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Jahreshauptversammlung 2018

26.11.2018 - 16:24 Uhr
Jahreshauptversammlung 2018 |#1701
03.12.2018 - 15:08 Uhr
Zitat von blumenpflanzer
Zitat von FCB-MICHO-ZE

Der zweite Punkt der mir auffiel, ist die Gegenseite. In den drei Tagen seit der Rede, habe ich praktisch nicht einen einzigen Beitrag hier gesehen, der auch nur eines der Argumente entkräftet. Da wird höchstens versucht einzelne Punkte zu relativieren. Ansonsten findet eine inhaltliche Auseinandersetzung überhaupt nicht statt.


Warum denn Gegenseite? Es nervt, dass hier oftmals alles nur noch Schwarz und Weiss gesehen wird. Wenn du genauer hinschaust, solltest du feststellen, dass die "Gegenseite" die verschiedensten Grautöne hat und ebenfalls bei weitem nicht alles gut findet, was Hoeness macht.
Was genau soll man am Inhalt kritisieren, wenn man es genau so sieht? Warum darf man nicht relativieren, wenn man manche Punkte als nicht so schlimm wie dargestellt empfindet? Wer aufhört zu relativieren und gar nicht erst versucht, die Dinge mal von einer anderen Seite zu sehen, verfällt in ein Extrem, und das ist selten etwas Gutes.

Zitat von FCB-MICHO-ZE

Es wird lediglich die Form bemängelt, was schon grotesk ist, ist Hoeneß doch der Meister der Polemik (mir müssten seine Befürworter dann auch mal erklären, warum sie höhere Maßstäbe an einen ungeübten Redner aus der Wallachei anlegen, als am Chef des mitgliederstärksten Sportvereins der Welt) und wurde lediglich mit den eigenen Waffen geschlagen.


Wofür wird Hoeness denn hier ständig und aufs Schärfste kritisiert? Unter anderem doch für seine Polemik und seine Doppelmoral, oder? Nun war die Rede von Becks ebenfalls in Teilen sehr polemisch und wird hier gefeiert wie sonstwas. Wie nennt man das? Doppelmoral, oder nicht?
Soweit ich das beurteilen kann, setzt hier niemand höhere Maßstäbe an Becks an als an Hoeness. Ich persönlich zum Beispiel bin ein Freund der Polemik. Ich fand die Rede von Becks sehr gut, aber ich mag auch die oft polemischen Aussagen von Hoeness. Nur, wenn man ständig ein Stilmittel von Hoeness kritisiert, um es dann selbst gegen ihn einzusetzen, weil es einem gerade nützlich erscheint, empfinde ich das als opportun und heuchlerisch.

Zitat von FCB-MICHO-ZE

Ich meine, wie kann man den Mann noch verteidigen?


Wie es bei den anderen Relativierern und Verteidigern aussieht, weiß ich nicht. Für mich kann ich nur sagen:
ich finde ihn sympathisch, für mich wiegen seine Verdienste (aktuell) noch schwerer als seine Fehler und wenn schon gefühlt 90% der aktiven Schreiber des Forums nichts anderes tun, als ihn für alles zu kritisieren, was er tut oder was er nicht tut, dann stelle ich mich da schon aus Prinzip dagegen und werde nicht selber auch noch mitmachen.

Polemik beschreibt in diesem Zusammenhang nur das gewählte Mittel. Ob hinter der Polemik ein nachprüfbarer oder gar belegter Sachverhalt steht, ist damit noch nicht gesagt.

Nur mal als Beispiel, der Herr Özil: Hoeneß behauptete, der würde seit der EM bei Arsenal ständig auf der Ersatzbank sitzen. Jeder Mensch mit Internetzugang konnte und kann sich nach wie vor davon überzeugen, dass Özil 16/17 und 17/18 im Schnitt pro Einsatz 84 bzw. 85 Minuten auf dem Feld stand! Wenn er nicht spielte, fehlte er fast ausschließlich verletzungsbedingt oder wurde in der Gruppenphase der EL geschont. Bei aller Liebe, man kann ja einen Rotationsspieler überzeichnend auf die Bank reden, aber einen unstrittigen Stammspieler (!) als aussortiert darzustellen und nebenbei noch sei dreist zu sein und dem Nationaltrainer zu empfehlen den Spieler öfter zu beobachten, das ist entweder rotzfrech, strunzdumm, unanständig oder weiß der Kuckuck was. Es ist aber keine Polemik! Und den Rettungsring Emotion werfe ich Hoeneß schon zweimal nicht zu, denn erstens fiel die Aussage bei einem geplanten TV-Auftritt mit genügend zeitlichen Abstand zur WM sowie genügend Distanz zum Spieler (kein eigener) und zweitens hat Hoeneß überhaupt kein Recht darauf, dass immer und immer wieder Dritte eine etwaige Charakterschwächen ertragen müssen.
Jahreshauptversammlung 2018 |#1702
03.12.2018 - 15:38 Uhr
Zitat von FCB-MICHO-ZE
Der Auftritt ist jetzt drei Tage her und wie die meisten hier, habe ich die Reaktionen sehr, sehr genau verfolgt. Zwei Dinge sind mir aufgefallen:
Es gibt überwältigenden Zuspruch. Das wiederum hätte ich niemals für möglich gehalten. Die Vehemenz der Pfiffe, als Hoeneß nicht drauf eingehen wollte, hat mich schon überrascht. Nun selbst drei Tage später, sehe ich immer noch deutlichen Zuspruch. Das finde ich bemerkenswert. Hoeneß ist definitiv angeschlagen, das sah man bereits bei der JHV und nun auch angezählt. Die nächsten Jahre werden wohl ungemütlich, denn ohne einen Kampf geht der nicht.

Der zweite Punkt der mir auffiel, ist die Gegenseite. In den drei Tagen seit der Rede, habe ich praktisch nicht einen einzigen Beitrag hier gesehen, der auch nur eines der Argumente entkräftet. Da wird höchstens versucht einzelne Punkte zu relativieren. Ansonsten findet eine inhaltliche Auseinandersetzung überhaupt nicht statt. Es wird lediglich die Form bemängelt, was schon grotesk ist, ist Hoeneß doch der Meister der Polemik (mir müssten seine Befürworter dann auch mal erklären, warum sie höhere Maßstäbe an einen ungeübten Redner aus der Wallachei anlegen, als am Chef des mitgliederstärksten Sportvereins der Welt) und wurde lediglich mit den eigenen Waffen geschlagen.
Nebenbei wird hier dann noch oft und gerne behauptet, es wäre gelogen worden. Wo kann aber keiner sagen.

Jo, da bleibt nur festzuhalten, dass Becks hier komplett ins Schwarze getroffen hat. Und zwar so sehr, dass die Seite Hoeneß sich nicht mal mehr die Mühe macht so zu tun, als ginge es um irgendwas anderes, als Hoeneß selbst. Ich meine, wie kann man den Mann noch verteidigen? Dessen Hauptargument gegen Becks ist es, dass dieser einen Laptop besitzt und gar so dreist war, sich auf eine Rede auch noch vorzubereiten. Das wiederum sagt mehr über die fehlende Professionalität von Hoeneß, als über Becks aus. Etwas mehr Vorbereitung hätte uns bei der PK damals sicherlich gut getan.

Hoeneß ist am Ende. Das konnte jeder sehen, der den man nicht als quasi gottgleich verehrt. Wie lange dieses Ende sich hinziehen wird, keine Ahnung. Aber die inhaltliche Auseinandersetzung hat er spektakulär verloren.


Absolute Zustimmung.

Genau deswegen ist es mMn auch so eine gute Idee, jetzt einen absolut sachlichen und fundierten Brief zu verfassen.
Denn dann fällt das quasi einzige Gegenargument von Uli und seinen Anhängern (Polemik, zum Teil fehlender Respekt etc.) direkt weg uns es MUSS um den Inhalt gehen.
Jahreshauptversammlung 2018 |#1703
03.12.2018 - 15:42 Uhr
Hat sich Becks nach seinem einen Posting vom Samstag eigentlich nochmal hier gemeldet und näheres erzählt wie es ihm seither ergangen ist bzw. wie etwaige Reaktionen waren? Würde mich interessieren. Ich denke ein ganz normales Leben hat er in den letzten 72 Stunden nicht mehr geführt. Cool
Jahreshauptversammlung 2018 |#1704
03.12.2018 - 16:15 Uhr
Zitat von FCB-MICHO-ZE
Zitat von alexxxx

Zitat von FCB-MICHO-ZE

Zitat von blumenpflanzer

Zitat von FCB-MICHO-ZE

Der zweite Punkt der mir auffiel, ist die Gegenseite. In den drei Tagen seit der Rede, habe ich praktisch nicht einen einzigen Beitrag hier gesehen, der auch nur eines der Argumente entkräftet. Da wird höchstens versucht einzelne Punkte zu relativieren. Ansonsten findet eine inhaltliche Auseinandersetzung überhaupt nicht statt.


Warum denn Gegenseite? Es nervt, dass hier oftmals alles nur noch Schwarz und Weiss gesehen wird. Wenn du genauer hinschaust, solltest du feststellen, dass die "Gegenseite" die verschiedensten Grautöne hat und ebenfalls bei weitem nicht alles gut findet, was Hoeness macht.
Was genau soll man am Inhalt kritisieren, wenn man es genau so sieht? Warum darf man nicht relativieren, wenn man manche Punkte als nicht so schlimm wie dargestellt empfindet? Wer aufhört zu relativieren und gar nicht erst versucht, die Dinge mal von einer anderen Seite zu sehen, verfällt in ein Extrem, und das ist selten etwas Gutes.

Zitat von FCB-MICHO-ZE

Es wird lediglich die Form bemängelt, was schon grotesk ist, ist Hoeneß doch der Meister der Polemik (mir müssten seine Befürworter dann auch mal erklären, warum sie höhere Maßstäbe an einen ungeübten Redner aus der Wallachei anlegen, als am Chef des mitgliederstärksten Sportvereins der Welt) und wurde lediglich mit den eigenen Waffen geschlagen.


Wofür wird Hoeness denn hier ständig und aufs Schärfste kritisiert? Unter anderem doch für seine Polemik und seine Doppelmoral, oder? Nun war die Rede von Becks ebenfalls in Teilen sehr polemisch und wird hier gefeiert wie sonstwas. Wie nennt man das? Doppelmoral, oder nicht?
Soweit ich das beurteilen kann, setzt hier niemand höhere Maßstäbe an Becks an als an Hoeness. Ich persönlich zum Beispiel bin ein Freund der Polemik. Ich fand die Rede von Becks sehr gut, aber ich mag auch die oft polemischen Aussagen von Hoeness. Nur, wenn man ständig ein Stilmittel von Hoeness kritisiert, um es dann selbst gegen ihn einzusetzen, weil es einem gerade nützlich erscheint, empfinde ich das als opportun und heuchlerisch.

Zitat von FCB-MICHO-ZE

Ich meine, wie kann man den Mann noch verteidigen?


Wie es bei den anderen Relativierern und Verteidigern aussieht, weiß ich nicht. Für mich kann ich nur sagen:
ich finde ihn sympathisch, für mich wiegen seine Verdienste (aktuell) noch schwerer als seine Fehler und wenn schon gefühlt 90% der aktiven Schreiber des Forums nichts anderes tun, als ihn für alles zu kritisieren, was er tut oder was er nicht tut, dann stelle ich mich da schon aus Prinzip dagegen und werde nicht selber auch noch mitmachen.


Dein letzter Absatz sagt alles. Du verteidigst ihn aus Prinzip, weil du ihn magst. Mehr muss ich nicht wissen. Du bestätigst alles, was ich euch vorwerfe. Inhalte sind euch vollkommen egal, Argumente sind euch vollkommen egal. Ihr mögt den Mann, also verteidigt ihr ihn. Ungeachtet dessen, was der hier anrichtet. Dabei merkst du nicht mal, wie bescheuert das eigentlich ist und wie sehr es den Verein schädigt. Steuerhinterziehung? Egal, ich mag ihn.
Nachtreten gegen Ex Spieler und Angestellte? Egal, ich mag ihn.
Einmischung in Belange die ihn nichts angehen? Egal, ich mag ihn.
Nepotismus ohne Ende? Egal, ich mag ihn.
Missbrauch seines Amtes für private Zwecke? Egal, ich mag ihn.
Usw. Alles egal, ihr mögt ihn halt. Traurig.


So wie du es in deinem letzen Absatz schreibst, habe ich Blumenpflanzers Post jedoch nicht gelesen. Er sagt doch selbst, dass er bei Uli Fehler sieht, nur wiegen sie für ihn aktuell noch nicht so schwer wie seine Verdienste. Es ist beim Thema U.H eben eine verdammt schwere Diskussion. Ich merke das an mir selbst, ich kritisiere Uli für viele Dinge, wie ja auch die meisten hier. Ein Großteil der Kritik denke ich ist auch mehr als berechtigt, am Ende sollten wir doch aber alle versuchen nicht so sehr in Fatalitäten zu denken. Ich denke diese Zerissenheit auch unter den Fans ist doch gerade das was es eigentlich bei uns nicht gibt. Aktuell hat sich alles eben ein bisschen verselbständigt, ich finde beide Seiten (Kritiker und Befürworter) werden in die Schublade Schwarz oder Weiß gesteckt. Ich für meinen Teil möchte mich aber hier auch in keine Schublade gesteckt wissen, da ich auf der einen Seite die mehr als gerechtfertigte Kritik unterstütze, auf der anderen Seite aber auch diese von mir als aggressiv gefühlte Grundstimmung nicht unterstütze.


Ich verstehe was du sagen willst und der Gedanke dahinter ehrt dich. Ich persönlich fände es auch schöner, wenn man keinen keil hätte, der durch die Fans geht. Doch die von dir gewünschte Eintracht hat ja einen Preis. Aktuell läge dieser Preis darin, zu ignorieren oder zumindest zu relativieren, was da gerade und seit Jahren passiert. Das kann ich als Fan aber nicht tun, weil mir der Verein am Herzen liegt.
So wie ich das sehe und ich verstehe wirklich nicht, wie man die Situation anders interpretieren kann, wird der Verein von UH aktuell massivst missbraucht und furchtbar repräsentiert. Das will ich nicht hinnehmen, also wehre ich mich eben. Und ja, wenn es Leute gibt, die das was passiert verteidigen oder relativieren, ist das für mich die Gegenseite. Das sind dann jene die das was passiert unterstützen oder zumindest ermöglichen. Damit habe ich ein Problem.
Das was du dir wünschst, hätten wir sehr lange Zeit. Dann hat UH Steuern hinterzogen und die Eintracht war langsam aber sicher vorbei. Dabei ist es nicht die Aufgabe der Fans den Verein zu einen, das ist Aufgabe der Führung. Die tun das Gegenteil.
Es sind nicht die Kritiker die spalten, es sind UH, KHR und co. die das tun. Die sich für unantastbar halten und meinen die Ideal des Vereins nach Katar verschachern zu können, die Legenden aus dem Stadion schmeißen, die von Özil über Bernat auf alles eindreschen und sich aufführen wie die Axt im Walde. Die Spaltung kommt von oben. Dort muss sie auch wieder bekämpft werden.


Ich finde es ja auch richtig, dass nicht alles relativiert oder ignoriert wird. Das Verhalten von U.H (und auch KHR, der meines erachtens hier noch ziemlich gut wegkommt) kann nicht anders als kritisiert werden, da gibt es für mich auch keine zwei Meinungen, da bin ich bei dir. Ich versuche, wie ich vorher schon mal geschrieben habe, die Sache vom Ende her zu denken, und aktuell sehe ich nur wie man durch die Verunsachlichung der Debatte generell sich selbst so ein bisschen die Argumentation unter den Füßen wegzieht. Vielmehr hätte man U.H und der Führung durch eine massiv sachliche Kritik entgegen treten sollen und die (durchaus berechtigten) Emotionen "runterschlucken" sollen. So hat U.H einfach nur wieder Futter gehabt, um so zu reagieren wie es dann auch doch erwartbar war. Niemand hier wird U.H ändern, ich sehe aber nicht wie man, dadurch das man sich auf das gleiche Niveau begibt die Situation verbessert.
Jahreshauptversammlung 2018 |#1705
03.12.2018 - 16:26 Uhr
Zitat von alexxxx
Zitat von FCB-MICHO-ZE

Zitat von alexxxx

Zitat von FCB-MICHO-ZE

Zitat von blumenpflanzer

Zitat von FCB-MICHO-ZE

Der zweite Punkt der mir auffiel, ist die Gegenseite. In den drei Tagen seit der Rede, habe ich praktisch nicht einen einzigen Beitrag hier gesehen, der auch nur eines der Argumente entkräftet. Da wird höchstens versucht einzelne Punkte zu relativieren. Ansonsten findet eine inhaltliche Auseinandersetzung überhaupt nicht statt.


Warum denn Gegenseite? Es nervt, dass hier oftmals alles nur noch Schwarz und Weiss gesehen wird. Wenn du genauer hinschaust, solltest du feststellen, dass die "Gegenseite" die verschiedensten Grautöne hat und ebenfalls bei weitem nicht alles gut findet, was Hoeness macht.
Was genau soll man am Inhalt kritisieren, wenn man es genau so sieht? Warum darf man nicht relativieren, wenn man manche Punkte als nicht so schlimm wie dargestellt empfindet? Wer aufhört zu relativieren und gar nicht erst versucht, die Dinge mal von einer anderen Seite zu sehen, verfällt in ein Extrem, und das ist selten etwas Gutes.

Zitat von FCB-MICHO-ZE

Es wird lediglich die Form bemängelt, was schon grotesk ist, ist Hoeneß doch der Meister der Polemik (mir müssten seine Befürworter dann auch mal erklären, warum sie höhere Maßstäbe an einen ungeübten Redner aus der Wallachei anlegen, als am Chef des mitgliederstärksten Sportvereins der Welt) und wurde lediglich mit den eigenen Waffen geschlagen.


Wofür wird Hoeness denn hier ständig und aufs Schärfste kritisiert? Unter anderem doch für seine Polemik und seine Doppelmoral, oder? Nun war die Rede von Becks ebenfalls in Teilen sehr polemisch und wird hier gefeiert wie sonstwas. Wie nennt man das? Doppelmoral, oder nicht?
Soweit ich das beurteilen kann, setzt hier niemand höhere Maßstäbe an Becks an als an Hoeness. Ich persönlich zum Beispiel bin ein Freund der Polemik. Ich fand die Rede von Becks sehr gut, aber ich mag auch die oft polemischen Aussagen von Hoeness. Nur, wenn man ständig ein Stilmittel von Hoeness kritisiert, um es dann selbst gegen ihn einzusetzen, weil es einem gerade nützlich erscheint, empfinde ich das als opportun und heuchlerisch.

Zitat von FCB-MICHO-ZE

Ich meine, wie kann man den Mann noch verteidigen?


Wie es bei den anderen Relativierern und Verteidigern aussieht, weiß ich nicht. Für mich kann ich nur sagen:
ich finde ihn sympathisch, für mich wiegen seine Verdienste (aktuell) noch schwerer als seine Fehler und wenn schon gefühlt 90% der aktiven Schreiber des Forums nichts anderes tun, als ihn für alles zu kritisieren, was er tut oder was er nicht tut, dann stelle ich mich da schon aus Prinzip dagegen und werde nicht selber auch noch mitmachen.


Dein letzter Absatz sagt alles. Du verteidigst ihn aus Prinzip, weil du ihn magst. Mehr muss ich nicht wissen. Du bestätigst alles, was ich euch vorwerfe. Inhalte sind euch vollkommen egal, Argumente sind euch vollkommen egal. Ihr mögt den Mann, also verteidigt ihr ihn. Ungeachtet dessen, was der hier anrichtet. Dabei merkst du nicht mal, wie bescheuert das eigentlich ist und wie sehr es den Verein schädigt. Steuerhinterziehung? Egal, ich mag ihn.
Nachtreten gegen Ex Spieler und Angestellte? Egal, ich mag ihn.
Einmischung in Belange die ihn nichts angehen? Egal, ich mag ihn.
Nepotismus ohne Ende? Egal, ich mag ihn.
Missbrauch seines Amtes für private Zwecke? Egal, ich mag ihn.
Usw. Alles egal, ihr mögt ihn halt. Traurig.


So wie du es in deinem letzen Absatz schreibst, habe ich Blumenpflanzers Post jedoch nicht gelesen. Er sagt doch selbst, dass er bei Uli Fehler sieht, nur wiegen sie für ihn aktuell noch nicht so schwer wie seine Verdienste. Es ist beim Thema U.H eben eine verdammt schwere Diskussion. Ich merke das an mir selbst, ich kritisiere Uli für viele Dinge, wie ja auch die meisten hier. Ein Großteil der Kritik denke ich ist auch mehr als berechtigt, am Ende sollten wir doch aber alle versuchen nicht so sehr in Fatalitäten zu denken. Ich denke diese Zerissenheit auch unter den Fans ist doch gerade das was es eigentlich bei uns nicht gibt. Aktuell hat sich alles eben ein bisschen verselbständigt, ich finde beide Seiten (Kritiker und Befürworter) werden in die Schublade Schwarz oder Weiß gesteckt. Ich für meinen Teil möchte mich aber hier auch in keine Schublade gesteckt wissen, da ich auf der einen Seite die mehr als gerechtfertigte Kritik unterstütze, auf der anderen Seite aber auch diese von mir als aggressiv gefühlte Grundstimmung nicht unterstütze.


Ich verstehe was du sagen willst und der Gedanke dahinter ehrt dich. Ich persönlich fände es auch schöner, wenn man keinen keil hätte, der durch die Fans geht. Doch die von dir gewünschte Eintracht hat ja einen Preis. Aktuell läge dieser Preis darin, zu ignorieren oder zumindest zu relativieren, was da gerade und seit Jahren passiert. Das kann ich als Fan aber nicht tun, weil mir der Verein am Herzen liegt.
So wie ich das sehe und ich verstehe wirklich nicht, wie man die Situation anders interpretieren kann, wird der Verein von UH aktuell massivst missbraucht und furchtbar repräsentiert. Das will ich nicht hinnehmen, also wehre ich mich eben. Und ja, wenn es Leute gibt, die das was passiert verteidigen oder relativieren, ist das für mich die Gegenseite. Das sind dann jene die das was passiert unterstützen oder zumindest ermöglichen. Damit habe ich ein Problem.
Das was du dir wünschst, hätten wir sehr lange Zeit. Dann hat UH Steuern hinterzogen und die Eintracht war langsam aber sicher vorbei. Dabei ist es nicht die Aufgabe der Fans den Verein zu einen, das ist Aufgabe der Führung. Die tun das Gegenteil.
Es sind nicht die Kritiker die spalten, es sind UH, KHR und co. die das tun. Die sich für unantastbar halten und meinen die Ideal des Vereins nach Katar verschachern zu können, die Legenden aus dem Stadion schmeißen, die von Özil über Bernat auf alles eindreschen und sich aufführen wie die Axt im Walde. Die Spaltung kommt von oben. Dort muss sie auch wieder bekämpft werden.


Ich finde es ja auch richtig, dass nicht alles relativiert oder ignoriert wird. Das Verhalten von U.H (und auch KHR, der meines erachtens hier noch ziemlich gut wegkommt) kann nicht anders als kritisiert werden, da gibt es für mich auch keine zwei Meinungen, da bin ich bei dir. Ich versuche, wie ich vorher schon mal geschrieben habe, die Sache vom Ende her zu denken, und aktuell sehe ich nur wie man durch die Verunsachlichung der Debatte generell sich selbst so ein bisschen die Argumentation unter den Füßen wegzieht. Vielmehr hätte man U.H und der Führung durch eine massiv sachliche Kritik entgegen treten sollen und die (durchaus berechtigten) Emotionen "runterschlucken" sollen. So hat U.H einfach nur wieder Futter gehabt, um so zu reagieren wie es dann auch doch erwartbar war. Niemand hier wird U.H ändern, ich sehe aber nicht wie man, dadurch das man sich auf das gleiche Niveau begibt die Situation verbessert.


UH steuert auf die 70 zu. Natürlich wird den keiner mehr ändern. Das versuche ich ja auch nicht. Um es hart auszudrücken, meiner Meinung nach ist der Mann nicht mehr zu retten. Der ist derart von Narzissmus zerfressen, dass der gar nicht mehr zur Veränderung fähig ist. Das ist nicht mal wirklich seine Schuld und er tut mir dabei sogar ein Stück weit leid. Das passiert vielen Menschen, die solche Posten innehaben und derartig viel in der Öffentlichkeit stehen und gelobt werden. Wer jeden Tag hört, wie toll er eigentlich ist, glaubt das irgendwann auch. So ist es in meinen Augen bei UH. Nach der Haft ist das nur schlimmer geworden.
Dementsprechend ist es auch gar nicht mein Anspruch, mit UH zu diskutieren. Ich diskutiere explizit über ihn. Eine Diskussion mit ihm ergäbe in meinen Augen ja nicht mal Sinn. Das hat keinen Effekt.
Man sollte sich in meinen Augen davon verabschieden, dass es Lösungen mit UH gibt. UH ist das übergeordnete Problem das bekämpft werden muss.

•     •     •

Now I got no patience
So sick of complacence
With the D the E the F the I the A the N the C the E
Mind of a revolutionary
So clear the lane
The finger to the land of the chains
What? The land of the free?
Whoever told you that is your enemy?

Jahreshauptversammlung 2018 |#1706
03.12.2018 - 16:47 Uhr
Zitat von FCB-MICHO-ZE


Dein letzter Absatz sagt alles. Du verteidigst ihn aus Prinzip, weil du ihn magst. Mehr muss ich nicht wissen. Du bestätigst alles, was ich euch vorwerfe. Inhalte sind euch vollkommen egal, Argumente sind euch vollkommen egal. Ihr mögt den Mann, also verteidigt ihr ihn. Ungeachtet dessen, was der hier anrichtet. Dabei merkst du nicht mal, wie bescheuert das eigentlich ist und wie sehr es den Verein schädigt. Steuerhinterziehung? Egal, ich mag ihn.
Nachtreten gegen Ex Spieler und Angestellte? Egal, ich mag ihn.
Einmischung in Belange die ihn nichts angehen? Egal, ich mag ihn.
Nepotismus ohne Ende? Egal, ich mag ihn.
Missbrauch seines Amtes für private Zwecke? Egal, ich mag ihn.
Usw. Alles egal, ihr mögt ihn halt. Traurig.


Aber das ist doch genau das Problem - du lässt keinerlei Grauzonen zu.
Entweder man ist für oder gegen ihn.
Die Welt ist aber nicht nur schwarz und weiß.

Steuerhinterziehung?
Nein - ist zu verurteilen, dafür hat er aber meines Erachtens gebüßt.
Er hat weit mehr mit Strafzahlungen abgeben müssen, als wenn er das Konto angemeldet hätte
UND er saß im Gefägnis, damit ist er in meinen Augen rehabilitiert.
Allerdings ist dies sicherlich eine Frage der persönlichen Gewichtung, ob man einen Menschen
nach seiner Strafe bis in alle Ewigkeiten verurteilt oder diese als abgeglichen ansieht.
Das scheinst du anders zu sehen - ist dein gutes Recht, wenngleich es nicht dem deutschen Rechtsverständnis entspricht. (Das ist an der Stelle kein Vorwurf, auch wenn es sich als solcher lesen mag, in dem Punkt darf man sehr wohl unterschiedlicher Meinung sein)

Nachtreten gegen Exspieler ?
Nein, finde ich verwerflich und die Kritik ist diesbezüglich mehr als berechtigt.
Auch ein Grund, warum ich diesen extremen Gegenwind bis zu einem gewissen Maß begrüße.

Einmischung in Belange, die ihn nichts angehen?
Das ist pauschal schwieriger zu beantworten.
Einmischung in die Belange anderer Vereine ?
Nein - das finde ich amüsant. Steht ihm nicht zu, das stimmt.
Birgt aber immer Stoff für Diskussionen und es geht hier immer noch um Fußball.
Das moderne Panem et Circenses, da muss es nicht päpstlicher zu gehen als im Vatikan.
Das soll mich unterhalten, da will ich über den ein oder anderen Verantwortlichen (das betrifft ja
nicht nur Hoeneß, da sind ja noch einige andere Fußballfunktionäre zu nennen) mit den Augen rollen
oder bei Gelegenheit leidenschaftlich mitdiskutieren.

Einmischung in das operative Geschäft im Verein und das als Präsident?
Schwierig - bin ich kein Freund davon.
Ich bin mir aber, im Gegensatz vieler hier, nicht so sicher inwieweit Hoeneß dort die Politik alleine bestimmt.
Der Aufsichtsrat ist anscheinend so besetzt, dass diese die Hoeneßsche Meinung
mittragen. Auch ein Rummenigge kann nicht der Revolutionär sein, ansonsten hätte er, als Hoeneß
im Gefägnis saß, anders operiert, einen anderen Kurs eingeschlagen.
Hat er aber nicht - was wiederum bedeuten muss, dass sich mit einem anderen Präsidenten wenig bis
gar nichts im Verein ändern wird.
Jemand anderes als Hoeneß kann den Aufsichtsrat auch nicht einfach so umkrempeln, die Vertreter werden von den Anteilseigner selbst hingeschickt, der Rest wird gewählt - da muss man schon sehr viele politische Spiele spielen, um einen Aufsichtsrat nach seinem Gusto komplett zu ändern. Mal davon ab, dass der neue Präsident wieder das tun würde, was man bei Hoeneß kritisiert, nämlich massiv Einfluss ins operative Geschäft zu nehmen.
Und, was viele hier als Fakt verkaufen, dass sich der Verein komplett neu ausrichtet ohne Hoeneß, halte ich für Utopie. Dazu müssen einige andere Personen ebenfalls verschwinden.

Nepotismus
Kluges Wort - steht dir nur sehr wahrscheinlich nicht zu in den Raum zu werfen, entweder weil du dir der Bedeutung nicht vollends bewusst bist oder es ist Polemik.
Ich nehme dies sofort zurück, wenn du genaueren Einblick in der Sache hast.
Bezweifel ich nur stark - Nepotismus setzt ja nicht nur voraus, dass man seine eigenen Neffen/Familie
in das Unternehmen mit hineinzieht, sondern auch, dass diese unvorteilmäßige Bevorzugungen erfahren.
Nur, wer hier kennt z.B. die weiteren Bewerber und deren Preise/Qualität, wenn es um die "Wurst im Stadion geht"?
Geschmacklich habe ich noch keine Beschwerden gehört, mir persönlich schmeckt sie ebenfalls und ob andere Bewerber diesbezüglich diese in Sachen Qualität und Preis überbieten?
Weiß ich nicht - du etwa?
Soll der FC Bayern im Umkehrschluss eine Wurst von höherem Preis oder minderer Qualität anbieten, nur damit die Familie Hoeneß nicht involviert ist?

Ähnlich verhält es sich mit dem Jugendtrainer Sebastian Hoeneß.
Der ist ja kein Metzgermeister von Beruf und wurde urplötzlich zum Trainer, sondern war auch schon bei RB Leipzig drei Jahre lang Jugendtrainer.
Im Moment steht man auf dem 2. Platz ... alles kann der auch nicht falsch machen, ob es bessere Kandidaten dafür gab ? Auch hier von Außen schwer zu beurteilen - Bevorzung? Fehlt mir der Einblick!
Ist das bei dir anders?
Oder geht es nur darum, dass er Hoeneß heißt ?
Sollte das eine Rolle spielen, wenn Qualifikation und Leistung stimmen ?

Missbrauch seines Amtes für private Zwecke.
Da muss ich passen - ist nicht auf meinem Schirm.
Ist natürlich ein absolutes No-Go, kann mich aber an keine Gegebenheit diesbezüglich erinnern.

Schlussendlich sind die extremen Positionen, die mich hier so stören.
Das ist auch kein verteidigen, um Hoeneß willen, sondern weil viele Argumente
schlichtweg zu extrem sind, weil sie auf purer Antipathie beruhen.
Man sollte hier auch ruhigen Gewissens ein Grauer sein dürfen, dem nicht alles passt, der Hoeneß aber auch nicht alles zuschreibt.

Ich muss demzufolge kein Hoeneß-Jünger sein, um verschiedene Aspekte zu relativieren.
Seine verbalen Ausflüchte sind seit seinem Gefägnisaufenthalt tatsächlich schlimmer geworden,
ich muss ihn auch nicht weiter als Präsidenten sehen.
Auch mit anderen Punkten bin ich nicht einverstanden, was aber nicht heißt, dass
ich eine Unterstellung wie Nepotismus, für die es keinerlei Beweise gibt, einfach stehen lassen kann.
Oder dass ich ihn dafür verteile, dass er Steuern hinterzogen hat, wenn er seine Strafe dafür abgesessen hat.

Zitat von DocRock089

Ich als leidenschaftlicher Debattierer der Impfgegnerschaft und Globulisten kenne diesen Stil nur allzugut. Letztlich ist es ein festhalten an "emotionalen" Wahrheiten, statt sich auf der Faktenebene damit auseinanderzusetzen. Da ist man halt schnell bei Relativierung durch "Whataboutism" und persönliche Attacken, oder es werden Nebenschauplätze (Kritik des "wie") eröffnet statt die Fakten zu kommentieren.


Aber da gibt sich doch keine Seite etwas.
Welche Fakten denn? Die aus den Printmedien?
Wie will man denn wissen, ob das wirklich alles Fakten sind?
Wir diskutieren hier ja nicht über den Vor und Nachteile von Impfungen, zu denen es
1000ende empirische Studien gibt.
Unsere Quellen sind "hochseriöse" Medien wie die Zeitung mit den vier Buchstaben und Sport1 und Co ...
Allgemein ist der Sportbereich nicht sonderlich seriös, weil er zu schnelllebig ist.

z.B.
Dass ein Sportdirekter auf einer Taxi Fahrt gefunden wurde?
Becks hat explizit erwähnt "wie es in den Medien zu lesen war", kein versteckter Vorwurf dabei an ihn.
Was im Umkehrschluss aber nicht bedeutet, dass es a) wahr ist und b) selbst wenn es wahr wäre, dass dies der vollständige Prozess gewesen war.

Und wie will man z.B. für oder gegen Hasan Salihamidžić argumentieren?
Man weiß ja nicht einmal, was der überhaupt so treibt!
Das wusste man bei Sammer allerdings auch nicht wirklich.
Die Kritik beruht vornehmlich darauf, dass er für einen "Weltverein" unwürdig in die Kamera stammelt.
Gefällt mir auch nicht, muss aber seine Qualitäten neben der Kamera nicht schmälern.
Ein Sammer hat auch nur inhaltsloses Zeug gebabbelt, nur hat er sich dabei besser verkaufen können.
Kann ich deswegen seine Arbeit beurteilen nach der kurzen Zeit ?

Eher weniger - außer man dreht im z.B. aus der Personalie Kovac einen Strick - aber laut des Forums war der doch auch nur Hoeneß Schuld, weil Hasan nur eine Marionette ist.
Soll ich ihm vorwerfen, dass er nur eine Marionette ist? Selbst wenn das stimmen sollte, wie soll der nach
der kurzen Zeit gegen Hoeneß und Rummenigge einstehen? Würdest ihr in eurer Firma als Neuling versuchen gleich alles zu ändern und gegen eure Vorgesetzen eintreten? Oder würdet ihr erst einmal die Prozesse versuchen zu lernen und dann nach Verbesserungen suchen?
Aber selbst das kann ich nicht beurteilen - weder ob er nach Verbesserungen sucht, noch dass er nicht
gegen seine Vorgesetzten eintritt.
Ich sehe nur, dass er belächelt wird, weil er sich nicht wirklich auszudrücken weiß.
Das kann ich auch nicht wegdiskutieren, weil das offensichtlich ist.
Der Wert seiner Arbeit jedoch - fehlt mir der Einblick und ich wette, dass das eigentlich 99,9% des Forums genauso gehen sollte.

Solange wir nicht mehr Einblick in die Prozesse im Verein haben, diskutieren hier doch alle nur diesbezüglich auf von Medien geliehenen "Fakten".

Nur um das Klarzustellen:
Ich fand die Rede passend - von der namentlichen Nennung der Mittelfeldspieler, wie auch der Vetternwirtschaft abgesehen.
Ich fand sie sogar wichtig, weil sie einen Anstoß gab, die fürchterliche Außendarstellung bloßzustellen.

Nur ein wirkliches Diskutieren kann nicht ohne genaueren Einblick stattfinden, den hier keiner hat.
Wir können nur seriös beurteilen, was die Verantwortlichen selbst vor der Kamera sagen und das war
in letzter Zeit desaströs und verdient jegliche Form der Kritik.
Jahreshauptversammlung 2018 |#1707
03.12.2018 - 16:53 Uhr
Das ist durchaus etwas auf was hier einige mal gehofft haben- eine sachlich vorgetragene Argumentationskette, warum man auch dafür sein kann, UH im Amt zu lassen. Ich sehe das anders, aber danke dass es auch so geht, das darzulegen!

•     •     •

"Ohne die Tore vom Gerd wären wir noch immer in unserer alten Holzhütte an der Säbener Straße"
#notmyehrenpraesident
COYS
Jahreshauptversammlung 2018 |#1708
03.12.2018 - 17:05 Uhr
Zitat von red religious
Das ist durchaus etwas auf was hier einige mal gehofft haben- eine sachlich vorgetragene Argumentationskette, warum man auch dafür sein kann, UH im Amt zu lassen. Ich sehe das anders, aber danke dass es auch so geht, das darzulegen!


Eben, es muss doch möglich sein, dass beide Seiten objektiv gehört werden, ohne das man sie gleich verteufelt. Es ist halt wie immer nur auch eine Frage der Sachlichkeit. Ich für meinen Teil denke, dass auch ein Grau erlaubt sein muss, zu dem ich mich zählen würde. Ich hoffe die Diskussion nimmt ein wenig an Emotionalität ab und an Sachlichkeit zu. Damit wäre uns allen geholfen.
Jahreshauptversammlung 2018 |#1709
03.12.2018 - 17:09 Uhr
Zitat von Soros
Zitat von FCB-MICHO-ZE

Dein letzter Absatz sagt alles. Du verteidigst ihn aus Prinzip, weil du ihn magst. Mehr muss ich nicht wissen. Du bestätigst alles, was ich euch vorwerfe. Inhalte sind euch vollkommen egal, Argumente sind euch vollkommen egal. Ihr mögt den Mann, also verteidigt ihr ihn. Ungeachtet dessen, was der hier anrichtet. Dabei merkst du nicht mal, wie bescheuert das eigentlich ist und wie sehr es den Verein schädigt. Steuerhinterziehung? Egal, ich mag ihn.
Nachtreten gegen Ex Spieler und Angestellte? Egal, ich mag ihn.
Einmischung in Belange die ihn nichts angehen? Egal, ich mag ihn.
Nepotismus ohne Ende? Egal, ich mag ihn.
Missbrauch seines Amtes für private Zwecke? Egal, ich mag ihn.
Usw. Alles egal, ihr mögt ihn halt. Traurig.


Aber das ist doch genau das Problem - du lässt keinerlei Grauzonen zu.
Entweder man ist für oder gegen ihn.
Die Welt ist aber nicht nur schwarz und weiß.

Steuerhinterziehung?
Nein - ist zu verurteilen, dafür hat er aber meines Erachtens gebüßt.
Er hat weit mehr mit Strafzahlungen abgeben müssen, als wenn er das Konto angemeldet hätte
UND er saß im Gefägnis, damit ist er in meinen Augen rehabilitiert.
Allerdings ist dies sicherlich eine Frage der persönlichen Gewichtung, ob man einen Menschen
nach seiner Strafe bis in alle Ewigkeiten verurteilt oder diese als abgeglichen ansieht.
Das scheinst du anders zu sehen - ist dein gutes Recht, wenngleich es nicht dem deutschen Rechtsverständnis entspricht. (Das ist an der Stelle kein Vorwurf, auch wenn es sich als solcher lesen mag, in dem Punkt darf man sehr wohl unterschiedlicher Meinung sein)

Nachtreten gegen Exspieler ?
Nein, finde ich verwerflich und die Kritik ist diesbezüglich mehr als berechtigt.
Auch ein Grund, warum ich diesen extremen Gegenwind bis zu einem gewissen Maß begrüße.

Einmischung in Belange, die ihn nichts angehen?
Das ist pauschal schwieriger zu beantworten.
Einmischung in die Belange anderer Vereine ?
Nein - das finde ich amüsant. Steht ihm nicht zu, das stimmt.
Birgt aber immer Stoff für Diskussionen und es geht hier immer noch um Fußball.
Das moderne Panem et Circenses, da muss es nicht päpstlicher zu gehen als im Vatikan.
Das soll mich unterhalten, da will ich über den ein oder anderen Verantwortlichen (das betrifft ja
nicht nur Hoeneß, da sind ja noch einige andere Fußballfunktionäre zu nennen) mit den Augen rollen
oder bei Gelegenheit leidenschaftlich mitdiskutieren.

Einmischung in das operative Geschäft im Verein und das als Präsident?
Schwierig - bin ich kein Freund davon.
Ich bin mir aber, im Gegensatz vieler hier, nicht so sicher inwieweit Hoeneß dort die Politik alleine bestimmt.
Der Aufsichtsrat ist anscheinend so besetzt, dass diese die Hoeneßsche Meinung
mittragen. Auch ein Rummenigge kann nicht der Revolutionär sein, ansonsten hätte er, als Hoeneß
im Gefägnis saß, anders operiert, einen anderen Kurs eingeschlagen.
Hat er aber nicht - was wiederum bedeuten muss, dass sich mit einem anderen Präsidenten wenig bis
gar nichts im Verein ändern wird.
Jemand anderes als Hoeneß kann den Aufsichtsrat auch nicht einfach so umkrempeln, die Vertreter werden von den Anteilseigner selbst hingeschickt, der Rest wird gewählt - da muss man schon sehr viele politische Spiele spielen, um einen Aufsichtsrat nach seinem Gusto komplett zu ändern. Mal davon ab, dass der neue Präsident wieder das tun würde, was man bei Hoeneß kritisiert, nämlich massiv Einfluss ins operative Geschäft zu nehmen.
Und, was viele hier als Fakt verkaufen, dass sich der Verein komplett neu ausrichtet ohne Hoeneß, halte ich für Utopie. Dazu müssen einige andere Personen ebenfalls verschwinden.

Nepotismus
Kluges Wort - steht dir nur sehr wahrscheinlich nicht zu in den Raum zu werfen, entweder weil du dir der Bedeutung nicht vollends bewusst bist oder es ist Polemik.
Ich nehme dies sofort zurück, wenn du genaueren Einblick in der Sache hast.
Bezweifel ich nur stark - Nepotismus setzt ja nicht nur voraus, dass man seine eigenen Neffen/Familie
in das Unternehmen mit hineinzieht, sondern auch, dass diese unvorteilmäßige Bevorzugungen erfahren.
Nur, wer hier kennt z.B. die weiteren Bewerber und deren Preise/Qualität, wenn es um die "Wurst im Stadion geht"?
Geschmacklich habe ich noch keine Beschwerden gehört, mir persönlich schmeckt sie ebenfalls und ob andere Bewerber diesbezüglich diese in Sachen Qualität und Preis überbieten?
Weiß ich nicht - du etwa?
Soll der FC Bayern im Umkehrschluss eine Wurst von höherem Preis oder minderer Qualität anbieten, nur damit die Familie Hoeneß nicht involviert ist?

Ähnlich verhält es sich mit dem Jugendtrainer Sebastian Hoeneß.
Der ist ja kein Metzgermeister von Beruf und wurde urplötzlich zum Trainer, sondern war auch schon bei RB Leipzig drei Jahre lang Jugendtrainer.
Im Moment steht man auf dem 2. Platz ... alles kann der auch nicht falsch machen, ob es bessere Kandidaten dafür gab ? Auch hier von Außen schwer zu beurteilen - Bevorzung? Fehlt mir der Einblick!
Ist das bei dir anders?
Oder geht es nur darum, dass er Hoeneß heißt ?
Sollte das eine Rolle spielen, wenn Qualifikation und Leistung stimmen ?

Missbrauch seines Amtes für private Zwecke.
Da muss ich passen - ist nicht auf meinem Schirm.
Ist natürlich ein absolutes No-Go, kann mich aber an keine Gegebenheit diesbezüglich erinnern.

Schlussendlich sind die extremen Positionen, die mich hier so stören.
Das ist auch kein verteidigen, um Hoeneß willen, sondern weil viele Argumente
schlichtweg zu extrem sind, weil sie auf purer Antipathie beruhen.
Man sollte hier auch ruhigen Gewissens ein Grauer sein dürfen, dem nicht alles passt, der Hoeneß aber auch nicht alles zuschreibt.

Ich muss demzufolge kein Hoeneß-Jünger sein, um verschiedene Aspekte zu relativieren.
Seine verbalen Ausflüchte sind seit seinem Gefägnisaufenthalt tatsächlich schlimmer geworden,
ich muss ihn auch nicht weiter als Präsidenten sehen.
Auch mit anderen Punkten bin ich nicht einverstanden, was aber nicht heißt, dass
ich eine Unterstellung wie Nepotismus, für die es keinerlei Beweise gibt, einfach stehen lassen kann.
Oder dass ich ihn dafür verteile, dass er Steuern hinterzogen hat, wenn er seine Strafe dafür abgesessen hat.

Zitat von DocRock089

Ich als leidenschaftlicher Debattierer der Impfgegnerschaft und Globulisten kenne diesen Stil nur allzugut. Letztlich ist es ein festhalten an "emotionalen" Wahrheiten, statt sich auf der Faktenebene damit auseinanderzusetzen. Da ist man halt schnell bei Relativierung durch "Whataboutism" und persönliche Attacken, oder es werden Nebenschauplätze (Kritik des "wie") eröffnet statt die Fakten zu kommentieren.


Aber da gibt sich doch keine Seite etwas.
Welche Fakten denn? Die aus den Printmedien?
Wie will man denn wissen, ob das wirklich alles Fakten sind?
Wir diskutieren hier ja nicht über den Vor und Nachteile von Impfungen, zu denen es
1000ende empirische Studien gibt.
Unsere Quellen sind "hochseriöse" Medien wie die Zeitung mit den vier Buchstaben und Sport1 und Co ...
Allgemein ist der Sportbereich nicht sonderlich seriös, weil er zu schnelllebig ist.

z.B.
Dass ein Sportdirekter auf einer Taxi Fahrt gefunden wurde?
Becks hat explizit erwähnt "wie es in den Medien zu lesen war", kein versteckter Vorwurf dabei an ihn.
Was im Umkehrschluss aber nicht bedeutet, dass es a) wahr ist und b) selbst wenn es wahr wäre, dass dies der vollständige Prozess gewesen war.

Und wie will man z.B. für oder gegen Hasan Salihamidžić argumentieren?
Man weiß ja nicht einmal, was der überhaupt so treibt!
Das wusste man bei Sammer allerdings auch nicht wirklich.
Die Kritik beruht vornehmlich darauf, dass er für einen "Weltverein" unwürdig in die Kamera stammelt.
Gefällt mir auch nicht, muss aber seine Qualitäten neben der Kamera nicht schmälern.
Ein Sammer hat auch nur inhaltsloses Zeug gebabbelt, nur hat er sich dabei besser verkaufen können.
Kann ich deswegen seine Arbeit beurteilen nach der kurzen Zeit ?

Eher weniger - außer man dreht im z.B. aus der Personalie Kovac einen Strick - aber laut des Forums war der doch auch nur Hoeneß Schuld, weil Hasan nur eine Marionette ist.
Soll ich ihm vorwerfen, dass er nur eine Marionette ist? Selbst wenn das stimmen sollte, wie soll der nach
der kurzen Zeit gegen Hoeneß und Rummenigge einstehen? Würdest ihr in eurer Firma als Neuling versuchen gleich alles zu ändern und gegen eure Vorgesetzen eintreten? Oder würdet ihr erst einmal die Prozesse versuchen zu lernen und dann nach Verbesserungen suchen?
Aber selbst das kann ich nicht beurteilen - weder ob er nach Verbesserungen sucht, noch dass er nicht
gegen seine Vorgesetzten eintritt.
Ich sehe nur, dass er belächelt wird, weil er sich nicht wirklich auszudrücken weiß.
Das kann ich auch nicht wegdiskutieren, weil das offensichtlich ist.
Der Wert seiner Arbeit jedoch - fehlt mir der Einblick und ich wette, dass das eigentlich 99,9% des Forums genauso gehen sollte.

Solange wir nicht mehr Einblick in die Prozesse im Verein haben, diskutieren hier doch alle nur diesbezüglich auf von Medien geliehenen "Fakten".

Nur um das Klarzustellen:
Ich fand die Rede passend - von der namentlichen Nennung der Mittelfeldspieler, wie auch der Vetternwirtschaft abgesehen.
Ich fand sie sogar wichtig, weil sie einen Anstoß gab, die fürchterliche Außendarstellung bloßzustellen.

Nur ein wirkliches Diskutieren kann nicht ohne genaueren Einblick stattfinden, den hier keiner hat.
Wir können nur seriös beurteilen, was die Verantwortlichen selbst vor der Kamera sagen und das war
in letzter Zeit desaströs und verdient jegliche Form der Kritik.


Vielen Dank für die ausführliche Erläuterung meiner Sichtweise während meiner Abwesenheit, @Soros Lachend Deinen Post würde ich komplett so unterschreiben.
Kleine Ergänzung vielleicht noch zum Punkt Missbrauch des Amtes für persönliche Zwecke: Ich denke, damit meint @FCB-MICHO-ZE die Verbannung von Breitner , die allerdings auch eine gemeinsame Entscheidung der Chefs gewesen war, wenn man die Aussagen dieser glaubt.
Jahreshauptversammlung 2018 |#1710
03.12.2018 - 18:10 Uhr
Zitat von BeefSteve88
Zitat von gringofcb

"Bachmayr, studierter Steuerrechtler aus Hubenstein (Kreis Erding) meinte auf Nachfrage: „Natürlich habe ich etwas polemisiert. Aber ich habe auch sehr viel mit Originalzitaten gearbeitet. Ein Mitglied hat mich angemault, ob ich denn nicht wisse, was Hoeneß schon alles durchgemacht habe. Den haben andere Mitglieder schnell auf die Seite genommen. Ansonsten habe ich zu 95 Prozent Zustimmung bekommen.“ Einen Auftritt bei Blickpunkt Sport lehnte Bachmayr ab."

https://www.tz.de/sport/fc-bayern/hoeness-von-fan-scharf-attackiert-jetzt-fordert-er-eine-entschuldigung-10790339.html



"Wir haben im Fußball einen Markt mit 10 % Inflation. Dazu zahlen wir auf den Gewinn 30 % Steuern.
Sparst du also heute 100 Millionen, dann hast du in 3 Jahren nur noch 50 Millionen an Gegenwert. Wäre es nicht schlauer gleich oder gar vorher zu investieren?"

Wie kann jemand, der so etwas schreibt, "studierter Steuerrechtler" sein? Da wird einem ja Angst und Bange um das deutsche Bildungssystem.

1.) Steuern zahlt man auf den erwirtschafteten Vor-Steuer-Gewinn, und nicht auf Geld, das man "spart" bzw. auf dem Konto liegen hat. Ich wüsste nicht, dass Bayern einen annähernd so hohen Vorsteuergewinn ausgewiesen hätte?
2.) Wenn ich auf die 100 Millionen Euro Steuern zahlen müsste, dann sicher nicht zwei Jahre in Folge. Oder zahlt Herr Bachmann auf das gleiche Gehalt von x-tausend Euro zwei Perioden in Folge Einkommensteuer?
3.) Werden Investitionen in Spieler in der Bilanz als immaterielles Vermögen aktiviert und laufen nicht direkt durch die Gewinn- und Verlustrechnung, d.h. sie mindern das versteuerbare Einkommen nicht bzw erst in Folgeperioden durch Abschreibungen der Ablösesumme über die Vertragslaufzeit der Spieler

Unterstreicht aus meiner Sicht auch den Punkt den Hoeneß danach gemacht hat bzgl. der vielen Unwahrheiten. So etwas bekommt man eben, wenn man versucht möglichst viele Kritikpunkte anzusprechen - dann bleibt die Tiefgründigkeit und die Recherche bzw. der Faktencheck schnell mal auf der Strecke...


Die Rechnung ist eigentlich recht simpel.

Man macht 100 Millionen Gewinn, davon gehen dann ca. 30% Steuern (Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer, Soli) ans Finanzamt. Bleiben also 70 Millionen übrig.

Da kommt dann die Inflation ins Spiel (ich lasse jetzt mal der Einfachheit halber die normale Währungsinflation des Euro beiseite und rechne nur die Inflation im Fussballbusiness ein). Gehen wir also von 10% aus, verlieren die 70 Millionen an versteuertem Gewinn jedes Jahr 10% ihrer Kaufkraft. Da kommen wir dann bei 51 Millionen und 30 Tausend raus, also in heutiger Kaufkraft.
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