral. Man rettet so einen Teil für die Gläubiger, tut man es nicht, bekommen sie nichts. Also nicht verwerflich. Insolvenzen haben seit Jahrzehnten „Tradition“.
Sehe ich auch so. Ich denke auch mal, dass wir uns einig sind, dass wir ohne Hilfe aus der aktuellen Situation nicht rauskommen. Und dieser "Vergleich", diese Planinsolvenz ist so eine Hilfe. Gehen wir ganz pleite, ist das gesamte geliehende Geld futsch...nur wie man das mit dem Stadion lösen will ist mir trotzdem noch ein Rätsel. Eigentlich müssten wir es kaufen
...oder eben ein Investor...wobei der Unterhalt für einen Drittligisten auch einfach nicht machbar ist. Schwierig! Dazu wird es ggf. das ganze restliche Jahr nur Geisterspiele geben...
Zitat von pulder
An dieser Stelle bin ich auch nicht der Meinung von Newtrial, dass man aus Zeitgründen zögert eine Planinsolvenz abzulehnen, um dann in einer eventuellen Regelinsolvenz ( wo ist moralisch der Unterschied ) zu scheitern
An dieser Stelle bin ich auch nicht der Meinung von Newtrial, dass man aus Zeitgründen zögert eine Planinsolvenz abzulehnen, um dann in einer eventuellen Regelinsolvenz ( wo ist moralisch der Unterschied ) zu scheitern
Bitte was soll ich gesagt haben? Ich verstehe den Satz überhaupt nicht. Zur Klarstellung meiner Position: Wenn sich der Optionsraum auf die Frage Plan- oder Regelinsolvenz verengt (hat), muss man erstere wählen, na klar! Dass dies nach den bislang vorliegenden Statements und Medienberichten aber noch nicht unbedingt der Fall zu sein scheint, habe ich bereits ausgeführt.
Die Moral kommt bzw. käme für mich erst an dem Punkt ins Spiel, wo man einen gangbaren Weg der Vereinsentwicklung unter Einbezug des Geradestehens für eingegangene Verbindlichkeiten nun nicht mehr wählen würde, weil man mit der Plan-Insolvenz die fettere Beute machen kann. --- Die Regeländerung des DFB ist für Vereine gedacht, die durch die Pandemie unverschuldet in Schieflage geraten sind. Und nicht für solche, die seit Jahr und Tag unseriös wirtschaften und auch vor der Pandemie schon aus dem letzten Loch gepfffen haben.
Ich gebe Dir aber recht, dass die Vereinsführung dazu verpflichtet ist, die beste Lösung für den Verein anzustreben. Und das mag es auch rechtfertigen, als Pandemie-Gewinner auf einer Welle zu surfen, auf der man eigentlich nur bedingt was zu suchen hat.
Auch gebe ich Dir und @FckTribun recht, dass es zum gut verzinsten Geschäftsrisiko von Risikokapitalgebern gehört, einen Teil ihres Geldes zu verlieren. Ganz bestimmt habe ich mit denen persönlich auch kein Mitleid und weine ihnen keine Krokodilsträne nach. Darum geht es gar nicht.
Um was es geht, sind unternehmensethische Leitlinien des Handelns. Mein Blick ist auf den FCK bezogen innengeleitet, nicht außengeleitet auf die Stakeholder im möglichen Plan-Insolvenzverfahren. Die Überzeugungskraft eines Markus Merk rührt davon her, wie er auf gemeinsame Werte und faire Lösungen fokussiert und für ein integres und auf die Rückgewinnung von Vertrauen ausgerichtetes unternehmerisches Handeln des FCK steht. Und dies stünde für mich halt, gelinde gesagt, in einem Spannungsverhältnis zur Einteilung der Welt in "gute" Heimtstadt und Anleihen zeichnenden Fans (die man auszahlen soll) vs. "bösen" Heuschrecken, die man ruhigen Gewissens um ihr Geld bringen darf. --- Ist halt eine Art Privatmoral, die man sich als Fan ja auch leisten kann. Ob man damit die sowieso schon arg malträtierte Reputation des FCK in Fußball-Deutschland nach vorne bringt, sei aber dahin gestellt.
Aber egal, je länger sich die Corona-Krise hinzieht, umso wahrscheinlicher wird die "Alternativlosigkeit" dieses möglichen Auswegs. Vielleicht ist das auch jetzt schon der Fall. Mir stoßen dabei auch eher die rechtfertigenden diskursiven Wendehalsmanöver hier auf. Kleines Beispiel: Wurde noch vor wenigen Wochen die Weichel-Forderung nach Übertragung von Aktienanteilen an die Stadt hier mehrheitlich im Brustton der Überzeugung zurückgewiesen, ginge es jetzt scheinbar problemlos klar, Akteuren wie Quattrex und Lagadere Anteile zu übereignen. Vielleicht muss ich mich einfach noch an die pace dieses diskursiven "Erlaubt ist, was uns nützt"-Manövers gewöhnen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 04.04.2020 um 13:22 Uhr bearbeitet
Grüßt euch,
Direkt vorne weg, ich will hier gar nicht pöbeln oder so. Bin Mainzer, aber trotz aller Rivalität Versuch ich das ganze neutral zusehen und freu mich allein schon für meine FCK Fans im Bekanntenkreis wenn der FCK die Kurve bekommen würde.
Lese hier oft und lange still mit und da sind mir halt ein paar Sachen „aufgefallen“ die ich doch schon kritisch finde.
Zum einen wird oft gegen Stadt & Land geschossen.
Die Stadt und das Land wollten die WM unbedingt.
Meiner Meinung nach, hätten die ohne die Zustimmung vom FCK gar nix wollen dürfen. Der FCK hat allem zugestimmt und kann daher die Schuld nicht auf andere schieben.
Dann kommt die Stadt, gründet eine Stadiongesellschaft um euch den glotz vom Bein abzunehmen. Auch die Vertragsbedingungen, kosten für 1., 2. und 3. Liga ( wobei letztere glaub gar nicht explizit festgehalten wurden?) und imstandhaltung wurden von beiden Seiten ausgehandelt und unterzeichnet. Von dem her erschließt sich mir nicht, warum man sich jetzt beschwert? Wenn dann kann sich das doch nur gegen den alten eigenen Vorstand richten, der das abgesegnet hat.
Und ich denke, die Miete war für 1. Liga Verhältnisse vollkommen okay.
Vermute hier war man eher so naiv und glaubte Szenarien mit längerem 2. Liga Aufenthalt treten nicht ein, 3. Liga schonmal gar nicht.
Der nächste Punkt, irgendwie habt ihr es immer geschafft, das Geld noch zusammen zu bekommen um nicht vor Jahren schon den Gang in in die Insolvenz beantragen zu müssen.
Natürlich mit Knebelveträgen. Aber auch hier gilt meiner Meinung, man hat sich damals dazu entschieden diese einzugehen und nicht den Weg der Insolvenz zu gehen.
Heute hat man vermutlich mehr Gläubiger und offene Rechnungen als vor 12 Jahren.
Die Firmen die euch damals den ***** gerettet haben, werden hier als Kredithaie betitelt. Nehmen wir jetzt einfach mal quattex ( oder wie sie sich nennen ), die sich speziell auf sowas aufgestellt haben. Die haben jetzt vermutlich massig „Kunden“ die in ähnlichen Problemen wie ihr steckt. Also wird die Firma auf kurz oder lang, auch über Insolvenz nachdenken müssen und auch da hängen Arbeitsplätze dran.
Dann liest man oft, „ja wenn wir wieder die Kurve kriegen, profitieren alle Seiten davon“. Soweit so richtig, aber irgendwo fällt dann für euch ein Verein wieder hinten runter. Nehmen wir jetzt zb. Einfach mal Freiburg. Dann haben dort neben dem SC die Gastronomen das Problem, das die Einnahmen durch Zuschauer wegbrechen und somit das Land weniger steuern. In der Bundesliga gibts halt nur 18 lukrative Plätze, bei irgendwem entsteht immer ein finanzieller Einbruch.
Viel Gerede, was wahrscheinlich eh jedem klar ist.
Ich wünsche euch alles gute und hoffe auf eine Lösung bei der nicht die Leute ihren Laden dicht machen müssen, die euch unterstützt haben. Während ihr, durch diese planinsolvenz in paar Jahren vielleicht wieder das dicke Geld macht, aber von euren „Rettern“ keiner mehr was davon hat.
Direkt vorne weg, ich will hier gar nicht pöbeln oder so. Bin Mainzer, aber trotz aller Rivalität Versuch ich das ganze neutral zusehen und freu mich allein schon für meine FCK Fans im Bekanntenkreis wenn der FCK die Kurve bekommen würde.
Lese hier oft und lange still mit und da sind mir halt ein paar Sachen „aufgefallen“ die ich doch schon kritisch finde.
Zum einen wird oft gegen Stadt & Land geschossen.
Die Stadt und das Land wollten die WM unbedingt.
Meiner Meinung nach, hätten die ohne die Zustimmung vom FCK gar nix wollen dürfen. Der FCK hat allem zugestimmt und kann daher die Schuld nicht auf andere schieben.
Dann kommt die Stadt, gründet eine Stadiongesellschaft um euch den glotz vom Bein abzunehmen. Auch die Vertragsbedingungen, kosten für 1., 2. und 3. Liga ( wobei letztere glaub gar nicht explizit festgehalten wurden?) und imstandhaltung wurden von beiden Seiten ausgehandelt und unterzeichnet. Von dem her erschließt sich mir nicht, warum man sich jetzt beschwert? Wenn dann kann sich das doch nur gegen den alten eigenen Vorstand richten, der das abgesegnet hat.
Und ich denke, die Miete war für 1. Liga Verhältnisse vollkommen okay.
Vermute hier war man eher so naiv und glaubte Szenarien mit längerem 2. Liga Aufenthalt treten nicht ein, 3. Liga schonmal gar nicht.
Der nächste Punkt, irgendwie habt ihr es immer geschafft, das Geld noch zusammen zu bekommen um nicht vor Jahren schon den Gang in in die Insolvenz beantragen zu müssen.
Natürlich mit Knebelveträgen. Aber auch hier gilt meiner Meinung, man hat sich damals dazu entschieden diese einzugehen und nicht den Weg der Insolvenz zu gehen.
Heute hat man vermutlich mehr Gläubiger und offene Rechnungen als vor 12 Jahren.
Die Firmen die euch damals den ***** gerettet haben, werden hier als Kredithaie betitelt. Nehmen wir jetzt einfach mal quattex ( oder wie sie sich nennen ), die sich speziell auf sowas aufgestellt haben. Die haben jetzt vermutlich massig „Kunden“ die in ähnlichen Problemen wie ihr steckt. Also wird die Firma auf kurz oder lang, auch über Insolvenz nachdenken müssen und auch da hängen Arbeitsplätze dran.
Dann liest man oft, „ja wenn wir wieder die Kurve kriegen, profitieren alle Seiten davon“. Soweit so richtig, aber irgendwo fällt dann für euch ein Verein wieder hinten runter. Nehmen wir jetzt zb. Einfach mal Freiburg. Dann haben dort neben dem SC die Gastronomen das Problem, das die Einnahmen durch Zuschauer wegbrechen und somit das Land weniger steuern. In der Bundesliga gibts halt nur 18 lukrative Plätze, bei irgendwem entsteht immer ein finanzieller Einbruch.
Viel Gerede, was wahrscheinlich eh jedem klar ist.
Ich wünsche euch alles gute und hoffe auf eine Lösung bei der nicht die Leute ihren Laden dicht machen müssen, die euch unterstützt haben. Während ihr, durch diese planinsolvenz in paar Jahren vielleicht wieder das dicke Geld macht, aber von euren „Rettern“ keiner mehr was davon hat.
Ich denke man muss hier mal klarstellen und bedenken dass die Planinsolvenz durchaus auch scheitern kann. Man sollte sich mal etwas mit dem Verfahrensablauf vertraut machen. Die Hauptarbeit erfolgt im Vorfeld dieser Insolvenzanmeldung, nämlich Gespräche mit den Gläubigern führen. Jetzt weiß ich natürlich nicht welche Gläubiger da auf den Plan kommen. Quattrex dürfte wohl der größte Brocken sein. Auch die Stadiongesellschaft dürfte erhebliche Forderungen haben. Die Einigung mit den Hauptgläubigern im Vorfeld führt nämlich dazu dass man später beim Insolvenzgericht im Gläubigertermin keine bösen Überraschungen erlebt, nämlich dass der Insolvenzplan abgelehnt wird. Zwar kann ich mit einem zweiten Plan und mit Zustimmung des Gerichts nachbessern, wenn jedoch die Mittel fehlen wird das auch nicht laufen. Und der Fall dass ein Gericht den Insolvenzplan durchwirkt, also die Ablehnung der Gläubiger durch eigene Zustimmung ersetzt ist auch die Ausnahme. Scheitert also die Planinsolvenz wird der Beauftragte Insolvenzverwalter das Regelinsolvenzverfahren durchführen und das war es dann mit dem FCK.
Was ich damit sagen will, man sollte im Vorfeld die entscheidenden Gläubiger, die ja einen rechtsgültigen Anspruch haben, nicht durch Aussagen, wie z. B. um die tut es mir nicht leid, die Heuschrecken o.ä. diskreditieren, sondern und das kann ein Markus Merk sicherlich sehr gut, das Gespräch und die Verhandlungen suchen. Ein Planinsolvenzverfahren ist eine rechtlich zulässige Möglichkeit der Sanierung, der Schuß kann aber auch ganz schnell auch nach hinten los gehen.
Was ich damit sagen will, man sollte im Vorfeld die entscheidenden Gläubiger, die ja einen rechtsgültigen Anspruch haben, nicht durch Aussagen, wie z. B. um die tut es mir nicht leid, die Heuschrecken o.ä. diskreditieren, sondern und das kann ein Markus Merk sicherlich sehr gut, das Gespräch und die Verhandlungen suchen. Ein Planinsolvenzverfahren ist eine rechtlich zulässige Möglichkeit der Sanierung, der Schuß kann aber auch ganz schnell auch nach hinten los gehen.
@Newtrial
Nur um noch mal meine Position zu präzisieren:
Mir persönlich ist es überhaupt nicht recht, Quattrex und Lagadere FCK-Anteile abzutreten.
Das ist so ziemlich das Letzte, das ich für gut heißen würde. Im Gegensatz zur Stadt stehen diese Anteile dann nämlich nicht nur nicht mehr als Verhandlungsmasse gegenüber anderen potentiellen Geldgebern zur Verfügung. Sondern sie gehören zum Portfolio von Akteuren, bei denen es mich schon abstößt, dass man überhaupt die Notwendigkeit gesehen hat, mit ihnen Geschäfte zu machen.
Meine diesbezüglichen Fragen zielten eher darauf ab, wie die Rechtslage ist - ob das Planinsolvenzverfahren es also ermöglicht, Anteile abzutreten, um die Gläubiger zur Zustimmung zu bewegen.
Für mich wäre eine positive Antwort aber nicht gut, sondern würde für mich gegen diesen Weg sprechen.
Du hast ja auch absolut Recht, dass unser Ansehen unter diesem Trick leiden würde. Ich werfe nur die Frage auf - wäre das im Regelinsolvenzfall anders, wenn gutgläubige Gläubiger (Fans!) ihr gesamtes Geld verlieren würden? Natürlich geht es mir auch um persönliche Sympathien, es wäre ja lachhaft, wenn ich was anderes behaupten würde.
Ja, mir tut es leid, wenn jemand sein eigenes privates Geld dem FCK aus Vereinsverbundenheit gibt (psychische Zwangslage, bei dem Stellenwert, den der Club für viele Kapilendo-Zeichner hat!) und dann nichts mehr davon sieht. Bei Quattrex denk ich mir dann eher: Pech peng.
Merk und Co müssen abwägen zwischen dem Reputationsverlust, wenn große Finanzgeber zu einem teilweisen Verzicht bewegt werden und demjenigen, zu dem es kommt, wenn alle alles verlieren.
So sehe ich zumindest die Situation.
Wir sind doch eh schon der Verein, der auf Kosten des Steuerzahlers dilettiert und dem alles unberechtigt sonst wohin geschoben wird. Wer den FCK nicht mag, dem sind die Hintergründe schnurzpiepegal - und der dreht sich diese Situazin eh, wie es ihm passt:
Entweder ist man unredlich, weil man sich durch die durch Corona ermöglichte Planinsolvenz einen Vorteil verschafft oder man ist das Allerletzte, weil man es um seines Rufs willen nicht tut und somit seinen eigenen Fans schadet.
Der FCK kann jetzt eh machen, was er will - es wird Buhrufe und Missgunstdebatten hageln.
Wenn man vom gallischen Dorf spricht (und da bin ich sofort dabei!), ist es doch wichtiger, den Ruf in der Stadt und in der Region zu schützen als bei denjenigen, die eh immer was zu mosern haben (Quante and Friends; die Mainzer etc pp).
Auch wenn du sagst, Dortmund interessiere dich insofern nicht - heute kräht kein Hahn mehr danach. Heute ist der BVB der tolle Traditionsclub mit den Supertalenten und den geilen Fans. Geldgeber haben die auch gefunden.
Oder die Arminia: Sind jetzt der geile Traditionsverein auf dem Weg zurück in die Bundesliga, den man lieber haben will als den Kühne-HSV. Die Umstände der Entschuldung jucken keinen!
Unser Alleinstellungsmerkmal als Traditionsverein, der sich den Verlockungen des Mammons versagt und der lieber in niederen Klassen dahinsiecht (ehrenhaftes Leiden etc) ist doch seit Becca eh weg.
Das heißt nicht, dass man jetzt jede Moral über Bord werfen soll. Aber wenn es darum geht, den FCK für die Menschen in der Region zu erhalten und Heuschrecken dafür in die Röhre schauen - dann mag das eine opportunistische Robin-Hood-Mentalität sein.
Das Vorgehen entspricht aber der Verantwortung für die Menschen rund um den FCK am ehesten.
Nur um noch mal meine Position zu präzisieren:
Mir persönlich ist es überhaupt nicht recht, Quattrex und Lagadere FCK-Anteile abzutreten.
Das ist so ziemlich das Letzte, das ich für gut heißen würde. Im Gegensatz zur Stadt stehen diese Anteile dann nämlich nicht nur nicht mehr als Verhandlungsmasse gegenüber anderen potentiellen Geldgebern zur Verfügung. Sondern sie gehören zum Portfolio von Akteuren, bei denen es mich schon abstößt, dass man überhaupt die Notwendigkeit gesehen hat, mit ihnen Geschäfte zu machen.
Meine diesbezüglichen Fragen zielten eher darauf ab, wie die Rechtslage ist - ob das Planinsolvenzverfahren es also ermöglicht, Anteile abzutreten, um die Gläubiger zur Zustimmung zu bewegen.
Für mich wäre eine positive Antwort aber nicht gut, sondern würde für mich gegen diesen Weg sprechen.
Du hast ja auch absolut Recht, dass unser Ansehen unter diesem Trick leiden würde. Ich werfe nur die Frage auf - wäre das im Regelinsolvenzfall anders, wenn gutgläubige Gläubiger (Fans!) ihr gesamtes Geld verlieren würden? Natürlich geht es mir auch um persönliche Sympathien, es wäre ja lachhaft, wenn ich was anderes behaupten würde.
Ja, mir tut es leid, wenn jemand sein eigenes privates Geld dem FCK aus Vereinsverbundenheit gibt (psychische Zwangslage, bei dem Stellenwert, den der Club für viele Kapilendo-Zeichner hat!) und dann nichts mehr davon sieht. Bei Quattrex denk ich mir dann eher: Pech peng.
Merk und Co müssen abwägen zwischen dem Reputationsverlust, wenn große Finanzgeber zu einem teilweisen Verzicht bewegt werden und demjenigen, zu dem es kommt, wenn alle alles verlieren.
So sehe ich zumindest die Situation.
Wir sind doch eh schon der Verein, der auf Kosten des Steuerzahlers dilettiert und dem alles unberechtigt sonst wohin geschoben wird. Wer den FCK nicht mag, dem sind die Hintergründe schnurzpiepegal - und der dreht sich diese Situazin eh, wie es ihm passt:
Entweder ist man unredlich, weil man sich durch die durch Corona ermöglichte Planinsolvenz einen Vorteil verschafft oder man ist das Allerletzte, weil man es um seines Rufs willen nicht tut und somit seinen eigenen Fans schadet.
Der FCK kann jetzt eh machen, was er will - es wird Buhrufe und Missgunstdebatten hageln.
Wenn man vom gallischen Dorf spricht (und da bin ich sofort dabei!), ist es doch wichtiger, den Ruf in der Stadt und in der Region zu schützen als bei denjenigen, die eh immer was zu mosern haben (Quante and Friends; die Mainzer etc pp).
Auch wenn du sagst, Dortmund interessiere dich insofern nicht - heute kräht kein Hahn mehr danach. Heute ist der BVB der tolle Traditionsclub mit den Supertalenten und den geilen Fans. Geldgeber haben die auch gefunden.
Oder die Arminia: Sind jetzt der geile Traditionsverein auf dem Weg zurück in die Bundesliga, den man lieber haben will als den Kühne-HSV. Die Umstände der Entschuldung jucken keinen!
Unser Alleinstellungsmerkmal als Traditionsverein, der sich den Verlockungen des Mammons versagt und der lieber in niederen Klassen dahinsiecht (ehrenhaftes Leiden etc) ist doch seit Becca eh weg.
Das heißt nicht, dass man jetzt jede Moral über Bord werfen soll. Aber wenn es darum geht, den FCK für die Menschen in der Region zu erhalten und Heuschrecken dafür in die Röhre schauen - dann mag das eine opportunistische Robin-Hood-Mentalität sein.
Das Vorgehen entspricht aber der Verantwortung für die Menschen rund um den FCK am ehesten.
Zitat von Newtrial
Bitte was soll ich gesagt haben? Ich verstehe den Satz überhaupt nicht. Zur Klarstellung meiner Position: Wenn sich der Optionsraum auf die Frage Plan- oder Regelinsolvenz verengt (hat), muss man erstere wählen, na klar! Dass dies nach den bislang vorliegenden Statements und Medienberichten aber noch nicht unbedingt der Fall zu sein scheint, habe ich bereits ausgeführt.
Die Moral kommt bzw. käme für mich erst an dem Punkt ins Spiel, wo man einen gangbaren Weg der Vereinsentwicklung unter Einbezug des Geradestehen für eingegangene Verbindlichkeiten nun nicht mehr wählen würde, weil man mit der Plan-Insolvenz die fettere Beute machen kann. --- Die Regeländerung des DFB ist für Vereine gedacht, die durch die Pandemie unverschuldet in Schieflage geraten sind. Und nicht für solche, die seit Jahr und Tag unseriös wirtschaften und auch vor der Pandemie schon aus dem letzten Loch gepfffen haben.
Ich gebe Dir aber recht, dass die Vereinsführung dazu verpflichtet ist, die beste Lösung für den Verein anzustreben. Und das mag es auch rechtfertigen, als Pandemie-Gewinner auf einer Welle zu surfen, auf der man eigentlich nur bedingt was zu suchen hat.
Auch gebe ich Dir und @FckTribun recht, dass es zum gut verzinsten Geschäftsrisiko von Risikokapitalgebern gehört, einen Teil ihres Geldes zu verlieren. Ganz bestimmt habe ich mit denen persönlich auch kein Mitleid und weine ihnen keine Krokodilsträne nach. Darum geht es gar nicht.
Um was es geht, sind unternehmensethische Leitlinien des Handelns. Mein Blick ist auf den FCK bezogen innengeleitet, nicht außengeleitet auf die Stakeholder im möglichen Plan-Insolvenzverfahren. Die Überzeugungskraft eines Markus Merk rührt davon her, wie er auf gemeinsame Werte und faire Lösungen fokussiert und für ein integres und auf die Rückgewinnung von Vertrauen ausgerichtetes unternehmerisches Handeln des FCK steht. Und dies stünde für mich halt, gelinde gesagt, in einem Spannungsverhältnis zur Einteilung der Welt in "gute" Heimtstadt und Anleihen zeichnenden Fans (die man auszahlen soll) vs. "bösen" Heuschrecken, die man ruhigen Gewissens um ihr Geld bringen darf. --- Ist halt eine Art Privatmoral, die man sich als Fan ja auch leisten kann. Ob man damit die sowieso schon arg malträtierte Reputation des FCK in Fußball-Deutschland nach vorne bringt, sei aber dahin gestellt.
Aber egal, je länger sich die Corona-Krise hinzieht, umso wahrscheinlicher wird die "Alternativlosigkeit" dieses möglichen Auswegs. Vielleicht ist das auch jetzt schon der Fall. Mir stoßen dabei auch eher die rechtfertigenden diskursiven Wendehalsmanöver hier auf. Kleines Beispiel: Wurde noch vor wenigen Wochen die Weichel-Forderung nach Übertragung von Aktienanteilen an die Stadt hier mehrheitlich im Brustton der Überzeugung zurückgewiesen, ginge es jetzt scheinbar problemlos klar, Akteuren wie Quattrex und Lagadere Anteile zu übereignen. Vielleicht muss ich mich einfach noch an die pace dieses diskursiven "Erlaubt ist, was uns nützt"-Manövers gewöhnen.
Zitat von pulder
An dieser Stelle bin ich auch nicht der Meinung von Newtrial, dass man aus Zeitgründen zögert eine Planinsolvenz abzulehnen, um dann in einer eventuellen Regelinsolvenz ( wo ist moralisch der Unterschied ) zu scheitern
An dieser Stelle bin ich auch nicht der Meinung von Newtrial, dass man aus Zeitgründen zögert eine Planinsolvenz abzulehnen, um dann in einer eventuellen Regelinsolvenz ( wo ist moralisch der Unterschied ) zu scheitern
Bitte was soll ich gesagt haben? Ich verstehe den Satz überhaupt nicht. Zur Klarstellung meiner Position: Wenn sich der Optionsraum auf die Frage Plan- oder Regelinsolvenz verengt (hat), muss man erstere wählen, na klar! Dass dies nach den bislang vorliegenden Statements und Medienberichten aber noch nicht unbedingt der Fall zu sein scheint, habe ich bereits ausgeführt.
Die Moral kommt bzw. käme für mich erst an dem Punkt ins Spiel, wo man einen gangbaren Weg der Vereinsentwicklung unter Einbezug des Geradestehen für eingegangene Verbindlichkeiten nun nicht mehr wählen würde, weil man mit der Plan-Insolvenz die fettere Beute machen kann. --- Die Regeländerung des DFB ist für Vereine gedacht, die durch die Pandemie unverschuldet in Schieflage geraten sind. Und nicht für solche, die seit Jahr und Tag unseriös wirtschaften und auch vor der Pandemie schon aus dem letzten Loch gepfffen haben.
Ich gebe Dir aber recht, dass die Vereinsführung dazu verpflichtet ist, die beste Lösung für den Verein anzustreben. Und das mag es auch rechtfertigen, als Pandemie-Gewinner auf einer Welle zu surfen, auf der man eigentlich nur bedingt was zu suchen hat.
Auch gebe ich Dir und @FckTribun recht, dass es zum gut verzinsten Geschäftsrisiko von Risikokapitalgebern gehört, einen Teil ihres Geldes zu verlieren. Ganz bestimmt habe ich mit denen persönlich auch kein Mitleid und weine ihnen keine Krokodilsträne nach. Darum geht es gar nicht.
Um was es geht, sind unternehmensethische Leitlinien des Handelns. Mein Blick ist auf den FCK bezogen innengeleitet, nicht außengeleitet auf die Stakeholder im möglichen Plan-Insolvenzverfahren. Die Überzeugungskraft eines Markus Merk rührt davon her, wie er auf gemeinsame Werte und faire Lösungen fokussiert und für ein integres und auf die Rückgewinnung von Vertrauen ausgerichtetes unternehmerisches Handeln des FCK steht. Und dies stünde für mich halt, gelinde gesagt, in einem Spannungsverhältnis zur Einteilung der Welt in "gute" Heimtstadt und Anleihen zeichnenden Fans (die man auszahlen soll) vs. "bösen" Heuschrecken, die man ruhigen Gewissens um ihr Geld bringen darf. --- Ist halt eine Art Privatmoral, die man sich als Fan ja auch leisten kann. Ob man damit die sowieso schon arg malträtierte Reputation des FCK in Fußball-Deutschland nach vorne bringt, sei aber dahin gestellt.
Aber egal, je länger sich die Corona-Krise hinzieht, umso wahrscheinlicher wird die "Alternativlosigkeit" dieses möglichen Auswegs. Vielleicht ist das auch jetzt schon der Fall. Mir stoßen dabei auch eher die rechtfertigenden diskursiven Wendehalsmanöver hier auf. Kleines Beispiel: Wurde noch vor wenigen Wochen die Weichel-Forderung nach Übertragung von Aktienanteilen an die Stadt hier mehrheitlich im Brustton der Überzeugung zurückgewiesen, ginge es jetzt scheinbar problemlos klar, Akteuren wie Quattrex und Lagadere Anteile zu übereignen. Vielleicht muss ich mich einfach noch an die pace dieses diskursiven "Erlaubt ist, was uns nützt"-Manövers gewöhnen.
In diesem Punkt habe ich Dich missverstanden, sorry. Meine Bedenken sind halt, dass sich bei einem
zögerlichen Verhalten, aus welchen Gründen auch immer, die Bedingungen wieder zu unseren Ungunsten
ändern und der Zeitvorteil verloren geht.
Bezüglich der Kreditgebung an den FCK sind wir uns einig. Alle Kreditgeber mußten und müssen mit
dem Totalverlust rechnen. Insbesondere die Quattrex arbeitet auf diesem Geschäftsfeld und verdient
auch gut, siehe Union Berlin. Auch Becca ist in diesem Geschäftsfeld tätig und muss deshalb mit dem
Verlust seiner 2,6 Mios. rechnen; deshalb hat er uns halt nicht mehr gegeben. Einzig die Fananleihen
waren verwerflich; dies habe ich aber immer betont. Andererseits, hätte der FCK die Kredite nicht erhalten,
gäbe es ihn nicht mehr.
Ich denke, man muss sich komplett vom Gestern freimachen, gedanklich auf 0 stellen, und ja die
jeweilige rechtliche Situation für den Verein nutzen. Klingt hart, entspricht auch nicht den ethischen
Grundsätzen und Werten des Vereins, könnte aber dazu führen, dass der Verein in der Post-Corona-Zeit
besser positioniert ist als jetzt.
@FckTribun - Ich bin kein Experte, aber das, was @klami gerade geschrieben hat, halte ich für wichtig! Die Plan-Insolvenz ist kein Wünsch-Dir-Was für Robin Hoods, vielmehr muss man genau mit den ganz großen Gläubigern ein Agreement finden, wenn das Ergebnis Zustimmung finden soll. Also gehe ich mal davon aus, dass insbesondere Quattrex seine Interessen weitaus besser schützen kann als die Anleihen zeichnenden Fans. Ich gehe fest davon aus, dass unsere Anleihengelder da unter die Räder kommen.
Und was dann aus der SG wird, steht ja auch noch in den Sternen. Sollte sie in der Folge ebenfalls in die Insolvenz gehen, wird die ganze Nummer schwer berechenbar. Darüber habe ich hier im Thread die Tage schon genug geschrieben.
Ich habe also sowohl Fragezeichen, was die Machbarkeit als auch was die Legitimität der ganzen Geschichte angeht. Mag sein, dass ein Ertrinkender, dem ein Rettungsring zugeworfen wird, nicht groß danach fragt, ob das Material gesundheitsschädliche Weichmacher enthält...
Markus Merk hatte eine ganz andere große Lösung unter Einbezug der Stadionfrage im Sinn. Noch vor ca. einer Woche beliefen sich die zusätzlichen Corona-Belastungen nach Voigt auf eine gute Million. Lass es jetzt mal zwei, vielleicht drei sein. Das ist noch nicht zwingend die Größenordnung, wo man alle vorhandenen Pläne über Bord schmeißt. Ist ja nicht so, dass unsere Verbindlichkeiten sich bislang verdoppelt hätten, oder so. Sollte es also die Möglichkeit geben, "Kurs zu halten", so wäre das für mich immer noch Plan A - und die Plan-Insolvenz evt. Plan B oder C. Niemand von uns hat Einblicke in das Paket, das Team Merk nach eigenem Bekunden bis Ende Januar schon so gut wie geschnürt hätte, wäre Weichel da nicht dazwischen gekommen. Und niemand von uns weiß, wie unrealistisch ein Erfolg der derzeit unterbrochenen Investorengespräche in Zukunft sein wird. Dass es nicht rosig aussieht, ist aber natürlich klar.
Und was dann aus der SG wird, steht ja auch noch in den Sternen. Sollte sie in der Folge ebenfalls in die Insolvenz gehen, wird die ganze Nummer schwer berechenbar. Darüber habe ich hier im Thread die Tage schon genug geschrieben.
Ich habe also sowohl Fragezeichen, was die Machbarkeit als auch was die Legitimität der ganzen Geschichte angeht. Mag sein, dass ein Ertrinkender, dem ein Rettungsring zugeworfen wird, nicht groß danach fragt, ob das Material gesundheitsschädliche Weichmacher enthält...
Markus Merk hatte eine ganz andere große Lösung unter Einbezug der Stadionfrage im Sinn. Noch vor ca. einer Woche beliefen sich die zusätzlichen Corona-Belastungen nach Voigt auf eine gute Million. Lass es jetzt mal zwei, vielleicht drei sein. Das ist noch nicht zwingend die Größenordnung, wo man alle vorhandenen Pläne über Bord schmeißt. Ist ja nicht so, dass unsere Verbindlichkeiten sich bislang verdoppelt hätten, oder so. Sollte es also die Möglichkeit geben, "Kurs zu halten", so wäre das für mich immer noch Plan A - und die Plan-Insolvenz evt. Plan B oder C. Niemand von uns hat Einblicke in das Paket, das Team Merk nach eigenem Bekunden bis Ende Januar schon so gut wie geschnürt hätte, wäre Weichel da nicht dazwischen gekommen. Und niemand von uns weiß, wie unrealistisch ein Erfolg der derzeit unterbrochenen Investorengespräche in Zukunft sein wird. Dass es nicht rosig aussieht, ist aber natürlich klar.
Zitat von Newtrial
Markus Merk hatte eine ganz andere große Lösung unter Einbezug der Stadionfrage im Sinn. Noch vor ca. einer Woche beliefen sich die zusätzlichen Corona-Belastungen nach Voigt auf eine gute Million. Lass es jetzt mal zwei, vielleicht drei sein. Das ist noch nicht zwingend die Größenordnung, wo man alle vorhandenen Pläne über Bord schmeißt.
Markus Merk hatte eine ganz andere große Lösung unter Einbezug der Stadionfrage im Sinn. Noch vor ca. einer Woche beliefen sich die zusätzlichen Corona-Belastungen nach Voigt auf eine gute Million. Lass es jetzt mal zwei, vielleicht drei sein. Das ist noch nicht zwingend die Größenordnung, wo man alle vorhandenen Pläne über Bord schmeißt.
Die ganz große Lösung unter Einbezug der Stadionfrage war entweder:
1) Langfristig gemeint, nach einem potentiellen Aufstieg in höher klassige Ligen, oder:
2) Unter Einbezug eines Investors, der, warum auch immer, bereit wäre, so hohe Schulden zu übernehmen.
Da zweiteres in der 3. Liga absolut unwahrscheinlich ist, dürfte eher 1) seine Intention gewesen sein. In der 3. Liga ist eine "große Lösung mit Klärung der Stadionfrage" absolut unrealistisch, egal ob mit Investoren, oder ohne. Warum, hatte ich vor paar Seiten auch schon aus wirtschaftlicher Sicht erläutert.
Und Investoren werden sich in der derzeitigen Corona Situation sicher noch weitaus schwerer überzeugen lassen, als vorher. Zum Einen, weil durch diese Krise nahezu jeder Investor selbst hohe Risiken und/oder Verluste tragen muss. Zum Anderen, weil die Situation der Liga und somit die weitere Entwicklung aktuell nur schwer abschätzbar sein wird. Selbst nach einer potentiellen Planinsolvenz müsste man erstmal wieder Leute finden, die bereit sind, da Geld reinzustecken. Ansonsten ist dann nämlich nichts gewonnen, außer bisschen Zeit. Schließlich müssen die Gläubiger auch dann weiterhin befriedigt werden.
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